Kundenrezensionen


29 Rezensionen
5 Sterne:
 (16)
4 Sterne:
 (3)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (8)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioser Film
Ich habe mir soeben den Film bestellt, weil ich ihn kürzlich gesehen habe und begeistert war und habe nun ganz erstaunt die Ein-Stern Rezensionen gelesen. Es gibt da eine, die ganz frustriert war, dass es sich nicht um einen Endzeitkatastrophenfilm gehandelt hat. Das ist "Take Shelter" nun wirklich nicht und will es auch nicht sein. "Take Shelter" kann man auf...
Vor 3 Monaten von Brot veröffentlicht

versus
3 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nett und es fehlt was
Komischer Film, den zu benennen nach dem Unterschlupf suchen, so heißt ja der Film auf Deutsch übersetzt. Und dass tut er in seinen 2 Stunden Filmlänge. Der 1974 geborene Michael Shannon spielte in dem Film 'Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen' der hier zulange nicht so bekannt ist, ja ein netter Film, ein ausdrucksstarker Schauspieler, der meiner Meinung...
Vor 10 Monaten von Tuvok veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioser Film, 9. Februar 2013
Ich habe mir soeben den Film bestellt, weil ich ihn kürzlich gesehen habe und begeistert war und habe nun ganz erstaunt die Ein-Stern Rezensionen gelesen. Es gibt da eine, die ganz frustriert war, dass es sich nicht um einen Endzeitkatastrophenfilm gehandelt hat. Das ist "Take Shelter" nun wirklich nicht und will es auch nicht sein. "Take Shelter" kann man auf mehreren Ebenen betrachten und am Ende bleibt dem Zuschauer, oder einem Zuschauer wie ich es bin, die Verunsicherung, die die Hauptfigur Curtis beschlichen hat.
Die Reise, die diese Geschichte in die Welt von Curtis nimmt, beginnt in einer absolut gesicherten, ritualisierten, freundschaftlichen kurzum heilen Welt. Curtis einzige "Sorge" ist, dass er seiner taubstummen Tochter eine Operation finanzieren kann, der ihr es ermöglichen würde zu hören.
Der Zuschauer ahnt sofort, dass diesem zerbrechlichen, umschuldigen Idyll (verdichtet und symbolisiert durch die hilfsbedürftige, schutzbedürftige Figur der Tochter) eine Bedrohung entgegengestellt wird. Aber obwohl das gezeichnete Idyll nicht überzeichnet ist wie z. B. in Lynchs Blue Velvet wo die Zäune weißer, das Gras grüner und die Feuerwehrautos roter waren*, war ich trotzdem von der ersten Minute an gespannt welche Herausforderungen Curtis wird meistern müssen.
Welche Dämonen diese Welt bedrohen, enthüllt der Film sehr bald. Sie offenbaren sich in Curtis Träumen und seiner Vergangenheit. Curtis leidet plötzlich unter sehr realen, sehr bedrohlichen, sich in ihren Mustern wiederholenden Alpträumen.
Anders als der ägyptische Pharao hat Curtis aber keinen Joseph, um diese Träume zu deuten; anders als beim Pharao verfolgen ihn diese Träume auch noch körperlich nach dem Erwachen. Er fühlt tagelang noch Schmerzen, er nässt sich ein oder er blutet aus dem Mund. Diese "Übergriffe" aus Curtis Traumwelt auf Curtis reale Welt verdeutlichen noch dahingehend, dass Curtis die Figuren meidet oder abstraft, die ihn in seinen Träumen bedroht haben und vor allem darin, dass er den alten Windschutzbunker auf seinem Grundstück reaktivieren und ausbauen will. Denn die Hauptbedrohung in seinen Träumen ist das Dräuen eines apokalyptischen Sturms mit zahlreichen Windhosen und etlichen Blitzen.
