Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More madamet designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen247
4,2 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 12. Juli 2010
Nachdem ich mittlerweile Band 08 abgeschlossen habe, möchte ich an dieser Stelle meine Bewertung ein wenig aktualisieren, wobei ich weniger auf den Inhalt im Detail eingehen (das haben andere hier schon reichlich getan), sondern meinen Gesamteindruck wiedergeben möchte.

Je mehr ich vom "Lied von Eis und Feuer" gelesen habe, desto mehr stellt sich mir die Frage, ob Martin überhaupt vorhat, die Geschichte jemals zu einem Ende zu führen oder aber ob er (eingedenk dessen, dass sich die Saga wohl zu einer echten Cash-Cow entwickelt hat) daraus eher eine Neverending Story macht.

Mit jedem Band tauchen neue Protagonisten auf, im selben Maße lässt der Autor Charaktere über die Klinge springen, von denen man eigentlich glaubte, sie hätten eine größere Bedeutung. Ich würde sogar inzwischen fast zu der Meinung tendieren, es handelt sich bei dem Zyklus nicht um ein Epos, sondern eher um eine große Fantasy-Soap. Es ist fast wie im TV: Kündigt ein Darsteller seinen Kontrakt, wird er - schwupps - entsorgt.

Das ganze verschärft sich mit Band 7+8 sogar noch dahingehend, dass Martin sich (aufgrund der Masse) auf einige ausgewählte Protagonisten beschränkt (nicht ohne natürlich noch wieder neue hinzuzufügen), um uns am Ende der Bände auf Folgebände zu vertrösten, in denen diejenigen Charaktere an die Reihe kommen, die er ausgespart hat. Was aber auch heißt, dass die in 7+8 abgehandelten erst wieder in x Jahren in Band 11+12 drankommen ... (?)

Auch entwickelt sich das, von dem ich glaube, was einmal den ursprünglichen roten Faden der Geschichte bilden sollte (die große Gefahr aus dem Norden, bei deren Bekämpfung, so mutmaße ich, die Drachenkönigin eine bedeutende Rolle spielen wird) unglaublich langsam, was kein Wunder ist, wenn Martin inzwischen all die Scharmützel seiner unzähligen Darsteller beschreiben muss.

Jetzt mag man sich natürlich fragen, warum ich Dussel dann überhaupt alle Bände gelesen und auch noch 4 Sterne vergeben habe. Bei aller Kritik: Martins Erzählweise ist unglaublich dicht, seine Charaktere sind so ungemein bildhaft beschrieben und die Handlung mit all ihren Wendungen ist dermaßen fesselnd, dass ich fast so etwas wie ein Suchtverhalten beim Lesen entwickelt habe (und ohne meine Kritikpunkte vermutlich sogar 5 Sterne verteilt hätte).

Insofern weiß ich also auch jetzt schon, wer bei seinem Buchhändler anstehen wird, wenn dann endlich die nächsten Bände erhältlich sind ...
55 Kommentare|115 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Juni 2012
Nur scheinbar beruhigt sich die Lage in Kings Landing/ Königsmund, in dem ein großer Teil des Buches angesiedelt ist - allerdings ist es nur ein Atemholen vor dem Sturm. Der Kindkönig Tommen ist beliebt - als Roberts Sohn. Cersei, seine Mutter und Regentin ist es nicht. Der Tod ihres Vaters ist für sie zunächst wie eine Befreiung von der drohenden Verpflichtung einer neuen Ehe. Endlich hat sie die Macht und will sie auch behalten. Ihr Vater war verschiedene Bündnisse eingegangen, die Tommens Herrschaft absichern sollten. Cerseis Ehrgeiz und Eigennutz lassen sie aber nach und nach zerbrechen. Ohne eine fähige Hand" droht ihr die Kontrolle zu entgleiten. Sie entzweit sich mit ihrer Familie. Nach der Hochzeit von Tommen, mit der älteren Margaery Tyrell drehen sich ihre Gedanken nur noch um die Frage, wie sie der künftigen Königin eine Falle stellen kann, um deren Regentschaft zu verhindern. Dabei verlässt sie sich auf denkbar ungeeignete Verbündete.

