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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen200
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Man kann "MDNA" mit einem und mit fünf Sternen bewerten und beides mit nahezu denselben Worten begründen, ohne dabei unglaubhaft zu sein.
Das neue Album ist ein technisch perfektes Designer-Produkt. Von der ersten bis zur letzten Sekunde raffiniert durchdacht, effektvoll und überraschend, ein bis hin zu den Coverfotos und Videoclips glänzend abgestimmtes Gesamtkonzept.
Das neue Album bietet im Grunde nicht einen Song, der über die scheinbar so simple Meßlatte hinüberkommt, die der großartige Johnny Cash unübertroffen mit dem Satz beschrieb: "Einen wirklich guten Song erkennst du auch dann, wenn er nur mit einer verstimmten Gitarre am Lagerfeuer gespielt wird."

Würde man die Songs von "MDNA" derartig ausziehen, sie all ihrer Effekte und Samples berauben, dann bliebe wohl tatsächlich nicht sehr viel.
Nur Madonna ist nicht Johnny Cash! Und auch nicht Bob Dylan! Der Maßstab an dem man Song-Perlen misst, greift bei Ihr nicht und leg man ihn doch an, fällt das Urteil über das Album verheerend aus.

Madonna ist aber inzwischen längst schon nicht mehr nur Musik, sondern Stil-Ikone und ihre Alben der Soundtrack eines momentanen Lebensgefühls, eher Klang-Kollagen als Songs, mit jedem Album anders, so auch diesmal. "MDNA" ist druckvoll und verbreitet eine frech-fröhlich-prickelnde Stimmung und natürlich schwebt Madonnas Dominanz über allem, dieses gewisse Etwas, was sie unverkennbar macht, auch wenn sie sich mit jedem neuen Album neu erfindet. In welche Rolle sie auch schlüpft, sie ist Madonna!

Kein Mensch würde auf die Idee kommen Johnny Cash oder Bob Dylan oder auch Herbert Grönemeyer an diesem Maßstab zu Messen.
Die einen werden zu Recht als Musik-Götter verehrt und Madonna ist Madonna.

An den Bewertungs-Kriterien eines soliden, sicheren, komfortablen und effizienten Volvo-Kombis würde jeder Ferrari scheitern. Nur käme niemand auf die Idee aus diesem Blickwinkel einen Boliden zu betrachten, sie faszinieren die einen und die anderen können überhaupt nichts damit anfangen.
So ist auch "MDNA" wieder einmal Klang-Ästhetik, die die einen schwer begeistern wird und andere werden dem überhaupt nichts abgewinnen können. Aber gerade das macht Madonna zeitlos und inzwischen überlebensgroß.
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TOP 500 REZENSENTam 30. März 2012
Madonna. Interessant fand ich ihr Debut damals in den 80ern, empfand sie spritzig, aber wie die Kritiker als One-Hit-Wonder. Doch folgten Hit auf Hit, Album auf Album. Madonna blieb. Stimme? Nichts Großes, sondern Dutzendware. Aber da war etwas - das GEWISSE Etwas, was sie einmalig machte bzw. werden ließ. Ihre Verwandlungskunst, die stete Bereitschaft, sich immer neu zu erfinden, vor allem aber ihr sprichwörtlicher Mut, innovative Musik zu machen, die man zunächst häufig als sperrig und gewöhnungsbedürftig empfand, sich jedoch nach mehrmaligem Hören als große Popkunst entpuppte.
So viele Alben, die ich heute noch oft höre und Meilensteine in ihrem Genre wurden, zeugen davon: Das völlig unterschätzte "Erotica", das balladeske "Bedtime stories" voller wunderschöner Kompositionen, "Ray of light" natürlich, das ganz und gar außergewöhnliche "I m breathless" (große Kunst!) bis hin zum genialen Dancefloor-Klassiker "Confessions..." Und immer - auch bei schwächeren Alben - echte musikalische Highlights, die die keineswegs atemberaubende Stimme Madonnas zugunsten des genialen Gesamtpakets vergessen ließen und den Star zu dem machten, was sie noch heute ist: Popqueen mit weltweit höchsten Auflagen, Bitch, Skandalnudel, Stilikone, fürsorgliche Mutter - eine Frau der Extreme, die alles miteinander zu vermischen und Kunst wie auch Kommerz auf geniale Art zu vereinen wusste.

"MDNA" habe ich nun -zigmal gehört; immer in der sicheren Erwartungshaltung, dass die Erkenntnis, wieder einmal anfänglich ein Juwel verkannt zu haben, weil es zu innovativ und daher ungewohnt gestrickt wurde, sich schon einstellen würde.
Aber leider erfolglos.

Bemerkt habe ich stattdessen, dass Madonna nun mit über 50 (für mich im Übrigen eine Zahl und sonst nichts) auf scheinbare Nummer Sicher setzt. Will heißen: Sie orientiert sich ausnahmslos am Mainstream, vermeidet die für sie so typischen und charakteristischen Experimente (die gerade sie zu dem machten, was sie wurde), um mit einer leidlich uninspirierten Mischung aktueller Sounds ein Stück zwar massenkompatibler, dafür jedoch leider beliebiger Musik abzuliefern. Sicher, es gibt ein paar wenige akzeptable Songs auf diesen beiden Scheiben, denen man mit einigem Interesse zuhört und die entfernt an den gewohnten Madonna-Effekt erinnern. Entfernt(!) erinnern. Genau das ist das Problem: "MDNA" stellt für mich einen müden Abklatsch einstiger Größe dar. Es wird sich verkaufen, gewiss, stellt umsatzbezogen wohl auch ihre kommerziell erfolgloseste Scheibe "Erotica" in den Schatten. Aber: Es wird nichts bleiben als eine von der Zeit bald überrollte Neuerscheinung, die nach wenigen Monaten in den Regalen verstaubt. Es fehlen ganz einfach wichtige Voraussetzungen für das Gegenteil: Songs von künstlerischer Substanz, die unvergesslich bleiben. Qualität kennt kein Verfallsdatum.

"MDNA" leider schon. Netter, gewöhnlicher und austauschbarer Tagespop. Gewinnträchtig und massenkompatibel.
Doch morgen schon überholt, ersetzt und vergessen.
Wo ist die Madonna, die aneckte, überraschte, provozierte und - vor allem - musikalische Maßstäbe setzte? Dieser Frage kann man nicht ausweichen: Madonna, wo bist du?
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TOP 500 REZENSENTam 11. Januar 2016
Die Madonna DNA tief im Musikgeschmack integriert. Das Album in der Deluxe Edition bietet 5 geniale Extra-Songs u.a. den Party Remix von dem Nicki Minaj Feature, welches stark ist! Aber das gesamte Album ist ziemlich gut, ein in-sich stimmiges Gesamterlebnis, dass Pop-technisch auf höchstem Niveau den geliebten Madonna-Sound liefert. Entweder man liebt- oder man hasst es. Dazwischen kann es fast keine Einstellung geben.
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am 4. April 2012
Nun entwickelt sich das neue Madonna Album "MDNA" nach anfänglicher Skepsis doch noch zum Dauerbrenner...
Madonna bietet, was sie kann: fast ausschließlich eingängigen Dancepop gepaart mit einigen tollen Melodien, ein paar guten Einfällen und sogar einige balladeskere Songs.
Seien es die typischen Dancefloorkracher wie "Girl gone wild" oder "Turn up the radio", Pop bei "Superstar", Dancepop im Stile vom "Ray of light"-Album wie "I'm a sinner", Electrosongs wie "I'm addicted", Midtempo in "Masterpiece" (welch schöner Refrain, mitgeschrieben von "Satellite" Julie Frost) oder auch ner wundervollen Ballade "Falling free", in der sie zeigt, dass sie auch ohne Vocoder noch wunderschön klingt;
genau DAS wünschen sich doch viele Fans von Madonna.
Natürlich klingt alles etwas auf jugendlich getrimmt und eher radiotauglich und kommerziell als auf "Confessions", weniger besonders wie auf "American life" oder "Music", weniger hip wie auf "Hard candy", aber es ist und bleibt Madonna, wie ich sie mag. Man kann auch keins ihrer Alben so richtig miteinander vergleichen, was wohl auch seine Vorteile hat. Dies zeigen ja all die erfolgreichen Jahre.
Einige Ausfälle muss man ihr vielleicht verzeihen, so gefallen mir der trashige Bonussong "B-day girl" oder der technoid, sehr aggressiv anmutende Song "Gang bang" nicht, aber das macht nicht wirklich viel aus. Schade nur, dass man dies auf zwei CDs pressen musste, eine hätte wohl auch gereicht für 16 neue Songs.
Insgesamt: kurzweilige, schöne neue Songs von Madonna, die hier zeigt, dass sie sich immer wieder neu erfinden kann, wobei ich meinen würde, dass ihr in Zukunft Songs wie "Falling free" besonders gut stehen würden.
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. März 2012
--- Vorwort & Einleitung ---

Zuerst war ich hin- und hergerissen. Eigentlich wollte ich MDNA ursprünglich nur drei Sterne geben, weil ich als jahrelanger Fan einfach mehr von der Queen of Pop erwarte als mit der Welle des 80s-Revival mitzuschwimmen. Madonna ist der Inbegriff für Trends, Provokation und innovativem Sound, heißt es. Mit der Veröffentlichung der letzten Singles GIVE ME ALL YOUR LUVIN' und GIRL GONE WILD erfindet sie das Rad nicht gerade neu...

Nach eingehender Betrachtung habe ich jedoch festgestellt, dass der Begriff der Innovation sehr dehnbar ist. Wenn es danach ginge, könne man Madonna für den MUSIC-Nachfolger AMERICAN LIFE dieselben Vorwürfe machen. Der französische Produzent Mirwais war an beiden Werken beteiligt, die ähnlich electro und verspielt daherkommen. RAY OF LIGHT und MUSIC stammen beide teilweise von William Orbit. Die produzierten Titel von ihm tragen unweigerlich seine Handschrift. Sind diese LPs deswegen schlecht? Nein, denn für fähige Hitlieferanten hatte Madonna immer schon ein Händchen bewiesen. Für den Schaffensprozess von MDNA hat sie sich unter anderem die Benassi-Brüder, den Sänger Mika und wieder einmal William Orbit ins Boot geholt um die Art von Sound zu kreieren, für die Madonnas Songs bekannt sind: eingängig mit enormen Ohrwurmpotential.

--- Die Songtexte ---

Nicht zuletzt haben die Songs gute Texte. Madonna erzählt in ihnen von ihrem Leben und das ist gar nicht einmal so uninteressant. Auf MDNA rechnet sie gnadenlos mit Ex-Mann Guy Ritchie ab (I DON'T GIVE A) und bündelt ihre Wut in einem Abgesang gegen jeden Liebhaber, mit dem es böse zu Ende ging (GANG BANG). Dass sie in ihren Beziehungen selbst Fehler gemacht hat, gesteht sie ein (I F'KED UP). Obwohl sie in der Vergangenheit oft enttäuscht wurde, lässt sie sich auf liebestolle Metaphern ein, die mit einem Vollrausch gleichzusetzen sind (I'M ADDICTED - genial!) oder das Objekt der Begierde mit einem wunderschönen Gemälde vergleicht (MASTERPIECE - konventioneller Kitsch für ihren Film W.E.). In LOVE SPENT bemängelt sie dann wieder, dass einige Männer auch nur auf ihr Geld aus sind. Ein Seitenhieb gegen Jesus Luz? Wer weiß...

--- Der Sound ---

Von den Songtexten her sollte man MDNA deswegen nicht unterschätzen, aber auch die Melodien wissen vollends zu überzeugen. Sie können als Best Of von Madonnas Karriere bezeichnet werden. Selbst die Eröffnung durch GIRL GONE WILD steht ganz im Zeichen der Quintessenz Madonna und klingt wie ein krasser Mischmasch aus ACT OF CONTRITION, SORRY und CELEBRATION. I'M A SINNER ist ganz klar William Orbits Werk - als wäre es wieder 1998 und RAY OF LIGHT stehe kurz vor der Veröffentlichung. I'M ADDICTED macht hingegen eine Hinleitung zur CONFESSIONS-Zeit 2005. Mich erinnert der hochenergetische Synthie-Sound sehr an FUTURE LOVERS und das darin enthaltene Donna-Summer-Sample - einer der großen Höhepunkte auf MDNA. Hartgesottenen Fans wie mir dürfte die textliche Referenz an TRUE BLUE nicht entgehen ("... and it fits like a glove"). GANG BANG hingegen erinnert von Madonnas gehauchtem Sprechgesang sehr an JUSTIFY MY LOVE, vom Sound her könnte man meinen, Depeche Mode sei mit Goldfrapp eine Verbindung eingegangen, die mehr als elektrisierend wirkt. FALLING FREE ist das genaue Gegenteil davon. Die intensive Pianoballade am Schluss der Standard-Edition von MDNA kommt ohne viel Schnickschnack aus. Sie wurde gefühlvoll eingesungen, sodass Gänsehaut nicht ausgeschlossen bleibt. Meiner Meinung nach ist diese Ballade die beste ihrer Karriere!

--- Die Deluxe-CD ---

Das Booklet enthält viele Bilder der Entertainerin im verschoben-bunten Stil des interessant gestalteten Covers, unter anderem auch das zur Standard-CD und das zur GIRL GONE WILD-Single. Leider wurden wie schon bei den letzten Vorgängeralben keinerlei Songtexte abgedruckt...
Bei dieser Ausgabe handelt es sich übrigens um die unzensierte mit den vollen Lyrics. Die "Parental Advisory"-Plakette wurde also nicht zum Spaß in der oberen linken Ecke aufs Titelbild aufgedruckt.
Die zweite CD enthält noch fünf weitere Titel, die das Album gut ergänzen - die instumentalkarge Ballade I F'KED UP, BEAUTIFUL KILLER (No Doubt lässt grüßen) und B-DAY SONG. Letzterer ist wohl das spontane Ergebnis einer Jamsession mit M.I.A. - cool! Lediglich der GIVE ME ALL YOUR LUVIN'-Remix von LMFAO bleibt wie die eigentliche Fassung Geschmackssache.

--- Fazit ---

Nicht ihr bestes, aber eines ihrer besseren Alben: Madonna war immer schon DIE Interpretin gewesen, die den Zeitgeist des Pop aufgeschnappt hat und kommerziell für sich nutzen konnte. Von daher reiht sich MDNA sehr gut in ihre Discografie ein. Als bloßen Abklatsch von HARD CANDY kann man dieses Album mitnichten bezeichnen. Die Popqueen muss nicht immer innovativ sein um gute Musik zu machen - MDNA ist der Beweis hierfür. Sie gibt quasi ihre Essenz preis und spielt immer wieder auf ihre erfolgreichen Zeiten an. Das Album wird sich die nächsten Monate bestimmt voller Ekstase in meinem CD-Player drehen und mir die Vorfreude auf das erste Berlin-Konzert versüßen.
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am 23. Juli 2012
Was waren das für Zeiten, als ich noch auf ein Madonna-Album hingefiebert habe. Lange ist es her! MDNA wird wohl das erste Album sein, das in meiner ansonsten kompletten Madonna-Diskographie fehlen wird. Die letzten beiden Longplayer CONFESSION ON A DANCE FLOOR und HARD CANDY haben ja schon angedeutet, dass Madonna keinen Bock mehr auf Experimentieren und Innovation hat. Stattdessen schwimmt sie nun wie alle anderen in seichten Mainstream-Gefilden und kopiert, was etabliert und erfolgreich ist, sogar sich selbst. MDNA ist die endgültige Selbstaufgabe und könnte genausogut ein Album von David Guetta oder Lady Gaga sein. Madonna will verkaufen und nicht vom Musik-Feuilleton bewundert werden. Das hört man allein an den Lyrics, die jede Teenie-Göre so hinklatschen könnte ("Uh la la You're my Supersuperstar"!). Doch der Reihe nach...