Dieser Bunker, der Zugang zu diesem Bunker, die filmische Einführung dieses Bunkers ist absolut gelungen. Wenn Curtis die verschlossenen, rostigen Stahltüren in Blick fasst, sie registriert, ihre Möglichkeiten stumm wahrnimmt, dann weiß der Zuschauer, dass hier auch, Betonung auf: auch, metaphorisch die Möglichkeiten durchgespielt werden, die, mitten auf Curtis gesundem Grundstück, einen Weg in seine Unterwelt, zu seinen eigenen Dämonen weisen. Und ab dieser Stelle ist dem Film nicht mehr zu trauen. Dafür ein Beispiel: Curtis fährt des Nachts über dunkle Highways. Auf der Rückbank schlafen seine Frau und sein Kind. Curtis fährt durch die Nacht (sic) und registriert am weiten Horizont dichte Wolken und heftige Muster von Blitzen. Curtis nimmt – scheinbar aufs Geratewohl - eine Ausfahrt, einen Exit und fährt rechts ran. Er steigt aus, Mutter und Kind schlafen immer noch im Auto. Er steht draußen und blickt auf eine epische Wolkenwand am Horizont aus der dramatisch, parallel, zeitgleich und in ungeheurer Zahl Blitze zucken. Und Curtis? Er fragt sich die Frage aller Fragen: Sehe nur ich das? Das Bild ist besonders stark, weil diese Gewitterwolken auch, und wieder liegt die Betonung auf: auch, als eine Metapher für das neuronale Feuerwerk in Curtis Geist gelesen werden kann.
Ist Curtis also irrsinnig? Zum Einen: Wer ist das schon bzw. wer ist das nicht? Curtis hat etwas zu verlieren. Curtis hat Angst. Curtis spürt das etwas passieren wird, dass groß genug ist, alles was er liebt und auch hat, zerstören zu können. Aber ob Curtis selbst, oder eine äußere Krise in Gestalt einer neuen Weltwirtschaftskrise, dies ist, bleibt glücklicherweise bis zum Schluss offen.
Das Stichwort dieses Films ist für mich Zerbrechlichkeit. Michael Shanon, der Darsteller von Curtis, wirkt gegenüber seiner Frau und seinem Kind wie ein Hüne, der mächtig genug ist Kind und Frau zu zermalmen, aber auch wuchtig genug, um sie vor einem Sturm – wie auch immer der aussieht – zu beschützen.
Dramaturgisch kann der Film den Zuschauer nicht pausenlos von Ereignis zu Ereignis hetzen. Regisseur Nichols musste eine Balance finden, um Normalität zu beschreiben, die Bedrohung zu entwickeln und was ich als besonders schwer empfinde - die Lesart dieser Bedrohung offen zu lassen. In der ersten Stunde bedient Nichols die Erwartungshaltung derer, die einen Psychoschocker erwarten und konfrontiert die Zuschauer mit wirklich „hässlichen“ Alpträumen, die in ihrer Machart – aber sehr geschickt gemacht – einen Gänsehaut- und Gruseleffekt beim Zuschauer evozieren. Wer nach der ersten Stunde in Curtis Gedankenwelt und in Curtis Welt nicht eingetaucht ist, der wird ihre Zerbrechlichkeit und Gespaltenheit auch in der zweiten Stunde nicht sehen können.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Intensiv gespieltes Psychodrama mit Hang zum Übernatürlichen, 8. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Take Shelter - Ein Sturm zieht auf (DVD)
Inhaltlich möchte ich nicht allzuviel verraten, da schon wenige Details den Genuss des Filmes vermiesen könnten. Grundsätzlich ist aber zu sagen, dass es sich um einen sehr intensiv gespielten Film handelt, dessen Fokus zu jedem Zeitpunkt auf den Hauptfiguren ist und eben nicht auf den auftauchenden Naturkatastrophen. Zwar gibt es einige visuell sehr beeindruckende Momente in dieser Hinsicht, das Schwergewicht liegt allerdings stets auf den handelnden Personen, die durch und durch überzeugend dargestellt werden.