Im Süden des Königreiches organisieren sich die Machtverhältnisse neu. Als Verbündete der Lannisters und mit hochrangigen Geiseln, die die Bluthochzeit überlebt haben, sind die Freys zwar denkbar unbeliebt aber mächtig und sicher. Jaime beginnt, sich mit dem Verlust seiner Hand einzurichten und versucht Tommens Krone zu sichern, aber nicht in Königsmund. Brienne reist auf der Suche nach Sansa immer noch durch ein kriegsversehrtes leidendes Land, das abseits der Burgen und Städte von Geächteten regiert wird und begegnet ihrem Schicksal. Jon muss den Kampf an der Mauer auf eine Weise fortsetzen, mit der er nie gerechnet hat. Unter ihrem neuen Lord setzen sich die Eisenmänner gefährliche Ziele.

Durch neue Protagonisten und Handlungsstränge wird die Geschichte zwar aufgebläht, aber der Leser wird von Martins Bildgewalt doch weiter in seinen Bann gezogen. Der Leser hat nie das Gefühl, das dem Autor die Geschichte zu entgleiten droht. Bei dem Umfang bleibt die Chronologie der Ereignisse aber etwas auf der Strecke. Das ist aber bei einem solchen Werk unvermeidbar. Weiterlesen!

Ein Hinweis für alle, die sich die Bücher in längeren Abständen gekauft haben oder jetzt Bücher nachkaufen wollen: Bei der Neuausgabe der Serie hat der Verlag die Übersetzung intensiv überarbeitet. Dabei sind nicht nur Personennamen eingedeutscht" worden, sondern vor allem auch Ortsbezeichnungen. Das macht das Lesen nicht leichter. Wer neu anfängt, sollte im Sinne der Konstanz die Neuausgabe wählen. Alle anderen müssen sich wohl oder übel umstellen. So ganz nachvollziehbar ist für mich die Entscheidung des Verlages nicht, mitten im Rennen die Pferde zu wechseln. Erkennbar sind die verschiedenen Ausgaben am Cover.
0Kommentar|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Juli 2008
Ich sag jetzt hier nichts zur Story (denn die wurde schon ausführlich genug beschrieben), sondern zur Serie allgemein:
Auch wenn das schon viele geschrieben haben: Das Lied von Eis und Feuer ist genial!

Es gibt viele Meinungen darüber und es wurde schon viel darüber geschrieben. Ich werde hier mal meinen Standpunkt zu diversen Meinungen sagen:

"Es sind sooo viele Charaktere und der Hintergrund ist viel zu viel!"

Gerade das macht die Bücher doch so gut! Durch die liebevolle Beschreibung der Charaktere kann man sich mit ihnen wunderbar identifizieren. Martin gibt der ganzen Geschichte durch seine komplexen Protagonisten und Hintergrundhandlungen etwas Einzigartiges und bereitet einen kolossalen Showdown vor. Man kann sehen, dass er sich Mühe gibt dem ganzen einen großen Zusammenhang zu geben (im Gegensatz zu anderer Fantasy die einfach von Buch zu Buch geschrieben wird).
Es ist klar, dass das alles ein bisschen komplizierter macht. Das Lied von Eis und Feuer ist keine Lektüre zum so dahin lesen, sondern durchaus anspruchsvoll. Darüber sollte man sich im Klaren sein!

"Band 7 und 8 sind nicht so gut!"

Es ist traurig aber wahr, dass Band 7 und 8 nicht ganz mithalten können. Das die Story vom Verlag nochmals geteilt wurde ist echt eine Frechheit! Band 7 und 8 sind deshalb nicht so gut, weil die ganzen spannenden Charaktere erst in Band 9 und 10 wieder kommen. Ich freu mich also auf die gleich doppelt!

"Die originalen Bände sind besser!"

Stimmt! Ich hab beide im Vergleich gelesen. Wenn wer der englischen Sprache ein bisschen mächtig ist, sollte er sich die Englischen/Amerikanischen Bücher kaufen! Erstens sind sie billiger (billiger und zwei deutsche Bände in einem Englischen), zweitens muss man nicht so lange warten und drittens geht bei der Übersetzung ins Deutsche (nichts gegen den Übersetzter) immer etwas verloren!

"Schreib schneller Martin, ich will nicht so lange warten!"

