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am 19. März 2013
Mein Start in dieses Spiel war ziemlich holprig.

Im Oktober 2012 bin ich glaube ich durch eine Gamingwebseite darauf aufmerksam geworden, habe so den Launch Trailer zu Gesicht bekommen. Und dachte mir sofort: Dieses Spiel muss ich haben.

Das Setting war etwas, was ich mir schon immer gewünscht hatte (nicht der immer wieder neu aufgewärmte Fantasy-Müll nach Schema F, billig kopiert vom erfolgreichen Urgestein WoW), die Grafik war top, und was ich im Anschluss noch über die storylastige Aufmachung, den fordernden Schwierigkeitsgrad und die abwechslungsreichen Missionen gelesen habe, verstärkten diesen Wunsch nur noch um so mehr.

Allerdings gab es da einen Haken, die Kosten.
50 Euro für die Box und dann auch noch 15 Euro monatlich für ein Spiel, das explizit direkt von den Machern als eines vermarktet wird, bei dem der Weg das Ziel ist? Eines, bei dem es noch weniger Sinn macht, möglichst schnell auf das höchste Level zu kommen, möglichst viel in möglichst wenig Zeit zu erreichen wie in World of Warcraft und co?
Da wollte dann auch ich erstmal schnuppern, bevor ich kaufe.

Und da kam dann das kostenlose Wochenende (3 Tage).

Ich habe mich halb durch das erste Questgebiet Kingsmouth gekämpft und nach etwa 4 Stunden entnervt das Spiel beendet. Die Intro, die Story, die Missionen, alles war top - aber das Kampfsystem war für mich unbegreiflich hakelig, schwierig, hölzern, und gerade in diesem Startgebiet war es ziemlich öde: Immer und immer wieder unzählige Zombies in der immergleichen tristen Umgebung umlegen. Zudem kam ich auch bei einer wichtigeren Investigativmission nicht weiter (und war damals zu blöd zu googlen oder die Leute im Spiel zu fragen).

Und dann kam im Dezember die Umstellung auf Buy2Play. Auch wenn ich im Oktober wegen meinen schlechten Ersterfahrungen mit dem Spiel vorerst abgeschlossen hatte, habe ich doch weiter Neuigkeiten dazu verfolgt, da mich das Setting und die Story nach wie vor voll in den Bann gezogen hatten.

Nur noch die Box für einen niedrigeren Preis kaufen, keine monatlichen Gebühren mehr, so lange spielen wie ich möchte?
Das klang mir gut genug, um einen zweiten Versuch zu starten.
Also die Box gekauft und meinen Testaccount vom Oktober damit wieder aktiviert, um direkt an Ort und Stelle wo ich aufgehört hatte weiterzuspielen.

Diesmal war ich vorbereitet mit einer neuen Portion Geduld, einer Walkthrough-Webseite, falls ich bei Missionen nicht weiterkommen sollte (unfair.co) sowie der Info von einem erfahreneren Spieler, dass das Kampfsystem schnell besser wird, wenn man weitermacht.

Ich habe also weitergequestet und eine Menge Erfahrung gesammelt. Mit jedem neuen Skill, den ich mir für meine Erfahrungspunkte gekauft habe, wurde der Kampf in TSW für mich Stück für Stück verständlicher und flüssiger.

Die Story-Missionen, die man immer wieder neben den regulären Ortsmissionen macht und die, wie der Name schon sagt, einem die spielübergreifende Story weitererzählen, waren ein kleiner Lichtblick um mich von diesem öden Städtchen Kingsmouth abzulenken.

Als ich dann nach einigen weiteren Spielstunden intensiven Questens in das nächste Gebiet kam - Savage Coast - hatte ich trotz weiterer Massen von Zombies schon einmal ein wesentlich ansprechenderes Gebiet vor mir und auch manche Missionen dort wurden durch die Zombie-Atmosphäre erst richtig stimmig - beispielsweise die beim schwarzen Haus oder die im Atlantic Island Park. Ab da wurden die Storymissionen zum Sahnehäubchen des ganzen Rests, der sich mir bot.

Mittlerweile hatte ich die inneren Skill-Ringe der beiden Waffen, die ich von Anfang an genutzt habe (Pistolen und Klinge, keine gute Anfangswahl wie ich später herausfand) beinahe voll, meine Aktionsleiste sowie die Passivskills waren vollständig belegt, und das Kampfsystem war mir mittlerweile ziemlich vertraut. Kämpfe waren immer noch fordernd, nicht gerade selten passierte es, dass ich mehr Mobs auf einmal gepullt habe als mir lieb war und in fast allen dieser Fälle danach im Dreck lag. Aber ab da wusste ich dann, dass es mein eigener Fehler war, und nicht weil das Kampfsystem hakelig wäre - was es da schon nicht mehr war.

Ich ging anfangs einfach mit der falschen Vostellung heran, der Kampf wäre genau so einfach und verzeihend wie beispielsweise bei WoW (welches ich früher längere Zeit gespielt habe).
Mal eben eine 10er-Gruppe pullen und überleben, wenn man nur schnell genug alle seine Skills spammt? Mit Level 3 ein Level 6 Elite-Mob klatschen und mit wenigen HP überleben?
Nicht in TSW.

Inzwischen habe ich die Story komplett durchgespielt, fast alle Missionen in allen Questgebieten mindestens einmal absolviert; ich habe alle Dungeons gemeistert, danach alle ihre Elite-Versionen, danach in 30 Versuchen den Torwächter besiegt (Vorraussetzung für das Folgende) und habe auch einige Zeit daran gearbeitet auch alle Dungeons in der Alptraum-Schwierigkeitsstufe zu meistern; an dem schwierigsten von allen ("Die Anlage") habe ich lange gekaut. Auch im Manhattan-Sperrgebiet, dem Endgame-Raid, war ich bereits und habe nach insgesamt etwa 20 Wipes mit 2 verschiedenen Gruppen das erste Mal erfolgreich den Raidboss gelegt; mittlerweile raide ich mehr oder weniger regelmäßig, aber immer erfolgreich. Ich habe mir Endgame-Ausrüstung für alle 3 Rollen erspielt (Damage Dealer, Heiler, Tank) und spiele auch alle 3 aktiv. Gear für Hybridklassen (Leecher/Absaugheiler, Healtank) befindet sich noch in Arbeit. Ich bin in einer hauptsächlich englischsprachigen Verbindung namens In Vino Veritas (alle Fraktionen) und spiele regelmäßig mit den Leuten dort Endgame-Content wie Lairs, Nightmares und natürlich den Raid - inklusive Kommunikation über Mumble - helfe aber auch hin und wieder neuen Leuten in der Verbindung, ihren Weg zum Endgame zu machen. Im Spiel bin ich als Kyle "Cobin" Roth bekannt, wobei ich allerdings auch noch mehrere andere Alts habe.

Da ich dann auch so von diesem Spiel überzeugt war, habe ich mir auch das sogenannte „Großmeister-Pack“ geleistet - für den Gegenwert von etwa 12 Monaten der neuen, optionalen kostenpflichtigen Mitgliedschaft bekommt man damit auf Lebenszeit Mitgliedsstatus, damit auch monatlich Bonuspunkte zum Ausgeben im Item Shop (für Klamotten, Haustiere, Titel etc.) und über diese Bonuspunkte essentiell auch alle (normalerweise kostenpflichtigen) zukünftigen Spielerweiterungen kostenlos. Zusätzlich zu den "normalen" Punkten auch Veteranenpunkte, die man wiederum gegen wesentlich exklusivere Perks eintauschen kann, beispielsweise einem Werkzeug für Reparaturen unterwegs, Haustiere die zu Anfang des Spiels einen XP-Buff geben, blaue QS10-Talismane/Waffen und mobilem Zugriff auf die Bank. Nicht overpowered und kein Pay2Win, aber eben kleine Annehmlichkeiten für Leute die schon länger spielen und das nicht nur mit einem Charakter.