Zusammen mit "Melancholia" und "Another Earth" gehört "Take Shelter" zu den drei sehr ungewöhnlichen Filmen der letzten Zeit, die auf neue Art und Weise Übernatürliches mit sehr intensiven Charakterdramen verbunden haben und dabei sicher nicht jedermanns Geschmack trafen. Man sollte sich bei diesem Film (und den anderen Filmen dieser Art) auf keinen Fall auf einen actionreichen, effektlastigen Katastrophenfilm im Stile von "Twister" oder gar "2012" freuen. Kein Blockbuster, sondern eher ein Film für ruhige, besinnliche Stunden, mit einem Ende, dass es wirklich in sich hat...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überdurchschnittliche Umsetzung, 2. September 2012
Action, die Katastrophe an sich und Mystery-Thriller ist dieser Film nicht und das hatte er wohl auch nicht als Zielsetzung. Wer so einen Film sehen möchte, ist bei diesem Film eher falsch und wird vielleicht enttäuscht sein. Der Film ist eher leise, soll zum Nachdenken anregen und ist gefühlsorientiert. Ich würde den Film eher in das Genre ungewöhnlicher Anspruchsfilm stellen.

Bei diesem Film geht es um einen Menschen mit Vorahnungen, den Umgang der Gesellschaft mit der Übersinnlichkeit und die Auseinandersetzung des betroffenen Menschen selbst damit, um seine Selbstzweifel, Unsicherheit, seine Hilflosigkeit und sein Erwachen in die Übersinnlichkeit hinein. Hier waren nicht die Bilder wichtig, sondern das Thema Vorahnung an sich. Es gibt Träume, und es gibt Visionen - wodurch unterschieden diese sich? Wie tief berühren Visionen? Wie weit verändern sie den Betroffenen und seine Umwelt? Wo liegen die Grenzen zwischen psychischer Erkrankung und übersinnlicher Fähigkeit? Welche Entscheidungungen müssen getroffen werden? Viele, viele Fragen zu einem Thema, das heute noch gesellschaftlich tabuisiert wird, aber dennoch ein Teil des Menschen und damit unserer Welt ist. Der Film beschäftigt sich damit, was ihn so ungewöhnlich macht.

Das Tiere dieses Phänomen leben und danach instinktiv handeln, das ist heute bewiesen. Doch der Mensch, er soll so sehr anders sein? Gerade auch in der Aura der schrecklichen Tsunamis der letzten Jahre hat sich gezeigt, dass es hier Fähigkeiten des Menschen gibt, die wir zwar nicht verstehen, aber sie dennoch ihren Platz fordern und nützlich sein können. Geht man tatsächlich davon aus, dass es funktioniert, dann wären die Auswirkungen für unser komplettes Weltbild enorm. Doch gerade auch im Schatten von Quantenphysik und CERN-Forschung beginnt die Wissenschaft inzwischen umzudenken.

Der Film ist einwandfrei recherchiert und das Phänomen gut und nicht überzogen dargstellt. Wunderbar auch die kleinen Hinweise aus der Umwelt, welche die meisten Menschen kaum mehr wahrnehmen können und wollen. Oftmals sind es winzige Reize aus der Umwelt, die Visionen auslösen können. Schön auch die dargestellten Reaktionen der Menschen auf dieses Phänomen. Mir hat der Film sehr gut gefallen, auch wenn ihn sicher nicht jeder Zuschauer gleich weitreichend verstehen wird und verstehen möchte. Wie auch im Film dargestellt, so gibt es Zuschauer, die eben selbst geöffnet sind, einen Zugang zu finden, andere widerum verstehen ihn einfach nicht oder möchten sich mit dem Thema nicht auseinandersetzen. Daher ist dieser Film sicher nur sehr subjektiv zu bewertbar.

Die Blu-Ray ist bildtechnisch scharf und kontrastreich. Der Sound ist gut. Die Ausstattung eher leider etwas dünn.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Irritierend und faszinierend!, 24. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Take Shelter - Ein Sturm zieht auf (DVD)
(Achtung: Enthält Spoiler)

Genau wie die generelle Subjektivität bei der emotionalen Wahrnehmung eines Films ist auch jenes Gefühl so gnadenlos unberechenbar, welches ausgelöst wird, wenn ein Film den Zuschauer vor den Kopf stößt. Entweder ist man in einer begeisterten Form ratlos und nimmt selbige Verfasstheit möglicherweise zum Anlass, einer Ergründung des vom Film gestellten Rätsels nachzugehen oder aber man schüttelt nur enerviert den Kopf und verlässt fluchtartig das Kino, möge das Gesehene handwerklich auch noch so grandios gewesen sein.
"Take Shelter" war nun eines dieser seltenen Kinoereignisse, bei dem ich mich praktisch zwischen beiden Stühlen wiederfand. Darstellerisch atemberaubend und formal teilweise brilliant, wusste ich mit dem gänzlich irritierenden Ende beim besten Willen einfach kaum etwas anzufangen und erlangte auch bei allerlei Interpretationsversuchen in dieser Sache keine Zufriedenheit.

