|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
31 Rezensionen
|
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
|
|
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
|
|
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
"Mein einziges Talent besteht darin, nicht die Augen zu schließen.",
Von
Rezension bezieht sich auf: My Week With Marilyn (DVD)
Genau das ist der Punkt, der den unbekannten 3. Regieassistenten Colin Clark(Eddie Redmayne), für die gefeierte Schauspielerin Marylin Monroe(Michelle Williams) so interessant macht. Colin ist dem Sexappeal der gefeierten Filmheldin genau so hoffnungslos verfallen, wie der Rest der männlichen Bevölkerung im Jahr 1956. Aber er sieht auch den Menschen hinter der Traumfrau. Und dieser Mensch scheint dringend Hilfe zu benötigen...Die Monroe kommt nach England, um zusammen mit Laurence Olivier(Kenneth Brannagh) den Film -Der Prinz und die Tänzerin- zu drehen. Olivier erwartet sich viel von der wunderschönen Monroe. Er will diesen Film unbedingt. Während Olivier auf Marylin wartet, bewirbt sich der junge Colin Clark hartnäckig um einen Job in der Produkitonsebene des Films. Mit Glück und Klasse ergattert er sich den Posten des 3.Regieassistenten. Als die Monroe, zusammen mit ihrem Ehemann Arthur Miller, am Set erscheint, überstrahlt sie zunächst alles. Aber nach und nach muss Olivier erkennen, dass er aufs falsche Pferd gesetzt hat. Marylin kommt zu spät, vergisst ihren Text, macht keinen Schritt ohne ihre Beraterin Paula Strassberg(Zoe Wanamaker) und gibt sich Tabletten und Alkohol hin. Während die Filmcrew fasst durchdreht, ist es ausgerechnet Colin, der Zugang zu Marylin findet. Er erkennt, wie wenig Selbstvertrauen und wie viel Angst in dem weltberühmten Filmstar steckt. Ob Marylin den Film mit Olivier zu Ende bringen kann, steht in den Sternen... Zunächst einmal ist -My week with Marylin- kameratechnisch hervorragend gefilmt worden. Die Besetzungsliste ist ganz großes Kino. Michelle Williams, Judy Dench, Emma Watson und Eddie Redmayne überzeugen voll und ganz in ihren Rollen. Überstrahlt werden sie jedoch von Kenneth Brannagh, der Laurence Olivier unglaublich reales Leben einhaucht. Ob die Woche mit Marylin, die Colin Clark aus seiner Erinnerung zusammengesetzt hat, in Wirklichkeit so verlaufen ist, scheint fragwürdig. Aber darauf kommt es bei dem Film, so glaube ich jedenfalls, nicht an. Die Leiden und Schwächen der echten Marylin sind in Simon Curtis Film eher Beiwerk als Hauptaugenmerk. Wie Michelle Williams die Gesten und Bewegungsabläufe von Marylin Monroe "auf Tasche" hat, ist beeindruckend. Das gleicht das kleine Manko, dass sie Marylin nicht wirklich ähnlich sieht(jedenfalls meiner Meinung nach) wieder aus. -My week with Marylin- ist ein gut gemachter Film über Dreharbeiten an einem Film aus dem Jahr 1956. Wer sich dafür interessiert und auch ein wenig von "der Monroe" erfahren möchte, dem kann ich den Film empfehlen. Wer allerdings wirklich wissen will, wer Marylin war und wie ihr Leben so schicksalhaft dramatisch verlief, dem empfehle ich dann doch lieber einen Blick in die zahlreichen Biografien über die blonde Schönheit. Ich persönlich empfehle da Norman Mailers -Marylin- obwohl auch dieses Buch keinen Anspruch auf absolute Realitätsnähe hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
...............zeitreise,
Von J. Fromholzer "fromholzer" (berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: My Week With Marilyn (DVD)