Nein! Bloß nicht! Lass dir Zeit Martin, damit wir weiter die gewohnte Qualität deiner Werke bewundern können. Außerdem ist die Vorfreude doch das Beste. Es gibt doch nichts schöneres, als vor der Erscheinung eines neuen Bandes die Alten noch mal zu lesen (dann kommt man auch besser mit!).

"Es ist total langatmig!"

Also wer Das Lied von Eis und Feuer langatmig findet liest sonst nur - keine Ahnung - Groschenromane??? Wie ich schon sagte, es ist keine einfache Lektüre - aber langatmig??? Wenn ihr was einfaches sucht, dann kauft euch ne Witzesammlung! Der siebte und achte Band sind vielleicht im Vergleich zu den anderen nicht ganz so kurzweilig, verdient aber trotzdem Höchstpunktzahl.

"Die Covers sind scheiße!"

Stimmt! Aber das ist die Schuld des Verlages und hat nichts mit dem Buch zu tun, wie Luna eine andere Rezession mal treffend kommentiert hat:
"Wenn eine Story gut ist, dann würde ich sie auch eingewickelt in versifftes Packpapier verschlingen, zerfetzt und zerissen, hauptsache lesbar! Du kannst doch eine Geschichte nicht abwerten, weil dir der Klimbim nicht passt, den irgendwelche dummen, ignoranten Verleger drumherum gebaut haben?! Es geht um die Geschichte! Nicht um die Aufmachung!"
Die meisten Cover sind im Deutschen doch schlecht (siehe Goldmann; Blanvalet; Bastei Lübbe usw.). Ausnahmen bilden z.B. Die Terry Prachet Bücher.

" ********** und ********* sind besser!"

Man kann das Lied von Eis und Feuer nicht mit normaler Fantasy vergleichen. Es ist einfach in dieser Form etwas noch nie da Gewesenes und Geniales. Es hat mit der normalen 0-8-15 Fantasy einiger Autoren einfach nichts gemeinsam. Während man bei solchen Büchern nach 20 Seiten weiß wie es ausgeht, überrascht Martin mit Wendungen und unvorhergesehenen Ereignissen (in welchen Buch sterben denn schon mal einfach einige Hauptpersonen?). Das macht das Buch abwechslungsreich und spannend!
Auch ein fetter Pluspunkt: Martin verzichtet auf Orks, Zwerge, Elfen und diverse Wesen die aussehen wie Orks, Elfen und Zwerge, jedoch irgendwelche Pseudo-Namen tragen (und die gehen einem doch mittlerweile gehörig auf den Senkel!).

"Das Lied von Eis und Feuer ist viel zu brutal und pervers!"

Zur Gewalt: Nun, man kann nicht leugnen, dass es wirklich manchmal brutal (und pervers) zugeht. Aber was soll's? Wer hat gesagt, dass es Lektüre für Fünfjährige ist (Und die werden in den Medien und im Internet schlimmer zugemüllt)? Das ganze macht die Bücher authentischer (schließlich ging's in der vergleichbaren Zeit im Mittelalter auch so zu!).
Wenn Eltern ihren Kinder die Bücher kaufen, wurden sie entweder schlecht beraten und sollten den Bücherladen wechseln oder sie sind selber schuld, weil sie zu faul waren bei Amazon die Rezessionen zu lesen.

Also Leute: Kauft euch unbedingt die Bücher, wenn ihr Fantasy mit Zusammenhängen und authentischen Charakteren und Handlungen haben wollt! Es lohnt sich wirklich (auch wenn der Preis ein bisschen happig ist!)

Ein Tipp zum Schluss: Fangt von vorne an mit lesen, in chronologischer Reihenfolge, sonst geht es euch wie den Hanswursten, die mittendrin anfangen, nichts verstehen und dann schlechte Rezensionen abgeben.

Ich vergebe 5 Punkte, weil der siebte und achte Band eigentlich 9 und die anderen 10 Punkte verdient hätten!
1414 Kommentare|124 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. April 2012
Der 8 Band "Die dunkle Königin" ist leider ebenso schwach, wie der vorherige. Die Story wird zwar fortgeführt, aber langsam verliert man als Leser den Überblick.

