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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Freiheit für die neue Welt
Ezio Auditore de Firenze, der Ahnenheld des vergangenen "Assassins Creed 2"-Zyklus, ruht ihn Frieden. Diese sei ihm nach dem ganze drei Einzelteile umfassenden Game-Epos wohl gegönnt. Doch sein Nachfahre Desmond Miles, der Protagonist der unserigen Gegenwart, ist noch lange nicht am Ziel. Ihn und seine Helfer/Freunde zieht es nach Nordamerika, wo sie den letzten...
Vor 10 Monaten von S. K. veröffentlicht

versus
41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pferde sind nach 5 Sekunden galoppieren müde...
Ein Erfahrungsbericht:

Einleitung: Zuerst muss ich sagen, dass ich bereits damals Teil 1 mehrere Male gespielt habe, weil ich ihn einfach genial fande. Dann mit Teil 2 der positive Schock: Es geht noch besser! Was da alles hinzukam....wow! Und dann dieses Gefühl in Brotherhood endlich seine eigenen Rekruten befehligen zu können...herrlich! Zuletzt...
Vor 18 Monaten von Nokam veröffentlicht


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41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pferde sind nach 5 Sekunden galoppieren müde..., 21. Februar 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Assassin's Creed 3 (100% uncut) - [PC] (Computerspiel)
Ein Erfahrungsbericht:

Einleitung: Zuerst muss ich sagen, dass ich bereits damals Teil 1 mehrere Male gespielt habe, weil ich ihn einfach genial fande. Dann mit Teil 2 der positive Schock: Es geht noch besser! Was da alles hinzukam....wow! Und dann dieses Gefühl in Brotherhood endlich seine eigenen Rekruten befehligen zu können...herrlich! Zuletzt noch Revelations der dann auch noch ermöglichte, eigene Bomben zu craften und sämtliche anderen Sachen enthielt, die ich schon in den anderen AC-Spielen so geliebt habe. Gut, es gab immer Sachen, die sehr seltsam waren und vorallem die K.I. zählt jetzt nicht zu den Stärken eines Assassins Creed, aber andere Dinge haben das noch immer herausgehauen.

Dann kam Assassins Creed 3 und ich habe mich wirklich gefreut wie ein Schnitzel, als ich es dann endlich in den Händen halten durfte!

Meine ersten Eindrücke:
Voller Freude startete ich also das Spiel und legte los. Ich wusste schon aus Tests, dass man zuvor Connors Vater spielen wird, was als Einleitung dienen sollte.
Tatsächlich wurden hier schon einige neue Elemente des Spiels dargestellt, die irgendwie nunja...sinnlos sind. Ich kann Brettspiele spielen...hm, am Anfang ganz nett, aber dann im Spiel an sich hab ich das kein bisschen benutzt. Geld hatte man ja sowieso genug, aber dazu später mehr.
Ich spielte also Connors Vater und es war ein gutes Gefühl, endlich wieder herum klettern zu können, wie ein Weltmeister! Aber so richtiges Assassins Creed-Feeling kam dabei noch nicht wirklich auf. Warum? Naja, Connors Vater trägt keine Assassinenkutte (jeder, der das Spiel gespielt hat, weiß warum) und so ist es seltsam, wenn man mit einem komplett "normal" aussehenden Mann eine Kirche hochkraxelt und sich dann in den Heuhaufen stürzt. Ja, der alte Funken will nicht so ganz übergreifen...aber es kam noch schlimmer.

Der neue "Super-Assassasine" oder einfach nur "Connor ist böööööse":
Ich greife in diesem Punkt ein wenig voraus, da er sich auf den Teil im Spiel beschränkt, in denen man schon den erwachsenen Connor spielt und nicht den jungen Indianer steuert. Also: Sagen wir es so...Altair war irgendwie ein Arsch (Töte jeden, der dir geholfen hat, an Infos zu kommen trotzdem...auch wenn du versprochen hast, ihn zu verschonen). Dennoch war er irgendwie sympathisch und man hat gerne seine Ehre wieder hergestellt. Ezio ist und bleibt einfach die coolste Socke im AC-Universum. Er konnte von Anfang an begeistern und war für mich der beste Charakter in einem Videospiel. (Gerade dadurch, dass man ja im Prinzip ihn von klein auf bis ins hohe Alter begleitet) Und dann ist da noch Connor. Der heißt eigentlich Ratohnhaketon und spricht sich ungefähr so aus, als hätte man ne ganze Packung Kaugummi auf einmal im Mund. Deswegen war Connor einfach einfacher. (Argumentationsstruktur ist einfach toll, oder?)
Nunja, ich halte nicht viel von ihm. Irgendwie ist dieser Kerl mir nicht sympathisch, wirkt für mich eher stumpf und ein wenig geistig vermindert (Solange sein Dorf in Ordnung ist, ist alles andere auch OK.), wird er doch ständig nur benutzt, aber nie handelt er wirklich aus freien Stücken...auch wenn er das behauptet. Außerdem metzelt er seine Gegner mit solch übertriebener Gewalt, dass das schon nicht mehr schön war. Zugegeben: Auch die anderen beiden Assassinen waren nicht gerade zimperlich, was das Töten anging, aber Ezio z.B. tötete irgendwie mit Stil. Connor hingegen ist für stille Attentate allein deshalb schon nicht zu gebrauchen, dass er auf jeden Gegner erstmal gute 5 Sekunden (verstecktes Attentat...versteht sich!) einprügelt, bis dieser ins Gras (oder in den Heuwagen) beißt. Kann sein, dass andere was für ihn übrig haben, aber ich persönlich habe noch nie so eine starke Ablehnung gegenüber einer Spielfigur gehabt. Und das will schon was heißen. Auf jeden Fall war ich froh, dass Connor nur von hinten zu sehen war und sich dann auch noch sein Körper unter der Kutte versteckt hat. Zumindest in den nicht-Story-Passagen (Auch Free-Game-Mode genannt) habe ich mir immer Ezio vorgestellt. Oder auch Altair...oder einfach jeden anderen Charakter, nur nicht Connor. Umso ernüchternder war dann immer die Tatsache, wenn in Videosequenzen wieder Connor zu sehen ist.

Die Videosequenzen:
Von ihnen gibt es eine Menge. Viel zu viele, wenn man bedenkt, wie sehr man dadurch aus dem Spielfluss gerissen wird. (Aber auf dieses Phänomen gehen schon anderer Rezensenten ein) Für mich persönlich waren es aber auch zu viele Videos, bei denen Connor (egal was für eine Montur er gerade trägt) IMMER seine Standardmontur besitzt. Kann mich daran erinnern, dass in Revelations zumindest Ezio immer die Montur getragen hat, die man auch wirklich ausgewählt hatte...warum also funktioniert das in Assassins Creed 3 nicht?

Das Spiel an sich (Um wieder Anschluss zu finden):
Dann hatte ich das Tutorial hinter mir...dachte ich. Denn ein Faktor, warum ich sehr kritisch über Assassins Creed 3 denke, ist die Tatsache, dass ich ständig das Gefühl hatte, noch nicht im "vollen" Spiel angekommen zu sein. Das lag daran, dass man nach der ohnehin schon langen Einleitung als Connors Vater, dann auch noch erstmal eine komplette Sequenz damit verbringt, verstecken zu spielen...nette Idee, um das Adlerauge einzuführen, aber so lange??? Fans der Serie dürfte diese Fähigkeit wohl nicht wirklich überraschen. Mit hereingebracht wurde auch die Fähigkeit, "Spuren" zu lesen, was auch irgendwie cooler klingt, als es eigentlich ist. Die eigentlichen Spuren würde jeder Depp erkennen (hm...Fußspuren, die eindeutig zu einem Heuhaufen führen. Ich habs, der Junge muss da drin sein). Wie cool wäre es gewesen, wenn man mit einer "Zoom-Funktion" den Boden danach absuchen könnte, um Details zu entdecken, die einem Hinweise offenbaren. Aber nein! Naja, zurück zum eigentlichen Text. Nachdem man also mit dem kleinen Connor die Sequenz abgeschlossen hat (und zu dem Zeitpunkt schonmal locker mind. 3 Stunden an dem Spiel sitzt) darf man eine weitere Sequenz absolvieren, die einem beibringt, wie man klettert! Zugegeben, es ist cool, durch den Wald zu schwingen, aber dafür nochmal eine ganze Sequenz zu verschwenden? Das Eingliedern in eine Story-Mission hätte es auch getan. Wir haben nun also schon 5 von 12 Sequenzen mit reinem Tutorial absolviert, bis wir mit Connor endlich bei Achilles, einem altem Assassinen, ankommen und bei diesem in die Lehre gehen. Der mitdenkende Leser wird sicher anmerken: "Moment mal, in der Lehre? Das klingt nach mehr Tutorial!" Er hat recht! Schritt für Schritt wird die Welt erklärt und ein Brocken nach dem anderen wird eingeführt...ins Spiel, was sonst?
Halbzeit:
Wir erreichen also locker mal die Hälfte der Sequenzen, bevor Connor endlich in seine Assassinentracht schlüpft. Bei mir persönlich löste das ein "Endlich!" aus. Dann dachte ich, es geht jetzt RICHTIG los...Fehlanzeige. Die Story plätschert so vor sich hin und sorgt hier und da für einen "Aha"-Effekt, richtig gefesselt bin ich aber irgendwie nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich, außer den Story-Missionen nicht großartig was anderes machen kann. Bis ich dann wirklich "auf eigene Faust" handeln kann, ist also wirklich schon das halbe Spiel rum. Aber um kurz etwas zu den Nebenmissionen zu sagen: Wurden diese in den vorherigen Teilen immer sehr stimmig eingeleitet, so geht man hier zu einer Kontaktperson und meist sogar ohne irgendeinen Dialog befinden sich eure stupiden Ziele auf der Karte. Klingt banal. Und das ist es auch. Naja, gibt ja noch andere Sachen zu tun, denke ich, aber irgendwie kann mich nichts davon so richtig motivieren. Sonst war es immer DAS Highlight, die Aussichtspunkte hoch zu klettern und die Karte aufzudecken. Funktioniert hier aber nicht. Die Karte wird nicht ganz aufgedeckt, sondern den größten Teil darf man sich selbst die Karte "erlaufen". Motivierend ist das nicht. Ebenso wenig wie durch das viel zu große und viel zu karge Grenzland zu rennen. Außer der Landschaft und ein paar winzigen Missionen ist da nichts. Und jagen ist irgendwie auch nicht grad so das Gelbe vom Ei; immerhin rennen mir die Kannickel wortwörtlich vor die Klinge. Die "Abenteuer"-Missionen im Grenzland hätten so genial sein können und Abwechslung in das eintönige Gameplay bringen können...wie genial wäre es gewesen, wenn man wirklich Riesenkraken, UFOS und Geister gejagt hätte...aber nein, sämtliche Phänomene klären sich als Gardinen, Holzplanken oder Taucherglocken auf. Die ganze Zeit hoffe ich also auf eine Mission, bei der WIRKLICH mal was Übernatürliches passiert. Zu meiner Überraschung existiert tatsächlich solch eine Mission. Ich darf einen mysteriösen Reiter mit Kürbiskopf suchen, der Leute enthauptet. Kurz darauf finde ich seine Opfer und sehe ihn dann! ER EXISTIERT! Aber was passiert dann? Er reitet weg und damit ist die Mission abgeschlossen. Einfach so. Wie geil wäre es gewesen, immer wieder im Spiel auf die Spuren dieses Geistes zu kommen. So als Running-Gag...gewissermaßen. Aber nein! Nun, Abenteuer sind abgeschlossen, die Seiten fangen ist sinnlos, da die freigeschalteten "Erfindungen" einem nichts bringen, Handelswägen losschicken bringt nix, da ich eh genug Geld habe, ne neue Rüstung gibt es nicht...ok, also weiter mit der Hauptstory. Nur kurz darauf erhalte ich im Rahmen der Story meinen ersten Mit-Assassinen. Erleichterung! Ich denke: Jawohl, endlich wieder Assassinen rekrutieren. Aber Fehlanzeige! Es gibt nur 6 FESTE Rekruten. Diese sind zwar scheinbar historische Persönlichkeiten, aber damit ich einen Rekruten anheuern kann, muss ich in einem Gebiet erstmal ALLE sogenannten Befreiungsmissionen machen. Diese laufen nicht nur immer im jeweiligen Gebiet EXAKT gleich ab, sie sind auch noch komplett sinnlos. Beispiel? Ich komme auf ein Feld, auf dem sich ein Soldat am Boden krümmt, davor ein Bauer. "Oh, ich habe ihn niedergeschlagen, weil er mich nicht ernten lassen wollte. Jetzt kommt Verstärkung! Halte sie auf, während ich Karotten aus dem Boden zupfe". Ja tatsächlich darf ich jetzt circa 2-3 Wellen von wütenden Soldaten töten, während der Bauer seine Ernte einholt...nur um dann 20 Minuten später auf genau die gleiche Mission erneut zu treffen! Positiv ist allerdings, dass dann jeder Assassine, WENN man sie mal endlich rekrutiert hat, ne eigene Fähigkeit mit sich bringt. Strategisch wertvoll sind diese eigentlich nicht, da offener Kampf hier die beste Lösung ist, aber sie machen Spaß. Punkt!