Ganz klar: dieses Spiel ist nicht für Leute gemacht die sich gerne alles auf dem Silbertablett servieren lassen wie beispielsweise bei WoW. Vollautomatischer Dungeonfinder, Raidfinder, (vergleichsweise) lächerlicher Schwierigkeitsgrad, Flugrouten mit etlichen Haltestellen in einem einzigen Questgebiet, Talentspezialisierung bei der man nichts falsch machen kann, all sowas gibt es in TSW nicht.
Es ist nichts für Leute, die die selben einfallslosen Missionen à la „Töte X von diesen“, „Bring Y von diesem“, „Bring X von A nach B“ und so weiter immer und immer wieder machen wollen. Kurz gesagt Missionen, wo man das Hirn nicht einzuschalten braucht. Hin und wieder kommen natürlich auch solche Aufgaben in den Missionen dran, aber die sind dann derart schön "verpackt", dass man es kaum merkt und tatsächlich Spaß dran hat.
Nichts für Leute, die beim ersten Wipe in einem Dungeon bereits mit einem Ragequit abhauen. Wipes sind in TSW normal, da man in Dungeons statt auf unzählige Trashmobs zur Zeitverlängerung auf entsprechend fordernde Bosstaktiken setzt, die schon ihre Zeit brauchen bis man sie fehlerfrei eingeübt hat und jedes mal wieder perfekt umsetzt. Wem die normale Schwierigkeitsstufe zu lasch ist, kann den "Elite"-Modus probieren: selbe Taktiken aber Bosse schlagen härter zu und haben mehr HP. Und wem selbst das noch zu lasch ist kann sich an der Alptraum-Schwierigkeitsstufe versuchen, die nicht nur mit noch viel mehr HP und noch viel mehr Schaden aufwartet, sondern auch neue/abgeänderte Bosstaktiken bringt; diese sind verdammt knackig und machen ihrem Namen alle Ehre. Für gewöhnlich gilt da die Regel: ein kleiner Fehler und du bist tot. Sofort. Einmal am falschen Fleck gestanden, einmal einem AoE nicht ausgewichen, einmal eine Fähigkeit nicht unterbrochen, und man ist Matsch. Dafür ein geniales Gefühl, wenn der Boss gelegt ist und man um die Purples würfelt (oder sich nachher in seinem Hauptquartier für die ebenfalls erhaltenen "Schwarzbarren" lila Top-Ausrüstung ("Customs") und/oder Upgrades dafür kauft).
Es ist auch nichts für Leute, die gern mit der allerneuesten, allerbesten Ausrüstung in der Hauptstadt idlen und protzen wollen. In TSW sieht man keine Ausrüstung, nur Waffen, und die machen nur einen kleinen Teil aus. Sichtbare Klamotten trägt man zusätzlich zur unsichtbaren Stat-gebenden Ausrüstung, Klamotten selbst haben keine Stats und sind daher vollkommen unabhängig von der eigenen „Stärke“, sodass man seinen Charakter so kleiden kann wie man will ohne anderweitig Abstriche machen zu müssen. Selbst die noch sichtbaren Waffen lassen sich mit entsprechenden Werkzeugen umskinnen, wenn einem das Aussehen nicht passt.

Und man sollte auf jeden Fall Englisch können, denn es gibt zwar einen dedizierten deutschen Server, aber de facto spielen alle - unabhängig von Server und damit Sprache - miteinander. Alle Server sind zentral miteinander verbunden. Und da es wesentlich mehr englischsprachige als deutschsprachige Spieler in diesem Spiel gibt - oder Leute die zumindest halbwegs der englischen Sprache mächtig sind - wird man zwangsläufig früher oder später nicht immer deutsche Kollegen finden, mit denen man Missionen, Dungeons, Lairs etc. machen kann. Es ist eine ziemlich ignorante Einstellung zu glauben, man würde nur mit Deutsch durch dieses Spiel kommen, insbesondere dann wenn man in den serverübergreifenden Chatkanälen (z.B. in Agartha) nicht auf Englisch schreibt. Selbst die so nationalstolzen Franzosen sprechen hier Englisch – sind nunmal wie wir eine Minderheit in diesem Spiel. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber von denen hört man bald nichts mehr.

TSW ist ein Spiel, das im MMO-Sektor komplett neue Wege beschreitet.
Entsprechend dem und den oben genannten Eigenheiten hat es auch seine ganz eigene Spieler-Community bekommen, die nach meinen Erfahrungen ungewohnt erwachsen zu sein scheint.
Kein Spam, keine kindischen Beleidigungen, keine Ragequitter, hilfreiche und nette Antworten auf Fragen in den Chatkanälen. Das Mindestalter der Spieler da scheint nicht geringer als etwa 20 zu sein.
Ausnahmen von dieser Regel gibt es natürlich auch hier, aber die kann man wirklich mit der Lupe suchen und von denen hört man ebenfalls recht bald nichts mehr.
Und klar gibt es auch hier die "Elitären", die "Progressionsspieler" und deren Verbindungen, denen keine Ausrüstung gut genug ist damit sie einen trotz Skill und Erfahrung in eine Gruppe einladen, aber diese Typen stellen eine absolute Minderheit - für jeden von diesen findet man gut 50 andere, die liebend gerne mit einem zusammen spielen.

TSW hat immer noch einige Bugs, davor kann man die Augen nicht verschließen, und es hat an manchen Ecken bei weitem keinen so tollen Hochglanzpolish wie WoW - insbesondere was die Technik (z.B. Performance, kleine Grafikbugs) und diverse nicht-Content-Features angeht.
Insbesondere PvP ist in seiner aktuellen Form nicht unbedingt für jeden genießbar, da die drei Fraktionen im Spiel viel zu unterschiedlich stark besetzt sind und PvP momentan stark davon abhängt. Es ist durchaus spielbar und kann auch Spaß machen, hat aber viel Luft nach oben. Da ich selbst mit PvP nicht viel anfangen kann macht mir das nichts aus, aber ich weiß dass es genügend andere Leute gibt für die PvP der Hauptinhalt jedes MMOs ist.
Auch der Geldmangel bei Funcom macht sich leider negativ bemerkbar, da die letzten paar kostenpflichtigen Ausgaben (Content-Updates) nicht mehr wie das Basisspiel und die erste kostenpflichtige Ausgabe ebenfalls in Deutsch (und Französisch) vertont ist; nur lokalisierte Untertitel und englische Sprachausgabe gibt es noch. Das finde ich sehr schade, da TSW ja zu einem großen Teil von diesem Film-Feeling in den Cutscenes lebt. Ich lege auf deutsche Sprachausgabe Wert, da ich eine der Personen bin, die die Ansicht vertreten dass Filme und Fernsehserien (und damit vergleichbar eben auch die Cutscenes) nunmal zur Unterhaltung da sind und nicht um eine Sprache zu lernen. Untertitel-lesen-müssen zerstört die Atmosphäre, und auch wenn ich sehr gut englisch kann und schon fast "Englisch denken" kann ist O-Ton einfach längst nicht das selbe wie die (übrigens äußerst gut umgesetzte) Synchronisation in meiner eigenen Sprache.

Dennoch ist es auch/sogar im aktuellen Zustand ein Spiel, das es absolut wert ist gespielt zu werden und gerade mit seiner Andersartigkeit und der erzählerischen Umsetzung glänzt. PvE und Story suchen ihresgleichen.

Für jetzt mittlerweile 15/25 Euro Einmalkauf bekommt man hier ohne den Zeitdruck „ich hab für diesen Monat bezahlt, wenn ich nichts erreiche hab ich Geld verschwendet“ eine verfilmungsreife, tiefgehende, sehr erwachsene Story - die mit ihren häufigen Cutscenes für fast jede Mission auch manchmal schon fast wie ein Film rüberkommt - und eine Menge Spielspaß mit sehr fordernden Aufgaben, wenn man es erstmal über den holprigen Anfang geschafft hat. Die Lernkurve ist definitiv sehr steil.
Erweiterungen ("Ausgaben", "Issues") in Form von neuen Missionssträngen oder auch gleich komplett neue Gebiete (mit Ausgabe 9 und 10 nun Tokio, inklusive Fortsetzung der Storymissionen) kommen unregelmäßig, aber verlässlich alle paar Monate, bisher für je etwa 10 Euro zukaufbar. Für den Umfang und der Gegebenheit, dass man ja zeitlich unbeschränkt Zugriff drauf hat, ein guter Preis für "neues" wie ich finde.

Ich bereue keinen Cent von dem, was ich bisher für dieses Spiel ausgegeben habe.

Dieses Spiel ist definitiv unverdient von den "großen" Medien fallen gelassen worden. Man hatte wohl einfach nicht so viel Budget, um sich gute Reviews von "namhaften" Reviewern zu erkaufen.

Sollte irgendjemand das Spiel testen wollen: Ich kann euch Buddy-Keys an eure eMail-Adresse schicken lassen, mit denen ihr das Spiel 72 Stunden ausprobieren könnt. Meldet euch, wenn ihr einen haben wollt. Ein Key pro Mailadresse (die Limitation hab ich nicht gemacht).
Postet die Adresse einfach als Kommentar unter meine Rezension und löscht den Kommentar sofort wieder; damit wird eure Mailadresse hier nicht öffentlich angezeigt, ich bekomme sie aber trotzdem über die Kommentarbenachrichtigung per Mail.
Ich kann nicht unbegrenzt viele Keys vergeben, aber für eine Weile sollte es reichen.