Martin führt wieder zahlreiche neue Charaktere ein und aufgrund der Wartezeiten, die man als Leser auf den nächsten Band zu überbrücken hat sind einem auch die zahlreichen Nebencharaktere aus den vorherigen Bänden nicht mehr immer geläufig - zumindest geht es mir so.
Zwar ist "Die dunkle Königin" auch auf gewohnt hohem Niveau geschrieben, aber die Story zieht sich immer mehr in die Länge. Lose Enden in der Story schwingen seit längerem unbeachtet in der Luft und die Komplexität der Welt von Westeros führt dazu, dass die Motivation beim Lesen zusehens schwindet. Was ist mit der Mauer? Was mit Daenerys? Was mit Bran und Rickon? Wo versteckt sich Tyrion?

Vielleicht widmet sich Martin diesen Charakteren wieder ausführlich in den nächsten beiden Bänden. Bis diese allerdings erschienen und gelesen sind, hat man schon wieder vergessen, was mit den anderen Charakteren war...
Meines Erachtens wird hier die Story unnötig in die Länge gezogen, um die überaus erfolgreiche Kuh weiter zu melken.

Inhaltlich führt Martin im achten Band der deutschen Reihe die Ereignisse aus dem 7. Band weiter. Cersei spinnt Intrigen in Königsmund, Brienne ist weiter auf der Suche nach Sansa Stark, die wiederum in Hohenehr zuschaut, wie Kleinfinger die Macht zu stabilisieren versucht. Hinzu kommen episodenhaft einzelne Kapitel über Sonnspeer und die Eiseninseln, die zwar nett zu lesen sind, aber auch nicht gerade die Spannung schüren.
Anstatt langatmiger Ausführungen über pubertierende Fantasien junger Damen und der Wollust von Eisenmännern hätte ich mir ein paar wirklich innovative Ideen gewünscht - das hat Martin schon einmal besser gemacht.

Überhaupt ist dieser Band gefühlt mehr mit Sex und schlüpfrigen Fantasien gespickt, als noch seine Vorgänger. Kaum ein Kapitel, das nicht das Thema Nr.1 thematisiert. Meines Erachtens ist das zu viel. Was ehemals für die richtige Würze gesorgt hat, hinterlässt inzwischen einen so faden Nachgeschmack, dass es zusehens unglaubwüdrig wird.

Daher sackt der Band 8 in meiner Bewertung nochmals gegenüber dem Vorgänger etwas ab. Ich lese die Serie nach wie vor gerne und bin gespannt auf die Fortsetzung, hoffe aber, dass Martin langsam wieder die einzelnen Stränge straffer zusammen führt. Vermutlich geht es da nicht nur mir so.
0Kommentar|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Februar 2015
Es passiert einfach nichts mehr. Nur noch unrelevante Nebengeschichten, überflüssige Details und Ausschmückungen. Die Geschichte wird nicht mehr voran getrieben. Die Kapitel beginnen i.d.R. recht langatmig, gegen Ende des Kapitels kommt etwas Spannung auf und man meint, dass der Autor jetzt wieder die Kurve kriegt eine "richtige" Geschichte draus zu machen. Dann beginnt das nächste Kapitel genauso langatmig... Es tauchen viele neue Figuren auf und verschwinden wieder, man verliert den Überblick zu den Figuren und deren Motivation, wenn man nur ein- oder zweimal pro Band etwas von ihnen hört.

In Band 7 und Band 8 kommen viele Firguren aus früheren Bänden nicht mehr vor, werden einfach nicht mehr erwähnt. Am Ende des Bandes der Hinweis, dass in der Zwischenzeit andreswo schon etwas geschieht, momentan aber von diesen "gefühlten" Nebenplätzen berichtet werden muss.Ich vermute, die Verfilmung ist hier etwas näher an der Geschichte, die Staffel 5 soll ja bald auch nach Deutschland kommen.

Ich habe mich mehr und mehr dabei ertappt wie ich Seiten ungelesen überblättere, dass ich mich nicht mehr mit einer gewissen Vorfreude ans lesen mache, dass das lesen dieses Buches an sich eherin "Arbeit" ausartet, in der Hoffnung dass bald wieder etwas geschieht dass diese Saga lesenswert macht. Ich habe beschlossen die Geschichte für mich mit diesem Band abzuschliessen und mich wieder anderen Büchern zu widmen.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Mai 2015
Wie im siebten Band, dreht es sich auch hier 'nur' um einen Teil der Protagonisten, was nicht bedeutet, das wenig passiert ;0)

Das hervorstechendste in diesem Band ist für mich die Entwicklung und damit das Verhalten einiger Charaktere. Dabei fällt mein Blick auf die beiden Zwillinge - Cersei und Jaime.

