Kundenrezensionen


54 Rezensionen
5 Sterne:
 (19)
4 Sterne:
 (6)
3 Sterne:
 (11)
2 Sterne:
 (9)
1 Sterne:
 (9)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


5.0 von 5 Sternen Ich bin da nochmal hin und diesmal anders
Liebe Anne, mal unter uns als Pilger: Immer wieder finde ich es super, wenn Pilger ihre Berichte schreiben...eigentlich lese ich zur Zeit nichts anderes mehr..das Buch ist gut geschrieben...danke liebe Anne....es hat mich wieder sehr auf den Jakobsweg in Gedanken geführt..
Vor 2 Monaten von Louisa veröffentlicht

versus
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Peinlich!
Nach meiner Bewunderung für Hape Kerkeling und sein "Ich bin dann mal weg" war ich neugierig .... und bin am Ende fassungslos. Ich weiß absolut nicht, was das Buch soll. Wen interessiert schon wieviel Leute auf dem Jakobsweg die Wegbegleiterin von Hape Kerkeling erkennen, wie oft er ihr auf ihrem Weg gesmst hat usw. Die langatmigen Berichte von...
Vor 14 Monaten von Sanne Heißenberg veröffentlicht


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Peinlich!, 19. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich bin da noch mal hin: Mit Gott und Hape auf dem Jakobsweg (Kindle Edition)
Nach meiner Bewunderung für Hape Kerkeling und sein "Ich bin dann mal weg" war ich neugierig .... und bin am Ende fassungslos. Ich weiß absolut nicht, was das Buch soll. Wen interessiert schon wieviel Leute auf dem Jakobsweg die Wegbegleiterin von Hape Kerkeling erkennen, wie oft er ihr auf ihrem Weg gesmst hat usw. Die langatmigen Berichte von Fußballübertragungen im TV mögen fürs eigene Tagebuch ganz witzig sein, aber mich (als Fußballfan) haben sie gelangweilt. Ich habe mich trotzdem bis zum Ende durchgequält, weil ich immer hoffte, dass da doch noch die eine oder andere Erkenntnis kommt. Vergebens. Dieses Buch hat die Welt nun wirklich überhaupt nicht gebraucht. Hätte ich vor dem Kauf die Rezensionen gelesen, dann hätte ich mir das ersparen können.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht wirklich wichtig..., 26. Januar 2013
Ich will nicht abstreiten, dass Anne Butterfield schreiben kann. Ob es nun ihre eigene Schreibe ist oder Übersetzung und Lektorat den größeren Beitrag geleistet haben, bleibt dahin gestellt. Aber ich hätte mir mehr Neues gewünscht.

Anne hängt sich an ihre Wanderung mit Hake Kerkeling. Als sie sich im Jahre 2010 zum zweiten Mal aufmacht, den Jakobsweg zu beschreiten, versucht sie - wie sie schreibt - das alte Gefühl wiederzufinden, die alten Einsichten. Warum ist es ihr nicht gelungen, ihre Erkenntnisse in ihr alltägliches Leben zu integrieren? Sie macht sich also mit dem Fahrrad auf, voller Ehrgeiz, mit einer vollen Agenda, viel Gepäck und viel Erwartungen auf den Schultern bzw. in den Packtaschen.

Die Erkenntnisse auf dieser zweiten Wanderung, die sie uns vermitteln will, bleiben aber diffus. Zunächst einmal die Erkenntnis, dass der Camino zu Fuß zu beschreiten ist, statt mit dem Fahrrad. Aber warum denn nun? Weil sie mit dem Fahrrad oft alleine unterwegs war? Oder weil die Radwege nicht so schön waren (weil nicht vorhanden und daher an der Landstraße entlang zu fahren) wie die Wanderwege? Dann die Fragen, die sie mit sich herum schleppt: Was ist der Sinn des Jakobsweges? Hm. Ist das für Anne nur der Anknüpfungspunkt, um Kontakt herzustellen zu anderen Pilgern? Sie fragt Priester am Rande des Camino, Herbergsmütter, andere Pilger ... und ich versuche mich zu erinnern, ob Annes Erkenntnis bei mir hängen geblieben ist. Irgendwie nicht.