Ein ruhiger, entspannter, altmodischer Film, der einem alles drumherum vergessen läßt. Die Dreharbeiten zu Laurence Oliviers Film "Der Prinz und die Tänzerin" 1956, das Aufeinanderprallen zweier Welten (ECHTER Schauspieler und Filmstar), und eine kleine Fast-Liebesgeschichte, die der damals 23-jährige Colin Clark mit Marilyn Monroe erlebte.Sensationell in diesem Film ist KENNETH BRANAGH, der den launischen, jedoch disziplinierten Laurence Olivier verkörpert, man hat den Eindruck, dass Branagh der echte Olivier ist, echter als Olivier selbst. Eine Kuriosität am Rande: Olivier hatte eine eigene Zigarettenmarke und die Gewerkschaft der Setarbeiter schickanierte die Schauspieler. Von solchen Kleinigkeiten lebt dieser Film. Eine Zeitreise. Michelle Williams als faszinierende Marilyn mit eigener Note - sie muss nicht so gewesen sein, da die Darstellung perfekt ist. Wenn der Zuschauer das Kino verläßt, die Fassungslosikeit darüber, dass die Welt draußen nicht das Jahr 1956 ist. So muss Kino sein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
My Week With Marilyn,
Rezension bezieht sich auf: My Week With Marilyn (DVD)
Ist aus darstellerischen Sicht großartig! Aus der Erzählerischen perspektive hätte es etwas besser sein können! Aber durch die fantastische Darstellung von Michelle Williams hat der Film einen gewissen Charme! Und noch etwas macht diesen Film besonders, und zwar das er in der Originalfassung zu sehen ist! Und nicht synchronisiert wurde so kommen die Leisen zwischen töne viel besser zu Geltung. Und der Film wirkt authentisch. Das war für mich die beste Marilyn Monroe Darstellung, die ich je gesehen habe!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Michelle Williams bringt einem Marilyn Monroe ganz nahe!,
Von CS Movieman (Frankfurt (Oder)) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: My Week With Marilyn (DVD)
Ich selbst habe zwar einiges über Marilyn Monroe gelesen und gehört (wer nicht?!), jedoch nie einen Film mit ihr gesehen. Das höchste der Gefühle waren da Ausschnitte in Fernsehberichten. Allerdings kann man sich, so glaube ich, durch die überragende Darstellung, die Michelle Williams abliefert, ein sehr gutes Bild von der Hollywood-Legende machen. Michelle Williams prägt einmal mehr einen Film durch ihre wurderbare schauspielerische Arbeit, diesen jedoch ganz besonders. Ich liebe Meryl Streep, muss aber, nachdem ich diesen Film gesehen habe, sagen, dass auch Michelle den Oscar absolut verdient hätte.Besonders interessant sind natürlich Szenen, in denen man Einblicke in die Exzentrik und offenkundig seelischen Störungen Monroes bekommt. Bei den Szenen, in denen man Marylin beim Filmdreh zeigt kommt man sich vor, wie ein Praktikant, der beim Dreh dabei ist und alles beobachten kann. Auch Kenneth Branagh liefert eine mehr als erwähnenswerte Leistung ab. Nebenbei hat's mich auch gefreut, Emma Watson mal in einer anderen Rolle zu sehen. Ich dachte erstmal, bevor ich mich entschied, den Film zu sehen: 'Was?! Nur eine Woche kriegt man zu sehen. Man sieht nicht Monroes Aufstieg in Hollywood, erfährt nix über ihre diversen Ehen und ihr Tod wird auch nicht zelebriert...?' Ist auch so - dennoch man erfährt in diesem Film wohl nahezu alles, was man über Marilyn wissen "muss", um zumindest zu verstehen, wie gewesen sein muss und wie die Welt sie wahrnahm. "My Week with Marilyn" ist ein liebevoll umgesetzter mitunter angenehm ruhiger aber keineswegs langweiliger Film, der gefühlvoll ein Portrait der Monroe zeigt und dem Zuschauer einen interessanten Einblick hinter die Kulissen des Filmdrehens seinerzeit beschert - und der auch schlichtweg Spaß macht. Michelle Williams ist wohl unstreitig die perfekte Besetzung für die Hauptrolle, doch ist der Film auch bis in die Nebenrollen hinein top besetzt. Ein Film mit schauspielerischen Glanzleistungen. Besser kann man einen Film dieser Art wohl nicht realisieren. Ich hab mich hinterher mehr für Marilyn Monroe interessiert und erstmal den Wikipedia-Artikel über sie durchgelesen. ^^ Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Sehr schön!,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: My Week With Marilyn (DVD)
