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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bin ab sofort großer Fan!
Klar, Guns 'N Roses waren schon immer ein Begriff für mich, die großen Hits wie zum Beispiel Sweet Child O' Mine sind mir natürlich schon länger bekannt. Ich wollte ihre Musik aber näher kennenlernen, finde Greatest Hits-Alben aber immer so unpersönlich und habe mich deshalb für Appetite For Destruction als Einstieg in die Guns 'N...
Veröffentlicht am 29. August 2011 von verena

versus
4 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Zahn der Zeit....
Kaum noch vorstellbar, was die Anno 91/92 gehyped wurden...
Aber nicht allen Erfolgen ist Zeitlosigkeit beschieden! Anders als der song "You could be mine" der ab & an nochmal souverän durchwummert, ziehen die Nummern auf der Appetite keinen Hering mehr vom Brot !
Auf den Punkt gebracht hat es mein Freund Svendeus Panne nachdem er sie (sogar in Vinyl !)...
Veröffentlicht am 22. November 2007 von Oliver Müller


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bin ab sofort großer Fan!, 29. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Klar, Guns 'N Roses waren schon immer ein Begriff für mich, die großen Hits wie zum Beispiel Sweet Child O' Mine sind mir natürlich schon länger bekannt. Ich wollte ihre Musik aber näher kennenlernen, finde Greatest Hits-Alben aber immer so unpersönlich und habe mich deshalb für Appetite For Destruction als Einstieg in die Guns 'N Roses-Materie entschieden. Und ich habe es absolut nicht bereut! Das Album ist Rock pur: rotzig, virtuose Soli, gespickt mit beeindruckenden Balladen. Absolute Kaufempfehlung für Genre-Fans und die, die es werden wollen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Monolith!, 24. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Appetite for Destruction (Audio CD)
Klar, zu dem Album gibt es nicht mehr viel hinzuzufügen. Einer der ganz grossen Klassiker der Rockgeschichte, unverzichtbar neben Live at Leeds, Led Zeppelin IV, Sabbath Bloody Sabbath, Sgt.Pepper, Never Mind the Bollocks, Elvis Sun Sessions und all den anderen Meilensteinen. Habe gerade wieder "Paradise City" gehört und mich daran erinnert, was dieser Song doch für ein Wahnsinns-Inferno ist und warum am Ende der 80er-Jahre, dem Jahrzehnt von Heavy Metal, diese Band zur "härtesten Band der Welt" gekührt wurde und Metal so schnell pulverisiert wurde, wie kein Musikstil jemals zuvor. Denn, anders als in einigen anderen Kritiken hier behauptet wird: G'n'R waren kein Metal, hier gibt es keine getappten Solos, kein Rhythmusgitarrenspiel mit abgedämpften Seiten, nein, G'n'R waren die Rückkehr des Rocks (mit einem Schuss Punk und Haarspray) in der Prägung der sechziger Jahre, garniert auch mit den Drogen und Skandalen dieser Ära. Da ist Izzy Stradlin mit seiner Rolling-Stones-Ballonmütze und den dazu passenden Riffs, Slash mit seinen Led-Zeppelin-T-Shirts und den an Page erinnernden Solos und zuletzt Axl Rose: dieser Robert-Planet-meets-Janis-Joblin-auf-Speed-Blues-Exorzismus. Oh ja, gegen diesen Sturm aus holperigen Schlagzeug, hysterischem Gesang und jeder-gegen-jeden donnernden Gitarren, wo alles jeden Moment auseinanderzufallen scheint, um sich dann im nächsten Abgeh-Teil zu weiteren Höhen der Extase wiederzufinden - sehen die gedrechselten und ausgefeilten Arrangements einer Band wie Metallica aus wie das Werk solider, aber sehr bodenständiger Handwerker (die es gerne hart haben, aber das ist es dann auch schon). Die Stimmung auf diesem Album dagegen ist so einzigartig, unmittelbar, authentisch und nicht mehr zu wiederholen, das es der Band tatsächlich selbst nicht noch einmal gelang. Mit dem hochmotivierten Nachfolge-UYI-Doppel-Doppel-Album, dem Versuch diesen Millionenseller noch zu toppen, scheitert die Band und macht die Qualität von "Appeite for Destruction" um so deutlicher. Auf UYI zeigen sie sich immer noch als hervorragende Songwriter, das war neben der Härte, dem Wahnsinn und dem Chaos, das sie anrichteten ja auch stets eine ihrer grossen Qualitäten, dass sie nie das Songwriting vergassen - aber hier nun bei "November Rain", "Shotgun Blues", "Knocking on Heavens Door" und "You could be mine" fehlt das gewisse Etwas - alles was voher noch so roh und unmittelbar war, ist auf ein Mal perfekt und, nun, fast gediegen.
Wie auch immer, Kurt Cobain mag Axl Rose auf den Tod gehasst haben und sein Versuch eine Art Anitstar zu sein, basierte, ganz im Sinne klassischer Dialektik, sicherlich auch auf dem Über-Stardom von Rose - und doch hat Grunge dem Album "Appetite for Destruction" viel zu verdanken: die Koppelung von Härte und Melodiösität, Teenager-Herzschmerz und Wut, die Mischung aus Punk und Sixities-Rock (die bei Soundgarden und Pearl Jam noch deutlicher wird) - alles findet sich bereits auf diesem erratischen Monolith von 1987.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Etwas stiefmütterlich behandelt", 1. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Appetite for Destruction (Audio CD)
In Auflistungen der legendärsten Bands der letzten Jahrzehnte werden Guns n' Roses üblicherweise gerne etwas stiefmütterlich behandelt. Dies ist ein Fehler, finde ich, wenn man bedenkt, dass sie zu Beginn der 90er Jahre die populärste Band schlechthin waren und Axl Rose und Slash sich als ganz charakteristische Vertreter des Hardrockklischees mit Starallüren, Skandalen, Unberechenbarkeiten und unvorbildlichem Lebenswandel hervorhoben. Auch musikalisch, so denke ich, haben sie etwas bewirkt. Und genau dies zeigt vielleicht vor allem ihr Debütalbum "Appetite For Destruction". Denn es erschien im Jahre 1987, zu einer Zeit, als der vorherrschende Musikstil alles andere als "handgemacht" und gitarrenlastig war. Zumeist kamen die damaligen Klänge aus dem Computer, waren wuchtig, überladen und unnatürlich und wurden von noch überladener gekleideten, geleckten Interpreten vorgetragen, welche die Künstlichkeit ihrer Werke durch ihr Auftreten noch unterstrichen. Selbst einstigen Rockgrößen, wie den Rolling Stones oder Queen, war es in dieser Zeit nicht vollends gelungen, sich dem Wandel der Musik zu widersetzen.
Gegen diesen Strom schwammen Guns n' Roses, die längst vergessene Praktiken in Bezug auf Musik und Auftreten wieder aus der Versenkung holten. Dabei gelang es ihnen aber auf eindrucksvolle und ideenreiche Weise, einen eigenen, unverwechselbaren Stil zu kreieren, aufgrund dessen sie schnell zum Geheimtipp wurden.
In den Folgejahren beriefen sich immer mehr Bands auf das von Guns n' Roses gepflegte Image, und auch die Musik unterzog sich einem starken Wandel, der dazu führte, dass in den frühen 90ern plötzlich wieder echte Rockmusik gemacht und gehört wurde. Dass dem so war, können sich Guns n' Roses sicher zum großen Teil auf ihre Fahnen schreiben. Und dabei beeinflussten sie sogar die Bands, die sie selbst einstmals beeinflusst hatten.
"Appetite For Destuction" klingt frisch und frech. Das Album ist der Begin des kometenhaften Aufstieges einer Band, deren Erfolge legendär sind und die später rasch und unspektakulär, aber etwas tragisch, von der Bildfläche verschwanden. Daher erhält man mit dem Kauf dieses Albums ein Zeugnis der jüngeren Musikgeschichte.
Doch trotz aller Lobeshymnen bleibt doch ein kleiner Kritikpunkt für mich übrig: Das Cover ist absolut dämlich. Und der Titel des Albums ist ebenso gewaltverherrlichend wie das im Booklett abgedruckte, gleichnamige Gemälde von Robert Williams. Was zählt, ist aber die Musik - und die bewerte ich aus oben genannten Gründen mit fünf Sternen.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grundkurs ROCK, 13. August 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Appetite for Destruction (Audio CD)
Klar, die Welthits "Paradise City" und vor allem das alles überragende "Sweet Child O Mine" waren der Hauptgrund für den kometenhaften Aufstieg von Guns N Roses, die wie kaum eine zweite Band das Klischee "Sex, Drugs & Rock'n'Roll" prägte. Aber auch auf Albumlänge können die Gunners überzeugen. Nicht umsonst ist AFD das meistverkaufte Debüt einer Band überhaupt. Manche Songs brauchen einige Hörversuche mehr, andere gehen sofort ins Ohr.
Prägend für den Sound der Gunners waren vor allem zwei Dinge: Axl Rose, der mit seiner schrillen Stimme immer wieder trotz der obszönen Texte über Sex ("Anything Goes") und Drogen ("Mr. Brownstone")die Massen bewegen konnte. Zweiter Grund ist das virtuose Gitarrenspiel von Slash, einem der größten Gitarristen aller Zeiten. Denn nicht zuletzt seine Killersoli waren es, die "Sweet Child O Mine" bis jeute zu einem der besten Tracks überhaupt machten.
Fazit:
AFD ist ein absoluter Meilenstein, in dem die Gunners voll ihre Stärken ausspielen. Nicht jeder Song geht so schnell ins Ohr wie zum Beispiel "Paradise City", aber gibt man der Scheibe Zeit, so fragt man sich, ob es jemals etwas besseres auf diesem Planeten zu hören geben wird. Die Antwort darauf, gaben Axl Rose & Co. Jahre später mit ihren Werken '"Use Your Illusion I & II"
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Welcome to the Jungle..., 5. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Appetite for Destruction (Audio CD)
"...watch it bring you to your knees" kreischt Axl Rose und wenn man dann einmal drin ist im Dschungel, dann gibt es kein Entkommen mehr: das explosive Gemisch aus drogenbenebelten Texten und harter Gitarrenarbeit zündet von der ersten Minute an und überrollt alles andere mit ungeahnter Wucht. Dabei ist das Muster aller Songs ähnlich: Der ruhige Einstieg mit melodiöser Kraft, der nur kurz währt um dann furios an Geschwindigkeit zuzulegen bis die Verstärker platzen. Dazu kreischt Axl seine Outlaw-Texte zu den wuchtigen Riffs aus dem Hintergrund über Drogen (wie im hektisch- fiebrigen "Mr. Brownstone"), Frauen in ("My Michelle" oder "Think of you", der Schnulze im metallischen Gewand) und Leben auf der Straße. "It's so easy" überzeugt mit wehmütigem Refrain, "Nighttrain" mit stampfend wahnsinngen Einstieg, "Paradise City" ist längst ein Rockstandard, ein nicht enden wollender 6- Minuten -Heuler der im reinen Wahnsinn finalisiert. "My Michelle" über das Mädchen mit dem zerstörten Elternhaus ohne Liebe, wirkt nur kurz wehmütig, den Liebesliedern "Think about you" und "Sweet child..." folgt die Sex-Gewalthymne "Anything goes" mit den expliziten Texten auf den Fuß; "Rocket Queen" mit dem aufpeitschen Riff und Stöhnen über dem Gitarrensolo steht am Schluß.
Eine Platte wie ein Erdrutsch, die die Welt der schwermetallischen Musik veränderte, ein 50 Minuten währendes Ungeheuer; ein Glücksfall dass sich hier die kongenialen Slash, Axl und Izzy Stradlin zusammentun und eine wegweisende Platte aufnehmen, ein Glück das nicht allzulange währte.

"And when you're high/you never ever want to come down" heißt es im Titelsong. Als ob sie geahnt hätten was kommen würde.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ..,die beste..., 26. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Appetite for Destruction (Audio CD)
von den us-rosenhändlern...

ihr debüt album schlug zurecht ein wie eine rakete, war meine erste selbstgekaufte scheibe und auch heute (nach 10 jahren) hör ich sie immer noch gerne.

die band um axel rose (ja, ja manchmal nervig der typ) slash - einer der besten gitarristen meines erachtens, sowie duff am bass und adler an den drums, haben hier einen meilenstein gelegt in der neueren rock-geschichte. leider liefen sie diesem erfolg besonders mit der letzten scheibe immer hinterher...
(für kenner: der furchtbare nudel-unfall...)

hier sind aber nur klasse nummern drauf:

"welcome to the jungle" - eines meiner lieblings gitarren-riffs ever - klasse (you can take everything you want, but you better not take it from me) -
was hab ich damals für eine luftgitarre gespielt dabei...

"sweet child o mine" - der klassiker, meine lieblingsnummer - wieder, und so wie bei allen nummern ist slash einfach klasse. ist auch die gefühlvollste von ihnen. dieses gitarrensolo ist meiner meinung allein den kauf wert!!!

"paradise city" - auch ein klassiker - where the grass is green and the girls are pretty...

alle nummern sind klasse, meilensteine und nicht nur hörbar, sondern grundlage für mein zugegebenermasen bescheidenes musikalisches schaffen gewesen...

nicht nur, weil mich diese scheibe zum gitarrenspielen gebracht hat, eine meiner lieblinge.

fazit: muss man haben, find' ich, ein großer klassiker mit kaum noch steigerungsfähiger musik!!! legendär!!!

hab vielleicht nicht die schneckerl wie slash, aber mein aussehen rührt doch von heldenverehrung ihm gegenüber her!!!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Guns n Roses Album, 20. Dezember 2008
Von 
Peter Bauer - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Appetite for Destruction (Audio CD)
Vergesst die (ebenfalls sehr guten) UYI-Alben. Appetite for destruction ist DAS Guns n Roses Album. Vom ersten Lied Welcome to the jungle (der beste Gunners Song überhaupt) über Mr. Brownstone (den ich anfangs nicht mochte, aber mittlerweile ebenfalls genial finde) über Paradise City und den weiteren Überhammer Sweet Child O Mine bis zu Rocket Queen am Schluss. Nur absolute Hammer Songs.
Das Album klingt roh, am Anfang vielleicht zu roh für viele (auch mir hat es erst beim dritten Mal anhören wirklich gefallen) aber es macht wirklich Spaß. Vor allem muss man sich die Gitarren anhören. Ein Kritiker hat mal geschrieben, dass Izzy Stradlin der Rock'n Roll in GnR ist. Wenn man sich die Rhythm Guitars mal ganz bewusst anhört wird man feststellen dass das stimmt und genau den Reiz der Musik ausmacht. Das Zusammenspiel von Slash (genial) und (dem leider vollkommen zu unrecht) unterschätzten Izzy Stradlin. Für alle, die sich jetzt Chinese Democracy gekauft haben:
Geht mal zwei Jahrzehnte zurück und hört euch die Ursprünge dieser fantastischen Band an.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefühl für Rock N'Roll und Selbstzerstörung, 10. Oktober 2013
Von 
Asphaltwolf (4942 Meilen bis Graceland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Appetite For Destruction (Vinyl)
Das 1987 veröffentlichte Debütalbum Appetite For Destruction ist das Album mit dem Guns N'Roses die Grundlage für ihren kometenhaften Aufstieg und ihren riesigen Erfolg legten. Tatsächlich ist dies Album auch das, was hinter dem Mythos Guns N'Roses steckt. In ihrer Anfangszeit waren Guns N'Roses ein Haufen abgerissener Tramps und Obdachlose, eine aufeinander eingeschworene Gang, die sich im Großstadt-Dschungel von L.A. gegenseitig den Rücken freihielt und gemeinsam ums Überleben kämpfte. Sie schienen absolut am Limit zu leben, und kosteten alles aus, was sie nur kriegen konnten, seien es Frauen, Alkohol, harte Drogen und eben ihre Musik. Selten dürfte ein Albumtitel so aussagekräftig gewesen sein. "Appetite For Destruction" bündelt die Vergangenheit und die Erfahrungen aller fünf Musiker und ihrem wilden Werdegang als Band in den Clubs und Garagen von Hollywood.

Mit dem Erscheinen von "Appetite For Destruction" wurden Guns N'Roses sofort als die neue Sensation aus L.A. angepriesen. Ein Etikett, das seinerzeit so ziemlich jeder neuen Band aus den Clubs am Sunset Boulevard angeheftet wurde. G N'R aber wurden von Anfang an dazu auserkoren, gleich eine solch wilde Meute wie die Mötley Crüe zu beerben. Was die musikalischen Fähigkeiten betraf, überflügelten sie das musikalische Sinnbild des Hedonismus des Hollywoods der 1980iger Jahre jedoch. Allerdings dümpelte das Debütalbum der Gunners ersteinmal am Rande der Bedeutungslosigkeit der musikalischen Welt. Es sah nicht so aus, als ob Guns N'Roses sich tatsächlich dazu aufmachen konnten, den Rock N'Roll-Thron zu übernehmen. Erst indem MTV sich ca. ein Jahr nach Veröffentlichung dazu bereiterklärte, den Videoclip zu "Welcome To The Jungle" zu senden, explodierte das Interesse an der Band in einer kaum dagewesenen Eruption. Mit einem Schlag wurden Guns N'Roses in die Riege der ganz großen Namen der Branche katapultiert. Durch den Erfolg von "Appetite For Destruction" wühlten Guns N'Roses die Musiklandschaft ordentlich um, und sorgten für einen neuen Trend der im Grunde auch auf dem Alten aufbaute. Die bodenständigere und vergangenheitsorientierte Variante des Glam Metal brachte die Bezeichnung 'Sleaze Rock' ans Tageslicht.

Der Heavy Metal von Black Sabbath war die düstere Antithese zu dem fröhlichen Treiben der Hippie-Welt. In geringerem Umfang kam Guns N'Roses Ende der 1980iger daher dieselbe Bedeutung zu. Die wilde Truppe aus L.A. krempelte die Hochglanzwelt des amerikanischen Hair Metal mit ihrem schäbigen Rock zu jener Zeit ordentlich um, und offenbarte einen anderen Blick auf die schöne Scheinwelt von L.A. und den Glamour der Rockmusik. In den 80iger Jahren verkam das Musikbusiness endgültig zu einem allein gewinnorientiertem Geschäft und Guns N'Roses begehrten mit ihrer versifften Rockmusik und ihrem Penner-Image dagegen noch einmal auf, bevor sie später selbst in die allerhöchsten Erfolgsregionen vorstießen.

In Guns N'Roses ist da über die Jahre hinweg sehr viel Philosophisches hinein interpretiert worden. Manches mag zutreffen, manches wirkt zu weit hergeholt. Über die tatsächliche Bedeutung von Guns N'Roses für die Entwicklung und die Denkart der Rockmusik kann man da sicherlich streiten. Ich möchte behaupten, das G N'R – wenn auch nur für eine kurze Zeit - das in den Fokus der kollektiven Musikwelt zurückjagten, was annährend aus derem Bewusstsein zu verschwinden drohte. Authenzität, Energie und Gefühle.

Aggressiv, kompromisslos, unersättlich, wütend, zornig. Mit ihrer Musik drückte die Band ihren auschweifenden Lebensstil aus Drogen, Rastlosigkeit und Sex jedenfalls gekonnt aus. Auch die musikalische Melange aus Blues, Glam, Hard Rock, Heavy Metal, Punk und Rock N'Roll war sicherlich nicht zwingend neu. Musikalisch boten Guns N'Roses nichts revolutionär Neues. Aber kaum eine Band interpretierte die klassische Rockmusik zu jener Zeit so aufregend und radikal. Bei Guns N'Roses verstecken sich die Einflüsse und Inspirationen hinter heftigen und rauen Gitarren im Detail: AC/DC, Aerosmith, Hanoi Rocks, Motörhead, Nazareth, Ramones, Rolling Stones, Rose Tattoo, Sex Pistols ...

Die Revolverhelden griffen mit das Wildeste und Beste auf, was die Rockmusik zu bieten hatte, und schmiergelte sich daraus ihren eigenen musikalischen Bastard. Hinter dem asozialen Rock N'Roll und den lauten Gitarren steckten aber auch talentierte Musiker, die mit ihren Instrumenten umzugehen wussten. Davon zeugt das ausgeklügelte, flüssige Songwriting und die feinen Riffs der wilden Lieder. Schlagzeuger Steven Adler spielt zwar recht einfache und spartanische Rhythmen, bildet aber ein solides Fundament für den wilden E-Bass von Duff McKagan und den Gitarrenduellen von Izzy Stradlin und Slash. Besonders das einfühlsame, aber mitreißende Spiel von Slash wird von Izzys feinem Rhythmusspiel ergänzt. Dem Ganzen wird gewissermaßen durch Axl Roses kreischende Vocals die Krone aufgesetzt. Dabei kann man allerdings nicht leugnen, dass sich Axl für seine bei G N'R typisch gewordene Singstimme, ordentlich und ganz sicherlich auch bewusst bei Dan McCafferty von Nazareth hat inspirieren lassen.

Mit "Appetite For Destruction" waren Guns N'Roses rotziger, schmutziger, schneller, und verdreckter als die Konkurrenz aus Los Angeles. Mit dem furiosen Opener "Welcome To The Jungle", dem beinahe schon epischen "Paradise City", und der flotten Ballade "Sweet Child O'Mine", sind auch die überragensten Songs der Gunners selbst vertreten, die auch zu den größten Hits überhaupt zählen. Aber der Rest des Albums fällt dagegen keineswegs ab. Die Platte ist von der ersten bis zur letzten Note ein aufregendes und mitreißendes Werk, wobei aber auch Songs wie "It's So Easy", "Nightrain", "You're Crazy" und "Rocket Queen" gleichermaßen herausragen können. Warum allerdings ein High-Speed-Rotz-Rocker wie "Shadow Of Your Love" nie auf dem Album landen konnte, werde ich nie so ganz nachvollziehen können. Die Lieder befassen sich überwiegend mit Sex, Suff und Sünde, also mit dem unbändigen Hedonismus der Band, wohingegen "Paradise City" die Hoffnung und den Traum auf eine bessere Welt auszudrücken scheint. Die Nummer zeugt, wie auch "Sweet Child O'Mine", von einer melancholischen, etwas nachdenklichen und zerbrechlichen Seite der Band. Die Produktion ist klasse. Sie ist sehr naturbelassen und scharf. Rock N'Roll pur.

Im Schatten des enormen Erfolges richteten sich viele andere Bands nach der Optik und den musikalischen Einflussen der Band. Zudem spülte diese Erfolgswelle eine Vielzahl an gleichartigen Bands ans Licht des Tages. Wenn man auf die Musik von Guns N'Roses steht und bis dato nur diese kennt, kann man viele tolle Bands entdecken, die derselben Art von Musik frönten. Aber das Debütalbum der Gunners bleibt in diesem Metier nahezu unerreicht. Diesbezüglich zählt "Appetite ..." meines Erachtens zurecht zu den erfolgreichsten und besten Alben in der Geschichte der Rockmusik. Auch bin ich der Meinung, dass Guns N'Roses hiermit den Rock N'Roll in seiner ureigensten Form neu vitalisierten und in puncto Aggressivität nocheinmal einen draufsetzen konnten. So abgefahren und zügellos sollten Guns N'Roses dann aber auch nie mehr sein. Der hereinbrechende Erfolg sorgte mit für die Zerstörung des Bandgefüges. Der Hunger auf totale Zerstörung eben. Und dieser schien, wenn auch musikalisch, ein-für-alle mal gestillt worden zu sein. Neben der Musik von AC/DC ist "Appetite For Destruction" das Album, dass mich lebenslang mit Rockmusik verbinden sollte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die erfolgreiche Wiederauferstehung des Rock and Roll!, 8. November 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Appetite for Destruction (Audio CD)
Das geniale Debüt- Album der Band!
Dieses Album war ein Meilenstein der Rockmusik! Die 80er Jahre schienen plötzlich Vergangenheit zu sein!

Endlich gab es mal wieder guten Rock and Roll! Mit diesem Album spielten die authentischen Jungs den Synthi- Pop (und auch meist wenig begeisternden Heavy Metal oder frühen HardRock) der Vorjahre endgültig an die Wand!

Wo die Rolling Stones einmal aufgehört hatten, oder auch Bands wie die Ramones, da fingen jetzt die Gunners wieder an!

Kein Song auf der Scheibe ist hier wirklich schlecht; unvergesslich aber werden zumindest immer "Sweet Child o' mine" und "Paradise City" für alle Zeiten bleiben!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 Sehr Große Sterne!!!, 9. Januar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Appetite for Destruction (Audio CD)
Dieses Album ist mit Abstand eines der Besten Alben der Welt!!!!!!!!
Kein Titel ist auch nur annähernd etwas ungelungen...alles ist Perfekt!!!
Vor Allem Der Top-Titel "Sweet Child O'Mine"!!!
Mein absolutes Lieblingslied überhaupt,nicht nur von der Band!
Ich kann dieses Album nur empfehlen,da es wirklich die betsen titel von Guns N'Roses beeinhaltet!
Auch noch zu diesem Preis...das ist ein Traum!
Außerdem zeigen die Soli von Slash wieder mal vollen Stil und echtes Können!
Für Hard Rock Fans ist es ein Muss!
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