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am 6. März 2007
Mit diesem Film beendete Woody Allen seine erste Schaffensperiode, und er ist gleichzeitig die Krönung seiner frühen Filme.

Glänzende Dialoge, unglaublich witzige Szenen und zudem cineastisch vollendet. Allen gelingt es vortrefflich, das Russland des 19. Jahrhunderts einzufangen, mitunter mutet der Film wirklich wie ein russischer Schwank jener Zeit an. Die vortreffliche Kameraführung und eben jene zeithistorische Genauigkeit zeigen deutlich, das man es mit mehr als nur irgendeiner Komödie zu tun hat. Hier zeigte sich zum ersten mal ganz deutlich, das Woody Allen nicht nur ein begnadeter Komiker ist, sondern auch ein Meisterregisseur.

Der Film wimmelt nur so von absurder Komik. Alle Bestandteile seiner früheren Filme führte er hier zur Vollendung, mitunter so gewagt, das "Boris Gruschenko" wohl nicht jedermanns sache ist. Meiner Ansicht nach ist es der beste Film in Woody Allens Gesamtwerk, weil die Syntese zwischen seiner Komik und der meisterlichen Regie-Führung nie besser funktioniert hat als hier. Ganz klar: Ein echtes Meisterwerk!

Die Bildqualiät der DVD ist sehr gut und gibt dem Film neuen Glanz, kein Vergleich zu alten TV-Austrahlungen.
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am 15. März 2010
Der Film ist auf eine Weise blöd, dass ich bei der Szene mit Napoleon Bonaparte Tränen lachte. Damals war es noch die Videocassette, die man immer wieder zurückspulte, um die gleiche Stelle nochmal sehen zu können. Diese Blödheit ist getränkt von beißendem Sarkasmus, wehmütiger Ironie und wirklich ausnahmsweise humovrollem Zynismus. "Der Tod ist eine prima Möglichkeit, weniger Geld auszugeben", oder etwa nicht?
Wer sich auf Woody Allen einlässt, muss sich auf alles gefasst machen. Das, was gehypter Hollywood-Standardkost in den letzten Jahren nicht mehr gelungen ist, schaffte Allen mit seinem beißenden Witz und einer Prise Traurigkeit. Sogar der Slapstick wirkt intelligenter, als er gemeint ist. Herrlich, und eine unbedingte Kaufempfehlung. Und : bitte nicht neben Schinken wie "Hangover" oder "Leg dich nicht mit Zohan an" stellen. Das hat der Meister des skurrilen Humors nicht verdient. Danke.
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TOP 500 REZENSENTam 27. Juli 2011
Diane Keaton: "Wenn es keinen Gott gibt, keinen Sinn, kann man ebenso gut hingehen und Selbstmord begehen."
Woody Allen: "Na, wir wollen nicht gleich hysterisch werden, ich könnte mich ja auch irren, nich. Ich würde mich ungern umbringen und dann später in der Zeitung lesen, dass sie doch was gefunden haben."

Wenn man eine Liste mit den Top 100 Filmen des Genres Klassiker aufstellen würde, dürfte Woody Allens lustig morbides Meisterwerk "Die letzte Nacht des Boris Gruschenko" eigentlich nicht fehlen. In keinem anderen Film ist das Rätsel des Lebens, der Tod, die Liebe (und der Sex) so raffiniert im Gewand des Aberwitzigen gekleidet aufgetreten, wie es hier in einer Story um das Jahr 1810 geschieht.

Boris Gruschenko ist der jüngste dreier Brüder und unglücklich verliebt in seine Cousine Sonja, die einzige, mit der er metaphysisch brisante Gespräche führen kann. Als der Krieg in Form von Napoleon die Verbündeten überfällt und der Zar die Männer zu den Waffen ruft, ist er natürlich der erste - der sich drücken will. Doch er kommt an die Front und wird durch ein mehr oder weniger wundersames Wunder zum Kriegshelden. Allerdings ist seine Reise durch das zaristische Russland noch nicht zu Ende...