Am Ende sei noch explizit erwähnt: Ich will hier nicht WoW und co. in den Dreck ziehen. Nur Dinge klarstellen, die mancher ehemalige WoW-Spieler vielleicht auch hier als selbstverständlich erwartet, und dann ohne vorige Klarstellung zurecht von diesem Spiel enttäuscht ist. Ich muss es zumindest einigermaßen wissen, schließlich habe ich WoW selbst über mehrere Jahre gespielt.

Noch ein letzter Hinweis: Der eine fehlende Stern ist für die immer noch bestehenden Bugs und der an vielen Stellen doch etwas hakeligen Technik des Clients. Vieles ist dank dem doch ziemlich schnellen, freundlichen und kompetenten Ingame-Support schnell gelöst, das mit der Technik hat allerdings doch das Potenzial, von Zeit zu Zeit ein kleines bisschen zu nerven.

Eine sehr starke Grafikkarte empfehle ich dringendst, weil hier zum einen Singleplayer-Grafik in einem MMO vorhanden ist und zum anderen diese Tatsache mir der schon erwähnten teils miesen Technik des Spielclients wirklich das Potenzial hat, sogar mehr oder weniger aktuelle High-End-Grafikkarten auszulutschen. Meine alte Radeon 5870 hat es mit DX9 gerade so getan: Auf akzeptabler Grafikstufe (hoch, aber nicht die beste) meistens flüssige Framerate, im Kampf bzw. mit vielen Effekten auf dem Bildschirm geht sie aber schon ordentlich in den Keller, allerdings nie unter 15 FPS. Auf niedrigen Details kommt man auch mit einer schwächeren Karte einigermaßen aus, die Grafik ist damit dann allerdings doch ziemlich öde. Meine aktuelle GTX 980 packt 2 Clients gleichzeitig bei 2560x1440 auf höchsten Grafikeinstellungen in Missionsgebieten flüssig (ca. 40-50 FPS), Ruckler gibt es während dem Kampf, in stark besuchten Zonen wie Agartha und bei massiven Bossfights mit vielen Teilnehmern immer noch – da scheint wohl eher die CPU ein Bottleneck zu sein. Das werde ich wohl demnächst herausfinden, wenn ich demnächst von meinem 4x3.2 GHz Xeon auf einen 4x4 GHz i7 wechsle.

Ebenfalls dringend empfehle ich, eine Gamingmaus mit vielen frei belegbaren Sondertasten zu kaufen - da man sich im Kampf früher oder später extrem viel bewegen muss *während* man seine Fähigkeiten einsetzt kommt man nur mit der Tastatur bald nicht mehr sonderlich bequem hin bzw. gar nicht mehr. Ich persönlich habe mir eine Logitech G600 (in weiß, Orochi-Style!) primär für TSW zugelegt und muss sagen, die war es definitiv wert. Viel angenehmer zu spielen und meine Performance ist nebenbei auch noch wesentlich besser geworden. Zu Anfang des Spiels zwar noch kein Muss, aber spätestens wenn man mit den Alptraum-Dungeons und anderem Endgame-Content anfängt doch wirklich sehr hilfreich wenn man nicht permanent den Zorn seines Heilers auf sich ziehen will.
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am 12. April 2014
.. sonst wäre mir diese Perle von Spiel entgangen..... Vor Jahren war ich fasziniert von Vampire Bloodlines und hätte mir mehr solcher tollen Spiele gewünscht mit dieser dichten Athmosphäre... und nun 2 Jahre nach Erscheinen von TSW diese Entdeckung.. die ersten Sequenzen... und sowas wie ein Dejavu stellte sich ein. Klar ist TSW nicht Vampire Bloodlines.. aber es fühlt sich ein wenig so an. Inovative Ideen, keine plumpen Dialoge , im Gegenteil, toll durchdachte Quests die auch ab und an etwas Gehirnzellen in Bewegung bringen... Frage mich nur, warum TSW nie die Erwähnung in den Medien hatte, wie es diesem göttlichen Spiel gebühren würde. Wenn ich an diese teuren Games wie ESO denke, was für ein Hype schon ewig vor Erscheinen. So und nun noch eines... habe das Spiel nicht bei amazon gekauft, da ich es für 9,90 Euro bei MMOGA erstanden habe (game key). Für dieses Geld ein absolutes OBERHAMMERANGEBOT!
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am 10. März 2015
+ keine Abo-Kosten, Mitgliedschaft ist optional (der Kaufpreis ist mehr als gerechtfertigt)
+ Wirklich anspruchsvolle und schwere Untersuchungsmissionen
+ Recherche im Internet ist für einige Rätsel-Lösungen obligatorisch (die Entwickler haben sogar eigens gefakte Internetseiten angelegt!!!)
+ sehr dichte und stimmige Atmosphäre, einzigartiges Setting
+ gute Grafik
+ viele Anleihen aus Lovecrafts Cthulu-Universum (nicht geklaut, sondern zitiert)
+ jede Quest hat eine eigene Cutscene
+ gut ausgearbeitete und einzigartige Charaktere ohne allzu krasse Stereotypen
+ genau richtige Anzahl an Spielern, man trifft immer wieder auf einen Mitstreiter, aber die Gebiete sind nicht überlaufen
+ keine Klassen, sondern ein freies (komplexes) Skillsystem
+ die Kleidung des Spielers hat keinen Einfluss auf die Charakter-Werte, man kann also tragen, was immer man möchte
+ sehr schwere Gegner, jeder Kampf ist eine Herausforderung
+ durch Area-Angriffe der Gegner ist ständiges Bewegen und Ausweichen im Kampf nötig, kein pures Hack'nSlay

- wenig unterschiedliche Itemtypen und Waffen
- das Spiel laggt häufig, was anscheinend am Client liegt
- die "Verbindungen" (Clans) sind ausbaufähig, Clan-Spiel existiert außer einem gemeinsamen Konto nicht wirklich
- es gibt kein Tutorial und einen sehr diffusen Spielstart, der einen zu Beginn regelrecht abschreckt
- Cutscenes haben häufig nur eine schwache Verbindung zum eigentlichen Questinhalt (sehen aber immer klasse aus)
- für meinen Geschmack zu viele Gegner auf der Karte, das macht sie banal und man verliert den "Respekt" vor ihnen

FAZIT: Eine ganz deutliche Kaufempfehlung. Die besten Quests, die ich je in einem MMO und ja, auch in einem Singleplayer spielen durfte. Natürlich muss man sich zwischendurch immer wieder durch die altbekannten Sammelquests mühen, aber die Untersuchungs- und Sabotagemissionen machen dies mehr als wett. Ich erlebe es jetzt zum ersten Mal seit langer Zeit, dass die Entwickler die Spieler wirklich fordern. Man ist dermaßen darauf trainiert einer Markierung auf der Karte zu folgen und markierte Objekte/Gegner anzuklicken, dass man erstmal im Wald steht, wenn die einzige Questanweisung ist: "Finden Sie etwas über die Morde von 1992 heraus" - keine Kartenmarkierung, keine Hinweispfeile, nix. Ausnahmsweise muss man mal seinen Hirnkasten für ein Computerspiel benutzen.
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am 28. Juni 2013
Seid Release spiele ich jetzt schon dieses wunderbar einzigartige MMO.

Funcom hat mit The Secret World Mut zum Anders sein bewiesen und wurde leider dafür nicht belohnt.

TSW ist schwer, hat keine funkelnden dicken Prollrüstungen oder Waffen. Man trägt zum größten Teil stinknormale Kleidungsstücke, es gibt elend viele Skills, kein klassisches Level -und Skillsystem und auch tolle Mounts sucht man hier vergeblich. Und genau das ist auch gut so.

Hier muss man seinen Charakter lernen zu beherrschen und zu spielen, man muss sich mit Skills und Decks auseinandersetzen und bei vielen Quests seine, dank Weichspüler-MMOs die es wie Sand am Meer gibt, weiche Rübe mal anstrengen um ans Ziel zu kommen. Hier muss man "arbeiten".

Die Quest sind sehr kreativ und selbst die töte bla und sammel blubb Quests sind in tolle, kleine Storys verpackt. Die Grafik ist nicht der State of the Art Oberhammer, erzeugt aber eine unglaublich dichte und oft gruselige Atmosphäre.

Dazu gesellen sich zahlreiche Zwischensequenzen inkl. deutscher Vollvertonung.

Was mir nicht so gut gefällt ist das Crafting, aber das ist für mich nur eine Randnotiz.

Wie gesagt finde ich es sehr schade, dass TSW der Erfolg den es durchaus verdient hätte verwehrt geblieben ist. Fast Jeder schreit immer nach Neuem, nach Innovationen. Dann bekommt man es und am Ende des Tages meckern doch die Meisten wieder.

