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5.0 von 5 Sternen Alte Filme in guter Qualität
Alte Polizeiruf 11o Filme in Schwarz-Weiß und Farbe technisch gut aufbereitet und auf DVD gebracht. Heute ein Stück Nostalgie aus längst vergangenen Tagen.
Veröffentlicht am 3. Juli 2012 von Hendricks

versus
3.0 von 5 Sternen für Fans das richtige
Der Fan mag es ich habe die Serie nur verschenkt und der beschenkte fand es gut. Wie die originale von damals.
Vor 3 Monaten von DanieDX veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alte Filme in guter Qualität, 3. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs] (DVD)
Alte Polizeiruf 11o Filme in Schwarz-Weiß und Farbe technisch gut aufbereitet und auf DVD gebracht. Heute ein Stück Nostalgie aus längst vergangenen Tagen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die vierte Box der mit insgesamt 19 Gesamtboxen angekündigten und seit mehr als vierzig Jahren erfolgreichen Reihe, 2. Juni 2012
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs] (DVD)
Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975

Es geht Schlag auf Schlag und so kommt hier die inzwischen schon vierte DVD-Box, mit zu Zeiten der existierenden DDR entstandenen Folgen des Straßenfegers "Polizeiruf 110", zur Veröffentlichung. Im Laufe der Zeit sollen es insgesamt neunzehn Boxen, mit beinahe allen der innerhalb dieser Reihe von 1972 bis 1991 abgedrehten mehr als 150 Folgen sein, die erstmals auf DVD verlegt werden. Für die hier vorliegende vierte Box der Reihe und deren Veröffentlichung mit weiteren acht Folgen des TV-Kults zeichnet das Label "Studio Hamburg/Enterprises" verantwortlich. Die dieses Mal von den DVDs zu erlebenden Folgen erlebten ihre Erstausstrahlung vom September 1974 bis in den November 1975.

Die nächsten Boxen stehen sozusagen bereits in den Startlöchern und so sollen allein noch im laufenden Kalenderjahr 2012 im Fazit ganze acht Boxen der Reihe zur Veröffentlichung und in den Handel kommen. Als zudem nettes Goodie werden alle Boxen, mit den Rücken ihrer Schuber nebeneinander aufgestellt, den Schriftzug "Polizeiruf 110" nebst einer Rundumleuchte zeigen.

Als am 27. Juni 1971 mit der Folge "Der Fall der Lisa Murnau" der allererste Fall der neuen Reihe seine Erstausstrahlung erlebte, ahnte damals wohl kaum jemand, dass dies der Anbeginn und Start einer inzwischen über vierzig Jahre andauernden Erfolgsgeschichte sein würde. Vonseiten der DDR als Gegenstück zum kurz zuvor gestarteten westdeutschen "Tatort" angedacht, fand der "Polizeiruf 110" dermaßen viel Zuspruch, dass er als eine der wenigen Sendungen sogar das Ende der DDR überlebte und noch heute fester Bestandteil im aktuellen Fernsehprogramm, mit seinen frühen wie auch neu produzierten Folgen, ist.

Die zu Zeiten der DDR abgedrehten Folgen des "Polizeiruf 110" in den von wechselnden Autoren aufgeschriebenen Geschichten, waren eigentlich nie reißerisch oder mit übertriebener Action und blutrünstiger Gewalt in Szene gesetzt. Vielmehr sahen sich die Macher in der Aufgabe des sachlich kritischen Ausleuchters und Analytikers der aufgezeigten Kriminalfälle. Im Ergebnis entstand und entwickelte sich so ein eben ganz eigener und dabei unverwechselbarer Stil in der Machart und Umsetzung innerhalb der Reihe "Polizeiruf 110".

Auch wenn die Macher des "Polizeiruf 110" zu Zeiten der DDR unter ständiger Beobachtung und Kontrolle von Anbeginn bis zur Abnahme der fertigen Produktion durch staatliche Institutionen standen, wurden dennoch auch gesellschaftlich sich kritisch mit dem System auseinandersetzende Themen behandelt. Gerade auch diese für DDR-Verhältnise relativ offene Art des Umgangs mit sonst in der Öffentlichkeit oft tabuisierten Themen wie zb. Alkoholmissbrauch, Gewaltverbrechen oder sexueller Missbrauch, sorgten mit deren Authentizität für eine hohe Akzeptanz und Beliebtheit der Reihe bei deren Zuschauern.

Einen weiteren und nicht unerheblichen Teil am Erfolg der Reihe machte auch die Besetzung mit erstklassigen Darstellern innerhalb aller entstandenen Folgen aus. In den von der hier vorliegenden vierten Box zu erlebenden acht Folgen hat sich inzwischen ein festes Ermittlerteam bestehend aus "Oberleutnant Fuchs" (Peter Borgelt 1927-1994) und Oberleutnant "Jürgen Hübner" (Jürgen Frohriep 1928-1993) sowie Sigrid Göhler als "Leutnant Vera Arndt" und Kriminalassistent "Lutz Subras" (Alfred Rücker) gefunden. Bedingt durch andere Verpflichtungen der Darsteller bei Film und Theater, ist die Besetzung der Ermittler diesen Umstand angepasst und nicht in allen Folgen gleich.

Interessant ist dabei, dass es den Autoren der Reihe und schlussendlich auch den Darstellern der einzelnen Charaktere der Rollen der Ermittler gelungen ist, diese höchst unterschiedlich aufzuzeigen. So glänzt der Oberleutnant und spätere "Hauptmann Fuchs", der oft auch als der "Maigret des Ostens" bezeichnet wurde, als der gesetzte Herr mit väterlicher Ausstrahlung und honoriger Art. Oberleutnant "Jürgen Hübner" ist der klare Analytiker und moderne Kriminalist mit Hochschulabschluss.

Als einzige Frau im Team zeigt sich "Leutnant Vera Arndt" einfühlend und mit weiblicher Intuition ausgestattet, was sich auf die Ermittlungsarbeit oft sehr positiv auswirkt. Kriminalassistent "Lutz Subras" ist allein schon wegen seines noch jungen Alters der Benjamin der Truppe. Auch wenn er in den Folgen dieser vierten Box schon bestimmter mit in die Ermittlungsarbeit eingreift, wird er von "Fuchs" dennoch hin und wieder mit der Strenge des Erfahrenen und in seiner Aufgabe als Vorgesetzter angemahnt.

Neben den bereits erwähnten und fest in die Reihe integrierten Darstellern gibt es zudem in jeder der Folgen Gastauftritte anderer zur damaligen Zeit und zum Teil noch bis heute sehr bekannter und beliebter Schauspieler des damaligen DDR-Fernsehens zu erleben. Einige der Namen der in den Folgen von dieser vierten Box zu erlebenden Mimen wären die von Erwin Geschonneck, Rolf Hoppe oder die von Fred Mahr und Heinz Behrens, um hier wirklich nur einige wenige zu nennen.

Erwähnt sei an dieser Stelle, dass die von der vorliegenden Veröffentlichung zu erlebenden insgesamt acht Folgen sich zwar in der chronologisch korrekten Reihenfolge ihrer Erstausstrahlung auf den DVDs finden aber dennoch nicht komplett sind. Leider existiert zu der eigentlich dreiunddreißigsten Folge der Reihe (Der Spezialist) keine Tonspur mehr, sodass diese dann leider auch bei den veröffentlichten Folgen von dieser vierten Box der Reihe, nicht mit dabei ist. Dafür kommt mit der Folge "Das Inserat" eine Folge, die noch bis 2010 als verschollen galt und die nur durch einen Zufall wieder gefunden wurde, zur Veröffentlichung.
Zu erleben sind folgend aufgeführte Beiträge:

- Das Inserat (Buch Ulrich Waldner, Regie Heinz Seibert)
- Der Tod des Professors (Buch G. Jäckel, Regie H.-J. Hildebrandt)
- Nachttaxi (Buch Hans Siebe, Regie Werner Röwekamp)
- Der Mann (Buch Horst Bastian, Regie Manfred Mosblech)
- Heiße Münzen (Buch Dieter Frenzel, Regie H.-J. Hildebrandt)
- Ein Fall ohne Zeugen (Buch Edwin Marian, Regie Roland Oehme)
- Die Rechnung geht nicht auf (Buch J. Plötner, Regie Thomas Jacob)
- Zwischen den Gleisen (Buch G. Mehnert, Regie Werner Röwekamp)

Die acht Folgen der vorliegenden Veröffentlichung finden sich auf drei DVDs, die einzeln entnehmbar in einem zweifach klappbaren Digipack mit drei Klarsichteinlegern lagern. Ein in Hochglanzoptik gefertigter und den bisherigen bereits verlegten Boxen der Reihe passend gestalteter Pappschuber bietet diesem Digipack den Platz zur repräsentativen wie auch sicheren Aufbewahrung im heimischen DVD-Regal.

Dafür, dass sich nach dem Einlegen der DVDs in den Player mit einer Texttafel für Einschränkungen in der zu erlebenden Bild- und Tonqualität, aufgrund des verfügbaren Ausgangsmaterials entschuldigt wird, bin ich dann doch mehr wie nur zufrieden, mit dem was dann zur Ansicht kommt. Die laut Cover mit einer Gesamtlaufzeit von in etwa 560 Minuten und im Bildformat Video Aspect 4:3 gezeigten Folgen bieten eine akzeptable und zum Teil schon geradezu verblüffend gute Qualität.

Auffällig ist, dass es zwischen den einzelnen Folgen Wechsel von mit in Schwarz/Weiss und bereits in Farbe produzierten Folgen gibt. Vier der von der hier vorliegenden Box zur Ansicht kommenden Folgen zeigen sich in Farbe, während die anderen mit einem Schwarz-Weiß-Bild aufwarten. Neben der Kostenfrage soll auch der Umstand, dass die Polizeiruf-Folgen ihre Erstausstrahlung stets im "Ersten Programm" hatten, mit ein Grund dafür gewesen sein. Anfangs nämlich zeigte nur das damalige zweite Programm des Fernsehens der DDR Sendungen in Farbe. Erst später und nach und nach sendete auch das erste Fernsehprogramm der DDR dann ebenfalls in Farbe.

Die DVD-Menüs zeigen sich in der Art und Aufmachung passend im Stil bereits vorhergehender Veröffentlichungen innerhalb der Reihe des "DDR TV-Archiv" gestaltet. Versehen mit einigen animierten Szenenausschnitten und der im Hintergrund zu hörenden Titelmusik der Reihe, sind sie übersichtlich und einfach bedienbar gehalten. Dargestellt in Textform, können aus dem sich nach Einlegen der DVD in den Player öffnenden Hauptmenü heraus, die jeweils zwei bzw. drei auf den DVDs befindlichen Folgen zur unmittelbaren Wiedergabe gestartet werden. Einige in den einzelnen Folgen gesetzte Marker ermöglichen eine optionale Anwahl und Kapitelsprünge.

Ein 12-seitiges bebildertes Booklet stellt in einem ersten Teil mit "Peter Fuchs" (Peter Borgelt) und "Vera Arndt" (Sigrid Göhler) zwei Mitglieder der "Einsatzgruppe Fuchs" vor. Von der zweiten DVD kommt ein speziell für diese Veröffentlichung erstellter und ca. 53 Minuten laufender filmischer Beitrag zur Ansicht. In diesem berichtet die Schauspielerin Ursula Werner (zu sehen als "Maria Sander" in der Folge "Ein Fall ohne Zeugen"), sehr interessant über ihre Erinnerungen an die damaligen Dreharbeiten und die Reihe "Polizeiruf 110" selbst.

Tonbewertung:

Der deutsche Ton bei dieser Veröffentlichung kommt im Format Dolby digital 2.0 zu Gehör. In der Beurteilung und Wertung seiner Qualität muss man fairerweise denn Tatsachen der technischen Möglichkeiten und Gegebenheiten der vor beinahe vierzig Jahren entstandenen Tonaufnahmen Rechnung tragen. Im Gesamteindruck sind die Dialoge zumeist gut verständlich. Bisweilen fällt ein sich in unterschiedlicher Intensität bemerkbar machendes Grundrauschen auf. Der Ton wirkt ansonsten vom Volumen, bis auf wenige Ausnahmen, meist recht ausgeglichen. Der Klang selber kommt dem Alter entsprechend überwiegend recht mittig aus den Lautsprechern. Im abschließenden Urteil kann der Ton für eine derart betagt daherkommende TV-Reihe als durchaus akzeptabel und erwartungsgemäß beurteilt werden. Wieder schafft es die schmissige Titelmusik von Komponist Hartmut Behrsing, sich im Ohr festzusetzen. Untertitel für Hörgeschädigte oder Gehörlose finden sich leider nicht auf den DVDs der hier vorliegenden Veröffentlichung.

Gesamteindruck:

Nach wie vor ist es der höchst individuelle und in seiner Machart intelligente Stil dieser Krimireihe des ehemaligen Fernsehens der DDR, was sie für mich so besonders und einzigartig macht.
Ich freue mich schon jetzt auf die weiteren vier noch für dieses Jahr (2012) zur Veröffentlichung angekündigten Boxen. Ich hoffe, dass auch die weiteren noch kommenden Boxen in einer genauso exzellenten und liebevoll aufgemachten Qualität, wie die hier durch dass "Studio Hamburg/Enterprises" in Zusammenarbeit mit dem "DRA" und dem "rbbmedia" verlegte, zur Veröffentlichung kommen werden.
Nicht nur für Osttalgiger, sondern für alle Genreinteressierte, denen dieser Stil kriminalistischer Ermittlungstätigkeit mit Tiefgang und Niveau gefällt, sehr empfehlenswert. Die weiteren Boxen der Reihe erscheinen im Wechsel zusammen mit dem Label "Icestorm".
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exportschlager des DDR-Fernsehens im Osten und Westen, 5. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs] (DVD)
Die erfolgreichste Reihe des DDR-Fernsehens war Polizeiruf 110". Sie entstand als Reaktion auf den westdeutschen Tatort" und startete ebenfalls 1971. Zum vierzigsten Jubiläum wird ein Traum vieler Fans endlich wahr. Denn viele der Folgen, die noch nie im Fernsehen wiederholt wurden, erscheinen nun erstmals auf DVD. Bislang sind 158 verschiedene Tatort"-Folgen bei Walt Disney Studios und beim RBB erschienen. Vorerst soll es keine neuen Veröffentlichungen mehr geben, was viele Fans bedauern werden. Mit einer zeitlichen Verzögerung starten abwechselnd Studio Hamburg und Icestorm Entertainment mit der DVD-Veröffentlichung der frühen Polizeiruf"-Folgen aus DDR-Zeiten. Die Boxen beinhalten jeweils acht Fälle auf drei DVDs mit Laufzeiten von meist mehr als 500 Minuten, dazu viele Extras wie Darsteller-Interviews und illustrierte Booklets. Geplant sind 19 Boxen, auf denen alle 153 zu DDR-Zeiten entstandene Folgen erscheinen werden. Sie waren einst der Exportschlager des DDR-Fernsehens und wurden in über 35 Ländern ausgestrahlt. Die Reihe lief nicht nur in Osteuropa, Bulgarien, Rumänien, Polen und Ungarn, sondern auch im Westen, etwa in Dänemark, Italien und Schweden, und sogar in so fernen Ländern wie Afghanistan, der Mongolei und Vietnam. Der Polizeiruf" kam in chinesische und sowjetische Kinos, und selbst zur Devisenbeschaffung in der Bundesrepublik Deutschland diente er. Dort wurde er in den Dritten Programmen der ARD ausgestrahlt.
In der Heimat war Polizeiruf 110" die mit Abstand erfolgreichste Reihe des DDR-Fernsehens. Mit sensationellen Quoten von über 50 Prozent erwies sich der Dauerbrenner, der als einzige Reihe neben dem Sandmännchen die Wende überlebte, als wahrer Straßenfeger. Die hochwertig produzierte Krimi-Unterhaltung bietet nebenbei ehrliche Einblicke in die Alltagswirklichkeit der Menschen im realen Sozialismus, wobei zwischenmenschliche Konflikte und nicht Gewalt im Mittelpunkt stehen. Alle Folgen sind FSK 12. Im Mittelpunkt der Reihe stehen die Kriminalisten der Sondergruppe Fuchs". Sie klärt Verbrechen aller Art in der gesamten DDR auf, weshalb man ähnlich wie im westdeutschen Tatort" unterschiedliche Landschaften und Dialekte mitbekommt. So liegen die Schauplätze in Berlin, Frankfurt/Oder, Rostock, Leipzig, Dresden, Potsdam und Halle sowie auf dem Land, in Ferienorten an der Ostsee und im Harz. Im Gegensatz westdeutschen Krimi-Klassikern wie Tatort" oder Der Kommissar" gibt es Polizeiruf" oft keine Leichen. Denn die Sondergruppe ist nicht nur für Gewaltverbrechen wie Mord und Totschlag zuständig, auch Einbruch, Erpressung, Diebstahl, Betrug und Jugendkriminalität gehören zu ihren Aufgabengebieten.
Geprägt wurde der Polizeiruf 110" besonders durch die Figur des Oberleutnant, später Hauptmann Fuchs, den der Schauspieler Peter Borgelt (84 Fälle) von Beginn an verkörperte. Anfangs noch in Schwarz-Weiß ermittelte er zusammen mit Leutnant Vera Arndt (Sigrid Göhler, 46 Fälle) und Oberleutnant Hübner (Jürgen Frohriep, 63 Fälle). Polizeiruf 110" trat die Nachfolge der von 1959 bis 1968 gesendeten Reihe Blaulicht" an. Doch während diese ein Kind des Kalten Krieges war, von Agenten, Schiebern und Schmugglern handelte, die im Westen zu Hause waren und ihren Geschäften in der DDR nachgingen, verabschiedete sich Polizeiruf 110" von der grenzüberschreitenden Kriminalität. Fortan spielten kleine und große Verbrechen von DDR-Bürgern die Hauptrolle. Dabei war es ein Politikum, dass es viele dieser Verbrechen laut offiziellen Statistiken eigentlich gar nicht gab. Somit war der Polizeiruf" eine ehrliche und realistische Produktion des DDR-Fernsehens und zugleich eine moralische Instanz, die den Bürgern den Spiegel vorhalten und vor ähnlichen Taten abschrecken wollte.
Die Autoren griffen viele Konflikte und Themen auf, die im DDR-Fernsehen in einer klassen- und konfliktlosen Gesellschaft sonst äußerst selten waren oder überhaupt nicht zur Sprache kamen: Alkoholismus, Einbruch, Erpressung, Diebstahl, Betrug, Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Selbstmord oder Jugendkriminalität. Die Resonanz von realen Betroffenen und Opfern waren nach den Ausstrahlungen oft sehr groß. In den 1980er Jahren traten auch jüngere Ermittler wie Leutnant Grawe (Andreas Schmidt-Schaller, 31 Fälle) und Oberleutnant Zimmermann (Lutz Riemann, 15 Fälle) auf. Von den späteren gesamtdeutschen Ermittlern brachten es nur wenige auf über zehn Fälle, darunter waren Uwe Steimle (31 Fälle) als Hinrichs oder Edgar Selge (20 Fälle) als einarmiger Tauber. In den Nachwendefolgen wurden oft die die tiefgreifenden politischen, gesellschaftlichen und persönlichen Umbrüche in der DDR thematisiert. Das Duell" spielt vor dem Hintergrund der Demonstrationen des Herbstes 1989. In der vom WDR und DFF verantworteten Koproduktion Unter Brüdern" gibt es eine einmalige Kooperation der beiden beliebtesten Krimireihen in Ost und West, als die Duisburger Tatort"-Kommissare Schimanski und Thanner mit den Polizeiruf"-Ermittlern Fuchs und Grawe einen Fall im grenzüberschreitenden Kunstschmuggel aufklären. Auch die Kriminalisten bekommen die die politischen und sozialen Veränderungen mit. Aus dem korrekten, pflichtbewussten und moralisch einwandfreien Genossen Hauptmann wird ein Hauptkommissar mit menschlichen Stärken und Schwächen, der Wartburg als Dienstwagen hat schnell ausgedient. In Thanners neuer Job", dem letzten Polizeiruf 110" des DFF, wird mit dem ersten Ermittler Fuchs symbolisch auch der DDR-Krimi in Rente geschickt.
Nach der Auflösung des Deutschen Fernsehfunks Ende 1991 und der unmittelbar folgenden Gründung von MDR und ORB folgt eine Phase der Neuorientierung. Polizeiruf 110" erhält einen prädestinierten Sendeplatz am Sonntagabend im Wechsel mit Tatort". Das Ermittlungsgebiet wird über das der ehemaligen DDR ausgeweitet, so gibt es auch in Städten wie München oder Offenbach Ermittler. Das Spezifische geht mit der Zeit verloren und lässt oft keine allzu großen Unterschiede zum Tatort" mehr erkennen. Ein drittes Tatort"-Ermittlerteam in Ostdeutschland soll bald neben Berlin und Leipzig etabliert werden. Auch der Vorspann und die Titelmelodie haben sich längst geändert, ganz im Gegensatz zum Tatort". Somit wird ein lang gehegter Wunsch aller Krimifans aus Ost und West endlich wahr, wenn zunächst die 153 originalen" DDR-Folgen auf DVD erscheinen.
Die vierte Box, veröffentlicht von Studio Hamburg in der Reihe DDR TV-Archiv", enthält acht Fälle aus den Jahren 1974 bis 1975 mit einer Laufzeit von 560 Minuten. In Der Tod des Professors" kommt während einer Feier in seinem eigenen Haus Professor Harms auf mysteriöse Weise ums Leben. Bei ihren Ermittlungen stoßen die Kriminalisten auf ein kompliziertes Beziehungsgeflecht innerhalb der Familie Harms. Jeder einzelne von ihnen könnte der Täter sein. Carolin Harms, die junge Ehefrau des Professors, ihr Geliebter, der Schauspieler Grabeleit, der Sohn des Professors sowie auch seine Schwiegertochter Irene. In Nachttaxi" wird in einer Großstadt vor einer Baustelle ein Taxifahrer überfallen und ausgeraubt. Die Polizei findet den schwerverletzten Mann, der bei seiner Flucht vor den unbekannten Tätern von einem unverkleideten Balkon eines Rohbaus gestürzt ist. In derselben Nacht beging ein Jugendlicher nach einem Unfall mit einem gestohlenen Auto Fahrerflucht. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Ereignissen? Franz Werker ist ihn der Folge Der Mann" nach einem Tötungsdelikt vorzeitig aus der Haft entlassen worden. In einer Straßenbahnbrigade soll er wieder Fuß fassen. Doch die meisten Kollegen stehen ihm skeptisch gegenüber. Lediglich sein Brigadeleiter und Frieda Kirsch, die einzige Frau im Trupp, bringen ihm Vertrauen entgegen. Als Franz Werker sie besuchen will, ist Frieda Kirsch erschlagen. Ihm ist klar, dass jeder ihn für den Täter halten wird. In Heiße Münzen" haben unbekannte Täter zwei Tage vor einer Ausstellungseröffnung die wertvollsten Münzen aus einem Museum gestohlen. Unzureichende Sicherheitsvorkehrungen haben es den Dieben leicht gemacht. Der Verdacht liegt nahe, dass ein Mitarbeiter des Museums in den Fall verstrickt ist. Für die Kriminalisten wird der Fall zum Wettlauf mit der Zeit, denn bis zur Eröffnung müssen die gestohlenen Münzen wieder im Museum sein. In Ein Fall ohne Zeugen" wird in einer belebten Berliner Geschäftsstraße ein erst zehn Tage alter Säugling entführt. Die Mutter glaubt zunächst an einen Scherz, da niemand der Umstehenden etwas bemerkt haben will. Doch das Kind bleibt unauffindbar und die schreckliche Tat wird zur Gewissheit. Die sofortige Suchaktion der Schutzpolizei bleibt ohne Ergebnis. Da erhält Oberleutnant Hübner zwei wichtige Hinweise, die das Schlimmste befürchten lassen. In Die Rechnung geht nicht auf" versucht Roman Schneider, Barkeeper und Familienvater, durch Betrug seine ehrgeizigen Pläne zu finanzieren. Er verspricht seinen gutgläubigen Opfern Autos ohne die sonst übliche lange Wartezeit zu beschaffen. Das dafür vorausgezahlte Geld lässt er für sich arbeiten". Als die ersten Geprellten ihr Geld zurückfordern hat Schneider sich schon zu sehr in seinen waghalsigen Unternehmungen verstrickt. In Zwischen den Gleisen" werden auf einem großen Güterbahnhof von unbekannten Tätern hochwertige Waren aus den Waggons geraubt. Oberleutnant Hübner und ein Kollege von der Transportpolizei stellen fest, dass die Täter sich gut auf dem Gelände auskennen und unter den Mitarbeitern zu suchen sein müssen. Wachtmeister Subras erhält den Auftrag, verdeckt zu ermitteln. In Das letzte Wochenende" wissen die Kollegen des Maurers Heiner Kreutz nicht genau, was er an den Wochenenden tut. Er ist achtundzwanzig Jahre alt, ledig und gilt als Einzelgänger und Geheimniskrämer. Vermutlich baute er irgendwo außerhalb der Stadt ein Haus. Zuletzt hatte man ihn bei einem verdächtigen Materialtransport gesehen. Doch dann ist er plötzlich verschwunden und erst zwei Tage später wird seine Leiche im Strandbad entdeckt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Historische Krimis und DDR-Alltagseinblicke, technisch perfekt, 19. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs] (DVD)
Die 4. DVD-Box der Polizeiruf 110-Reihe enthält auf drei DVDs die acht Folgen Nr. 27-35 aus den Jahren 1974-75 in chronologischer Reihenfolge. Nicht enthalten ist jedoch Film Nr. 33 (>>Der Spezialist<<) aus dem Jahr 1975, da von dieser Folge keine Tonspur mehr vorhanden ist. Die Länge der Filme variiert von ca. 60-80 Minuten.

Verpackung/Technisches:
Rein äußerlich ist die Box wieder hochwertig und passend im Stil der Veröffentlichungsreihe gestaltet worden und macht sich somit als Teil einer Polizeiruf-Sammlung optisch gut im Regal. Die technische Qualität des Filmmaterials erfüllt erneut die höchsten Ansprüche. Gemessen am Alter des Materials sind die Filme hervorragend restauriert worden (Audio: Dolby Digital 2.0). Die Hälfte der Folgen wurde in Farbe gedreht, die andere Hälfte in s/w.

Inhalt:
Die Filme sind in doppelter Hinsicht interessant: da wären zum einen klassische Kriminalfälle, die zeitlos sind und aus heutiger Sicht aufgrund ihrer Machart zum Teil gewöhnungsbedürftig erscheinen mögen, jedoch inhaltlich brisant sind, wie z.B. die Kindesentführung im Film >>Ein Fall ohne Zeugen<<. Auf der anderen Seite erhält man z.T. bemerkenswerte Blickwinkel auf das Alltagsleben der DDR aus künstlerischer Sicht, welches hier filmisch und durch ein vermeintlich harmloses Deckmäntelchen des Krimi-Genres gezeichnet wurde. Auch sozialistische Idealbilder werden in den Filmen immer wieder projiziert. So wird der Täter in dem kriminalistisch bemerkenswerten Polizeiruf-Film >>Der Mann<< als Sonderling und arbeitsscheu charakterisiert – also als eine Person, wie man sie sich im Sozialismus nicht gewünscht hat.

Bonusmaterial:
Als Bonusmaterial bietet die Box ein exklusives 53 minütiges Interview mit der Schauspielerin Ursula Werner aus dem Jahr 2012, welches exklusiv für diese Veröffentlichungsreihe produziert wurde. Ursula Werner spielte eine der Hauptrollen in >>Ein Fall ohne Zeugen<<. In dem Interview gibt sie interessante biografische Einblicke in ihre bisherige Zeit als Schauspielerin, natürlich auch zu „ihren“ Polizeiruf-Filmen. Besonders beeindruckend ist die Schilderung der Wendezeit und die Schwierigkeiten, danach als Schauspielerin im wiedervereinigten Deutschland Fuß zu fassen. Was ihr jedoch im Laufe der Zeit (u.a. mit ihrer Hauptrolle im preisgekrönten Kinofilm >>Wolke 9<<) bekanntermaßen mehr als gut gelang. Darüber hinaus enthält die Box wie gewohnt ein bebildertes 12-seitiges Booklet, das sich in diesem Fall mit der „Einsatzgruppe Fuchs“ beschäftigt.

Fazit:
Für Polizeiruf-Fans ein Muss, für Krimifreunde interessant, man muss sich jedoch auf die damalige Machart einlassen können. Zudem bietet diese Veröffentlichung all jenen, die an Zeithistorie und TV-Geschichte interessiert sind, einmalige (und aus heutiger Sicht zum Teil skurrile) Einblicke in die filmische Darstellung des Alltags der DDR Mitte der 70er Jahre in höchster technischer Qualität.
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5.0 von 5 Sternen Polizeiruf 110 Box 4, 25. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs] (DVD)
Sehr gute Filme, gute Darsteller, gut gemacht.
Es gibt hier nichts, was nicht gefallen hat.
Allen Bekannten und Verwandten, Freunden usw.
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3.0 von 5 Sternen für Fans das richtige, 6. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs] (DVD)
Der Fan mag es ich habe die Serie nur verschenkt und der beschenkte fand es gut. Wie die originale von damals.
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5.0 von 5 Sternen Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs], 9. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs] (DVD)
Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs]
Der Artickel, Verandt und der Zeitraum vom Bestellen und des Erhalt der Ware sind in Ordnung!
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5.0 von 5 Sternen Toll !!!, 25. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs] (DVD)
Einfach spitze die Polizeiruf Boxen, habe alle gekauften verschenkt und alle sind gut angekommen. Für Liebhaber dieser Zeit und der Filme ein absolutes muss.
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5.0 von 5 Sternen Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs] Ursula Werner, 26. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs] (DVD)
Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs]
Wer ein Polizeiruf Liebhaber ist, dem gefällt auch diese Box sehr.
Da hat man viele Filme zum guten Preis. Erinnerungen
an die Anfänge des Polizeirufes 110-schön.
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5.0 von 5 Sternen zu empfehlen, 22. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs] (DVD)
gefällt mir sehr, werde mir die restlichen DVD auch noch kaufen.Die Reihenfolge der Folgen stimmen nicht überein, wechsel zwischen Farbe und schwarz weiß.
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Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs]
Polizeiruf 110 - Box 4: 1974-1975 [3 DVDs] von Ursula Werner (DVD - 2012)
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