Komisch, albern, großartig und philosophisch, zeigt uns Woody Allen in diesem Film immer wieder den Irrwitz der menschlichen Rasse und die Absurdität des Lebens auf - nur um diesen dann gleich wieder mit einem lockeren Spruch ein Bein zu stellen. Denn, "der Tod ist immerhin eine gute Gelegenheit, weniger Geld auszugeben."

"Das Wichtigste", und da hat Woody Allen Recht, "ist, dass man nicht verbittert sein soll." Dabei hilft dieser tragik-komische Film bestimmt!
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Der Boris Gruschenko von Woody Allen ist wirklich ein ein Meisterwerk witzreichen Humors. In diesem Film findet sich ein Gagfeuerwerk das auf hohem Niveau boxt. Slapstickeinlagen und Wortwitz wechseln sich ab, auch Nebenhandlungen werden davon nicht verschont. Eine meiner Lieblinsszenen z.B. wo die beiden Napoleons sich (unscharf im Hintergrund) ein Kämpfchen liefern. Der Film ist voller Anspielungen auf die russische Literatur und den frühen russischen Film und wenn man sich da ein bißchen auskennt, ist der Film nochmal so witzig. Ganz in dieser Tradition kommt natürlich auch die Philosophie und das Mystische nicht zu kurz. Also: Hier reiht sich Lieblingszene an Lieblingszene. Ein Film den man sich gerne auch häufiger anguckt.
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am 20. Dezember 2010
... einer der besten Filme überhaupt!

Woody Allens zentrale Themen Sex und Tod stellt er mit der ebenso genialen wie widersprüchlichen Verbindung von Slapstik und intellektuellem Anspruch rundum gelungen dar. Die Handlung spielt in Russland zur Zeit des Krieges gegen Napoleon. Da das ohnehin schon recht komplizierte persönliche Schicksal des pazifistischen Titelhelden Boris Gruschenko noch zusätzlich von den russisch-französischen Konflikten überschattet wird, ergibt sich nun auch noch die Unvereinbarkeit von Privatleben und Weltpolitik.

Mit diesem nahezu perfekten Rundumschlag zur Ambivalenz des menschlichen Lebens und seiner widersprüchlichen Facetten hat Woody Allen eine der besten Komödien aller Zeiten geschaffen. Indem sowohl der in russischer Literatur belesene und an Religion und Politik interessierte Zuschauer angesprochen wird als auch der unbeschwerte Comedy-Fan, ist dieser Film wirklich jedem zu empfehlen.

Fazit: Unbedingt anschauen!
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am 2. Dezember 2013
Die klassische russische Literatur und Kunst ist ein Universum für sich.
Woody Allen kennt und verehrt die russischen Klassiker wie Dostojewski oder Tolstoi – ihre Vorlieben und Eigenarten.
Aufgrund dieser Leidenschaft entstand das Drehbuch zum Film „Love and Death“, der 1975 in Frankreich und Ungarn, größtenteils mit französischer Crew gedreht wurde.

Schon der bedeutungsschwangere Zug der Wolken zu Beginn des Films verweist ebenso wie der Titel auf Tolstois Epos „Krieg und Frieden“. Dazu hört man die Musik aus der gleichnamigen Oper von Sergej Prokofjew.

