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TOP 500 REZENSENTam 5. Juni 2012
Friedrich von Flotows Martha gehört zu jenen deutschen komischen Opern der Vor-Wagner-Ära (UA 1847), die bis vor ca. 40 Jahren an fast jedem deutschen Opernhaus zum Repertoire gehörten. Dank einer Inszenierung von Loriot hatte sie vor einigen Jahren noch einmal ein Comeback. Heute ist sie fast vergessen - dabei war die Martha - auf Italienisch - einmal ein Welterfolg: Enrico Caruso entdeckte die männliche Hauptrolle für sich und sang sie immer wieder. Bis heute gehört Lionels Arie "Ach so fromm, ach so traut" als "M' appari" zu den Hits, die jeder italienische Tenor im Repertoire hat.

Kurz - eine sehr hörenswerte Oper, von der es leider zu wenige Aufnahmen gibt. Vor dieser Aufnahme gab es nur eine Studio-Gesamtaufnahme von 1944 (! mit Erna Berger, Peter Anders und Josef Greindl - sehr hörenswert), einige Radio- und Live-Mitschnitte und Querschnitte. Der wichtigste davon von 1961 mit Fritz Wunderlich, Gottlob Frick und der jungen Anneliese Rothenberger als entzückender Titelheldin hatte eigentlich nur einen Fehler, nämlich die Unvollständigkeit.

Deshalb wurde die etwas später - 1969 - entstandene Gesamtaufnahme sehnlich erwartet. Sie ist nicht schlecht, ist aber leider nicht gleichwertig:

Rothenbergers Stimme hat nicht mehr den frischen, jugendlichen Klang, das Lächeln in der Stimme, die sie in der ersten Aufnahme ausgezeichnet hatte. Die Stimme ist lyrischer, erwachsener, melancholischer, was zur Rolle, einer etwas gelangweilten, unreifen jungen Adligen, nicht mehr so gut passt.

Nicolai Gedda singt technisch großartig und technisch unvergleichlich elegant, ist aber nicht ganz der etwas naive Jüngling, der der Lionel sein muss und Wunderlich war. Auch Hermann Prey singt einfach zu elegant für den etwas grobschlächtigen Pächterssohn Plumkett. Ein Kavalier, der den Bauern gibt.

Einzig die junge Brigitte Faßbaender als Gesellschafterin Nancy hat den Pepp, den die Rolle braucht. Ebenso gut sind auch die Nebenrollen besetzt.

Ein großes Hindernis für eine gelungene Komödie ist auch das sehr behäbige Dirigat von Robert Heger, dass schon seine Lortzing-Aufnahmen behindert hatte.

Insgesamt eine Aufnahme, die mehr verspricht als sie hält. Wem ein Querschnitt reicht, sollte lieber zur Wunderlich-Aufnahme greifen, sonst vielleicht zu der technisch überraschend guten 1944-er Aufnahme.
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In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre nahm die deutsche Electrola, ein Zweig des britischen EMI-Konzerns, eine Reihe von deutschen Spielopern in großartiger Besetzung auf. Darunter zählt auch die hier wieder vorgelegte "Martha" von Friedrich von Flotow, ein Werk, das leider inzwischen praktisch von allen Spielplänen verschwunden ist. Selbst kleinere Stadttheater erproben ihre Möglichkeiten lieber an Opern von Wagner oder Richard Strauss. Loriot, der unvergessene Künstler, liebte "Martha" heiß und innig und hat sie 1977 sogar für die Stuttgarter Oper eigens inszeniert. Man kann nur hoffen, daß sie eines nicht zu fernen Tages eine Renaissance erlebt, denn sie strotzt von schönen, eingängigen Melodien und hat eine abwechslungsreiche Handlung aufzuweisen.
Robert Hegers "Martha"-Aufnahme von 1968 gehört bis heute zu meinen Lieblingsstücken. Zugegeben, das ganze Werk ist ein wenig sentimental, trotzdem kann ich mich der einschmeichelnden Musik immer wieder mit Genuß hingeben. Besonders in der vorliegenden Fassung, in der Anneliese Rothenberger in der Titelrolle glänzt. Nie hat sie besser und rollendeckender gesungen als hier. Ihr Liebhaber ist Nicolai Gedda in der Rolle des Lyonel. Er setzt seinen geschmackvollen, strahlenden Tenor genau richtig ein, gibt der Rolle den nötigen Schmelz, ohne je ins Rührselige abzugleiten. Daß er seinen Schlager "Ach so fromm" ohne falsche Rührseligkeit vorträgt, ist selbstverständlich. Aber auch in den Ensembles glänzt er mit kluger Rollengestaltung und vorbildlichem Gesang. Manch einem seiner Kollegen erteilt er regelrecht eine Lektion in Legatosingen.
Klug finde ich die Besetzung des Plumkett mit Hermann Prey. Der Komponist schreibt eigentlich einen Baß für die Rolle vor, aber der jugendliche Bariton Preys gibt der Partie frischen Schwung und dem oft etwas polternden Plumkett einen ganz eigenen Reiz. Auch die übrige Besetzung ist völlig in Ordnung, wobei Brigitte Fassbaender als Nancy noch ein besonderes Kompliment verdient hat, und so haben wir hier eine Aufnahme vor uns, die von Anfang bis Ende pure Freude bereitet. Sie läßt keine Wünsche offen, zumal auch der erfahrene Robert Heger mit Chor und Orchester der Bayerischen Staatsoper beste Arbeit geleistet hat. Die vielgerühmte Berliner Einspielung von 1944 mit Erna Berger, Peter Anders und Josef Greindl hat zwar auch ihre unstreitigen Meriten, aber leider ist der antiquierte Klang der alten Aufnahme doch ein wenig dürftig für dieses farbige, abwechslungsreiche Stück.
Leider hat die EMI am Booklet gespart, das zwar eine Werkeinführung enthält, aber nicht das Libretto. Die Klangtechnik ist ausgezeichnet. Wer Spaß an Spielopern des 19. Jahrhunderts hat, der liegt hier richtig.
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am 29. Oktober 2012
Ach ja, die deutsche Spieloper... Gehört sie doch heutzutage in Zeiten des modernen Regietheaters zu einer nahezu ausgestorbenen Spezies. Schön aber, dass es wenigstens noch Aufnahmen gibt aus einer Zeit, wo man diese Gattung noch ernst genommen hat. Robert Hegers Aufnahme von 1968 ist denn auch meine Lieblingsaufnahme dieses Werks, vereint sie doch mit Rothenberger, Fassbaender, Gedda und Prey vier wirklich hervorragende Solisten.
Die Rothenberger glänzt mit ihrem glockenhellen Sopran, Gedda mit strahlendem Tenor und das Buffopaar geht sängerisch in seinen Aufgaben ebenso überzeugend auf. Im Vergleich mit der technisch auch überraschend guten Aufnahme aus den Kriegsjahren mit Anders und Berger wird hier für meinen Geschmack auch nicht ganz so maniriert gesungen. Wer sich für die deutsche Spieloper interessiert, sollte diese Martha zuhause haben.
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am 26. Juni 2012
Künstler, die nicht mehr öffentlich auftreten, deren Können jedoch unbestritten an Weltspitze stehen mit einem Werk, das zu selten aufgeführt wird.
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