Ein kleiner feiner unaufgeregter und leiser Film über eine große Frau. Ob er ihr gerecht wird, kann ich nicht sagen, da ich mich zu wenig in ihrer Biographie auskenne aber er macht jedenfalls den Eindruck. Die Rollen sind bis ins Detail recht hochgradig besetzt, Sir Branagh ist so gut wie immer und mit Judi Dench kann ja ohnehin nichts schiefgehen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
... "solange man sich an Filme erinnert" ...,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: My Week With Marilyn (DVD)
Michelle Williams & Sir Kenneth Branagh verkörpern ausgezeichnet die kapriziöse Marilyn Monroe und den charismatischen Sir Laurence "Larry" Olivier.Der geneigte Zuschauer taucht mit in die frühen 50ger Jahre ein, wo die englische Filmindustrie, die noch etwas in den Kinderschuhen steckt, auf den fleischgewordenen "Männertraum" Marilyn Monroe aus Hollywood, trifft. Colin Clarks stetige Vermittlungsversuche zwischen Marilyn und Larry sind nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Seine liebenswürdige und verständnisvolle Art allen Mitwirkenden, besonders Marilyn gegenüber, wird geschätzt. Marilyn und Colin freunden sich schnell an. Er entdeckt hinter der schillernden Hollywood-Fassade eine sehr sensible und angsterfüllte Künstler-Seele. Er verliebt sich unsterblich in Marilyn, gleichzeitig aber auch in Lucy. Colin wird gefühlsmäßig hin und her geworfen. Sir Larry tobt bereits, seit Marilyns Anreise, innerlich vor Eifersucht. Sein 3. Regie-Assistent Colin kommt ihm bei Marilyn zuvor. Das steigert zusätzlich seine Angst, seinen bereits erhabenen Status zu verlieren. Besonders bemerkenswert sind die Szenen, in welcher Sir "Larry" seinen angestauten Frust, weil Marilyn nicht so zur Disziplin neigt, wie er das gewöhnt ist, freien Lauf lässt. Meine Lieblingsszene ist die "Lese-Probe", in der Sir Laurence Olivier mit wundervollem osteuropäischen Akzent "den schlafenden Prinzen" spricht. Eddie Redmayne spielt den Part von Colin Clark erst mit Zurückhaltung, dann aber äußerst souverän. Judy Dench (Dame Sybil) und Emma Watson (Lucy) verdienen für Ihre Leistung ebenfalls ein großes Lob. Die Verknüpfung von Hollywood-Legende Marilyn Monroe, die mit nagenden Selbstzweifeln zu kämpfen hat, und dem altenden Olivier, sich selbst mit Marilyns Hilfe zu erneuert versucht, wurde filmisch sehr gut umgesetzt. Alle filmischen Bereiche (Kostüme, Maske & Requisiten) wurden wunderbar in die Fünfziger Jahre verbracht. Michelle Williams und Sir Kenneth Branagh hätten beide von mir, je einen Oscar bekommen. Der Film verdient ausgezeichnete 5 Sterne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Guter Film für Fans von Marilyn,
Von Marco Fertig "JXT" (www.myrevelations.de) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: My Week With Marilyn [Blu-ray] (Blu-ray)
Colin Clark ist wohl ein Name, den man bei uns nicht wirklich kennt. Einen, den man schon eher im Ohr hat ist Norma Jeane Baker. Klingelt noch nichts? Spätestens bei Marilyn Monroe fallen jetzt die Gedächtnisvorhänge, und man sieht die amerikanische Ikone des 20. Jahrhunderts leibhaftig vor sich. Eben jener Colin Clark, er war zu Lebzeiten Filmschaffender, fing auch mal klein an, und arbeitete am Filmset. Dort lernte er als junger Mann Marilyn kennen und lieben. Seine Erlebnisse mit ihr brachte er zu Papier, und über eine Woche dieser Zeit erschien sogar ein Buch, welches nun unter gleichem Namen verfilmt wurde: "My Week with Marilyn".Besagte Dame war damals, im Jahre 1956, in England um einen Film mit Laurence Olivier zu drehen. Am Drehort arbeitete Colin seinerzeit als Regieassistent, und Marilyn findet Gefallen an dem Jungen, der so offen und ehrlich mit ihr ist. Sie verbringen eine wunderbare Zeit zusammen, auch wenn die Gerüchte um sie herum viel mehr hinein interpretieren, als eigentlich zwischen beiden passiert ist. Im Grunde ist das die Handlung des Films, mehr muss dazu nicht gesagt werden. Vielgelobt wurde die Darstellung der Monroe durch Michelle Williams, die zwar ohne Frage herausragend ist, in meinen Augen aber dennoch die Ähnlichkeit mit der blonden Versuchung etwas missen lässt. Die restliche Besetzung kann sich mit Kenneth Brannagh, Judie Dench und einigen andere bekannten Gesichtern ebenso absolut sehen lassen. Handwerklich kann man Regisseur Simon Curtis auch nichts negatives Bescheinigen, denn er hat den Blick hinter die Fassade des schauspielenden und singenden Models und Pin-Up Girls wirklich sehr gut hinbekommen, soweit man dies in Unkenntnis der literarischen Vorlage beurteilen kann. Wer sich für die Person der Marilyn Monroe interessiert, liegt hier goldrichtig, ebenso die Freunde des ruhigen Films. Technisch spielen Bild und Ton der Blu-ray auf hohem Niveau, und auch an Bonusmaterial ist mit Making-Of, Interviews, Audiokommentar und Trailer einiges vorhanden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Interessante Studie einer faszinierenden Frau!,
Rezension bezieht sich auf: My Week With Marilyn (DVD)
"My Week with Marylin" wird sicher nicht jedem gefallen. Zu langsam entfaltet sich die doch recht lose Handlung, zu wenig steht hier der perfekte Filmstar Marylin im Vordergrund. Dafür kann ich dem Liebhaber komplexer Charaktere diesen Film nur umso mehr ans Herz legen!Marylin Monroe wird hier als eine einsame Frau voller Selbstzweifel und Depressionen gezeichnet, immer schwankend zwischen grenzenloser Euphorie und tiefer Dramatik. Wunderbar interpretiert von der glänzenden Michelle Williams ist schauspielerisch rein gar nichts zu beanstanden, das gesamte Ensemble, besonders der ständig wütende Kenneth Branagh gibt sein Bestes. Glücklicherweise beantwortet "MWWM" nicht alle Fragen, die die launische Persönlichkeit der Ikone in dem Film aufwirft und gibt dem Zuschauer somit viel Spielraum für eigene Gedanken. Besonders der Aspekt, dass Marylin hier aus der Perspektive einen ganz gewöhnlichen jungen Mannes gezeigt wird, ist sehr interessant und so etwas ganz Neues. Marylin-Experten sollten sich von diesem auf wahren Begebenheiten beruhenden Werk nicht erwarten, bahnbrechend neue Erkenntnisse zu erhalten, mich aber haben einige Einstellungen doch sehr überrascht und sie in einem neuen Licht sehen lassen. Zwar ist "My Week with Marylin" kein filmisches Meisterwerk, man sollte sich als Käufer der DVD schon für das Thema interessieren, aber sehenswert ist er meiner Meinung nach allemal! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Something's Got to Give (Kinorezension),
Von Helga Kurz "Helga Kurz" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: My Week With Marilyn (DVD)
Wir werden nie wissen, ob und was sich tatsächlich zwischen Colin Clark (Eddie Redmayne) und Marilyn Monroe (Michelle Williams) 1956 bei den Dreharbeiten zu '"The Prince and the Showgirl"' abgespielt hat - und es ist auch gar nicht wichtig. Allerdings darf man annehmen, dass die Monroe diesem jungen, unerfahrenen und vom Film faszinierten Mann direkt ins Blut ging. Das war ja ihre zweite große Stärke: Männer sich glänzend spiegeln lassen und wenigstens für eine Weile genau das zu sein, was sie sich wünschten. Doch daran waren schon ganz andere Kaliber gescheitert. Nein, wegen dieser sehr unschuldigen Romanze allein lohnt sich dieser Film trotz der fabelhaften Nebendarsteller Judi Dench als große Shakespeare-Darstellerin Sybil Thorndike und Zoë Wanamaker als unermüdlich motivierende Paula Strasberg nicht. Auch nicht wegen Kenneth Branagh als Laurence Olivier. Gespannt sein darf man, wie könnte es anders sein, auf Marilyn Monroe. Michelle Williams als Marilyn Monroe. Wie spielt sie an gegen die Wucht der unzähligen Bilder eines schillernden Mythos, der bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat und fest im kollektiven Bewusstsein nicht nur seiner Fans verankert ist? Im August jährt sich der 50. Todestag dieser Wasserstoffperoxydikone und seither ist noch keine Woche, ja vielleicht noch nicht einmal ein Tag vergangen, in dem nicht Bilder von ihr irgendwo auf der Welt aufs Neue publiziert wurden. Was für eine Aufgabe für eine ernsthafte Schauspielerin, die Michelle Williams ohne Zweifel ist.In meiner Rezension zu 'Blond' vom 6. August 2006 schrieb ich: 'Ich finde, dass alle bisherigen Versuche, das Leben der Marilyn Monroe zu verfilmen, misslungen sind.' Leider konnte auch diese Verfilmung, immerhin die beste, die ich bisher zu sehen bekam, meine Einstellung nicht maßgeblich ändern. Michelle Williams, die mich zum ersten Mal in Wenders 'Land of Plenty' und spätestens wieder in 'Wendy and Lucy' beeindruckte, hat ihre Hausaufgaben gemacht. Aber sie hat sich eben der Ikone genähert und nicht dem Menschen, was letztendlich vielleicht auch gar nicht möglich ist. Ganz sicher wäre ein Film über Norma Jeane keiner, den viele sehen wollten und einer, der kontrovers diskutiert werden würde. Williams würde Norma Jeane vermutlich jedoch spielen können, vielleicht sogar brillant, Marilyn Monroe aber nicht. Die einzige, die Marilyn Monroe hätte spielen können, wäre Marilyn Monroe selbst gewesen. Zwar ist Michelle Williams zu klug, um Amerikas größten Star zu parodieren, aber bei der Imitation ist es dann doch geblieben. Paradoxerweise ist dieser Film aber dennoch ein Marilyn Monroe-Film, da hinter all' diesen Posen immer wieder die echte aufleuchtet, die Frau, die nicht die beste Schauspielerin ihrer Zeit war, aber eine magische Kamerapräsenz hatte, wie sie bisher von keiner anderen erreicht wurde. Das war ihre größte Stärke. Vielleicht lag das vor allem an ihrem grenzenlos mangelnden Selbstbewusstsein und dem Wissen, dass sie im Innersten nicht diese Marilyn war, was ihr die totale Auslieferung an die Kamera ermöglichte. Sie selbst blieb ja immer unsichtbar. (Michelle Williams deutet das in den Szenen an, die im Internat spielen.) So umgibt sie Kraft unserer Fantasie die Marilyn-Figur, die Michelle Williams immer wieder aus dem Nembutalnebel herausholt, mit jener funkelnden Aura, mit der sie uns auch in ihren schlechtesten Filmen stets in ihren Bann zieht. Michelle Williams gelingt diese Präsenz eben nicht, weil sie sehr genau weiß, wer sie ist. Ihr Talent ermöglicht ihrer Persönlichkeit den Rücktritt hinter die Rolle, jedoch nicht die völlige Auflösung. Sie hat ihr Bestes gegeben, aber das reicht nicht, um in diese spezielle, einsame Liga vorzudringen. Warten wir also weiter. Nach 'The Prince and the Showgirl' kehrte die Monroe England den Rücken und wurde Suger in Billy Wilders 'Some Like It Hot', Ramona in 'Let's Make Love', Roslyn in Misfits und Ellen in der unvollendeten Screwball-Comedy 'Something's Got to Give'. Ihr letzter Film, in dem sie als erster Hollywoodstar nackt in den Swimmingpool stieg, wurde später mit Doris Day in der Hauptrolle realisiert. Que sera, sera. Helga Kurz 12. Mai 2012 Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Ein bisschen Liebe,
Von
Rezension bezieht sich auf: My Week With Marilyn (DVD)
Zunächst mal: trotz drei Sternen gibt es mindestens zwei Gründe, diesen Film zu sehen. Michelle Williams in der Rolle der in voller Blüte stehenden Monroe und Kenneth Branagh als alternder Theaterstar Sir Laurence Olivier sind mit ihrer darstellerischen Leistung über alle Zweifel erhaben, ein Erlebnis und für den Filmfreund in dieser Saison Pflichtprogramm. Jeder Preis und jede Nominierung, die sie hierfür erhalten haben, ist vollauf berechtigt.Außerdem handelt es sich hier nach "The Artist" in kurzem Abstand nun bereits um den zweiten prämierten Film, in dem quasi auf einer Metaebene über das Kino und seine Geschichte philosophiert wird - mit den Mitteln des Kinos. Scheinbar gibt es gerade ein gesteigertes Bedürfnis nach Selbstvergewisserung, und es macht Spaß, dem als Zuschauer beizuwohnen, sich unterhalten zu lassen und gleichzeitig den entscheidenden Weggabelungen des geliebten Hobbys retrospektiv nahe zu sein. Im vorliegenden Fall ist dies die bemerkenswerte Geschichte über den ersten globalen Superstar Hollywoods und den Versuch seiner Hinwendung zum "richtigen Handwerk". Dazu wird in die alte Welt gereist. Sir Lawrence Olivier soll es richten, den es - im Laufe des Films werden wir das begreifen - in die genau entgegengesetzte Richtung zieht, weg von der Bühne, hin zur Leinwand. Diese beiden gegensätzlichen Menschen dabei zu beobachten, wie sie über die gemeinsamen Dreharbeiten hinweg versuchen, sich in die Lebens- und Spielauffassung des anderen einzufühlen und dabei scheitern - das ist großartig. Theater und Film umtänzeln sich, eifersüchteln sich an, lieben sich und hassen sich, begehren einander und stossen sich ab, bewundern sich, sehnen sich nacheinander. Um am Ende dann doch wieder getrennte Wege zu gehen. Eine großartige, dramatische Liebesgeschichte. Von zwei großartigen Schauspielern bemerkenswert gespielt. Leider gibt es aber noch eine zweite Liebesgeschichte. Und das ist das Problem dieses Films. Denn geschildert wird all das aus der Perspektive von Colin Clark, der zum Film will und wie Hans im Glück von einem Glücksfall in den nächsten stolpert. Erst in den Film von Olivier, dann in das Jungmädchenzimmer der Kostümbildnerin (Emma Watson wie immer ganz reizend) und schließlich ins Bett an die Seite der von Selbstzweifel, Einsamkeit und Tablettensucht schon merklich angegriffen Marilyn. Dieser Clark wird von Eddie Redmayne den Film über mit ganzen zwei Gesichtsausdrücken gespielt. Er ist die uninteressanteste Figur im ganzen Film. Und wir sind gezwungen, jede einzelne Szene mit ihm zu verbringen. Ringsum passieren permanent lauter aufregende Sachen. Und immer wenn es wirklich interessant zu werden verspricht, müssen wir raus gehen. Stellen Sie sich vor, Sie würden "Walk the line" sehen - erzählt aus der Perspektive des zweiten Gitarristen der Band. Aber er verbringt doch eine ganze Woche mit ihr, teilt ihr Bett, ist Zeuge ihres Unglücks und Trostpflaster für einige Stunden der Not! Ja. Stimmt. Ist trotzdem nicht interessant. Denn gleichzeitig sitzt Arthur Miller in New York und hadert mit seiner Ehe und Sir Lawrence Olivier sitzt in seinem Set und hadert mit seinem Star, dem System Hollywood und dem Leben im allgemeinen. Und wir müssen statt dessen Clark dabei zugucken, wie er über die Leiter zu Marylin ins Zimmer fenstert. Und sollen am Ende Eddie Redmayne abnehmen, dass er gerade eine Figur spielt, der von der bewundertsten Frau des Planeten das Herz gebrochen wurde. Ein bisschen, wie er sagt. Ich will aber nicht nur ein bisschen. Ich will das volle Drama! Und kein betuliches Ausstattungskino mit englischer Parklandschaft im milden Sonnenlicht und arrangiert wirkenden Komparsenszenen an historischen Schauplätzen, in dem Nebenfiguren aus dem Nix bedeutungsschwangere Sätze von der Leinwand sprechen. Ich möchte, dass die umwerfende, grandiose, alles überstrahlende Michelle Williams, die einfühlsame Darstellerin aus "Blue Valentine", diese Rolle noch einmal spielt. In einem Film, der dem allen wirklich gerecht wird. "My week with Marilyn" ist nicht mehr als die Overtüre zu einem Film, der hoffentlich noch gedreht wird. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
|
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
|
|
My Week With Marilyn [Blu-ray] von Simon Curtis (Blu-ray - 2012)
EUR 10,97
Auf Lager. | ||