Mit einigem zeitlichen Abstand nun ist allerdings die tendenziell eher enttäuschte Stimmung doch wieder einer starken Faszination gewichen, welche wohl demnächst einen Kauf der DVD, mindestens aber ein weiteres Anschauen nach sich ziehen wird.

Zu sensationell ist einfach das Spiel von Michael Shannon, welcher für mich bis zu diesem Zeitpunkt (Mai) die bei weitem beste männliche Schauspielleistung des Jahres 2012 erbracht hat, zu dicht und einnehmend die Atmosphäre, zu großartig der Score von David Wingo - ebenso die für mich bisher beste Komponistenleistung des Jahres - , zu genial der hintersinnige Schnitt, zu treffsicher und doppelbödig Jeff Nicols von zahlreichen Stilbrüchen und -spagaten geprägte Regie und ... ja, auch zu anregend ist die inhaltliche Themen- und Ideenvielfalt des Films, als dass man "Take Shelter" ernsthaft widerstehen könnte.

So ist die Paranoia von Curtis möglicherweise als Symbol für die gleichartige Gegenwartsfurcht des (vor allem "einfachen") amerikanischen Volkes vor einer sich abzeichnenden Katastrophe, einem kommenden Sturm zu verstehen. Seine plötzlichen daraus resultierenden Selbstschutzmaßnahmen inklusive der Aushebung des Schutzbunkers würde dementsprechend die (soziologische? kosmopolitische?) Selbstisolierung Amerikas symbolisieren und die schlussendliche Auflösung gegen Ende des Films die absurde Irrationalität dieses Unterfangens. Doch dann schließt sich wie erwähnt an die (scheinbare) Auflösung noch einmal ein irritierender inhaltlicher Salto an, der diese Deutung theoretisch gänzlich ad absurdum führt. Oder eben doch nicht?
Schlägt sich Nicols - was reichlich unwahrscheinlich anmutet - auf die Seite dieses selbstzerstörerischen Prozesses (-> Curtis) und verurteilt die Gegenmaßnahmen dazu (-> Zweifel und Ablehnung von seiner Frau und ebenso seines (auch gesellschaftlichen) Umfeldes)? Oder hat der Prozess selbst auf Umwegen hinein in die Katastrophe geführt?

Letzteres wäre wohl eher Nicols Intention zuschreibbar: Amerika (oder das amerikanische Volk) auf dem Weg zur Selbstdestruktion aufgrund einer irrationalen Paranoia und seinen darausfolgenden (Re-)Aktionen.
Das ist ja nun beileibe keine neue Idee, doch immer wieder interessant. Und wenn es auf filmisch so formidable Art und Weise geschieht, sowieso!

