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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Warten hat sich gelohnt
Mit einiger Verspätung liegt nun also endlich Clockwork Angels vor, und ich muss sagen: Selten hat Warten sich derart gelohnt. Meine Erwartungen (die bei einer Band wie Rush natürlich immer sehr hoch sind) wurden sogar noch übertroffen. Ich fand die letzten Alben Snakes & Arrows sowie das sperrige Vapor Trails absolut stark (allerdings durchaus mit einigen...
Vor 11 Monaten von K. Frank veröffentlicht

versus
17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bei Rush geht der Loudness-War weiter
Zu den Kompositionen wurde hier schon alles gesagt - Gutes und Schlechtes. Mir persönlich gefällt Clockwork Angels besser als sein Vorgänger. Die Melodien sind zwingender und erinnern etwas an die exquisiten Alben der Kanadier aus den 80-ern. Sehr schade finde ich, dass die Produktion wieder bis an die Grenzen auf Loudness gemastert wurde. Der Sound ist...
Vor 11 Monaten von Henry Miller veröffentlicht


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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Warten hat sich gelohnt, 8. Juni 2012
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Clockwork Angels (Audio CD)
Mit einiger Verspätung liegt nun also endlich Clockwork Angels vor, und ich muss sagen: Selten hat Warten sich derart gelohnt. Meine Erwartungen (die bei einer Band wie Rush natürlich immer sehr hoch sind) wurden sogar noch übertroffen. Ich fand die letzten Alben Snakes & Arrows sowie das sperrige Vapor Trails absolut stark (allerdings durchaus mit einigen Schwächen), hier jedoch erwartet einem ein absolut frisches, vor Ideen nur zu sprühendes Werk einer sympathischen Band, die niemandem mehr etwas beweisen muss.

Vor Höhepunkten wimmelt es geradezu, und dazu gehören überraschenderweise noch nicht einmal die beiden schon seit längerem bekannten Songs 'Caravan' und 'BU2B'. Großartig sind eher Lieder wie der Titelsong (mit 7,5 Minuten auch gleichzeitig das längste Stück). 'Headlong Flight' hätte auch schon in die Siebzigern erscheinen können; hier gehen die Jungs unbekümmert wie frisch entlassene Pennäler ans Werk, was vielleicht auch daran liegen mag, dass hier das Riff von Bastille Day aus der Mottenkiste geholt und noch einmal zum Besten gegeben wird. 'Wish them Well' ist im Vergleich ein für Rush-Verhältnisse recht simples Stück, das jedoch gerade dadurch unverzüglich im Ohr hängen bleibt. Wie so oft bei Rush findet sich der Höhepunkt am Ende der Scheibe. 'The Garden' ist eines der emotionalsten Lieder der Band, hier sitzt man sieben Minuten paralysiert vor den Boxen und lauscht den Melodien, die beinah schmerzhaft schön sind.

Abgerundet wird die CD durch eine schöne und künstlerische Aufmachung und gut lesbaren Texten, was immer noch den besten Kopierschutz darstellt.

Wo diese CD letztlich eingeordnet werden kann, ist nun unmöglich zu sagen, aber ich denke schon, dass man in einigen Jahren wird sagen können, dass CA sich auch vor den alten Meisterwerken absolut nicht verstecken muss.

Ich ziehe meinen Hut vor den alten Herren!
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bei Rush geht der Loudness-War weiter, 14. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Clockwork Angels (Audio CD)
Zu den Kompositionen wurde hier schon alles gesagt - Gutes und Schlechtes. Mir persönlich gefällt Clockwork Angels besser als sein Vorgänger. Die Melodien sind zwingender und erinnern etwas an die exquisiten Alben der Kanadier aus den 80-ern. Sehr schade finde ich, dass die Produktion wieder bis an die Grenzen auf Loudness gemastert wurde. Der Sound ist zwar fett, lässt aber wenig Raum für Dynamik und Details. Dies mag dem zeitgemäßen Radiogedudel und MP3-Mist entgegenkommen, für eine Band wie Rush finde ich den Loudness-War aber sehr bedauerlich. Wen das Thema interessiert, sollte sich dieses und andere Rush-Alben in der DR Database im Internet anschauen. Einfach googeln!
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neues und Altes..., 8. Juni 2012
Von 
NewWorldMan "NewWorldMan" (Wetzlar) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Clockwork Angels (Audio CD)
Da das hier schon zu genüge getan wurde, werde ich nicht auf jeden Song einzeln eingehen.

"Clockwork Angels" stellt sich als konsequente Weiterentwicklung der letzten Alben dar, wobei "Snakes & Arrows" sicher mehr Pate gestanden hat, als das strittige Album "Vapor Trails".
Von gewohnter Kost zu sprechen wäre allerdings mehr als vermessen und würde dem Album nicht gerecht werden.
Knackige Rocksongs wie "Caravan" (wie immer ein klasse Opener), BU2B oder "Headlong Flight" wechseln sich mit langsameren, ja fast poppigen Nummern ab ("The Wreckers" --mein Favorit- oder das fast herz-schmerzende "The Garden").

Was mir besonders Spaß macht und was das Albumcover ja schon andeutet (die Uhr steht nicht umsonst auf 21:12), sind die immer wieder auftauchenden Remineszenzen der drei Kanadier an das eigene Schaffen. Das geschieht manchmal offensichtlich wie bei "Headlong Flight" ( Bastille Day) und manchmal versteckt wie beim Titelsong (etwa bei Minute 1:00), wo Anleihen an "2112" auftauchen.
Das macht das Album für den Rush-Fan noch spannender und von Einfallslosigkeit zu sprechen wäre bei Rush sicherlich völlig Fehl am Platze. Ich sehe es eher als augenzwinkenden Verweis auf Vergangenes, zumal auch inhaltlich der Bogen zu "2112" zurückgespannt wird, denn hier wird eine Geschichte erzählt - von einem Konzeptalbum zu sprechen wäre aber übertrieben.