Dann darf man sich natürlich nicht wundern, wenn immer nur noch der selbe Mist kommt. Ganz schlimm zuletzt war GW2, aber dass ist ein anderes Thema.
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am 6. Mai 2013
Ich bin jetzt seit 3 Monaten dabei und TSW hat mich wirklich positiv überrascht. Zum einen ist das Setting ungewöhnlich und mal was anderes zwischen den ganzen Fantasy-MMOPRGs. Zum anderen macht es einfach Spaß seinen Charakter in jede mögliche Richtung entwickeln zu können, zwischen den 525 Fähigkeiten 7 aktive und 7 passive Fähigkeiten (plus 4 Nebenwaffen mit eigenen Fähigkeiten) zu einem Deck zusammenzustellen und immer wieder zu basteln. Die Quests sind abwechslungsreich und - untypisch für MMORPGs - wenig grindlastig. Die kostenpflichtigen Zusatzmissionen "Tyler Freeborn" und "Last Train to Cairo" sind ihr Geld wert und das Beste, was ich je in einem MMORPG spielen durfte. Die Instanzen sind kurz, aber knackig und machen mir immer wieder Spaß. Und auf dem einzigen deutschen Server findet man sehr hilfsbereite Mitspieler. Wenn man sich nicht scheut auch mal serverübergreifend nach Gruppen zu suchen und dabei auch mal englisch zu tippen, findet man auch international eine tolle Comunity.

Nachteil: Weitere Inhalte werden nur noch mit englischer Vertonung (aber deutschen Untertiteln) erscheinen. Leider schleichen sich immer mal wieder Bugs ein oder Bugs werden nicht beseitigt (Deck-Manager, Quests die ab und an haken, Instanzbosse die ab und an zicken). Da es jedoch Umgehungsmöglichkeiten gibt (dann macht man die Quest halt später, alternativer Deck-Manager per Addon installieren), hatte ich nie das Gefühl, dass das Spiel nicht spielbar ist. Im Gegenteil, ich hatte bisher immer was zu tun in einem Spiel, das eine tolle Atmosphäre gut rüber bringt. So hat mich schon lange kein Spiel mehr gefesselt. Daher trotz kleiner Minuspunkte 5 Sterne von mir.

Übrigens: Das Spiel ist inzwischen "Buy to play", d. h. es fallen keine monatlichen Gebühren mehr an. Zusatzmissionen müssen allerdings dazu gekauft werden (Tyler Freeborn ~ 5 Euro, Last Train to Cairo ~ 10 Euro). Verglichen mit den Kosten eines Kinoabends hat man mindestens genau so lange udn viel Spaß für sein Geld. Wie oben schon geschrieben sind die Missionen wirklich gut. Man kommt aber auch ohne aus. Zum Antesten kann man sich von einem Freudn werben lassen und das Spiel 3 Tage kostenlos testen - einfach mal in einschlägigen Spieleforen nachfragen, ob jemand eine Einladung in das Spiel verschicken kann.
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am 3. Juli 2012
Anfangs war ich skeptisch ob mich das doch recht eigensinnige Szenario, sowie das System in seinen Bann ziehen kann.
So war der erste Eindruck nicht der beste als ich die erste Stunde gespielt hatte.
Doch kaum im ersten richitgen Levelgebiet angekommen war das Potenziel des Spiels immer mehr zu erkennen. Und um so weiter ich spielte um so weniger wollte es mich loslassen.

Man wird in eine so dichte Atmosphäre hineingezogen wie ich sie selten bei einem MMORPG erlebt habe. Im Gegensatz zu vielen anderen MMORPGs wo man die Quests mehr nebenbei "abarbeitet" um seinen Charakter aufzuleveln, spinnen die Quests in the Secret World viele eigene wundervoll gestaltete Geschichten wieder. In keinem anderen MMORPG habe ich bisher eine so dichte Atmosphäre erlebt wie hier. Es macht einfach Spass die Aufgaben hier zu erleben.

Die Grafik ist das beste was ich persönlich bisher in einem MMORPG gesehen habe. Dies hat allerdings den Nachteil das man einen einigermaßen aktuellen Rechner benötigt um in den vollen Genuss von The Secret World zu kommen. Mein Testrechner ist 1 Jahr alt gewesen und es lief auf maximalen Details sehr gut.

Das Spiel ist komplett vertont, es sei denn eine Quest besteht aus einem lautlosen Gegenstand (wie Beispielsweise ein Paket das man in einem von Zombies umkreisten Lieferwagen findet und abliefern muss). Und die deutsche Syncronisation dieser Vertonung ist erstklassig und absolut vorbildlich.
Selbst Texte, wie Dokumente die man während des Spiels in Schreibschrift findet wurden genau so ins Deutsche übertragen, anstatt einer losen Übersetzung wie es üblich ist am unteren Bildschirmrand.

Auch die Musik und Soundeffekt sind stimmig und passen sich nahtlos in das düstere Geschehen von The Secret World ein.

Das Kampfsystem geht ebenso komplett andere Wege als üblich. Es gibt weder Levels noch Klassen. Man erstellt seinen Char nach seinen Vorlieben.
Dies birgt gerade anfangs des Spiels so viele Möglichkeiten, das sich viele Spieler abschrecken lassen könnten weil sie den Überblick verlieren. Allerdings kann man sich vorerst auch auf vorgefertigte Decks konzentrieren die man sich sich bezüglich seinem Charaktaraufbau dann individueller gestalten oder letzlich ganz eigene Wege gehen kann.

Die Instanzen die ich bisher gesehen habe, fordern sehr viel Bewegung, Taktik und Strategie. Auch sie gehören zum interesantesten was ich an Gruppeninstanzen bisher gesehen habe.

Diese Rezension bezieht sich auf die ersten beiden Gebiete von The Secret World, da für eine ausführliche Rezension ein weit längerer Zeitraum zur Verfügung stehen sollte.

Von mir würde The Secret World 4,5 Sterne kriegen. Da die Tendenz dabei eher im höhrern Bereich als im niederen liegt gebe ich 5!

Nebenbei bemerkt.
Schade ist das Rezensionen wie der zweizeilige SWTOR vergleich mit seinem 1 Stern was dieses Spiel definitv nicht verdient hat, hier ein schlechtes Bild werfen wo es keinen Grund dazu gibt. Zu SWTOR kann ich dabei sagen. Ich hatte Spass damit 3 Monate, aber halten konnte es mich nicht.

UPDATE (4Wochen nach Release)

Ich kann von meiner Seite sagen das sich die Wertung nicht verändert hat. Mittlerweile habe ich sechs Gebiete durchgequestet, 2 Questgebiete noch frei und spiele fröhlich im Endgame. Die Elite und Nightmare instanzen sind extrem spassig, und Nightmare auch meiner Meinung recht fordernd und nicht zu leicht, so das man sich nach etwas wipen mit seiner Gruppe über jeden ersten Kill eines Bosses dort super gefreut hat. Es ist auch nicht nur das Equip das später motiviert, man findet immer einen weiteren Skill den man lernen möchte (oder für Nightmare benötigt) und für den man wieder Punkte braucht um ihn letztendlich testen zu können.
Ein paar Bugs haben sich eingeschlichen, diese stören mich persönlich weniger, abgesehen von dem Chat Bug, der den /sagen Channel oft nicht anzeigt, was für Rollenspieler leider fatal ist.
Würden diese Bugs behoben sein und einige Kampfanimationen grafisch schöner sein, hätte dieses Spiel von mir 4,8 Sterne. So bleibt es wie schon zu Anfangs auf 4,5 was ich auf 5 hochrunde.
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am 11. März 2013
Zunächst mein System: Intel Q9550 2,8 Ghz auf 3,4 Ghz übertaktet, 4 GB Ram DDR 2 1066, ATI 6950 1 GB, Win 7 64 bit.
Die Installation und die darauf folgenden Updates verliefen ohne Probleme. Ich spiele mit DX 11 und (es gibt sehr viele
Feineintellungen) mit Grafikeinstellungen im oberen Leistungsbereich.

Wie vielleicht allen bekannt,ist das Spiel ohne monatliche Gebühren und nur online spielbar. Im Shop kann man sich diverse Utensilien
kaufen - das kennt man ja. Diese sind natürlich teilweise sehr nützlich und kosten natürlich Geld (es lohnt sich auf alle Fälle
rein zu schauen, da einige Dinge sehr hilfreich und nicht teuer sind (zB. Boosts)). Und ich vermute, dass der Schwierigkeitsgrad
bewußt so knackig gemacht wurde, damit man sich Boosts kauft. Doch dazu später.