-> 9/10 Punkte
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Paranoia oder Apokalypse ?, 2. September 2012
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Take Shelter - Ein Sturm zieht auf (DVD)
In Elyria, Ohio war mal alles in Ordnung. Zumindest für den Familienvater Curtis LaForche (Michael Shannon) und für seine Frau Samantha (Jessica Chastain), denn immerhin gibts inzwischen finanzielle Möglichkeiten der 6jährigen gehörlosen Tochter Hannah (Tova Stewart) eine Operation zu bezahlen, die die Heilung bedeuten könnte.
Ein Hund komplettiert die zufriedene amerikanische Familie. Curtis ist Vorarbeiter einer Firma zur Sandgewinnung und Samantha fertigt selbst Texilien an, die sie auf lokalen Märkten verkaufen kann.
Doch ein Sturm zieht auf - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Blätter rauschen in einem wild aufbrausenden Wind, Wolken türmen sich bombastisch auf. Der Himmel hängt tief und droht mit seltsamen Farben, das schwarzblau, rosa und lila Wechselspiel sorgt für Weltuntergangsstimmung. Als dann noch schmutzig-gelber Regen zäh wie frisches Motoröl auf die ausgestreckte Hand von Curtis tropt, wacht der Mann schweißgebadet auf von seinem Alptraum, der immer wiederkehrt und ihn immer öfters begleiten werden. Die Visionen werden schlimmer: Tote Vögel fallen aus riesigen aufgeschreckten Schwärmen vom Himmel. Immer versucht Curtis, seine Tochter zu retten. Und dann verwandelt sich die Menschen in seiner Umgebung, sogar Vertrauten und Freunde greifen ihn an. Er wird im Traum von seinem Hund gebissen, die Stelle schmerzt noch lange in den Wachzustand hinein.
Was ist los ? Sieht Curtis in die Zukunft. Immerhin fußt seine Vision auf einen realen Kern: Die Wirbelstürme im Inneren der USA werden durch den Klimawandel tatsächlich unberechenbarer und gefährlicher, und viele Menschen. Aber es gibt weit mehr Anhaltspunkte, dass Curtis schwer krank ist. Curtis verliert möglicherweise den Verstand. Der Verdacht liegt tatsächlich nahe; seine Mutter wurde vor langer Zeit in die Psychiatrie eingewiesen, leidet auch Curtis unter psychotischer Schizophrenie ?
"Take Shelter" von Jeff Nichols ist ein sehr interessanter Film, der durch das sehr gute Spiel seiner Darsteller lebt, aber auch durch den Reiz, dass bis zuletzt alles im Unklaren bleibt. Ein spannungsgeladenes Abwägen zwischen Verstand und Gefühl, ein Abwägen von Wahrscheinlichkeit. Ist es möglich die Zukunft vorauszuahnen ? Kommt sie in unseren Träumen vor ? Oder aber spielt die Krankheit solche bösen Streiche ?
Der Film wirkt immer bodenständig und zeigt einerseits idyllische Bilder vom einfachen Leben auf dem Land, andererseits ist diese Existenz dort eventuell in großer Gefahr. Und selbst wenn es sich lediglich um eine imaginäre Angst handelt, die im Kopf des Menschen steckt.
Eine Mischung aus Psychodrama und subtilem Horrorfilm, der die Wucht lediglich erahnen lässt. Noch ist alles in Ordnung in diesem Hochsommer auf dem flachen Land, Adam Stone ist der Kameramann dieser Bilder.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen es ist ein Sturm, ein Sturm sonst nichts, 22. März 2013
Curtis führt ein ganz normales einfaches und scheinbar glückliches Leben in einer amerikanischen Kleinstadt mit seiner Frau
und seiner gehörlosen Tochter, wären da nicht seine Alpträume, die er als unheilverhersagende Prophezeiungen deutet.

Seine daraus resultierenden Handlungen verstören nicht nur seine Familienangehörige und Arbeitskollegen, sondern wohl auch
ihn selbst, da er versucht sein Verhalten und seine Alpträume bei einem psychiatrischen Therapeuten zu ergründen.

Wer hier ein Psychothriller oder Katastrophenthriller erwartet, ist bei bei diesem einfühlsamen Drama zwischen Wahn, Vision und
Wirklichkeit sicherlich falsch aufgehoben. Allein die hervorragende schauspielerische Leistung von Michael Shannon, als manisch
getriebenen Familienvater, ist das Sehen dieses Filmes wert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen aufjedenfall mehrmals sehen..., 10. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Take Shelter - Ein Sturm zieht auf (DVD)
Diesen Film nach dem ersten mal sehen zu bewerten finde ich persönlich absolut unmöglich. Er ist sehr gut gelungen, die Schauspieler machen allesamt in Ihrer Rolle das geschehen sehr glaubhaft. Ich mochte Ihn nicht beim ersten mal sehen aber bei dem zweiten mal hat er mich überzeugt. Jedes mal fallen einem neue Sachen und Kanten auf, die es erst interessant machen, sich mit diesem Film zu beschäftiegen.....
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein kleines filmisches juwel., 26. August 2012
Von 
Frank Linden (troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Take Shelter - Ein Sturm zieht auf (DVD)
curtis lebt ein normales und zufriedenstellendes leben.
er hat eine taubstumme tochter, eine hübsche frau, freunde und einen sicheren beruf.
eines tages jedoch beginnen ihn albträume zu plagen.
er sieht gewitter, unwetter und stürme wo gar keine sind.
auch gesichtslose gestalten die seine tochter greifen wollen tauschen von zeit zu zeit auf.
diese albträume steigern sich von mal zu mal.
eines tages beschliesst er den tornadobunker im garten auszubauen was sein leben, familiär und beruflich, auf den kopf stellt.
da seine mutter auch schon visionen hatte stellt sich für ihn die frage ob das gesehene real oder schizophren ist.

