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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Krimi, wie er sein soll.
In diesem Film passt einfach alles. Die Darstellung der für diese dunklen und spannenden 70er Jahre typischen Figurenkonstellationen und Kulissen ist meiner Meinung nach einfach perfekt. Nie zuvor habe ich so viel Liebe zum Detail in einem "historischen" Film beobachtet. Denn es geht hier um eine Geschichtsstunde. So waren die 70er in den USA, politisch wie...
Veröffentlicht am 17. August 2010 von Alberto Fernández

versus
11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unfassbar, was für schlechte DVDs auf den Markt kommen
Einleitung: Ich habe mir den Film damals gleich in der ersten Woche im Kino angesehen und war begeistert. Natürlich, dass hier ist kein "Der Pate" oder "Scarface", diese Meisterwerke werden ewig in der Filmgeschichte als die besten Filme über Mafia und Organisiertes Verbrechen ganz oben stehen, doch endlich mal wieder einen Film dieser Machart, mit einer...
Veröffentlicht am 23. August 2009 von Nils Westphal


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Krimi, wie er sein soll., 17. August 2010
Von 
Alberto Fernández (Eislingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: American Gangster - Extended Edition (DVD)
In diesem Film passt einfach alles. Die Darstellung der für diese dunklen und spannenden 70er Jahre typischen Figurenkonstellationen und Kulissen ist meiner Meinung nach einfach perfekt. Nie zuvor habe ich so viel Liebe zum Detail in einem "historischen" Film beobachtet. Denn es geht hier um eine Geschichtsstunde. So waren die 70er in den USA, politisch wie gesellschaftlich. In diesem Sinne verdient Ridley Scotts Streifen die 5 Sterne.
Auch die Leistung aller Schauspieler ist brilliant. Russel Crowe hat mich hier so überzeugt wie lange nicht mehr: Die Mischung aus engagiertem Cop (besonders für einen, der immer auf Messersschneide lebt) und einigen typisch menschlichen Macken, machen die Figur sympatisch aber vor allem wiedererkennbar, ja zu einem in uns allen schlummernden Held, denn wir alle möchten heutzutage etwas Gutes tun, gegen alle Widrigkeiten und Korruption.
Denzel Waschington macht es auch großartig, keine Frage. Schon in einer so scheinbar banalen Szene, in der er einen Bediensteten schimpft, weil er seinen Tepich falsch reinigt, zeigt er sein vielfältiges Können. Und es ist die Figur des Frank Lucas, der zeigt, warum der Film "American Gangster" heißt. Frank und seine Botschaft sind absolut zentral in diesem Film. Frank ist kein gewöhnlicher Schurke. Er ist traditions-, familien-, und vaterlandsbewusst. Er nutzt seine Chancen, um nach oben zu kommen, wie schon die ersten Amerikaner es taten. Werte und Tugenden, die im traditionellen Sinne in den USA auch heute (zumindest in eher konservativen Kreisen) einen wahren Amerikaner ausmachen. ABER ein eben auch ein Gangster, und er nutzt auch den Krieg, die gefallenen Soldaten und die Macht für seine Zwecke. Dazu kombiniert er ganz selbstverständlich Begriffe wie Amerika auf eine seltsam patriotische Art mit Mord, Erpressung und Korruption. Und genau das betont Ridley Scott mehrfach im Film. Für mich spricht das alles für die auch typisch in den USA herrschenden Scheinheiligkeit. Alles wird missbraucht zu andern Zwecken.
Dennoch gibt es auch Menschen, einfache, hart arbeitenden Menschen, die genug Abstand davon nehmen können, um auch konsequent zu sagen: "Ich mache da nicht mit.", die zweite aber nicht mider wichtige Botschaft des Filmes.
Ich empfehle einen Film, der zusammen mit Streifen wie "Children of men" oder "13 days", viel über die damalige aber auch heutige Welt aussagen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großes Kino mit drei Könnern ihres Fachs., 20. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: American Gangster - Extended Edition (DVD)
Okay, American Gangster ist kein Stoff, der sensationell neu wäre. Zu stark sind Anlehnungen an French Connection oder den Paten erkennbar, aber: Was Ridley Scott, Denzel Washington und Russel Crowe hier zu bieten haben, das ist professionelle Arbeit vom Allerfeinsten.

Wir schreiben die späten 60er Jahre. Frank Lucas(Denzel Washington) ist Fahrer des Mafiabosses Bumpy. Als dieser stirbt, übernimmt Frank das Geschäft. Niemand achtet den Emporkömmling, aber der verschafft sich schnell einen Namen. Frank kauft in großem Stil Heroin in Vietnam ein und lässt es über einen Mittelsmann der Army nach New York schaffen. Dort wird der Stoff unter der Bezeichnung Blue Magic zu einem Renner und Frank schießt sich an die Spitze der Mafiahierarchie. Nach und nach lässt er seine Familie an seinem Geschäft teilhaben. Aber auch korrupte Polizisten wollen ein Stück vom Kuchen abhaben. Während Frank sein Geschäft ausbaut, wird der Cop Richie Roberts(Russel Crowe) auf die Drogengeschäfte in New York angesetzt. Richie hat eine Menge Probleme in seinem Privatleben, aber als Cop ist er einzigartig, denn: Er ist nicht bestechlich. Richie kommt Frank auf die Schliche und setzt alles daran Franks Imperium zu zerschlagen. Aber das ist weitaus schwieriger, als er sich das vorgestellt hat...

Ridley Scott erzählt uns eine alte Geschichte. Aber das mit hervorragenden Stilmitteln, klasse Schauspielern und einem Händchen für die Story. Wie sich Washington und Crowe die Bälle zuspielen, das ist Kino vom Allerfeinsten. Der Zuschauer wird zwischen Abscheu und Sympathie hin und hergerissen, während die Story gnadenlos nach vorn geht. Mag man American Gangster Längen vorwerfen oder schlichtweg einen langweiligen Plot, ich kann nichts davon nachvollziehen. Der Film ist packend, unterhaltsam, spannend und lehrreich. Washington und Crowe sind dabei die Bonuszugabe.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kino für Fans subtiler Stimmung... ..., 20. Juli 2008
Von 
Halsband "Dirk" (Trier) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: American Gangster - Extended Edition (DVD)
Dieser Film ist für "Rambo-hau-drauf-Stefan-Segal-bumm-krach-Fans" absolut ungeeignet. Der Film baut nicht auf Spannung sondern auf subtile Stimmungen im permanenten Wechselbad. Die Identifizierung mit den beiden Haupt-Charakteren wird dem Zuschauer nicht leicht gemacht ... wie vieles andere auch in diesem Film: Die hübsche, saubere Weihnachtsfeier des aufrückenden Paten im harten Schnitt mit der Drogenverteilung auf der Strasse mit weinenden Kleinkindern neben der fixenden Mutter. Das ganze unterlegt mit Musik z.B. von Bobby Womack u.a. Wenn man sich auf diese Sequenzen einlässt braucht man keine umherfliegende Gehirnmasse wie in vielen heutigen Actionfilmen üblich. Mir waren die fast 3 Stunden NICHT zu lang und mich hat der Film trotz seiner eher ruhigen Art gefesselt. Ich möchte diese Perle wirklich jedem Genre-Fan empfehlen, der den übertriebenen Action-Owerkill satt hat und mal wieder eine wirklich gute Gesamt-Komposition sehen und hören will. Übrigens finde ich nicht, dass Russel Crowe hinter D. Washington verblasst ... ganz im Gegenteil. Die Rolle als "Loser, der diesen miesen Status eigentlich nicht verdient hat" passt zu Crowe optimal. Was mir nicht gefallen hat waren einzig die letzten 5 Minuten, die mir zu platt und unpassend waren ... hier versucht Hollywood nochmal unnötig die Stimmung zu heben.

Dirk
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ridley Scotts großartiges Kriminalepos, 5. Juli 2010
Von 
Florian Hoffmann (Homburg/Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Die Ursprünge von "American Gangster" gehen bis auf 2000 zurück, als sich Filmproduzent Brian Grazer die Rechte für den im New York Magazine erschienenen Artikel "The Return of Superfly" von Journalist Mark Jacobson sicherte. Dieser Bericht befasste sich mit einer der schillerndsten und berüchtigsten Figuren des organisierten Verbrechens in der Geschichte der Vereinigten Staaten, Frank Lucas, der in den 60ern und 70ern von Harlem aus operierte und ungeschnittenes Heroin, das er direkt von der Quelle in Vietnam bezog, auf der Straße verbreitete. Diverse Regisseure (darunter Brian De Palma, Antoine Fuqua und Terry George) kamen und gingen bei diesem Projekt und es wurden viele Millionen ausgegeben, bis die Dreharbeiten schließlich 2006 unter der Führung von Regie-Legende Ridley Scott begannen.

Der Hype um das sehr ambitionierte 100-Millionen-Dollar-Projekt war groß, denn das Gangsterfilm-Genre hat in den USA ohne Zweifel große Tradition und mit einer Crew um die Hauptdarsteller Denzel Washington und Russell Crowe und Regisseur Ridley Scott erwartete man nichts anderes als einen modernen Klassiker und Oscar-Anwärter. Der Film entwickelte sich in der Tat zum enormen finanziellen Erfolg, doch trotz weitestgehendem Kritiker-Lob blieben die ganz großen Auszeichnungen aus.

Doch "American Gangster" ist in der Tat ein großer, komplexer und anspruchsvoller Film, der, so kann man es spätestens nach drei Jahren seit seiner Veröffentlichung festhalten, etwas Eigenständiges darstellt und nicht die Formel anderer erfolgreicher Filme kopiert. Wie so häufig scheitert der Film bei manchen aufgrund falscher Erwartungshaltung, denn "American Gangster" ist trotz gewisser Parallelen kein schwarzer "Scarface", "Goodfellas" oder "Der Pate". Es handelt sich nur indirekt um einen Gangsterfilm, da mindestens genauso viel Zeit dem Erzählstrang von Russell Crowes Charakter gewidmet wird, der den aufrichtigen Polizist und zukünftigen Anwalt Richie Roberts spielt. Roberts war derjenige, der das Sonderkommando anführte, das den Drogenhandel in New Jersey stoppen sollte und dabei auf den neuen "Big Player" Lucas stieß, den er schließlich auch hochnahm.

"American Gangster" hat mit 150 Minuten (bzw. 168 Minuten bei der Extended Fassung) eine epische Laufzeit und erfordert aufgrund komplexer Zusammenhänge und vieler Charaktere viel Aufmerksamkeit. In Steven Zaillians Drehbuch hat jede Figur eine Bestimmung und klare Motivationen, wodurch der Film trotz recht langsamem, aber intensivem Tempo und einem Mangel an großen Action-Szenen stets packend und unterhaltsam ist. Es handelt sich also mehr um einen charakterbezogenen und realistischen Film, der von vielen faszinierenden Momenten durchzogen ist und durch fantastische Darstellerleistungen lebendig wird.

Scott lässt das New York der 60er, bzw. 70er Jahre mit Hilfe des grandiosen Kameramannes Harris Savides und Production Designer Arthur Max (der für seine Arbeit mit einer Oscar-Nominierung bedacht wurde) in ungemein großer Plastizität und Authentizität aufleben, wodurch man die Straße regelrecht zu schmecken glaubt. Jedes Detail scheint, für Scott-Verhältnisse nicht anders zu erwarten, perfekt und gibt dem Film einen herausragend realistischen Ton, der durch Marc Streitenfelds brillanten pulsierenden Score und viele tolle Songs der Ära grandios akzentuiert wird.

Doch die Filmemacher nahmen sich in der Erzählung der Geschichte große erzählerische Freiräume, wodurch der Film sich oft weit von der Realität entfernt. Man kann durchaus kritisieren, dass der Charakter des Frank Lucas gewissermaßen glorifiziert wird, denn dieser galt als absolut skrupel- und völlig rücksichtsloser brutaler Widerling und Geschäftsmann, der nicht mal lesen und schreiben konnte. Washington spielt ihn wie gewohnt herausragend mit einer glatten, charmanten und belesenen Oberfläche, unter der durchaus oft die benannte Rücksichtslosigkeit aufflackert, wodurch manche Szenen regelrecht elektrisch aufgeladen zu sein scheinen.
Zu Richie Roberts Charakter, den Russell Crowe brillant verkörpert, wurden ebenfalls einige Details ergänzt: Der ganze Sorgrechtsfall, der im Film dargestellt wird, ist reine Fiktion, da Roberts gar keine Kinder hatte. An solchen Details kann man sich stören, wenn man davon Bescheid weiß, muss man aber auch nicht. Was etwas bitter aufstößt, ist aber die Glorifizierung von Lucas, wodurch der Film am Ende, vielleicht sogar absichtlich, moralisch fragwürdig erscheint.

Besonders stark in Erscheinung tritt Josh Brolins Charakter Detective Trupo, ein unglaublich schmieriger und korrupter Drogencop, der durch Brolins geniale Performance bei jedem Erscheinen eine elektrisierende, einschüchternde Präsenz erzeugt. Herausragend ist auch Veteranin Ruby Dee, die für ihre Rolle als Mama Lucas eine Oscar-Nominierung erhielt und das gute Gewissen des Films darstellt. Der Film ist durch die Bank super besetzt, wo zusätzlich Cuba Godding Jr.s kurzer Auftritt besonders positiv ins Auge fällt.

"American Gangster" ist ein stark und intelligent erzählter, herausragend gespielter und inszenierter Film, der zudem interessante moralische Fragen über Gier und Korruption aufwirft und vielleicht bald auch Klassiker-Staus genießen darf.

Die Extended Fassung ist durchaus einen Blick wert, wobei bei manchen Szenen recht deutlich ist, warum sie nicht in der ursprünglichen Fassung endeten. Besonders der Epilog wirkt angetackert, denn das Original-Ende ist deutlich kraftvoller, da es dem Zuschauer in einer Einstellung schon alles sagte. Das Bonusmaterial ist sehr überzeugend und gibt einem einen sehr detaillierten Blick auf die Produktion.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselndes Biopic mit Sympathieträgern auf beiden Seiten des Gesetzes - Dank Washingtons und Crowes beeindruckender Performance, 27. Februar 2008
Von 
J. Schlachter "Schlachti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Bereits der Auftakt von AMERICAN GANGSTER katapultiert den Zuschauer unvermittelt in die gewalttätige Unterwelt Harlems und führt den von Denzel Washington beunruhigend charmant verkörperten Charakter Frank Lucas, der in seinem ersten Auftritt kaltblütig einen Widersacher per Flammentod exekutiert, drastisch ein. Die im Feuilleton von diversen Seiten getadelte Verherrlichung eines Schwerkriminellen lässt sich schon hier kaum nachvollziehen und wird auch im weiteren Verlauf, u.a. durch schonungsloses Draufhalten auf die zahlreichen Drogenopfer, unmissverständlich vermieden. Natürlich finden sich die in der Blaupause des Genres, DER PATE Trilogie, etablierten Formeln wieder, beispielsweise die Legitimierung der verbrecherischen Aktivitäten durch die alleinige Sorge um das Wohlergehen der Familie. In einer Szene wird sogar behauptet, dass sich Lucas in dieser Hinsicht einiges von den Italienern abgeschaut habe. Des Weiteren wird die dunkle Seite des Amerikanischen Traums zelebriert, in diesem Fall durch die Annahme, dass wirklich jeder vom Chauffeur zum neuen Unterweltboss aufsteigen kann. Nicht nur, dass Frank Lucas seinen plötzlich dahinscheidenden Mentor wie selbstverständlich beerbt, nein, den wirtschaftlich fundierten Intellekt einsetzend revolutioniert er mal eben den Drogenhandel durch Übergehen der Zwischenhändler und Ausschalten der Konkurrenz durch den Verkauf von unverschnittenem, preisgünstigeren Stoff. Kapitalismus in seiner reinsten (da unverschnittenen...) Form.

Während man einerseits Zeuge der rasanten, teils mit brutalen Mitteln unterstützten Karriere des charismatischen, stets stilvoll gekleideten Gangsters wird, der sich mit wachsendem Ansehen in den schillerndsten und vornehmsten Kreisen bewegt, wird parallel der Werdegang seines hartnäckigen Jägers geschildert. Russell Crowe ist in der Rolle Richie Roberts` erneut perfekt besetzt als hemdsärmeliger Arbeiter aus der Unterschicht (hier New Jersey), der unbeirrbar und prinzipientreu sein Ziel verfolgt. Der ständig präsente Kontrast zwischen glamourösem Verbrecherleben und zermürbender, desillusionierender Polizeiarbeit wird kongenial und schwarzhumorig auf die Spitze getrieben in der Thanksgiving Day Sequenz, in der Lucas im Kreise der Familie an pompös bereiteter Tafel den Truthahn tranchiert, derweil Roberts sich in der kargen Küche ein freudloses Sandwichmahl bereitet. Ein weiteres Beispiel von Drehbuchautor Steven Zaillians (GANGS OF NEW YORK, SCHINDLERS LISTE) Sinn für tragische Komik ist der Grund, weswegen Lucas plötzlich die Aufmerksamkeit der ermittelnden Behörden auf sich zieht: war der sich als Geschäftsmann gebende und gewandende Dealer immer bemüht, unauffällig im Hintergrund zu bleiben, wird ihm das Hochzeitsgeschenk seiner Frau zum Verhängnis - der schwarz-weiß gestreifte Pelzmantel nebst -mütze. Das der frisch Angetrauten zu Liebe, anlässlich eines Boxkampfes angelegte und im Grunde gehasste Zuhälteroutfit macht ihn umgehend zur Zielscheibe und läutet das Ende seiner bis dato unauffälligen Existenz ein.

Derart auflockernde - im wahrsten Sinne - Lichtblicke gibt es über die Laufzeit des grimmig erzählten Streifens nur wenige. Zwar ist Ridley Scotts Handschrift in jeder wohlkomponierten Einstellung sichtbar, doch derart monochrom und verstörend düster hat er selten ein Werk ablichten lassen (Kamera: Harris Savides, u.a. ZODIAC, THE GAME). Aber selbst wenn die straff, in diffusen Bildern umgesetzte Story hohe Konzentration fordert, vergehen die mehr als zweieinhalb Stunden ohne nennenswerte Längen. Dies ist weniger Verdienst von wilder Action oder überraschender Handlungswendungen, sondern allein den gewohnt hervorragend agierenden, gleichberechtigten Darstellern Denzel Washington und Russell Crowe geschuldet, die das Zusehen zum Vergnügen machen. Ob hierfür der Oscar fällig ist, lässt sich angesichts vergleichbarer, ebenso eindrucksvoll gemeisterten Darbietungen beider Talente schwer beurteilen. Der Eintrag in die Top 5 der Maßstäbe setzenden Gangsterepen ist AMERICAN GANGSTER allemal sicher.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselndes Biopic mit Sympathieträgern auf beiden Seiten des Gesetzes - Dank Washingtons und Crowes beeindruckender Performance, 29. November 2007
Von 
J. Schlachter "Schlachti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: American Gangster - Extended Edition (DVD)
Bereits der Auftakt von AMERICAN GANGSTER katapultiert den Zuschauer unvermittelt in die gewalttätige Unterwelt Harlems und führt den von Denzel Washington beunruhigend charmant verkörperten Charakter Frank Lucas, der in seinem ersten Auftritt kaltblütig einen Widersacher per Flammentod exekutiert, drastisch ein. Die im Feuilleton von diversen Seiten getadelte Verherrlichung eines Schwerkriminellen lässt sich schon hier kaum nachvollziehen und wird auch im weiteren Verlauf, u.a. durch schonungsloses Draufhalten auf die zahlreichen Drogenopfer, unmissverständlich vermieden. Natürlich finden sich die in der Blaupause des Genres, DER PATE Trilogie, etablierten Formeln wieder, beispielsweise die Legitimierung der verbrecherischen Aktivitäten durch die alleinige Sorge um das Wohlergehen der Familie. In einer Szene wird sogar behauptet, dass sich Lucas in dieser Hinsicht einiges von den Italienern abgeschaut habe. Des Weiteren wird die dunkle Seite des Amerikanischen Traums zelebriert, in diesem Fall durch die Annahme, dass wirklich jeder vom Chauffeur zum neuen Unterweltboss aufsteigen kann. Nicht nur, dass Frank Lucas seinen plötzlich dahinscheidenden Mentor wie selbstverständlich beerbt, nein, den wirtschaftlich fundierten Intellekt einsetzend revolutioniert er mal eben den Drogenhandel durch Übergehen der Zwischenhändler und Ausschalten der Konkurrenz durch den Verkauf von unverschnittenem, preisgünstigeren Stoff. Kapitalismus in seiner reinsten (da unverschnittenen...) Form.

Während man einerseits Zeuge der rasanten, teils mit brutalen Mitteln unterstützten Karriere des charismatischen, stets stilvoll gekleideten Gangsters wird, der sich mit wachsendem Ansehen in den schillerndsten und vornehmsten Kreisen bewegt, wird parallel der Werdegang seines hartnäckigen Jägers geschildert. Russell Crowe ist in der Rolle Richie Roberts` erneut perfekt besetzt als hemdsärmeliger Arbeiter aus der Unterschicht (hier New Jersey), der unbeirrbar und prinzipientreu sein Ziel verfolgt. Der ständig präsente Kontrast zwischen glamourösem Verbrecherleben und zermürbender, desillusionierender Polizeiarbeit wird kongenial und schwarzhumorig auf die Spitze getrieben in der Thanksgiving Day Sequenz, in der Lucas im Kreise der Familie an pompös bereiteter Tafel den Truthahn tranchiert, derweil Roberts sich in der kargen Küche ein freudloses Sandwichmahl bereitet. Ein weiteres Beispiel von Drehbuchautor Steven Zaillians (GANGS OF NEW YORK, SCHINDLERS LISTE) Sinn für tragische Komik ist der Grund, weswegen Lucas plötzlich die Aumerksamkeit der ermittelnden Behörden auf sich zieht: war der sich als Geschäftsmann gebende und gewandende Dealer immer bemüht, unauffällig im Hintergrund zu bleiben, wird ihm das Hochzeitsgeschenk seiner Frau zum Verhängnis - der schwarz-weiß gestreifte Pelzmantel nebst -mütze. Das der frisch Angetrauten zu Liebe, anlässlich eines Boxkampfes angelegte und im Grunde gehasste Zuhälteroutfit macht ihn umgehend zur Zielscheibe und läutet das Ende seiner bis dato unauffälligen Existenz ein.

Derart auflockernde - im wahrsten Sinne - Lichtblicke gibt es über die Laufzeit des grimmig erzählten Streifens nur wenige. Zwar ist Ridley Scotts Handschrift in jeder wohlkomponierten Einstellung sichtbar, doch derart monochrom und verstörend düster hat er selten ein Werk ablichten lassen (Kamera: Harris Savides, u.a. ZODIAC, THE GAME). Aber selbst wenn die straff, in diffusen Bildern umgesetzte Story hohe Konzentration fordert, vergehen die mehr als zweieinhalb Stunden ohne nennenswerte Längen. Dies ist weniger Verdienst von wilder Action oder überraschender Handlungswendungen, sondern allein den gewohnt hervorragend agierenden, gleichberechtigten Darstellern Denzel Washington und Russell Crowe geschuldet, die das Zusehen zum Vergnügen machen. Ob hierfür der Oscar fällig ist, lässt sich angesichts vergleichbarer, ebenso eindrucksvoll gemeisterten Darbietungen beider Talente schwer beurteilen. Der Eintrag in die Top 5 der Maßstäbe setzenden Gangsterepen ist AMERICAN GANGSTER allemal sicher.
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27 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für echte Kinofans, 9. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: American Gangster - Extended Edition (DVD)
"American Gangster" ist kein Sonntag-Popkorn-Film. Wer nur rasante Action, große Gefühle, oder Witze am laufenden Band will ist hier schlecht beraten.
Doch für echte Filmfans, die gute Dialoge, authentische Schauspieler und tolle Figuren wollen, ist dieser Film ein Muss! Ich geniesse allein die Blicke der Schauspieler, die art wie sie reden und was sie verkörpern. Das alles verpackt in einer guten Story die es auch teilw. wirklich gegeben hat.
Leider muss ich zustimmen, nachdem ich "Gladiator" gesehn habe, dass Russel Crow nicht gut synchronisiert ist.
Und dennoch ich habe ihn sehr genossen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weißer Schnee, schwarze Macht, 7. März 2011
Von 
Gerhard Mersmann "GM" (Mannheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: American Gangster - Extended Edition (DVD)
Dass das Land der unbegrenzten Möglichkeiten immer wieder Geschichten aus der eigenen Historie zum Vorschein bringt, die einfach unglaublich klingen, ist eines der großen Assets der dortigen Filmindustrie. Für den Streifen American Gangster wurde eine solche Geschichte ausgegraben. Dabei geht es um den Vietnamkrieg, das große Geschäft, das organisierte Verbrechen und die Verwicklung der Politik. Nichts ist unmöglich und dennoch scheint vieles unglaublich.

Die Geschichte beginnt im Harlem des Jahres 1968 und dem plötzlichen Tod des schwarzen Paten der größten Black Community New Yorks. Frank Lukas, sein Adjutant, hat viel von ihm gelernt und beginnt auf seine Weise das Imperium neu zu organisieren. Dabei ergreift er eine Chance, die sich ihm bietet. Er umgeht die Lieferkette von Opium und Heroin, die aus dem Golden Triangle während des Vietnamkrieges über Bangkok in die Staaten geht, wo sie regelmäßig von Polizeisonderkommissionen beschlagnahmt, gestreckt und auf den Markt gebracht wird.

Frank Lukas, in seiner Geschäftstüchtigkeit und abstrusen Leistungsethik gut von Denzel Washington dargestellt, fährt daraufhin selbst nach Bangkok und mittels eines Cousins in der Army in das Golden Triangle, wo er eine direkte Geschäftsverbindung zu einem Opiumhändler knüpft, der damit den Guerillakrieg gegen die US Army finanziert. Von nun an ist der reinste Stoff in den USA zu haben und der ungekrönte, sich perfekt in der Mittelmäßigkeit tarnende Frank Lucas regiert weit über den Köpfen der italienischen Mafia.

Sein Gegenspieler, ein ein bisschen vertrottelt wirkender Cop, der an der Abendschule Jura studiert, Richie Roberts (Russel Crowe), kommt irgendwann dem genialen Plot auf die Schliche und webt sein Netz. Er bildet eine Sonderkommission, sammelt Indizien und Beweise, bis er die Schlinge zuzieht. Kein Wunder, dass dieses geschieht, als die US Streitkräfte ihre Niederlage eingestehen und fluchtartig Saigon verlassen. Nach der Festnahme mach Roberts Lucas ein Angebot, ihn wieder nach einigen Jahren frei zu bekommen, wenn er mit ihm kooperiert und die korrupte Polizeimaschinerie in Einzelteile zerlegt, was auch geschieht. Lucas wandert für fünfzehn Jahre in den Knast, insgesamt 150 Polizeibeamte werden rechtskräftig verurteilt. Der Film endet mit Lucas Entlassung, vor dem Knast wartet sein Anwalt, der ehemalige Cop Ritchie Roberts.

Der Film schafft es, das komplizierte Geflecht von Kriminalität und Politik transparent zu machen, ohne den Zuschauer zu verwirren. Ganz im Gegenteil: Es ist ein eher episches Werk, das darauf verzichtet, mit besonderen Grausamkeiten oder speziellen Effekten zu brillieren. Zu spannend ist die Erzählung: Die USA gehen in einen post-kolonialen Krieg, die dortige Guerilla setzt auch Drogen ein, die gleichzeitig über die Logistik der US Armee in die USA geliefert werden und deren Vermarktung die korrupte Polizei übernimmt. Bei diesem Teufelsspiel kann ein anständiger Krimineller wie Frank Lucas nur stören!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atmosphärisch starker Gangsterfilm, 18. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: American Gangster - Extended Edition (DVD)
"American Gangster" fängt den Charme der 70er und das gewisse Feeling der dazugehörigen Gangster-Klischees sehr gut ein. Hier funkeln die Goldketten und glänzen die sündhaft teuren Pelzmäntel. Die Ausstattung/Kostüme/Kulissen sind perfekt gewählt.
Auch die Geschichte wirkt sehr real und glaubwürdig. Denzel Washington und Russel Crowe spielen ihre Rollen, wie gewohnt als wären sie die Charaktere selbst und auch die übrigen Schauspieler verstehen ihr Handwerk.
Langweillig wurde mir dieser Film zu keiner Zeit - von "zäh" an einigen Stellen kann nicht die Rede sein, gerade da einige "langwierige" Stellen zum Verständnis des Films beitragen.
Wer von der "Extended Edition" mehr als eine DVD erwartet wird jedoch enttäuscht, es existiert nur eine "Disc 1", das tut aber der Sache keinen Abbruch, da es meiner Meinung nach eh handlicher ist "Alles auf einer Scheibe" zu haben(Die Extras finden sich alle auf der DVD).

Bewerten kann ich(bis jetzt) nur die "komplette Version" des Films, also die "Uncut-mit-englischen-Szenen-Version".
Dass die zusätzlichen, ca. 18 minütigen Szenen leider nicht in deutscher Synchro vorliegen, war für mich persönlich nicht besonders tragisch, da meist nur einige Sätze gewechselt wurden und das Verständnis des Films nicht negativ beeinflusst wurde.

Deshalb 5 Sterne für "American Gangster Extended Edition".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker im Gangster Film Genre, 25. Februar 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Der Film ist ein muss für Liebhaber der Gangsterfilme.Was ich berichten wollte da hier gesagt wurde die Extended Version sei nur auf English verfügbar,das stimmt nicht ganz.Man kann im Menü zwischen der Kinoversion ca 150 Minuten und der Extended Version ca 168 Minuten wählen.Bei der Extended Version sind die Abschnitte die in der Kinoversion fehlen auf Englisch mit deutschen Untertiteln.Also kann es ab und an passieren das Englisch gesprochen wird(aber mit Untertiteln!)aber ca 90 Prozent sind auf deutsch.
Ich rede hier von der 2 Disc Variante in der Metallbox(um keine Verwirrung zu stiften,weil hier die 1 Disc und 2 Disc Rezensionen vermischt sind).Ich hoffe ich konnte interessierten Leuten damit helfen :D
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