Bitte verzeiht mir, wenn ich mich auf eine detailierte Erklärung des Spieles nicht einlasse. Denn es gibt hier viele gute,
und vor allem lange Rezensionen. Ich möchte meine Erfahrungen in Kurzform wieder geben.

Das Spiel sieht meiner Meinung nach sehr gut aus. Die Grafik und der Sound sind nicht schlecht. Vor allem für ein Online-
Spiel. Die Spieler sind sehr freundlich und hilfsbereit, auch wenn die Server, zumindest ist es meine Erfahrung, nicht gerade
voll sind. Dies hängt natürlich auch von gewissen Tageszeiten/Wochenende ab. Ich habe bislang keine Erfahrungen im PVP Modus gesammelt.

Ich spiele nun sicher schon mindestens 50 Stunden. Nach wie vor macht das Spiel Spaß. Die Missionen sind wirklich sehr abwechslungsreich,
auch die verschiedenen Gebiete und Gegner. Das anfängliche Hochleveln des Charakters motiviert und geht relativ schnell, obwohl sich irgendwann
etwas Frust einstellt, weil man für starke Fähigkeiten (es gibt sehr viele verschiedene Fäigkeiten, die man mit der Zeit alle erlernen
kann), dann doch sehr viel Zeit investieren muß.

Hier nun meine Erfahrungen im Schnellformat:
- für mich ein Onlinespiel der etwas anderen Art (im positiven Sinn)
- motiviert auch für längere Zeit
- nette Mitspieler, die einem auch helfen (egal ob mit Tips oder bei Missionen)
- ansprechende Grafik und Sound
- Missionen sehr abwechslungsreich, ebenso die Gebiete und Monster
- viele Fähigkeiten und Waffenzweige erlernbar
- der oft kritisierte Ingamebrowser ist super - weil ich habe sehr viele Missionen durch ihn geschafft (gegoogelt)
- gruselige Atmosphäre (Monster - Umgebung)
- im Endeffekt ein gutes Spiel mit Langzeitmotivation
- fördert durch den hohen Schwierigkeitsgrad die Bildung von Gruppen

leider negativ:
- nicht nachvollziehbare Abstürze und Hänger (leider sehr oft; manchmal nach einigen Stunden, manchmal schon nach 5 Minuten Spielzeit) und
laut Foren bin ich bei weitem nicht der einzige
- die meisten Missionen starten mit einer kurzen Videosequenz(na ja, mir gefällt es nicht so, weil es zwar toll aussieht, aber mir der Inhalt
irgendwie oberflächig erscheint)
- die Charaktere geben einem Informationen, die man für das Spiel nicht braucht, und das nicht zu knapp (reden, reden, reden......); muß man sich
aber zum Glück nicht anhören
- wenn man neue Fähigkeiten (neue Zweige) erlernen will (man fängt ja in diesem Zweig wieder bei Null an), dann dauert es schon lange,
bis man wieder starke Fähigkeiten hat
- manche Missionen (ok, man muss nicht alle machen) beinhalten Rätsel, die sind oftmals sehr knackig und ohne Ingamebrowser bzw. Nachfragen
nicht schaffbar
- einige wenige Missionen sind verbuggt (dann muss man entweder den Missionsbereich verlassen oder die Mission neu annehmen)
- als Anfänger schwieriger Start, weil vieles nicht erklärt wird (man muß im integrierten Browser/Forum nachlesen)

Warum gebe ich nun nur 3 Sterne beim Spielspaß?:
Das Spiel ist für mich ab den höheren Levels wirklich zu schwer. Man kämpft sich durch gewisse Regionen, plötzlich tauchen aus dem Nichts
wieder neue Gegner auf (das Gebiet wurde bereits gesäubert, aber nach einer kurzen Zeit kommen alle Gegner wieder) und man ist wieder einmal tot, tot, tot,
tot. Da kommt schon Frust auf. Vor allem, weil nach dem Sterben die Ausrüstung schlechter wird und man zu einem Händler muß, um diese wieder voll aufzuladen. Und viele Gebiete sind gespickt mit Gegnern - Frustmomente sind hier vorprogrammiert. Ich bin nun schon soweit, dass ich das Spiel aus Frust nicht mehr spiele. Ich
komme nur mehr langsam weiter. Die Kämpfe dauern bei den harten Gegnern viel zu lange, es geht einfach nichts weiter. Schade, denn dieses Spiel kann fesseln und
hat soviel Potential. Aber das Problem liegt im Solo-Spiel. In einer Gruppe wäre das sicher kein Problem. Aber ich spiele leider zu Zeiten, wo nur wenige Spieler
anwesend sind, und da ist die Bildung einer Gruppe fast unmöglich. Schade. Für den sehr hohen Schwierigkeitsgrad als Solospieler gebe ich deshalb nur 3 Punkte. Das
Spiel selbst ist super und bekommt von mir 4 Sterne. Anführen möchte ich noch, dass durch das Wiederholen von Missionen das Hochleveln beschleunigt wird, doch warum
soll ich dauernd dieselben Missionen machen?? Das Hochleveln nur durch Töten von Monstern dauert viel zu lange.

Mein Fazit: Alles in allem ein gutes Spiel. Von mir eine Kaufempfehlung. Für Spieler, die sehr schnelles Hochleveln und schnelle Kämpfe suchen, oder gar
alleine spielen wollen, ist das hier definitiv nicht das richtige Game. Wenn man als Solo-Spieler Zeit investieren kann, wird dieses Spiel auch viel
Spaß machen. Ausgelegt ist das Spiel aber meiner Meinung nach für Gruppen bzw. im Team ab zwei Spielern. Was ich natürlich nicht schlecht finde. Doch in meinem Fall, als fast gezwungener Solospieler, ist es nun nur mehr frustig.

Viel Spaß
Artur
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am 3. Juli 2012
Vorab: Wer mit 'The Secret World' ein MMORPG der üblichen Schule erwartet, wird enttäuscht. Wer ein weiteres WoW will, darf an diesem Spiel vorbeigehen, ohne etwas zu verpassen. Wem bei dem Gedanken, in epischer Ausrüstung in einer Hauptstadt herumzustehen, zu sabbern anfängt, darf ebenfalls weitergehen: In der Geheimen Welt gibt es für sie nichts zu sehen. Zu guter Letzt: Das Spiel ist an Erwachsene gerichtet, und das merkt man. Nicht nur beim Fluchen oder ein paar angedeuteten Szenen. Nicht nur beim Blut oder anderer grafischer Gewalt. Nein, das Spiel behandelt auch den Spieler als Erwachsenen: Man wird oft nicht an der Hand genommen, sondern muss wirklich Mühe in die Lösung einiger Aufgaben stecken. Und das macht SPASS.

Wer also ein erwachsenes Spiel genießen möchte, der ist hier richtig. Wer sich über ausgefuchste Rätsel den Kopf zerbrechen will, der steht auf der Nummer, unter der das Licht angeht. Wer sich ordentlich gruseln möchte, der sei unbedingt eingeladen, weiterzulesen.

Das Szenario:
TSW spielt in der Jetzt-zeit, und hat eine an sich einfache Prämisse: All unsere Legenden, Märchen, Erzählungen, Sagen und Verschwörungstheorien sind wahr. Die Illuminaten? Gibt es. Bigfoot? Echt. Vampire? Dreimal dürfen Sie raten... Aber der durchschnittliche Mensch bekommt davon nichts mit - die Geheimnisse dieser Geheimen Welt werden gut gehütet und vertuscht.
Als Spieler wird man von einer der drei Fraktionen rekrutiert. Die drei Organisationen -Templer, Illuminaten und Drache- sind sich nicht ganz grün; Wenn andere zugucken, wird gelächelt, und sich vielleicht sogar untereinander geholfen. Aber wenn keiner hinguckt...
Die Spielwelt selbst ist realistisch und düster gehalten. Es gibt Tag- und Nachtwechsel (die unter DirectX 11 echt gigantisch aussehen), und ein ziemlich geniales dynamisches Licht-und-Schatten-System. Zappendustere Höhlen sind kein Problem, genausowenig wie sengende Wüstensonne, und alles dazwischen. Und ohne zuviel verraten zu wollen: Obwohl das Spiel ein MMORPG ist, hat es Missionen, die sich atmosphärisch nicht vor einem Silent Hill, Dead Space oder Thief 3 (der berüchtigte 'The Cradle'-Level) verstecken brauchen. Inspiration holt sich das Spiel dabei von E.A. Poe, von John Carpenter, von Lovecraft, um nur einige zu nennen.

Der Charakter und das Kampfsystem:
Was der Spielcharakter kann, hängt von der Waffe ab, die er trägt. Es gibt davon neun, die sich folgendermaßen aufteilen:
-Nahkampf: Klauen, Schwerter, Hämmer&Äxte
-Magie: Blut, Elementar, Chaos
-Fernkampf: Schrotflinten, Pistolen (und Maschinenpistolen), Gewehre
Die meisten Waffen orientieren sich visuell an real existierenden (z.B. gibt es Luger-Pistolen, Berettas und Desert Eagles; oder als Gewehr die AK-42, FAMAS und G3). Alle Waffen lassen sich auf verschiedene Arten spielen (z.B. kann man mit Blutmagie sowohl Schaden verursachen -primär über DoTs- als auch Heilen), und man kann zwei Waffen gleichzeitig ausgerüstet haben. Das ziel ist also, zwei Waffen zu finden, die gut miteinander harmonisieren für den eigenen Spielstil. Ein typischer Tank z.B. könnte mit Hämmern und Schrotflinten arbeiten, ein Heiler mit Gewehren und Blutmagie. Aber die Dreifaltigkeit aus Heiler, Tank und Schaden ist sehr aufgeweicht. Es gibt viele Arten, schaden zu vermeiden. Es gibt viele Arten, zu Heilen oder Schaden zu machen. Und auch die Kontrolle der eigenen Leute (und Gegner) ist nicht zu verachten. Im Prinzip verlangt das System von einem, sich wirklich damit auseinanderzusetzen, was man will. Ein Charakter wird nach einer Zeit nicht mehr mächtiger, sondern vor allem flexibler. Es ist nämlich durchaus möglich, alle 525 Fähigkeiten im Spiel zu lernen. Es gibt keine Level!
Man kann lediglich 14 dieser Fähigkeiten gleichzeitig ausrüsten (7 aktive, 7 passive). Diese "Builds" kann man speichern, und jederzeit wechseln.
Viele der Gegner haben Angriffe, die vom Spieler verlangen, sich zu bewegen. Das ganze (Mana oder eine andere Ressource gibt es nicht) spielt sich -vor allem, wenn man im 'fortgeschrittenen Ring' der Waffen angelangt ist, sehr actionreich und taktisch zugleich. Man muss ständig seinen Gegner beobachten, seine Umgebung, und dabei auch seine eigenen Fertigkeiten gezielt einsetzen. Sonst wird es spätestens in der dritten Zone (Blue Mountains) haarig.

Ausrüstung und Handwerk:
Es gibt zwei Arten von Ausrüstung in TSW: Eine, die einen mächtiger macht, und eine, die man sieht. Beide sind total unabhängig voneinander. Die "Stats"-Ausrüstung sind vor allem Ringe, Amulette, und Talismane, die man nur im Charakterfenster sieht, nicht aber an der Spielfigur selbst. Diese Ausrüstung erhält man über Questen oder PvP, oder man bastelt sie sich selbst. Die Kleidung, die man sieht, kann man sich im Spiel mit Spielgeld kaufen. Im Moment gibt es dafür in London einen Shop, der wirklich viel führt. Von billigen Jeans-Kurzröcken und tanktops über Hemden und Anzüge hin zu Leder-Outfits und Bergsteiger-Ausrüstung. Brillen und Kappen gibt es auch.
Zusätzlich bekommt man Ausrüstung für Erfolge im Spiel spendiert. Hilft man einer Uni, darf man nachher Pullover und Jacke der Uni tragen. Meistert man die Grundlagen des Faustwaffenkampfs, bekommt man einen Pullover mit Totenkopfmotiv - wie ein Streetfighter eben. Und erledigt man Missionen für die eigene Geheimgesellschaft, haben auch die Uniformen parat.

Das Questsystem:
Vorab: Es ist ANDERS als in den meisten heutigen MMORPGs. Man kann höchstens eine Handvoll Missionen gleichzeitig bearbeiten, was der einzelnen Mission viel mehr Gewicht verleiht. Oft läuft man kreuz und quer durch eine Zone, und anfangs mag sich der MMO-Veteran vielleicht denken: "Warum kann ich nicht X Quests gleichzeitig annehmen? dann müsste ich hier nur einmal durch!"
So habe ich ganz zu Anfang auch gedacht. Bis es mir wie Schuppen von den Augen gefallen ist: Dieser Fokus auf ein, zwei Quests bedeutet schlicht, dass man viel konzentrierter bei der Sache ist, und die einzelne Quest (auch erfahrungsmäßig) viel mehr ausmacht. Man taucht viel eher in die Geschichte ein, und ist sich bewusst, warum man das, was man gerade tut, eigentlich tut. Das ganze verleiht dem Spiel eine unglaubliche Spieltiefe.
Zudem sind die Zonen so designt, dass es direkt Spaß macht, da öfter als einmal durchzulaufen. Man entdeckt immer wieder neues, und viel davon ist relevant für spätere Quests. Es gibt nämlich sogenannte "Investigative Quests", die vom Spieler Kombinationsgabe, Geschick der auch einfach mal Hirnschmalz verlangen. Wer von WoW verwöhnt ist, wird verfluchen, dass einem nicht alles auf dem Silbertablett serviert wird. Wer gern selbst denkt, der wird glücklich. Es ist ein ganz besonders gutes Gefühl, wenn man ein Rätsel selbst gelöst hat, bei dem man sich am Anfang gedacht hat: "Häää? Was soll ich denn als nächstes machen? Ich fühl' mich sooo doof..." Es ist übrigens nicht ungewöhnlich, dass man die Lösung für ein Rätsel nicht im Spiel selbst findet, sondern im Internet. das Spiel hat deshalb einen eingebauten Browser (immerhin hat man im Spiel ein Smartphone - logisch ,dass man also auch das Netz als Infoquelle nutzen kann). Quests kann man übrigens auch per Smartphone abgeben - man braucht nicht zum Questgeber zurücklaufen, sondern telefoniert direkt mit seiner Geheimgesellschaft, und die debrieft einen dann vor Ort.
Quests a la "Hole mir zehn Affenhintern" gibt es übrigens recht selten. Klar, im Endeffekt lassen sich die meisten Quests in MMORPGs in "Töte X" oder "Hole Y" klassifizieren, aber TSW schafft das Kunstwerk, dass man das absolut nicht merkt. Jede Quest ist eher wie eine kleine Geschichte. Und wenn man genug kleine Geschichten kennt, dann ergeben sie langsam eine große...

Die Story:
Ja, die bekommt einen eigenen Unterpunkt. Erstens, weil sie sehr gut ist, und mitreißt. Zweitens, weil sie auch noch gut geschrieben ist. Die meisten Charaktere sind echte Persönlichkeiten, und nicht bloß Questgeber. viele davon haben sogar extra "Flavour Text", den man bei Interesse anhören kann. Und ich höre mir den wirklich gerne an bei den meisten Leuten. Obwohl man ihn nicht braucht, um die Quests machen zu können. Und so arbeitet TSW mit vielem. es hält Unmengen von Infos bereit. Die werden einem aber nicht auf die Nase gebunden, sondern der Spieler kann sich davon so viel holen, wie er möchte. Verantwortlich für die Story ist übrigens Ragnar Thornquist, den manche evtl. noch von The Longest Journey kennen.

Der Sound:
Kurz und knapp: Super! Die Musik passt zu 100 Prozent zur Umgebung (und ist an die Region angepasst), klingt oft melancholisch, und irgendwie hat sie ein sehr eigenes Flair. Für mich neben der Musik zu Diablo, Baldur's Gate und Mass Effect eine der herausragendsten Musikkulissen. Aber natürlich gibt es viel mehr zu hören. Immerhin spielt das Spiel in der Gegenwart. Und so hört man bei den Überlebenden immer mal wieder Musik aus Radios und Stereoanlagen. Es hat für mich irgendwie schon fast etwas episches, wenn die Indianer, die ihre Siedlung bewachen, zur Entspannung Heavy Metal hören, und dann der nächste Zombie um die Ecke stürmt, und mit einem Kugelhagel begrüßt wird.
Auch die Kampfgeräusche sind gut, so weit ich sie gehört habe. Mein Gewehr bellt heiser, die Explosionen röhren, und zwischendurch hört man das silbrige Schnick-Schnick eines Schwertes. Etwas nervig wird es allerdings, wenn Leute anfangen, ihre Skills außerhalb des Kampfes zu spammen (geht bei manchen).
Aber wenn man erst einmal das Lied der Sirene gehört hat, dann ist man The Secret World eh mit Haupt und Haar verfallen.

