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40 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tränenreiches Ende
Keine Ahnung, wie viel hundert Bücher ich bisher gelesen habe, aber noch nie hat mich ein Buch so tief bewegt wie dieses. Die Geschichte über die Krebserkrankung von Carmen und ihres Ehemanns Stejns ist schonungslos offen, zeigt die Verwerfungen im Leben von Menschen, die 2 Jahre dem Tod ins Auge sehen und trotzdem nicht wissen, wann dieser zuschlägt...
Veröffentlicht am 15. Juli 2007 von Nordlicht

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich bin hin- und hergerissen
Das Buch "Mitten ins Gesicht" ist zuallererst einmal bestimmt ein Buch, welches schockt. Die schonungslos offene Art, wie Kluun schreibt, lässt einem schon manchmal den Atem anhalten. Das Buch hat eine starke Wirkung auf den Leser und wirkt auch nach dem Lesen noch nach.

Aber, was mir nicht so gut gefällt, ist teilweise die Ausdrucksweise. Kluun (oder...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2008 von Nicole Krumm


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40 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tränenreiches Ende, 15. Juli 2007
Von 
Nordlicht (Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mitten ins Gesicht: Roman (Taschenbuch)
Keine Ahnung, wie viel hundert Bücher ich bisher gelesen habe, aber noch nie hat mich ein Buch so tief bewegt wie dieses. Die Geschichte über die Krebserkrankung von Carmen und ihres Ehemanns Stejns ist schonungslos offen, zeigt die Verwerfungen im Leben von Menschen, die 2 Jahre dem Tod ins Auge sehen und trotzdem nicht wissen, wann dieser zuschlägt.

Immer wieder ist man von Abscheu gegenüber Stejn gepackt, aber das Buch öffnet den Blick nicht nur für das Leid der Sterbendin, sondern auch für ihren Begleiter, der trotz allem 2 Jahre an ihrer Seite ist, sie bei ihren Krankenhaus- und Arztbesuchen begleitet, durch die Chemo's, wie er ihre Haare beim Erbrechen immer wieder aus dem Gesicht hält...

Die letzten 50 Seiten habe ich mehr Tränen vergossen, mehr Schmerz und Trostlosigkeit und gleichzeitig Heiterkeit und Wärme gespürt, als man es von einem Buch, von einfachen Sätzen erwarten kann. Ich musste 200 Seiten in einem Rutsch lesen, weil ich wollte, dass es endlich zu Ende ist, weil das Lesen schmerzhaft war.

Mitten ins Gesicht ist keine leichte Sommerunterhaltung, kein Buch für zwischendurch. Es fängt seinen Leser und bewegt; tief, sehr sehr tief.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Es ist beeindruckend, wozu Worte fähig sind...
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Entwaffnend unmoralisch, 9. Juli 2007
Von 
Thomas Liehr (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Mitten ins Gesicht: Roman (Taschenbuch)
Carmen und Stijn sind schön und erfolgreich, das glanzvolle, überaus attraktive Paar wird von allen beneidet. Gut, von fast allen, denn ein paar enge Freunde wissen um Stijns "Monophobie". Der Mann pimpert freitags, an seinem Ausgehabend, so gut wie alles, das nicht rechtzeitig "nein" schreien kann. Aber das ist auch beinahe der einzige Makel an der tatsächlich liebevollen Beziehung. Bis sich eine Diagnose als Fehldiagnose herausstellt. Die gutartige Geschwulst in Carmens Brust ist so gutartig dann doch wieder nicht. Ganz im Gegenteil. Carmen hat Brustkrebs, und zwar die scheußlichste aller Arten; Carmen wird sterben, früher oder später.

In seinem autobiographischen Roman erzählt der Holländer Kluun von den Veränderungen, die nach und nach oder auch schlagartig eintreten, davon, wie sich sein Fremdgehen plötzlich relativiert, davon, wie es ist, eine Frau noch immer lieben zu wollen, die eine "Chemo" nach der anderen macht, dann nur noch eine Brust hat, zunächst, denn diese Katastrophe wird nicht die letzte bleiben. Eine davon besteht in der drastischen Beantwortung der Frage, was aus Liebe wird, wenn ein Partner dahinsiecht.

Ein Krebsbuch also. Aber auch ein Poproman. Der amerikanische Autor Jonathan Tropper schrieb sinngemäß, daß es zu jeder Lebensfrage einen passenden Springsteen-Song gibt, und deshalb finden sich Textzeilen vornehmlich aus Springsteen-Songs (aber auch solchen von Radiohead, U2 und Madonna) über jedem der vielen Kapitel. Außerdem reicht der Autor wichtige Hintergrundinformationen in kleinen Textboxen, die mitten im Text stehen. Das ist irgendwie cool, auch wenn es nicht wirklich Sinn macht. Es stört wenigstens nicht. Denn die Geschichte ist treibend, dicht und ergreifend, meistens jedenfalls.

Das besondere an diesem Buch ist seine Perspektive – und die Ehrlichkeit des Erzählers. Seine Ängste, seine Verdrängungsmechanismen, seine unmoralischen Entscheidungen, sein Betrug an der sterbenden Frau, die er auf andere Art zu lieben beginnt, als sie stirbt - das steht im Vordergrund. Stijn weiß nicht weiter, aber er geht trotzdem voran, als brechender Held, als treuer Betrüger; er wird schließlich zum Freund. Dem Leser fällt es dabei häufig nicht leicht, dem promisken Erzähler seinerseits die Treue zu halten. Aber diese Frage stellt sich nicht wirklich. Das Buch schmerzt, und dieser Schmerz bindet.

Literarisch ist "Mitten ins Gesicht" sicherlich kein sehr großer Wurf, vieles wirkt altbekannt und manches banal, vor allem sprachlich. Der Roman hat hier und da seine Längen, aber andererseits ein extrem hohes Maß an Authentizität. Entscheidend aber ist jene entwaffnende Ehrlichkeit des Erzählers. Dadurch wird das Buch zu einem glaubhaften Dokument über eine Grenzsituation, über Freundschaft, Liebe und eine Form von Untreue, die trotzdem Treue ist.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss, 25. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Mitten ins Gesicht: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist - mit Abstand - eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Ich habe gelacht und ich habe so geweint, dass ich mich schminken musste, meine Augen waren so geschwollen. Aber dieses Buch hat mir gezeigt, dass alle "Kleinkriege", die man täglich so führt, so sinnlos sind. Genieße den Tag - Carpe Diem!.

Danke an den Autor, danke für die Ehrlichkeit. Wenn jeder in sich hineinhört, können wir nur sagen "Hut ab" vor einem Mann, der den Mut besitzt, ehrlich zu sein.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich bin hin- und hergerissen, 28. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Mitten ins Gesicht: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Buch "Mitten ins Gesicht" ist zuallererst einmal bestimmt ein Buch, welches schockt. Die schonungslos offene Art, wie Kluun schreibt, lässt einem schon manchmal den Atem anhalten. Das Buch hat eine starke Wirkung auf den Leser und wirkt auch nach dem Lesen noch nach.

Aber, was mir nicht so gut gefällt, ist teilweise die Ausdrucksweise. Kluun (oder evtl. auch der Übersetzer) benutzt unglaublich viele Anglizismen, was mich persönlich stört. Desweiteren ist es manchmal sehr vulgär geschrieben, was in meinen Augen hier nicht reinpasst (vielleicht ist es auch Kluun's Art, hierdurch nur noch mehr zu schocken). Manchmal könnte man auch durchdrehen bei der Art, wie sich Stijn, der Mann der krebskranken Frau, verhält.

Unterm Strich ein außergewöhnliches Buch. Außergewöhnlich, weil Kluun einen eigenen Schreibstil hat, weil er schockt, weil er teilweise sehr sarkastische Sprüche schreibt (die einem auch wirklich kurz auflachen lassen) und er diese beklemmende Situation, dem Tod so nah gegenüber zu stehen, rüberbringt.

Ich denke, das ist ein Buch, über das sich gehörig streiten lässt, ob es nun sehr gut oder eben nicht ist. Auf jeden Fall sollte man es gelesen haben - aber wie gesagt: Vorsicht, es wirkt nach!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Der absolute Gefühlshammer" ...... mitten in mein Herz !!!, 19. April 2007
Von 
B. Brennert "Gigi" (Ostwestfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Mitten ins Gesicht: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe etliche Bücher gelesen, wo ich am Ende schwer beeindruckt war, dies ist jedoch eines der Bücher, das auch noch nach 3 Wochen einen unglaublichen Nachhall in mir ausgelöst hat ! Diese unglaubliche Offenheit und auch die tiefe Liebe der beiden Protagonisten ist fast schon einzigartig !? Ich finde es überhaupt nicht abstoßend, daß Stijn sich zu seiner Geliebten hingezogen fühlt, so mit kann er für ein paar "geliehene" Stunden auch Kraft aus dieser Beziehung mit nach Hause nehmen.

Ich finde es schon sehr beeindruckend, daß ein Mann so schonungslos offen über die letzten intensiven Lebensmonate mit seiner in "Raten sterbenden Frau", seine Gefühle der Außenwelt so offenbart !!

Ich kann nur sagen : RESPEKT !!!!

Also : lesen, lesen, lesen, es lohnt sich wirklich !! 5 Sterne reichen hier bei weitem nicht aus !!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mitten ins Herz, 28. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Mitten ins Gesicht: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Autor erzählt, wie seine Frau an Brustkrebs erkrankt und erfahren muss, dass sie sterben wird. Nicht irgendwann, sondern bald. Mit Mitte Dreißig. Wie er mit dieser Diagnose umgeht, wie er verzweifelt versucht, sich an das Leben zu klammern, während seine Frau langsam stirbt, beschreibt Kluun in klaren, einfachen, wenn auch oft drastischen Worten.

Das Buch ist aufgemacht wie ein Poproman, ist gespickt mit Songzitaten von Dyland, Springsteen und anderen Musikern, grafisch manchmal wie ein Reiseführer gestaltet, mit Einschüben und Hinweisen, welche Diskothek in Amsterdam angesagt ist und welche nicht - und dennoch ist es ein Buch über das Leben und vor allem das Sterben.

Kluun versteht es, die Klaviatur der Emotionen zu bedienen. Wer bei der Schilderung der letzten Stunden seiner Frau keine Tränen in den Augen hat, sollte sich fragen, ob er noch lebt.

Fazit: Stilistisch sicher keine hochgeistige Belletristik, aber eine Geschichte, die packt und lange in Erinnerung bleibt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grobe Sprache mit sehr viel Gefühl, 26. August 2006
Von 
Mirka (Rotterdam, Niederlande) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Mitten ins Gesicht: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch - in der holländischen Originalversion - gerade gelesen. Anfänglich war Stijn's grober Sprachstil gewöhnungsbedürftig. Nach 20 Seiten war aber klar, dass diese Sprache ein Teil von Stijn's Character ist. Trauer und Humor wechseln sich in diesem Buch in schnellem Tempo ab. Für alle von (Brust)Krebs betroffenen Frauen und Männer, kann das Buch sicherlich Hilfestelling bieten. Mit einer (manchmal schmerzhaft) entwaffnenden Ehrlichkeit beschreibt der Ich-Erzähler die Jahre ab Diagnose bis zum Versterben seiner Frau Carmen. Emotionalen Dilemmas wird nicht aus dem Weg gegangen. Ich kann mir vorstellen, dass es Leser gibt, die Stijn als den völligen Egozentriker erfahren, der er ja teilweise auch ist. Auf der anderen Seite ist er die Person, die mit all ihren Stärken und Schwächen von Carmen geliebt wurde. Das hat für mich die Handlung akzeptabel, mehr noch, bewunderswürdig gemacht. Autor Kluun bekommt im Endeffekt von mir vier Sterne für seine gewagte Offenheit.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitten ins Herz!, 1. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Mitten ins Gesicht: Roman (Taschenbuch)
Als der Arzt Stijn und Carmen die Diagnose mitteilt, trifft es sie wie ein Faustschlag in den Magen. Brustkrebs. Schwerer Verlauf, wenig Heilungschancen. Aber nach dem ersten Schlag gehen sie die Behandlung an, kämpfen. Als nach vielen Chemotherapien, Bestrahlungen und Operationen dann Metastasen gefunden werden steht fest, dass es für Carmen nur noch um eine Lebensverlängerung geht. Heilung ausgeschlossen.

Für Carmen, Stijn und ihre kleine Tochter Luna stürzt der Himmel ein.

Stijn stürzt sich von einer Affäre in die nächste, nur um den Schmerz nicht fühlen zu müssen. Aber je näher der Zeitpunkt des Abschieds rückt, desto stärker wachsen sie zusammen und desto mehr stellt sich Stijn dem Schmerz, der Angst und der Wut. Und dann kommt der Tag, an dem Carmen bereit ist zu gehen.

Dieses Buch hat mich fertig gemacht. Fertig - fix und fertig! Unglaublich ehrlich und authentisch schreibt Kluun über den Abschied von seiner geliebten Frau, die mit nur 36 Jahren ihn und die gemeinsame Tochter verlassen musste.

Ganz offen und schonungslos schreibt er über ihre gemeinsame letzte Zeit, seine Angst, seine Wut, seine höchst eigenwillige Verdrängungsmaßnahmen und seinen Schmerz.

Ich war beim Lesen dieses Buches abwechselnd Partner, Betroffene und Mutter. Fühlte die Verzweiflung, die eine Mutter fühlt, wenn sie daran denkt, jemals ihr Kind zu verlieren, die Ohnmacht eines Partners, der nicht in der Lage ist seiner Geliebten zu helfen und die Verzweiflung einer Frau, die weiß, dass sie ihr Kind niemals aufwachsen sehen wird.

Ich war abwechselnd wütend und voller Mitgefühl, wenn Stijn sich wieder in Affären stürzte, litt mit Carmen, die um diese Affären wusste und versuchte zwischendurch immer wieder, eine Mauer um mich zu errichten, um all den Schmerz nicht mehr so nah an mich heranzulassen. Aber irgendwann im Laufe des Buches wurde mir klar, dass ich den Schmerz nicht aussperren kann, denn er ist in mir. Der Schmerz vieler trauriger Erfahrungen, vieler Verluste, die es mir letzten Endes möglich machten, so intensiv mit Stijn und Carmen zu fühlen.

Ein Buch über Verzeihen, Vertrauen, Verlust und Abschied. Aber in erster Linie ein Buch über die Liebe.

Kluun trifft einen nicht nur mitten ins Gesicht - er trifft einen auch mitten ins Herz!

Zitate:

Jemanden voller Hingabe zu trösten ist gleichbedeutend mit die Hosen herunterlassen. Du zeigst dich von der intimsten Seite. (Seite 64)

Es sollte ein Gesetz verabschiedet werden, dass Mütter ihre Kinder nicht leiden sehen dürfen. (Seite 303)

Es ist, als hätte ich dich immer geliebt, schon bevor ich dir begegnet bin... (Seite 312)
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das unter die Haut geht, 31. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Mitten ins Gesicht: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hatte schonmal jemand das Gefühl ein Buch echt klasse zu finden und trotzdem nicht weiterlesen möchte?

Wobei das Lesen des Buches zur Überwindung wird?

Ich habe dieses Gefühl bei diesem Buch erlebt.

Das Buch ist durchweg von so einer spannenden und zu gleich traurigen und herzzerreissenden Tragik durchzogen, dass man (ich) das Buch kurze Zeit weg legen musste, weil man einfach nicht wissen wollte, wie es mit der Hauptdarstellin Carmen weiter geht.

Zum Teil ist das Buch sehr vulgär geschrieben (wenn ihr Mann die Affären beginnt), doch dennoch ist das Buch absolut empfehlenswert.

Durch die etwas gröbere Sprache wird das Mitgefühl mit dieser armen Frau weiter angeregt.

Das Schlimmste ist, dass dieses Schicksal der jungen Frau längst Realität ist und man durch dieses Buch den langen Weg des Krebses mitdurchgeht, mitfiebert, ob es Heilung gibt und Trauer verspürt, gerade wenn man an das kleine Kind der beiden denkt, das das alles miterleben muss.

Ein Buch - garantiert nichts für schwache Nerven!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Carpe diem, 1. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Mitten ins Gesicht: Roman (Taschenbuch)
Auf Kluun bin ich durch Sophie van der Staps "Heute bin ich blond" gekommen. Da war öfters die Rede von Kluun und ich hatte keine Ahnung, wer das sein sollte. Einen Tag später fand ich das Buch doch tatsächlich in einer "Wühlkiste". Ich hab natürlich sofort zugegriffen und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. An einem Tag hatte ich es durch. Ein ziemlich harter Stoff, aber eben so geschrieben, dass man förmlich in die Handlung hineingesaugt wird.
Das faszinierende ist, dass der Ich-Erzähler im Grunde genommen ausgesprochen unsympathisch ist. Er ist ein notorischer Fremdgänger, dem man für sein Verhalten bisweilen am liebsten eine runterhauen möchte - aber er ist einfach echt. So ist es nun mal im wirklichen Leben. Es ist unheimlich schwierig und eigentlich überhaupt irdendwie zu schaffen, wenn der geliebte Partner sich plötzlich schlagartig verändert und der Tod absehbar ist. Dieser schier unerträgliche Zustand muss nun mal irgendwie kompensiert werden. So schlimm es auch ist - aber dem Erzähler hat es nun mal geholfen eine Geliebte zu haben. Für seine kranke Frau war es unter Umständen auch besser so - auch wenn es unheimlich hart klingt...
Das Buch ist also wirklich harter Tobak, der einem allerdings auch vor Augen führen kann, wie wenig man auf kleine Dinge achtet und wie wenig man das Leben schätzt, so lange es nicht in Gefahr ist. Eine Geschichte die wirklich nahegeht. "Mitten ins Gesicht" eben...
Der deutsche Titel ist deshalb auch gut gewählt - im Original heißt das Buch "Komt een vrouw bij de dokter" - klänge im Deutschen vielleicht nicht so gut.
Man erfährt übrigens auch eine Menge über die Szene in Amsterdam und über Fußball ;)
Ein emotionales Buch, das sowohl für Frauen als auch für Männer geeignet ist.
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Mitten ins Gesicht: Roman
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