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2.375 von 2.470 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erfahrungen eines Kindle-Neulings!
Vorneweg, der Kindle Paperwhite ist mein allererster E-Book-Reader überhaupt. Bis vor kurzem besaß ich weder einen der Vorgängermodelle von Amazon noch einer der zahlreichen Konkurrenz-Produkte von Thalia, Sony, etc.
Auch hielt ich es bisher für nicht nötig, mir einen E-Reader zuzulegen, aus den wohl vielerseits angeführten Gründen...
Vor 21 Monaten von E.A. veröffentlicht

versus
405 von 449 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vom Kindle 4 zum Paperwhite und zurück
Ich habe Weihnachten einen Kindle 4 (79,-) geschenkt bekommen. Habe dann angefangen mich etwas zu ereadern zu belesen. Es musste daher der Paperwhite sein (nach dem Motto "wenn schon denn schon") und ich habe nach kurzem Zögern den Paperwhite bestellt.

Mir hat der Paperwhite optisch gut gefallen (besser als der einfache Kindle). Auch fand ich das Licht von...
Vor 19 Monaten von Danman veröffentlicht


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2.375 von 2.470 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erfahrungen eines Kindle-Neulings!, 15. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kindle Paperwhite [Vorgängermodell], 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung, WLAN (Elektronik)
Vorneweg, der Kindle Paperwhite ist mein allererster E-Book-Reader überhaupt. Bis vor kurzem besaß ich weder einen der Vorgängermodelle von Amazon noch einer der zahlreichen Konkurrenz-Produkte von Thalia, Sony, etc.
Auch hielt ich es bisher für nicht nötig, mir einen E-Reader zuzulegen, aus den wohl vielerseits angeführten Gründen (das fehlende Gefühl ein "echtes" Buch in der Hand zu halten, der typische "Buch/Papiergeruch", der preisliche Aspekt,...).
Warum ich mir jetzt dann aber doch einen zugelegt habe? Das ausschlaggebende Argument war letztendlich die integrierte Beleuchtung! Bei mir in meiner Studentenbude ist es abends relativ dunkel und die Nachttischlampe am Bett spendet mehr schlecht als recht genügend Licht zum angenehmen Lesen. Um so interessanter wurde nun der PW. Angenehmes Lesen unter schlechten Lichtverhältnissen/ im Dunkeln, wenn das mal nicht vielversprechend klingt! Also, PW bestellt und ausprobiert.

In der folgenden Rezension möchte ich nun meine persönliche Meinung/ Erfahrungen mit dem PW als kompletter Neuling auf diesem Gebiet niederschreiben, sozusagen als Kontrast zu den vielen Meinungen der E-Reader-Experten hier, schließlich sind ja die Erwartungen und Erfahrungen doch unterschiedlich mit denen man an das Gerät rangeht.

So, nun aber zum Paperwhite an sich:

1) Optik
Das Gehäuse ist schön schlicht in schwarz gehalten und macht einen sehr edlen ersten Eindruck auf mich. Das Gerät liegt sehr gut in der Hand, ist angenehm mit einer Hand zu halten, ohne dass einem der Arm schwer wird vom Gewicht oder man gleich das Gefühl bekommt, es würde einem aus der Hand rutschen. Ein kleiner Kritikpunkt, der mich jedoch so gut wie gar nicht stört: Auf der Rückseite sieht man nach längerem Gebrauch dann doch hin und wieder ein paar Fingerabdrücke.

2) Beilagen
Da ich mich im Vorfeld ausgiebig über den Paperwhite erkundigt hatte, war mir klar, dass die Beilagen/ das Zubehör ziemlich spärlich ausfallen würde. Und so war es dann auch. In dem schönen, edlen schwarzen Karton kam nach dem Aufklappen lediglich der PW, ein Ladekabel für den PC und zwei billige Flyer zum Vorschein. Die Flyer sollen wohl als Kurzanleitung dienen, jedoch stand nur ( mehr oder weniger) ein Satz darin: Um den Kindle besser kennen zu lernen, stecken Sie ihn an den PC an ...
Hätte ich nicht im Vorfeld schon davon gewusst und hätte mich darauf einstellen können, wäre dies die erste Enttäuschung gewesen. Denn ernsthaft, kein Netzstecker, keine Bedienungsanleitung, ... das geht in meinen Augen mal gar nicht!

3) Einrichten des Gerätes
Nach der äußerlichen Betrachtung wollte ich mir nun natürlich mal die "Inneren Werte" genauer unter die Lupe nehmen. Und da kam dann auch schon der erste (kurze) Schreck. Einmal auf den Einschaltknopf gedrückt (der nebenbei gesagt sehr einfach zu finden ist, auch im Dunkeln(!)) und nichts geschah! Ich bekam schon langsam Panik, als dann nach ca. 5-10 Sekunden doch der Bildschirm kurz flackerte und das Gerät hochfuhr. Was dannach folgte lässt sich in einem Wort passend beschreiben: unkompliziert! Das Gerät führte mich direkt Schritt für Schritt durch die einzelnen Punkte, wie WLAN-Anmeldung, Verknüpfung mit Amazon-Konto und Facebook/ Twitter ( wer das überhaupt möchte) und erklärte mir zudem verständlich und ausführlich die einzelnen Funktionen des Readers, wie man sich im Menu zurechtfindet, wie man überhaupt ein Buch herunterladen und lesen kann, wie man vor und zurückblättert auf dem Touchscreen, wie man die Beleuchtung einstellt und noch vieles mehr. Alles in allem lief alles problemlos und unkompliziert.

4) Die ersten Leseerfahrungen/ Qualitäts-Check
Nachdem der PW nun endlich eingerichtet und per WLAN das ein oder andere Buch gekauft und über die Cloud heruntergeladen wurde, ging es dann endlich los. Das erste Buch schnell geöffnet und dann gleich als erstes mal einen Qualitäts-Check des Displays durchgeführt. Warum? Weil ich mir nach den vielen negativen Kritiken und Erfahrungen aus dem Amazon-Forum bezogen auf das Disply doch ziemlich Sorgen gemacht habe. Von Farbwolken über Pixelfehler, bis hin zu schiefen Displays war dort so einiges zu hören! Doch glücklicherweise konnte ich bei meinem PW keines dieser Mängel feststellen. Der Bildschirm wirkte auf mich gerade, die Beleuchtung relativ gleichmäßig, wenngleich natürlich am unteren Bildrand, dort wo die LEDs eingebaut sind, ein paar Lichtkegel/Schatten zu sehen waren, die unten ein kleinwenig in den Text reicht. Aber das ist ja bauartbedingt, wenngleich es mich doch ein klein wenig mehr stört, als ich zuvor gedacht hätte ...

Nach dem Check ging es dann los mit der (ersten)langen Lesenacht ( von vielen ;-) ). Und ich muss sagen, ich bin nicht enttäuscht worden. Ich würde jetzt nicht so weit gehen und sagen, dass ich begeistert bin von dem neuen Leseerlebnis, etc., aber es hat mich doch positiv zugesagt. Der Kindle ist sehr leicht, leichter als so manches Taschenbuch und daher super mit nur einer Hand im Bett zu halten. Die Beleuchtung lässt such nahezu stufenlos von 0-24 intuitiv und leicht verändern, je nachdem in welcher Umgebung man sich gerade befindet.
Ich selbst habe zugegebenermaßen noch nicht meine persönliche Optimal-Lichtstärke gefunden und bin noch immer am Ausprobieren. Aber je länger man liest, desto eher stellt sich bei einem schon so eine Tendenz ein ;-)
Hatt man dann mal keine Lust mehr zum Lesen, reicht ein kurzer Klick auf den Ausschalter am unteren Rand des Gerätes und es erscheint eines von mehreren schönes "Bildschirmschoner-Bilder", die auf dem Gerät vorinstalliert sind. Bei erneutem Klick erscheint dann wieder die zuletzt geladene Buchseite und zwar auch wieder innerhalb kürzester Zeit. Bei längerem Drücken ( ca.5 sec.) der Ein-/Ausschalt-Taste schaltet sich das Gerät dann ganz aus.

Ach ja, bevor ich es vergesse: Nach dem kurzen Schock beim ersten Starten habe ich natürlich besonders darauf geachtet, wie lange der PW nun wirklich beim Starten braucht und ja, was soll ich sagen: er ist superschnell! Keine 3 Sekunden und der Buchtext ist da! So schnell kann ich bei echten Büchern nicht die richtige Seite aufschlagen ;-)
Das verzögerte Hochfahren beim ersten Mal hing wohl dann eher damit zusammen, dass der PW viel zu verarbeiten hatte mit der Begrüßungseinleitung, etc.

Fazit:
Nach mehreren intensiven Lesetage/-nächte, möchte ich den PW unter keinen Umständen mehr hergeben. Es macht einfach Spaß mit ihm in allen Beleuchtungslagen zu lesen, das Einkaufen von neuen Büchern ist kinderleicht und schnell durchführbar ( falls der PW für Kinder gedacht ist: Es gibt auch eine Kindersperre, bei der dies verhindert wird :-) ), die Beleuchtung lässt sich einfach und schnell verändern, je nach Geschmack und persönlichen Vorlieben und man kann ihn geschickt überall mithin nehmen, ganz ohne Platzsorgen oder zusätzlichem Gewicht (meine vollgestopfte Studententasche wird es mir danken :-) )
Von mir gibt es aber dennoch "nur" 4 Sterne, ganz einfach aus folgenden Gründen:
- schwacher Lieferumfang ( ein Netzteil wenigstens wäre doch wohl noch drinnen gewesen, oder nicht? ...)
- Beleuchtung am unteren Rand kann noch optimiert werden ( hätte man die LEDs z.B. nur 0,5-1 cm weiter unten angebracht, dann würden die Schatten nicht bis in den sichtbaren Bereich des Bildschirms reichen ...)
- Beleuchtung ist zwar schon schön, aber bei weitem noch nicht so perfekt, wie es Amazon behauptet. Es besteht also noch Luft nach oben.

Demnach: gute 4 Sterne für ein tolles Produkt!
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1.813 von 1.914 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aktuelles, Tipps und Tricks zum Kindle Paperwhite, 22. November 2012
Von 
ETK (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kindle Paperwhite [Vorgängermodell], 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung, WLAN (Elektronik)
Stand: 12.5.2014

Die Rezension wird von mir gern aktualisiert und verbessert. Wenn sie Ihnen/Euch hilfreich ist, freie ich mich über eine "Hilfreich"-Bewertung. Wenn nicht, freue ich mich über sachliche Kritik und nehme diese gern auf. Vielen Dank!

1. Aktuelles

* Im Mai 2014 ist Firmware 5.4.4.2 erschienen (mit Bugfixes).

* Am 10.3.2014 hat Amazon Firmware 5.44 veröffentlicht, durch die die Softwarefunktionen des Paperwhite 2 (Freetime, Pageflip usw.) jetzt auch auch dem Paperwhite 1 zur Verfügung stehen.

* Am 8.11.13 hat Amazon Firmware 5.39 veröffentlicht, das die Lesefortschrittsanzeige abschaltbar macht und die PDF-Leisung verbessert.

* Am 28.10.2013 hat Amazon Firmware 5.3.8.1 zur Verfügung gestellt, die Verbesserungen bei den Nachschlagefuktionen (aber noch keine volle Angleichung an den Paperwhite 2) mit sich bringt.

* Am 8.10.13 ist das Nacholgemodell PAPERWHITE 2 ierschienen => vgl. Meine dortige Rezension mit ausführlichem VERGLEICH zum Paperwhite 1.

* Am 5.9.2013 ist Firmware 5.38 erschienen. Änderungen (im Vorgriff auf die neue Paperwhite-Generation ab Oktober): Suchbegriffe werden in den Suchergebnissen hervorgehoben. Andere Wörterbücher auswählen, wenn ein Wort nachgeschlagen wird. Andere Definitionen eines Wortes anzeigen lassen.

* Am 18.6.2013 ist Firmware 5.36 erschienen. Das Update erleichtert den Kauf von Büchern aus der Leseprobe heraus.