Fazit:
Ich habe seit 'den guten alten Tagen' von Half-Life, Diablo und Quake mit keinem Computerspiel mehr so viel Spaß gehabt und die Zeit um mich vergessen wie mit TSW. Technisch sehr gut (ich habe noch kein MMORPG mit besserer Grafik gesehen, aber ich hab' kein Tera gespielt), lädt die Welt einfach zum Erkunden ein. Man möchte dauernd wissen, was hinter den ganzen Ereignissen steckt: Alles im Spiel hat eine Erklärung, die man oft aber eben suchen muss. Und so sammelt man langsam die Puzzleteile, die mit der Zeit ein ganzes ergeben werden (hoffe ich - im Moment habe ich zweihundert Puzzleteile, die mir sagen, dass ich ganz am Anfang von etwas gewaltigem stehe...).
Für mich ist TSW die absolute Überraschung dieses Jahres im Spielesektor. Ich rate jedem, der sich im entferntesten mit einem ernsten MMORPG mit Tiefgang anfreunden kann, zuzugreifen. Das Spiel überrascht mich fast stündlich immer wieder positiv: 5/5 Sternen, obwohl ich gerne 6/5 geben würde. Ich bin absolut begeistert!
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am 3. Juli 2012
Ich muss gestehen, ich bin ein Fan von Funcom MMOs. Wo mich World of Warcraft, Rift und Star Wars the old Republic bestenfalls für 2 Monate unterhalten konnten, habe ich Age of Conan 2,5 Jahre mit Begeisterung gespielt. Als The Secret World erstmals angekündigt wurde (dürfte 2009 gewesen sein), hat mich das Konzept und vor allem das Setting sofort fasziniert.
Was unterscheidet The Secret World (und auch Age of Conan) von anderen MMOs? Da ist zum einen diese unglaubliche atmosphärische Spielwelt, die Funcom gebastelt hat, und zum anderen die mehr oder weniger großen Abweichungen vom 0815-MMO-Gameplay der letzten 8 Jahre, wo irgendwie fast alle nur noch WoW kopiert haben.

Spielwelt:
The Secret World spielt im Hier und Heute, nunja fast jedenfalls. Anders als in unserer alltäglichen Welt sind hier alle Mythen, Legenden und Verschwörungstheorien, die die Menschheit je ersonnen hat, grundsätzlich wahr. Als Spieler schließt man sich einer von 3 Geheimgesellschaften an, erlebt in einem tempo- und actionreichen Tutorial einen okkulten Zwischenfall in der U-Bahn von Tokyo (eine Art Traumsequenz), um dann, nach einem Besuch im Hauptquatier seiner Geheimgesellschafft, durch die Hohle Erde Argatha ins ehemals verschlafene Hafenstädtchen Kingsmouth an der Küste von Neu-England zu reisen. Dort empfängt uns ein knorriger alter Cowboy, der uns etwas über die Vorkommnisse in Kingsmouth erzählt, wir schießen uns unseren Weg durch Zombiehorden zur Polizeistation frei, wo sich ein Teil der Überlebenden verschanzt hat. Danach geht es MMO-typisch weiter , wir erledigen Quests, sammeln Erfahrungspunkte und Ausrüstung. Es gibt bisher 8 große Spielfelder, 3 Fraktionsgebiete, wobei aber nur London als Hauptsozialhub dient. Und nein, es ist nicht ganz London im Spiel realisiert ;)

Quests:
In The Secret World kann man maximal 6 Quests gleichzeitig verfolgen. Das wäre die Hauptstoryquest der Region (Kingsmouth gehört zusammen mit Savage Coast und Blue mountain zur Region Solomon Island), eine Dungeonmission, 3 Nebenmissionen (die man beim Erkunden der Spielwelt findet) und eine Hauptmission. Diese Hauptmissionen unterteilen sich wiederrum in 3 Kategorien. Als erstes hätten wir da die Actionmissionen, diese laufen darauf hinaus, dass im Verlauf der mehrstufigen Quest überwiegend gegen Monster gekämpft werden muss.
Dann gibt es Sabotagemissionen, wo man NPCs und Kameras umgehen muss, sich in Computer hackt, in Verkleidung feindliche Gebiete infiltriert, etc..
Und dann gibt es noch die Investigativmissionen und die haben es wirklich in sich! Um diese Missionen zu lösen, muss man um die Ecke denken, nach Informationen auf echten wie auf gefakten Internetseiten recherchieren. Jeder Questabschnitt ist ein Rätsel, das wiederum zu einem Rätsel führt und so weiter, bis man dann nach Stunden endlich die Lösungen gefunden hat (man kann sich natürlich auch um den Spaß bringen und die Lösung einfach googeln :/)
Alle Missionen bis auf die Nebenmissionen werden durch erstklassige, vertonte Cutszenes eingeleitet. Die NPCs, die einem ihre Geschichte erzählen, sind in der Regel ganz normale Leute, die in einer ganz und gar nicht normalen Situation gelandet sind. Die Monologe (der eigene Char ist stummer Zuhörer) sind witzig, traurig, skurril und sympathisch. Ja, für mich persönlich wirken die Figuren glaubwürdig und interessant, was sowohl der exzellenten (deutschen) Sprachausgabe, wie auch der sehr guten Schreibe zu verdanken ist.

Charakterentwicklung:
Hier geht The Secret World komplett eigene Wege. Für das Abschließen von Mission, dem Besiegen von Gegnern und für PvP bekommt man Erfahrungspunkte. Die Erfahrungspunkte füllen einen Balken am unteren Bildschirmrand, nach einem Drittel bekommt man einen KP (Kraftpunkt), nach 2 Dritteln den nächsten. Ist der Balken voll bekommt man einen weiteren Kraftpunkt und einen FP (Fähigkeitspunkt) und es geht von vorne los, wobei noch anzumerken ist, dass der Balken immer gleich lang bleibt, also die Zahl der Erfahrungspunkte nicht größer wird.
Die Kraftpunkte investiert man ins Kraftrad, das wie folgt aufgebaut ist.
Das Rad hat einen inneren und einen äußeren Ring, und ist in 9 Segmente eingeteilt, die zu den 9 verschiedenen Waffenarten gehören. Ein Waffensegment besitzt 2 Kategorien, die grob mit den beiden möglichen Aufgabenbereichen der jeweiligen Waffe korrespondieren, im inneren Ring und 6 Kategorien im äußeren Ring. In jeder Kategorie gibt es 7 (glaub ich) Kräfte, die man mit den Kraftpunkten kaufen kann. Diese müssen der Reihe nach gekauft werden und steigen im Preis, der äußere Ring wird erst zugänglich, wenn beide inneren Kategorien vollständig gekauft wurden. Die Kräfte unterteilen sich in aktive und passive Kräfte, mit denen man sich ein Deck basteln kann, dass aus 7 aktiven und 7 passiven Kräften besteht. Welche Kräfte man für sein Deck kombiniert ist einem völlig frei gelassen. bei den aktiven Kräften gibt es Builder, diese erzeugen Ressourcen, Verbraucher, diese verbrauchen die Ressourcen, und Cool-down-Fähigkeiten, die weder Ressourcen erzeugen noch verbrauchen aber halt nur alle X Sekunden eingesetzt werden können. Achja, man kann immer 2 Waffen gleichzeitig ausrüsten und sein Deck jederzeit (außer in Kämpfen) verändern. Decks können abgespeichert, mit anderen geteilt und wieder geladen werden.
Beim Zusammenstellen eines Decks kommt es darauf an, sinnvolle Synergien zwischen den Kräften zu finden. Das jetzt aber noch auszuführen würde zu weit gehen.

Mit den Fähigkeitspunkten kauft man Ränge in 9*2 Kategorien (die Waffen und ihre beiden möglichen Aufgabenbereiche) plus 3 Talismankategorien. Diese Ränge bestimmen welche Ausrüstungsqualität man tragen kann und geben einen kleinen Zusatzeffekt oder Bonus.
Die Talismane ersetzen hier die Rüstung und bestimmen hauptsächlich die Charakterwerte. Es können 7 Talismane angelegt werden, 1 Kopftalisman, 3 große und 3 kleine.
Das Aussehen des Chars, wird dadurch nicht beeinflusst. Die Kleidung kann nach Geschmack gewählt werden. Zu Beginn hat man eine relativ kleine Auswahl bei der Charerstellung, weitere Kleidung bekommt man durch das Skillen im Kraftrad (alle inneren kategorien einer Waffe geben eine Jacke, wenn man fraktionsspezifische vorgegebene Decks vervollständigt, bekommt man das Deckoutfit), das Abschließen mancher Quests, bei den Händlern mit der Ingame-Währung PAX oder durch den Itemshop gegen €.