Jaime, den ich zu Beginn der Serie überhaupt nicht mochte, hat sich durch das, was ihm alles widerfahren ist, so dermaßen verändert, das ich ihn mittlerweile - zu meinem eigenen Erstaunen - richtig vernünftig ... ja fast sympathisch finde. Oder war er eventuell schon vorher so und ich hab es durch meine Vorurteile einfach nicht gesehen?

Cersei hingegen, die mir von Anfang an unsympathisch war, entwickelt sich immer weiter zu ... ich weiß gar kein Wort dafür... wie kann man sich selber nur so überschätzen, so viele Fehler machen und es nicht einmal merken? Größenwahn gepaart mit schlechtem Karma?

Was ich eigentlich damit sagen will:
Die Geschichte überrascht mich immer wieder. So facettenreich in allem. Die Figuren, ihr Verhalten, ihre Gedanken, ihre Planungen - teilweise Jahre bzw. Jahrzehnte im Voraus, die Verwicklungen -absolut fantastisch.

Ich glaube "Gigantisch" das richtige Wort für 'Das Lied von Eis und Feuer'.

Nun freu ich mich auf Band 9 und 10 und damit auf ein Wiedersehen mit Tyrion, Jon, Bran und all den anderen !!!
VG von der Numi
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Mai 2007
Martin hat mit dem 7/8 Buch seiner Reihe "A song of Ice and Fire" die Qualität der vorherigen 6 Bände beibehalten. Es wurden viele der Geschichten der bereits bekannten Charaktere weitererzählt aber auch sehr viele neue eingeführt. Zu viele meinermeinung nach. Aufgrund der vielen Charaktere ist es oft schwehr, der Handlung zu folgen. Desweiterin fehlen alte Charaktere wie Jon Snow, Bran Stark und Draenerys.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass Martins den 4. Band seiner Reihe (auf Englisch) in 2 Teile geteilt hat, da dieser zu lang ausgefallen wäre. Die anderen Charaktere folgen also in Band 9/10.

Trotz dieser Tatsache hat Martin mit diesem Werk einen sehr interressanten Fantasyroman mit Suchtgefahr hervorgebracht.

Auf jeden Fall emfehlenswert!!

Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass der Verlag Blanvalet die Romane sehr sehr schlecht Veröffentlicht hat:

Die englische Originalauflage wurde durch den Verlag geteilt, sodass die Reihe in bisher 8 Teile fällt und nicht wie im englischen in 4. Dies ist für mich schlichtweg Geldschneiderei. Die 745 Seiten des Originals hätten mithilfe kleinerer Schrift und schmalerem Rand locker in einen Band gepasst.

Also meine Emfehlung: jeder, der der Englischen Sprache mächtig ist, sollte lieber das englische Taschenbuch für 7 Euro kaufen und wesentlich bessere Qualtität und Handhabung genießen, statt 2x 13 Euro für 2 klobige Schinken mit schlechter Qualität auszugeben!

mfg clemmi-eh
55 Kommentare|76 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. April 2012
Ja, Teil 7 und Teil 8 von "Das Lied von Eis und Feuer" sind definitiv nicht so gut wie ihre Vorgänger.

Das liegt an
1.) der Handlung: Es gibt nicht viele Überraschungen und entscheidende Ereignisse, vielmehr liegt das Augenmerk auf einer Beschreibung des Zustandes in den Sieben Königslanden. Der Krieg um den Eisernen Thron scheint entschieden, das Land selbst liegt in Trümmern, es gibt zuwenig Ernte für den bevorstehenden Winter, weil überall geplündert und niedergebrannt wurde. Das Volk muß Hunger leiden und es droht eine Revolte, an der sich auch die Kirche zu beteiligen scheint.
Ich finde aber, gerade dieses fantasy-untypische Szenario, das einmal die Auswirkungen eines Krieges (und nicht wie sonst nur die Schlachten) beschreibt, macht das Buch trotzdem interessant. Es gelingt dem Autor hier sehr gut, die düstere und hofflungslose Stimmung einzufangen und an den Leser zu vermitteln.