* Am 23.4.2013 ist Firmware 5.35 erschienen. Das Update verbessert die Wörterbuch- und Suchfunktionen (Anzeige der kompletten Definition beim Nachschlagen eines Wortes und Erleichterte Suche nach markierten Worten in Kindle-Inhalten und Kindle-Shop).

* Am 15.3.2013 ist Firmware 5.34 erschienen. Amazon spricht von Detailverbesserungen. Es handelt sich wohl nur um kleinere Bugfixes. Änderungen des Userinterface/der Funktionen sind nicht erkennbar.

* Am 19.1.2013 ist Firmware 5.33 für den Paperwhite erschienen. Lt. Amazon enthält das Update "Verbesserungen der Leistung Ihres Kindle sowie Fehlerbehebungen für die WLAN-Verbindung". Sichtbare Änderungen am Userinterface gibt es nicht. Leider ist nach wie vor kein Kapitelwischen (wie beim Touch) möglich (siehe dazu unten).

* Am 9.1.2013 hat Amazon Firmware 5.32 für den Touch veröffentlicht, die das User-Interface des Touch weitgehend dem Paperwhite anpasst (z.B. Kindersicherung und Coveransicht) und - da sie ein Kapitalwischen ermöglicht (dazu unten) - dem Paperwhite im Bedienkomfort sogar überlegen ist.

* Im Dezember 2012 ist die Firmware 5.31 ist erschienen.

* Danke für die vielen Fragen und Anregungen, die ich gern immer wieder in den u.a. Text einbaue (ich habe mit gegen "Update-Abschnitte entschieden, weil das zu unübersichtlich würde).

2. Vergleich zum Kindle 4

Der Kindle Paperwhite hat dem Kindle 4 Touch-Bedienung und Beleuchtung voraus. Der Mehrpreis des Paperwhite von 50 Euro lohnt sich m.E. auf jeden Fall. Wer es sich leisten kann, sollte eher den Paperwhite nehmen.

3. Äußere Werte

a) GEHÄUSE: Das Gerät ist in mattschwarz mit matten, etwas rauhem Bildschirm gehalten. Der Bildschirm weist Fingerabdrücke ebenso wie Reflexionen zuverlässig ab (wie gehabt). Das Gehäuse ist nach wie vor vorn eher glatt, hinten gummiert. Fingerabdrücke fallen auf dem schwarzen Gehäuse deutlich stärker auf als auf dem grauen.

b) GEWICHT: Das Gerät ist etwas kleiner und flacher als der Touch und trotz eingebauter Beleuchtung exakt genauso schwer (213/222 Gramm).

c) BEDIENELEMENTE: Der Knopf unter dem Bildschirm existiert nicht mehr (ich dachte erst, man drückt jetzt auf den Kindle-Schriftzug). Dafür gibt es zwei virtuelle Knöpfe oben links (Home) und oben rechts (Menü) auf dem Bildschirm. Mechanisch gibt es nur noch den An-/Ausschalter unten.

d) HÜLLE: Wer sich eine Amazon-Lederhülle kauft, muss den Ein-/Ausschalter auch nicht mehr betätigen, da der Kindle dann beim Schließen der Hülle automatisch in Ruhezustand geht (d.h. insbesondere Beleuchtung geht aus). Gute Idee. Die Hülle macht den Kindle allerdings fast doppelt so schwer, sieht m.E. nicht so edel aus und ist mit 35 Euro recht teuer. Ich hab sie zurück geschickt und stecke den Kindle zum Transport in eine Hülle für 15 Euro. Vgl. meine Rezension bei diesem Produkt.

e) LIEFERUMFANG: Im Lieferumfang ist, wie bisher, neben dem Gerät nur ein Micro-USB-Kabel enthalten.

TIPP: Wenn man das Kindle-Ladegerät mit dem Kindle bestellt (nur dann), kostet es die Hälfte. Wer allerdings schon ein USB-Ladegerät hat (und wer hat das nicht), braucht kein besonderes Kindle-Ladegerät. Jedes USB-Handy-Ladegerät (z.B. auch die von Apple) funktionieren problemlos.

4. Innere Werte (Hardware)

a) DISPLAY: Der Screen ist nicht weiß, wie der Name vermuten lässt. Wenn die Beleuchtung aus ist, sieht er genauso aus wie derjenige des Touch (also eher grau) und ist ebenso wie dieser auch bei Sonnenlicht perfekt lesbar. Das Display ist scharf, wobei die höhere Auflösung m.E. keinen so großen Unterschied macht. Toll sind aber die NEUEN SCHRIFTARTEN (diese sind teils deutlich feiner und hier mag die Auflösung eine Rolle spielen; auch kann jetzt der Buchherausgeber eine Schriftart empfehlen, die dann als „Verleger-Schriftart“ im Menü erscheint).

TIPP 1 (SKALIEREN): Man kann die Schriften auch in mehreren Stufen skalieren, was insbesondere für die Generation Lesebrille (also auch mich) ein echter Mehrwert gegenüber dem Papierbuch ist. Für mich war das DER Grund auf den Kindle umzusteigen. Auch für SEHBEHINDERTE ist das sehr hilfreich. Ich habe dazu noch ein paar Kundenfotos eingestellt. Das Skalieren geht nicht nur über das Menü, sondern auch durch eine Zwei-Finger-Pinch-Geste.

TIPP 2 (SCHRIFTARTENPROBLEME): Mit Firmware 5.20 gab es mit einigen Schriftarten Darstellungsprobleme. Das wurde lt. Amazon mit Firmware 5.3x verbessert (ich habe selbst nie Probleme feststellen können).

TIPP 3 ("EINBRENNEN"/SCHATTEN): Das von manchen kritisierte Einbrennen ist kein solches, sondern Farbreste, die beim schnellen Umblättern bei der E-Ink-Technologie, die alle S/W-Kindle benutzen, vorübergehend zurückbleiben können, bis das Bild alle paar Seite komplett "aufgefrischt" wird. Man kann das vermeiden, indem man unter Einstellungen -> Leseoptionen -> Seite aktualisieren den Schalter auf Ein stellt. Dann flackert der Bildschirm allerdings bei jedem Umblättern.

TIPP 4 (FLACKERN): Das Bild flackert alle paar Seiten (bzw. wenn Seite aktualisieren auf EIN gestellt ist, bei jedem Umblättern) schwarz auf. Das ist bei E-Ink-Geräten normal, derzeit technisch nicht vermeidbar und kein Defekt.

Für UMSTEIGER von Kindle Touch, Kindle 3 oder Kindle Keyboard: Die Schriften des Kindle Paperwhite sind - genau wie die des Kindle 4 - aufgrund der höheren Auflösung filigraner. Das mag den einen oder die andere, die an die etwas dickeren Fonts der älteren Kindles gewöhnt sind, am Anfang stören und ggf. erklären, warum manche die Darstellung auf dem Paperwhite nicht so gut finden. Die feineren Schriften allein sind so oder so kein Grund für einen Umstieg. Wer den Touch hat und keinen Wert auf Beleuchtung und Kindersicherung legt, braucht den Paperwhite nicht.

b) BELEUCHTUNG: Schaltet man die Beleuchtung hoch (von 0 bis 24 dosierbar), so wird er deutlich „weißer“ und man kann auch ganz ohne Außenbeleuchtung lesen. Die Stufen sind sehr schön dosierbar, wenn etwas – aber nicht genug – Licht vorhanden ist (z.B. abends im Zug oder im Flugzeug). Das Licht kommt von vier LEDs am unteren Bildschirmrand. Das Gerät gibt nur wenig Licht an die Umgebung ab (viel weniger als ein LED-Display), was nett, ist, wenn man abends im Bett lesen will, ohne den Partner zu stören. Vgl. meine Kundenfotos für den Vergleich zum Touch.

MANKO: Ganz ausschalten kann man die Beleuchtung nicht; im Dunkeln sieht man, dass die LEDs selbst auf Stufe 0 noch schwach leuchten. Das verbraucht unnötigerweise Energie.

TIPP: Bei Dunkelheit ist m.E. Stufe 10 und, wenn sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, Stufe 6 vollkommen ausreichend. Zu viel Licht führt eher dazu, dass die Augen schneller ermüden. Wenn man eine Nachttischlampe hat und das niemanden nicht stört, ist vermutlich eine externe Beleuchtung am angenehmsten. Man kann aber auch die Nachttischlampe dimmen und etwas Licht beim Paperwhite dazuschalten. Letztlich muss jeder für sich ermitteln, welchen Lichtmix er/sie/es am angenehmsten findet.

c) AUSLEUCHTUNG: Das Bild ist, wie in US-Rezensionen angesprochen, nicht so homogen wie in den Amazon-Fotos suggerieren, sondern weist insbesondere unten (wo die vier LEDs sitzen) hellere und dunklere Zonen auf („WOLKEN“). Das tritt aber primär bei hoher Leuchtstufe auf und betrifft vor allem die unterste Zeile in der die Angaben zur Position stehen. Puristen mag das stören, aber ich denke, man muss sich nur darüber aufregen, wenn man sich darüber aufregen will. Das insoweit gute, aber nicht perfekte Bild bei Nutzung der Beleuchtung ist bei E-Ink-Readern derzeit wohl Stand der Technik und immer noch deutlich homogener als mit einem externen Leselicht und deutlich augenschonender als ein LED-Display.

TIPP 1 (Wie sieht das Bild wirklich aus?): Die Fotos der Amazon-Werbung sind teils geschönt. Die Kundenfotos sind aber oft auch nicht realistisch. Ich habe selbst bemerkt, dass das Bild bei einigen Probeaufnahmen, die ich gemacht hatte, auf den Fotos deutlich „wolkiger“ aussah als in der Realität, weil die Belichtungssteuerung der Kamera gepfuscht hat. Für einen realistischen Eindruck vgl. z.B. meine Kundenfotos sowie den Link in der Amazon-Produktbeschreibung ("So sieht das Paperwhitedisplay unter verschiedenen Lichtverhältnissen aus"). Es gibt auch einen Diskussionsthread zum Paperwhite-Display. Letztlich hilft aber nur der eigene Augenschein auf den Kindle Paperwhite in natura.

TIPP 2 (BILD OHNE LICHT): Wenn man die Beleuchtung auf 0 stellt, ist das Bild genauso perfekt, homogen und „wolkenlos“ wie beim Kindle-Touch oder Kindle 4 (und ebenso wie bei diesen ist der Hintergrund grau und nicht weiß). Dass das Bild beim Paperwhite auf Stufe 0 schlechter sein soll als bei den anderen Kindles, wie man teilweise in Rezensionen liest, ist Unsinn. Ich habe mehrere Kindle und kann aus eigener Anschauung sagen, dass das definitiv nicht stimmt (bzw. daran liegt, dass die Betreffenden einen defekten Paperwhite erwischt haben).

TIPP 3 (LICHTHÖFE): Die von den vier LED ausgelösten Lichthöfe haben alle Paperwhite. Umtausch würde also nicht helfen. Wenn ihr nicht damit leben könnt, bleibt nur das Warten auf die nächste Generation. Aber man gewöhnt sich dran. Und wenn Text dargestellt wird, stört die etwas ungleichmäßige Ausleuchtung viel weniger als dies bei einem leeren Bildschirm erscheint.

TIPP 4 (VERFÄRBUNGEN): Vereinzelt wird von Verfärbungen berichtet (rot, grün). Das gab es beim iPad auch: Nicht völlig getrockneter Kleber kann das auslösen. Also am besten wie folgt vorgehen: Erst mal abwarten. Wenn es am Kleber liegt, verschwinden die Farbzonen nach ein paar tagen von selbst, wenn der Kleber völlig ausgehärtet ist. Wenn das Ende der Rückgabefrist naht und die Verfärbungen immer noch da sind, liegt ein Defekt vor. Dann würde ich den Kindle umtauschen.

d) WAS "FEHLT" (im Vergleich zum Touch): Der Paperwhite hat nur noch 2 GB Speicher (was für Bücher mehr als genug ist) und anders als der Touch weder Lautsprecher noch Kopfhöreranschluss, ist also ein reines Lesegerät (keine Hörbücher, kein text-to-speech). Außerdem fehlt (noch?) die Möglichkeit des Kapitelwischens (s.u.).

e) TEMPO: Der Paperwhite reagiert deutlich schneller als der Touch.

f) AKKU: Der Akku hält nach wie vor sehr lange. Ob es wirklich acht Wochen sind, konnte ich noch nicht ausprobieren. Ich hab ihn jetzt fünf Wochen und musste erst einmal "nachladen".

TIPP: Da die Beleuchtung immer (auch auf Stufe 0) läuft, wenn der Kindle an ist (s. 4b), sollte man ihn nach dem Lesen mit dem Ausschalter ausmachen, wenn man die Lesezeit bis zum nächsten Laden optimieren möchte (alternativ hilft das Leder-Case, wenn Ihr das mögt (s. 3d)). Allerdings schaltet sich der Kindle Paperwhite auch selbst nach ein paar Minuten aus, wenn man den Bildschirm nicht (z.B. zum Umblättern) berührt, so dass es auch nicht schlimm ist, wenn man das Ausschalten vergisst.

g) WIFI oder 3G?: Toll an 3G ist, dass man weltweit ohne Mobilfunkkosten Bücher laden kann (nur dafür - und ggf. für Wikipedia - ist die Funktion da, man kann damit nicht etwa weltweit gratis im ganzen Internet surfen). Andererseits war ich noch nie in der Situation, dass ich mir ein Buch laden wollte und es war kein WiFi-Netz bzw. als Hotspot konfigurierbares Mobiltelefon in der Nähe. 3G hat mir insoweit nie gefehlt. Aber das muss letztlich jeder für sich entscheiden.

5. Innere Werte (Software)

Ich habe die US-Version mit Werbung. Ich hatte diese Version schon beim Touch und empfand es eher als Vorteil, dass die Screensaver mal ab und an wechselten. Die Werbung erscheint nie, während man liest und stört nicht. Einziger Nachteil: Wenn man die Lederhülle benutzt, muss man den Werbescreensaver nach dem Öffnen erst „wegwischen“, während man beim (in Deutschland derzeit ausschließlich verfügbaren) werbefreien Kindle gleich weiterlesen kann.

a) FIRMWARE: Mein Paperwhite hatte bei Lieferung Firmware 5.20. Diese Firmware war von Anfang an multilingual. Im November ist die neue Firmware 5.30 herausgekommen. Die deutschen werden sicher gleich damit geliefert. Im Dezember 2012 ist Firmware 5.31 erschienen, im Januar 2013 Firmware 5.33 (s. oben 1).

b) WÖRTERBÜCHER: Ich konnte meinen US-Kindle sofort auf Deutsch einrichten und auch die Wörterbücher waren in allen verfügbaren Sprachen vorhanden.

TIPP: Nett ist auch, dass man (bei allen Kindle) ein Wörterbuch (z.B. Englisch-Deutsch) nachkaufen kann und es dann als Standard (für die jeweilige Fremdsprache) einstellen kann. Das hilft Leuten, die nicht so gut Englisch können, bei der Lektüre und ist einfacher als jedes Mal Online zum Bing-Übersetzer zu gehen, wenn man ein Wort nicht kennt. Das Lesen von Büchern in anderen Sprachen ist damit viel komfortabler als beim gedruckten Buch.

Für KINDLE-NEULINGE: Man drückt einfach länger auf ein Wort. Dann erhält man eine Worterklärung bzw. Übersetzung.

c) KINDERSICHERUNG: Sehr gut ist, dass endlich eine Kindersicherung vorhanden ist, mittels derer man Browser, Cloud und vor allem Kindle-Shop (jeweils separat) sperren kann. Das geht ja beim normalen Kindle auch und sollte für den Touch dringend nachgeliefert werden. Da man beim Kindle Bücher kaufen kann, ohne das Passwort einzugeben, ist das ein großer Fortschritt.

d) FLUGMODUS: Der Kindle hat jetzt zudem einen Flugmodus, was aber letztlich auch vorher durch Abschalten von WLAN erreichbar war.

e) ANZEIGEN: Der Kindle zeigt jetzt auch die voraussichtliche Restlesedauer (für Kapitel oder Buch) und die Buchseite an. Leider kann man sich anstelle der Position nur die Restlesedauer, nicht aber die Buchseite dauerhaft in der untersten Zeile anzeigen lassen. Das geht über das Menü oder indem man auf die Lesefortschrittsanzeige in der unteren linken Ecke des Bildschirms tippt.

TIPP: Man kann die Anzeige nicht nur im Menü unter "Lesefortschritt" umstellen, sondern funktioniert das Umstellen auch, wenn man im Buch unten links über die Zeile wischt oder tippt.

f) CLOUD: Man kann schon auf dem Startbildschirm zwischen „Cloud“ (alle Bücher die man bei Amazon gekauft hat) und „Gerät“ (bereits auf das Gerät geladene Bücher) wählen. Wenn man in der Cloud-Ansicht auf ein Buch tippt, wird es auf das Gerät geladen.

TIPP: Umsteiger können auch die eigenen SAMMLUNGEN vom alten Kindle über einen Menüpunkt ÜBERTRAGEN. Das betrifft dann aber nur die Sammlungsdaten als solche. Die in den Sammlungen enthaltenen BÜCHER müssen jeweils separat aus der Cloud auf das Gerät geladen werden und werden dann automatisch in die Sammlungen eingeordnet (das hatte mich erst verwirrt und ich dachte schon, etwas funktioniert nicht). Leseproben werden nicht übertragen. Aber die kann man sich ja einfach neu laden.

Für KINDE-NEULINGE: Der Kindle mag grds. nur sein eigenes Dateiformat (EPUB o.ä. geht nicht). Ist halt ein Amazon-Lesegerät und kein universeller Reader. Über Programme wie Calibre kann man aber andere Dateiformate in das Kindle-Format umsetzen. Das empfiehlt sich auch für PDFs, die der Kindle zwar darstellen kann, aber eher wie ein Bild (was das Lesen unkomfortabel macht). Dass eine solche Konvertierung nur unter Beachtung des Urheberrechts erfolgen sollte, versteht sich von selbst.

g) EMPFEHLUNGEN: Etwas nervig waren bei Firmware 5.20, dass man die Einstellungen nur per Startbildschirm erreichen konnte und dass der Startbildschirm in der Cover-Ansicht – auch in der „werbefreien“ Version - zur Hälfte mit als „Empfehlungen“ bezeichneter Werbung gefüllt war. Das wurde beides in Firmware 5.3x korrigiert.

TIPP: Die EMPFEHLUNGEN kann man jetzt ABSCHALTEN: Heimbildschirm (Häuschen-Taste) -> Einstellungen (drei Striche-Taste-> Geräteeinstellungen -> Empfohlene Inhalte -> Schiebeschalter aus.

h) BLÄTTERN (kein Kapitelwechsel-Wischen mehr!): Das Umblättern funktioniert wie vom Touch (5.12) bekannt entweder durch Antippen oder durch Rechts-/Linkswischen. Leider wurde der Kapitelwechsel durch Auf- und Abwischen beim Paperwhite eliminiert (ich dachte erst, das wäre eine Macke bei meinem Touchscreen; aber es ist ein „Funktionsverlust by Design“, weil es in den USA Benutzerbeschwerden darüber gab, dass man versehentlich zum nächsten Kapitel statt zur nächsten Seite wischen konnte. Es wäre schön, wenn Amazon diese Funktion in die nächste Firmware zumindest als Option reintegrieren würde (in Firmware 5.441 fehlt sie immer noch). Die Funktion ganz rauszunehmen, nur weil einige Nutzer Probleme hatten, Rauf- und Runterwischen und Links- und Rechtswischen zu unterscheiden, scheint mir etwas drastisch (auch wenn das in der Tat - selten - auch mal aus Versehen passieren konnte, wie ich aus eigener Erfahrung weiß).

i) BROWSER: Der Beta-Webbrowser wurde in Firmware 5.3x deutlich verbessert. Bei 5.20 führte die <-Taste zurück auf den Startbildschirm. Jetzt kann man mit < und > zwischen den Webseiten vor- und zurückgehen, wie es sein soll. So richtig Spaß macht das Browsen nicht. Dafür die der Paperwhite aber ja auch nicht gemacht.

6. Fazit

Sicher gibt es noch ein paar Optimierungsmöglichkeiten bei der Software, wobei 5.3x im Vergleich zu 5.20 schon deutlich besser geworden ist. Wünschenswert wäre insbesondere ein fakultatives Kapitelwechsel-Wischen (das beim Touch auch mit Firmware 5.3x vorhanden ist, beim Paperwhite aber immer noch fehlt). Auch sollten die LEDs bei Stufe 0 komplett aus sein, um Strom zu sparen.

Die nächste Kindle-Generation wird die Bildschirmausleuchtung sicher auch noch perfekter hinbekommen, und vielleicht sollte man optional auch ein Modell mit Audio-Funktionen anbieten.

In der Summe bin ich aber sehr zufrieden. Der Paperwhite ist eine konsequente und unter dem Strich deutlich verbesserte Weiterentwicklung des Touch. Die eingebaute Beleuchtung macht den Kindle Paperwhite zum fast perfekten Lesegerät, das bei mir fünf (eigentlich viereinhalb) Sterne verdient.
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45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aktuelle Ebook-Reader - eine kleine Entscheidungshilfe, 6. Juni 2014
Von 
Max Lupin (Osnabrück, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Ich stand kürzlich vor der Herausforderung, einen Ebook-Reader für meine Schwiegermutter auszusuchen. Natürlich geht man bei so etwas mit einigem Fingerspitzengefühl vor, wie Sie sich sicherlich vorstellen können, zumal ich selber Ebooks primär auf meinem Handy (Experia Z1) oder meinem Tablet (Experia Z2) lese und mich gar nicht erst mit Ebook-Readern aufhalte. Da Schwiegermutter aber - wie viele potentielle Käufer - sich erst einmal an diese "neue" Technologie heran tasten möchte, war sinnigerweise die Prämisse "Ebook-Reader statt multifunktionaler Hochglanz-Telefonzelle". Das dadurch Geräte wie der Kindle Fire, den ich weiter unten auch kurz ansprechen werde, durchaus "durch das Raster" fallen, ist gewollt. Es soll hier um Ebook-Reader gehen - also Geräte, die mehr oder weniger "schlicht und einfach" für das Darstellen von Ebooks da sind.

1. Die Grundfrage: Bin ich überhaupt ein Ebook-Reader-Nutzer?
Okay, wenn Sie sich als passionierter Urlaubs-Leser bereits (wie Bekannte von mir) mit der Frage beschäftigt haben, ob es nicht gut wäre, im Reisekoffer ein wenig mehr Platz für abgekochtes Wasser und Konserven zu haben, indem sie die ganzen schweren Bücher einfach daheim lassen, dann ist die Antwort wohl ziemlich klar. Wenn Sie "nur" durch die Dauerbeschallung im Fernsehen und Radio hellhörig geworden sind und "mal gucken" möchten, dann sieht das schon etwas anders aus. Sehen wir der Tatsache ins Auge: Ebook-Reader haben mit wenigen Ausnahmen kaum noch etwas mit einem herkömmlichen Buch aus Papier (beinahe hätte ich "Fleisch und Knochen" geschrieben) zu tun. Wer die Haptik von Büchern liebt und buchstäblich auf Papier "steht", der wird sicherlich etwas vermissen - papierartige Bildschirme hin oder her, es ist eben nicht das selbe. Die Vorteile von Ebooks jedoch liegen abseits dieser "Gefühlsfrage" durchaus auf der Hand: Wer kann schon seine komplette Bibliothek mit sich herum schleppen? Eben: Niemand. Bei einigen Readern sind zudem Notizen möglich, die man mit anderen Geräten quer-synchronisieren - oder auch nur "Lesezeichen", die man z.B. in dem Reader-Programm auf dem PC setzt und auf dem eigentlichen Ebook-Reader dann ebenfalls hat. Die Möglichkeiten sind da vielfältig, zumal in meinen Augen ein wesentlicher Faktor ist, dass sogar recht sperrige und gleichzeitig empfindliche Großformate oder z.B. Erstausgaben in Form von Hardcovers bisher schon dafür gesorgt haben, dass man manche Bücher eben nicht "mit in den Garten" genommen hat. Das fällt heute weg, weil der Ebook-Reader das alles auf eine Größe, ein Gewicht und eine schützenswerte Komponente reduziert (nämlich seine eigene bzw. auf sich selbst).
Wer sich insgesamt überhaupt nicht sicher ist, der sollte - jetzt mal nur meine Meinung, obwohl manch einer das vielleicht lachhaft findet - im Einzelhandel ausprobieren, ob einem so ein Gerät überhaupt "liegt". Ich kenne Leute (z.B. mich selbst), die haben sich vor Jahren schon bei dem "das ist was Neues"-Hype einen Ebook-Reader zugelegt und dann gemerkt, dass so ein Reader irgendwie mal gar nichts für sie ist. Fazit: Vorher ausprobieren. Es reicht ja schon, wenn man generell mal ausprobiert hat, ob die Technologie generell liegt.

2. Was gibt es aktuell (Stand Juni 2014) für aktuelle Ebook-Reader, die mich interessieren könnten?
Nun, ein schneller Blick bei Chip oder einem anderen Test-Portal kann da schon helfen. Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass im Moment etwa ein halbes Dutzend Hersteller noch mit aktuellen Geräten am Markt auftreten. Die Zahl mag schwanken, aber die "Großen" wie Amazon, SOny, Kobo, Longshine/Tolino machen aktuell den Markt ziemlich untereinander aus. Hinzu kommen bei relativ aktuellen Geräten noch PocketBook, Blaupunkt, TrekStor und ein paar Nischenhersteller, die ich zwar nicht generell "auslassen" möchte, die sich aber weder wegen eines Kosten- oder eines funktionalen Vorteils irgendwie profilieren können. Im Folgenden werde ich auf die jeweils "aktuellen" Geräte der obigen Hersteller eingehen und kurz erläutern, wo die Unterschiede liegen. Aus diesem groben Überblick werde ich dann in Punkt 3 so meine Schlussfolgerungen für die Beschaffung für "Schwiegermama" ziehen:

2.I - Amazon
Amazon ist im Moment mit dem Paperwhite in der "alten" und der "neuen" (2013er) Version in den Medien omnipräsent, bietet aber auch das Kindle 4 an und hat ja außerdem die diversen Modelle des Kindle Fire (mit oder ohne HD in verschiedenen Versionierungen) zu bieten, das sich aber im Grunde nur den Namen mit den anderen Kindles teilt. Wichtig: Ist es bunt, dann ist es ein Fire, dann ist es KEIN reiner Ebook-Reader. Hier mögen sich die Geister scheiden, aber die Differenzierung ist schon nötig. Das Kindle Fire (in egal welcher Version) ist ein vollwertiges Tablet mit einem Android-Derivat, das nur von Amazon benutzt und betreut wird und hat nur mittelbar noch etwas mit Ebooks zu tun. Beim Fire geht es eher darum, in das Tablet-Segment vorzudringen. Ich bin hier auch nur der Vollständigkeit halber darauf eingegangen. Fakt ist: Kindle Fires laufen hier "außer Konkurrenz".
Aber wie dem auch sei - Amazon hat ja auch vollwertige "reine" Ebook-Reader im Angebot. Dabei ist das "alte" Kindle Paperwhite bereits lange Spitzenreiter in diversen Rankings gewesen, weil es eben ein sehr gutes Touchscreen mit der Pseudo-Papier-Technik von Amazon und einer eingebauten Beleuchtung kombiniert, sehr gut über Amazon befüttert werden kann und allgemein von den Funktionalitäten so gehalten ist, dass sogar Einsteiger mit dem Gerät gut klarkommen. Im Grunde stünde damit schon die erste Empfehlung, wenn da nicht das Problem wäre, dass das "neue" Paperwhite aus 2013 noch besser aufgestellt ist. Es wirkt allgemein "runder" von den Leistungsmerkmalen (Reaktionszeiten und dergleichen), was an neuerer Hardware liegt, bringt aber auch eine Menge Komfort-Features und Vereinfachungen (z.B. einen Flugzeug-Modus), die dem "alten" Paperwhite bisher fehlten. Wichtig zu wissen ist aber: Die meisten Software-Features des "neuen" Paperwhite werden mit den aktuellen Firmware-Updates für den "alten" Paperwhite auch auf diesen Geräten eingespielt. Wer also die ca. 20 Euro Preisunterschied irgendwie nicht bezahlen möchte, der kann hier getrost auch noch auf die "alte" Version zurückgreifen.
Wichtig bei Paperwhite & Co: Sie können "nur" MOBI, AZW (das hauseigene Amazon-Format, das MOBI entspricht) und bedingt auch PDF. Mehr nicht. Vor allem kein EPub. Falls das böhmische Dörfer für Sie sind, so lassen Sie es mich platt sagen: Auf dem Kindle kann man nicht "jedes" Ebook nutzen, sondern nur "manche" und insgesamt eigentlich "fast nur" Ebooks, die Amazon ausgeliefert hat.
Den Kindle 4 will ich Ihnen nicht vorenthalten: Er ist die touch-lose, unbeleuchtete Variante des Kindle und wirkt alles in allem etwas altbacken mit seinen Knöpfen, über die man Menüs steuern muss, die einen gewissermaßen anschreien "los, drück auf den Menüpunkt". Tja, geht nicht, da kein Touch. Man muss sich dort definitiv mit den Knöpfchen durchhangeln. Wer das noch will (und ich wüsste nicht warum), der mag den Kindle 4 in Betracht ziehen. Ich empfehle ihn nicht mehr zu kaufen.
Für Amazon-Kunden wichtig, ja, beinahe magisch sollte übrigens das Wort "Calibre" anmuten. Suchen Sie mal danach bei Google und sie werden eine Software finden, die Ihnen die Verwaltung Ihrer Ebooks erleichtert. Wozu man sowas braucht, fragen Sie? Nun, wenn Sie Ebooks in einem ungeschützten EPub-Format vorliegen haben und rein zufällig diese Ebooks im MOBI-Format (das Amazon beherrscht) benötigen, so erlaubt Ihnen die Software "Calibre" eine Konvertierung in dieses (und andere) Formate. Calibre soll dabei nur ein Beispiel sein und eine Möglichkeit aufzeigen, aus der "Ich kann nur mit Amazon"-Misere heraus zu kommen.
Ebenfalls für Amazon-Kunden wichtig: Amazon wirbt damit, dass man über das "Whispernet" kostenlos weltweit seine Bücher herunterladen kann. Das funktioniert übrigens auch (habe es mal in Mittelamerika getestet), aber ob man das braucht ... tja? Das Whispernet kommt ja nur dann zum tragen, wenn man nicht sowieso z.B. per Hotspot Internet nutzen kann, was deutlich schnellere Downloads ermöglicht. Aber schön, dass es das Feature gibt. Der Sinn ist jedoch für den kaum nomadisierenden mitteleuropäischen Nutzer eher fraglich.
Fraglich - hm. Bei "fraglich" fällt mir bzgl. des Paperwhite noch ein, dass es fraglich ist, ob alle Kunden mit dem Begriff "white" einverstanden wären. Die Werbung ist hier etwas irreführend. Wir reden hier nämlich eher von einem angegrauten Weiß, auch wenn es seit dem ältesten Kindle durchaus heller geworden ist. Es ist dennoch nicht "Weiß", sondern "Dreckweiß". Das sollte man wissen, um die Erwartungen nicht falsch zu hängen.

2.II - Sony:
Sony hat eine echte Tradition von guten bis sehr guten Ebook-Readern, die aber allesamt ein Manko haben, das ich direkt voraus schicken möchte: Sie haben keine Beleuchtung. Sony geht irgendwie davon aus, dass man so etwas nicht braucht. Fakt ist: Das stimmt nur eingeschränkt und man sollte dieses Manko von Anfang an beim Kauf berücksichtigen. Ein Vorteil hingegen bei Sony sind die haptischen Tasten am Gehäuse: Man kann also abseits der beim aktuellen PRS-T3 und dem Vorgänger PRS-T2 vorhandenen Touch-Funktion auch mit den Tasten etwas an dem Gerät ausrichten. Interessant vor allem für Situationen, bei denen man (warum auch immer - von Handschuhen bis Pflastern ist ja alles drin) mit der eigenen Hand nichts auf dem Touchscreen ausrichten kann. Insofern: Definitiv ein Pluspunkt.
Wie bei Sony üblich sind Qualität und Leistungsfähigkeit sowohl des PRS-T3, als auch seines Vorgängers über jeden Zweifel erhaben. Man bewegt sich auf dem Niveau der jeweiligen Konkurrenzprodukts von Amazon (also des Paperwhite in der "neuen" bzw. "alten" Version) und kann dort gut mithalten. Tatsächlich bietet Sony einen der wenigen echten Konkurrenten für den Paperwhite und kommt dabei noch mit einem Benefit um die Ecke, der in meinen Augen Sony noch einmal interessanter macht: Man verzichtet auf ein eigenes, proprietäres Format und nutzt EPub und PDF, wobei PDF meiner Meinung besser unterstützt wird als bei Kindle & Co und auch ansonsten die Sony-Geräte sehr damit glänzen können, es "jedem" recht machen zu wollen im Sinne von "Welche Formate und welche Shops unterstützt das Gerät denn?". Sony unterstützt mit dem PRS-T3 nämlich diverse Shops, so dass man nicht daran gebunden ist, ob z.B. Amazon gerade Buch X oder Y im Verkauf hat.
Das PRS-T3 bietet übrigens gegenüber dem Vorgänger ein fest (!) verbautes Cover an, was einerseits das Gerätegewicht leicht erhöht und dem Kunden gewissermaßen ein Cover "aufzwingt", einen andererseits aber von der gar nicht so unbegründeten Angst befreit, das das Display mal zerkratzt. Nun, "befreit" ist vielleicht nicht das richtige Wort - es hilft, weniger Angst vor Kratzern zu haben.
Interessant: Anders als die Amazon-Geräte bietet zumindest das PRS-T3 einen Speicherkarten-Slot, mit dem man per Micro-SD-Karte den Speicher des Gerätes signifikant erhöhen kann. Typisch Sony eigentlich.

2.III - Tolino bzw. Longshine:
Nicht zuletzt dank der Partnerschaft mit Telekom, Hugeldubel, Bertelsmann & Co ist Tolino im Moment mit seinem "Shine" ebenso medial präsent wie Amazon mit dem Paperwhite. Rückschlüsse auf eine Vergleichbarkeit sind dadurch jedoch nicht gegeben, denn in den Augen des Berufs-IT-lers (also in meinen Augen) wirkt der "Shine" wie der etwas verspätete (um nicht zu sagen "typisch späte") Versuch, dem digitalen "Kindle-Kosmos" von Amazon noch etwas entgegen zu setzen. Meiner Meinung hätte man sich in dieser Sache vielleicht eher mit Sony zusammen tun sollen, aber das sei jetzt mal als rein subjektiver Kommentar in den Raum gestellt. Fakt ist: Der "Shine" kommt medial als "Paperwhite-Killer" daher und entpuppt sich im direkten Vergleich als "Stubentiger".
ABER schlimm ist das nicht. Jedenfalls wäre es das nicht, wenn die Preise der Endgeräte sich nicht gleichen würden wie ein Ei dem anderen. Das mag aber auch daran liegen, dass man zumindest bei Amazon am unteren Ende der möglichen "Preisskala" mit minimaler Marge kalkuliert, weil man das eigentliche Geld ja gar nicht mit dem Endgerät, sondern mit den Kindle-Ebooks machen möchte (inklusive einer "lebenslangen" Kundenbindung an Amazon).
Der Shine jedenfalls liefert Qualität (von der Leistung her jedenfalls) auf dem Niveau des "alten" Paperwhite ab, hat aber auch eine theoretisch überragende Akku-Laufzeit und ist mit EPub und PDF (unter anderem) zu "befeuern", so dass man theoretisch unabhängig von irgendwelchen bestimmten Webshops ist. Das bietet jedoch Sony auch - zu einem leicht höheren Preis, ja, aber auch in einem leicht bis deutlich besser verarbeiteten Gerät. Zudem wird im Vergleich zwischen Tolino und Sony schon irgendwie deutlich, wohin der Hase beim Tolino läuft: Hier sind mehrere große Distributoren von geschriebenem Content auf der Suche nach einem Gerät gewesen, mit dem Sie Ihren Content am bisherigen Big-Player "Amazon" vorbei in den Markt bringen können. Daß auch Thalia mit seiner "Multi-Channel-Strategie" (buch.de) dabei ist, sagt schon sehr viel über den Zweck dieses Endgerätes aus. Mit anderen Worten und um den Sachverhalt zu vereinfachen: Der Shine ist das Gegenstück zum Paperwhite. Man muss ihn daher sinngemäß trennen von einem Gerät wie dem PRS-T3 von Sony, der im Grunde erst einmal dafür da ist, um dem Kunden ein möglichst breites Spektrum an Ebook-Formaten verfügbar zu machen. Beim Tolino und beim Paperwhite stehen (meine Meinung) Vermarktung von Ebooks in Vordergrund und nicht die Funktionalität als Ebook-Reader. Das ist ein feiner, aber sehr signifikanter Unterschied.
Geistige oder tatsächliche Vorgänger des Tolino Shine, die Ihnen vielleicht auch unterkommen könnten, sind der inzwischen nicht mehr zeitgemäße OYO (von Thalia in 2010 als Konkurrent zum Kindle noch vor dessen Veröffentlichung vorgestellt) und der Odyssey HD (von Bookeen als Konkurrent zum "alten" Paperwhite gebaut).
Seit April 2014 gibt es zudem den Tolino Vision, der auf mich etwas irritierend wirkt, weil er die überlegene Akkulaufzeit des Shine gegen gute 10 Gramm weniger Gewicht eintauscht. Vielleicht ist mir hier aber auch ein wesentlicher Vorteil entgangen. Für Hinweise bin ich hier dankbar.
Sowohl Vision, als auch Shine sind über Micro-SD erweiterbar. Wichtig hier: bei 32 GB ist Schluss (gilt so aber auch für Sony-Geräte - hier greift einfach eine Limitierung von Android, das bei diesen Geräten durchweg als Betriebssystem eingesetzt wird).
Anzumerken bleibt, dass der Funktionsumfang der Tolinos ursprünglich mal sehr eingeschränkt war und sich mit fortlaufenden Updates immer mehr an den Leistungsumfang von z.B. Amazon Kindle angenähert hat. Wichtig hier: Es zeigten sich im Rahmen des "Ausrollens" des Tolino Shine mehrfach Bugs, die inzwischen größtenteils beseitigt wurden. So war das Lesen mancher Bücher z.B. nur dann möglich, wenn man mit dem Internet verbunden war. Internet-Zwang ist aber in meinen Augen ein No-Go. Gut, dass hier (weitgehend) nachbessert wurde. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass die diversen Buchhändler miteinander in Konkurrenz stehen und man durchaus mit mehreren Accounts hantieren muss, wenn man Buch X eben nicht bei Thalia bekommt, aber dafür bei Hugeldubel. Gilt aber bei den Sony-Geräten ebenfalls.

2.IV - Kobo:
Kobo hieß früher mal "Shortcovers" und produziert eigene Ebook-Reader auf Basis von Android, die vor allem dadurch glänzen können, dass sie viele Formate können, unter anderem üblich auch MOBI, weshalb hier durchaus die Brücke zum Kindle geschlagen werden kann.
So gesehen bewegt sich Kobo insgesamt durchaus auf Augenhöhe mit Sony und den Tolinos. Kobo selbst beschränkt sich dabei nicht nur auf den Reader-Verkauf, sondern vermarktet auch selber; wenn auch nicht so aufdringlich wie andere Anbieter. Die diversen Geräte am Markt heißen Kobo glo, Touch, Aura und Aura HD, sind durchgehend technisch im "Mittelfeld" anzusiedeln und finden sich dort auch preislich wieder, so dass man hier nicht viel falsch (sinngemäß aber auch nicht viel richtig) machen kann.
Kurz zusammengefaßt kann man sagen: Finger weg vom Aura - das Gerät hat eine unterdurchschnittliche Akkulaufzeit. Der Aura HD ist ziemlich groß (6,8 Zoll) und damit für manche zu unhandlich - geht insgesamt sowieso eher in die Richtung "schlechtes Tablet" als "guter Ebook-Reader", ist aber durchaus interessant für jemanden, der eine Alternative zum PRS-T3 oder dem Shine sucht. Der "Touch" wiederum lässt die Beleuchtung flöten und bleibt mit allen Merkmalen deutlich hinter dem (alten) Paperwhite zurück, könnte aber als Alternative zum Kindle 4 in Frage kommen. Insgesamt ein nettes Unter-bis-Mittelklasse-Gerät. Mehr aber nicht. Tja - und der glo? Nun, der glo hat ein sehr gutes Display, gute Leistungsdaten, eine sehr augenschonende Beleuchtung und ist auch per Micro-SD-Karte erweiterbar. Insgesamt ein nettes Paket, das man bei diesem Gerät geschnürt hat. Insgesamt kommt es durchaus als Konkurrent zum Paperwhite und zum PRS-T3 in Frage zumal die Bedienung sehr intuitiv ist.

2.V - die Anderen:
Unter all den anderen Geräteherstellern wie PocketBook, TrekStor und sogar Blaupunkt gibt es, wie schon angedeutet, wenige, die "nach oben" aus der Masse heraus stechen. In der Regel kann man hier sagen: Finger weg! Interessant ist für manche Kunden vielleicht noch der PocketBook Touch Lux, der dank Klinken-Stecker auch Hörbücher und Musik abspielen kann, aber ansonsten auch eher enttäuscht als begeistert. Gerade bei den Displays bleiben viele Geräte einfach deutlich hinter den Erwartungen zurück - bei Preisen, die sich mit denen der "großen" Anbieter durchaus decken. Man bekommt also de facto weniger für das gleiche Geld. Wer sich trotzdem umgucken möchte, der suche mal neben dem PocketBook Touch Lux nach dem TrekStor Pyrus und dem Blaupunkt Livro - um hier mal nur ein paar Beispiele zu nennen zu denen es relativ viele Tests im Internet gibt. All diesen Geräten gemein (aber beileibe kein Standard) ist, dass sie EPub und PDF können, der Livro auch noch MOBI.

2.VI - Apple:
Ja, was ist mit Apple? Nun, Apple vermarktet ja selber Bücher über iTunes. Leider (oder zum Glück) hat man jedoch nie einen passenden Reader in den Markt geworfen, sondern sich darauf beschränkt, diese Bücher auf den sonstigen Endgeräten von Apple darzustellen - z.B. auf den diversen iPads. Amazon wiederum nutzt eine eigene Kindle-App, um in der Gegenrichtung die Apple-Nutzer mit Büchern bespaßen zu können. Ob das klappt - nun, das sei dahin gestellt. Fakt ist: Es gibt keinen Ebook-Reader von Apple.

3. Meine Wahl - oder: Was hat er denn nun für die Schwiegermutter gekauft?
Nun, ich hatte drei, vier Favoriten, die ich gegeneinander abwiegen musste. Sehr gut präsentierte sich der aktuelle Branchen-Primus und regelmäßige Testsieger - der aktuelle Paperwhite (2013). Direkt dahinter teilen sich gleich drei Geräte den zweiten Platz: Der Kobo glo, der Tolino Shine und der Sony PRS-T3. Alle anderen Geräte - zum Beispiel der PRS-T2 - fielen aus meiner Beurteilung schon deshalb heraus, weil sie in meinen Augen nicht mehr zeitgemäß waren und zum Teil aufgrund der Tatsache, dass sie einer "alten" Generation angehören, gefühlt zu teuer waren.
Hat der Paperwhite denn nun gewonnen? Nein bzw. jein. Vorab: Es ist der Paperwhite geworden. Aber ich habe mich schwer damit getan. Ich bin nämlich (obwohl selber Kindle-Buch-Autor) kein großer Freund von Amazons Vermarktungs- und Formate-Politik. Mir wäre hier EPub oder wegen meiner ein auf EPub basierendes "eigenes" Format von Amazon lieber gewesen als MOBI bzw. AZW. FÜr meine Schwiegermutter ist das Gerät aber genau das Richtige: Die Tatsache, dass man eh nur bei Amazon kaufen kann - mit einem eingebauten Buchladen, der einem nicht viele Möglichkeiten bietet, etwas "falsch" machen zu können (diese Angst schwingt ja bei vielen Nutzern mit), und einem Whispernet für das man eben kein WLAN einrichten können muss ... das sind Features, die mich zum Paperwhite tendieren ließen. Ich mag außerdem die Aufmachung des Gerätes und das bei der neueren Version irgendwie "wärmere" Licht der Beleuchtung. Alles rein subjektiv - aber über den objektiven Teil sind wir ja schon hinweg (der fand in 2. statt).
Eine andere Frage ist für sie definitiv interessanter:

4. Alternativen - oder: Was wäre es denn sonst geworden?
Wie gesagt liegen dicht an dicht auf Platz 2 die drei Geräte Sony PRS-T3, Tolino Shine und Kobo glo. Ich kann für Nicht-Amazon-Nutzer alle drei eingeschränkt empfehlen. Viel falsch machen kann man mit keinem der Geräte. Der Sony bietet meiner Meinung die bei weitem beste Haptik und unterstützt viele Formate, ist allgemein sehr wertig und hat ein eingebautes Cover. Das macht ihn für manche Kunden aber schon zu einem No-Go. Außerdem fehlt die Beleuchtung, die man aber optional dazu erwerben kann.
Der glo von Kobo hat ein wirklich sehr gutes Display, eine nette Beleuchtung (wenn Ihnen andere Geräte "in den Augen beißen", dann probieren Sie mal den Kobo glo aus) und eigentlich nur das Manko, dass Kobo eben eine nordamerikanische Firma mit inzwischen japanischen Besitzern ist und daher vielleicht der angeschlossene Ebook-Shop nicht unbedingt alles liefert, was man gerade so haben möchte. Hier muss man dann selber aktiv werden und sich anderweitig Ebooks beschaffen und auf den Reader packen. Soweit aber kein Problem - wenn man denn darauf Lust hat (Schwiegermutter wäre das sicher zu doof).
Der Tolino Shine wiederum macht es anders herum: Er ist von der Darstellung und anderen Leistungsparametern leicht unterhalb des Paperwhite und des PRS-T3 und etwas über dem Niveau des Kobo glo (also quasi in der Mitte dazwischen) angesiedelt und bietet sich von daher schon als Alternative zum glo an, sticht aber vor allem durch die diversen Shops hervor, die man zum Kauf von Ebooks nutzen kann. Damit bietet der Shine das, was dem glo fehlt - und in gewissem Maße auch dem PRS-T3, das einen auch nicht mit Möglichkeiten zum Buchkauf überhäuft. Ob das ein großer Vorteil ist - nun, wer weiß?
Preislich tun sich die drei Geräte übrigens nichts. Sie liegen alle im 100€-Bereich (mal mehr, mal weniger) und sind damit geringfügig günstiger als der Paperwhite mit seinen aktuell knapp 120€, der allerdings immer mal wieder zu wirren Aktionspreisen mit Sondergutscheinen und allem Pi-Pa-Po für weit unter 100€ über den virtuellen Ladentisch geht.
Fazit ist: Ich bin immer noch zwischen den drei Geräten hin und her gerissen. Der Kobo glo fällt irgendwie nach unten heraus (stammt ja auch schon aus 2012), krallt sich dann aber "am Brunnenrand" fest, weil er eine nette Beleuchtung und ein ebenso nettes Display hat. Hm. Subjektiv würde ich die Geräte (und den Paperwhite) in diese grobe Reihenfolge bringen:

Paperwhite > Tolino Shine > Sony PRS-T3 > Kobo glo

Die Abstände sind nicht sehr groß - hier entscheiden in der Tat Einzelmerkmale wie die fehlende oder vorhandene Beleuchtung und dergleichen. Sie sollten hier ganz genau abwägen. Aber das Feld ist wenigstens etwas eingegrenzt.

5. Entscheidungshilfe - oder: Was soll ich denn nun kaufen?
Ich würde mich an Ihrer Stelle im Moment (April 2014) zwischen den vier oben genannten Geräten entscheiden. Also zwischen dem Paperwhite, dem Shine, dem PRS-T3 und dem glo. Alle anderen Geräte der selben Hersteller können Sie unter "günstige Alternative" einordnen und beschaffen, falls Ihnen die eigentlichen Geräte zu teuer sind. Machen Sie sich hier klar, dass Sie hier Geräte der vorherigen Generation kaufen. Das ist aber - wichtig! - bei Ebook-Reader eigentlich auch nicht das MEGA Problem. Zwickt es also beim Geld, dann greifen Sie hier ruhig zu.

Die Geräte aus dem "aktuellen" Segment im Einzelnen:

5.I - Paperwhite (2013):
Definitiv zu empfehlen. Sie kaufen aber ein Produkt, das Sie auf Amazon festlegt. Das sollten Sie vorab bedenken.

5.II - Tolino Shine:
Nette Paperwhite-Alternative. Ähnlicher Ansatz wie bei den Kindles, aber von diversen, konkurrierenden Distributoren bedient. Sie sollten vorab abklären, ob Ihnen das Angebot reicht. Großer Vorteil: Sie können sich in fast jedem größeren Buchladen-Ketten das Gerät mal ansehen.

5.III - Sony PRS-T3:
Wird auch häufig in Buchladen-Ketten vorhanden sein. Nette Alternative zum Paperwhite und zum Shine, allerdings ohne Beleuchtung (die kostet extra) und mit fest verbautem Cover. Technisch top vom Rest her okay. Liegt damit leicht hinter dem Shine. Wer allerdings den ganzen Tolino-Allianz-Krempel nicht haben will, der kann sich hier wiederfinden.

5.IV - Kobo glo:
Der glo ist eine gute Alternative für Kunden, die von den "großen Drei" nichts hören wollen und sich dennoch gute Qualität wünschen. Insgesamt schon etwas älter, aber vom Display und der Beleuchtung her definitiv einen Versuch wert.

Meine Empfehlungen aus dem "Kleines Geld"-Segment:

5.V - Paperwhite (vor 2013) und Sony PRS-T2:
Sollten die Geräte mal günstiger zu bekommen sein, sind sie gute Alternative zu den aktuell "neuen" Gegenparts Paperwhite (2013) und PRS-T3. Gleichfalls ist es aber wichtig, darauf zu achten, dass man nicht versehentlich "alt" zum Preis von "neu" kauft.

5.VI - Wie? Keine anderen mehr?
Nein, ehrlich gesagt finde ich in dem Qualitätssegment unterhalb des Kobo glo im Moment kaum Geräte, die Ihr Geld wert sind. Wer Kobo Aura HD und dergleichen für weniger als die teilweise noch aufgerufenen 130/140 Euro bekommen kann, der freue sich und erkenne darin vieleicht tatsächlich ein Schnäppchen. Da der Branchen-Primus bei maximal (!) 120 Euro liegt, sind alle Geräte, die darüber liegen deutlich zu teuer. Im absoluten Low-Budget-Bereich unterhalb von 70/80 Euro finden sich heute kaum Geräte der aktuellen Generation, so dass wir schnell im "Finger Weg"-Segment liegen.

Das "Finger-Weg"-Segment:

5.VII - Die "Bloß nicht kaufen"-Fraktion:
Klingt unfair, ist es aber nicht. Geräte wie sie aktuell noch von TrekStor, Blaupunkt, Kobo (ältere Geräte) und dergleichen angeboten werden - der Kindle 4 zählt hier für mich ausdrücklich auch in diese Fraktion - kosten für das, was sie leisten definitiv zu viel und sind für mich ein absolutes No-Go. Für ein paar Euro mehr ein aktuelles Gerät aus der oben angegebenen Liste zu kaufen macht hier viel mehr Sinn.

6. Was nun?
Mein Rat: Schlafen Sie drüber. Sehen Sie sich die Geräte an und stellen Sie hier Fragen. Ich werde mich darum kümmern, Antworten zu beschaffen. Was sie natürlich außerdem machen sollten: Sich umsehen. Z.B. gab es vor kurzem bei Shell eine Aktion, bei der Paperwhites (allerdings wohl die "alte" Version - man mag mich korrigieren, wenn ich falsch liege) für ein paar Shell-Punkte und ein Taschengeld rausgehauen wurden. Man darf gespannt sein, welche Werbemaßnahme als nächstes kommt.
Apropos Werbemaßnahme: Es gibt immer mal wieder Ansätze, dass Ebook-Reader "für umme" unter das Volk gebracht werden, indem man den Screensaver oder Bildschirm-Hintergründe oder dergleichen als Werbefläche mißbraucht. Wer auf seinem Auto routinemäßig mit dem Werbebanner des Telefonseelsorgers seiner Wahl in der Gegend herum fährt, der mag so etwas gut finden. Meine Schwiegermutter nicht. Davon abgesehen, dass man selten weiß, was außer solchen offensichtlichen Anpassungen noch so alles mit den betroffenen Geräten gemacht wurde.

Diese Rezension wird von mir gerne aktualisiert und verbessert. Wenn sie Ihnen hilfreich ist, so freue ich mich über eine entsprechende "Hilfreich"-Bewertung. Wenn nicht, freue ich mich über sachliche Kritik in Form eines Kommentars und nehme diese gerne als Diskussionsgrundlage auf. Vielen Dank :-)
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1.549 von 1.670 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich ohne Leselicht .-), 22. November 2012
Von 
kamelin - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kindle Paperwhite [Vorgängermodell], 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung, WLAN (Elektronik)
Länge:: 2:39 Minuten

Bilder sagen mehr als Worte, darum hier ein kurzer Paperwhite-Überblick als Video. Einer der Hauptkritikpunkte war, dass das Licht am unteren Rand nicht optimal verteilt wird. Das stimmt, man kann eine Ungleichmäßigkeit sehen, aber um ehrlich zu sein ist das meiner Ansicht nach keine große Sache. Im Video zeige ich kurz die Dioden am unteren Rand, um es zu veranschaulichen, ich hoffe, das kommt einigermaßen rüber. Hier kann man auch sehen, dass die Lichteinstellung von super hell, bis praktisch nicht vorhanden regelbar ist.

Unterm Strich gibt es für mich nichts zu meckern. Der Paperwhite ist schnell, schneller als der Touch - selbst bei einer miesen WLAN-Verbindung [s. Video]. Den direkten Zugriff auf die Amazon-Cloud finde ich klasse, insgesamt ist das Gerät anwenderfreundlich und durchdacht.
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405 von 449 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vom Kindle 4 zum Paperwhite und zurück, 29. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kindle Paperwhite [Vorgängermodell], 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung, WLAN (Elektronik)
Ich habe Weihnachten einen Kindle 4 (79,-) geschenkt bekommen. Habe dann angefangen mich etwas zu ereadern zu belesen. Es musste daher der Paperwhite sein (nach dem Motto "wenn schon denn schon") und ich habe nach kurzem Zögern den Paperwhite bestellt.

Mir hat der Paperwhite optisch gut gefallen (besser als der einfache Kindle). Auch fand ich das Licht von der Idee her eigentlich praktisch und den touch screen des Paperwhite fand ich auch angenehmer als die Menü - Tasten des Kindle 4.

Schließlich ging der Paperwhite (und nicht der Kindle 4) aber doch zurück aus den folgenden Gründen:

1. Er ist deutlich schwerer.

2. Wenn man die Beleuchtung reduziert, oder praktisch abstellt, ist die Schrift auf meinem einfachen Kindle 4 tatsächlich schärfer als auf dem paperwhite gewesen. Und damit ist sie m.E. besser zu Lesen. Meine Theorie ist, dass das mit den zwei zusätzlichen Folien auf dem Display zu tun hat (für touch und Beleuchtung). Ich habe beide Geräte auch Anderen unter die Nase gehalten, die den Eindruck bestätigt haben.

3. Wenngleich praktisch, fand ich das längere Lesen mit Beleuchtung eher unangenehm und auch irgendwie unnatürlich. Ein ereader soll ja ein Buchersatz sein und ich lese eigentlich keine Bücher im Dunkeln. Und - ich hatte das Gefühl, auf einem normalen LCD zu lesen, je stärker die Beleuchtung war.

4. Auf die unteren Tasten beim Kindle 4 kann ich gut verzichten, aber die seitlichen Blättertasten haben mir beim Paperwhite auch gefehlt.

Zusammenfassend finde ich das Leseerlebnis beim einfachen Kindle deutlich besser (leichter, buchähnlicher und besser/angenehmer lesbar).

Ich würde den Paperwhite dann empfehlen, wenn man das Licht wirklich braucht. Wenns ums Lesen geht, ist der Kindle 4 für mich der klare Sieger.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen bei ALLEN Lichtverhältnissen TOP!!!, 8. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kindle Paperwhite [Vorgängermodell], 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung, WLAN (Elektronik)
Zu Weihnachten habe ich mir den Kindle Fire HD gewünscht und bekommen - ich liebe ihn!
Leider haben meine Männer (Mann und Sohn) mitlerweile mitbekommen, dass man auf dem Gerät nicht nur lesen kann, sondern auch diverse Spiele spielen kann und im Netz surfen kann, wenn W-Lan eingeschalten ist. Ich hab ja nichts dagegen - sie können ja auch mal spielen, nur blöd, dass ich dann in der Zeit nicht lesen kann ... also habe ich hin und her überlegt, ob ich mir den Paperwhite noch zusätzlich anschaffe, was ich nun auch getan habe.
Im Gegensatz zum Fire HD ist der Paperwhite 'nur' ein eBook reader, aber es war mir klar, dass man ein eBook reader nicht mit einem Tablet vergleichen kann.
Der Paperwhite ist mein erster, richtige eBook reader und ich bin begeistert!
Durch den Fire HD war ich lesen mit Licht im Gerät gewöhnt und wollte dies nicht mehr missen, also musste es der Paperwhite sein..
Wenn man bedenkt, dass 4 kleine LEDs am unteren Rand und diese Glasfaserplatte dafür sorgen, dass der gesamte Bildschirm beleuchtet ist, dann ist das schon super! Ich habe am unteren Rand auch leichte Schatten, wo das Licht es noch nicht schafft, sich zu überlappen - es stört mich beim lesen absolut nicht.
Wo ich noch etwas skeptisch war, war das Lesen im direkten Sonnenlicht.
Mit dem Fire HD unmöglich, da es sowas von gespiegelt hat, also habe ich mich im Garten immer im Schatten einer großen Tanne gesetzt und mit dunklen Hintergrund, fast voller Beleuchtung und gekippten Winkel ging es dann.
Mit dem Paperwhite ist das kein Thema mehr! Er hält wirklich, was er verspricht! Lesen in der direkten Sonne ist damit kein Problem. Dabei kann man die Beleuchtung auch komplett runter regeln. Beim falschen Winkel reflektiert das Display sehr leicht, was man dann aber durch eine klitze kleine Korrektur bei der Haltung nicht mehr hat! Ob es immernoch leichte Reflexe wirft, wenn die Beleuchtung an ist, habe ich bis jetzt noch nicht ausprobiert. Ich schone den Akku lieber ein bisschen und ändere um ein paar mm die Haltung.
Das Lesen an sich ist toll! Es schon gegenüber einem Tablet wirklich die Augen! Ich hatte bisher eigentlich keine Probleme mit dem Lesen auf dem Fire HD. Von anderen hört man ja schon mal, dass die Augen schneller ermüden - das konnte ich bisher nicht sagen, da hatte ich keine Probleme.
Die Darstellung auf dem Paperwhite ist aber wirklich toll! Ich kann nur zustimmen, dass man das Gefühl hat, ein richtiges Buch zu lesen. Das hätte ich so nicht gedacht!
Das Display fühlt sich toll an, Fingerabdrücke sieht man nicht (wenn man mit fettigen Fingern mehrmals drüber streicht, dann sicherlich schon), die Reaktion erfolgt zügig, die Seiten sich schnell aufgebaut und man kann nahtlos auf der nächsten Seite weiterlesen.
Die Akkulaufzeit ist sehr gut.
Amazon verspricht, bei mittlerer Beleuchtung und jeden Tag eine halbe Stunde lesen, hält der Akku 2 Monate. Ich kann mir vorstellen, dass das so hinkommt.
Bei einigen Bewertungen habe ich als negative Anmerkungen gelesen, dass der Akku ja gar nicht so lange hält, wie versprochen ... 2 Monate - 60 Tage à 30! Minuten! lesen = 15 Stunden lesespaß mit einer Akkuladung. Wer also mehr liest, der kommt halt nicht auf 2 Monate!
Mir geht es so, dass es mir bei einem guten Buch schwer fällt, es aus der Hand zu legen. Und wenn ich Zeit habe, dann lese ich auch mal stundenlang am Stück. Da ist mir aber auch klar, dass Akku schneller entladen wird!
Die Inbetriebnahme ging sehr schnell und war unkompliziert. Der Menüführung ist leicht und verständlich. Die Kurzeinweisung ist kurz und direkt und lässt keine Fragen offen (viel gibt es ja auch nicht zu erklären ;-) )
Alles in allem - ein tolles Gerät. Sehr zu empfehlen!
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313 von 350 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut top, wenn man keine Wunder erwartet, 10. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kindle Paperwhite [Vorgängermodell], 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung, WLAN (Elektronik)
Der Paperwhite wurde hier bereits ausführlich besprochen und ich will nicht von vorne anfangen:) Ein paar Dinge werden immer wieder kritisiert. Da wollte ich noch mal drauf eingehen.

1. Display fleckig
Hier gibt es zwei Effekte. Die Farbflecken hat meiner nicht. Wenn er die hätte, würde ich ihn wohl zurückgeben.
Dass die Beleuchtung ungleichmäßig ist, liegt in der Natur der Sache. Es sind Rand-LEDs. Und jeder der einen LED-Fernseher hat kennt wohl diesen Effekt, auch Clouding genannt.
Bei beidem (TV und Kindle) kann man nun natürlich seine gesamte Aufmerksamkeit diesen Lichtflecken am unteren Rand schenken und sie zunehmend als unzumutbar empfinden. Oder man liest einfach sein Buch -was mit dem Paperwhite hervorragend geht- und lässt die Flecken Flecken sein. Ich empfinde die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung in Anbetracht der baulichen Gegebenheiten übrigens sensationell gut.
Und egal wie ich meinen alten Kindle beleuchtet habe: Das Ergebnis war immer schlechter als der Paperwhite.

2. Display zu hell
Hallo! Man kann die Helligkeit regeln! Da sitzt das Problem wohl zwischen den Ohren. Oder sollte ich meiner Stereoanlage jetzt auch Punktabzug geben, da sie auf voller Lautstärke betrieben für den Alltagsgebrauch zu laut ist?

3. Schriftbild matschig
Das empfand ich am Anfang auch so. Allerdings ist in den Einstellungen die Seitenaktualisierung ab Werk deaktiviert um ein schnelleren Seitenwechsel zu ermöglichen. Ich habe die Aktualisierung wieder aktiviert. Das Umblättern dauert zwar einen Tick länger (wie beim alten Kindle), dafür empfinde ich das Schriftbild wesentlich klarer. Mit der Lupe habe ich dann nicht weiter gesucht. Denn auch hier gilt für mich, dass man gut lesen kann. Und das kann man mit dem Paperwhite.

4. Home Button fehlt
Echt jetzt? Vergessen wir mal, dass es Smartphones und Tablets und andere Reader gibt. Was hat ein Buch? Richtig, keine Buttons. Und genau deswegen mag ich den Paperwhite so. Kein anderer Reader ist dem Buch bisher so nahe gekommen. Egal wo ich ihn am Rand anfasse, es werden keine unbeabsichtigten Funktionen ausgelöst. Und vielleicht bin ich ja nicht normal, aber wenn ich ein Buch lese, lese ich das Buch. Da brauche ich keinen permanent schnell zugängigen Home Buttton. Mir reicht die OnScreen-Variante vollkommen.

Fazit:
Wer sucht, wird fündig. Man kann sicherlich diverse "Mängel" am Paperwhite finden. Oder man lässt es einfach. Denn der Paperwhite ermöglicht bequemes lesen in jeder Situation und bei jeder Beleuchtung. Und mit aktivierter Beleuchtung sieht er wirklich weiß aus:) Das macht ihn für mich zum top Reader.
Am Ende muss man auch mal realistisch bleiben. Wir reden hier von 129 Euro für 15cm beleuchtetes Touchdisplay mit 2 GB Speicher, WLAN und LiIo-Akku. Da sollte man nicht 700-Euro-Tablets als Maßstab gegenhalten. Wenn man das nicht tut, kann man mit dem Paperwhite uneingeschränkt glücklich werden:)
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65 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das E-Book, der Kindle und der Paperwhite. Eine Denkschrift für Unentschlossene, 9. August 2013
Von 
Amazon Customer (Gummersbach, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kindle Paperwhite [Vorgängermodell], 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung, WLAN (Elektronik)
Liebe Freunde der gepflegten Literatur,

ich fühle mich nun doch bemüßigt, einige Worte über das E-Book, den Kindle, den Paperwhite und das Buch an sich zu verlieren.

Das Ebook als solches:

Sicherlich wird es der Aufmerksamkeit der geschätzten Leserschaft nicht entgangen sein, dass es sich beim Kindle - wie auch bei anderen Geräten dieser Spezies - um einen so genannten E-bookreader handelt. Der E-bookreader ist ein technisches Gerät das dazu dienen soll, elektronische Bücher zu visualisieren.

Der E-bookreader ist - und das mag für die radikalen Verfechter der auf Papier gedruckten Literatur überraschend sein - kein Angriff auf das Buch, sondern lediglich ein Angriff auf den Druck. Genauso wie seinerzeit die zu Recht als epochale Erfindung des Buchdruckes durch Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg (nicht der ehemalige Verteidigungsminister) kein Angriff auf das Buch war, sondern lediglich das Buchmonopol der Klöster beendete.

Selbstverständlich werden auch die Kopisten in den Klöstern des ausgehenden Mittelalters gesagt haben, dass nur ein handgeschriebenes Buch ein richtiges Buch ist und dass sich dieser neumodische Kram nie durchsetzen wird.

Das E-Book beendet mehrere Dilemmata:

- Das Hortungsdilemma

Es ist bekannt, dass sich Menschen eher von ihren Ehepartnern als von Büchern trennen (zu Recht, denn Bücher machen IMMER Freude). Dies führt zu einer Ansammlung von irrsinnigen Mengen an brandfördernden Materialien in Wohn- und Schlafbereichen. Entledigt man sich doch einiger Bücher, die man definitiv nicht mehr lesen wird bzw. nie gelesen hat und nie lesen wird (siehe Geschenkdilemma) so geschieht dies in der Regel durch „weiterverschenken“.

Bei vielen Büchern gleicht dieses „Weiterverschenken“ (siehe noch einmal Geschenkdilemma) einer Weitergabe von Infektionskrankheiten, für die sich der Beschenkte auch noch zu bedanken hat.

Das Hortungsdilemma ist – wie auch das Suchdilemma auf das ich hier nicht weiter eingehen will – dank der Cloud gelöst.

- Das Geschenkdilemma

Ich lebe mit Gottes Hilfe seit 50 Jahren auf dieser Erde und habe seit meiner Kindheit immer Bücher jeder Art gelesen, mit Ausnahme derjenigen, die mir geschenkt wurden. Bei einem großen Teil dieser Geschenke wurde ich Opfer des Hortungsdilemmas des Schenkenden. Der Gedanke, dass ich fürderhin keine Bücher als Geschenk mehr erhalten werde erfüllt mich mit großer Zufriedenheit.

- Das Verleihdilemma

Wenn ich launig und begeistert im Freundeskreis über ein Buch referiere höre ich irgendwann den Satz „Das musst Du mir 'mal leihen“.

Ich hasse diesen Satz! Aber ich habe nie geantwortet: „Wieso muss ich das Buch verleihen? Du wirst es sowieso nicht lesen! Du wirst es nur verschmutzen und/oder es mir gar nicht und /oder es mir nach Monaten ungelesen zurückgeben“

Das Ebook und mein Kindle entbinden mich von der lästigen gesellschaftlichen Konvention des Bücherverleihens, die zudem die Autoren finanziell schädigt.

Ich könnte noch unendlich über die Vorteile des E-Books schwadronieren. Ich möchte aber auch ausdrücklich mein Bedauern darüber zum Ausdruck bringen, dass mit dem E-Book sicherlich das Sterben des normalen Buchhandels einhergehen wird. Der Gedanke, dass es diese begeisterten Buchverkäuferinnen (es sind ja hauptsächlich Frauen), die mit einer so unendlichen Begeisterung über Bücher sprechen können irgendwann nicht mehr geben wird, bricht mir wirklich das Herz. Nein, das ist kein Witz…

Das Buch als solches:

Ich bin auf meiner Werbetour für den Kindle und für E-Books immer wieder auf das Argument gestoßen, dass meine Diskussionspartner bei einem Kindle gegenüber dem „echten Buch“ das "sinnliche Erleben" vermissen.

Ich finde diese Argumentation höchst merkwürdig. Wenn ich ein Buch lese, nehme ich das Buch körperlich nur insoweit wahr, als dass ich eine Last in den Händen halte die meinen Lesegenuss erheblich stört. Insbesondere der Konsum von gebundenen Büchern jenseits der 500-Seiten Grenze kann mit Fug und Recht schon als mittleres Hanteltraining bezeichnet werden.

Keinesfalls ist es auch so, dass ich liebevoll über den Einband streiche, bevor ich mich dem Lesevergnügen hingebe (ich streichele meine Tochter, meine Katzen und meine Frau in genau dieser Reihenfolge, aber nie ein Buch).

Die sinnliche Erfahrung des Lesens erfolgt ausschließlich über die Augen und natürlich über die Phantasie die mir die Handlung des Buches in einer Art und Weise in meinem Geist verfilmt, wie es kein Regisseur der Welt je könnte.

Und hier beginnt schon das Problem: Die Augen.

Nein, so schlecht sind meine Augen gar nicht. Aber seitdem auch in Verlagen jungdynamische Controller am Ruder sind die via Excel Tabelle beweisen konnten, dass man durch eine Reduzierung der Schriftgröße auf Arial kleiner 8 bei einer Taschenbuchauflage von 50.000 Stück sage und schreibe 2.000 € an Papier einsparen kann (und diese Pfeifen haben sich offensichtlich auch durchgesetzt) macht das Lesen eines Taschenbuches keinen Spaß mehr. Die Schriftgröße eines E-bookreaders kann auf ein Maß eingestellt werden die insbesondere dem abendlichen Lesen zuträglich ist.

Halten wir an dieser Stelle der Einfachheit aber nur fest:

Ein Buch ist nicht bedrucktes Papier und nicht der Einband; genau so wenig, wie ein Mensch ein Haufen Fleisch und Knochen ist. Ein Buch ist die Handlung der Inhalt, die Story... whatever. Und wenn man in einem guten Buch nicht versinkt, der Geist sich nicht mit dem Buch verbindet, man nicht selbst der Protagonist der Handlung wird, sondern Hülle und Papier noch wahrnimmt, dann ist es ein schlechtes Buch.

Die Macht des Buches bzw. die Macht über die Bücher:

Ein konventionelles Buch muss gedruckt und vertrieben werden. Das wäre normalerweise kein Problem, wenn ein Druck nicht einen gewissen Aufwand verursachen würde, der sich in Geldeinheiten berechnen lässt. Wer die Produktionsmittel hat, der hat die Macht – eben auch über die Literatur.

Ein E-book hingegen ist mit einem relativ geringen Aufwand für jeden, der sich zu Autor berufen fühlt leicht herzustellen und zu verbreiten. Das erinnert nun tatsächlich fatal an Martin Luther, der seine, für die damalige Zeit radikalen, Ansichten ohne den Druck nicht hätte verbreiten können.

Genauso wenig, wie Luther seine anti-papistischen Streitschriften in den Klöstern hätte kopieren lassen können, lassen Verlage jedes Buch drucken. Es mag sein, dass viele Werke, die nun auf uns zukommen einen Druck auch wirklich nicht verdient haben. Aber ich möchte wissen, wie viele Manuskripte, die es hätten zu einem Teil der Weltliteratur bringen können nie in Buchform erschienen sind.

Ich bin daher überzeugt dass das E-book die Bücherlandschaft bereichern wird.

Der Kindle als solcher:

Er ist ein handliches Gerät, das es ermöglicht mit einer unglaublichen Menge an Büchern zu reisen ohne Gepäckzuschlag zu bezahlen. Er ermöglicht es zudem sich weltweit via Wlan mit weiterer Literatur zu versorgen. Dort, wo man sich nicht via Wlan mit Literatur versorgen kann – etwa in den Urwäldern Neuguineas – wird man auch anderen Tätigkeiten als dem Lesen beschäftigt sein, etwa mit der Suche nach Trinkwasser, Nahrung oder der Fluch vor Mensch und Tier.

Der Kindle ist scharf, angenehm für die Augen und mit aufgeladenem Akku wochenlang zu nutzen sofern man Wlan ausschaltet. Dies macht ja auch Sinn, denn dort wo man seinen Kindle nicht laden kann hat man in der Regel auch kein Wlan… logisch, oder?

Der Paperwhite

Toppt den nicht beleuchteten Kindle eindeutig und zwar wegen was? Wegen der Beleuchtung. Dies hat den unglaublichen Vorteil, dass man auch abends im Bett in jedweder Position unabhängig von einer Raumbeleuchtung lesen kann und dieser Lesegenuss andere im gleichen Bett befindliche Personen nicht stört.

Hätte es das in meiner Kindheit schon gegeben, so hätte ich mir für das Geld das ich für Taschenlampenbatterien zum Lesen unter der Bettdecke ausgab Bücher kaufen können. (falls sich jemand erbarmt, das Buch „Tom und der lachende Fuchs in das E-bookformat zu konvertieren, ich wäre unendlich dankbar).

Selbst eine nur schwach eingestellte Beleuchtung ermöglicht das Lesen ohne Leselampe; Die Akkulaufzeiten sind geringer als die des unbeleuchteten Kindle, jedoch stellen sie kein Problem dar. Anlässlich meines 14-tägigen Urlaubs habe ich trotz täglicher stundenlanger Nutzung den Paperwhite nur einmal aufgeladen und er war bei weitem noch nicht leer. Es ist daher nur für technikverliebte Statistiker interessant die genaue Laufzeit zu ermitteln.

Ich möchte etwas zu der Diskussion um die Wolken beitragen:

Wenn man sie sehen will, sieht man sie. Mein Gott, ich habe mich von dieser Diskussion hier anfangs selbst verrückt machen lassen und viel zu lange überlegt ob ich mir den Paperwhite zulegen soll. Schade um die verlorene Zeit.

Wenn es beim Lesegenuss stört, liest man gerade ein schlechtes Buch. Aber ein richtig schlechtes. Dass diese hier völlig überbewertete Unzulänglichkeit geeignet sein soll zu stören halte ich schlicht für unzutreffend.

Ich gebe meinen Paperwhite nie wieder her, es sei denn, es kommt ein besserer…. Irgendwann.

Ich danke für die Aufmerksamkeine und entschuldige mich an dieser Stelle für die aufgrund der vorgerückten Stunde nicht adäquate Orthographie

Ronald
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach praktisch und angenehm zu lesen, 14. Juni 2014
Von 
Christian Körting (Mannheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kindle Paperwhite [Vorgängermodell], 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung, WLAN (Elektronik)
Ich war immer ein Buchfan. Aber ausschlaggebend für meine Entscheidung, ein E-Book zu kaufen, waren folgende Vorteile, die sich auch im Nachhinein jetzt alle so bestätigt haben:
+ Lesen im Dunkeln abends im Bett ohne separates Licht angenehm möglich - so kann der Partner ungestört schlafen
+ ich lese oft auf dem Rücken liegend im Bett, hier kein schweres Buch mehr, dass man vor sich halten muss; ich lese auf dem Kindle im Querformat und die (separat erhältliche) Lederhülle kann parallel als Aufsteller dienen. So braucht man die Hand nur noch zum Umblättern - praktisch
+ ansonsten beim Lesen kann man das E-Book vor sich stellen oder legen und muss es nicht mit der Hand gegen das Zuklappen offenhalten (ich bin der Typ Mensch, der ein Papier-Buch nicht um 180° oder mehr aufklappen konnte - der arme Buchrücken...)
+ keine schweren Bücher mehr mit in der Urlaub oder auf Wochenendtripps schleppen; Platz sparen im eigenen Bücherregal; jederzeit über WLAN einfach das nächste Buch nachkaufen und nahtlos weiterlesen

Das wären sicher auch alles Argumente für jedes (beleuchtete) E-Book und nicht speziell für den Kindle Paperwhite. Da ich aber gerne und viel lese, war zentrale Anforderung, dass das Schriftbild so papiermäßig wie irgend möglich aussieht. Und man muss sagen, dass man das Schriftbild des Kindle Paperwhite ehrlich gesagt wohl nicht von einer echten, hinter eine Glasscheibe gespannte Papierbuchseite unterscheiden könnte. Und Amazon hat einfach ein riesiges Buchangebot.

Einziger Nachteil, den ich wirklich nennen kann:
- Ein Buch muss primär von vorne nach hinten durchgelesen werden. Das Querblättern ist unkomfortabel, selbst mit der neuen Firmware, die das setzen von Lesezeichen ermöglicht. Da ich Fantasy-Leser bin, schränkt das etwas ein, da die üblichen Begriffs- und Namensregister sowie Umgebungskarten, die üblicherweise auf den letzten Buchseiten abgedruckt sind, nicht mal eben schnell aufgeschlagen werden können und ein z.B. nicht mehr geläufiger Name mal eben nachgelesen werden kann.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kindle für Sehbehinderte - Vom Kindle 4 zum Paperwhite, 3. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kindle Paperwhite [Vorgängermodell], 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung, WLAN (Elektronik)
Hallo!

Ich lese für mein Leben gerne! Doch leider habe ich das große Problem, dass fast alle Bücher von der Schrift her viel zu klein für mich sind und das Lesen mit Lupe auf Dauer auch nicht wirklich Spass macht. Dazu muss ich sagen, dass ich stark sehbehindert bin und die Schrift des Kindle beim Lesen immer auf viert- oder drittgrößter Stufe stehen habe (je nach Schriftart). Außerdem brauche ich zum Lesen eine gute Beleuchtung.

Ich hielt früher absolut nichts von E-Book-Readern, habe mich auch nie damit beschäftigt, sowas brauchte ich nicht, es ging doch nichts über ein "echtes" Buch! So dachte ich noch bis vor einigen Monaten... Doch dann zeigte mir eine Bekannte den E-Book-Reader ihrer Tochter (sie hat ebenfalls schlechte Augen) ausführlich zeigte. Es war ein Gerät von Sony und ich war gleich sehr angetan als ich sah, wie groß man dort die Schrift stellen konnte und wie gut das lesbar war!
Als ich mich dann vor 2 Wochen wieder mal frustriert durch ein Buch gekämpft hatte, das ich wie immer kaum lesen konnte, fasste ich den Entschluss, mich mit dem Thema E-Book-Reader intensiver auseinander zu setzen.
Die Recherchen gingen los und schnell war klar, es wird entweder ein Kindle oder ein Sony. Ich habe viele Testberichte und Kundenrezensionen gelesen, mir Vergleichsvideos angeguckt usw. Nach einigem Hin und Her entschied ich mich für den Kindle; zum einen, da ich sowieso viel bei Amazon bestelle, mich die Bindung an den Kindle-Shop nicht stört und der Kindle oft auch als "der Beste E-Book-Reader" beschrieben wurde, und zum anderen, weil mir der Sony doch etwas arg träge erschien und diese großen Tasten auch nicht gerade den hochwertigsten Eindruck des Geräts auf mich machten.

Ich hatte mich zuerst aber für den ganz normalen Kindle 4 inkl. Originaltasche mit Beleuchtung entschieden. Dieser wurde auch prompt geliefert und sogleich von mir ausgiebig getestet. Am Anfang hatte ich arge Probleme mit der Bedienung des Steuerkreuzes, dieses hat zwar einen sehr guten Druckpunkt, aber ist sehr hakelig zu bedienen. Ständig drückte ich mit dem Daumen eine nebenliegende Taste unbeabsichtigt mit, das war schon sehr nervig. Aber nach einer kurzen Zeit hat sich das Problem gelegt und ich kam mit dem Steuerkreuz besser zurecht. Soweit, sogut, ich war zufrieden.
Die Ernüchterung kam allerdings abends im Bett: Die kleine Lampe in der Hülle war echt ein Witz! Diese leuchtete zwar die obere Hälfte des Displays ausreichend aus, allerdings war die Schrift nach unten hin für mich kaum bis gar nicht mehr zu lesen. Für ein entspanntes Lesen vor dem Schlafengehn für mich absolut ungeeignet!
Enttäuscht entschloss ich, den Kindle zurückzuschicken und mir stattdessen den Paperwhite zu gönnen.

Den Kindle Paperwhite bestellte ich mit einigen Bauchschmerzen, hatte ich doch soviel schlechtes darüber gelesen von defekten LED's über Farbwolken bis hin zu schiefen Display's usw.
Die Spannung war groß, als mein neuer Kindle Paperwhite gestern geliefert wurde. Ausgepackt, angeschaltet, Beleuchtung auf höchster Stufe und erstmal das Display betrachtet. Keine kaputte LED, kein schiefes Display, keine sichtbaren Farbwolken.
Nun kann es natürlich sein, dass ich mit meinen schlechten Augen diese schlicht und ergreifend einfach nicht sehe ;-) Darum habe ich den Paperwhite meinem Ehemann in spe in die Hand gedrückt und ihn mit seinen Adleraugen draufschauen lassen. Und er bestätigte mir, dass das Gerät gleichmäßig ausgeleuchtet sei und auch er keine Farbwolken sieht, außer am unteren Bildschirmrand, aber diese dunklen Schatten sind ja mittlerweile weithin bekannt (ich sehe sie auch), aber sie reichen nicht bis in die Schrift und stören mich eher weniger. Bei Tageslicht sind sie gar nicht zu sehen. Jedoch: Je höher die Beleuchtung, desto stärker sind diese Schatten sichtbar. In der linken unteren Ecke ist ein Schatten, der etwas großflächiger ausfällt, aber auch dieser ist bei Tageslicht nicht zu sehen und ansonsten auch nicht weiter störend für mich.
Die Beleuchtung ist wirklich toll! Vor allem abends im Bett kann ich jetzt ohne Deckenlicht, im komplett dunklem Raum ohne Probleme lesen. Ich hatte die Beleuchtung dabei zwischen Stufe 10-15, manchmal auch etwas höher, das muss ich mir mal noch einpendeln, hab das gute Teil ja auch erst seit gestern.

Aber ich bin bisher wirklich sehr glücklich mit dem Gerät! Wie sich der Akku macht, wird sich noch zeigen. Ich hatte ihn gestern nicht extra aufgeladen, er war noch halbvoll. Und die Bedienung ist wirklich kinderleicht und selbsterklärend. Auch das Einrichten des WLAN-Netzes hat prima geklappt. Bei meinem ersten Ausflug in die Leihbücherei (Ich bin Prime-Kundin) habe ich mir gleich ein Buch ausgeliehen, das funktioniert genauso gut und einfach wie der Kauf der Bücher über den Kindle-Shop.
Lediglich die Schrift könnte für meinen Geschmack etwas schwärzer sein. Wenn ich sie mit dem des Kindle 4 vergleiche, so war die Schrift des Kindle 4 doch wesentlich dunkler.

Ich kann beide Geräte empfehlen! Aber wer, wie ich, auf eine gute Beleuchtung beim Lesen angewiesen ist, der sollte vielleicht besser zum Paperwhite greifen.
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