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67 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Geschichte zum Film
Untertitelt ist das Buch mit 'Das zweite Leben des Philippe Pozzo di Borgo. Die wahre Geschichte zum Film'. Wer erwartet, wie im Film einen Gag nach dem anderen zu erleben, wird hier enttäuscht werden. Dieses Buch ist keine Komödie. Dieses Buch erzählt die Wahrheit. Ganz ungeschönt erzählt Philippe Pozzo di Borgo aus seinem Leben, wie er...
Veröffentlicht am 27. März 2012 von Monika Schulte

versus
128 von 134 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Irreführender Titel
Der Film läuft ja seit einigen Wochen in den Kinos und daher habe ich mir vor kurzem das Buch besorgt, denn wenn ein Film auf einem Buch basiert, habe ich es gern vor dem Kinogang schon gelesen.
Dieses Buch war jedoch eine kleine Enttäuschung, was aber hauptsächlich daran lag, dass ich mit falschen Erwartungen ans Lesen gegangen bin. Ich dachte in dem...
Veröffentlicht am 10. April 2012 von josbookcorner


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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Keineswegs "lustig", sondern sehr bedrückend, 19. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Den Film habe ich noch nicht gesehen, doch als ich im Vorwort von dem Autoren las "...Für den Spielfilm wurde die Geschichte allerdings vereinfacht, verändert, verkürzt und es wurden zahlreiche, der Phantasie der Regisseure entsprungene Situationen hinzugefügt", stand für mich fest, dass ich zumindest erst einmal das Buch lese.

Die ersten zwanzig Seiten nahmen mich gefangen....die nächsten fast 100 Seiten stürzten mich in gähnende Langeweile. Hier berichtete der Autor ziemlich springend und konfus von seiner frühen Familiengeschichte und bald wusste ich nicht mehr, wovon denn *jetzt* eigentlich wieder die Rede ist.

Die anschließenden Seiten.....unendliches Leid! Abgrundtiefes Entsetzen....

Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie einige Rezensenten hier von einem "lustige Buch" sprechen können. Ich kapier das nicht.

Hier schreibt ein Mensch in tiefstem, schrecklichsten Leid von und mit all seinen Schmerzen, voll depressiver Verzweiflung, die einem aus jeder Silbe und jedem Satz entgegen tropft. Sobald der Autor von sich erzählt, endet bald jede Seite mit einem (im übertragenen Sinne) "Ich kann nicht mehr" oder "Bitte erlöse mich" und man wünscht es sich für ihn von ganzem Herzen.

Mittendrin war ich beinah versucht, das Buch zuzuschlagen, doch paradoxerweise erfüllte mich so etwas wie ein Schuldgefühl, denn schließlich könnte sich der Autor auch nicht mit einem "Buchzuklappen" aus seinem furchtbaren Elend befreien...so las ich zuende, sehr bedrückt...ein richtiger "Runterzieher" das Buch und doch auch ein so ungeschönt ehrlicher Bericht eines verzweifelten Menschen, der erst auf den letzten eineinhalb Seiten mit einem beinah versöhnlich klingenden "Das Leben ist schön" endet....was ich ihm allerdings nicht abnehme/ abnehmen kann ( so sehr ich ihm auch von Herzen diese Einstellung und dieses Glück wünsche!!).

Besagte, ihm Titel erwähnte "Freundschaft" spielt in diesem Buch so gut wie gar keine Rolle und erst im Schlusskapitel taucht überhaupt sein "Pfleger" auf und auch da wird nur sehr am Rande, fast aufzählend von einigen Episoden berichtet, wo ich mich lesend schon fragte, worauf eigentlich diese anscheinend tiefe Herzensfreundschaft begründete?

Nun ist doch eine Rezension daraus geworden, wo doch schon so viele sich zu diesem Buch geäußert haben und ich eigentlich wirklich nichts (mehr) dazu schreiben wollte. Doch dann las ich, wie gesagt, mit einem Schrecken im Herzen, dass einige Rezensenten dieses Buch als "lustiges", "witziges" Buch beeichneten und war echt schockiert....und wollte mich nun doch nicht der Lesestimme enthalten.

Ich wünsche jedenfalls dem Autoren von ganzem Herzen Glück und vor allem auch Schmerzfreiheit!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bei allem Verständnis: Ein ermüdender Ego-Trip., 16. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Generell verspüre ich kein sogenanntes Mitleid mit Falschirmspringern, Bungeespringern u.v.a., wenn es zu einem Unfall kommt. Vielmehr Verständnis, Respekt und oft auch Hochachtung für und vor den Schicksalen im Rollstuhl, vor allem, wenn sie bravourös gemeistert werden. Eine Erzählung darüber kann spannend und lehrreich sein - und auch Demut erzeugen. Nur ein kleiner Teil davon ist in diesem Buch zu finden. Deshalb habe ich diese spätestens ab dem letzten Drittel ermüdende und sich in Passagen auch wiederholende Lektüre geschlossen und abgehakt. Ich hatte genug von "ich, ich, ich ...", "meine Schmerzen ..." usw. usw. Sorry, keine wirkliche Empfehlung, vor allem, weil ich nicht verstanden habe, was mir/uns der Autor eigentlich im Kern sagen will.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweilig!, 13. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ziemlich beste Freunde: Ein zweites Leben (Kindle Edition)
Haben Sie den Film gesehen?
Falls ja: Belassen Sie es dabei!
Falls nein: Schauen Sie ihn sich an!
Ein Kauf des Buches lohnt sich in beiden Fällen definitiv nicht!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Berührend ...., 16. Juni 2012
Natürlich kann man das Buch nicht mit dem Film vergleichen. Der war einfach nur genial intelligent unterhaltsam.
Das Buch von Phillippe ist sehr berührend, manchmal schwermütig und man erfährt auch einiges über die Zeit vor seinem schweren Unfall und dem vielen Leid, das er und seine Frau ertragen mußten.
Das ist nicht unbedingt leichte Unterhaltung. Muß es auch nicht !
Trotzdem hat mir etwas gefehlt. Ich glaube der rote Faden in seiner Darstellung.
Viele Zeitenwechsel und Gedankensprünge. Manches fand ich auch zu schnell abgehandelt.
Trotzdem ein Buch, das man lesen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berührend, ergreifend, sonnig, 7. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
„In der Stille herrscht das Bewusstsein. Es ordnet ein, was uns umgibt.
In der Stille thront der Mensch.“

Passend zum gleichnamigen Film erschien zum Kinostart vor zwei Jahren eine Neuauflage der Biografie von Philippe Pozzo di Borgo (*1951). Wer sich dieses Buch allerdings nach dem Filmgenuss zu Gemüte führt, kann durch das Cover, welches den Filmplakaten entstammt, irregeführt werden. Es handelt sich nicht um eine Komödie, ebensowenig ist es eine Biografie im herkömmlichen Sinne. Der Leser wird vielmehr mit Gedankenfetzen konfrontiert, die sich wie Wolken vor den Augen bewegen und so einen eigenen Film erschaffen. Zunächst sehr melancholisch und traurig wendet sich jedoch der Plot. Ironischerweise aber völlig entgegengesetzt zu seiner Lebensgeschichte.

Der Franzose Philippe Pozzo di Borgo entstammt einem korsischen Adelsgeschlecht, wuchs gediegen auf, die Welt stand ihm offen. Luxus umgab ihn, doch früh merkte er, dass er auch selbst für seinen eigenen Luxus arbeiten möchte. Im Studium lernte er seine Frau Beatrice kennen, die er durch schwere Krankheit begleitete. Doch das getrübte Glück nagte an seiner Psyche, er entdeckte das Gleitschirmfliegen für sich, wurde von Mal zu Mal waghalsiger, bis ihn schließlich die Sicherheit verließ: er landete ungebremst in einem Hang – und spürte von nun an kopfabwärts nichts mehr. Querschnittsgelähmt. Dieser Schicksalsschlag ließ ihn in eine tiefe Depression fallen, doch seine Frau nahm ihre letzte Kraft zusammen, bis sie drei Jahre später ihren letzten Atemzug auf dieser Erde tat. Philippe versank in ein Loch.

Und hier beginnt das Buch. „Ich habe keine Vergangenheit mehr, keine Zukunft, ich bin nur noch gegenwärtiger Schmerz.“ In seinem Zimmer im Bett gefesselt gibt er sich seinen Gedanken hin, ist abhängig von helfenden Händen, ihm bleibt nur sein Verstand, der von Schmerzen jedoch zeitweilig außer Betrieb gesetzt wird.
Um aktiv zu bleiben und in diesem Zustand noch Spuren zu hinterlassen schreibt er ein Buch – ein Tonband liegt dabei stets bereit. Fragmente fügen sich zusammen, Gedanken, die unterbrochen werden, doch alles wirkt wie eine Off-Stimme eines Films. Im Laufe der Lektüre dringt durch all diese Erinnerungen ein Hoffnungsschimmer –Philippe spricht über sein Leben mit einem Sonnengemüt, welches in all der Tragik sehr zu Herzen rührt.
Abdel, der Pfleger, stellt in der Lektüre keinen Hauptcharakter dar, wie im Film. Er schleicht sich vielmehr ein mit Anekdoten und irrwitzigen Geschichten, dass verständlich wird, warum ein Pfleger aus einfachen Verhältnissen diesen erfolgreichen Mann aus einer Depression holte – nein, vielmehr zog.
Der Autor genoss vor seinem Unfall viele Vorzüge des Lebens, ließ nichts unangetastet. Sein Unfall und der Tod seiner Frau brachte sein Leben zum Einstürzen. Das Buch hingegen beginnt tragisch, traurig, melancholisch, doch mit jeder Erinnerung, die er sich von der Seele redet, jedem schönen Ereignis, welches er trotz Behinderung erleben darf, klettert er aus seinem schwarzen Loch. Zu leben ohne sich bewegen zu können, leben zu müssen, weil man dem selbstständig auch kein Ende setzen kann, bedeutet eine große Tortur. Abdel symbolisiert einen Neuanfang, doch konnte er die Hoffnung nicht vermitteln, da nur der Hoffnungslose allein vermag sie zu entdecken. Diesen steinigen Weg hat der Autor grandios vermittelt. Er lernte neu zu leben und zu lieben.

Das vorliegende Buch und viele Rundfunk- und Fernsehauftritte erreichten ein großes Publikum. Sein Reichtum ermöglichte nicht nur ihm selbst Besserung seiner Lebensumstände, sondern erreichte viele Gleichgesinnte.
„Ich grüße ganz besonders meine Brüder und Schwestern im Rollstuhl, alle Menschen mit Behinderung, das heißt Sie alle, denn wir alle sind durch das Leben Behinderte.“
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der gefallene Engel und sein Schutzteufel, 13. Dezember 2012
Von 
Belles Leseinsel (Mainz, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Philippe Pozzo di Borgo ist privilegiert. Er wächst in sehr wohlhabenden Verhältnissen auf, lernt schon als Kind durch den Beruf des Vaters viele verschiedene Kulturen und Länder kennen. Mit 20 Jahren lernt der Biograph seine große Liebe Beatrice kennen, sie heiraten und schon kurz darauf wird seine Frau das erste Mal schwanger. Doch der Kinderwunsch soll ihnen nicht erfüllt werden, Beatrice muss mehrere Fehl- und Totgeburten erleben. Ihre Liebe verzweifelt daran jedoch nicht und wenige Jahre später entschließen sie sich zur Adoption zweier Kinder aus Bogota. Philippe Pozzo die Borgo ist mittlerweile Geschäftsführer der Fa. Champagnes Pommery und ihr Leben könnte nicht glücklicher sein. Doch Beatrice erkrankt an einer seltenen Blutkrankheit und dann stürzt der Autor mit 42 Jahren mit dem Gleitschirm ab. Vom den Schultern ab ist er ab diesem Zeitpunkt gelähmt, auf Intensivpflege angewiesen.

In stellenweise sehr kurzen Passagen erzählt Philippe Pozzo di Borgo Passagen aus seiner Kindheit und Jugend. Hierdurch bekommt man eine sehr gute Vorstellung von seinem Leben als Sohn einer alteingesessenen adligen Familie, die ihren Stammsitz auf Korsika hat. Doch zwischendurch wechselt er immer wieder in die Gegenwart, in sein zweites Leben. Sehr sachlich geht er hierbei mit den Problemen um, die zwangsläufig durch seine Behinderung auftreten, sei es die intensive hygienische und medizinische Pflege, aber auch über seine quälenden Phantomschmerzen spricht er in seinem Buch.

Hierbei geht der Autor mit seiner Lähmung sehr pragmatisch und rech emotionslos um. Mitleid will er hiermit eindeutig nicht erzeugen und man fängt schon bald an, Philippe Pozzo di Borgo ob seiner inneren Kraft zu bewundern, solche Leiden durchzustehen und doch immer wieder den Mut zum Weiterleben zu finden.

Die Stimmung des Buches ist oft sehr melancholisch, traurig, dann wieder voll Zynismus, Lebenslust, aber auch Lebensfrust, dem Wunsch zu sterben und doch wieder die Kraft zu finden, weiterzuleben. Denn als wäre die Querschnittslähmung von Philippe Pozzo die Borgo nicht schon schlimm genug, erkrankt seine große Liebe Beatrice an Krebs. Zwar findet seine Frau noch einmal Kraft, um die lange Rehazeit mit ihrem Mann durchzustehen, doch schon bald holt die Krankheit sie wieder ein. In dieser Zeit ist ihm Abdel eine große Stütze.

Der Ex-Sträfling ist das genaue Gegenteil von dem adligen Geschäftsmann. Dickköpfig, stur, total von sich überzeugt, keine Frau ist vor ihm sicher und auch vor Gewalt scheut Abdel nicht zurück. Doch sein Schutzteufel ist auch äußerst hilfsbereit, selbstlos, immer für seinen Patienten da, rettet ihm mehr als einmal das Leben, heitert ihn immer wieder auf, ist immer da, wenn der Autor in braucht.

Aber leider täuscht der Einband des Buches wie auch die Kurzbeschreibung über den Inhalt des Buches. Die Freundschaft zwischen Philippe Pozzo di Borgo findet erst richtig im letzten Drittel des Buches Erwähnung. Zwischendurch wird Abdel nur ab und an mal erwähnt, ist eher eine Randfigur, denn in der Hauptsache dreht sich die Biographie um das Leben von Philippe und Beatrice, ihre Liebe, ihre Krankheit und ihr Leiden.

Es ist ein sehr emotionales Buch. Philippe Pozzo di Borgo versteht es sehr gut, einem das Leben eines Querschnittgelähmten näher zu bringen mit all seinen Schwierigkeiten, welche Auswirkungen eine solches Lähmung auf den Körper hat, wie die Wahrnehmung der Sinne sich verändern, ja, das ganze Leben plötzlich völlig neue, andere Schwerpunkte erhält. Dies vermittelt der Autor gekonnt, doch ab und an hat mich die stellenweise etwas abgehackte Erzählweise gestört, da Geschehnisse oft nur in kurzen Absätzen Erwähnung finden und der Autor dann das Thema wechselt.

Fazit: Kurzbeschreibung und Buchcover vermitteln einen falschen Eindruck über den Inhalt des Buches. Im Vordergrund steht klar das Leben von Philippe und Beatrice. Die ziemlich besten Freunde Abdel und Philippe finden erst im letzten Drittel genügend Aufmerksamkeit.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Biografie zum mitfühlen, 11. November 2012
Erster Eindruck:
Von dem Film "Ziemlich beste Freunde" hat wahrscheinlich schon jeder gehört, schließlich gehört er dieses Jahr zu den meist besuchten Kinofilmen. Im Kino habe ich den Film leider verpasst. Also habe ich mir gedacht, dass ich das Buch von Philippe Pozzo di Borgo zuvor lesen könnte, bevor ich den Film anschaue. Gesagt - getan.

Meine Meinung:
Philippe Pozzo di Borgo erzählt seine Lebensgeschichte auf authentische Weise. Der Schreibstil ist zwar am Anfang etwas ungewöhnlich, nachdem man jedoch eine Zeit liest, kommt man damit gut zurecht. Nur bei wenigen Formulierungen stolpert man und es wird nicht ganz deutlich, was damit gemeint ist.

Der Autor führt einen durch sein Leben, angefangen bei seiner Geburt. Hierbei nimmt er kein Blatt vor den Mund und beschreibt seine verschiedene Lebensabschnitte sehr reel. Sehr überraschend fand ich, dass Philippe Pozzo di Borgo so starke Schmerzen hat. Ich dachte, durch die Lähmung kann man gar nichts mehr fühlen. Aber Schmerzen hat er im Körper trotzdem.

Besonders dramatisch sind die vielen Schicksalsschläge die di Borgo mit seiner ersten Frau erleidet. Als würde sein Unfall nicht schon reichen, spielt ihnen das Leben auch sonst übel mit. Die Krebserkrankung seiner Frau und die totgeborenen Kinder sind wirklich traurig. Hier muss ich wirklich Philippe Pozzo di Borgos Stärke bewundern. Irgendwie schafft er es immer, sich wieder aufzuraffen, selbst wenn es manchmal länger dauert.

Die Freundschaft mit Abdel Sellou ist wirklich außergewöhnlich. Die beiden sind so grundverschieden, aber dennoch sind sie auf einer Wellenlänge. Besonders Abdels "Witze" sind mir sehr in Erinnerung geblieben und bringen einen während des Lesens zum Schmunzeln. Ich denke, es ist auch genau diese Natürlichkeit Abdels gegenüber Philippe, die diesen immer wieder aufmuntert.

Mein Fazit:
Philippe Pozzo di Borgos Buch ist erschreckend ehrlich und regt zum Nachdenken an. Ich habe es trotz des ungewöhnlichen Schreibstils sehr gerne gelesen und kann es auf jeden Fall weiter empfehlen. Nur überrascht sollte man nicht sein, falls man den Film schon gesehen hat - das Buch ist komplett anders.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mein Schutzteufel, 12. September 2012
“Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
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“Er hat mich befreit, wenn ich gefangen war, beschützt, wenn ich schwach war. Er hat mich zum Lachen gebracht, wenn ich nicht mehr konnte.
Er ist mein Schutzteufel.“
Philippe Pozzo di Borgo über seinen ehemaligen Pfleger und Freund Abdel Sellou
.
Zum Inhalt:
Es ist eine im wahrsten Sinne fabelhafte Geschichte: Philippe Pozzo di Borgo ist Geschäftsführer der Firma Champagnes Pommery, als er 1993 mit dem Gleitschirm abstürzt und vom Hals an querschnittsgelähmt bleibt. Er ist 42 Jahre alt und braucht einen Intensivpfleger. Der arbeitslose Ex-Sträfling Abdel erscheint zum Vorstellungsgespräch und kriegt den Job. Mit seiner ungehobelten, lebensfrohen und authentischen Art wird Abdel zu Philippes „Schutzteufel“. Zehn Jahre lang pflegt er ihn, begleitet ihn durch alle dramatischen und komischen Momente seines Lebens – und gibt ihm mit seiner Vitalität die Lebensfreude zurück.
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Meine Meinung:
Meine Kinder haben mir dieses Buch geschenkt, da ich es unbedingt lesen wollte und ich muss sagen es hat sich gelohnt. Selten habe ich ein Buch über ein solche trauriges Schicksal gelesen, was gleichzeitig vor Lebensfreude – und mut nur so übersprudelt. Philippe di Pozzo schreibt wie er oft mit seinem Schicksal hadert, aber trotz allem nie aufgibt. Ich kann diesen Menschen nur von ganzem Herzen bewundern. .
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Einige Passagen in dem Buch waren zwar manchmal etwas verwirrend, weil di Pozzo di wahrscheinlich auch geschrieben hat, so wie er sich gerade dran erinnert. Dadurch springt die Erzählung schon mal ein wenig und ist nicht immer in der chronologisch richtigen Reihenfolge. Das ist aber auch schon das einzigste was ich an diesem Buch auszusetzen habe, außer vielleicht, das es länger hätte sein können.
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Fazit:
Ein wunderschönes Buch über das traurige Schicksal eines Mannes der sich seinen Lebensmut und Humor trotz allem bewahrt hat und auch nicht nehmen lässt. Ein Buch das man gelesen haben sollte. Absolut empfehlenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Leben voller Leid und dennoch voller Hoffnung und Humor..., 29. Juni 2012
Von 
Shaun - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Philippe Pozzo di Borgo ist inzwischen 61 Jahre alt und war ein auch musikalisch am Klavier begabter Geschäftsführer des Champagnerunternehmens Pommery und Lanson, bis er mit seinem Gleitschirm abstürzte. Er überlebte mit einem hohen Querschnittssyndrom an Armen und Beinen gelähmt. Seine Pflegekraft wurde der 21-jährige, gerade aus dem Gefängnis entlassene Abdel Yasmin Sellou. Der gleichnamige, jetzt in Deutschland laufende Kinofilm seines bereits 2002 in Frankreich erschienenen Buches basiert auf der Lebensgeschichte Pozzo di Borgos, die parallel zum Film nun auch in deutscher Übersetzung erschienen ist.

Im Film geht es vor allem um die spleenige und humorige Beziehung des Gelähmten zu seinem Pfleger, in dem Buch jedoch ist diese Beziehung nur ein kleiner Teil des Erlebten, sozusagen Teil des zweiten Lebens nach dem Absturz. Im Leben eins von Pozzo di Borgo gibt es aber, und das berührt mich als Leser noch viel stärker, die Beziehung zu seiner geliebten Frau Béatrice, die trotz großer Liebe füreinander äußerst unschön endet: Béatrice erleidet sehr viele Fehlgeburten und erkrankt obendrein an Blutkrebs, als Philippe und sie schließlich 2 Kinder adoptiert haben und mit ihnen eigentlich endlich glücklich werden könnten. Und ausgerechnet da, in dieser Phase der eigenen Krebserkrankung, wo der Mann ihr doch Stütze sein sollte, da stürzt dieser aus dem Himmel bei seinen - man muss schon sagen - egoistischen Gleitschirmflügen ab und überlebt tetraspastisch! Und Béatrice verstirbt völlig ausgezehrt in der Knochenmarksaplasie unter der Chemotherapie, ohne dass Philippe mit seiner Lähmung ihr noch die Hand hätte halten können!

Ein Leben voller Leid wird da ausgebreitet, und dennoch kommen immer wieder Hoffnung und Humor durch, selbst in dieser äußerlich extremen vita reducta Philippes, das ist das Erstaunliche an seinem Bericht. Es ist gut, dieses berührende Buch vor dem viel weniger authentischen Film gelesen zu haben. (27.06.2012)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die eine Seite der Geschichte..., 27. Juni 2012
Von 
CupCake - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Phillippe Pozzo di Borgo genoss eine gute Erziehung, stammt aus einem angesehenen Haus, dessen Vorfahren er akribisch auf einem Stammbaum über Jahrhunderte verfolgen könnte. Als er seine Frau Béatrice kennenlernt und beide sich ineinander verliebten, wissen beide noch nicht, was für eine schwere Zeit auf sie zukommen wird. Erst erkrankt Beatrice an Krebs und leidet über Jahre, dann hat Philippe einen folgenschweren Unfall: sein Gleitschirm stürzt ab und folglich ist er Querschnittsgelähmt. Doch Phillippe und Beatrice geben nicht auf, beide kämpfen weiter und versuchen dennoch ein Leben zu leben. Hierbei bekommen sie auch unterstützung von Abdel, einen Algerier, der in Frankreich eine recht kriminelle Laufbahn einschlug, nachdem seine Eltern ihn an seinen Onkel und seine Tante - seinen neuen Eltern - abgegeben haben. Abdel wird für Phillippe eine Art Schutzteufel und gemeinsam stehen die beiden Freunde schwere Zeiten durch und schöpfen danach gemeinsam neuen Atem.

Der Film hat nicht umsonst für einen Wirbel gesorgt und wurde mit unzähligen Preisen premiert. Die Geschichte von Abdel und Phillippe, zwei Menschen die nicht unähnlicher sein könnten auf dem ersten Blick, berührt den Leser tief. Phillippe erzählt einem von seinem Leben und wenn es Anfangs noch recht klar und aufeinanderbauend beginnt, mit Zeitsprüngen und fließenden Gedanken, beginnt mit seinem Unfall eine wirklich neue Zeit, die sich auch in seinem Schreibstil finden lässt. Alles wirkt "wirrer", weniger fließend, eher holprig und dennoch voller eigensinnigem Charme. Phillippe begeistert einen, sein Biss und seine Kraft, auch in wirklich schweren Zeiten ist beachtenswert. Dabei ist er keinesfalls versnobbt oder hölzrig, mit Abdel hat er seinen Spaß und auch schon vor seinem Unfall hatte er nicht unbedingt ein Standart - Leben.

Das Buch ist in zwei Teile geteilt. Der erste ist "der zweite Atem" und beinhaltet das Originalwerk, dass in Frankreich für einige Dokumentationen sorgte und die Leute begeisterte. Hier geht es vor allem um das Leben mit Béatrice, ihre wirklich bewegende Liebe und ihr gemeinsames Leben. Der zweite Teil heißt der Schutzteufel und würde mit der Neuauflage veröffentlich. Hier geht es vor allem um Abdel, aber auch um Khadija, seine zweite Frau. Besonders der Schutzteufel wirkte auf mich besonders wirr, aber gleichzeitig tief berührend und sprachlich wunderschön zu lesen. Phillippe Pozzo di Borgo hat eine wirklich schöne Sprache und eine schöne Art sich auszudrücken.

Das Buch ist im gebundenen Format und hat einen halben Schutzumschlag, auf den "Driss und Phillippe", die beiden Helden aus dem Film, zu sehen sind. Es ist ein wirklich handliches Büchlein und man nimmt es gerne in die Hand. Es ist ein Buch, das man bestimmt zweimal lesen wird.

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Und wer die andere Seite der Geschichte lesen möchte, dem empfehle ich das Buch "einfach Freunde" von Abdel Sellou.
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Ziemlich beste Freunde: Ein zweites Leben
Ziemlich beste Freunde: Ein zweites Leben von Philippe Pozzo di Borgo
EUR 9,99
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