2.) den Charakteren: Auch wenn ich inzwischen auch Jamie und Brienne richtig liebgewonnen habe, können die beiden Tyrion, Daenerys und Jon Schnee nicht ersetzen. Die Eisenmänner und Samwell Tarly kann ich überhaupt nicht leiden, bleibt also nur Arya, bei der sich aber in Teil 8 auch nicht viel tut.

Nichtsdestotrotz bleibt die Serie für mich ein Meisterwerk, und ich vergebe auch hier bedenkenlos 5 Sterne (Teil 6 hätte ich ja am liebsten 7 gegeben!) - also wieder mal warten auf Teil 9!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. März 2015
Achtung! Spoiler zu den Vorgängern

Auch im deutschen 8. Teil geht es weiter mit den Intrigen in Königsmund, mit der Königinregentin Cersei Lennister und ihrem Sohn Tommen. Aber auch ihr Zwillingsbruder Jamie kommt zum Zug, wie auch Brienne von Tarth und Samwell Tarly.
Arya und Sansa Stark haben eine kurzen Auftritt, doch beide haben ihren alten Namen abgelegt.
Ein kurzer Abstecher nach Dorne hält über Myrcellas Verbleibt auf dem Laufenden.
Kurz wird über Victarion Graufreud und die Entwicklungen bei den Eisenmännern und ihren neuen König, den Bruder von Lord Balon, berichtet.

Ja, wo soll ich da anfangen? Nachdem mich ja der siebte Band nicht so fesseln konnte, hat es mich jetzt wieder richtig gepackt. Am Anfang war es noch ein bisschen mau, aber es gab viele fesselnde Stellen und am Ende einige Überraschungen. George Martin verliert sich auch hier wieder ein bisschen in Ausschweifungen, aber um einiges spannender als im letzten Band.

Brienne ist noch immer auf der Suche nach den Stark Töchtern. Immer wieder kommen ihr Gerüchte zu Ohren und zusammen mit ihrem Knappen Podrick Payn reist sie in die entlegensten Winkel, um ihren Eid zu erfüllen. Nicht nur den Eid gegenüber Catelyn Stark; auch Jamie Lennister hat sie geschworen, die beiden Mädchen zu finden und mit ihrem Leben zu beschützen. Sie macht mich immer ein bisschen traurig, weil sie so ein schweres Schicksal zu tragen hat. Nirgends fühlt sie sich wohl, von keinem wird sie angenommen wie sie ist, weil sie in keine übliche Schublade passt. Ihre Suche - und damit ihre Ehre - ist alles, was noch für sie zählt.

Samwell Tarly ist zusammen mit Maester Aemon, Goldy und dem Baby auf den Weg nach Altsass. Der neue Kommandant der Wache, Lord Jon Schnee hat ihn auf diese Mission geschickt, doch die Reise ist für den blinden Maester eine große Herausforderung. Sam scheints wächst mit seinen Aufgaben und endlich nimmt er auch einmal selbst etwas in die Hand.
Cersei Lennister, was für eine Frau ... einerseits ein bodenlos intrigantes, egoistisches Miststück, andererseits kann sie mir fast schon wieder leid tun :) Endlich hat sie erreicht, was sie immer wollte, sie regiert als Königinregentin über das Reich, denn bis ihr Sohn Tommen alt genug zum regieren ist, werden noch einige Jahre ins Land gehen. Ohne sichere Verbündete hat sie es nicht leicht, ihr intrigantes Netz am Hofe weiterzuspinnen, obwohl sie im Grunde ihres Herzens nur nach Anerkennung sucht.
Durch ihre arrogante, selbstherrliche Art hat sie jetzt sogar Jamie von ihrer Seite vertrieben. Manchmal kommt er mir ein bisschen verloren vor ohne die Liebe seiner Schwester, als wäre sie sein einziger Halt gewesen. Auch den Verlust seiner Schwerthand kann er nur schwer verkraften, aber endlich bekommt wieder ein bisschen Pfeffer und ich bin schon sehr gespannt, wie er sich weiter entwickeln wird.