1. GIRL GONE WILD ***
(nettes Intro, kopiert vom eigenen Song SORRY; der Rest ist Benassi-Massenware)

2. GANG BANG ****
(Orbit sorgt für eine Qualitätssteigerung, Lyrics weiter flach wie Holland)

3. I'M ADDICTED **
(Madonna buchstabiert ihr Album und verbreitet Langeweile)

4. TURN UP THE RADIO **
(und wir sind im Stil von CONFESSION ON A DANCE FLOOR)

5. GIVE ME ALL YOUR LUVIN' ***
("Every record sounds the same, you got to step into my world" - Andersrum wird ein Schuh draus!)

6. SOME GILRS *
(Orbit macht auf David Guetta und produziert einen Totalausfall)

7. SUPERSTAR **
(Musikalische und textliche Belanglosigkeit)

8. I DON'T GIVE A **
(Madonna versucht mal wieder zu rappen; "I'm moving fast, can you follow my track?" - Mit der Skip-Taste bin ich schneller!)

9. I'M A SINNER ****
(Orbit at his best! - leider eine Kopie vom Übersong BEAUTIFUL STRANGER)

10. LOVE SPENT ****
(0815-Elektropop, aber einer der besseren Songs hier)

11. MASTERPIECE *****
(Madonna at its best! - Isn't she a Masterpiece? Endlich wieder so, wie ich sie liebe: klar, minimal, ohne nerviges Timblabla-Dance-Gedönst. Die Vorab-Auskopplung MASTERPIECE ließ auf MDNA hoffen, nachdem HARD CANDY und CONFESSION ON A DANCE FLOOR so austauschbar und anspruchslos wie jede beliebige Whitneybritneylirumlarum-Scheibe daherkamen. Vielleicht hab ich Madame Louise Botox Veronica Ciccone zu früh abgeschrieben. Der Song fällt aber komplett aus dem Konzept und ist der einzige Song, der Madonnas eindeutige Signatur trägt und dessen Lyrics halbwegs Anspruch haben; MASTERPIECE ist leider die Ausnahme und nicht die Regel für MDNA)

12. FALLING FREE ****
(auch FALLING FREE bricht aus dem Elektro-Einerlei aus und geht sogar in Richtung Avantgarde-Folklore)

13. BEAUTIFULL KILLER ***
(und zurück in den belanglosen Pop)

14. I FUCKED UP ****
(Balladen waren schon immer Madonna Stärke; während bei HARD CANDY die letzten beiden Elektropop-Balladen DEVIL WOULDN'T RECOGNIZE YOU und VOICES recht anspruchsvoll produziert wurden und wirklich spannende Lyrics hatten, ist I FUCKED UP nur mäßig interessant, aber trotzdem einer der besseren Songs von MDNA)

15. B-DAY SONG **
(was für ein Qualitätsrutsch!)

16. BEST FRIEND ****
(versöhnlicher Abschluss)

Wäre das kein Madonna-Album würde ich insgesamt drei Sterne vergeben, aber im Vergleich zu Madonnas musikalischer Karrierehöhepunkte MUSIC und vor allem AMERICAN LIFE ist MDNA eine große Enttäuschung und reiht sich mühelos in die totale Belanglosigkeit der beiden Vorgänger ein. Selbst ihren Musikvideos ist mittlerweile deutlich anzusehen, dass Madonna keine Ambitionen mehr hat, etwas Besonderes zu machen. Gerade eben sah ich TURN UP THE RADIO und bin erschrocken über so viel geballte Einfallslosigkeit. Aber es fügt sich vortrefflich ins Bild. Schade!
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am 9. März 2015
Ich habe nach einiger Zeit mir doch MDNA von Madonna zugelegt und auch wenn ich kein expliziter Madonna - Fan bin , kann ich zu diesem Werk von ihr nur applaudieren !
Alles funktioniert hier bestens: Rock'n Roll- nummern, Popsongs und Balladen - sie meistert die diversen Genres souverän und wechselt gekonnt von einem Genre in das nächste.
Irgendwo schrieb ein Kritiker mal, dass sie eigentlich gar nicht singen könnte. Das , finde ich, stimmt eigentlich schon, aber :
Sie hat ein absolutes Gefühl für Musik, Texte, Tanz, Entertainment, Show und Marketing. 350 Millionen verkaufte Tonträger weisen sie als Superstar aus und das über Jahrzehnte hinweg. Sie ist Vorbild und Idol vieler ihr nachstrebender und nacheifernder Künstlerinnen. Sie ist die Pop queen par excellence. Ich ziehe meinen Hut vor ihr und MDNA.
Kleiner Nachtrag : Eigentlich wollte ich die neue CD "Rebel heart" erwerben, die überzeugt mich - nach erstem Reinhören - noch nicht sehr.....
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am 26. Dezember 2014
Madonna war in den 80ern Stil-Ikone und hat sich damals (anscheinend) wenig um die anderen geschert. Sie hat ihr Ding durchgezogen und das ging von Wave-Pop mit Punk-Attitüde über Dancefloor mit HipHop-Einfluss bis hin zu Swing mit Gangsterfeeling.
Spätestens in den 2000er-Jahren hat man aber gemerkt, dass ihr das Umfeld doch nicht so egal ist und dass auch jemand, der Stil vorgab dies nicht unbedingt ewig kann. Und so sucht sie mindestens seit "American Life" moderne Trends aufzuschnappen, angesagte Produzenten zu verpflichten und am Puls zu bleiben. Das gelingt ihr auch meist sehr gut (das Trend-setzende "Hung Up") und manchmal weniger gut (das eher unentschlossene "Hard Candy") und genau in Tradition steht auch "MDNA".

Es gibt auf ihrem 12. Studioalbum eine Menge Songs, die von Arrangement und Struktur ganz klar modern, cool und trendy sein möchten. Und das klappt auch sehr oft, wenn auch nicht immer. Ganz große Kracher fehlen sicher - und am meisten sticht hier "Girl Gone Wild" heraus, nicht umsonst war das eine Single, ebenso "Masterpiece" und das ein oder andere Stück beim zweiten Hören. Daneben gibt's natürlich auch etwas zu lange Füller ("Gang Bang") und normalen Einheitspop.

Dennoch - das Album ist definitiv rund, modern und das gut und nicht gekünstelt. Klar ist es auch kein absolut eigenständiges und komplett unabhängiges Album, das so geworden ist, weil man es so machen musste, sondern nur weil man en vogue sein wollte. "Hard Candy" mag erfolgreicher gewesen sein, ich fand es bemühter und bin mit "MDNA" viel zufriedener.

Wer kein Madonna-Kenner ist, sollte mit einem anderen Album beginnen, Fans können aber zugreifen.
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am 24. März 2012
Madonna hat ein neues Album und ich habe es, wie jedes ihrer Alben, gekauft, als CD und in der Deluxeversion. Beim ersten Hören war ich erschüttert und gänzlich entgeistert, aber ich wollte das nicht akzeptieren und habe neue Anläufe genommen und siehe da, es fanden sich am Ende doch einige gute Popperlen darauf, die aber spontan erst einmal im oft knarrenden Beat untergingen.
Das Resultat mehrmaligen Hörens: Madonna ist da, wo sie anfangs auch war, nämlich bei tanzbarem Pop, nur dass sich die Technik und damit der Sound in den letzten 30 Jahren massiv verändert hat. Würde man einzelne Songs zurückbeamen und dem Klang der jeweiligen Zeit anpassen, könnte man sie ebenso gut auf manchen ihrer früheren Alben wiederfinden. "Lucky Star" vs. "Superstar", "Masterpiece" vs. "Time Stood Still" und so weiter.
Sicher, "MDNA" ist kein Meisterwerk wie "Like A Prayer" oder "Ray Of Light", aber es ist ein gut gelungenes, abwechslungsreiches Album, das sowohl ihre alten Fans hören können wie auch ein junges Publikum ansprechen kann.
Wer sich nun darüber ärgert, dass Madonna sich einfach nicht wie eine 53jährige benimmt, dem sei gesagt, dass die Omas von heute auch nicht mehr das sind, was sie mal waren. Ü 50 ist kein Grund, einen Faltenrock und eine Rüschenbluse zu tragen, ich ziehe mit 50 auch noch Jeans mit eingearbeiteten Löchern an, warum nicht? Die ewige Jugend wird doch geradezu von den Medien verlangt. Und da Madonna über genügend Reichtum verfügt, warum soll sie sich nicht erlauben, sich mit Hilfe der Medizin und Fototechnik ein wenig jünger zu präsentieren als viele sie offenbar haben wollen? Sicher, sie könnte das Wort "Girl" mal wegfallen lassen, ich würde mich auch nicht mehr als "Junge" bezeichnen, aber das sind eben Songtexte, die keinen intellektuellen Anspruch erheben, sondern nur die Musik transportieren sollen. Da kann ich locker drüber hinwegsehen.
Ein Blick auf die Downloadcharts zeigt allerdings, dass es "MDNA" ähnlich geht wie der zuvor ausgekoppelten Single: Es geht einfach nicht an die Spitze, tummelt sich eher um Platz 10 herum, was für Madonnamassstäbe geradezu ein Flop ist. Das aber liegt ganz einfach daran, dass viele alte Fans keine Musik mehr kaufen oder sich die Mühe nicht geben, das Album mehrfach zu hören oder gar nur die Paarsekundenschnipsel der Hörproben für ihre Entscheidung, die CD nicht zu kaufen, zugrunde legen. Und, wie schon geschrieben, mehrmaliges Hören war auch bei mir notwendig, um unter dem Elektrosound die Madonna zu finden, die ich finden wollte.
Dennoch, bei allem Positiven, grosse Hits wird "MDNA" nicht hervorbringen, denn nicht ein einziger Song hat die Ohrwurmqualität von "Hung Up", "Vogue", "Music", "4 Minutes" oder "Express Yourself". Dafür fehlt es einfach an eingängigen Melodien, die sich im Gehirn zügig festsetzen und für eine Weile dort bleiben. Da ist so nichts, was man beim Einkaufen vor sich hin summen würde und kein Song, zu dem man beim nächsten Discobesuch unbedingt tanzen möchte.
Alles in allem eine gelungene CD, der aber eben 2 bis 3 richtige Kracher fehlen, die als Single funktionieren könnten.
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am 28. April 2013
Meine Mama hatte die Musik in einem Restaurant gehört und meinte, jedes Lied sei toll und dass ihr die Musik gut gefalle. Ich habe daraufhin das Album gekauft und auch zu Hause bei mehrmaligem Hören hat sich der 1. Eindruck bestätigt. Viele junge, schnelle Lieder, aber zum Glück auch einige langsame Songs sind dabei.
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