Kurzer Abstecher zu den Finanzen:
Geld spielte schon immer eine große Rolle und so natürlich auch in Assassins Creed III. Denkt man zumindest! Denn eigentlich ist es egal, wie viel Geld man hat, denn es gibt eigentlich nicht wirklich etwas, wofür man es ausgeben könnte. Rüstungen sowie Geschäfte gibt es nicht mehr und von daher fallen die größten Investierungspunkte neben den großen Bauwerken in AC: Brotherhood komplett weg. Munition habe ich sowieso genug, da ich entweder Sachen wie z.B. Rauchbomben oder den den Enterhaken nie nutze oder einfach jeder 2. Gegner Pfeile, Kugeln und noch mehr Geld nach seinem Ableben hinterlässt. Im Laufe des Spiels sammelt sich also ein riesiger Haufen an Geld an, der lediglich für ein paar (nicht merklich) bessere Waffen und mehreren Monturen, die außer einem optischen Wert nichts bringen, dezimiert werden kann. Das heißt, dass Connor irgendwann mit einem zentnerschweren Sack münzen rumlaufen müsste, von dem wir aber nichts mitbekommen. Zum Glück gibt es die Option, Geld auf die Straße zu werfen, denn ich wüsste sonst nicht, wohin mit dem ganzen Geld.

Weiter mit Hauptstory:
Jetzt erstmal die Story weiter machen. Diese ist dann aber auch so fesselnd, dass ich erstmal nichts anderes mache. Zwischendurch darf ich endlich mal mit Desmond ein "modernes" Assassins Creed spielen. Und die Idee an sich ist genial: Mit Hilfe von Baugerüsten auf ein Hochhausdach klettern, mit Pistole, Militärmesser und Hidden Blade Wachmänner eliminieren und auf einem Flughafen unbemerkt bleiben. Hört sich gar nicht mal so schlecht an. Aber wie das ganze dann in die "Story" eingebunden und präsentiert ist ehrlich gesagt einfach nur traurig. Auch hier wieder ein Beispiel: Desmond metzelt sich fröhlich durch eine Menge von Wachleuten und kein Aas juckt es. DIREKT neben dran steht ein Pärchen und knutscht. Ein Mann läuft dran vorbei und es juckt ihn auch nicht. Hätte nur noch gefehlt, dass er mit den Schultern gezuckt hätte. Was ist da los? Soll das etwa realistisch wirken? Aber auch die Wachmänner an sich sind genial. Haben ne Pistole, brauchen 10 Sekunden, diese abzufeuern und stecken sie nach einem Schuss wieder weg. Der Schlagstock ist immerhin viiieel effektiver. Wers glaubt wird...naja...Desmond. Plötzlich wird mir klar, dass ich kurz vorm Ende stehe. Die Story wird dramatischer und in mir wächst ein seltsames Gefühl. "Ich hab irgendwie so viel übersehen", bohrt es sich wie ein Mantra in meinem Kopf. Gut, also noch die letzten Assassinen rekrutiert, alle Seiten doch noch eingesammelt, sämtliche Seefahrtsmissionen gemacht (So ärgerlich diese auch waren) und von allen Türmen gesprungen...s***, das GEfühl ist immer noch da. Naja, egal. Ich führe die Story zu Ende und werde fies enttäuscht. Assassins Creed 3 endet mit einem miesem Cliffhänger...super! Ein klassischer Abschluss sieht anders aus. Dann am Ende die Ernüchterung. Ich schaue auf die Gesamtprozentzahl und sehe: 56% Was ist da los? Zumindest ist mein Gefühl, irgendwas verpasst zu haben, nun bestätigt! Bei den anderen AC-Teilen war diese Prozentzahl immer im 90%-Bereich...aber hier? Dazu muss ich dann noch sagen, dass ich gerade was die optionalen Ziele angeht, sehr hartnäckig bin. Hatte eigentlich bei fast jeder Mission 100%-Synchronisation. Umso verwunderter war ich dann über die 56%
Appropos Optionale Missionsziele:
Normalerweise ist AC 3 kein anspruchsvolles Spiel. Gestorben bin ich eig. nur, wenn ich mal irgendwo ganz doof herunter gefallen bin oder mir dann mal wirklich die KOMPLETTE british Army auf den Fersen war. Diese optionalen Ziele jedoch haben zu unzähligen Frustmomenten geführt. Erstens muss man bei JEDER Mission für 100% wirklich jedes Ziel in einem Durchgang erfüllen, was schon schwierig genug wäre, aber nein, gerade in diesen Missionen, agiert die K.I. zwar nicht schlauer, aber unfairer. Man wird so schnell entdeckt, wie sonst nie und manche Ziele erreiche ich nicht, weil sie entweder so gemein sind, dass man sie fast gar nicht erfüllen kann (Beispiel: Töte den Grenadier auf Schiff A mit einem Luftattentat, lasse dich weder auf SChiff A noch B entdecken UND spreng noch die Schiffe in die Luft! Klar...mach ich mit links... ) oder so blöde beschrieben, dass man sich manchmal fragt "Häh, ich mach das doch, warum wird das nicht gewertet?" Bestes Beispiel dabei bei der Boston Tea Party: SChmeiße Engländer ins Wasser. 3x ok, einfach abmurksen, aufheben und reinwerfen. Ne, zählt nicht. OK, dann vielleicht reinstumpen, wenn sie noch leben? Ne, zählt auch nicht. Lösung: Man muss einen Entwaffnungskonter ausführen und die Soldaten müssen dabei nach hinten stolpern und so ins Wasser fallen. Einfache Sache? Ne, weil man zusätzlich noch 10 Kisten ins Wasser werfen muss und noch nen Luftattentat mit ner Muskete ausführen soll. Und das ganze noch auf Zeit. Wer denkt sich das aus? Sitzen die da bei Ubisoft in der Game-Schmiede, einer steht auf: "Ich hab ne super Idee, wie wir das Level noch schwieriger machen können!" Oder wie geht das ab? Wundert mich ja, dass da nicht so Sachen kam wie: Erledige 20 Soldaten ohne Schaden zu nehmen, während du auf einem Einrad fahrend 3 Melonen balancierst, von denen dir keine runterfallen darf und das ganze noch, ohne entdeckt zu werden. Kommt sicher noch!

Fazit:
Nunja...ich bin gespalten. Auf der einen Seite ist AC3 ja doch irgendwie ein gutes Spiel, verglichen mit anderen Spielen und ich lobe es auch gerne in Gesprächen mit Freunden (In Bezug auf Gameplay)...aber es sind einfach so viele Sachen, die nicht ins Bild passen und im Vergleich zu den anderen Spielen ist AC3 so enttäuschend, dass ich leider nur 3 Sterne vergeben kann....
PS: Noch eine kleine Geschichte am Rande: Assassins Creed vertritt ja bekanntermaßen eine sehr eigene Logik, aber HIERÜBER habe ich doch dann sehr geschmunzelt:
Connor kann unendlich lange rennen...der wird nie müde. Mit einem Pferd kann man aber nur 5 Sekunden lang galoppieren, da ansonsten das Pferd zu viel Ausdauer verbraucht...und diese Tatsache lasse ich einfach mal so stehen und hoffe,dass ich euch mit diesem Erfahrungsbericht einen persönlichen Einblick in das Spiel geben konnte.
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96 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr durchwachsener "Abschluss", 6. Dezember 2012
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Assassin's Creed 3 (100% uncut) - [PC] (Computerspiel)
Es ist nicht leicht, Assassin's Creed III gerecht zu werden.

Einerseits ist nicht zu übersehen, dass Ubisoft sich mächtig ins Zeug gelegt hat, um den schon hohen Standard der Vorgängerspiele bei der Nachschaffung/Neuerfindung einer historischen Epoche bzw. ausgewählter Orte dieser Epoche nochmals zu übertreffen und gleichzeitig die Spielmechaniken aufzufrischen oder zu verbessern.
Andererseits kann alles das nur als bedingt gelungen bezeichnet werden (finde ich zumindest). In manchen Punkten würde ICH sogar von eindeutigen Rückschritten sprechen - aber da gehen die Ansichten sicherlich auseinander. Grundsätzlich ist mein Eindruck auf jeden Fall der, dass nicht nur manche Änderung/Neuerung im Bereich des Gameplays zumindest "diskussionswürdig" ist. Darüberhinaus scheinen wir es wieder einmal mit einer Veröffentlichung zu tun zu haben, die gut und gerne 6 Monate, vielleicht auch ein ganzes Jahr "zu früh" erfolgt ist.
Weswegen anscheinend mancher geplante Abschnitt - der für die rahmende Geschichte des Erinnerungs-Reisenden Desmond dringend benötigt worden wäre - kurzerhand gestrichen werden musste. Und mit der Folge, dass die geänderten Spielmechaniken nicht hinreichend erprobt und optimiert werden konnten.

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Im Einzelnen:

Grafik, Schauplätze +++
Die Grafik ist insofern nochmals "besser" geworden, als sie nun noch natürlichere Texturen enthält und noch mehr von Details wimmelt, die dem Ganzen Leben einhauchen - dazu gehört auch allerlei liebevoll animiertes Getier. Diesmal geht es ja in die Amerikanische Revolution, wo die Städte erst im Entstehen sind und deshalb die Gebäude noch nicht so in den Himmel ragen wie viele imposante Sehenswürdigkeiten der Renaissance, die wir aus den Vorgängern kennen. Vielleicht hat Ubisoft es deshalb gewagt, die Bauten diesmal nicht so zusammenzuschrumpfen. Das trägt meiner Meinung nach zu einer deutlich "erwachseneren" Anmutung der Schauplätze bei. Die gegenüber dem bisher von Assassin's Creed Gewohnten völlig andere Architektur ist auf jeden Fall reizvoll - solange, bis man sich auch daran gewöhnt hat. Von einigem Reiz ist ferner, dass man die ganze historische "Welt" in zwei gegensätzlichen Jahreszeiten kennenlernt.
Neu ist auch, dass rund die Hälfte der Örtlichkeiten aus "Wildnis" besteht. Und die sieht jetzt nicht mehr so (künstlich) nach Parklandschaft aus wie die spärlichen Flecken Natur in den Vorgängern. Insgesamt gelingt ACIII eine sehr überzeugende Darstellung von Flora und Fauna, wobei die Topographie offenbar "von Hand" gestaltet wurde (und nicht zum größten Teil vom Computer generiert).

Grafik, Schauplätze -
Die Anforderungen an die Hardware (auch die CPU) sind anscheinend ebenfalls gestiegen. Stereoskopisches 3D, welches insbesondere bei 'Revelations' nach einigen Patches (seitens Ubisoft!) fast perfekt funktionierte, ist diesmal so durch "falsche" Schatten u.Ä. getrübt, dass die meiste Zeit keine echte Freude über die "bessere" Grafik aufkommt (bis jetzt jedenfalls).
An einigen Stellen enttäuscht ACIII auch mit eher künstlich aussehenden Modellen, etwa bei den gemauerten Forts. Ebenso wirkt in den normalen Gebieten - abseits der maritimen Missionen - das Wasser kaum irgendwo "echt": die Oberfläche ist meist auffällig ruhig, und auch in puncto Farbe und Transparenz hapert es oft. Bei einem mit Superaufwand hergestellten Titel wie ACIII dürfte man hier vielleicht etwas mehr erwarten.
Die Städte haben für mich leider schnell wieder an Reiz verloren. Richtige Sehenswürdigkeiten sind Mangelware, der "Zauber" früherer AC-Städte fehlt irgendwie. Und für eine der Kern-Mechaniken der AC-Reihe, das Parcour-Rennen, sind die relativ breiten Straßen und die Gebäudeformen nicht sonderlich günstig.

Animationen +++
Fast sämtliche Bewegungen der spielbaren Charaktere sind weiter verbessert worden, wobei es jetzt sehr viel mehr Animationen für spezielle Situationen gibt wie das bergauf/bergab Gehen oder Treppensteigen. Die NPCs bewegen sich ebenfalls natürlicher.
Ein besonderes Schmankerl sind die Kletterfähigkeiten des Hauptcharakters: In der Wildnis kann er zahllose Felswände erklimmen. Und es gibt vielerorts, auch in den Städten, kletterbare Bäume - der Wald lässt sich mittels "Tree-Running" auf ganz eigentümliche Weise erleben ... Kurzum: Auf dem Gebiet bietet ACIII Herausragendes. Es ist einfach ein Genuss, der Hauptfigur bei ihrem Weg durch unterschiedlichste Umgebungen zuzusehen, beeindruckend, wie selbstverständlich sich die Bewegungen an die jeweiligen Untergründe anpassen. Hier zeigt Ubisoft ganz klar Kompetenzen, die derzeit von keinem anderen Spieleentwickler übertroffen werden!

Kämpfen +
Ich sage es mal so: Gegenüber 'Revelations' ist meines Erachtens ein Fortschritt nicht zu leugnen. Das Einfügen von Zeitlupen-Sequenzen ergibt nunmehr Sinn, weil es jetzt tatsächlich mehrere deutlich verschiedene Möglichkeiten gibt, Angriffe zu parieren. Ich habe mich allerdings anfangs schwer mit dem neuen Kampf-"Feeling" getan... Starker tierischer Gegner erwehrt man sich durchweg mit den berüchtigten Quicktime-Events - das sehe ich vorerst eher neutral. In bestimmten "Quests" scheinen die geforderten Reaktionszeiten aber so extrem kurz zu sein, dass nicht nur "Anfänger" damit nicht klar kommen.
Für einige der zur Verfügung stehenden Waffen - auch da gibt's Abwechslung zum Altbekannten - habe ich keine rechte Verwendung gefunden. Aber das kennt man ja schon: Das Waffen-Arsenal zeichnete sich seit Teil 2 immer durch eine gewisse Beliebigkeit aus.

Kämpfen -
Wenn man es erst mal "drauf" hat, ist es auch diesmal wieder möglich, große Gegnerhorden ohne nennenswerte eigene Blessuren niederzumachen. Notfalls mit bloßen Händen. Warum Ubisoft es nicht schafft, die permanent zum Einsatz kommenden Kampfmechaniken deutlich interessanter zu gestalten, ist mir schleierhaft. Warum nicht wenigstens 2 Schwierigkeitsgrade? Von einem so ausgeklügelten, sowohl für "Casuals" wie für Könner reizvollen Kampfsystem wie in den 'Batman Arkham'-Titeln ganz zu schweigen.

Bruderschaft +
Die maximale Anzahl potentieller Rekruten wurde deutlich verringert, dafür sind mit jeder Rekrutierung umfangreichere Aufgaben verbunden, die einen besonderen Bezug zum Kandidaten haben. Bei der Unterstützung stellen die Assistenz-Assassinen neue Möglichkeiten zur Verfügung, etwa das Weglocken von Wachen.

Bruderschaft --
Die Kandidaten sind oft schwer auffindbar. Man stolpert häufig zuerst über die mit einer Rekrutierung verbundenen Aufgaben, ohne jede Erklärung, warum etwas gemacht werden soll. In kritischen Missionen, bei denen man durchaus mal gerne Hilfe anfordern würde, steht die Bruderschaft meistens NICHT zur Verfügung - ohne dass dafür (im Rahmen der Spielwelt) ein nachvollziehbarer Grund ersichtlich wäre.
Anders als in allen vorangegangenen Teilen kommt grundsätzlich kaum das Gefühl auf, Teil einer Assassinen-"Gilde" zu sein.

Stealth --
In welchem sonstigen Zusammenhang sollte man darauf zu sprechen kommen? Stealth existiert mittlerweile so gut wie nicht mehr (am meisten davon bot noch der erste Teil). Wer es sich zur Aufgabe macht (oder ein entsprechendes Kriterium für "volle Synchronisation" erfüllen will), unbemerkt an ein Opfer heranzuschleichen, benötigt (meistens) eine hohe Frustrationstoleranz. Die Gegner-KI sowie die Spielmechaniken machen es einem sehr schwer. Spaß kommt dabei nicht auf. Das finden ich und viele andere Fans seit langem extrem schade. Aber Ubisoft verfolgt da wohl eine eigene "Vision". (Die des maximalen "Appeals" beim größtmöglichen Publikum, vermute ich...)

Steuerung (XBox-Controller):
Hier gibt's diverse Änderungen, die ich für fragwürdig halte. Zum Beispiel fand ich es schwieriger als in den Vorgängern, mich im Höchsttempo zwischen Häusern und über Dächer zu bewegen. Der Verzicht darauf, für den "highest profile"-Bewegungsmodus einen separaten Button drücken zu müssen, macht die Kontrolle eben NICHT leichter - vielmehr verliert man leichter die Kontrolle... Wo ist die Möglichkeit geblieben, von einem nicht "zu hohen" Vorsprung KURZ nach vorne abzuspringen? Jetzt kommt man von solchen Orten meistens nur mit einem absurden Weitsprung runter - mit dem man womöglich schon gegen eine gegenüberliegende Wand knallt. Blödsinnig.

Zur Steuerung zähle ich auch das Grafik-Interface zur Auswahl der Primär-/Sekundär-Waffe bzw. der "Tools". Da es VIEL mehr Waffen/Tools gibt als dem Mehrwegeschalter (XBox-Controller) zugewiesen werden können, muss man besagtes Menü sehr häufig öffnen. Vielleicht auch zum Aufruf der Pferde-Pfeife - in den großen Spielarealen außerhalb der Städte ist das Pferd natürlich unverzichtbar. Wieso vergehen mehrere Sekunden (so fühlt es sich zumindest an..), bis der gesamte Menü-Inhalt angezeigt wird? Das ist nicht nur unangenehm zu bedienen, es reißt einen auch aus dem Spielgeschehen vollständig und unnötig lange heraus. (So ein Menü könnte beispielsweise transparent sein, dann bliebe man visuell mit der aktuellen Spielsituation verbunden.)

Dieses Beispiel verdeutlicht meiner Meinung nach eine grundsätzliche Problematik des ACIII-Spieledesigns: STIL geht über SUBSTANZ (und Funktionalität).
Noch schlimmer hat Ubisoft die Interfaces fürs "Handwerken" und "Handeln" (siehe folgenden Abschnitt) gemacht: Viele "schöne" Grafikeffekte und Animationen, völlig unzureichende Funktion. Die Animationen sind dabei nicht nur überflüssig, die durch sie hervorgerufenen Verlangsamungen verschärfen noch das Problem, immer wieder von vorne nach hinten durch tief gestaffelte, lange Menü-Listen navigieren zu müssen.

Die "Siedlung" (engl.: "homestead"), Handwerken und Handeln:
Ähnlich wie Monteriggioni in ACII ist Connors Heimstatt wohl dazu gedacht, dem Spieler ein freundlicher Rückzugsort zu werden. Und wie in ACII dient dieser Ort gleichzeitig dazu, Einnahmen zu generieren. Das erfordert jetzt allerdings beträchtlichen Einsatz seitens des Spielers: Neue Siedler müssen gewonnen werden - was über kleine Missionen geschieht -, anschließend lässt sich deren handwerkliche Produktivität nach und nach steigern - mit weiteren kleinen Missionen -, so dass im Laufe der Zeit immer mehr Rohstoffe, Zwischen- und Fertigprodukte für den Verkauf bei Händlern (außerhalb der Siedlung) erzeugt werden können.
Das Gebiet der Siedlung ist von beachtlicher Größe und wirklich sehr schön - eine urige Idylle, vielleicht eine Spur zu sehr "Heile Welt". Ebenso bieten die Siedler-Missionen alles in allem einen beachtlichen Umfang, und sie sind alle mehr oder weniger "nett".

Was hier ein passendes Stichwort ist: Doch, recht nett, das alles. Aber stehen Spielspaß ("nett"...) und Zeitaufwand zur Erledigung der Aufgaben in einem angemessenen Verhältnis zueinander? Es fehlt auf jeden Fall die Relevanz für die "eigentliche" Handlung. Eine größere Summe Geld braucht man einfach so gut wie nie, und wenn sie einem trotzdem irgendwann zur Verfügung steht, gibt es nur wenig, für das sie sich ausgeben ließe. (Z.B. fehlt gegenüber den Vorgängern die Möglichkeit, die Assassinen-Rüstung zu erweitern/zu verbessern.)
Andererseits hat auch das sein Gutes: man ist nicht wirklich gezwungen, sich mit dem qualvoll zu bedienenden Handwerks-/Handels-Interface abzugeben...

Maritime Missionen ++
Ja - Connor, unser Held, Halbindianer und Assassine, wird Kapitän. Plausibilität, Relevanz? - Fehlanzeige. Aber immerhin sind die Abstecher auf See sogar mehr als nur "nett": sie sind richtig spaßig. Und ein weiterer Beleg dafür, was Ubisoft technisch-handwerklich zu leisten vermag.

Sonstiges Gameplay +
Und es gibt noch mehr zu tun und zu sehen in ACIII. Bei dem sich erneut und verschärft fragt, wozu es eigentlich gut sein soll und ob Ubisoft den Entwicklungsaufwand nicht besser in Wichtigeres investiert hätte - Wichtigeres, das oftmals sehr von mehr Entwicklungszeit bzw. Optimierung hätte profitieren können.

Sonstiges Gameplay -
Was ich seit 'Revelations' schmerzlich vermisse: die optionalen, manchmal ganz schön kniffligen Rätsel. Sie trugen bei mir zu dem angenehmen Gefühl bei, mich durchaus "niveauvoll" zu unterhalten. Und dem Spiel verhalfen sie zu einer wunderbar geheimnisvollen Atmosphäre. Aber vielleicht schreckt sowas ja die verstärkt anvisierte Haupt-"Zielgruppe" ab ...

Musik:
Nicht mehr von Jesper Kyd. Zwar war für meinen Geschmack Kyds Soundtrack für 'Brotherhood' schon nicht mehr ganz so überragend wie der von ACII, aber auch da trug die Musik (für mich) noch entscheidend dazu bei, das Spiel zu etwas ganz Besonderem zu machen.
Lorne Balfe, der Komponist des ACIII-Soundtracks, ist gewiss auch ein fähiger Mann. Aber in meinen Ohren bleiben die meisten seiner Stücke eher handwerklich solides "Mittelmaß". Klanglich-musikalisches Kolorit, passend zu bestimmten Vorkommnissen im Spiel oder allgemein zu den Schauplätzen und deren kulturellem Hintergrund - aber nicht großartig mehr.
Bug oder Feature? -- Während der freien Erkundung fehlt größtenteils (oder immer? bin mir nicht sicher..) jegliche Musik.

1.) Hauptfigur "Connor", historische Handlung (LEICHTE SPOILER!):
Connor ist nicht unsympathisch. Aber auch nicht sonderlich interessant. Und völlig humorlos. Ich empfinde es als auffälligen Widerspruch, wie er einerseits als naiv-idealistisch und bescheiden charakterisiert wird - z.B. in den "homestead"-Missionen -, andererseits ein an Überheblichkeit grenzendes Selbstbewusstsein zur Schau stellt. Mit diesem Selbstbewusstsein zieht er ohne zu zögern in den Kampf gegen die englischen "Unterdrücker" und besiegt sie dann "fast" im Alleingang. Jedenfalls wäre die Amerikanische Revolution ohne ihn wohl gescheitert... Geht's vielleicht 'ne Nummer kleiner, Ubisoft?

Die Länge von Connors Haupt-Missionen kommt mir im Rückblick eher kurz vor - sicher bin ich mir da jedoch nicht. Ziemlich sicher bin ich mir aber, dass die wichtigen Attentats-Missionen weniger umfangreich bzw. weniger sorgfältig inszeniert waren als die in den (besseren) Vorgängern. Und, wie schon zuvor angedeutet: das Spiel legt eher eine "Hau-drauf"-Vorgehensweise nahe als die konsequent verdeckte Operation.
Diverse optionale (Neben-)Missionen sind SO PRIMITIV gestaltet, dass ich mir das wirklich nur mit (zum Schluss) fehlender Entwicklungszeit erklären kann.

Urteil: Akzeptabel, aber "Connor" und Handlung sind für mein Empfinden bei Weitem nicht so überzeugend geraten wie "Ezio" in AC2 und (mit Einschränkungen) in 'Brotherhood'.

2.) Meta-Hauptfigur "Desmond", Handlung im Jahr 2012 (LEICHTE SPOILER!):
Desmond büßte für mich schon in 'Revelations' erheblich von dem bisschen "Format" ein, das er davor (in 'Brotherhood') mühsam erworben hatte. Auf diesem dürftigen Level bleibt er nun in ACIII. Aber das ist nicht mal das Hauptproblem: Ubisoft versagt auch diesmal wieder auf ganzer Linie, wenn Desmond in die direkte Konfrontation mit den Templer-Erzfeinden geschickt wird. Die Templer-Schurken benutzen zuerst nur Schlagstöcke (gab's das nicht schonmal irgendwo?), später können auch ihre Pistolen nur lächerlich wenig Schaden anrichten. Ein bestimmter Gegenspieler (man "soll" ihn wohl aus Assassin's Creed Comics/Büchern kennen) gewinnt keinerlei Kontur und [SPOILER]verliert praktischerweise den Verstand, just als es für Desmond brenzlig zu werden droht[/SPOILER].

Und die Rettung der Welt? Die gelingt natürlich (nee, ist kein Spoiler). Aber die Inszenierung dessen lässt extrem zu wünschen übrig. Da ist kein gründlich vorbereiteter, gewaltiger Höhepunkt, sondern nur eine die Erwartungen enttäuschende, ziemlich banale Dialog-Sequenz. Und mit welchen Mitteln, mit welchen Konsequenzen(!) die Erde vor der globalen Katastrophe gerettet wird, das bleibt weitestgehend unklar. Klar ist nur: Der Folgetitel ist schon in Vorbereitung...

Urteil: Ungenügend. Die Faszination und Spannung, die sich bei mir im Finale von AC2 und (noch mehr) 'Brotherhood' eingestellt hatte, als Desmond "Those-Who-Came-Before" begegnete, fehlt hier total. Ubisoft hat ACIII auf dieser Handlungsebene vollständig vergurkt.

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Kurzfassung: Für Fans der Reihe ohnehin ein Muss, für Liebhaber von "Open-World"-Spielen auf jeden Fall eine Überlegung wert. Allen ernsthaft Interessierten, die es bis jetzt noch nicht besitzen, stellt sich wohl vor allem die Frage: Jetzt kaufen oder später zu einem Bruchteil des Preises?
Vieles ist spitze: die historische "Welt", die Animationen, die Vielfalt an Interaktionsmöglichkeiten. Leider stehen dem teils grausame Versäumnisse in der Desmond-Handlung, weniger überzeugende Hauptfigur/Handlung im historischen Teil - im Vergleich mit ACII/Brotherhood - und mangelnder Schliff der Spielmechaniken gegenüber. Und zu wenig fügt sich zu etwas Größerem zusammen, ein stimmiges Ganzes kommt dabei nicht heraus.
Was nicht heißen soll, ACIII mache (bei passenden Vorlieben..) keinen Spaß. Es ist nur "objektiv", in seiner Gesamtheit gesehen, kein Meisterwerk, sondern weist erhebliche Defizite auf.

Spielzeit: Wer nur das Unvermeidliche macht, ist vielleicht in 15 - 20 Stunden durch ("Raser" vielleicht noch schneller.) Unter Nutzung aller Betätigungsmöglichkeiten kann man aber auch deutlich über 40 Stunden zubringen.
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40 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wut, 2. Januar 2013
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Assassin's Creed 3 (100% uncut) - [PC] (Computerspiel)
Nackte Wut. Wie konnte man eine so absolut saugeile Reihe denn nur damit abschließen? Und das klingt jetzt schlimmer als es ist. AC3 ist ein gutes Spiel. Neulinge werden es wahrscheinlich super finden. Aber jeder, der die vorigen AC Teile gespielt hat, weiß was ich meine, wen ich sage: Verschenktes Potenzial. Überall. Das ganze Spiel schreit danach: Entwickle mich zu Ende. Zum einzelnen:

Graphik: Die Grafik ist echt Toll, aber die Optimierung ist der letzte Sch%&(/)&............
Far Cry 3 und Hitman Absolution die ich zeitgleich bekam sehen Graphisch bei weitem besser aus, laufen bei mir auf hoch und laufen wie Butter. AC3? Pah, nachdem ich geschafft habe das zwangs V-sync abzuschalten gurkte das Teil immer hin schon mit 20-40 fps rum. Was für ein Erfolg. Und das bei mittleren bis niedrigen Einstellungen. Auch wenn die Graphik ganz nett sein mag, die Optimierung ist schrott.

Gameplay. Da ist es wieder: Das alte AC Gefühl. Wie ein Gott des Krieges schlachtet man seine Feinde, erklimmt die höchsten Bauten, erkundet die Welt (oder nicht, aber dazu später) und stürzt sich aus unglaublichen höhen in Heuhaufen. Einfach wunderbar. Das Problem nur: Die Missionen lassen das kaum zu. Die nervigen "verfolge das ziel unbemerkt" Missionen wurden hochgeschraubt und kranken an einer unpräzisen bewegungssteuerung und hellsehenden Feinden. Und sie sind langweilig. Und viele. Dazu kann (muss) man nun wachen belauschen, was eben wie die Verfolgungen abläuft, aber um so nerviger ist, da man in einem Radius zu ihnen bleiben muss. Bei 20 FPS und hellsehern als Feinden ist das nicht cool. Und dann die Verfolgungen. Was in den vorherigen Spielen durch den Speed spaßgemacht hat, ist hier einfach nur lästig. Und habe ich die Steuerung schon erwähnt? Außerdem rennt Connor nur mittelmäßig schnell, was viel vom AC spielgefühl wegnimmt. Die Kämpfe sind AC typisch leicht, aber klasse gemacht und überzeugen durch Klasse animationnen. Anstatt das aber auszukosten darf man reiten. Und Leute Belauschen. Und Cutscenes gucken. Und Infanterie befehligen. Und wieder reiten. Und einen Verfolgen. Und sich in eine Seeschlacht stürzen. Nicht Falsch verstehen, Abwechslung ist toll, aber nur, wenn der Teil der am meisten Spaß macht noch da ist. Und das ist er nicht. Die Seeschlachten sind im übrigen echt klasse und haben mich wirklich überrascht. Sie steuern sich gut, sind lebendig und Spektakulär. Zufrieden.
Unzufrieden bin ich aber wieder mit den Missionen, die wie hingeklatscht wirken und teilweise nur aus "gehe von a zu c und gucke cutscene" bestehen. Ohne Kämpfe. Ohne Action. Aber durch den Wald. Klasse. Dann das Wirtschaftssystem: Unlogisch, fummelig und ohne auswirkungen auf das Spiel. Neue Ausrüstung? Fehlanzeige. Man kann sich zwar Waffen kaufen, aber das bringt kaum was, da die Starausrüstung ausreicht. Die einzigen nötigen Trips zum Händler sind die die man macht wenn ein Bug dir alle Munition geklaut hat. Sonst kann man noch eine Siedlung gründen, aber das motiviert nicht, durch mangelnde Einführung und Auswirkungen auf das Spiel und ist komplett unnötig.

Welt:
Die Welt ist AC mäßig echt gelungen. Die Wälder sind sehr lebendig und die Städte haben flair. Problem daran: Die Welt ist komplett unnötig. Vllt 30% der Welt werden für die handlung gebraucht. Der Rest ist zwar erkundbar, hat aber keinen Effekt auf das Spiel. Und durch mangelnde belohnung und Aufgaben will man das auch nicht machen.

Desmond Abschnitte:
Behandle ich extra da sie auch in den vorigen Spielen eher extra waren. Ich war einer der wenigen Spieler die von diesen restlos begeistert waren, allein durch die Vorstellung eine Welt voller Verschwörung zu betreten. Auch Desmond fand ich cool, da auch er in die Rolle des Assasinen reingewachsen ist. Und in AC3? Tja. Bummer. Nix is. Die Abschnitte wirken wie lieblos zusammengeklatscht, Desmond sieht plötzlich anders aus und die Story reitet sich komplett ins unsinnige. Aber dazu später mehr. In diesem teil ist Desmond teilweise auch in Kampfeinsätze verwickelt. Geil denkt ihr? FALSCH GEDACHT, KOMPLETT &&) %($($)!!!!!!!!! Die Abschnitt sind Farblos, das Gameplay durch mangelnde Anzeigen unübersichtlich, die Missionen unklar und das ganze auch noch verbuggt. Wenn eine Wache mit einer modernen Mark23 halbautomatischen Pistole ziehlt wie mit einer Steinschlosspistole, genau einen Schuss abfeuert und sie dann wegsteckt, hat man entweder starkes Fremdschämen oder man beisst vor Wut in den Tisch (mein Zahnarzt hat sich gefreut, er hat jetzt nen kompletten Abdruck auf holz)

Story.
Wenn ihr denkt alles davor war ein Grund, dieses Spiel wegzulegen, dann zieht euch das rein: Sie haben die Story verka&(/(%&/(.
Oh ja. Im übrigen: SPOILER. Ich mach mir jetzt Luft.
Alles fängt an, wenn Desmond un die Assassinen zu einer Ruine in den USA fahren, die den Vorgängern der Menschen gehörte. Dort sind sie um den Weltuntergang am 21.12.2012 zu verhinder. Und damit beginnt der Anfang von Ende. In allen vorigen teilen wurde eine Epische geschichte aufgebaut um den Kampf zwischen Assassinen und Templern. Die einen für Freiheit, die anderen für Zwang. Es stellt sich heraus dass die gesamte Menschheitsgeschichte Manipuliert war. Lügen von Templern und Assassinen um Vorgänge zu verschleiern. Dazu kam eine uralte Zivilisation, die Untergegangen und geflohen ist. Die sich an die Gurgel gegangen ist. Ganz großes Menschliches Drama. UND DAS ALLES WURDE FÜR DIE VERF"$§%§%§ MAYAS MIT IHREM KALENDER AUFGEGEBEN!!!!! All das wurde komplett verschenkt. Und jetzt reißt man mit Desmond durch die Gegend um Energiesteine zu finden mit denen man den Tempel erkunden kann um dann am Ende vorgesetzt zu kriegen, dass ein Möchtegerngott die Katastrophe verhindert um sich zum Herrscher zu machen???? Templer? Pah, die ham zwar die Kristalle, aber sonst ham die nix zu melden. Ganz toll. 4 Spiele vorlauf um alles für die MAYAS!!!!! aufzugeben und eine Art "wie verhindere ich Roland Emmerichs feuchten Traum" zu erzählen?? Wie kamen die darauf? Und das ist ja noch nichtmal der miese teil. Mies wirds erst, wenn man die Story um Connor und "seinen Stamm" spielt. Die beginnt im übrigen grandios, in dem sein Vater, ein englischer Edelmann eingeführt wird, der für die Templer agiert. Einfach genial, da den vorher 2dimensionalen templern ein Gesicht verliehen wird. Und dann kommt Connor, sein Sohn. Der größte Jammerlappen in der geschichte von Assassins Creed. Am Anfang seiner geschichte wird seine Mutter dabei getötet, als der Stamm von templern angegriffen wird. Soweit so gut. Durch bestimmte Umstände kommt er an einen ex Assassinen der ihm alles beibringt und dann will er Rache für seine Mutter und seinen Stamm beschützen. Klingt Edel? Nö. denn auf seinem Weg, der ihn mitten in den Unabhängigkeitskrieg führt, geht ihm das Leiden der Menschen, die Templer, die Assassinen!!!!!!!!!! und alles außer seinem Stamm komplett am Popo vorbei. Er weigert sich durch die gesamte geschichte hindurch Zusammenhänge zu erkennen, er handelt Kurzsichtig, unlogisch, egoistisch und ist ein kompletter unsympath. Und das beste: Dafür, dass es seinen Stamm über alles liebt, sieht man ihm nach dem Anfang nur ein paar mal in der ganten Geschichte. So viel dazu. Dazu hört man gar nichts davon, ob es in Europa noch Assassinen gibt, man weiß nicht was die Templer machen, man stolpert planlos durch den Krieg mit dem Vorwand seinen Stamm schützen zu wollen während der hauptcharakter sich aufführt wie ein kleinkind und der Bösewicht, Connors Vater, in jeder Beziehung als ein besserer Mensch erscheint.

fazit.
Je länger ich an dieser Bewertung geschrieben habe, desto mehr stieg mein Blutdruck. Bis jetzt war ich ein unglaublicher AC fan, aber dieser teil hat mich so maßlos entäuscht, ich kann es kaum in Worte fassen. Wie gesagt. Das spiel ist nicht so schlecht wie ich es mache. Für einen Anfänger. Aber für jeden der gehofft hat der AC Mythos würde weitergehen ist das Spielt eine Herbe enttäuschung. Ich hoffe, dass Connors geschichte damit beendet ist. Ich werde keinen Teil mehr kaufen, in dem er der hauptcharakter ist.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwache Story, schwaches Gameplay, 22. November 2012
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Assassin's Creed 3 (100% uncut) - [PC] (Computerspiel)
Hocherfreut hielt ich zum Geburtstag das Spiel in den Händen. Aber schon nach 10 Minuten kam Ernüchterung? Was war da los? Naja, die Story kommt schon noch in Schwung. Denkste. Die Story ist von Anfang an sehr schwach und durchsiebt mit logischen Fehlern und nicht zusammenpassen wollenden Handlungen. Gerade die hochgeprisenen Außenmissionen mit Desmond gestalten sich kurz, langweilig und linear. Der versprochene "Showdown" fällt ernüchternd aus. Auch das Ende wird nicht viele Liebhaber erfahren und lässt einen unwillkürlich an Mass Effect 3 erinnern. Es wirkt zu kurz, zu hingeklatscht, zu willkürlich. "Das ist es nun also gewesen? Einfach so?", hab ich gedacht.
Die spektakulären Kämpfe sind leider auch mindestens genauso langweilig. Das Kampfsystem ist stark an die neuen Batman Teile angelehnt. Selbst durch größte Einheiten kann man sich einfach durchschlachten. Heimliches Anschleichen und leises Erledigen der Missionsziele will keinen so rechten Sinn machen, wenn durchkämpfen viel einfacher ist. Die epischen Schlachten auf dem Kriegsschauplatz, wie in der Werbung, gibt es dagegen gar nicht.
Die riesige Welt ist zum größten Teil leider völlig nutzlos und sorgt nur für lange Laufwege. Für die Story (welche streng linear ist) benötigte man höchstens 1/3 der Stadtfläche. Der Rest ist höchstens für Erkunderer interessant und für die zahlreichen Nebenmissionen, welche wirklich primitiver Art sind (holen-bringen, töte diesen, jage jenes Tier), Abwechslung sieht anders aus. Zwar wird versucht die Nebenmissionen in nette Geschichten zu verpacken, aber leider sind sie auch völlig nutzlos bzw. belanglos für die Hauptstory und die erwähnten Laufwege sind sehr lang.
Das Wirtschaftssystem entbehrt leider auch jeglichem Nutzen, da man keine neue Ausrüstung benötigt (man kann sie teilweise kaufen, ist aber sinnlos) und man auch durch die Hauptmissionen schon genügend Geld verdient. Nutzgegenstände kann man gestorbenen Gegnern abnehmen.
Die gepriesenen Seeschlachten sind in der Tat spektakulär, werden aber leider auch schnell langweilig und eintönig. Man fragt sich doch irgendwann, was man eigentlich gekauft hat: Einen Segelsimulator oder Assassin's Creed.
Auch das Einsammeln von Federn und besonderen Gegenständen hat leider keinen besonderen Nutzen. Auch das abschließen von optionalen Zielen in den Hauptmissionen ("100% Synchronisation") birgt keinen besonderen Nutzen, außer dass sie eine Punkteskala füllen. Hier hätte ich mir für meine Mühen doch irgendwie mehr erhofft.

Fazit: Was ist passiert? Die vorigen Teile haben doch gezeigt, wie man es richtig macht. Wie man eine fantastische Story aufbaut, eine stimmungsvolle Atmosphäre aufbaut, einen Charachter, mit dem man sich identifizieren kann. Neben einem charismatischem Ezio Auditore, wirkt Connor mehr wie ein Waschlappen. Von den zig Aussichtstürmen, die man vorher erklettern musste, benötigte man nun gerade mal eine Hand voll. Stimmungsvolle Nebenaufträge zwecks Erwerb neuer Ausrüstung: Fehlanzeige. Boston und New York wirken insgesamt sehr kalt und bergen kein bisschen die Atmosphäre Roms, Istanbuls, Florenz oder Venedigs in sich. Die Zahlreichen spielerischen Möglichkeiten verkommen leider zu einem Witz angesichts der Tatsache, dass es viel leichter ist sich einfach durchzukämpfen. Aber auch der ethisch-moralische Aspekt, der Assassins' Creed 1 noch so sehr auszeichnete, ist nun völlig abhanden gekommen. Das ganze Spiel wirkt mehr, wie ein Vater-Sohn Konflikt. Connor steht keine Bruderschaft zur Seite und ist stets ein Einzelkämpfer. Das Gefühl Teil etwas Großem zu sein fällt völlig weg. Häufig zweifelt man an Connors wahren Motiven. Zusammentreffen mit bedeutenden Personen der damaligen Zeit, sind zumeist kurz und bedeutungslos.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Freiheit für die neue Welt, 13. Oktober 2013
Von 
S. K. (Sauerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Assassin's Creed 3 (100% uncut) - [PC] (Computerspiel)
Ezio Auditore de Firenze, der Ahnenheld des vergangenen "Assassins Creed 2"-Zyklus, ruht ihn Frieden. Diese sei ihm nach dem ganze drei Einzelteile umfassenden Game-Epos wohl gegönnt. Doch sein Nachfahre Desmond Miles, der Protagonist der unserigen Gegenwart, ist noch lange nicht am Ziel. Ihn und seine Helfer/Freunde zieht es nach Nordamerika, wo sie den letzten Schlüssel zur Rettung der Menschheit vermuten. Denn ohne Desmonds Handeln droht der Welt am 21.12.12 der Untergang, und dazu muss er sich wieder via Animus in die Geschichte und Erlebnisse seiner Vorfahren versetzen und alte Artefakte aus den Händen der modernen Templer alias Abstergo Industries entreissen.

Ubisoft verknüpft wieder auf grandiose Art und Weise das Ausgangszenario der Jetzt-Zeit mit der Menschheitsgeschichte vergangener Jahrhunderte, futuristisch-kreative Kniffe und eine tolle Form des Storytellings machen es möglich. Doch dieses Mal gelingt es den Franzosen, selbst die bewandertsten Fans von Assassins Creed (= AC) mit dicken WTF???-Kloppern zu überraschen. Die anfängliche Verwirrung darüber, als man Desmond auf den als Animus wohlbekannten "Zauberstuhl" pflanzt und statt direkt das Spielecover-zierenden Halbblut mit dem schier unaussprechlichen Namen Ratonhnhaké:ton - für ordinäre Bleichgesichter reicht auch die Kurzform "Connor" - zu steuern erst mal die ersten Spielstunden mit Haytham Kenway verbringt, welcher sich - man möge mir diesen einen Spoiler hier verzeihen, so dick er auch ist *g* - als leiblicher Vater Connors (!) entpuppt und zudem noch die Rolle eines bis ins Mark überzeugten Templers (!!) kleidet... Jupp, da hat's nicht nur Desmond und Co. die Sprache verschlagen, ich war nach dieser Erkenntnis auch für einige Minuten ziemlich baff.
Überhaupt, die Ubi-Leutz verstehen es wie zuletzt, eine grandiose und durchweg spannende wie intelligente Spielehandlung zu erzählen und diese mit vielen sich überbietenden Höhepunkten aufzubauen. Kein Wunder, dass sie sich nun auch mit einer Kino-Adaption ihres erfolgreichsten Franchise-Babys beschäftigen. Plot-technisch haben sie es mehr als drauf, ganze fünf von AC-Spielen geprägte Jahre belegen es zweifelsfrei. Dass die Geschichte des jeweiligen Zeitalters völlig neu geschrieben / verfremdet wurde, sollte niemanden verwundern oder gar sauer aufstoßen. Sowas nennt man künstlerische Freiheit.
Und so war ich von der Haupt-Quest von AC3 durchweg sehr angetan. Europa wurde in AC zur Genüge behandelt, nun wechselt die Reihe gleich zum anderen Kontinent jenseits des großen Teiches. Das Setting zur Zeit der Kolonialzeit Nordamerikas, seines Unabhängigkeitskrieges und der sich zwischen zwei Welten bewegende Tomahawk-Schwinger Connor tun da ihr Übriges.
Nur in einem Punkt hat Ubisoft meiner Ansicht nach versagt: Das Schicksal Desmonds in ein krönendes Ende zu münden. Da begleitet man diesen von Zwiespalt erfüllten Assassine-Jünger seit dem allerersten AC anno 2007/2008, man ist sich der Wichtigkeit seines Überlebens, seines Handelns bewusst, welches einem höheren Ziel dient... Und dann das ! Das Ende dieses Handlungsstrangs, der sich durch alle bisherigen AC-Spiele zieht, habe ich mir offen gesagt ganz anders vorgestellt bzw. erhofft... Der Fakt, dass Desmond hier viel mehr aktive Spielabschnitte abbekommt als je zuvor, tröstet darüber nur sehr milde hinweg.

Gott sei Dank aber hat Ubisoft beim Gameplay vieles an Gewohntem einziehen lassen und diese hier und da verbessert, einige Neuerungen eingebaut und kaum Nennenswertes in den Sand gesetzt. Auch in nunmehr fünfter Folge ist das Spielprinzip aus Open-World-Erkundung, akrobatischen Klettereinlagen und zahlreichen Kämpfen das Herzstück des Spiels und ungebrochener Spaßgarant. Zwar vermisste ich gigantische wie prächtige Bauten aus früheren Spielorten wie Damaskus, Florenz, Venedig, Rom oder Constantinopel, an denen Altair und Ezio bis in schwindelerregende Höhen hochkraxeln und sich wieder runterstürzen konnten, aber das kann man nicht den Entwicklern ankreiden, der Schauplatz "Amerika zu Zeiten der Kolonialisierung" gibt nichts dergleichen her. Hier sind Kirchturmspitzen mitunter das Höchste der Spielergefühle. Dafür laufen schnelle Sprints von Dach zu Dach durch Einbeziehung von Bäumen in noch geschmeidigerem Rythmus ab, zudem sind die Wälder außerhalb der Großstädte Boston und New York das noch reizvollere Paradies für Klettersüchtige. Die Flora und Fauna ist ja ohnehin Connors eigentliche Heimat, und ziemlich schnell wurde es auch zu der Meinen, weil der Wald so wunderbar dicht und lebhaft ist. Tolle Landschaftspanoramen, tierische Bewohner bis zum Abwinken, die auch gerne gejagt und verkaufsbereit (z)erlegt werden dürfen, um die Assassinenbörse schnell zu füllen, und viele versteckte Geheimnisse, die gefunden werden wollen. Da steppt wahrhaftig der Bär, unter anderem. ;)
Aber für Jene, die sich im Grünen nicht länger als storybedingt aufzuhalten gedenken, bieten New York und Boston ebenso massig viel Beschäftigungsmaßnahmen. Die Städte-Karten sind derart schnell mit Auftragssymbolen übersät, man möchte sich glatt zweiteilen um möglichst alles zu bewältigen.
Die größte unter den neuen Gameplay-Erweiterungen ist ganz klar das Befahren der Meeresgewässer und die Seeschlachten gegen mächtige Pötte unter englischer, franzözischer oder anderer Feindesflagge. Zwar bin ich froh, dass die meisten Missionen zur See optional bleiben und den Schwerpunkt des Spiels zu Lande nicht überrollt - dies könnte mir beim bald erscheinenden AC4 leichte Sorge bereiten -, doch ich gebe zu, das eigene Schiff durch Wind und Sturm, zwischen Klippen und havarierten Wracks zu lotsen, dem Feind gewaltige Kanonensalven in den Schiffsbauch zu jagen - es ist sehr spaßig und dazu noch sehr furios inszeniert.

Was mir weniger gefallen hat, meine immense Spielfreude jedoch kaum trüben konnte, waren diverse Kleinigkeiten, Störfaktoren und vermeidbare Fehlerchen:
- die Kämpfe spielen sich durch die noch fließender ineinander übergehenden Kombos richtig gut, doch trotz der Hartnäckigkeit der Feind-KI ist kaum einer gegen Connor/Haytam gewachsen. Ich sage dazu nur: Regenerierende Lebensenergie.
- GANZ DICKER LOGIKFEHLER SPIELERISCHER NATUR ! Beispiele ? Connor verpasst sich im letzten Spieldrittel einen Irokesenschnitt mitsamt Kriegsbemalung, in See-Missionen hat er aber wieder die volle Haarpracht und einen sauberen Teint / Plötzlich wechselnder Wechsel der Tageszeit, wenn man eine Mission beispielsweise in der Nacht annimmt, diese aber in der nächsten Sekunde bei hellem Tageslicht beginnt / Trotz des Kaufs neuer Gewänder trägt unser liebgewonnener Assassine in Zwischensequenzen immer dieselbe von Mentor Achilles überreichte Montur... Und noch einiges andere.
- Schnellreise innerhalb der Städte ? Kein Problem, sofern man im Untergrund entsprechende Wege erkundschaftet hat. Möchte man aber ein ganz anderes Areal betreten, muss erst der Hafenmeister oder eine Ausgangszone aufgesucht werden. Umständlich !
- der Aufbau der Kolonie und das Handelssystem. Ich gestehe, ich habe weder den Sinn, die Vorteile noch die Mechanik dahinter verstanden. Vielleicht lag es auch nur am mangelhaftem Bedienkomfort desselbigen, welches leider wie üblich auf Konsolen zugeschnitten ist.

Da die Anvil-Engine ausgedient hat, präsentiert Ubisoft nun die Nachfolge mit dem schlichten Namen "Anvil-Next". Auf den ersten schnellen Blick wirkt alles noch sehr vertraut, doch die Verbesserungen fallen einem schon sehr schnell ins Auge. Die Güte der Texturqualität ist top, nur selten zieren matschige Flächen das Bild. Die Charaktere sind ausdrucksstark wie noch nie und präsentieren ein Mimik-Spiel (Trauer, Hass, Angst usw. kommt extrem authentisch rüber), mit dem die vorherigen AC-Teile nicht mithalten können, während die allgemeinen Figuren-Bewegungen noch vielfältiger und geschmeidiger ausfallen. Der Atlantik schimmert in der gleißenden Sonne derart bildschön, der Zeigefinger sucht fast selbständig seinen Weg zur Screenshot-Taste, nur um einen dieser prachtvollen Momente festzuhalten. Licht- und Partikeleffekte gefallen ebenfalls, und der Witterungswechsel im laufenden Spiel ist ein echter Hingucker. Nach Sonnenschein mit klarem Himmelblau folgt gerne mal ein gewittriger Schauer inklusive Geblitze (was die Landschaft für nen Sekundenbruchteil toll ausleuchtet), mal zieht sich ein dichter Nebel durch die Gassen und Straßen oder ein stürmischer Schneefall bricht in die Stadt bzw. in den Wald hinein.
Diese Grafikklotzerei hat allerdings seinen Preis, und ganz fehlerfrei ist diese trotz mittlerweile sechs (!) nachgereichter Patches leider auch nicht. Konstante 60 Frames sind im Wald und auf hoher See durchgehend möglich, im dicht besiedeltem New York nebst Boston kann die Framerate aber auch mal auf bis zu 40 Frames fallen, selbst auf sehr potenter Hardware. Einige Unsauberkeiten in der Kollisionsabfrage, schwebende Objekte und selten flackernde Texturen können gelegentlich vorkommen, sollten es aber nicht. Ich vermute einfach mal, dass dem Spiel der allerletzte Optimierungschliff gefehlt hat und hoffe inständig, dass Ubisoft die besagten Schwachstellen im kommenden AC4 beseitigt hat, denn ansonsten weiss Anvil-Next die Spieleraugen auf alle Fälle zu verwöhnen.
Wie die Grafik umgarnt auch der Sound von AC3 Spieler mit sensiblen, sprich anspruchsvollen Ohren. Der Weggang Jesper Kyds hat mir anfangs noch Sorgen bereitet, wo gerade dieser doch mit seinem Soundtrack den unverwechselbaren Musikstil von AC geschaffen hat. Doch zu meiner Erleichterung steht ihm sein Nachfolger Lorne Balfe in nichts nach. Balfe versucht nicht, Kyds ansatzweise zu imitieren, er gibt AC3 seine ganz eigene Note. Spätestens dann, wenn das Hauptthema so richtig aufdreht, ist man verzaubert. Manchem klingt Balfes Score zu sehr einem zweiten Hans Zimmer, mir persönlich aber gefällts ungemein.
Ubisoft wäre aber nicht Ubisoft, wenn sie nicht aucht bei Sprachausgabe und Ton auf höchste Qualität geachtet hätten. Erstmals haben sie sich etablierte Synchron-Sprecher aus der Film- und Fernsehwelt geangelt, man erkennt auf der Stelle die bekannten Stimmgeber von Daniel Craig, Kevin Spacey, Ryan Reynolds, Morgan Freeman und anderen Hollywood-Persönlichkeiten. Leider happerts desöfteren mit der sauberen Lippensynchronität, auch einige Lautstärkeschwankungen der Dialogaufnahmen sind gut rauszuhören, was besonders missfällt, wenn die Stimmen im famos aufgenommenen Effektgewitter schnell untergehen.

Fazit:
Ubisoft begibt sich zu neuen Ufern - eine gewollt mehrdeutige Anspielung. Neues Technikgerüst, neue Epoche, neuer Schauplatz auf neuem Kontinent, neue Features. Die Ära Desmind Miles endet hier endgültig, und dies muss nicht jeden geneigten AC-Fan vollends befriedigend stimmen. Ungeachtet dessen und einiger kleinerer Defizite technischer wie spielmeachnischer Art hat der französische Branchenriese nach 3 Jahren der Entwicklung einen dicken Open-World-Hit herausgebracht, der den Spieler nicht nur mit seiner herausragenden Haupthandlung fesselt, ihn auch mit Aufgaben und anderen Tätigungsmöglichkeiten quasi zuschüttet. Ein gutes 30-Stunden-Paket, dem nur der letzte Schliff zur Perfektion gefehlt hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mehr Schein als Sein, 15. Januar 2013
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Assassin's Creed 3 (100% uncut) - [PC] (Computerspiel)
Ich versuche mich als AC-Fan der ersten Stunde kurz zu fassen:

Das Spiel erzaehlt eine relativ simple Geschichte mit relativ simpler Inszenierung. Vielleicht sind meine Erwartungen zu hoch gewesen, doch irgendwie habe ich das ganze Spiel lang gewartet, dass etwas passiert. Doch es ist nichts passiert meiner Meinung nach. Ich habe auf die Aufdeckung tiefgehender Inhalte gewartet. Doch es kam nichts. Weder auf der Ebene von Connor, noch auf der Ebene von Desmond.

Die Städte boten mir ausser der grafischen Pracht keine Reize, sie zu entdecken. Alles was vorhanden war, war in meinen Augen relativ nutzlos und reizlos. Liebevoll gestaltet, grafisch hochpoliert, aber doch irgendwie leer.

Ich bin kein Mann der langen Worte, deshalb kurze subjektive Stichpunkte:

- komische / atypische Darstellung von Desmond im Vergleich zu den Vorgängern (-)
- keine überraschenden Wendungen, keine tiefergehenden Inhalte wie bei der Geschichte von Ezio noch (-)
- kein Reiz sich neue Waffen zu kaufen (keine Vielfalt, kein Bedarf) (-)
- viel zu oft viel zu lange Wege, die einen dazu bringen, das Spielen zu unterbrechen (1000m-Läufe) (-)
- Möglichkeiten im Spiel bieten keinen Reiz diesen auch zu Folgen. Die Reize sind verschwindend minimal (Man kann die Hauptmission komplett durchrennen ohne irgendeinen Bedarf an irgendeiner Nebentätigkeit bzw. Nebenmission zu haben) (-)
- Fehlendes Charaktersystem: OK, es ist kein Rollenspiel, ABER: mit seiner Welt und seiner Präsentation erinnert es doch stark an Rollenspielen, sodass eine Art Gefühl entsteht, dass doch etwas fehlt in dieser wunderschönen Welt... (-)

Was ich gut fand, aber nicht genießen konnte:

- super schöne Grafik, leider inhaltslos (+/-)
- Coole Charaktere, leider nicht tiefgreifend genug (+/-)
- Liebe zum Detail, jedoch zu viel nutzloses Detail (+/-)
- authentische Städte, leider mit zu wenigen REIZENDEN Möglichkeiten (+/-)

Was ich mir vom Spiel gewünscht hätte:

- ein besseres Finale (beider Hauptpersonen, Desmond und Connor)
- mehr Wendungen
- mehr Tiefgang
- mehr Humor
- mehr Dialog
- mehr Einfall
- weniger Laufstrecken
- ein Rollenspiel-Charaktersystem, bzw. Entwicklungssystem (dieses Assassins Creed schreit wirklich danach!)
- eine Art Halbnotwendigkeit von Nebenmissionen bzw. Nebenbeschäftigungen: d.h. Jage im Wald, damit du dir dieses und jenes notwendige kaufen kannst, weil du ohne dies nicht, oder nur sehr schwer weiterkommst.

Fazit:
Ezio war besser! Leider keine Kaufempfehlung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langweilig, 28. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Assassin's Creed 3 (100% uncut) - [PC] (Computerspiel)
Grafik: 8/10
Sound: 8/10
Spielspaß 4/10
Steuerung 7/10

Ich persönlich fands nach 3,5 Stunden Spielen Langweilig, vor allem wegen den Zwischensequenzen und den immer wiederkehrenden Missionen.
Für Fans der Reihe wahrscheinlich ein muss, für Shooter CoH und C&C Veteranen eher Öde.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gefangen zwischen Spielspaß und Mega-Frust, 2. Dezember 2012
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Assassin's Creed 3 (100% uncut) - [PC] (Computerspiel)
Eigentlich könnte ich vor Ärger und Enttäuschung platzen, aber ich will gerne mal versuchen, hier etwas maßvoll zu sein.

Assassin's Creed 3 (100% uncut) könnte das schönste und beste Spiel des Genres in 2012 und 2013 sein und hat sogar das Zeug zum Titel "best game ever".

All die tollen Dinge, die über dieses Spiel berichtet werden sind wahr, und darüber hinaus hat die Story noch einige überraschende Wendungen, die den Spieler von vorne bis hinten fesseln würden, WENN...

...ja WENN der Spielspaß nicht ständig durch nervige und vor allem vollkommen überflüssige Fehler jäh unterbrochen würde.

Ausrüstungsgegenstände, die in der Kleiderkammer zwar angezeigt, aber nicht ausgewählt werden können. Ein Doppelholster, in dem niemals die Pistolen stecken, die man ausgewählt hat. Ein Inventar, welches teilweise gelöscht ist, nachdem man maritime Missionen gespielt hat. Plötzlich verschwindende NPC, die dann Sekunden später hinter einem wieder auftauchen. Quests, die auf der Karte nicht angezeigt werden. Questgeber, die sehr wohl auf der Karte angezeigt werden, die aber in Wirklichkeit nicht vorhanden sind. Stellen, an denen man klettern muss oder soll - an denen es aber nicht möglich ist. Kniehohe Hindernisse, die den Char einfach blocken, obwohl er sich locker darüber hinweg schwingen sollte. Stellen, an denen man aus der Spielwelt fliegt und im Nirgendwo auskommt, um dann aus gefühlten 100 m Höhe vom Himmel zu fallen und dabei - natürlich mitten in der Mission - wie eine reife Beere am Boden zerplatzt. Missionen, die man zwar beendet hat, die aber nicht als beendet erkannt werden... usw. usw. usw.

Ich könnte endlos so weitermachen, aber neben den objektiven und auch unzumutbaren Fehlern gibt es auch eine Reihe von Kritikpunkten, die dem persönlichen Geschmack unterliegen:

Die "Ökonomie":
Vollkommener Unfug, denn man kann nichts kaufen, was man wirklich braucht, um im Spiel besser oder einfacher voran zu kommen.

Waffen:
Sammlerobjekte, die in der Waffenkammer die Regale füllen, aber dank 1-Knopf-Bedienung und Win-Button reichen die Anfangswaffen vollkommen aus. Bereits als Kind hatte ich alle Befreiungsmission im Grenzland mit Leichtigkeit erledigt. Nicht, was sich nicht mit einer Gehirnzelle und zwei Daumen bewältigen lässt.

Das Siedlungsprojekt:
Eine schöne Idee, eine Siedlung zu gründen. Man hat vom Schweinehirten bis zum Blumenpflücker allerlei zu erledigen und es ist eine nette und unterhaltsame Abwechslung. Mehr aber auch nicht. Der Sinn soll sein, Handwerker anzusiedeln um bestimmte Gegenstände bauen zu können. Ich LIEBE "Crafting" - also die Herstellung eigener Gegenstände. Hier aber präsentiert sich nur eine umständlich zu bedienende Oberfläche, mit der sich ungezählte unnütze Gegenstände herstellen lassen, deren Verkauf zu allem Überfluss auch noch unwirtschaftlich ist. Lediglich in einer sehr späten Phase des Spiels, kann man die eine oder andere Taschenerweiterung o. ä. anfertigen lassen. Allerdings hat man sich dann schon so sehr an die knappen Platzberhältnisse gewöhnt, dass man seinen Spielstil angepasst hat und die Erweiterungen überflüssig sind.

Land-Konvois:
Auch eine hübsche Idee, früh im Spiel Geld damit verdienen zu können, dass man allerlei Zeugs über Land an die Händler verschickt. Wie aber schon gesagt, ist die eigene Herstellung in aller Regel unwirtschaftlich. Also leider alles Unsinn. Falls man wirklich Geld zu brauchen glaubt, kann man alles mit dem Verkauf von Bärenfellen finanzieren. Und sollte ein Konvoi mal überfallen werden, WÜRDE man ihn durch seine Assassinen verteidigen lassen KÖNNEN, WENN diese Funktion nicht voller Fehler wäre.

Filmsequenzen:
Abgesehen davon, dass die Dialoge asynchron sind, trägt Connor je nach angelegter Kleidung dennoch seine Standardausrüstung. Ein übler optische Bruch im Spielerlebnis. Und nach der Sequenz sind regelmäßig alle NPC um einen herum verschwunden. Man bewegt sich auf eine Gruppe zu, spricht in der Sequenz mit den Charakteren. Dann macht's "blopp" und man steht unvermittelt allein in weiter Flur. Extrem schlecht gemacht.

Seemissionen:
Nachdem ich die Steuerung raus hatte, hat das wirklich Spaß gemacht. Als ich alle Missionen durch hatte, hat es aber auch gereicht. Die volle Aufrüstung des Schiffes, bevor man überhaupt mal zur See fährt, ließ sich spielend mit dem Verkauf von Fellen finanzieren.

Fazit:
Sobald wir 2 Updates weiter sind, dürfte das Spiel ca. im Sommer 2013 eine lohnende und wunderschöne Spielerfahrung sein, aber zur Zeit ist es einfach nur eine Frechheit, dafür Geld zu verlangen. Wer Fan der Reihe ist und nicht warten kann, hat es ja sowieso schon und nimmt das hin. Aber wer warten kann, sollte sich das NOCH NICHT antun, sondern erst auf die Fehlerkorrekturen warten.

Das Spiel lebt zum großen Teil von der Story und dem Spielfluss. Es ist ein "Gesamterlebnis" und ich bezweifle, dass man von den ganzen Bugs gefrustet, den Spielspaß in einem späteren Durchgang nachholen kann. Bei einem einen Film oder einem Buch hat man meist auch nur beim allerersten Mal diesen "Whow-Effekt" ... und den hat Ubisoft mit diesem Halbfertigprodukt gründlich versaut.

//Edit: Inzwischen (Dezember 2012) gibt es einen weiteren Patch, der eine ganze Reihe gravierender Fehler behebt. Was natürlich nicht behoben wird, ist der Mangel an Sinn und Spieltiefe.
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2.0 von 5 Sternen Bürgermeister-General-Kapitäns-Händler Simulator, 28. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Assassin's Creed 3 (100% uncut) - [PC] (Computerspiel)
Was aus Assassin's Creed geworden ist ist ja zum heulen, habe den dritten Teil jetzt enttäuscht in die Ecke gelegt, das erste mal das ich wirklich keine Lust mehr habe ein Spiel zu Ende zu spielen.

Fängt ja gut an, du bist ein Indianer, dein Stamm wird vom weißen Mann bedroht etc. und alles was der Hauptfigur nach dem Verlassen des Dorfes noch in den Sinn kommt ist planlos durch die Gegend rennen, George Washington treffen, dämliche Seiten einsammeln die nach 10 Sekunden despawnen, ein eigenes Dorf gründen, mit nem Schiff rumfahren, Battlefield mäßig durch eine Stadt rennen während man Kanonenkugeln ausweicht, irgendwelchen Truppen befehle geben und mit nem Pferd reiten. und ich hab keine Lust mit Holz zu handeln und Bewohner für mein Dorf zu suchen, ich bin ein verfluchter Assassine und kein Bürgermeister von Sim City!

Wie kann man eigentlich so viel unnötigen Müll in ein Spiel einbauen was dadurch Spaß macht das man über Häuserdächer springt und Leute abmeuchelt? Apropo Häuserdächer, die sind Zeitgemäß halt maximal so 3-4 Meter hoch (uuuh schwindelerregend) und der Großteil der Welt besteht aus Wäldern.

Dann gibt es natürlich noch die Desmond Abschnitte, der jetzt plötzlich irgendwelche Kristalle einsammeln muss. Ohne Erklärung darf man dann plötzlich in ein Hochhaus einbrechen um sich so ein Ding zu holen, wo man dann noch einen Typen mit Knarre trifft, der sogar selber mal Top-Assassine war(!) aber sich dann mal eben so abspeisen lässt als würde man einem Kind den Lolly klauen. Hab ich schon erklärt das Missionen nie erklärt werden? Du rennst wo hin, und plötzlich sagt dir das Spiel "jou jetzt renn ma da hin und dann machste x und y".

Ne ey. Also für mich wars das mit der Reihe.
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5.0 von 5 Sternen Mit Connor durch den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, 9. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Assassin's Creed 3 (100% uncut) - [PC] (Computerspiel)
Altair hat mich mehrmals ins Mittelalter entführt und ich war gerne seine Geisel. Ezio durfte sich nach ein paar gemeinsamen Stunden schließlich alleine in der Renaissance austoben. Mit Connor habe ich gerne die Amis in die Unabhängigkeit geführt. Kapitän Kenway darf seine Mission (welche ist das bloß?) nach duzenden versenkten Schiffen wieder alleine erfüllen.

Ich verstehe die relativ schlechten Kritiken von Teil 3 überhaupt nicht. Connor kommt an Altair nicht heran, aber welcher Computerspielcharakter schafft das schon? Was der Protagonist vielleicht an Charisma zu wenig hat, hat die Story an Story mehr als genug. Der geschichtliche Hintergrund des Unabhängigkeitskrieges ist fantastisch umgesetzt. Hinzu kommt ein vernünftiger Anteil an „Open-Word-Herumgeturne“ und richtig gut gemachte „Schiffsaction“. Der ganze Part mit den Schiffsmissionen ist natürlich in Black Flag deutlich besser gestaltet, aber in Black Flag geht es auch um nichts anderes und mehr hat das Spiel auch meiner Meinung nach nicht zu bieten.

Wer mir richtig gut gefallen hat war Desmond. Dadurch dass ich Ezio recht schnell einen Laufpass gegeben hatte, habe ich die Story um Desmond und auch seine Entwicklung leider nur teilweise mitbekommen. In Teil 3 hat er mir aber dafür richtig gut gefallen. Vom Coolnessfaktor her hat sogar ein bisschen an Altair gekratzt, aber nur ein bisschen.

Zugegeben ist stehe auf Storys und kann mit zu vielen Nebenmissionen etc. nichts anfangen, aber genau deshalb finde ich Teil 3 echt gut. Die Hauptgeschichte um Connor, wie auch die Geschehnisse um Desmond, sowie die Schiffsmissionen haben mir so viel Spaß bereitet, dass ich leider „Black Flag“ gekauft habe.

Wer also vor der Wahl steht Connor oder Kenway, mit Connor und Tomahawk in die Unabhängigkeit.
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Assassin's Creed 3 (100% uncut) - [PC]
Assassin's Creed 3 (100% uncut) - [PC] von Ubisoft (Windows 7 / 8 / Vista)
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