Ich hatte ja nach dem letzten Teil ein bisschen Angst, dass die Geschichte nachlässt, aber jetzt ist es wieder aufwärts gegangen. Es fasziniert mich ja jedes Mal wieder, mit welcher Detailgenauigkeit und in welchem Umfang George Martin diese Welt kreiert und immer weiter ausbaut. Vor allem die innere Zerrissenheit der Hauptcharaktere wird wieder sehr gut rübergebracht und man lernt sie immer noch besser kennen. Das harte Schicksal folgt ihnen auf Schritt und Tritt und hält einige unerwartete Überraschungen bereit. Die Welt wird immer größer, lebendiger und geheimnisvoller, je mehr man darüber liest und ich freue mich jetzt schon sehr darauf, wie es weiter geht!

© Aleshanee
Weltenwanderer
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. August 2012
Ich habe George R.R. Martins Zyklus, den ich aufgrund der hochgelobten HBO-Serie kennenlernte, zunächst gerne gelesen. Das Buch war äußerst spannend und hatte eine interessante Erzählperspektive, die als "third person limited" bezeichnet wird. Charaktere werden zu "Point of View"-Figuren und die Sicht der Ereignisse wird dann aus ihrer Sicht erzählt, so, wie sie davon Kenntnis erhalten. Dies führt dazu, dass der Leser die Motive der Figuren besser einschätzen kann und somit ist der Haupt-Erfolgsfaktor der Serie, dass sie auf eine eindeutige Schwarz-Weiß-Zeichnung in der Regel verzichtet und vielschichtige, differenzierte Charaktere hervorbringt. Außerdem hat sich der Autor von Ereignissen aus der Geschichte anregen lassen und zwar einen Fantasy-Roman vorgelegt, der sich jedoch auch als historischer Roman im Stile eines Maurice Druon ("Die unseligen Könige) lesen lässt. Hauptfiguren wie Lord Tywin oder seine Tochter Cersei erinnern nicht zufällig an Hauptfiguren aus Maurice Druons großartigem Roman, etwa den französischen König Philip den Schönen und seine Tochter Isabella.

Nur: ich erwarte von einem Autor, dass er den Überblick behält und irgendwann "zur Sache" bzw. "zum Punkt" kommt. Und dies kann ich bei Martin, je länger, je mehr, überhaupt nicht erkennen und dies wird gerade an diesem vierten Band - in Deutsch zweigeteilt - mehr als deutlich. Es werden zahlreiche neue Charaktere eingeführt, ohne dass für den Leser erkennbar bleibt, welchen Sinn diese neuen Figuren für den "Gesamtplot" haben. Oder gibt es eine "never ending story" mit rund 20 deutschen Bänden?

Dies macht es für den Leser schwer, den Überblick zu behalten und die Art des Erzählens wirkt auf die Dauer ermüdend. Glücklicherweise gibt es sowohl in der deutschen wie auch der englischsprachigen Wikipedia ein ausführliches Figurenlexikon zu "A song of Ice and fire", sodass man die Schicksale der einzelnen Figuren auch kurz nachlesen kann.

Insgesamt passiert gerade in dem vorliegenden Band viel zu wenig, insbesondere, wenn man ihn mit dem ereignisreichen Vorgängerband: "A storm of Swords" vergleicht, der die Ereignisse, die in Band 1 um "Die Herren von Winterfell" begonnen hatten, zu einem dramatischen Höhepunkt führt.

Nun aber wird es unübersichtlich, die Handlung zerfasert, manche Ereignisse werden auch ungenügend erklärt, etwa die - etwas plötzlich daherkommende - Entmachtung Cersei Lannisters im drittletzten Kapitel.

Bitte: etwas mehr Straffheit und Zügigkeit in der weiteren Handlung! Dann haben die Folgebände die Chance, an die Qualität der ersten Bände - v.a. Band 1 und Band 3 - heranzureichen. Wenn aber mit neuen unzähligen Nebencharakteren nur Seiten gefüllt werden sollen - und dies ist meine Hauptkritik an Band 4 - ist mir dies deutlich zu wenig.

Fazit: ein durchaus spannendes Buch, welches aber in Band 3 unnötige Längen und m.E. auch "überflüssige" Nebenhandlungen aufweist sowie zu viele Charaktere, die plötzlich zu "Point of View"-Charakteren erhoben werden, was dem Leser auf die Dauer den Überblick raubt. Ich bezweifle - dies muss ich ganz hart feststellen - dass der Autor noch den Überblick über seine Serie hat. Daher ein insgesamt nur zwiespältiges Fazit.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden