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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Wert der Dinge
Michael J. Sandels neues Buch führt uns vor Augen, wie sich im Verlauf der letzten zwei bis drei Jahrzehnte Marktdenken mehr oder weniger unbemerkt immer neue Bereiche unseres Zusammenlebens durchdrungen hat, die bis dahin von ethischen und moralischen Kriterien reguliert wurden.

Im Gegensatz zu seinem Standardwerk "Justice", in dem er es seinen Lesern...
Vor 23 Monaten von Felix Richter veröffentlicht

versus
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Misleading Title
I have read the book in original English version and was rather disappointed. The short promising introduction on Markets and Moral (10 pages) is followed by 190 pages describing the commercialization effects on the US society. The author does not offer any solutions nor any proposals, it just ends up with general questions like " Do we want a Society where everything is...
Vor 22 Monaten von Josalmat veröffentlicht


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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Wert der Dinge, 30. November 2012
Von 
Felix Richter - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: What Money Can't Buy (Gebundene Ausgabe)
Michael J. Sandels neues Buch führt uns vor Augen, wie sich im Verlauf der letzten zwei bis drei Jahrzehnte Marktdenken mehr oder weniger unbemerkt immer neue Bereiche unseres Zusammenlebens durchdrungen hat, die bis dahin von ethischen und moralischen Kriterien reguliert wurden.

Im Gegensatz zu seinem Standardwerk "Justice", in dem er es seinen Lesern überlässt, sich ihre eigenen Meinungen zu den jeweiligen Fragen zu bilden, bezieht er hier in beinahe nostalgischer Weise Stellung.

Zwei Aspekte stehen dabei im Vordergrund: Zum einen werden die erworbenen materiellen oder immateriellen Güter in ihrem Wert beschädigt, wenn sie mit einem Preisetikett versehen werden. Deshalb kann man keine Nobelpreise und Doktortitel kaufen, letztere zumindest nicht offiziell. In eine ähnliche Richtung gehen auch die zitierten Untersuchungen, die zeigen, dass Gemeinsinn und Leistungsbereitschaft erstaunlicherweise zurückgehen, wenn sie durch monetäre Incentives beeinflusst werden.

Zum anderen werden vermeintlich freiwillig handelnde Personen durch die finanzielle Vergütung ausgebeutet und ihrer Würde beraubt. Das gilt nicht nur für den indischen Bauern, der seine Niere verkauft, um seine Tochter verheiraten zu können, sondern auch für Alte oder Kranke, die ihre Lebensversicherung gegen einen Teil der Versicherungssumme an Investoren abtreten, die anschließend darauf hoffen, das sie möglichst bald ins Gras beißen. Ein Geschäft ist ohnehin immer dann moralisch fragwürdig, wenn eine Partei aus einer Notlage heraus handelt.

Natürlich sind nicht alle Beispiele so eindeutig verwerflich. Fast Tracks in Vergnügungsparks und teure Krankenversicherungen, mit denen man jeweils lange Wartezeiten vermeiden kann, sowie VIP-Logen in Sportstadien entwürdigen weder Sache noch Person, sondern tragen allenfalls dazu bei, dass sich einzelne Gesellschaftsschichten noch weiter voneinander entfernen. Sandel ordnet dem gemeinsamen Warten in der Schlange und im Wartezimmer durchaus einen gesellschaftsbildenden Nutzen zu, ebenso wie dem Gemeinschaftserlebnis in der Sportarena, wo Arm und Reich ihren Verein früher Seite an Seite unterstützt haben. Im Verlauf des Buchs kommt Sandel aber immer wieder zu den gleichen Schlussfolgerungen, was mit der Zeit etwas ermüdend ist. "Justice" war da abwechslungsreicher und überraschender.

Einen großen (für europäische Leser zu großen) Teil widmet Sandel der Kommerzialisierung seines geliebten Baseballspiels, durch die der sportliche Reiz erheblich reduziert wurde. Und last, but not least beklagt er, wie Werbung den Menschen auf inzwischen kaum noch zu ertragende Weise verfolgt, nicht nur beim Sport, wo Stadien heute die erstaunlichsten Namen tragen und Getränke oder Frikadellen die Leistungen der Akteure "präsentieren", sondern immer und überall, so dass man nicht einmal mehr ungestört pinkeln kann.

Dem europäischen Leser eröffnet "What Money Can't Buy", was vermutlich noch alles auf ihn zukommt. Amerika ist in mancher Hinsicht schon weiter, aber ich denke, wir holen mit großen Schritten auf. Das wird dieses Buch leider auch nicht verhindern können.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Misleading Title, 8. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
I have read the book in original English version and was rather disappointed. The short promising introduction on Markets and Moral (10 pages) is followed by 190 pages describing the commercialization effects on the US society. The author does not offer any solutions nor any proposals, it just ends up with general questions like " Do we want a Society where everything is up for sale? In my opinion the book should be titled " What Money Can Buy - The Immoral Limits of Markets"
For me a really disappointing read.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessanter Ansatz, 26. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bin über eine Fernsehsendung auf den Autor (und das Buch) aufmerksam geworden.
Das Thema wird anhand zahlreicher Beispiele anschaulich dargelegt. Aufgrund der Nationalität des Autors sind diese Beispiele allerdings eher amerkianophil-lastig (which shouldn't pose a problem to those, who read this book in English and are genereally interested in Amercan aspects of life)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ineressante Analyse zur permanenten Vermarktung aller Lebensbereiche, 7. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
gute Analyse über sinnvolle Marktwerte und und solche Werte, die nicht finanziell auszudrücken sind

originelle Beispiele, die auf den ersten Blick gar nicht als "Marktwerte" wahrgenommen werden

gute Darstellung von Grenzfällen, die sowohl als Marktwert als auch Nichtmarktwerte bewertet werden können

manchmal hätte ich mir noch etwas meht Ironie gewünscht
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufschlussreiches Buch, 31. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: What Money Can't Buy (Gebundene Ausgabe)
Sandel führt uns eindrücklich vor Augen, wie wir kritiklos (und ohne es zu wollen) die Ausbreitung "freier" Marktmechanismen in Lebensbereiche hinnehmen, wo diese nichts zu suchen haben. Meistens profitieren nämlich nur wenige von dieser Entwicklung - zulasten einer unwissenden Mehrheit und viel wichtigerer Güter wie Gemeinsinn und Moral. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre!
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5.0 von 5 Sternen It’s important to open the debates and ask questions about the problems which are changing the roots of our society, 27. Juli 2014
In the U.S. Congress, some public can listen to the debate, but for the days you will have to wait your turn. The solution to that is offered by the company through which you rent a person who would stand in line for you. If you're a lobbyist and you need to listen very important discussion time of some homeless will be helpful who would thereby earn his $ 50 Something innocuous like standing in queue, as the most experienced, is particularly worrying in China where you stand in line for days or you have to pay the priority. At the hospital.

The issue of standing in the queue is the subject of the first chapter of the book written by most famous Harvard political philosopher Michael Sandel. After the hugely successful 'Justice' Sandel explores and discusses the moral limits of markets. In the introduction he is defending against possible sentence that the book criticizes market economy: "The difference of the market economy is the following - the market economy is a good tool to increase productivity, but market society is a way of life in which the market value pervades all aspects of human endeavor." The era of market triumphalism ended, and since then things have started in the wrong direction; from the beginning of the crisis the public, instead to banks and the stock exchange speculators, turned anger to the government, to the politicians.

Why the issue of standing in queue is worrying? Economists, however, say that standing in queues is inefficient waste of time, shows that the offer did not meet the demand as a basic rule of economics. Pay someone to stand in line for you will improve efficiency by making people put a price on their time. But is it moral to look at it in this way, dividing people into those who can afford it and the other ones?

Sandel proposes opening some moral issues through political and public debate: "The problem is not that there is too much moralizing in politics, but not enough. Too little the issues to which people care about are being discussed."

There are two main reasons for concern - the first is inequality because it is more difficult to be poor with every additional thing which can be bought. If the inequality would consist only in the fact some can buy expensive yachts, while others do not, the difference in income and total wealth would not have been as important as today. But actually everything is for sale, right?

Another reason for concern is corruption. The introduction of market choice in areas where civic values dominate have degrading and corrosive effects on society as a whole. We "pollute" the things that should be morally important. You can buy citizenship to live in America, pay a surrogate mother in India for $8,000 or hunt protected species of animals. If, however, you need to make money because the previous things you cannot afford, you can tattoo advertisement on your head for $10,000 or fight in a private unit in Afghanistan for $1,000 per day.

If such things are really important, and it is assumed that they are why is there an apparent lack of discourse? Sandel says the reason is very simple, economists do not think in such (moral) way. If there is someone who is willing to pay for a kidney, and someone who consciously and at own risk wants to sell, then the economist would only ask - how much?

This is just a part of living and sometimes shocking examples we are used to read in the previous Sandel works, and in this work they are not absent as well. The author methodically corroborates his thesis with simple data to get closer to the readers who are not necessarily interested in the field of economics or philosophy. Intelligently he shows why it's important to think about the moral limits of markets. The fact is that the market may lead to outcomes that improve the well-being is irrelevant where it dominates over certain civic values which are very important to each of us.

It is important to open the debates and ask questions about the problems which are changing the roots of our society. This book, written by a top political philosopher of our time, is a great start.
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5.0 von 5 Sternen Lesenswert, 26. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: What Money Can't Buy (Gebundene Ausgabe)
Ein wirklich lesenswertes Buch, das mir Lust auf mehr vom Autor macht.
Die klassische Wirtschaftstheorie geht davon aus, dass die Kommodifizierung, das Zur-Ware-Werden eines Gutes, indem man es zum Kauf anbietet, die Eigenschaften des Gutes nicht verändert. Die Vermarktung steigere bloß die wirtschaftliche Effizienz. Der Autor widerlegt diese Annahme.
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5.0 von 5 Sternen Ja ja ..., 17. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: What Money Can't Buy (Gebundene Ausgabe)
... einem Freund gekauft der sich hat gerade in den Sog ziehen lassen und was soll ich sagen: Message erkannt!
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5.0 von 5 Sternen Top-Thema, 24. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Thema welches vielseitiger nicht sein kann. In wunderbarer Sprache auf den Punkt gebracht.Sehr zu empfehlen für alle Reflektierenden und Hinterfragenden.
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5.0 von 5 Sternen Wie wir an die Grenzen der Kommodifikation stoßen. Philosophisches Denken alltagsnah präsentiert., 5. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: What Money Can't Buy (Gebundene Ausgabe)
Geld ist ein wichtiges Element unserer Gesellschaft: Wir nutzen es nahezu überall – um Dinge zu erwerben, um Arbeit zu entlohnen, Straftäter zu bestrafen und mit der Gesellschaft auszusöhnen, Verletzte zu entschädigen und so weiter. Geld hat es zu einem selbstverständlichen Bestandteil unseres Alltags geschafft hat.

Aber Sandel regt mit interessanten Beispielen zum Nachdenken an: wo sind die Grenzen des Geldes? Was kann es nicht kaufen und was sollte es nicht kaufen? Er zeigt, dass manchmal Dinge an Wert verlieren, wenn wir sie mit Geld bewerten. Schlimmer noch, dass es manchmal sogar unsere Grundwerte verletzen kann und der Demokratie schädigen kann. Er zeigt uns auf, wie wir in unserer westlichen Kultur der Kommodifikation an unsere Grenzen stoßen.

Sandel ist ein berühmter Professor in Harvard. Ich empfehle Ihnen, die frei zugänglichen Vorlesungen auf Justice Harvard und seine TED-Rede anzuschauen. Sie sind nicht nur äußerst lehrreich, sondern geben Ihnen auch einen sehr guten Eindruck von Sandel's Talent, komplexe Gedanken strukturiert, logisch und mit griffigen Beispielen illustriert zu präsentieren, dass sie auch in diesem Buch wiederfinden werden.

Denn genau dass geniesse ich persönlich so sehr an diesem Werk. Es ist nicht nur informativ, sondern es ist ein Vergnügen, Sandel's Herangehensweise miterleben zu können. Die meisten von uns haben bereits vorgeformte Meinung zu dem Thema Geld und Kommodifikation. Das Spannende hier ist, wie Sandel die einzelnen logischen Schritte seziert, die uns zu unseren Urteilen und Meinungen führen. Er macht philosophisches Denken und Schlussfolgern deutlich durch deren Anwendung in alltagsrelevanten, kontroversen Themen.
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