Den Rahmen bildet die Fußball-WM 2010, die bekanntlich Spanien gewonnen hat. Anne schaut sich mehrere Spiele an, bewertet diese und lässt die Niederlage Englands gegen Deutschland nochmal vorbeiziehen. WM gab's 2001 mit Hape nicht.

Ihre Erinnerungen an den gemeinsamen Weg mit Hape Kerkeling nehmen einen nicht geringen Teil der Erzählung ein. Oder anders: Sie knüpft daran an, und die Lektüre von "Ich bin dann mal weg" wird fast schon vorausgesetzt, um einige Dinge zu verstehen. Ob aber der nicht-deutsche Leser die Anspielungen und Erinnerungen versteht? Ich glaube nicht.

Überhaupt scheint Annes Verhältnis zu ihrer damaligen Begegnung zwiespältig zu sein: Einerseits ist sie genervt darüber, dass andere Leute sie heimlich fotografieren, weil man sie erkannt hat, andererseits macht sie anderen Leuten gegenüber solche Anspielungen, dass man sie erkennen muss. Schließlich gibt sie sogar Autogramme und lässt sich als "Promi" mit anderen Pilgern fotografieren.

Ich hätte es für eine schöne Erkenntnis gehalten, wenn Anne als Anne gelaufen wäre und sich selber auch so erkannt hätte, nicht als diejenige, die damals mit Hape gelaufen ist. Ich hätte mir gewünscht, dass Annes Erzählungen mehr aus ihrem Leben heraus gekommen wären. Abgesehen vom Weg 2001 und dass sie eine Schwester hat, weiß ich immer noch nicht viel von ihr. Ist ja grundsätzlich ok, wenn sie stattdessen was Schönes zu erzählen hätte. Ich will ihr ja einen gewissen Humor - auch beim Schreiben - ja gar nicht absprechen, aber was ist der Sinn? Keine Reisebeschreibung, kein Road-Movie-Buch, keine "Wanderung durch die Mark Brandenburg" mit schönen Landschaftsbeschreibungen, kein Hotel- oder Herbergenführer.

Auch die spirituelle Frage konnte Anne mir nicht näher bringen. Einerseits erinnert sie sich an Kindertage in der christlichen Sonntagsschule, betrachtet Marien- und Jesus-Statuen und nimmt an diversen Gottesdiensten teil, andererseits reagiert sie auf katholisches Brimborium mitunter allergisch, als wenn dann die Wissenschaftlerin heraus kommen würde.

Insgesamt bedauere ich, dass ich in dem Buch keinen roten Faden, keine Entwicklung beobachten kann. Natürlich wusste Anne, dass sie sich an dem Buch von Hape Kerkeling messen lassen müsste, aber dass sie es so gar nicht schafft, ihre Erleuchtung (???) darzustellen. Es ist eher ein Wandertagebuch mit guten und schlechten Tagen, aber sie kommt dem Endpunkt nicht näher. Mir fehlt der Spannungsbogen. Und das Ende ist dann so plötzlich, weil ich dachte, auf den letzten 20 Seiten gäbe es ein erhellendes Fazit, doch als nur noch Übersetzungen, Quellenangaben und die Danksagung kamen (und einige Literaturtipps des Verlages), war ich doch enttäuscht.

Naja, ich bedauere dieses Buch nicht. Aber wer die Fortsetzung von Hape erwartet, liegt hier insofern falsch, weil dies nur der Anknüpfungen wegen bei dem einen oder anderen funktioniert, nicht aber hinsichtlich des Erkenntnisgewinns oder der zusätzlichen Weisheit dient.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Überflüssig und peinlich, 11. November 2012
Das Hape-Buch hatte ich zum Erscheinungsdatum bestellt und bin nach wie vor überzeugter Hape-Anhänger, dessen Buch witzig nicht nur den Camino, sondern auch seine Selbsterforschung beschreibt. So war ich gespannt auf dieses Buch hier.

Also, ich möchte vorausschicken, ich bin sehr gut im im "fremdschämen" - und das habe ich hier sehr ausgiebig getan. Wie sie kramphaft versucht, auf den Hape-Erfolg aufzuspringen, ist mehr als peinlich. Dass der Einband sehr ähnlich gestaltet ist und auch der Titel davon abgeleitet ist, will ich noch beim Verlag sehen, für den das natürlich eine sichere Vermarktungsstrategie war.

Nein, ich beziehe mich vielmehr auf viele Szenen, bei denen die Autorin krampfhaft versucht, die Menschen die sie trifft, darauf zu HEBEN, dass sie ja vermeintlich berühmt sei. So zB als sie in einer Bar aus dem Augenwinkel ein Blitzlicht wahrnimmt. "Hatten sie mich etwa eben fotografiert? Fragen konnte ich sie wohl kaum, ohne eingebildet und aggressiv zu wirken." und dann bezieht sie sich auf eine allgemeine Aufmunterungs-SMS von HK und sinniert dazu: "Ich hatte keine Ahung was er damit meinte [...]. Hatte er geahnt, dass ich ganz gewöhnlicher Mensch plötzlich im Rampenlicht stehen und darunter leiden würde?" Grade das tut sie eben nicht - im Rampenlicht stehen - und das scheint ihr wesentliches Problem zu sein, außer dass sie nicht mit sich alleine sein kann. Darum versucht sie immer wieder völlig verkrampft, jeden darauf hinzuweisen, WER sie denn ist. Als sie in Rabanal mti jemandem in einer Bar sitzt und der sinniert, dort könne es gewesen sein, wo HK seiner Begleiterin sagt, dass er in Deutschland eine Berühmtheit ist. Auf die Überlegungen ihres Gesprächspartners antwortet sie dauernd, 'ja, es war hier! - je genau hier - ich weiss es - ich bin nicht sicher, ich weiss es'. Um schließlich zu sagen "ich bin Anne". Und dann auch noch, 'wie großzügig es von ihrem Gegenüber sei, darüber hinwegzugehen, ohne es ihr übelzunehmen'. Ich hätte schreien können, "er ist nicht großzügig - es ist ihm einfach scheißegal!"

Vielleicht hätte es der Autorin geholfen, sich mal ehrlich mit ihrem offenbar mangelnden Selbstwertgefühl auseinanderzusetzen. Auch dafür ist es bezeichnend, dass sie so gar nicht mit sich alleine sein kann.

Ich glaube, ich habe das Buch fertig gelesen mit der gleichen angewiderten Faszination, mit der man jemanden mit einem nervösen Tick immer wieder anstarren muss. Gut, dass ich es wenigstens nicht gekauft, sondern nur ausgeliehen hatte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen liebe Anne, das war wohl nix :-), 1. Juni 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ich bin da noch mal hin: Mit Gott und Hape auf dem Jakobsweg (Kindle Edition)
Da mir Anne Butterfield aus Hape Kerkelings "Ich bin dann mal weg" ein Begriff war ( ich fand sie originell und sympathisch), war ich neugierig auf ihr eigenes Buch.

Was für eine Enttäuschung!

Ich empfand ihren Schreibstil als langweilig, langatmig und leider völlig humorlos. Ich konnte die lustige und eigenwillige Anne aus Kerkelings' Buch nicht "wiedererkennen".

Die Beschreibung des Camino, erst auf dem Rad und dann zu Fuß, bleibt oberflächlich. Ihr Interesse an anderen Pilgern dient eher der Selbstbeweihräucherung als einem echten Interesse an den Menschen, die sie unterwegs traf. Im Laufe des Buches wurde sie mir immer unsympathischer und es fällt mir schwer zu verstehen, was Kerkeling so Besonderes an ihr sah.

Was mich aber am meisten gestört hat ist ihre ellenlange Beschreibung der (für mich persönlich ) völlig nebensächlichen Fußball Weltmeisterschaft. Wenn man so Fußball begeistert ist, dann geht man doch nicht gerade während einer Weltmeisterschaft auf Pilgerreise :-).

Fazit: ein Pilgerbuch unter Vielen aber wesentlich schlechter geschrieben als die Meisten. Weder ist es besonders tiefgründig noch humorvoll, sondern einfach nur langweilig. Schade, so macht das gedankliche "Mit Pilgern" keinen Spaß.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


27 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Sinn des Camino..., 19. Juni 2012
...scheint Anne fremd geblieben zu sein. Zwar fragt sie fast jeden danach, doch eine eigne Antwort findet sie nicht. Oder sie findet eine und handelt nicht danach. Sie erkennt, dass Nächstenliebe wichtig ist, doch dann rennt sie los, um ja noch ein Bett zu ergattern bevor es jemand anderes kriegt. Sie urteilt über andere z.B. über die Frühaufsteher, anstatt sich selbst zu fragen wieso ihr 2. Camino nicht so toll ist, wie der erste. Sicher, Hape Kerkeling wäre ein Begleiter, den sich viele von uns wünschen würden, aber allein an seiner Abwesenheit liegt es wohl nicht, dass sich der Sinn des Weges ihr verschließt. Sie blickt die ganze Zeit zurück, was für den Leser und Hape-Fan vielleicht toll, jedoch für sie selbst nur hinderlich scheint. Sie denkt die ganze Zeit an die Fußball-WM und ist so geistig gar nicht anwesend, nicht bereit und offen für den Camino, zu sehr im Weltlichen geblieben. Sie beschreibt anschaulich und über lange Passagen Kirchen und Sehenswürdigkeiten ohne wirklich gläubig zu sein, doch kritisiert zugleich den Kulturtourismus. Das sind Dinge, die meiner Ansicht nach nicht zusammen passen. Lesen ließ sich das Buch jedoch ganz gut. Sie kann gut erzählen und beschreibt die Umgebung anschaulich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Anne, 15. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich bin da noch mal hin: Mit Gott und Hape auf dem Jakobsweg (Kindle Edition)
es tut mir leid, aber das Buch von Hape Kerkeling hat mir sehr viel besser gefallen. Anne war an manchen Stellen zu langatmig, da ich kein Fussballfan bin, interssesiert mich auch keine Fußballspiel mit den dazugehörigen Informationen über Spieler und Trainer. Außerdem hat sie auch nicht witzig geschrieben. Hape habe ich schon 2x gelesen, dass wird mir bei Anne nicht passieren
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Am Ende viel zu lange, 9. Februar 2014
Dieses Buch ist für mich das bisher langweiligste Pilgerbuch das ich bis jetzt gelesen habe.
Würde ich nur dieses Buch kennen, wäre so eine reise für mich sicher nichts. Das Buch macht NULL Lust auf längere Wanderungen.
Am Schluss war ich froh, dass ich endlich fertig war.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Auf den Zug aufgesprungen, 16. Juli 2013
Von 
Sandra Braun (Kamern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Anne erschien mir in H.P.s Buch schon etwas merkwürdig, überdreht. Ich habe das Gefühl, das sie noch mal eine Reise auf dem Jakobsweg gemacht hat um Tagebuch zu führen, mit dem Ziel ein lukratives Buch heraus zu bringen. Das hat sie überaus ernst genommen, so dass das ganze Buch unter einer extremen Anspannung leidet. Sie wird sicher genug Bücher verkauft haben, bei dem Vorwort von H.P., wen wunderts. Vielleicht hätte er lesen sollen wofür er seinen guten Namen gegeben hat. Vitamin B hilft halt immer.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dünne Suppe, 5. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich war neugierig auf den Inhalt, aber ich habe mir wie auf dem Jakobsweg Seite für Seite abgerungen in wahrsten Sinne des Wortes.
Das Buch ist mühsam zu lesen, die Schreiberin scheint eine sehr eigenwillige Persönlichkeit zu sein, ihre Selbstdarstellung lässt sie nicht unbedingt sympathisch erscheinen.
Die Kommentage zu den Rückblenden auf den teilweise gemeinsam erlebten Weg mit einer deutschen Berühmtheit sind
großteils entbehrlich (aber sonst hätte man wahrscheinlich nicht zu diesem Buch gegriffen).
Für mich - halt auch ein Buch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


32 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ein Null-Punkte-Buch, das die Welt nicht braucht., 12. Juni 2012
Von 
Dr. J. Teumer (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Anne Butterfield ist diejenige Pilgerin aus England, mit der Hape Kerkeling einst einen Teil des Weges zurücklegte. Butterfield kam auf die Idee, im Juni 2010 den Camino nochmal mit dem Rad abzufahren mit dem erklärten Ziel, den Sinn des Camino zu ergründen, der ihr bei der einstigen Pilgerreise verborgen geblieben sei und auf dem Weg "neue Freunde" zu finden. Das Ergebnis hiervon hält Butterfield in diesem Buch fest, wobei die Ausführungen weder "faszinierend" (so Kerkeling im Vorwort) sind, noch das Buch auf einer Stufe mit dem Kerkelings steht.

Ich frage mich, ob auch nur einer der Kritiker, die dieses Buch mit einer positiven Bewertung versehen haben, bereits einmal auf dem Camino zu Fuß oder per Rad unterwegs war, was allerdings kaum der Fall seín kann, denn ansonsten würden jedem die Widersprüche und Fehler in den Schilderungen Butterfields sofort ins Auge fallen.

Ich bin im Mai 2012 selbst mit meinem Treckingrad von Pamplona bis Santiago de Compostela gefahren, zumeist auf dem Camino und nur dort auf Landstraßen, wo es aufgrund steiniger und felsiger Passagen gar nicht ging. Meinen Reisebericht hierzu kann jeder auf meiner Website anschauen. Dort steht auch, welche Radführer man sinnvollerweise nutzen sollte.

Nun aber zu Butterfiels Buch:

Butterfield hat es mit dem Rad gerade mal bis Logrono geschafft und ist den Rest zu Fuß gelaufen, was die Autorin damit begründet, dass der Camino nicht mit dem Rad befahrbar sei, den diese begleitenden Landstraßen voller Autoverkehr wären oder die Landstraßen aufgrund Autobahnneubaus verschwunden seien, sie durch Tunnel hätte fahren müssen etc. Hierzu kann ich nur sagen: alles Unsinn! Zuzugeben ist Butterfield, dass diese in den ersten Tagen Dauerregen hatte, was natürlich stark aufs Gemüt geht, allerdings reiste die gute Frau ohne jedwede sinnvolle Vorbereitung mit einem 10 Jahre alten Wanderführer, 5-Euro-Aldi-Regenkleidung und einem offensichtlich völlig ungeeigneten Fahrrad.

Die Streckenbeschreibungen sind für mich nicht nachvollziehbar. Weder sind Landstraßen durch Autobahnneubau verschwunden (die Spanier bauen immer daneben), noch fährt man irgendwann einmal durch einen Tunnel, noch gibt es relevanten Verkehr auf den den Camino begleitenden Landstraßen (außer im Einzugsbereich der Großstädte). Vielmehr haben diese großteils nur noch die Funktion eines überbreiten Radweges und das war bereits 2010 so.

Die einzige Erinnerung Butterfield an ihren ersten Camino waren langausgedehnte Weizenfelder (die mir nicht aufgefallen sind). An Berge konnte sich Butterfield nicht erinnern. Dass man den 1.530 Meter hohen Monte Irago genauso bezwingen muss, wie den 1.300 Meter hohen Alto Cebreiro, mithin also Berge passiert werden müssen, die höher sind als der Fichtelberg, der mit 1.214 Metern Höhe der höchste Berg Ostdeutschlands ist, konnte Butterfield nicht erinnern. Nach der Kathedrale von Pamplona fragte Butterfield einen Pilger am Ortsausgang, obwohl sie die Innenstadt passierte (und die Kathedrale unübersehbar ist). Man stelle sich vor, dass man in der Innenstadt von Köln den Dom nicht findet oder in Dresden die Frauenkirche, dann hat man einen passenden Vergleich. Irgendwann will Butterfield auch auf der Autobahn gefahren sein, was ihr Polizisten geraten hätten.

Wo auch immer Butterfield unterwegs gewesen sein will, wahrscheinlich muss sie in einer Parallelwelt ihre Reise absolviert haben. Soviel unfassbaren Nonsens wie in diesem Buch habe ich in keinem anderen Reisebericht gelesen. Kein Wunder auch, dass ihre sämtlichen "Freunde" immer wieder sehr schnell das Weite gesucht haben.

Sehr "spannend" sind auch ihre Fußballerklärungen. Thomas Müller sei mit 24 Jahren (Seite 197) der jüngste deutsche Nationalspieler im Jahr 2010 gewesen, der 21-jährige Boateng war also älter. Ich könnte mich noch weiter über dieses Buch auslassen, aber da könnte ich Romane schreiben.

Also eine Bitte an jeden Radpilger: Keinesfalls von diesem Unsinn abschrecken lassen. Nichts davon entspricht der Wahrheit.

Zumindest waren Butterfields Ausführungen noch so lang unterhaltsam, als diese mit dem Rad unterwegs war. Dies resultierte aber weniger aus ihrem Schreibstil sondern aus der schier unfassbaren Einfältigkeit, mit der diese eine Radtour auf dem Camino anging. Danach verflacht das Buch immer mehr.

Ach ja, noch kurz zum normalen Fußpilgeralltag:

Der normale" Fußpilger geht spätestens gegen 6:00 Uhr los, um ja rechtzeitig, wenn die Herbergen um 12:00 Uhr öffnen, an einer solchen zu sein, um das beste Bett zu ergattern. So beginnt immer kurz vor 12:00 Uhr mittags der Kampf um die besten Herbergsplätze. Oft sieht man schon gegen 11:45 Uhr eine große Schaar Fußpilger vor den Albergues, die darauf warten endlich eingelassen zu werden. Mit dem Sinn einer solchen Pilgerreise, die Butterfield wie folgt beschreibt: "Der Weg ist wichtiger als das Ziel. Es ist eine Pilgerreise, also eine längere körperliche Anstrengung, die zur spirituellen Läuterung des Pilgers beitragen soll." (Seite 22) hat das natürlich nichts zu tun. Obwohl ich selbst nicht religiös bin, habe ich mir auf dem Weg die eine oder andere Kirche auch von innen angesehen, der normale Fußpilger hat für solche Zwischenstationen meist keine Zeit und hetzt an den Sehenswürdigkeiten entlang der verschiedenen durchlaufenen Orte vorbei, ohne diese auch nur eines Blickes zu würdigen.

Allgemein scheint für eine nicht unbeträchtliche Zahl der Pilger der Jakobsweg eine reine Funveranstaltung zu sein, um nicht zu sagen, ein wochenlanges Saufgelage. Zitat eines Deutschen Pilgers: "Wenn das so weitergeht, werde ich hier noch zum Alkoholiker." Als ich in der riesigen Pilgerherberge des Benediktinerordens in Sahagun einen Übernachtungsplatz in einem Einzelzimmer bekam, staunte ich nicht schlecht, als bei der täglich um 19:00 Uhr stattfindenden Messe eröffnet wurde, dass außer 5 Deutschen, einem holländischen Pärchen und einer Belgierin niemand gekommen sei. Ja, im Benediktinerorden gibt es ein Alkoholverbot und ist Nachtruhe um 22:00 Uhr vorgeschrieben, nichts also für den üblichen Spaßpilger, der lieber auf eine der vielen privat geführten Albergues mit deren Bequemlichkeiten steht.

Um noch mit einer im Internet kursierenden Mär aufzuräumen: Ob man Fuß- oder Radpilger ist, interessiert bei der Aufnahme im Albergue keinen Menschen. Wichtig ist nur, wer zuerst kommt, mahlt zuerst und wer aufgenommen werden will, muss löhnen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen