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am 20. Juni 2012
... darum geht es in Daniel Nettheims Film -The Hunter-. Die australische Produktion überzeugt durch atemberaubende Bilder aus Tasmanien, einer Kamera, die mit 360 Grad Flugaufnahmen oder totalen Einstellungen die Filmschauplätze in all ihrer archaischen Schönheit zeigt, einer guten Story nach der Originalnovelle von Julia Leigh und einem sehr präsenten Willem Dafoe, der den wortkargen, rauen Martin David brilliant darstellt.

Martin David ist Wissenschaftler und Jäger zugleich. Als er von einem Biotech-Unternehmen einen Auftrag erhält, macht er sich auf den Weg nach Tasmanien. Dort soll er feststellen, ob es tatsächlich noch einen Tasmanischen Tiger gibt. Seine Auftraggeber berichten ihm von zwei Sichtungen des ausgestorbenen Tieres, die geheim gehalten wurden. Martin soll den Tiger, wenn er ihn findet, erlegen und Proben für die Firma nehmen. Ihm wird klar gesagt, dass er schnell sein muss und dass sein Job gefährlich ist. Auch andere Interessenten seien dem Tiger auf der Spur. So landet David in Tasmanien. Er zieht bei Lucy(Frances O'Connor) und ihren beiden Kindern Sass(Morgana Davies) und Bike(Finn Woodlock) ein. Lucys Mann Gerard, ein engagierter Tierschützer, wird seit dem letzten Sommer vermisst. Auch er war dem Tasmanischen Tiger auf der Spur. Lucy hat den Schlag nie verwunden und verbringt ihre Tage im Tablettendelirium. Martin startet seine Exkursionen und freundet sich nach und nach mit den Kindern der Familie an. Sehr schnell merkt er, dass Gerards Verschwinden vermutlich kein Unfall war. Die einheimischen Arbeiter der Holzeinschlagfirmen hassen jeden Fremden. Und im tasmanischen Urwald wird Martin urplötzlich klar, dass er nicht allein ist. Er nimmt die Fährte des Tasmanischen Tigers auf, und wird dann selbst zum Gejagten...

Ein wirklich guter Film, der vor allem auf die Bilder aus Tasmanien und Willem Dafoe setzt. Das funktioniert über 97 Minuten spannend und unterhaltsam. Nettheims mysthisches Ende der Geschichte wird vielleicht nicht jedem Zuschauer gefallen, ich fand es jedoch passend. -The Hunter- braucht ein wenig, ehe die Erzählspur erreicht wird, aber spätestens wenn Martin David durch Tasmaniens Wälder streift und seine Fallen kontrolliert, will man wissen, wie diese Geschichte zu Ende geht. Mir persönlich hat -The Hunter- gut gefallen. Sie dürfen, und müssen, das wieder einmal für sich selbst entscheiden.
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am 8. April 2013
THE HUNTER zeigt uns Willem Dafoe als Martin David, einen von einer militärischen Biotech-Firma beauftragten Jäger", der eine Kreatur finden und erlegen soll, die als ausgestorben gilt: den tasmanischen Tiger, von dem er biologische Proben sicherstellen soll. Der perfekt durchorganisierte Einzelgänger bekommt im Laufe seiner Mission Schwierigkeiten, sein Ziel im Fokus zu halten, lässt er sich doch von einer Frau und zwei Kindern, bei denen er sich von seinen Ausflügen in die Wildnis erholt, mehr und mehr in Beschlag nehmen. Zunächst widerwillig, findet er später Gefallen an ihrer Gesellschaft. In diese zwei Handlungsstränge wurde ein dritter eingeflochten: der Kampf von Umweltschützern, die die Urwälder Tasmaniens vor der Abholzung schützen wollen bzw. der Kampf der Leute, die von dem Abholzen der Bäume leben, ihre Jobs zu erhalten. Die Handlungsstränge sind durchaus gleichberechtigt und perfekt zusammengefügt.

Der Vorspann ist unterlegt mit Aufnahmen eines eines tasmanischen Tigers, jenem gestreiften Beuteltier mit Hundekopf, dem unglaublich weit aufklappbaren Maul und einem Schwanz, der dem eines Kängurus ähnelt. Es handelt sich um exakt die Bilder, die ich auf einem kleinen Fernseher im tasmanischen Museum, das sich in der tasmanischen Hauptstadt Hobart befindet und den Namen "Tasman Museum & Art Gallery" trägt, gesehen habe: schwarz/weiß Aufnahmen eines Tigers in Gefangenschaft, welcher eindeutig einen Käfigkoller hat. Die Tiger wurden zu Tode zu gejagt, um die Schafe der Siedler zu schützen. Von der Regierung wurde für tote Tiere ein Kopfgeld gezahlt und wo es ein Kopfgeld gibt, sind die Bounty Hunter natürlich sofort zur Stelle. Das letzte gefangene Exemplar starb 1936 im Zoo von Hobart. Der Beutelwolf, wie er auch genannt wird, gilt heute offiziell als ausgestorben. Es gibt jedoch immer wieder Sichtungen und so hält sich bei vielen Leuten hartnäckig der Glaube, dass irgendwo in der Wildnis einige Exemplare überlebt haben.

Angekommen in Hobart macht sich Martin auf den Weg zu seiner Unterkunft. Da diese und deren Bewohner so gar nicht nach seinem Geschmack sind, rückt wieder ab. In einer abgelegenen Bar, wo er die Toilette benutzt, fragt er nach einem Zimmer und macht gleich die unangenehme Bekanntschaft mit einigen Holzfällern, die ihn für einen Umweltschützer halten. Man achte auf den Aufkleber, der sich in der Toilette befindet: "Save our native forest" wurde mit Filzstift verbessert in "Save our jobs".

Also kein Zimmer für Martin! Der Einzelgänger muss sich daher doch bei der für ihn vorgesehenen Unterkunft im Outback einrichten und macht Bekanntschaft mit Lucy und ihren zwei Kindern, die sich Sass und Bike nennen. Lucys Mann ist von einem Marsch in die Berge (noch) nicht zurückgekehrt. Unter der Vorgabe, nach tasmanischen Teufeln zu suchen, macht Martin sich von diesem Basislager immer wieder auf den Weg in die tasmanische Wildnis, stellt Schlag- und Schlingfallen auf und verfolgt Spuren. Dafoe muss in diesen Szenen den Film alleine tragen und bringt eine erstklassige Performance. Seine Ruhe, seine Mimik, die Präzisionseiner Bewegungen und seine ganze physische Präsens werden von der Kamera höchst effektiv eingefangen und verschmelzen immer wieder perfekt mit den tollen Aufnahmen von der tasmanischen Landschaft. Schön, dass es auch Tieraufnahmen von einem Wombat, einem Pademelon ("kleines Känguru") und "Teufeln", die ebenfalls Beuteltiere sind, gibt. Gerade letztere scheinen mittlerweile sehr rar zu sein, denn auf meinen Wanderungen durch die Wildnis ist mir nicht ein Devil begegnet. Zu Ohren gekommen ist mir ihr Gekreische jedoch - allerdings nur ein einziges Mal.

Weitere Abstecher in die Wildnis folgen und bald hat Martin das Gefühl, selbst verfolgt zu werden. Lucy und die Kinder ziehen ihn bei seinen Aufenthalten im Basislager immer mehr in ihren Bann, was einem Freund von Lucy, Jack Mindy (toller Auftritt von Sam Neill!), gar nicht gefällt. Hinzu kommen Entdeckungen in Bezug auf seinen Auftrag, die Martin zu denken geben. Ganz klar, dass sich die Lage nach einiger Zeit zuspitzt. Es kommt zu einem Zwischenfall, der den Hunter dazu bringt, seine Mission abzuschließen und einen neuen Abschnitt in seinem Leben zu betreten.

Das Bild ist einer Lage feinen Filmkorns überzogen und zeigte sich bis auf wenige softe Aufnahmen äußerst scharf auf meiner Cinemascope Leinwand. Farben werden toll wiedergegeben und ich, als jemand der nahezu 400 Kilometer in dieser Landschaft unterwegs war, kann behaupten, die Wildnis Tasmaniens kommt wahrlich lebensecht rüber. Es sieht tatsächlich so aus, als ob man durch ein großes Fenster Martin David bei der Spurensuche und beim Legen der Trap Line" beobachtet. Ich wäre gerne sofort zum Hunter reingestiegen.

Da viele Aufnahmen in der Natur spielen, lebt das Sounddesign von Wind, Regen, Insektenbrummen, Vogelgezwitscher und Tiergeräuschen. Der 5.1 DTS HD Master Audiotrack der Originalfassung bringt all dies sehr realistisch rüber. Hin und wieder gibt es musikalische Unterstützung und auch der Subwoofer fängt bedrohlich an zu brodeln. Eine über weite Strecken angenehm ruhige Akustik, die die Bilder optimal begleitet. Die Dialoge lassen sich leicht verfolgen. Ich mag diese leicht näselnde Stimme von Dafoe und die ganzen Nuancen seiner Sprechweise, die er in dieser Rolle rüberbringt. Besonders schön ist der Akzent von Bass, die zudem einen witzigen Sprechrhythmus hat. Wegen akuter Akzentverluste ist die deutsche Tonspur eine sterile Angelegenheit. Der Synchronsprecher von Dafoe gibt sich alle Mühe, aber Mühe allein genügt nicht.

Wer sich abseits des Mainstream orientiert oder die Schnauze voll hat von dieser seelenlosen, aus Rechnern gezogenen PG-13 Gülle, mit der wir aus Hollywood zugemüllt werden, sollte einen Blick riskieren. In der Ruhe liegt die Kraft!

Tasmanien, quo vadi? Wird sich der negative Prozess, der vor langer Zeit in Gang gesetzt wurde, noch stoppen lassen? Werden Besucher bald nur noch über Straßen, die durch Nutzwälder führen, von Nationalpark zu Nationalpark fahren? Das nenne ich den "Korridoreffekt" (in Neuseeland zum Teil schon Realität!). Gibt es tatsächlich in der Wildnis noch irgendwo Beutelwölfe? Wird es irgendwann geklonte Exemplare geben? Wird sich die Natur irgendwann an den Menschen rächen für das, was ihr wegen Geld angetan wurde und immer noch angetan wird?
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Gleich zu Beginn sollte man wohl erwähnen das dieser Film die Meinungen ziemlich stark spalten wird, denn "The Hunter" ist ein sehr außergewöhnliches Werk, das sich irgendwo zwischen Drama-und Abenteuerfilm ansiedelt. Wer nun ein actiongeladenes Spektakel erwartet sieht sich am Ende sicherlich seiner Hoffnungen beraubt, bekommt man hier doch viel eher eine sehr ruhig erzählte Story-Line präsentiert, die im Prinzip zu keiner Zeit mit viel Tempo-und Rasanz ausgestattet ist. Das hat der Film jedoch auch überhaupt nicht nötig, entfaltet er doch gerade durch das Fehlen übertriebenen Aktionismus erst seine volle Intensität und kann nur so auch wirklich auf den Zuschauer einwirken. Und diese Wirkung ist streckenweise wirklich schon als gigantisch zu bezeichnen, vor allem die vorhandene Bildgewalt der brillanten Landschaftsaufnahmen berührt einen auf eine ganz eigene Art. Einerseits ist man absolut fasziniert von der unberührten Natur, die aber auch gleichzeitig etwas sehr Bedrohliches beinhaltet. Es ist also nicht weiter verwunderlich, das insbesondere die Passagen den größten Eindruck hinterlassen, in denen sich der Jäger Martin (Willem Dafoe) vollkommen abseits jeglicher Zivilisation allein auf die Jagd nach dem letzten Tasmanischen Tiger begibt, um einem profitgeilen Konzern extrem wertvolle Organe dieses eigentlich ausgestorbenen Tieres zu beschaffen. In diesen Phasen der Geschichte kommt es einem so vor, als wenn man sich selbst in der unendlich weiten und nicht erschlossenen Naturlandschaft Tasmaniens befindet. Es gibt keine störenden Dialoge, in diesen Einstellungen ist man ganz allein mit einem einzelnen Mann und dessen faszinierender Umgebung konfrontiert, so das man fast schon mit dem Szenario verschmilzt. Dabei öffnet man sich ganz automatisch den manigfaltigen Eindrücken und saugt diese wie ein Schwamm in sich auf.

Unterbrochen wird das Ganze zwischendurch immer wieder von Einstellungen, in denen Martin sich bei der Familie befindet, bei der er Unterschlupf gefunden hat, um seine Jagd sorgfältig zu planen. Auch dieser Teil der außergewöhnlichen Geschichte ist ein ganz wichtiger Bestandteil des Gesamtpaketes, denn hier wird einem die innerliche Wandlung eines Mannes näher gebracht. Tritt Dafoe zu Beginn noch als scheinbar emotionsloser Söldner auf der lediglich seinen Auftrag erfüllen will, so verändert er sich mit der Zeit zusehends. Er stellt seinen Auftrag immer mehr in Frage und setzt seine Prioritäten vollkommen anders, als es noch zu Beginn der Fall war. Hier kommt einmal mehr das herausragende schauspielerische Talent eines Willem Dafoe zum Vorschein, denn ohne jegliche Theatralik und viele Worte ist der mann allein durch seine bestechende Mimik dazu in der Lage, die gesamte Gefühls-Palette eines Menschen zum Ausdruck zu bringen. Seine eigentliche Aufgabe gerät kaum merklich immer mehr in den Hintergrund und er entwickelt wahre Gefühle für die Menschen, bei denen er untergekommen ist. Das äußerst sich insbesondere durch Kleinigkeiten, die jedoch für den Betrachter äußerst gut nachzuvollziehen sind, so das ganz unweigerlich eine starke Identifizierung mit den Ereignissen stattfindet.

Nun beklagen sich einige Leute über mangelnde Spannung in diesem Werk und zugegebenermaßen ergibt sich diese auch lediglich aus der Frage, ob der Jäger am Ende wirklich noch auf einen Tasmanischen Tiger trifft und seinen Auftrag erfüllt. In einem finalen Showdown wird diese Frage ganz am Ende auch beantwortet, wobei dies auf eine ganz andere Art und Weise passiert, wie manch einer es wohl nicht vermuten wird. Diese letzte Phase des Geschehens ist dann auch besonders ergreifend und berührt einen selbst im Innersten. Die damit verbundene Botschaft der Geschichte ist mehr als eindeutig und hinterlässt beim Zuschauer einen bleibenden-und sehr nachhaltigen Eindruck, den man nicht so schnell wieder abstreifen kann. Worauf es zum Schluss letztendlich hinausläuft kann man sich zwar schon etwas früher ausmalen, wenn man jedoch mit den ergreifenden Szenen am Ende konfrontiert wird ist das eine ganz andere Sache. Die Bilder gehen nicht spurlos an einem vorbei und kriechen dabei sehr tief unter die eigene Haut. Zwar ist "The Hunter" ohne jegliche Action in Szene gesetzt worden, doch hat man im Prinzip zu keiner Zeit das Gefühl, das man etwas vermissen würde. Zu sehr berührt einen das intensiv gestaltete Szenario und die Bildgewalt tut ihr Übriges dazu, das der Betrachter sich auf das wirklich Wesentliche konzentriert.

Im Endeffekt handelt es sich bei "The Hunter" um ein erstklassiges-und hochwertiges Film-Erlebnis, das jedoch ganz bestimmt nicht jeden Geschmack treffen wird. Man muss sich der Geschichte öffnen und tief in das Szenario eintauchen, um die volle Wirkung dieses herausragenden Werkes auch spüren zu können. Wer ein actiongeladenes Jagd-Abenteuer erwartet sollte lieber gleich die Finger von der DVD lassen, denn dafür sind die Ereignisse definitiv nicht ausgelegt worden. Stattdessen bekommt man ein sehr ruhig erzähltes Drama präsentiert, das mit diversen Abenteuer-Elementen versehen wurde. Neben einem omnipräsenten Willem Dafoe sind es insbesondere die eindrucksvollen Bilder, die man als absolutes Highlight ansehen muss. Das Gesamtpaket ist letztendlich ein sehr ungewöhnlicher aber absolut faszinierender Film, den ich persönlich schon als kleines Meisterwerk bezeichnen möchte. Zu diesem Ergebnis kann man jedoch nur kommen, wenn man sich auch ohne jegliche Vorbehalte und mit der richtigen Erwartungshaltung dieser Geschichte nähert. Ist man dazu in der Lage, dann wird man mit hochklassiger Filmkost belohnt, die man nicht so schnell vergessen wird.

Fazit:

Auch wenn manch einer "The Hunter" als langweilig bezeichnet und sich über mangelnde Spannung beschwert, dürfte es etliche Menschen geben, die das vollkommen anders sehen. Und das ist auch gut so, handelt es sich doch um eine faszinierende Geschichte, die meiner persönlichen meinung nach sehr viel Aufmerksamkeit verdient hat.
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am 23. Oktober 2014
Persönliche verstehe ich nicht, wieso viele Leute diesen Film als langweilig, oder schlecht empfinden.
Dieser Film ist anspruchsvoll, und es sollte nicht nur immer um Aktion gehen, obwohl dies hier auch zu finden ist.

Der Film hat eine klasse Story und wird super gespielt, das Ende ist unerwartet, und die Filmatmosphäre ist wundervoll.

Klare Weiterempfehlung.
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am 5. August 2015
Ich habe den Film eines Abends auf meinem Smart-TV bei Prime angezeigt bekommen und ohne weitere Nachforschung oder Nachlese in der Erwartung gestartet, im Hinblick auf den als "hochbezahlten Industriesöldner" bezeichneten Willem Dafoe einen Thriller- oder Actionfilm geboten zu bekommen, der vielleicht im Sinne von Rambo mit Wildnis-Kampfelementen gespickt ist. Bekommen habe ich ein tiefgehendes Drama mit einem überragenden Willem Dafoe.

Richtig ist, dass der Film viele Passagen enthält, die den Hauptcharakter zeigen, wie er durch die Tasmanische Wildnis auf der Suche nach dem letzten Tasmanischen Tiger streift. Dahinter steckt jedoch viel mehr. Martin David (Willem Dafoe) kommt während seines Aufenthaltes in Tasmanien bei einer allein erziehenden und medikamtenabhängigen Frau unter, die gemeinsamen mit ihren beiden jüngeren Kindern (Bike & Sass) in der Einöde lebt. Ihr Mann ist seit über einem Jahr auf der Suche nach dem Tiger verschwunden, man glaubt jedoch noch an Rückkehr. Der Film besticht hier in den Streifzügen nicht nur durch die tollen Landschaftsaufnahmen, sondern durch die überzeugende und - das ist besonders hervorzuheben - niemals kitschige Charakterentwicklung von Martin David, der zunächst genervt von seinem Umfeld und der spartanischen Unterbringung eine immer weitergehende Bindung zu Familie entwickelt; insbesondere dem verschwiegenen Bike. Dabei vergisst er beinage seine "Pflichten", den Tiger aufzuspüren.

Für mich ist der Film ein vernachlässigtes Meisterwerk, das man auf jeden Fall gesehen haben sollte.
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am 1. November 2014
Über die Story wurde schon viel geschrieben, daher beschränke ich mich darauf, wie mir der Film gefallen hat.
Und ich muss sagen: großartig!
Tolle Landschaftsaufnahmen aus Tasmanien, ein hervorragender Willem Dafoe und eine tolle bzw. tragische Geschichte um die Ausrottung des tasmanischen Tigers.

Wer mal ein bisschen was anderes sehen will, als den üblichen, hirnverbrannten Action-Mist, dem kann ich diesen Film nur ans Herz legen.
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am 10. Januar 2015
Der Film hat alles, was man sich wünscht.
Ich bin begeistert.

Wieder ein Beweis dafür, dass gute Filme auch ohne viele Worte auskommen.
Vielfältige und schöne Emotionen, sowie Aktion und Spannung und ein wenig Romanze.
Außerdem noch etwas Natur. Perfekte Mischung!
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am 1. Februar 2016
Ein Jäger auf der Suche nach einem Tiger? Klingt nach einem langweiligen Dokumentarfilm, dachte ich ... und lag falsch. Die Geschichte geht sofort los, ohne großer Vorgeplänkel gehts auf die Jagd. Trotz weniger Dialoge (und auch sehr wenigen Schüssen) sehr spannend inszeniert! Es wird nicht langweilig: Jagdszenen, Landschaftsaufnahmen und die parallel erzählte Geschichte einer Familie, die in den Bergen von Tasmanien lebt, wechseln sich in einem guten Takt ab.

Sucht man einen Action-Streifen ist dieser Film definitv falsch. Sucht man einen ruhigen Film, den man mit einem Glas Rotwein am Kamin schauen möchte: genau richtig!
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am 1. November 2014
Die schlechten Rezessionen kann ich nicht teilen. Weder behauptet dieser Film eine Doku über Tasmanische Tiger noch ein actiongeladener Hunter vs. Hunter a la die Jason Bourne Verschwörung zu sein. Wer mit dieser Erwartung an den Film herangeht ist hier falsch.

The Hunter - zählt zu den Filmen für die man sich ein bisschen Zeit nehmen sollte, bereit sein sollte einzutauchen und mitzufühlen. Das habe ich getan und mir hat der Film sehr gut gefallen vor Allem die immer wieder wirklich schönen Landschaften Tasmaniens die zwischendurch eingeblendet werden.

Es ist ein eher ruhiger Film (mit ein ganz kleines bisschen Action gegen Ende) den man einfach auf sich wirken lassen sollte. Wer die ganze Zeit davor sitzt und "wann passiert denn endlich mal was" fiebert wird bitter enttäuscht und das zu Recht, denn so eine Art Film ist es eben nicht.
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am 9. Januar 2015
Dafoe glänzt im Film, trotz oder vielleicht vielmehr wegen seiner wortkargen Leistungen. Diese ergänzt sich gut zur eindrucksvollen tasmanischen Landschaft. Die Hintergrundgeschichte erscheint ein wenig schwach, fällt aber im Film nicht weiter auf, wenn man sich auf den Film einlässt und diese nicht völlig hinterfragt.
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