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73 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das letzte Exemplar seiner Art...
... darum geht es in Daniel Nettheims Film -The Hunter-. Die australische Produktion überzeugt durch atemberaubende Bilder aus Tasmanien, einer Kamera, die mit 360 Grad Flugaufnahmen oder totalen Einstellungen die Filmschauplätze in all ihrer archaischen Schönheit zeigt, einer guten Story nach der Originalnovelle von Julia Leigh und einem sehr...
Veröffentlicht am 20. Juni 2012 von Thomas Knackstedt

versus
3.0 von 5 Sternen Interessante Variante an das Thema heranzugehen...
Dank amazon prime gesehen.
Spoilerfreie Rezension!

Ich fand den Film jetzt nicht schlecht muss ich sagen.
Er zeigt einiges an Natur, zeigt auch ein deutlich interessantes Thema auf.
WillemDafoe ist für mich ein sehr guter Schauspieler.

Jedoch gibt es auch einige Mängel an dem Machwerk.
Dramen die keine Dramen sind...
Vor 10 Tagen von -db- veröffentlicht


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73 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das letzte Exemplar seiner Art..., 20. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: The Hunter (DVD)
... darum geht es in Daniel Nettheims Film -The Hunter-. Die australische Produktion überzeugt durch atemberaubende Bilder aus Tasmanien, einer Kamera, die mit 360 Grad Flugaufnahmen oder totalen Einstellungen die Filmschauplätze in all ihrer archaischen Schönheit zeigt, einer guten Story nach der Originalnovelle von Julia Leigh und einem sehr präsenten Willem Dafoe, der den wortkargen, rauen Martin David brilliant darstellt.

Martin David ist Wissenschaftler und Jäger zugleich. Als er von einem Biotech-Unternehmen einen Auftrag erhält, macht er sich auf den Weg nach Tasmanien. Dort soll er feststellen, ob es tatsächlich noch einen Tasmanischen Tiger gibt. Seine Auftraggeber berichten ihm von zwei Sichtungen des ausgestorbenen Tieres, die geheim gehalten wurden. Martin soll den Tiger, wenn er ihn findet, erlegen und Proben für die Firma nehmen. Ihm wird klar gesagt, dass er schnell sein muss und dass sein Job gefährlich ist. Auch andere Interessenten seien dem Tiger auf der Spur. So landet David in Tasmanien. Er zieht bei Lucy(Frances O'Connor) und ihren beiden Kindern Sass(Morgana Davies) und Bike(Finn Woodlock) ein. Lucys Mann Gerard, ein engagierter Tierschützer, wird seit dem letzten Sommer vermisst. Auch er war dem Tasmanischen Tiger auf der Spur. Lucy hat den Schlag nie verwunden und verbringt ihre Tage im Tablettendelirium. Martin startet seine Exkursionen und freundet sich nach und nach mit den Kindern der Familie an. Sehr schnell merkt er, dass Gerards Verschwinden vermutlich kein Unfall war. Die einheimischen Arbeiter der Holzeinschlagfirmen hassen jeden Fremden. Und im tasmanischen Urwald wird Martin urplötzlich klar, dass er nicht allein ist. Er nimmt die Fährte des Tasmanischen Tigers auf, und wird dann selbst zum Gejagten...

Ein wirklich guter Film, der vor allem auf die Bilder aus Tasmanien und Willem Dafoe setzt. Das funktioniert über 97 Minuten spannend und unterhaltsam. Nettheims mysthisches Ende der Geschichte wird vielleicht nicht jedem Zuschauer gefallen, ich fand es jedoch passend. -The Hunter- braucht ein wenig, ehe die Erzählspur erreicht wird, aber spätestens wenn Martin David durch Tasmaniens Wälder streift und seine Fallen kontrolliert, will man wissen, wie diese Geschichte zu Ende geht. Mir persönlich hat -The Hunter- gut gefallen. Sie dürfen, und müssen, das wieder einmal für sich selbst entscheiden.
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tasmanien, quo vadis?, 8. April 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Hunter [Blu-ray] (Blu-ray)
THE HUNTER zeigt uns Willem Dafoe als Martin David, einen von einer militärischen Biotech-Firma beauftragten Jäger", der eine Kreatur finden und erlegen soll, die als ausgestorben gilt: den tasmanischen Tiger, von dem er biologische Proben sicherstellen soll. Der perfekt durchorganisierte Einzelgänger bekommt im Laufe seiner Mission Schwierigkeiten, sein Ziel im Fokus zu halten, lässt er sich doch von einer Frau und zwei Kindern, bei denen er sich von seinen Ausflügen in die Wildnis erholt, mehr und mehr in Beschlag nehmen. Zunächst widerwillig, findet er später Gefallen an ihrer Gesellschaft. In diese zwei Handlungsstränge wurde ein dritter eingeflochten: der Kampf von Umweltschützern, die die Urwälder Tasmaniens vor der Abholzung schützen wollen bzw. der Kampf der Leute, die von dem Abholzen der Bäume leben, ihre Jobs zu erhalten. Die Handlungsstränge sind durchaus gleichberechtigt und perfekt zusammengefügt.

Der Vorspann ist unterlegt mit Aufnahmen eines eines tasmanischen Tigers, jenem gestreiften Beuteltier mit Hundekopf, dem unglaublich weit aufklappbaren Maul und einem Schwanz, der dem eines Kängurus ähnelt. Es handelt sich um exakt die Bilder, die ich auf einem kleinen Fernseher im tasmanischen Museum, das sich in der tasmanischen Hauptstadt Hobart befindet und den Namen "Tasman Museum & Art Gallery" trägt, gesehen habe: schwarz/weiß Aufnahmen eines Tigers in Gefangenschaft, welcher eindeutig einen Käfigkoller hat. Die Tiger wurden zu Tode zu gejagt, um die Schafe der Siedler zu schützen. Von der Regierung wurde für tote Tiere ein Kopfgeld gezahlt und wo es ein Kopfgeld gibt, sind die Bounty Hunter natürlich sofort zur Stelle. Das letzte gefangene Exemplar starb 1936 im Zoo von Hobart. Der Beutelwolf, wie er auch genannt wird, gilt heute offiziell als ausgestorben. Es gibt jedoch immer wieder Sichtungen und so hält sich bei vielen Leuten hartnäckig der Glaube, dass irgendwo in der Wildnis einige Exemplare überlebt haben.

Angekommen in Hobart macht sich Martin auf den Weg zu seiner Unterkunft. Da diese und deren Bewohner so gar nicht nach seinem Geschmack sind, rückt wieder ab. In einer abgelegenen Bar, wo er die Toilette benutzt, fragt er nach einem Zimmer und macht gleich die unangenehme Bekanntschaft mit einigen Holzfällern, die ihn für einen Umweltschützer halten. Man achte auf den Aufkleber, der sich in der Toilette befindet: "Save our native forest" wurde mit Filzstift verbessert in "Save our jobs".

Also kein Zimmer für Martin! Der Einzelgänger muss sich daher doch bei der für ihn vorgesehenen Unterkunft im Outback einrichten und macht Bekanntschaft mit Lucy und ihren zwei Kindern, die sich Sass und Bike nennen. Lucys Mann ist von einem Marsch in die Berge (noch) nicht zurückgekehrt. Unter der Vorgabe, nach tasmanischen Teufeln zu suchen, macht Martin sich von diesem Basislager immer wieder auf den Weg in die tasmanische Wildnis, stellt Schlag- und Schlingfallen auf und verfolgt Spuren. Dafoe muss in diesen Szenen den Film alleine tragen und bringt eine erstklassige Performance. Seine Ruhe, seine Mimik, die Präzisionseiner Bewegungen und seine ganze physische Präsens werden von der Kamera höchst effektiv eingefangen und verschmelzen immer wieder perfekt mit den tollen Aufnahmen von der tasmanischen Landschaft. Schön, dass es auch Tieraufnahmen von einem Wombat, einem Pademelon ("kleines Känguru") und "Teufeln", die ebenfalls Beuteltiere sind, gibt. Gerade letztere scheinen mittlerweile sehr rar zu sein, denn auf meinen Wanderungen durch die Wildnis ist mir nicht ein Devil begegnet. Zu Ohren gekommen ist mir ihr Gekreische jedoch - allerdings nur ein einziges Mal.

Weitere Abstecher in die Wildnis folgen und bald hat Martin das Gefühl, selbst verfolgt zu werden. Lucy und die Kinder ziehen ihn bei seinen Aufenthalten im Basislager immer mehr in ihren Bann, was einem Freund von Lucy, Jack Mindy (toller Auftritt von Sam Neill!), gar nicht gefällt. Hinzu kommen Entdeckungen in Bezug auf seinen Auftrag, die Martin zu denken geben. Ganz klar, dass sich die Lage nach einiger Zeit zuspitzt. Es kommt zu einem Zwischenfall, der den Hunter dazu bringt, seine Mission abzuschließen und einen neuen Abschnitt in seinem Leben zu betreten.

Das Bild ist einer Lage feinen Filmkorns überzogen und zeigte sich bis auf wenige softe Aufnahmen äußerst scharf auf meiner Cinemascope Leinwand. Farben werden toll wiedergegeben und ich, als jemand der nahezu 400 Kilometer in dieser Landschaft unterwegs war, kann behaupten, die Wildnis Tasmaniens kommt wahrlich lebensecht rüber. Es sieht tatsächlich so aus, als ob man durch ein großes Fenster Martin David bei der Spurensuche und beim Legen der Trap Line" beobachtet. Ich wäre gerne sofort zum Hunter reingestiegen.

Da viele Aufnahmen in der Natur spielen, lebt das Sounddesign von Wind, Regen, Insektenbrummen, Vogelgezwitscher und Tiergeräuschen. Der 5.1 DTS HD Master Audiotrack der Originalfassung bringt all dies sehr realistisch rüber. Hin und wieder gibt es musikalische Unterstützung und auch der Subwoofer fängt bedrohlich an zu brodeln. Eine über weite Strecken angenehm ruhige Akustik, die die Bilder optimal begleitet. Die Dialoge lassen sich leicht verfolgen. Ich mag diese leicht näselnde Stimme von Dafoe und die ganzen Nuancen seiner Sprechweise, die er in dieser Rolle rüberbringt. Besonders schön ist der Akzent von Bass, die zudem einen witzigen Sprechrhythmus hat. Wegen akuter Akzentverluste ist die deutsche Tonspur eine sterile Angelegenheit. Der Synchronsprecher von Dafoe gibt sich alle Mühe, aber Mühe allein genügt nicht.

Wer sich abseits des Mainstream orientiert oder die Schnauze voll hat von dieser seelenlosen, aus Rechnern gezogenen PG-13 Gülle, mit der wir aus Hollywood zugemüllt werden, sollte einen Blick riskieren. In der Ruhe liegt die Kraft!

Tasmanien, quo vadi? Wird sich der negative Prozess, der vor langer Zeit in Gang gesetzt wurde, noch stoppen lassen? Werden Besucher bald nur noch über Straßen, die durch Nutzwälder führen, von Nationalpark zu Nationalpark fahren? Das nenne ich den "Korridoreffekt" (in Neuseeland zum Teil schon Realität!). Gibt es tatsächlich in der Wildnis noch irgendwo Beutelwölfe? Wird es irgendwann geklonte Exemplare geben? Wird sich die Natur irgendwann an den Menschen rächen für das, was ihr wegen Geld angetan wurde und immer noch angetan wird?
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102 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für ein grandioser Film, 12. Juli 2012
Von 
Marc Jozefiak "horror 1966" (Hildesheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Hunter (DVD)
Gleich zu Beginn sollte man wohl erwähnen das dieser Film die Meinungen ziemlich stark spalten wird, denn "The Hunter" ist ein sehr außergewöhnliches Werk, das sich irgendwo zwischen Drama-und Abenteuerfilm ansiedelt. Wer nun ein actiongeladenes Spektakel erwartet sieht sich am Ende sicherlich seiner Hoffnungen beraubt, bekommt man hier doch viel eher eine sehr ruhig erzählte Story-Line präsentiert, die im Prinzip zu keiner Zeit mit viel Tempo-und Rasanz ausgestattet ist. Das hat der Film jedoch auch überhaupt nicht nötig, entfaltet er doch gerade durch das Fehlen übertriebenen Aktionismus erst seine volle Intensität und kann nur so auch wirklich auf den Zuschauer einwirken. Und diese Wirkung ist streckenweise wirklich schon als gigantisch zu bezeichnen, vor allem die vorhandene Bildgewalt der brillanten Landschaftsaufnahmen berührt einen auf eine ganz eigene Art. Einerseits ist man absolut fasziniert von der unberührten Natur, die aber auch gleichzeitig etwas sehr Bedrohliches beinhaltet. Es ist also nicht weiter verwunderlich, das insbesondere die Passagen den größten Eindruck hinterlassen, in denen sich der Jäger Martin (Willem Dafoe) vollkommen abseits jeglicher Zivilisation allein auf die Jagd nach dem letzten Tasmanischen Tiger begibt, um einem profitgeilen Konzern extrem wertvolle Organe dieses eigentlich ausgestorbenen Tieres zu beschaffen. In diesen Phasen der Geschichte kommt es einem so vor, als wenn man sich selbst in der unendlich weiten und nicht erschlossenen Naturlandschaft Tasmaniens befindet. Es gibt keine störenden Dialoge, in diesen Einstellungen ist man ganz allein mit einem einzelnen Mann und dessen faszinierender Umgebung konfrontiert, so das man fast schon mit dem Szenario verschmilzt. Dabei öffnet man sich ganz automatisch den manigfaltigen Eindrücken und saugt diese wie ein Schwamm in sich auf.

Unterbrochen wird das Ganze zwischendurch immer wieder von Einstellungen, in denen Martin sich bei der Familie befindet, bei der er Unterschlupf gefunden hat, um seine Jagd sorgfältig zu planen. Auch dieser Teil der außergewöhnlichen Geschichte ist ein ganz wichtiger Bestandteil des Gesamtpaketes, denn hier wird einem die innerliche Wandlung eines Mannes näher gebracht. Tritt Dafoe zu Beginn noch als scheinbar emotionsloser Söldner auf der lediglich seinen Auftrag erfüllen will, so verändert er sich mit der Zeit zusehends. Er stellt seinen Auftrag immer mehr in Frage und setzt seine Prioritäten vollkommen anders, als es noch zu Beginn der Fall war. Hier kommt einmal mehr das herausragende schauspielerische Talent eines Willem Dafoe zum Vorschein, denn ohne jegliche Theatralik und viele Worte ist der mann allein durch seine bestechende Mimik dazu in der Lage, die gesamte Gefühls-Palette eines Menschen zum Ausdruck zu bringen. Seine eigentliche Aufgabe gerät kaum merklich immer mehr in den Hintergrund und er entwickelt wahre Gefühle für die Menschen, bei denen er untergekommen ist. Das äußerst sich insbesondere durch Kleinigkeiten, die jedoch für den Betrachter äußerst gut nachzuvollziehen sind, so das ganz unweigerlich eine starke Identifizierung mit den Ereignissen stattfindet.

Nun beklagen sich einige Leute über mangelnde Spannung in diesem Werk und zugegebenermaßen ergibt sich diese auch lediglich aus der Frage, ob der Jäger am Ende wirklich noch auf einen Tasmanischen Tiger trifft und seinen Auftrag erfüllt. In einem finalen Showdown wird diese Frage ganz am Ende auch beantwortet, wobei dies auf eine ganz andere Art und Weise passiert, wie manch einer es wohl nicht vermuten wird. Diese letzte Phase des Geschehens ist dann auch besonders ergreifend und berührt einen selbst im Innersten. Die damit verbundene Botschaft der Geschichte ist mehr als eindeutig und hinterlässt beim Zuschauer einen bleibenden-und sehr nachhaltigen Eindruck, den man nicht so schnell wieder abstreifen kann. Worauf es zum Schluss letztendlich hinausläuft kann man sich zwar schon etwas früher ausmalen, wenn man jedoch mit den ergreifenden Szenen am Ende konfrontiert wird ist das eine ganz andere Sache. Die Bilder gehen nicht spurlos an einem vorbei und kriechen dabei sehr tief unter die eigene Haut. Zwar ist "The Hunter" ohne jegliche Action in Szene gesetzt worden, doch hat man im Prinzip zu keiner Zeit das Gefühl, das man etwas vermissen würde. Zu sehr berührt einen das intensiv gestaltete Szenario und die Bildgewalt tut ihr Übriges dazu, das der Betrachter sich auf das wirklich Wesentliche konzentriert.

Im Endeffekt handelt es sich bei "The Hunter" um ein erstklassiges-und hochwertiges Film-Erlebnis, das jedoch ganz bestimmt nicht jeden Geschmack treffen wird. Man muss sich der Geschichte öffnen und tief in das Szenario eintauchen, um die volle Wirkung dieses herausragenden Werkes auch spüren zu können. Wer ein actiongeladenes Jagd-Abenteuer erwartet sollte lieber gleich die Finger von der DVD lassen, denn dafür sind die Ereignisse definitiv nicht ausgelegt worden. Stattdessen bekommt man ein sehr ruhig erzähltes Drama präsentiert, das mit diversen Abenteuer-Elementen versehen wurde. Neben einem omnipräsenten Willem Dafoe sind es insbesondere die eindrucksvollen Bilder, die man als absolutes Highlight ansehen muss. Das Gesamtpaket ist letztendlich ein sehr ungewöhnlicher aber absolut faszinierender Film, den ich persönlich schon als kleines Meisterwerk bezeichnen möchte. Zu diesem Ergebnis kann man jedoch nur kommen, wenn man sich auch ohne jegliche Vorbehalte und mit der richtigen Erwartungshaltung dieser Geschichte nähert. Ist man dazu in der Lage, dann wird man mit hochklassiger Filmkost belohnt, die man nicht so schnell vergessen wird.

Fazit:

Auch wenn manch einer "The Hunter" als langweilig bezeichnet und sich über mangelnde Spannung beschwert, dürfte es etliche Menschen geben, die das vollkommen anders sehen. Und das ist auch gut so, handelt es sich doch um eine faszinierende Geschichte, die meiner persönlichen meinung nach sehr viel Aufmerksamkeit verdient hat.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioser Film, 23. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: The Hunter (Amazon Instant Video)
Persönliche verstehe ich nicht, wieso viele Leute diesen Film als langweilig, oder schlecht empfinden.
Dieser Film ist anspruchsvoll, und es sollte nicht nur immer um Aktion gehen, obwohl dies hier auch zu finden ist.

Der Film hat eine klasse Story und wird super gespielt, das Ende ist unerwartet, und die Filmatmosphäre ist wundervoll.

Klare Weiterempfehlung.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltklasse!, 24. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: The Hunter (DVD)
Wow, der Film hat mich trotz des langsamen Tempos, oder vielleicht sollte man sagen grade wegen der ruhigen Art wie die Geschichte erzählt wird, absolut gefesselt.
Naturaufnahmen, die zum Träumen einladen, ein großartiger Protagonist, eine tragische jedoch unpahetische Familiengeschichte und eine Gesellschaftskritik, die zum Nachdenken anregt.
Kurz gesagt, Profitwahn, Egoismus, anstelle von Empathie, Beziehung, Natur.

SPOILER
Ein Beispiel: Der Protagonist bereitet ein Picknick mit der Familie bei der er unterkommt vor, sie wollen sich zu viert einen schönen Tag machen, zurück zur Normalität, denn der Verlust des Vaters wiegt schwer in der Familie. Dann bekommt er einen Anruf, sein Auftraggeber macht ihm klar, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Prompt packt er die Sachen und zieht los, sehr zur Enttäuschung der Familie.
Als er nach ein paar Tagen wiederkommt, ist die Familie tot. Mutter und Tochter sind bei einem Hausbrand ums Leben gekommen, nur der kleine Sohn hat überlebt.

Im übertragenen Sinn siegt hier der Egoismus, die Beziehung wird zunichte gemacht.

Dabei fing alles verheißungsvoll an, der Protagonist kümmert liebevoll um die kranke und mit Medikamenten zugedröhnte Mutter, wäscht sie mithilfe der Kinder und repariert den Stromgenerator. Der Stromausfall und somit der Verlust von Licht ist hier eine schöne Metapher für den depressiven Seelenzustand der Mutter.
Er fungiert ohne dass er es ihm bewusst ist als Vaterersatz für die Kinder, und lässt die Musikboxen im Baum erklingen.
Der nächste Schritt wäre eine Liebesbeziehung zwischen ihm und der Mutter gewesen, doch er bleibt aus, weil der Auftrag Priorität hat, er zieht wie beschrieben los und lässt somit (fast) alles hinter sich.

Eindrucksvoll ist die Szene, in der der Protagonist vor dem erlegten Tiger in Tränen ausbricht, er wird sich seiner Tat bewusst. Die Zerstörung eines einzigartigen Lebewesens zugunsten der Wissenschaft.
SPOILER ENDE

Die große Stärke des Films ist die Charakterdarstellung des Söldners, des Protagonisten. Anstatt eines gefühlllosen Soziopathen, der nur Befehlen folgt, wird hier ein Mensch gezeigt, der zwar einerseits hart ist, unerschütterlich, aber eben auch mitfühlend und reflektierend. Klasse!
Das Ende hat mich zu Tränen gerührt, unglaublich emotionale Schlusszene. Und gleichzeitig eine Art Wiedergutmachung des Protagonisten, nach der indirekten und direkten Zerstörung von Beziehung und Natur.
Nochwas, der Soundtrack ist großartig, ich höre ihn grade während ich diese Zeilen schreibe. :)
Jungs und Mädels da draußen, guckt euch diesen Film an! Wenn ihr allerdings nur auf oberflächliche Action a la the Fast and the Furious steht, dann kann ich euch versichern, dass euch der Film nicht groß unterhalten wird.
Es ist eine Perle, die zum Nachdenken anregt, Bilder hervorzaubert die euch nochmal klar werden lassen wie schön doch die Natur ist, man kriegt richtig Lust auf Survival, irgendwo im nirgendwo!
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Jagd auf den letzten Beutelwolf...., 14. August 2012
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Hunter (DVD)
Der Tasmanische Tiger war bis zu seinem Aussterben das größte fleischfressende Beuteltier auf dem gesamten australischen Kontinent. Das letzte bekannte Exemplar starb 1936 in einem Zoo.
Weil sie für blutrünstige Jäger gehalten wurden, die Schafe rissen, setzte die Regierung ein Kopfgeld von einem Pfund für jedes erlegte Exemplar aus. Zeitgleich - so vermuten Wissenschaftler - könnte auch eine Epidemie das Aussterben der Species mit beschleunigt haben.
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist der Tasmanische Tiger damit ausgestorben, dennoch wird immer wieder von Sichtungen lebender Tiere in Tasmannien berichtet. Es existieren jedoch keine Beweise für diese Beobachtungen.
Im Jahr 2000 begannen Wissenschaftler mit der weiteren Erforschung der DNA des Tieres, um die ausgestorbene Art vielleicht erneut züchten zu können. Fünf Jahre später gaben sie den Versuch auf, denn das vorhandene Genmaterial war zu lückenhaft, um es tatsächlich zu rekonstruieren. Im Jahr 2005 setzte eine australische Zeitschrift eine Belohnung von umgerechnet 750.000 Euro für den Beweis eines lebendigen Exemplars.
Der australische Film "The Hunter" von Daniel Nettheim geht ebenfalls diesem fabelhaften, legendären Raubtier nach und realsierte damit den 1999 erschienene Roman von Julia Leigh.
Der Söldner und Jäger David Martin (Willem Dafoe) wird von der militärischen Biotech-Firma Read Leaf engagiert, einen dieser vermeintlich ausgestorbenen tasmanischen Tiger aufzuspüren, denn es gab vor kurzem zwei Sichtungen, die vielversprechend klangen. Sein Auftrag lautet: Gewebe- und Organproben am Ende seiner Mission als Beweis mitzubringen.
Er reist nach Tasmanien unter dem Pseudonym eines Universitätsprofessors und kommt durch Vermittlung bei der alleinerziehenden Mutter Lucy (Frances O0`Connor) und ihren beiden Kids Sass (Morgana Davies ) und Bike (Finn Woodlock). Der Vater - ein Umweltschützer - ist seit mehreren Monaten in der Wildnis verschwunden und wird vermisst.
Es ist ziemlich sicher, dass ihm etwas zugestoßen ist - Martin vermutet gar, dass die Bürger des Ortes vielleicht etwas damit zu tun haben. Denn die lieben keine Umweltaktivisten, denn sie fürchten um ihren Arbeitsplatz abei der dort ansässigen Holzfällerfirma, dem größten Arbeitgeber der Region.
Jack Mindy (Sam Neill), ein lokaler Führer, steht ihm als Unterstützung zur Verfügung, doch der schweigsame Martin ist ein Einzelgänger, der wenig Kontakt mit Menschen hat und sich Ruhe und Zeit bei seiner Jagd lässt. Allerdings leistet er sich sowohl bei der Zuneigung zur Familie als auch für das zu jagende Tier immer mehr Gefühl...
Regie in "The Hunter" führte Daniel Nettheim, der damit sein eigenes Skript verfilmte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Zuschauer wird in dem langsamen und bedächtigten Erzählfluß nicht nur mit einem Abenteuer konfrontiert, sondern liefert zustätzlich eine beklemmende Kritik am Menschen ab, der mit seinen Ambitionen Herr der Welt zu sein, vor allem einer faszninierenden und erhaltenswerten Tierwelt immer mehr die wichtigsten Grundlagen der Existenz raubt. Daher gestaltet sich das Ende auch extrem bitter in seiner Konsequenz und im Verhalten des Jägers und entlässt das nachdenkliche Publikum ratlos wegen diesem Dilemma zurück.
Immer wieder hört man von vom Aussterben bedrohten Arten, hier ist Engagement gefragt und "The Hunter" liefert da auf jeden Fall eine Überzeugungsarbeit ab aktiv zu werden.
Wer viel Action erwartet, der wird vielleicht eher enttäuscht sein, denn neben dem Portrait eines stillen Jägers, der akribisch seine Arbeit macht, herrscht vor allem eine meditative Grundstimmung vor, eine Art Metapher sich auf die Grundbedürfnisse zu besinnen.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Still und Eindrucksvoll, 9. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: The Hunter (Amazon Instant Video)
Dafoe glänzt im Film, trotz oder vielleicht vielmehr wegen seiner wortkargen Leistungen. Diese ergänzt sich gut zur eindrucksvollen tasmanischen Landschaft. Die Hintergrundgeschichte erscheint ein wenig schwach, fällt aber im Film nicht weiter auf, wenn man sich auf den Film einlässt und diese nicht völlig hinterfragt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehenswert, 1. November 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Hunter (Amazon Instant Video)
Die schlechten Rezessionen kann ich nicht teilen. Weder behauptet dieser Film eine Doku über Tasmanische Tiger noch ein actiongeladener Hunter vs. Hunter a la die Jason Bourne Verschwörung zu sein. Wer mit dieser Erwartung an den Film herangeht ist hier falsch.

The Hunter - zählt zu den Filmen für die man sich ein bisschen Zeit nehmen sollte, bereit sein sollte einzutauchen und mitzufühlen. Das habe ich getan und mir hat der Film sehr gut gefallen vor Allem die immer wieder wirklich schönen Landschaften Tasmaniens die zwischendurch eingeblendet werden.

Es ist ein eher ruhiger Film (mit ein ganz kleines bisschen Action gegen Ende) den man einfach auf sich wirken lassen sollte. Wer die ganze Zeit davor sitzt und "wann passiert denn endlich mal was" fiebert wird bitter enttäuscht und das zu Recht, denn so eine Art Film ist es eben nicht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neuer Lieblingsfilm, 10. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: The Hunter (Amazon Instant Video)
Der Film hat alles, was man sich wünscht.
Ich bin begeistert.

Wieder ein Beweis dafür, dass gute Filme auch ohne viele Worte auskommen.
Vielfältige und schöne Emotionen, sowie Aktion und Spannung und ein wenig Romanze.
Außerdem noch etwas Natur. Perfekte Mischung!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Elegie...., 30. September 2012
Von 
Dude - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Hunter (DVD)
...über die letzten ihrer Art, die Großartigkeit der Natur, die Einsamkeit und die Dummheit und Habgier der Menschen.

Achtung: Dies ist kein Actionthriller, sondern ein ruhiges Drama!

Der Hunter, großartig gespielt von Willem Dafoe, hat einen Jagdauftrag von einem Konzern erhalten. Dafür muss er sich in die Einöde Tasmaniens begeben.
Er kommt bei einer Familie unter.
Bald stellt sich heraus, dass nicht alles wie gedacht und geplant verläuft...

Tolle Naturaufnahmen, eine melancholische Grundstimmung und eine anrührende Story machen diesen kleinen Film zu einem Stück ganz großen Kinos.

Das Buch, welches hier verfilmt wurde, stammt von Julia Leigh, die auch das Drehbuch zu Sleeping Beauty schrieb und dort Regie führte.
Das Buch stammt bereits aus dem Jahr 1999 und hat einige Literaturpreise gewonnen.

Ein Film für Film- und Naturgenießer!
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The Hunter
The Hunter von Daniel Nettheim (DVD - 2012)
EUR 7,99
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