Russland in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts.
Woody Allen spielt mit seiner typischen Brille (20. Jahrhundert!) Boris Gruschenko, einen russischen Jüngling , der sich unsterblich in seine Cousine Sonja (Diane Keaton) verliebt. Sie philosophieren über Gott und den Tod. Doch wie es der literarische Stoff russischer Romanen will, empfindet diese keinerlei Gefühle für den schmachtenden Boris, diesem" Zwischengrößenzwerg" (Zitat), sondern für dessen Bruder.
Dieser wiederum bricht Sonja das Herz, indem er unerwartet eine andere Frau heiratet.
Sonja nimmt das Heiratsangebot eines stinkenden Fischhändlers an und hält sich hunderte (!!) Liebhaber. (Zitat: "halb Heilige, halb Hure" mit Verweis auf Dostojewski!).
Boris wird von der patriotisch gesinnten Familie gegen seinen Willen in den Krieg geschickt, nachdem Napoleon Bonaparte Österreich angegriffen hat. Er gehört zu den 14 Überlebenden (!!) auf dem Schlachtfeld.
Weil er sich verirrt, wird er durch einen absurden Zufall zum Kriegshelden. Wie Münchhausen landet er mit einer Kanonenkugel mitten in den feindlichen Truppen.
Hochdekoriert kehrt er in die Heimat zurück. Er hat eine Affäre mit einer Contessa (Zitat: „Du bist der größte Liebhaber, den ich je hatte!" - "Tja weißt du, ich übe auch viel, wenn ich allein bin."
"Sex ohne Liebe ist eine leere Erfahrung." - "Ja, aber von allen leeren Erfahrungen ist es die beste.")
Als er deshalb zum Duell gefordert wird, gesteht er Sonja seine Liebe. Diese nimmt seinen Heiratsantrag an, weil sie hofft, Boris würde ohnehin im Duell sterben. Doch Boris überlebt.
Das Paar ist arm und ernährt sich vorzugsweise von Schnee. Hin und wieder gibt es Hagelkörner als Delikatesse dazu!!.
Als sie hören, dass Napoleon Mütterchen Russland angreift, will Boris fliehen, doch seine Frau hat einen anderen Plan: Napoleon muss getötet werden!

All das klingt nach sehr viel Handlung für lediglich 80 Minuten Film. Doch der Film entwickelt ein atemberaubendes Tempo, während Gag auf Gag folgt.
Für den in russischer Literatur bewanderten Zuschauer macht der Film sicher mehr Spaß, denn es werden die Helden und die Verkettungen undurchschaubarer Beziehungen in berühmten Romanen wie „Anna Karenina“ „ Die Brüder Karamasow“ und „Krieg und Frieden“ auf die Schippe genommen.
Zitat: "Lieben heißt Leiden. Um Leiden zu vermeiden, darf man nicht lieben, aber dann wird man leiden weil man nicht liebt...“
Alles in allem eine wunderbar sarkastische Woody-Allen-Komödie, sprühend von Einfällen und satirischem Witz, die vom Militarismus über Sex bis zur Religion alles parodiert.
Dies wird verbunden mit surrealistischen Visionen: Russlands Dorftrottel versammeln sich zu einem Kongress „Willkommen Idioten" u.s.w..
Der Film ist aber nicht nur eine witzige Hommage an die russische Literatur, sondern auch eine ehrfurchtsvolle Parodie auf große Werke der Filmkunst wie Eisensteins „Panzerkreuzer Potemkin“ oder Bondartschucks „ Krieg und Frieden“.
Auch hier erweist sich Woody Allen duch kluge Auswahl der filmgeschichtlich interessanten Zitate als Kenner der Originale.
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am 16. September 2014
Wie so oft bei Woody Allen liebt man diesen Film, oder man haßt ihn. Und ich liebe ihn!
Intelligenter Witz, den man teilweise auch erst beim zweiten Anschauen richtig versteht. Abgedreht, originell, ein echter, wenn nicht der beste Woody Allen.
Allein die Darstelllung des Todes ist einfach und genial zugleich. Ein tragischer Held, ein Looser, in dem man sich auf irgendeine Art wiederfinden kann.
In meiner Filmsammlung steht er ganz vorne!
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am 22. November 2011
Woody Allen öffnet aufs Neue die Schleusen für seine sexuellen Neurosen, deren unendlicher Strom ihn diesmal mitsamt seiner Hornbrille in die Arme von Mütterchen Russland treibt, wo sein Alter Ego Boris Gruschenko unschuldig in einem Verlies einsitzt und auf seine Hinrichtung wartet. In der letzten Nacht vor der drohenden Exekution beichtet er nun dem Zuschauer seine Lebensgeschichte, die gespickt ist mit all den absurden Irrungen und Wirrungen der Liebe, in denen sich Woody Allen wieder einmal heillos verfängt. Denn das Beziehungsgeflecht gestaltet sich im orthodoxen Zarenreich zur Zeit der Napoleonischen Kriege ebenso unübersichtlich wie im modernen New York der Gegenwart. Boris ist scharf auf seine Cousine Sonja, die nicht nur mit ihrer Schönheit, sondern auch mit ihrer intellektuellen Hochnäsigkeit schillernd aus dem großen Rest der russischen Folklore heraussticht und von einem intelligenten Mann träumt, der mit ihr die Gipfel der Leidenschaft erklimmt. Zum Entsetzen von Boris meint Sonja damit seinen stupiden Bruder Ivan, der wiederum Anna einen Heiratsantrag macht, woraufhin sich Sonja aus Rache mit dem örtlichen Fischhändler vermählt, den sie eigentlich nicht riechen kann. Der ängstliche Boris wird derweil in die Armee einberufen und zieht als militanter Feigling in Uniform gegen Napoleon zu Felde, wo er ganz unerwartet zum Kriegshelden aufsteigt. Denn als er sich selbst zum Kanonenfutter degradiert und in seiner panischen Angst in das Rohr eines schweren Artilleriegeschützes kriecht, donnert ihn eine abgefeuerte Kugel mitten in die Kommandozentrale der französischen Generalität, die sich auf der Stelle ergibt. Boris kann sich vor hochdekoriertem Ruhm kaum noch retten und weil Erfolg bekanntlich sexy macht, fliegen ihm nun die Herzen der aufregendsten Frauen zu. Keine Geringere als die lüsterne Gräfin Alexandrowna hat ein Auge auf ihn geworfen und ist bereit, sich von ihm stimulieren zu lassen, was Boris nicht nur eine unvergessliche Nacht einbringt, sondern auch die Verabredung zu einem Pistolenduell im Wald mit seinem Nebenbuhler Anton. Im Angesicht des Todes sucht Boris noch einmal Sonja auf, um ihr endlich seine große Liebe zu gestehen. Die Holde steht inzwischen einsam und alleine da, weil ihr Gatte seinen marinierten Heringskopf für ihre Affären hingehalten hat und Ivan von dem Bajonette eines polnischen Kriegsdienstverweigerers aufgespießt wurde. Im sicheren Gefühl, dass Boris im Duell erschossen wird, gibt Sonja ihm das Ja-Wort. Doch Anton schießt daneben, sodass sie erneut mit gesenkten Mundwinkeln in den Hafen der Ehe einfährt. Nach einer gewissen Zeit der Eingewöhnung empfindet sie jedoch tatsächlich Liebe für Boris. Als sie plötzlich Kinder haben möchte, halluziniert der kleine Zwischengrößenzwerg eine seiner zahlreichen mystischen Visionen vom Tod und gibt sich auf dem Höhepunkt seiner Glücksgefühle dem Suizid hin. Allein der Gedanke an Oralsex mit Sonja rettet ihn vor dem selbst auferlegten Strang. Weil die Franzosen inzwischen in Moskau einmarschiert sind, möchte Boris in die Weiten der russischen Taiga fliehen. Aber er darf nicht, denn Sonja will unbedingt Napoleon töten. Nach genauer Abwägung des moralischen Imperativs und der alles entscheidenden Frage, ob man eine derart berühmte Person überhaupt einfach so meucheln darf, schmieden die beiden Verschwörer einen wohldurchdachten Plan, um den Tyrannen zu beseitigen.

Woody Allens starke Affinität zur russischen Literatur zieht sich wie ein roter Faden durch sein Schaffen, weil er in seinen Filmen immer wieder in Zitaten Bezug auf Romanciers wie Dostojewski, Gogol oder Tolstoi nimmt. "Die letzte Nacht des Boris Gruschenko" ist aber nicht nur eine witzige Hommage an die russische Dichtkunst, sondern auch eine neckische Parodie auf die Klischees angestaubter Kostümschinken. Denn Woody Allen entfacht in diesem originellen Geschlechterkampf ein wahres Gag-Feuerwerk und phasenweise erinnert diese rasante Farce an die guten alten Screwball-Komödien, die mit jeder erzählerischen Wendung eine neue Lachsalve abfeuern. Wobei sich trotz allem Klamauks immer wieder philosophische Fragen der menschlichen Existenz in den Vordergrund drängen, um eine tiefschürfende Bedeutung hinter dem Komischen zu ergründen, die wenig später mit einer schallenden Pointe gleich wieder durch den Kakao gezogen wird. Welchen Sinn hat das Leben? Existiert Gott? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Und wenn ja, werden wir dann auch Sex haben? Weil Sex eben ein unverzichtbares Lebenselixier für alle Neurotiker ist und Woody Allen findet hier sein kongeniales Pendant in Diane Keaton als Sonja, die vergeblich Ausschau nach dem einen Mann hält, der die drei Geheimnisse der Liebe in sich vereinigt: Intellekt, überragender Geist und (was auf keinen Fall fehlen darf) brutaler Sex. Selbst George Lucas muss an ihr einen Narren gefressen haben, denn es fällt auf, dass Carrie Fisher zwei Jahre später (1977) in Star Wars als Prinzessin Leia rein äußerlich Diane Keaton wie ein Ei dem anderen gleicht, weil in einigen Szenen Sonjas Haare ebenso zu Kopfhörern an den Ohren zusammengeflochten sind, die Wangen ein dezentes Rouge tragen und ihr Mund ein spitzbübisches Lächeln hervorzaubert, das unweigerlich auf eine durchtriebene Zickigkeit verweist, die es Verehrern wie dem füsilierten Boris Gruschenko so unsagbar schwer macht, das Herz der Liebsten im Sturm zu erobern. Ein aussichtloses Unterfangen, das eigentlich von Anfang an auf fatale Weise prädestiniert ist, mit dem Tod zu enden, weil sich Woody Allens gequältes Verhältnis zu Frauen auch in Russland kaum entspannt.
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am 17. November 2010
Zu dem Film selber will ich jetzt nichts sagen, ich denke, wer ihn sich kaufen will, der wird ihn schon kennen.

Das Bild ist sehr sauber und schön, der Ton auf Deutsch und auf Englisch jederzeit gut verständlich. Die Hülle kommt OHNE FSK - Aufdruck oder Sticker daher.

Jedoch, ein kleiner Wermutstropfen: auch wenn man die Untertitel deaktiviert, kommen sie manchmal - dann nämlich, wenn irgendein englischer Text zu lesen ist. Das finde ich ärgerlich, noch dazu hat man das Gefühl, dass einem die Filmfirma nicht zutraut, dass man "Welcome Idiots" nicht selbst übersetzen kann und einem belehrend Zwangsuntertitel aufbrummt.

Deswegen 1 Stern Abzug.
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am 26. Februar 2012
Der "Boris Gruschenko" ist einer von Woody Allens lustigsten Filmen - natürlich nicht ohne den typischen Allen'schen existenzialistisch-religiös-philosophischen Tiefgang, den gibts allerdings in sehr gut passenden, eingeschobenen Dialogen, und die bilden in ihrer übertriebenen Ernsthaftigkeit einen komischen Gegensatz zu der herrlich blöden Story. Sehr gut gefielen mir einige Szenen, in denen Woody sich chaplinesk vor Chaplin verbeugt.
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