Die Produktion des Albums ist klasse. Was mir besonders gefällt seit Nick Rasculinecz als Produzent fungiert, ist der deutlich in den Vordergrund getretene Bass Geddy Lees.
Was das Können an den Instrumenten betrifft sind Lee, Lifeson und Peart sowieso über jeden Zweifel erhaben.
Das Cover- und Artwork stammt wieder von Hugh Syme und verdient ein Extra Lob.

Fazit: Ein tolles Album mit frischen Rocksongs (kaum zu glauben, dass sich die Herren auf die 60 zu bewegen), gewohnt hohem musikalischem Können und interessanten Texten, welches aber trotzdem nicht an die Meilensteine herankommt.
Wem "Snakes & Arrows" gefiel, macht hier garantiert nix falsch.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten..., 22. Juni 2012
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Clockwork Angels (Audio CD)
Ein schwieriges Album, der drei von mir ziemlich verehrten Kanadier, das hier vorliegt. Auch nach mehrmaligem Hören, bleiben bei mir nur wenige der Songs richtig hängen. )-:

Mit dem Opener Caravan schlagen sicherlich die Herzen der RUSH Fans höher, die die Alben der Frühphase, bis zu Hemispheres, sehr zu schätzen wissen. Auch ich finde, dass das ein Hammer Stück ist. Es bleibt nur leider (mit Abstand) das beste des ganzen Albums. Das (immerhin) sehr gute BUTUB (eine tolle musikalische und vor allem textliche Auseinandersetzung mit sämtlichen Ismen der Menschheit, egal ob Politik oder Religion) überrascht mit brutaler und ziemlich erfrischender Härte, mit der ich ebenso keine Probleme haben - obwohl ich mehr der RUSH Ära ab Permanent Waves zugeneigt bin und darüber hinaus die Alben der 80 bis Anfang/Mitte der 90er sehr liebe. Ohnehin bin ich der Meinung, dass die Band - gerade in dieser gerne verpönten Phase - ihre mit Abstand besten Songs zustande gebracht hat. Auch, wenn man sich über den exzessiven Einsatz der typischen 8oer Jahre Synths, die ein oder andere sterile Produktion und den Minimalismus von Presto streiten kann. Letzteres ist übrigens ein ziemlich verkanntes und tolles Album. Hier steckt der Teufel noch im Detail, während mir beim neuen Album durchweg die Ohren zugeblasen werden. Lautstärke ist aber nicht alles. Diesbezüglich halte ich gerade die "Schweinerockansätze" (z.B. bei Stücken wie Carnies) für ziemlich überflüssig. Selbst, wenn das eine Verbeugung vor guten alten Oldies wie Working Man sein mag. Mancher Song (wie z.B. Seven Cities of Gold) liegt zudem weit unter dem Niveau von RUSH und erstickt unausgegoren in durchaus guten Ansätzen. Verglichen damit waren alle Stücke auf Snakes & Arrows mit Abstand ausgereifter und besser.

Was mich jedoch am meisten stört ist, neben der vollkommen überladenen und keinerlei Dynamik zulassenden Produktion, das hochgepuschte "Hard-Rock-Geknüppel" von Neil Peart. Hier vermisse ich ganz eindeutig sein perfekt flüssiges, überaus lebendiges und innovatives Spiel bei allen Produktionen, bis hin zu Test for Echoes. In diesem Sinne fällt es mir zum zweiten Mal, nach Vapour Trails, schwer, die ganze CD komplett durchzuhören. Too much noise - würde ich persönlich sagen. Das ist echt anstrengend. Von dem differenzierten Sound, bei dem alle Instrumente sehr gut heraus zu hören waren und der des RUSH Aha-Erlebnis nachhaltig prägte, ist bei Clockwork Angels leider nicht mehr viel (bis gar nichts) übrig geblieben. Auch wenn den "Drei Stooges" mit The Garden ein ziemlich versöhnender und guter Abschluss gelungen ist. Aber: Selbst hier hätte eine dynamischere Produktion der Komposition und der Instrumentierung nicht geschadet. Im Gegenteil.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Clockwork made in Canada, 13. Juni 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Clockwork Angels (Audio CD)
Ein Album ist das Produkt einer Band und jedes Produkt kommt beim Verbraucher anders an. Geschmäcker sind verschieden, für die einen liegen die Höhepunkte in den Songs x und für manche in den Songs y. Daher schreibe ich hier meine Meinung über Clockwork Angels, ohne für andere eine Meinung kreieren zu wollen. Jeder sollte sich das neue Werk von RUSH persönlich anhören. Und das am besten nicht nur einmal, sondern nach und nach. Denn wie so oft bei RUSH zünden manche Songs sofort und manche eher nach dem vierten oder fünften Mal.

"Caravan": Schon seit 2 Jahren als Vorgeschmack "auf der Welt" und von der Art des Spielens ziemlich modern und frisch daher kommend. Nach dem kurzen Intro donnert der Caravan aus den Boxen und RUSH kommen ins Rollen. Die Lyriczeile "In a world where I feel so small, I can't stop thinking big" ist so simple und doch so verdammt wahr.

"BU2B": Wie auch Caravan haben uns die Kanadier diesen Song schon im Voraus geschenkt und ich muss sagen, dass mir dessen Rhythmus und Refrain mit am besten gefällt. Wie ich schon letztes Jahr auf dem Konzert in Frankfurt und später auf der Time Machine DVD erleben konnte, steckt mich die Spielfreude in diesem Stück besonders an.
Bei jedem Hören dieses Songs stelle ich mir das unglaublich intensive Drumming dazu vor und muss sagen, dass es hier einfach passt.

"Clockwork Angels": Der Titelsong des Albums ist Energie pur gemischt mit sanfteren Zwischenmelodien.
Besonders wenn ich mir dieses Lied in der Setlist der nächsten Tour vorstelle, kommt Vorfreude auf.
CA erinnert mich ein wenig an The Main Monkey Business vom letzten Album. Das Tempo und die Komplexität dieses Stücks fetzt einfach total! CA könnte sich live zu einem Dauerbrenner entwickeln. Melodie, Power, Drumming und Virtuosität in einem. Auch wenn manchen der künstlich klingende Gesang in der Mitte des Songs nicht gefällt, finde ich dass gerade sowas ein neues Album ausmacht. Ohne neue Ideen kein neues Album!

"The Anarchist": Ist einer der wenigen Stücke auf dem Album, die erst (bei mir) nach mehrmaligem Hören gefunkt haben. Anfangs hörte ich keine klare Struktur darin, aber auch das ist mittlerweile verflogen. Der Refrain ist doch sehr einprägsam und ansteckend. Auch hier glaube ich, dass es The Anarchist in die Setlist der Tour schafft.

"Carnies": Ich gebe zu, Carnies hat mich bis jetzt noch nicht erreicht. Ich weiß nicht was diesem Song fehlt, aber ich kann ihm (noch) nicht so viel abgewinnen wie den meisten anderen.

"Halo Effect": Auch hier bin ich noch nicht Feuer & Flamme. Zwar ist Halo Effect meines Erachtens schöner als Carnies, aber dennoch nur (für mich) ein Lückenfüller. Ich betone das extra, denn schlechte Ergebnisse gibt's bei RUSH selten, nur eben in meinem Gehör kann dieses Stück nicht punkten.

"Seven cities of gold": Sehr gelungenes Intro, das sich langsam aufbaut und steigert und schließlich in einen kraftvollen Song mündet. SCOG ist ein gradlinieger Rocksong a'la RUSH mit schönem Refrain und starken Gitarren. Ohne viel Schnörkel kommt hier das Können von den drei Herren exzellent zur Geltung.

"The Wreckers": Melodisch ist das eines der besten Stücke, das RUSH je abgeliefert haben. Beim Refrain bekomme ich jedes Mal Gänsehaut, ohne dass mir kalt ist ;)
The Wreckers klingt ähnlich wie Faithless von Snakes & Arrows und kann einem im richtigen Moment die ein oder andere Träne vergießen lassen. Songs wie dieser sind eine Fähigkeit, die nur ganz wenige Musiker können und wegen der ich RUSH so liebe.

"Headlong Flight": Dreht die Boxen auf und lasst es brummen!! Woaah!! Was für ein starkes Stück. Der Anfang erinnert an die frühen RUSH im Stile von Bastille Day. HF hat ein gutes Tempo, welches durch Geddy's Gesang perfekt unterstützt wird. Immer wieder diese puren Gitarren mit dem Schlagzeug und einem Bassspiel zum Niederknien. HF ist für mich das Highlight des Albums, weil es einfach direkt drauf los geht und jede Anlage zum Schwitzen bringt. "All the highlights..."

"BU2B": Eine anderthalb minütige Sequenz, die gut zum Erholen der Ohren nach Headlong Flight dient. Nicht mehr und nichr weniger.

"The Garden": Ähnlich wie bei The Wreckers kommt hier die Gänsehaut ganz von alleine. Eine Art Akkustik Stück mit dem sanften Gesang von Geddy Lee und Melodien wie nur RUSH sie können. In mehreren Interviews zu CA hat Geddy The Garden immer wieder als sein vielleicht größtes Meisterwerk hervorgehoben. Wenn man den Text und die Melodie für sich wirken lässt, kann man das gut nachvollziehen. Ein schöner Schlusspunkt eines sehr gelungenen Albums.

Clockwork Angels ist komplett gesehen ein richtiges gutes Album! Ich gebe vier (sehr gute) Sterne. Fünf wären es geworden, wenn mir Carnies genauso gefallen würde wie der Rest. Auch wenn im Internet schon Diskussionen über den Sound geführt werden, bin ich eher ein Fan von zu viel "Krawall" als zu wenig. Wenn man schon eine etwas bessere Anlage hat, möchte man auch dass sie gefüttert werden kann.

Freue mich auf den 4. Juni 2012, wenn die Lanxess Arena zum Beben gebracht wird!
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen A FAREWELL TO THE PERMANENTLY MOVING RUSH?, 19. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Clockwork Angels (Audio CD)
MEIN RUSH-EINSTIEG
war HEMISPHERES, gekauft irgendwann '78 oder '79. Gründe waren 1. das seltsame Cover, 2. die wenigen, zum Teil sehr langen Stücke und 3. die Tatsache, dass die LP noch eingeschweißt war. Ja, das bedeutet, dass ich die Platte tatsächlich ÜBERHAUPT NICHT probe-gehört habe, und das bei dem lächerlichen Taschengeld!

ZU HAUSE
dauerte es nicht lange, bis ich RUSH-süchtig wurde. Alles an dieser Platte, dieser Band war so dermaßen positiv, energisch, häufig instrumental, beizeiten reichlich abgedreht, einfach faszinierend und (nicht nur für mich) neu. Selbst der damals extrem gewöhnungsbedürftige Gesang von Herrn Lee störte mich NIE! Kommentare meiner Freunde waren beispielsweise: "Iss das 'ne Frau?" oder "Klingt ja wie 'ne Hexe!". Tja, die ewig Unwissenden...

Davon abgesehen klang die LP im Vergleich zu anderen zeitgleichen Veröffentlichungen einfach sensationell: so viel Dynamik, so viel Energie, so viel POWER in den zwei Rillen!

ALL DAS
ist lange, lange her und Platten wie FAREWELL TO KINGS, eben HEMISPHERES, PERMANENT WAVES, MOVING PICTURES, SIGNALS, GRACE UNDER PRESSURE, POWER WINDOWS, HOLD YOUR FIRE etc. sind (Rock-)Geschichte. Ihr könnt schon sehen, aus welcher RUSH-Ecke ich komme.

Das Zeug vorher war einfach nur Rock ohne großartige Identität, das Zeug danach war irgendwie gesichtslose Routine. Ja, schlagt mich, ROLL THE BONES, PRESTO etc. definieren für mich persönlich die Tiefstphase von RUSH. So ist es eben - Meinungen sind verschieden.

CLOCKWORK ANGELS
Kein neues HEMISPHERES. Alle haben es verzweifelt gehofft, keiner hat es ernsthaft erwartet. Das, was Herr Anderson mit TAAB2 anleiert (definitiv aber nicht erreicht), versuchen die drei gar nicht erst. RUSH erfinden das Rad nicht neu, sie machen einfach da weiter, wo sie aufgehört haben. Es gibt keine großartigen ÜberRUSHungen, keine wirklichen "Stop-mal-was-war-das-denn-eben"-Momente, noch nicht mal das obligate Instrumental.

REINE ROUTINE,
könnte man sagen, wären da nicht diese unglaubliche Professionalität aller Beteiligten und ja, ich mag es kaum sagen/schreiben, diese unerwartet schönen Melodien von Geddy. Gesanglich hat dieser Vogel meiner Meinung nach (und im Gegensatz zu manch anderem Rezensenten) auf jeden Fall gewonnen. Über welchen Sänger kann man das schon nach so langer Zeit sagen?

Alex brät, was das Zeug hält, speziell in dem einen oder anderen bekloppten Solo, und Neil klingt leider wie immer seit ca. '90: die erste HUMAN RHYTHMBOX ohne diese innovativen, sensationellen, unerhörten, absurden Breaks und Gimmicks der Jahre '77 bis vielleicht '87. Was soll's - er selbst hat das Hardrock-Drumming revolutioniert und eine Revolution dauert eben in aller Regel nicht 40 Jahre.

SOWEIT, SO GUT!
Wie isse denn nu, die neue CD? Voll-fett, voll-laut, voll-komprimiert. Meiner Meinung nach zu matschig, zu IN-DIE-FRESSE, zu LOUDNESS-WAR-kompatibel. Trotz allem erstaunlich melodisch und - wenn man bedenkt wie reif die Jungs sind - ganz außerordentlich positiv, energisch, voller POWER! Da sollten die Yougsters mal kucken.

SCHLUSSWORT:
RUSH ist eine der ganz wenigen Bands, die 1. seit fast 40 Jahren in unveränderter Besetzung (Ausnahme die erste Platte) Krach machen, die 2. schlicht und ergreifend Rock-Geschichte geschrieben haben und die 3. immer noch am Leben sind!

Das allein rechtfertigt den Kauf der neuen CD - nicht mehr und nicht weniger. Und LIVE ist die Band immer noch der absolute Knaller! Alle drei spielen sich in fast dreistündigen Konzerten (Zufall?) so was von den Allerwertesten auf, dass es eine wahre Freude ist - und das mit fast 60! Mannomann!

IN DIESEM SINNE:
Kauft die Platte, geht zu den Konzerten! Irgendwann ist nämlich Schluss mit den sogenannten DINOSAURIERN, und was dann kommt, mag ich mir gar nicht vorstellen.

BEWERTUNG
Komposition: 3 Sterne
Arrangement: 4 Sterne
Performance: 5 Sterne
Innovation/Experimente: 1 Stern
Produktion/Sound: 3 Sterne
Cover: 4 Sterne
Gesamt: (20:6=) 3,333 (also abgerundet) 3 Sterne

HAAX/Kiel
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24 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Soviel ..., 8. Juni 2012
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Clockwork Angels (Audio CD)
... könnte man als Einleitung schreiben, über die unglaubliche Musikalität von Rush, oder dass sie sich jetzt nach so vielen Jahren wieder an ein Konzeptalbum heranwagen, das demnächst noch von einem Buch begleitet wird. Lassen wir die Songs sprechen ...

CARAVAN wure schon 2010 veröffentlich und ist den Fans natürlich bekannt. Ein Zugsignal, eine kräftige Bassline (übrigens halte ich das gesamt Album für das 'basslastigste' seit langen) und schon explodiert der Song und wird ein feister Rocker. Lee singt im mittleren Bereich, was einigen sicherlich nicht gefallen wird, aber mir scheint er mit den Jahren immer ausdrucksfähiger zu werden. Die Tempowechsel sind atemberaubend.

BU2B ist im Vergleich zur Single Version letztes Jahr etwas modifiziert. Der Song knallt nicht mehr sofort ohne Warnung die Riffs um die Ohren des Hörers, sondern beginnt in der Albumversion akustisch. Das Hauptriff bleibt natürlich und ist immer noch zum niederknien. Für die meistens Band ware das schon genug für einen Song, aber Rush sind natürlich etwas anders. Während der Bridge stürmen Lee und Peart auf einem im vollen Bass und Drums Galopp nach vorne. Lee's Gesang hebt gerade zu einem fast chorähnlichen Part an, da kommt das überraschende Gitarrensolo.

Nach den beiden bekannten Songs lässt einen CLOCKWORK ANGEL fast den Atem anhalten. Ein typischer Schlussong für ein Konzert und ein wahres progressives Monster von einem Song. Der Song könnte aus der Mitte der 70ern stammen, als man sich fragte was nach dem klassischen Prog noch kommen könnte, King Crimson oder eben ... Clockwork Angels. Der Song wirkt verspielt, episch, aber nie altbacken oder abgehangen, man dürstet danach zu wissen, in welche Jams das in Konzerten ausarten wird.

THE ANARCHIST hat ein schönes simples Riff, Gitarren und Gesang umkreisen sich, fernöstliche Anklänge in der Melodie. Pearl jamt vor sich hin, sehr ähnlich wie bei Vapor Trail.

CARNIES ist ein unglaublich hardrockender Song. Für die jenigen unter uns, die noch lange Haare haben, ihr werdet sie schütteln ;-)

HALO EFFECT. Kann man einen Song schon nach dem ersten Hören in die Klassikerkategorie befördern? Der erste Song zum Durchatmen. Der Song ist hauptsächlich akustisch, nur im Chorus kommt das gesamte Trio zum Einsatz. Obwohl nur drei Minuten lang ist der Song sehr erhaben, "What did I do before there were words?" fragt Lee. Wie gesagt, ich weiss nicht ob man einen Song so früh schon in den Olymp heben soll.

SEVEN CITIES OF GOLD wird direkt von Lifesons Gitarre nach wenigen Takten entzündet. Das Riff hat Hendrix Format. Der Song ist eine Verneigung vor der eigenen Vergangenheit, aber er fühlt sich lebendig an, mit einer fast schon verwirrenden Vielzahl von Riffs, die aus allen Richtungen zu scheinen kommen. Dazu noch ein fast schon funkiges Bassspiel. Auch noch zu erwähnen ist natürlich der wunderbare psychedelische Mittelteil, in dem das Tempo gedrosselt wird. Der Song pustet mir ein wenig das Gehirn durch ... ;-)

THE WRECK beginnt sehr leicht, eine Referenz an die Ende der 80er Alben. Der Song bleibt immer melodiös und meist Midtempo Bereich. Er spricht auf vielen Ebenen an, weil er grossartig klingt, weil es Rush mal wieder gelingt, auch bei den weniger komplexen Nummern die richtigen Knöpfe zu drücken und weil er mal wieder ein klein wenig den Glauben erneuert, dass es selbst in der Rock Musik immer noch etwas schräge aber wunderschönen Plätze zu entdecken gibt.

HEADLONG FLIGHT ist die wahre lead Single des Album, auf die Art und Weise, wie früher Singles ausgewählt wurden. Der Song beginnt mit einem 'Bastille Days' Drums Zitat und mündet in einen schönen Refrain, einerseits leidenschaftlich andererseits aber auch etwas schräg, verrückt und verspielt.

BU2B2 ist kein wirklicher Song, nur ein Sequel mit Cellos und akustischen Gitarren, mit Lee's minimalistischen Gesang wird so etwas wie eine Vollmond Gospel zelebriert.

WISH THEM WELL ist wieder einfacher der simpler strukturierten Songs, eine schöne kleine Hymne, die aber eigentlich nur den Weg bereitet für das wunderbare Ende des Albums ...

THE GARDEN Ein unglaublicher schöner Song, der einen (fast) weinen last. Für mich der schönste Schlusssong eines Rush Albums seit 'Mystic Rhythms. Der Song beginnt akustisch und orchestral, Lee singt sehr unaffektiert. Peart kommt dann erst beim zweiten Verse dazu, bleibt aber fast sanft im Hintergrund. Seine Muster sind aber profund und tragen den den Song. Nach einem kurzen Pianoausflug setzt Lifeson dann zu einem vielschichtigen Gitarrensolo an. Epischer Song, der einen verzaubert, einfach wunderschön.

Keine wirklichen Durchhänger zu sichten, sehr viele Highlights (CARAVAN, CLOCKWORK ORANGE, HALO EFFECT, HEADLONG FLIGHT, SEVEN CITIES OF GOLD, THE GARDEN) und das von einer Band mit Mitgliedern, die sich auf die 60 zubewegt und denen es nach fast 40 Jahren Zusammenspielen immer noch gelingt, ein solches intensives und inspiriertes Album aus dem Ärmel zu schütteln. Das Fanboy Stigma lasse ich mir da gerne anheften, das Album ist wunderbar geworden und ich kann mir nicht vorstellen, dass es viele Fans enttäuschen wird. Den tiefsten Respekt für und einen grossen Dank an diese drei Ausnahmekünstler. Und auch wenn ich ungerne Albums dieser Band in Vergleich miteinander setze, ich lehne mich mal weit aus dem Fenster, dass beste in diesem Jahrhundert und vielleicht noch seit viel längerer Zeit.

PS. Vielleicht noch eine kleine Ergänzung, ich habe mit 14 eine erste Kasette mit "Grace under Pressure" in die Hand gedrückt bekommen, dafür bin ich einerseits meinem grösseren Bruder ewig dankbar, das hilft aber andererseits vielleicht auch zu verstehen, warum ich die Stücke auf dem neuen Album, die ein wenig in Richtung des 80er und 90er Outputs von Rush gehen, sehr schätze .... ;-)
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sound katastrophal!! Musik hervorragend!, 23. Juni 2012
Von 
Frank Schilbach (Hamburg, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: Clockwork Angels [Vinyl LP] (Vinyl)
Tja,
musikalisch ist Clockwork Angels für die, die in den 80ern aufgehört haben; Rush Alben zu kaufen, eine gute Möglichkeit, sich wieder Rush zuzuwenden. Ein Konzeptalbum (manchmal textlich ganz leicht peinlich geraten, aber dennoch glaubhaft und inhaltlich größtenteils gut), das ist eine Ansage im Zeitalter der Häppchenkultur, wo nur noch der Song zählt und der Werkcharakter verschwunden ist.
Deshalb verwirrt auch, was Rush hier machen: Die beiden Stücke "Caravan" und "BU2B" waren, zeitgemäß vorab als digitaler Download erhältlich, was folgt, ist eine völlige Reminiszenz an die 70er: Ein Pfund, ein Werk, ein Konzeptalbum. Nicht nur vom Format, auch mskalisch: Dichte Gitarren, analoge Effekte, ein theramin Solo, Taurus Pedale, akustische Gitarren, riffende Bassarbeit, ein sehr hoch singender Geddy Lee, der auf die nervigen Vocallayers der letzten Abem zum Glück fast komplett evrzichtet und das beste Drumming, das ich von Neil Peart je gehört habe (wirklich!). Geniale Melodien.
Einige Stücke sind deutlich zu lang geraten, da werden (gute) Ideen endlos wiederholt statt den Song zu beenden und den nächsten zu starten. Das läßt sich aber alles hören.

NUR:
Das Album ist VÖLLIG kaputtgmastert worden! Klanglich eine absolute Zumutung!! Ich bin immer noch fassungslos, was hier gemacht wurde!! "Vapor Trails" war schon schlimmes Opfer des "Loudness Wars", hier wurde noch einer draufgelegt. Es gibt durchgehende Übersteuerungsverzerrungen, die Dynamik ist komplett zerstört, da einfach ALLES aufgerissen ist! Was soll das???

meine einzige Erklärung ist, daß das Mastering sich komplett an MP3 Hörer richtet, die meist auf schlechtem Equipment (billige in-Ohr-Kopfhörer oder billige PC Boxen) hören. Da wird dann anders gemastert: mehr Bässe, mehr Höhen, mehr Pegel. Die Rechnung geht auch ansatzweise auf, für den, der den PC in der Küche nebenherdudeln läßt oder den, der seine IPHONE Kopfhörer in der vollen U-Bahn nutzt. Über eine normale Anlage gehört, klingt's sch... fast unhörbar! ich habe es bei "Vapor Trails" nie geschafft,das Ding komplett durchzuhören, zu schlecht war der Sound. hier vergeht mir nach 2 Stücken die Lust. Jammerschade!! Die Musik hätte besseres verdient!
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Snakes and Arrow Teil 2 ??? Ja , aber...., 8. Juni 2012
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Rezension bezieht sich auf: Clockwork Angels (Audio CD)
Ich schicke vorweg: Ich bin Die-Hard-Fan, aber nicht Fanboy! Von daher will ich versuchen möglichst neutral zu beschreiben, wie ich die neue Scheibe einer meiner Lieblingsbands einordnen würde! Und weil ich's genau machen will, wird's was länger, sorry Jungs'.!
Und nein, ich habe die Platte nicht gerade erst einmal gehört und will hier der erste sein, sondern die Scheibe läuft bei mir seit 5 Tagen rauf und runter und das hier sind meine Eindrücke:

Allgemein:

Wer "Moving Pictures 2" erwartet und wer die 'neuen Rush', ich sag mal ab spätestens Vapour trails nicht mag, der wird hier auch keine Freude haben! Grob gesagt klingt die Platte in etwa wie eine Mixtour aus Snakes&Arrows, und Vapour Trails mit ein paar Anleihen von Geddys Solo Scheibe und klassischen Rush-Elementen.
Das Trio bietet diesmal kein Instrumental, lediglich 'Headlong Flight' war mal als Instrumental angedacht, was man dem Song (nun doch mit Gesang) durchaus anhört, der Produzent ist der gleiche wie auf dem sehr erfolgreichen und sicherlich zurecht weitgehend sehr gelobten Vorgänger und fürs Artwork zeichnet sich erneut (oder 'wie immer???) Hugh Syme verantwortlich. Hier setzt mein erster 'Kritikpunkt' an: Klar, die Produktion ist klasse! Aber mittlerweise einfach zu gewohnt, jedenfalls für mich. Ich würde mich freuen 'obwohl ich S&A sehr mochte- nächstes Mal wieder eine typische Rush-Kehrtwende zu völlig neuen Ufern zu sehen! Diese Flexibilität hat die Kanadier immer ausgezeichnet und mal eine deutliche Veränderung, wohin auch immer' fände ich prima'!

Die Songs:

1 Caravan:
Der bereits bekannte und lediglich im Mix dem Album angepasste Opener ist so ein Beispiel für großes Kino auf stagnierendem Niveau. Prima Song, hätte eins zu eins auch auf S&A gepasst. So mag ich Rush, insbesondere auch Geddys Gesang nicht wirklich. Das schreiben und spielen die im Moment im Schlaf hab ich das Gefühl'

2 BU2B:
Auch der war bekannt und wurde lediglich um ein kleines Intro von Lifeson und Lee erweitert. Ansonsten mag ich den Song grundsätzlich. Nicht sonderlich Virtuos aber absolut treibend erinnert er mich stark an die Songstruktur eines guten Teils des (für mich nach wie vor völlig unterbewerteten) VT-Albums. Textlich mutet er an wie 'Faithless 2', musikalisch treibt er ungemein.

3 Clockwork Angels:
Der Titelsong erinnert mich in der Machart stark an den Titelsong von VT. Der sphärische Aufbau, Midtempo, ein paar Breaks, zuckersüße Vocals, ein paar schnelle Takte die zum sanften Refrain überleiten. Hier muss man recht schnell einfach Mitsingen'.Alex darf solieren bevor Geddy mit bearbeiteten Vocals überleitet.

4 The Anarchist
Das klingt wie ein etwas sauberer produziertes Stück von Vapour trails! Irgendwie zwischen dem harten Teil von 'Freeze' und 'Stars look down', aber absolut auf 'VT'-Linie! Dabei ist der Refrain erneut absolut radiotauglich'also nicht negativ 'einfach eingängig halt!

5 Carnies
ist mal was Neues! Mit einer an Hendrix erinnernden Gitarre startet Neil im klassischen Schlagzeugbeat der letzten Jahre aber die Gesangslinie ist irgendwie Rush-untypisch! Die Gitarre nicht! Das klingt nach S&A!
sphärisches Rauschen leitet über zum akustischen Intro von

6 Halo Effect
Erinnert in der Songstruktur so etwas an (nicht erschrecken) 'Half the world'! Akustisch Klingende E-Gitarre, jedenfalls denke ich nicht das das eine Akustische ist' Sehr sanfter, seichter Song. Keine Härte, nicht mein Favorit, aber zumindest um Längen stärker als der genannte Track von TFE'!

7 Seven Cities of gold
Der Song entwickelt sich auf schrägem Gitarrengeschrammel von Alex bis dieser dann mit dem Rest zum sich durch den Song ziehenden, fernöstlich angehauchten Riff überleitet. Viel Melodie, erneut Midtempo, der Gesang ist Geddy wie man ihn auf der VT oft zu hören bekam, nur klarer! Nach der Bridge bei 3 Minuten bekommt man wieder einmal eine von Geddys fantastischen Gesangslinien auf die Ohren die zwar sehr eingängig, aber auch nach vielen Hördurchläufen nicht an klasse verlieren (denke ich, fragt mich in 2 Wochen nochmal'.)

8 The wreckers
Scheidet so ein bisschen die Geister! Ist der Refrain wirklich nicht zu eingängig?? Mhh??! Fakt ist, wer hier nicht mit dem Fuß mitstampft oder singt, der wird es nicht mehr tun'!Die Gitarre und die Melodie erinnert mich sehr an 'Everyday Glory' von der Counterparts. Nicht ganz so treibend und im Vordergrund, aber da sind Anleihen. Der fröhliche Unterton erinnert an 'How it is'! Ich glaube ich mag den Song, fürchte aber, dass er schneller als die anderen langweilig werden kann.

9. Headlong Flight
Vielleicht haben die drei auch darüber nachgedacht, dass das Album vielleicht zu sanft werden kann und das mit Headlong Flight gleich abgestellt. Der schnellste Track des Albums lässt alle wieder aufhorchen. Keine Minute zu lang 'trotz textlicher Wiederholungen- treibt das Trio hier wieder mal kräftig nach vorne. Jeder darf zeigen was er draufhat und ich mache hier einen meiner persönlichen Highlights aus. So mag ich (zumindest) Rush. Für mich eine ganz andere Welt wie ein Caravan!

10 BU2B2
Das Zwischenstück leitet atmosphärisch mit Synthesizer und Geddy über zum Schlussduo des Albums. Ist eigentlich eher sowas wie das Intro zu

11 Wish them well
Das Schlagzeug erinnert an Larry Mullen jr. in der U2-Version von 'All along the Watchtower': Treibendes Midtempo, Geddy ganz weit vorne, nicht mein Favorit aber ein solider Song.

12 The garden
Ein wunderschöner Synth lässt den Song gleich einer aufgehenden Sonne beginnen und das Album gleichzeitig ausklingen. Das erinnert mich an 'The Sphere' ,der Teil der 'Hemispheres' abschliesst. Die Melodieführung erinnert mich an Geddys Soloschaffen. Wie hiess es noch? 'Angel's Share'! Ganz entspannte Gitarre, harmonischer Gesang, ein vorzüglicher Abschluss des Albums ein Glanzstück am Ende der Scheibe.

Und das Fazit:

Schwierig! Für handwerkliches Können gibt's volle Punktzahl, fehlende Innovation nimmt wieder was weg, der hohe Qualitätsstandard der Band bringt das Album zusätzlich unter Druck. 'Ein paar Sachen gefallen mir verdammt gut, im Vergleich mit Klassikern der Band fällt es mir doch ab'.die Frage nach der 'Langzeittauglichkeit' mag ich bei einem Rush Album erst in ein paar Monaten wirklich beantworten'. Ich sags mal so: Wer den Vorgänger mochte, macht hier definitiv nichts falsch! Es ist etwas härter (an manchen Stellen) und vielleicht nicht so überproduziert wie der Vorgänger.
Wer nicht jedes Rush Album sein Eigen nennen will und S&A bereits hat, kann das hier auch mal überspringen denke ich'oder sollte vorher mal reinhören. Ich gebe 4 Sterne wohl wissend, dass dann eine 'Moving Pictures' im Grunde nicht mehr in dieser Skala bewertbar ist! Und ich warte auf einen neuen Produzenten! Ich würd mich freuen zu hören was der Rest der Welt hier so alles raushört!:-)
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mäßig göttlich !!!, 30. Juni 2012
Von 
kwichybo "Jörn M." (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Clockwork Angels (Audio CD)
Auch wenn in den letzten 15 Jahren nicht jedes Album ein absoluter Volltreffer war...das kanadische Power-Trio RUSH ist und bleibt für mich die wichtigste und beste Rock-Band aller Zeiten. Größtes Markenzeichen der Herren Geddy Lee, Alex Lifeson und Neil Peart (neben ihrer sympathisch-bodenständigen Art) war schon immer die Mischung aus spielerischer Leichtigkeit und anspruchsvoller Finesse, so dass bisher jedes RUSH-Album als zeitloses, musikalisches Kleinod eine Empfehlung wert ist. Natürlich kann man Jahrhundert-Meisterwerke wie "Counterparts" , "Hold your fire" oder "Presto" (meine ewigen Top-3 in exakter Reihenfolge!) heutzutage nicht mehr sooo locker aus dem Ärmel schütteln. Die Vorfreude auf ein neues RUSH-Album ist bei der weltweiten Fangemeinde immer enorm groß - ebenso wie die Erwartungshaltung. Mit "Clockwork angels" haben sich die Kanadier diesmal ganze 5 Jahre Zeit gelassen, um einen ebenbürtigen "Snakes & arrows"-Nachfolger aus den Angeln zu heben.
Was ich nie für möglich gehalten hätte: Den ersten Durchlauf des taufrischen 66-Minüters fand ich alles in allem doch ziemlich ernüchternd...beinahe schon enttäuschend. Und selten musste ich mir ein neues RUSH-Album mit soviel Hingabe und Geduld erarbeiten. Doch nach konsequenter Dauerbeschallung - insgesamt 20 Durchläufe werden es wohl gewesen sein! - , kann ich besten Wissens uns Gewissens sagen, dass "Clockwork angels" erneut eine tolle Scheibe geworden ist, die jedoch an den magischen Geist der Alt-Klassiker (noch!) nicht heranreichen kann. Eindeutig Daumen hoch - mehr aber auch nicht!
Der 12-Tracker ist erwartungsgemäß vollgepackt mit Highlights und musikalischen Kabinettstückchen. Denn neben dem farbenfroh-variablen Gitarrenspiel und der energischen Schlagzeugarbeit, sticht diesmal vor allem das knarzige Bass-Spiel hervor, mit dem Geddy Lee seinen Status als Tiefton-Virtuose erneut bestens untermauert. Und dennoch haben sich mit "The wreckers" , "Wish them well" und dem merkwürdigen "Carnies" (im Chorus ziemlich schräg) einige Liedchen eingeschlichen, die im Gesamtkontext etwas untergehen...das abschließende "The garden" rauscht selbst nach dem x-ten Durchlauf noch kerzengrade an mir vorbei. RUSH machen hier eigentlich garnicht viel falsch, lassen aber letztlich den bissigen Drive oder die alles entscheidende Hookline vermissen. Solide, aber ohne den ganz großen Glanz!
Ungleich erfrischender ist dafür aber der Rest des "Clockwork angel"-Materials, der jeden Hörer dafür umso mehr umzuhauen vermag. "Halo effect" ist eine wunderschöne Wohlfühl-Nummer, die mit ihrer poppigen Akustik-Schlagseite stark an "Half the world" (von "Test for echo") erinnert. Die beiden Einpeitscher "Caravan" und "BU2B" sind jedem RUSH-Fan natürlich längst schon bekannt...hier kombinert das Trio hingebungsvoll Tradition und Moderne, und lässt es dabei überraschend heftig angehen. Überhaupt ist auffällig, dass die Scheibe insgesamt ziemlich "heavy" ausgefallen ist. Wo die meisten Rock-Dinosaurier sich im Herbst ihrer Karriere vor allem in watteweicher Altersmilde üben, haben Geddy Lee & Konsorten den harten, gebündelten Gitarren-Orkan wiederentdeckt. Gefällt außerordentlich!
Das über siebenminütige Titelstück ist ein typisch-verschachtelter Prog-Ohrwurm, der mit seinen Nostalgie-Riffing auch schon vor 25 Jahren zu den Höhepunkten gezählt hätte. Doch hier klingt nichts angestaubt oder altbacken - sondern einfach nur grenzenlos gut. Mit dem treibenden Gitarrenfeger "Headlong fight" (klasse!) steigern sich RUSH dann entgültig in Schwindel erregende Höhen...eben auf das wundersame Niveau, auf dem letztlich nur wahrhafte Musik-Götter agieren können. Und doch möchte ich zugeben, dass ich speziell mit diesem Song anfangs große Anlaufschwierigkeiten hatte. Jaja, der taube Rezensent liegt halt auch mal daneben.
Gänzlich treffsicher und unfehlbar sind hingegen zukünftige Live-Abräumer wie "The anarchist" und "Seven cities of gold", die ihren Reiz schon nach wenigen Sekunden entfalten. Ohne großes technisches Bohei punkten beide Songs durch ihren unverfälschten Rock-Spirit, dem man sich als glühender RUSH-Supporter unmöglich entziehen kann. Keine Frage: Klassikerwürdig!
Fazit: Mit dem neuesten Streich "Clockwork angels" gehen die sympathischen Kanadier ihren Weg unbeirrt weiter, um sich musikalisch irgendwo auf dem Niveau zwischen "Test for echo" und "Vapor trails" einzugruppieren. Kaum zu glauben wievel Frische und Enegie diese Band selbst nach über drei Jahrzehnten noch an den Tag legen kann. RUSH haben in fast jedem Song mehr Melodien zu bieten, als so manch andere hochgelobte Nachwuchs-Combo in ihrer ganzen Karriere auf die Kette kriegt. Dafür gebührt dem Trio der höchste Respekt. Unter dem Strich ist der 66-Minüter aber wohl ein ganz "normales" Prog-Rock-Album. Kein Meisterwerk - aber zum Glück auch keine Enttäuschung!
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Clockwork Angels
Clockwork Angels von Rush (Audio CD - 2012)
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