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3.0 von 5 Sternen letzte Songideen von Jeffrey Lee Pierce, 29. September 2012
Rezension bezieht sich auf: The Journey Is Long (Audio CD)
Es müssen viele kleine und kurz gehaltene Songideen auf jene Kassette gepasst haben, die das späte Gun Club-Mitglied Cypress Grove beim Garage-Aufräumen gefunden hat. Das zweite Volume beherbergt im Wesentlichen die gleichen Musiker wie bei der ersten Verwertung und Interpretation der letzten Songideen von Jeffrey Lee Pierce, und eine dritte Runde ist schon fest in Veröffentlichungsplanung. Nick Cave duettiert wieder mit Debbie Harry, und Lydia Lunch, Mark Lanegan, Isobel Campbell, Mick Harvey, Warren Ellis und viele Musiker mehr helfen die Musik des sich legendär totgesoffen habenden Gun-Club-Vorstehers bekannter zu machen.

Kurios und für sich sprechend, wie sehr gestandene Musiker aus den verschiedensten Genre-Bereichen unbedingt dabei sein wollen, wenn es darum geht Pierce ein musikalisches Denkmal zu setzen. Denn eigentlich kannte den Gun Club keine Sau, Underground-Experten der Achtziger und eben Musiker höchstens. Ein bisschen wie Kyuss im Stoner-Rock: als es sie gab, sprach keiner über sie, hinterher alle. Roots-Rock, Roots-Punk, Roots-Blues, Roots-Jazz: alles am Gun Club war irgendwie erdig, dreckig, einfach und authentisch. Lo-Fi-Hymnen der Verzweiflung aus einer vergangenen Zeit, die irgendwie etwas Historisches haben und die erstaunlich viele Sänger, man frage nur Mark Lanegan, tief beeinflusst haben.

Es ist im weitesten Sinne Rock-Musik der bluesigen Spielart die die Songstarke CD beinhaltet, einzelne Tracks herauszustellen ist schwierig, weil Vorlieben offenbarend, natürlich macht es Spaß dem Cave zuzuhören wie er Zeilen eines echten Junkies intoniert („City In Pain“), natürlich hört man genauer hin, wenn er mit der Grande Dame der Achtziger, Blondie‘s Debbie Harry, über Liebe und Verzweiflung reüssiert („The Breaking Hands“), und vorher Mark Lanegan und Isobel Campbell selbiges tun, aber Hugo Race, Steve Wynn, Lydia Lunch und Nick Harvey machen ihre Sache nicht schlechter, was ein wenig dazu führt, irgendwann abzuschalten, bei so vielen verschiedenen Dreieinhalb-Minütern. Es ist nicht die große Rock-Offenbahrung die Jeffrey Lee Pierce auf Kassette hinterlassen hat, der Mann hat schlicht eine so hohe Reputation unter Musikern, dass sie ihn und seine Songs nicht so richtig loslassen wollen. Möge er in Frieden ruhen, das Jeffrey Lee Pierce Sessions Project wird nicht mehr sein als eine anrührende und grundsolide Hommage.

MQ
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