die darsteller, u.a. michael shannon und jessica chastain, agieren auf hohem niveau.
die dialoge sind stimmig.
die story entwickelt sich langsam, aber gewaltig. vom landidyll zum paranoiden albtraum.
der soundtrack ist passend.

in ruhigen und beunruhigenden bildern wird der geistige verfall eines mannes gezeigt der langsam nicht mehr zwischen realität und wirklichkeit unterscheiden kann.
defintiv kein leichter film für zwischendurch, aber allemal ansehlich wenn man kein effektfeuerwerk oder ähnliches erwartet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Misstrauische Blicke gen Himmel., 9. Mai 2013
Curtis ist treusorgender Familienvater mit solidem Job. Er, seine Frau und seine kleine, taubstumme Tochter leben irgendwo in der Beschaulichkeit einer amerikanischen Kleinstadt. Die Dinge laufen gut, bis Curtis eigenartige, sehr intensive Alpträume heimsuchen. Schweißgebadet erwacht er aus Visionen, die einen apokalyptischen Sturm am Himmel entstehen lassen und seine Familie bedrohen.

Daraufhin wird sein Verhalten zunehmend seltsamer. Er nimmt einen Kredit auf, um den alten Sturmbunker im Garten auszubauen. Seine Mitmenschen, allen voran seine Frau, sehen ratlos zu. Geht es Curtis wie einst seiner Mutter, die im selben Alter an paranoider Schizophrenie erkrankte? Oder handelt es sich um eine reale Bedrohung?

Puh. Was für ein Film!

Also gut. An sich passiert nicht viel nach außen hin. Doch alles, was sich im Kopf des Hauptdarstellers abspielt, erfährt der Zuschauer dank der meisterhaften schauspielerischen Leistung und der gekonnt subtilen in Szene Setzung ebenso eindringlich im Kinosessel. Besonders die Alptraumsequenzen brillieren durch raffinierte, nahezu erdrückende Darstellungen ohne jegliche Effekthascherei und Überzeichnung. Ich habe mich während des gesamten Films beunruhigt und gefesselt zugleich gefühlt. Die Behinderung der Tochter und die zunehmenden Schwierigkeiten des Vaters geben dem Film außerdem Anlass für eine leise Kritik am amerikanischen Gesundheitssystem.

Wer einen Wohlfühlfilm sehen möchte oder Lust auf durchschnittlich bekannte Kinounterhaltung hat, der ist mit Take Shelter" in dem Moment schlecht beraten. Wem jedoch der Sinn nach einem eindrucksvollen, authentischen Psychodrama steht, das lange nachwirkt, der ist hier genau an den richtigen Film geraten.

Am Ende überkam mich ein mulmiges Gefühl beim Gedanken, das Kino zu verlassen. Ich fragte mich, ob uns ein strahlender Frühlingshimmel oder ein dunkles, blitzdurchdrungenes Wolkenaufbäumen erwartet, sobald wir das schützende Kino verlassen...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Großer Film!!!!, 22. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Take Shelter - Ein Sturm zieht auf (DVD)
Obwohl in diesem Film, was Action angeht, nicht viel passiert, so ist er doch von der ersten bis zur letzten Minute hochspannend. Eine Mischung aus Drama und Mysteriethriller mit hervorragenden Schauspielern. Fazit: Für Leute die intelligente Filme mit hintergründiger Spannung lieben. Wer bei Filmen, wie denen von Michael Bay, Hochgefühle bekommt und diese als Meilensteine der Filmkunst betrachtet, ist mit diesem Film falsch bedient.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Take Shelter - Ein Sturm zieht auf
Take Shelter - Ein Sturm zieht auf von Jeff Nichols (DVD - 2012)
EUR 10,75
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen