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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewöhnungsbedürftig - aber sehr gut
Vanity Fair ist auch als DVD keine leichte Kost.
Gerade wenn man große BBC Verfilmungen wie die von Austen oder Gaskell kennt, dann ist Vanity Fair zunächst einmal etwas gewöhnungsbedürftig.
Doch lässt man sich einmal auf den Stil ein, so nimmt er einen gefangen und es gibt viel zum Schmunzeln.

Es ist nichts anderes als eine...
Veröffentlicht am 1. Dezember 2007 von jonie

versus
3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Tonbearbeitung könnte besser sein..
Schade das der Filmspaß durch diese tonstumpfe Bearbeitung von einem deutschen Tonstudio den Eindruck erweckt, dass man sich den Film durch Watte anschaut. Die hochkarätigen Literaturverfilmungen der BBC haben echt besseres verdient. DD 5.1 hört sich eigentlich anders an. Die kirmesähnliche Hintergrundmusik, die auch auf der originalen englischen...
Veröffentlicht am 4. März 2010 von Mucki2010


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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewöhnungsbedürftig - aber sehr gut, 1. Dezember 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vanity Fair ist auch als DVD keine leichte Kost.
Gerade wenn man große BBC Verfilmungen wie die von Austen oder Gaskell kennt, dann ist Vanity Fair zunächst einmal etwas gewöhnungsbedürftig.
Doch lässt man sich einmal auf den Stil ein, so nimmt er einen gefangen und es gibt viel zum Schmunzeln.

Es ist nichts anderes als eine Persiflage auf die damalige Zeit.
Gekonnt und sehr meisterlich fast alle der Schauspieler.
Wie ein grosses Theater ist dieser Film angelegt und auch die Schauspieler sind wohl alles Theaterschauspieler, was sehr zur Qualität der Verfilmung beiträgt. Es werden keine "Helden" dargestellt, sondern Karikaturen. Wohl die schwerste schauspielerische Leistung, die man erbringen kann.
Grosse Darsteller wie Nathaniel Parker oder Natasha Little zeigen hier ihr gesamtes Können.

Niemals albern und doch lustig. Sehr überzogen ohne zuviel zu überziehen. Hässlich ohne die Schönheit zu verlieren. Der Film ist ein Widerspruch in sich und das macht ihn sehenswert.

Für alle Austen und Gaskell Fans sei gesagt - es ist keine romantische Geschichte, in die man sich einfach so fallen lassen kann.

Becky Sharp (auch schon beim Namen fängt die Karikatur an, denn Becky heisst nicht nur so, sondern ist auch so und macht alle Männer so...) ist jung, ehrgeizig, aber nicht von Stand. Mit viel Raffinesse, Intrigen und Lügen heiratet sie sich hoch, was aber nicht hoch genug ist, da Geld nicht ausreichend vorhanden und das ist für Becky doch gleich nach Ansehen das wichtigste.
Eine ihrer Intrigen jedoch wird ihr zum Verhängnis und sie fällt tief.
Doch zum Schluss schliesst sich der Kreis und sie entdeckt zum ersten mal ihr Herz für eine Freundin, um dieser zum helfen. Obwohl... Hat sie ihr Herz wirklich entdeckt und war diese freundschaftliche Tat nicht schon wieder eher ein taktischer Schachzug um sich selber aus einer tiefen Misere zu befreien? Becky Sharp, so hervorrragend dargestellt von Natasha Little, ist ein Luder, das man hasst und doch gleichzeitig liebt und bewundert.

Ein großartiges Lob auch für die Person, die das Casting der Schauspieler gemacht hat. Alles, was in England an Skurilität zu finden war, wurde hier eingesetzt. Zum Glück neigen die Briten zum Skurilen...

Ein Stern Abzug für die sehr schlechte Synchronisation (nicht synchron zu den Lippenbewegungen des Originaltons, was auf Dauer sehr auffällt und stört) und für die manchmal doch etwas Langatmigkeit (besonders in der Mitte des Films).

Aber alles in allem sehr reizvoll, wenn auch sehr "anders".
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder einmal einer hervorragende BBC-Literaturverfilmung!, 13. Februar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vielleicht die beste BBC-Literaturverfilmung überhaupt. Mit teilweise groteken Bildern, aufdringlicher Musik und tendenziell überzogenen Charakteren wird die Romanvorlage, die ebenfalls von einem bissigen ironischen Unterton durchzogen ist, in ein filmisches Großwerk umgegossen. Die Charaktere sind hervorragend und absolut romangetreu umgesetzt, die Darsteller brilliant und die Ausstattung phantasievoll und schreiend bunt, wie es eine Geschichte mit dem Titel "Vanity Fair" verlangt. Die Verflimung schlägt eindeutig gröbere Töne an als die feinsinnnigen, von elegantem Wortwitz durchzogenen Romane von Jane Austen bzw. deren Verfilmungen. Und die Love Story zwischen Amelia und Captain Dobbins entbehrt nicht zuletzt auch einer ordentlichen Portion Lächerlichkeit. Daher sollte man beim Kauf dieser DVD wissen, was man erwartet. Wer das Buch kennt und liebt, wird hier aber in jedem Fall voll auf seine Kosten kommen.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das pralle Leben, 21. November 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Vanity Fair [2 DVDs] [UK Import] (DVD)
Diese Verfilmung des Romans von Thackeray ist grandios! Es stimmt die aufwändige Ausstattung, es glänzen hervorragende Schauspieler (u.a. Nathaniel Parker, den man aus den Inspector-Linley-Verfilmungen kennt und David Bradley, dem "Filch" aus den Potter-Filmen) - und der zynische Unterton, unterstützt durch die karussellartigen Kamerafahrten und die Jahrmarktsmusik, macht aus der klassischen Literaturverfilmung eine Satire.
Also Achtung: Diese Miniserie kommt in bekannt guter BBC-Aufmachung daher, wie man sie aus Jane-Austen-Verfilmungen u.ä. kennt - doch der Inhalt hat es in sich: Da geht es um Berechnung, Intrigen, Betrug, Eitelkeit und enttäuschte Liebe. Die Schauplätze wechseln und zeigen eine ganze Palette von Lebensumständen der damaligen Zeit (Anfang 19. Jahrhundert), inkl. des Schlachtfeldes von Waterloo.
Die Dialoge sind klug und entlarvend, schonungslos und elegant - alles in einem. Ein echtes Vergnügen für Ohren und Augen - aber keine kuschelige Romanze.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios und oppulent!, 9. Januar 2007
Von 
Stefanie Conrad "Stefanie Conrad" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Vanity Fair [2 DVDs] [UK Import] (DVD)
Diese Verfilmung des Klassikers von Thakeray reiht sich wunderbar in die absolut gelungenen Literaturverfilmungen der BBC ein.

Bei jeder dieser BBC-Verfilmungen, die in meinem DVD-Player landen, freue ich mich immer wieder zu sehen, mit wieviel Detailtreue und grandioser Ausstattung diese Filme daherkommen und ärgere mich umso mehr über die deutschen Sendeanstalten, die im Rahmen ihres Bildungsauftrags ruhig mal eine ähnliche Serie vorlegen könnten, anstatt uns weiterhin mit Rosamunde Pilcher, Christine Neubauer und Hansi Hinterseer zu quälen.

"Vanity fair" bietet Unterhaltung der feinen englischen Art. Andrew Davies, der unter anderem auch für das Drehbuch der legendären "Pride&Prejudice"-Verfilmung verantwortlich zeichnet, liefert uns auch hier wieder eine grandiose Adaption eines klassischen Stoffes. Zynisch, böse, tragisch, mitunter aber auch zum Schreien komisch kommt "Vanity Fair" rüber, mit Kamerafahrten, die man so erstmal bei einer Literaturverfilmung nicht erwartet und einem unübersehbaren Faible für schwarze Säue im Abspann.

Die Darsteller sind exzellent besetzt, vor allem Natasha Little und Nathaniel Parker glänzen als Becky und Rawdon Crawley, ebenso hervorzuheben sind Miriam Margolyes und David Bradley als Miss Crawley und Sir Pitt Crawley.

Es ist einfach faszinierend, mitanzusehen, wie Becky Sharp es immer wieder schafft, sich aufzurappeln und ihrem Leben eine neue Facette hinzuzufügen. Daß man bei der Fülle an Darstellern und Schicksalen beim Zuschauen manchmal den Überblick verliert, mag man diesem Film verzeihen, dazu macht er einfach zu viel Spaß. Vielleicht sollte man auch nicht alle 6 Folgen am Stück schauen, sondern sie lieber in Zweierpaketen angucken, da es sonst einfach zu viel wird.

Dennoch ein absolut empfehlenswertes Stück britischer Literatur in bester BBC-Tradition!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Adaption mit grottiger deutscher Synchro, 9. Februar 2008
Die Handlung von "Vanity Fair" wurde hier schon mehrfach niedergeschrieben, daher möchte ich lieber auf die Machart der Serie eingehen. Die Darsteller sind allesamt sehr gut gecastet - allen voran Natasha Little als durchtriebene Becky und Nathaniel Parker (in Dtld. als Inspektor Linley aus der Elisabeth George-Reihe des ZDF bekannt) als Captain Crawley spielen ihre Rollen sehr facettenreich und glaubwürdig. Die Ausstattung der Serie ist opulent und zeitgetreu. Zudem hatten die Macher keine Scheu vor Hässlichkeit und Skurilität, so dass die Geschichte mit einem Augenzwickern, aber gleichzeitig auch mit sehr viel Authenzität daherkommt. Stellenweise erinnerte mich die Geschichte sowie die beiden Hauptdarsteller an das Meisterwerk "Gone with the wind" von Margaret Mitchell und dessen Protagonisten Scarlett O'Hara und Rhett Butler. Diese Vergleiche wurden witzigerweise schon zu Mitchells Lebzeiten gezogen. Auf alle Fälle bekommt Becky, wie Scarlett, am Ende ihr Fett - und bei beiden handelt es sich um kleine Steh-auf-Männchen, was beide Storys sehr reizvoll macht.

Einen Punkt möchte ich für die schreckliche Synchro abziehen. Es ist echt ein Graus, da die Stimmen immer gleich laut sind, d.h. nicht an die räumliche Verteilung der Darsteller in den Szenen angepasst wurden (auch mit Stimmen kann und muss man als Synchronstudio Räumlichkeit erzeugen, damit es zum Bild passt!). Zudem lesen die Sprecher die Texte völlig uninspiriert vom Blatt ab, so dass ein Teil der darstellerischen Leistung vollkommen flöten geht! Darüber hinaus ist die Synchro an vielen Stellen asynchron! So einen Schund habe ich selten gesehen! Seltsam - da KSM bei "Stolz und Vorurteil" oder "Persuasion" von Jane Austen z.B. ganz passable Arbeit geleistet hat. Gott sei Dank befindet sich auf der DVD der Originalton und wahlweise auch deutsche Untertitel (die tw. auch nicht richtig übersetzt wurden). Wer gut Englisch spricht, sollte meiner Meinung nach daher auf die englische Version mit engl. Untertiteln zurückgreifen.

Fazit: Fesselnde Mini-Serie, aber besser im Originalton!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine überragende Hauptdarstellerin, 13. Januar 2008
Ich bin froh, dass ich den Kinofilm mit R. Witherspoon vorher gesehen habe, denn so konnte ich die wesentlich bessere BBC - Verfilmung umso mehr genießen. Natasha Little spielt die intelligente, gerissene Becky Sharp so umwerfend, dass ich mir keine passendere Besetzung vorstellen kann. Und mit dieser Darstellung kann, so muss ich leider sagen, Reese Witherspoon überhaupt nicht mithalten. Das ist ungefähr so wie bei der Verfilmung von Stolz und Vorurteil mit Keira Knightly einerseits und Jennifer Ehle andererseits. Grandios ist auch Nathaniel Parker als Ehemann Rowden. Der Film ist eine wunderbare Gesellschaftssatire um eine kluge Frau, die obgleich niederer Herkunft, sich mit ihrer zugewiesen Rolle nicht abzufinden bereit ist und ihren Charme, ihre Intelligenz und ihre Gerissenheit einsetzt, um gesellschaftlich aus eigener Kraft aufzusteigen. Obgleich sie ihren Ehemann hintergeht und sich um ihren Sohn nicht kümmert, kann ihr der Zuschauer nicht böse sein. Sie ist eine Überlebenskünstlerin, eine Emanze, ein Chamäleon mit Charakter und nutzt die Dummheit, aber vor allem die Eitelkeit ihrer Mitmenschen, vor allem der Männer aus, um sie um den Finger zu wickeln und zu bekommen, was sie will. Diese Eigenschaften stellt Natasha Little differenziert dar. Auch die anderen Rollen sind hervorragend besetzt. Der Film ist tragisch, komisch, satirisch. Für mich neben der 95er Verfilmung von Stolz und Vorurteil die beste Mini-Serie von BBC in diesem Genre.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Bilder, klasse Schauspieler, 24. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Vanity Fair [VHS] [UK Import] (Videokassette)
Es gibt bereits mehrere wunderschöne Literaturverfilmungen aus Großbritannien und auch diese hier ist wieder ein Beispiel dafür. Vanity Fair spielt im England während der napoleonischen Kriege. In dieser zeit wurden Ehen aus Berechnung geschlossen oder vielmehr arrangiert. Gefühle wurden dabei gänzlich ignoriert, was die meisten Menschen zu "Gefühlskrüppeln" machte. Auch Becky Sharpe, die Portagonistin des Films ist ein solcher Mensch: Eigentlich ist eine Anti-Heldin und steht am Ende vor den Trümmern ihres Lebens und muß erkennen, dass sie verloren hat, ohne die Gründe dafür zu wissen. Sie hat zu sehr verinnerlicht, dass man Gefühle ignoriert, bzw nicht zuläßt, dass ihr diese Gründe verschlossen bleiben. Wer Thackerays Romanvorlage kennt, der weiß, dass der Autor solche und andere Missstände dieser Zeit in dieser anprangert und diese Kritik findet sich auch in dieser Verfilmung wieder. Der Film überzeugt durch tolle Bilder und Schauspieler,allen voran Natasha Little in der Titelrolle, genauso wie durch die Tatsache, dass er sehr nah an der Romanvorlage ist. Eine tolle Alternative für alle, die Literaturverfilmungen mögen oder auch die Jane-Austen- Verfilmungen mochten, auch wenn die Thematik hier eine gänzlich andere ist.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut Zeit zum Eintauchen, 12. November 2007
Das Schicksal von Becky Sharp ist einfach packend! Nachdem ich den Roman von Thackeray gelesen hatte, der mit gut 1.000 Seiten nun wirklich nicht mit ausführlichen Schilderungen gegeizt hat, fragte ich mich nur: Wie soll man diese Üppigkeit nur vernünftig darstellen? Aber diese Box hat mich echt überzeugt. Da es sich ja hier um die ehemalige BBC Mini-Serie handelt, wird die Story nicht in den üblichen 90- 120 Minuten abgehandelt. Das tut gut, denn hier finden Becky und die Vielzahl an anderen interessanten Charaktere den Platz und die Zeit, um auch wirklich viele Facetten von sich zu zeigen. So macht der „Jahrmarkt der Eitelkeiten“ echt Vergnügen, ist herrlich unaufgeregt, weil sich alles entspannt entwickeln kann. Endlich wird man mal nicht so durchgejagt durch den Stoff. Feine Sache. Und wer die Qualität von BBC-Werken kennt, kann sich noch mehr freuen, denn die Schauspieler und die Ausstattung sind wirklich klasse. Fühlte mich gut in die Zeit versetzt, und die Dialoge sind auch nicht so hanebüchen neuzeitlich. Würde mal sagen, wer Lust auf Historie hat, ist hier bestens bedient...
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top, 11. September 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Vanity Fair [VHS] [UK Import] (Videokassette)
Das die Briten fast unübertroffen sind, wenn es um Literaturverfilmungen geht, steht für mich fest und wird auch hier wieder einmal bestätigt. Vanity Fair zeigt ein Portrait des England zur Zeit der Napoleonischen Kriege. Ehen wurde zumeist aus materialistischen Beweggründen geschlossen bzw. arrangiert, ohne Rücksicht auf Verluste oder gar Gefühle. Wer die Romanvorlage kennt, der weiss dass Thackerey durchaus immer wieder mit Ironie und bisssigem Humor auf solche und andere Missstände aufmerksam macht und auch hier wird dies deutlich, da die Dialoge zum Teil eben jenen kritischen Unterton haben. Becky Sharp die Hauptperson der Gechichte ist eigentlich eine Antiheldin, die am Ende vor den Trümmern ihres Lebens steht und erkennen muss, dass sie verloren hat. Die Gründe dafür bleiben ihr verschlossen, da sie so sehr verinnerlicht hat, Gefühle nicht zuzulassen. Natasha Little verkörpert diese Rolle wunderbar. Auch Bilder und Dialoge überzeugen. Ich bin jedenfalls gespannt auf die Hollywoodversion, die derzeit mit Reese Witherspoon verfilmt wird, denke aber dass diese Version den Vergleich nicht zu scheuen braucht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide Umsetzung eines Klassikers, 30. Januar 2008
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Die Adaption des Klassikers von William Makepeace Thackeray setzt die beiden sehr gegensätzlichen Frauen Becky Sharp, eine freche und attraktive Intrigantin und Amelia Sedley, die anmutige und gefühlvolle Kaufmannstochter in den Mittelpunkt des Geschehens. Ein bunter Reigen menschlicher Eitelkeiten auf dem Jahrmarkt des Lebens zieht an unseren Augen vorbei und hinterlässt kein sehr schmeichelhaftes Bild der Gesellschaft des frühen 19. Jahrhundertes.

Die junge Becky Sharp ist fest entschlossen sich mit ihrem genialen Verstand und ihrer Skrupellosigkeit einen Platz in der Welt zu schaffen. Dagegen träumt die sanfte Amelia Sedley von einem Leben voller Liebe und Schönheit.
Nachdem in der ersten Szene auf die eher schmachvolle Herkunft der kleinen Becky als Tochter eines drittklassigen Künstlers hingewiesen wird, vollführt der Film einen großen Zeitsprung in die zweite Szene, in der Becky und Amelia ihren Abschied an einer ehrwürdigen Schule für junge Mädchen nehmen. Die liebenswürdige Amelia wird nur ungern gehen gelassen. Ganz andere Gefühle bringt man Becky entgegen, die dort für ein geringes Gehalt unterrichtet hat und nun die Institution verlässt, um ihre neue Stellung als Gouvernante anzutreten.
Aber eigentlich hat Becky ganz andere Pläne. Schließlich kommt ihre Freundin Amelia aus einer reichen Kaufmannsfamilie und hat noch einen unverheirateten Bruder, der eben Karriere in Indien gemacht hat und nun in London weilt. Und auch Amelia, die ihre Liebe zu ihrem Verlobten, George Osborne, erneuert hat, wünscht sich nichts mehr, als dass auch Becky Glück im Leben zu teil wird. Doch einige sind wohl der Ansicht, dass sich die junge Dame nicht über ihren Stand erheben sollte. Doch nach ihrer ersten Niederlage ist Becky nur um so fester entschlossen, die menschliche Natur mit ihrer Eitelkeit genauer zu studieren, um zu schmeicheln und zu gefallen und sich so in die er-lauchten Kreise zu erheben. Amelia dagegen muss feststellen, dass ihre bedingungslose Liebe nicht im gleichen Maß erwidert wird und hat düstere Vorahnungen, was ihre Zukunft betrifft.
Die Schlacht von Waterloo wird nicht nur die Entscheidung für die Zukunft Englands bringen, sie hat auch für unsere Heldinnen weitreichende Folgen. Becky ist als verheiratete Frau entschlossen, den militärischen Erfolg ihres Mannes, Rawdon Crawley, auszunutzen und in die oberen Gesellschaftsschichten vorzudringen. Amelia dagegen kehrt als arme Witwe zurück und trägt als einziges Pfand ein Kind unter ihrem Herzen.
Becky spielt die Herzdame mit zu großem Einsatz und stürzt schließlich schwer ab, während Amelias Stern doch noch leicht zu funkeln beginnt. Aber es ist die selbstsüchtige Becky, die Amelia schließlich zu ihrem Glück verhelfen muss...

In gewohnt detailgetreuer Ausstattung hat BBC die Geschichte menschlicher Eitelkeiten verfilmt und dabei auch nicht mit ungewöhnlich gezeigter Hässlichkeit gespart. Grausam nahe kommt die Kamera dem Gesicht, um Emotionen aufzuspüren. Verzehrte Fratzen, die von Gier und Verschlagenheit Kunde geben, sind zu sehen, aber auch tränenbleiche Wangen mit verzweifelten dunklen Augen. Und wenn Becky mit ihrem tiefroten Herzmund noch so viel Süßholz raspelt, hat der kundige Zuschauer schon längst ihr Mienenspiel durchschaut.
Die wirkliche Überraschung in dieser Serie ist die Darstellung des Mr. Josh "Tiger" Sedley, der Bruder von Amelia. Eitelkeit und Feigheit lassen die Figur, wie beabsichtigt, unsicher und auf das Lob anderer angewiesen erscheinen. Wenn ein Schauspieler es dennoch schafft, ein Platz im Herzen der Zuschauer zu erobern, dann ist das wirklich eine Glanzleistung,
Ein wenig enttäuschend dagegen ist das Ende des Films. Die Serie, die ihre berechtigte Länge hat, hätte aus den Schlussgedanken Thackerays etwas mehr machen können. Aber mit dem etwas offenen Ende kann man natürlich auch leben.
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