PvP
Im Moment bietet das Spiel 2 Schlachtfelder, wo sich immer alle 3 Fraktionen für den Sieg prügeln. Diese wären Stonehenge, ein 5vs5vs5 Schlachtfeld, wo es gilt das Zentrum zu halten, um Punkte zu erzeugen, hat man eine bestimmte Menge Punkte erreicht, hat man gewonnen. Dann wär da noch El Dorado, ein 10vs10vs10 Schlachtfeld, in dem 4 Artefakte verteilt sind, wird ein Artefakt von einem Team gehalten, werden Punkte erzeugt....
Dann gibt es noch das Fusang-Projekt, dieses ist ein riesiges persistentes 75vs75vs75 Kriegsgebiet, in dem Anlagen und Spawnpunkte erobert werden müssen. Dieses Gebiet wird nie zurückgesetzt und endet nicht, es ist persistent. Man kann hierfür 3 Quests annehmen oder einfach nur Prügeln.
Dadurch, dass im PvP alle Figuren eine Uniform tragen, es gibt für jede Fraktion 3, wird ordentlich rechenlast gespart und die Performance ist auf bei den Massenkämpfen in Fusang noch halbwegs flüssig (über 20fps, wenn wirklich verdammt viel los ist; Intel i5 750, Radeon 5870, 8GB RAM, Windows 7 64Bit; Ich spiele in 1920*1080, FXAA und SSOA aktiv bzw hoch (in Fusang deaktiviere ich SOAA), Tesselation deaktiviert. Die Schieberegler stehen auf 4 von 4).

Fazit:
The Secret World ist ein Nischenspiel! Es will und wird nicht allen gefallen. Für Leute, die einfach nur ein weiteres WoW suchen, ist das Spiel ungeeignet. Das Spiel ist auch ungeeignet für Leute, die schnell Max.Level erreichen wollen, um dann zu raiden. Es ist ungeeignet für Leute, die sich keine Questtexte durchlesen wollen und Cutszenes sowieso gleich wegdrücken. Es ist ungeeignet für Leute, die zu faul sind, Dinge auszuprobieren oder zu suchen.
Sollte man aber in einem MMO wert auf Story, Atmosphäre und einen gehobenen Schwierigkeitsgrad legen, findet man gefallen an Rästel, Verschwörungstheorien, Mythen, Anspielungen auf unsere Popkultur und möchte man mal wieder wissen, wie kreativ die Spieleindustrie sein kann, muss man The Secret World spielen. Ob es sich längerfristig im Markt behauptet, wird die Zeit zeigen, ich kann es nur hoffen.

Anmerkungen:
- Der Headstartrelease lief nicht nur für ein Funcom-Spiel ;) äußerst geschmeidig
- Es gibt noch vereinzelte Bugs (in Kingsmouth kann es passieren, dass 2 Quests nicht weiterlaufen, weil der Trigger verbuggt ist; Manche Handwerksressourcen hatten falsche Beschreibungen), das soll nicht verschwiegen werden, aber nichts was mich groß stören würde. Und bei einem Spiel dieses Umfangs wohl einfach nicht zu vermeiden
- Das Spiel hat ein Abomodell (30Tage sind beim kauf des Spiels enthalten) und einen Itemshop, wo aber nur so genannter Fluff (Kleidung, Pets) verkauft wird. Es ist garantiert kein pay2win!
- Es gibt 8 Zonen in 3 Regionen (klingt wenig ist aber viel. Ich bin bei über 30h Spielzeit noch nicht mit dem 2 Gebiet komplett fertig)
- Es gibt 8 Dungeons für 5 Spieler, davon 5 in 3 Schwierigkeitsgraden. Schwierigkeitsgrade sind normal (man geht da rein, wenn man mit dem Gebiet recht weit ist), schwer (wenn man Qualität 10 Ausrüstung trägt) und Alptraum (wahrscheinlich, wenn man sich in schwer langweilt). Achja, für mich sind Dungeons, das was im Endeffekt darüber entscheidet, wie lange ich in einem Spiel bleibe. Die beiden, die ich bisher gespielt habe, gefallen mir äußerst gut, aber da hab ich durch meine Erfahrung aus Age of Conan auch nicht anderes erwartet.
- Einen Raid gibt es bisher noch nicht, ist aber für Herbst angekündigt
- fast alle Quests sind wiederholbar und man kann unbeschränkt KP und FP sammeln.
- das Durchschnittsalter der Community dürfte locker deutlich über 20 liegen
- Das Spiel benutzt eine One-Server-Technologie. Wo man bei der Charerstellungen üblicherweise einen Server wählen muss, wählt man hier eine Dimension (die deutschsprachige Community war im headstart auf der Dimension Kobold, die auch als solche markiert ist). Alle Dimensionen laufen auf dem selben Server und Spieler unterschiedlicher Dimensionen können zusammen spielen und Gilden gründen! Im PvP sind auch alle Spieler aller Dimensionen in einem gemeinsamen Pool, ausgenommen hier von ist das Fusang-Projekt, welches dimensionsbeschränkt ist, da man sich hier Boni für die Fraktion erspielen kann.
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am 1. Februar 2014
Habe mir "The Secret World" damals im Steam Sale gekauft und bin von diesem tollen MMO richtig begeistert!
Vorab: Das Spiel muss einmalig gekauft werden, kostet keine monatlichen Gebühren! Die Vollversion beinhaltet das Spiel selbst incl. den DLC Updates Ausgabe 1-4. Insgesamt gibt es derzeit 8 Ausgaben (DLCs). Ausgabe 5-8 kosten ca. 30 €, gelegentlich gibt es Sales wo diese von Funcom günstiger angeboten. Eine Ausgabe 9 (DLC) ist bereits in Entwicklung. Generell muss man aber ganz klar sagen, dass das Hauptspiel incl. Ausgabe 1-4 wirklich massenhaft Content für viel Spielspaß bietet.

Zum Spiel selbst muss ich sagen: Absolut großartig!

Positiv:
- Ein grandioses Setting (Zombies, Monster, Legenden,..)
- Schön gestaltete und vor allem abwechslungsreiche Gebiete
- Keine Klassenbeschränkungen (man kann alle Waffen/Rüstungen nutzen)
- Die Story und alle Hauptmissionen werden als Videosequenz gezeigt
- Viele NPCs haben eine sehr interessante Geschichte zu erzählen
- Es wird sehr viel Wert auf PvE gelegt
- Keine Inventarbeschränkungen (man startet mit 50 Slots, kann sein Inventar durch geringe Ausgaben an Spielgeld um jeweils 10 Slots erweitern, eine Bank ist dadurch hinfällig und das dauernde Händler suchen um zu verkaufen ebenfalls)
- Man kann beliebig viele Inventar-Taschen erstellen, um so seine Items zu sortieren (z.B. eine Tasche für Werkzeug, eine für Waffen, eine für Handel, ...)
- Quests sind mehrstufig (sprich man muss meist mehrere Ziele erfüllen)
- Wenn man Quests erledigt hat, kann man diese sofort über den Button "absenden" abschließen und erhält seine Belohnung (das sinnlose Zurücklaufen zum NPC entfällt somit)
- Sehr hübsche Grafik

Negativ:
- Manche Animationen wirken etwas "hölzern"
- Eingewöhnung erforderlich (aufgrund einer Änderungen die vom MMO-Mainstream abweichen z.B. Kräfterad, Handwerk, Interface, Inventar wirkt es erst etwas befremdlich, teils muss man auch öfter im Netz etwas nachlesen. Hat man aber das Konzept erstmal verstanden, macht es "klick" und man findet es kinderleicht. Es ist hald anfangs einfach nur ungewohnt.)

Allgemeine Anmerkungen:
Für mich persönlich ist The Secret World ein extrem gelungenes, interessantes und vor allem frisches Spiel. Was zu einem Großteil natürlich dem Setting des Spiels zu verdanken ist. Die doch eher düsteren von Zombies und Monstern besetzen Karten sind einfach großartig. Das Spiel schafft eine durchaus beklemmende Horror-Atmosphäre. Dazu macht es einfach wahnsinnig viel Spaß, sich durch die Monstermassen zu metzeln. Da das Spiel in der Gegenwart spielt, sind neben herkömmlichen Waffen (Schwerter, Hammer, Magie) auch Schusswaffen (Sturmgewehr, Pistolen, Shotgun) vertreten. Man kann 2 Waffen gleichzeitig tragen und kombinieren. Generell sollte man sich bewusst sein, dass Secret World vorrangig auf PvE Wert legt. Es gibt mehrere PvP Schlachtfelder, allerdings sind diese eher Teil des Endcontents. Der größteWert wird auf den PvE Inhalt des Spiels gelegt und dieser ist richtig gelungen.

Insgesamt kann ich vollste Kaufempfehlung aussprechen!
Gerade für die Leute, die ein frisches MMO mit Horror-Setting suchen und auch etwas Eingewöhnung nicht abschrecken. Dazu finde ich Preis/Leistung bei Secret World richtig gelungen, weil man für verhältnismäßig wenig Geld ein wirklich umfangreiches Spiel bekommt.
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