Kundenrezensionen


89 Rezensionen
5 Sterne:
 (68)
4 Sterne:
 (16)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


56 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man fühlt sich gut nach diesem Buch
Es ist ganz merkwürdig: obwohl das Buch zwei in weiten Teilen äußerst tragische Biografien beschreibt, hat man ein gutes Gefühl nach der Lektüre. Trotz der zum Teil äußerst deprimierenden Lebensumstände der beiden völlig unterschiedlichen Männer ist man beim Lesen alles andere als deprimiert. Der Text liest sich...
Veröffentlicht am 24. April 2012 von Colin Wood

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die wahre Geschichte hinter dem Film
In diesem Buch erzählt Abdel Sellou die wahre Geschichte, die hinter der Figur des Pflegers Driss aus dem erschienenen Film stammt. Er beschreibt dabei ziemlich ausführlich seine Kindheit, wie er auf die schiefe Bahn gerät und wie schließlich die Freundschaft zu Philippe Pozzo Di Borgo einen anderen Menschen aus ihm gemacht hat.
Mich hat die...
Vor 9 Monaten von Curin veröffentlicht


‹ Zurück | 1 29 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

56 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man fühlt sich gut nach diesem Buch, 24. April 2012
Von 
Colin Wood - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Es ist ganz merkwürdig: obwohl das Buch zwei in weiten Teilen äußerst tragische Biografien beschreibt, hat man ein gutes Gefühl nach der Lektüre. Trotz der zum Teil äußerst deprimierenden Lebensumstände der beiden völlig unterschiedlichen Männer ist man beim Lesen alles andere als deprimiert. Der Text liest sich hervorragend, und man vermeidet jeden Umstand, der zur Unterbrechung der Lektüre zwingt.

Trotz dieser stilistischen Beschwingtheit, die eher Merkmal eines Unterhaltungsromans ist, erfährt man eine Menge, z. B. über das beschwerliche Leben eines Tetraplegikers und darüber, wie wichtig die Menschen in seiner nächsten Umgebung für ihn sind. Doch mehr noch als um Philippe Pozzo di Borgo geht es in diesem Buch um den Autoren selbst, Abdel Sellou. Schonungslos ehrlich berichtet er von seiner Kindheit und Jugend als Kleinkrimineller mit Knasterfahrung, der kein Mitleid mit anderen kannte, nur gearbeitet hat, wenn es absolut nicht zu umgehen war und gewissenlos auf Staatskosten gelebt hat. Trotzdem wirkt er sehr sympathisch,trotz Schulversagens ist er hochintelligent. Gerade diese Dinge sind es, die ihn in di Borgos Augen für die Aufgabe seiner Begleitung und Betreuung auszuzeichnen scheinen.

Spannend und Augen öffnend beschreibt Sellou mit einfachen Worten die großen kulturellen Unterschiede zwischen Maghrebinern und Franzosen. Er erzählt von der Unfähigkeit seines Volkes, mit dem Leben in Frankreich zurechtzukommen, vor allem für jene, die nicht dort geboren sind, wie seine Eltern. Er wertet nicht, sondern beschränkt sich lediglich auf Beschreibung, und dennoch - oder gerade deswegen - ist man peinlich berührt von der eigenen Arroganz und Erwartungshaltung an die Einwanderer. Unter diesem Aspekt betrachtet ist das Buch auch ein gelungenes Lehrstück in Sachen missglückter Integration durch mangelnde Kenntnis und Unterlassungen seitens des Einwanderungslandes.

Der Kinohit "Ziemlich beste Freunde" setzt die Handlung als Komödie um - alles andere könnte man wahrscheinlich kaum aushalten. Der Film beschränkt sich fast ausschließlich auf die Männerbeziehung und klammert die Vorgeschichte der beiden weitgehend aus. Diese Lücke füllt das Buch aus der Perspektive Abdel Sellous. Das Buch di Borgos kenne ich nicht, möglicherweise ist seine Sicht eine völlig andere; vielleicht lernen wir dort einen anderen Abdel Sellou kennen.

Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen. Der Aufbau und der flüssige Schreibstil machen die Lektüre auch für ganz junge Leser, etwa ab 14 Jahren, möglich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


41 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre über Würde und Respekt, 22. April 2012
Das Buch des Pozzo di Borgo ist eines der ehrlichsten Bücher zum Thema Schmerz, Leid oder Verlust.
Die Sprache ist sehr direkt und doch verträumt poetisch, sehr kunstvoll.

Das Buch seines Pflegers Abdel ist ganz anders.
Es ist sein erstes Buch, er hat vorher keine gelesen.

Abdel spricht in diesem Buch das erste mal von sich selbst, für ihn etwas ganz außergewöhnliches, denn Selbstreflexion ist ihm bis dahin fremd.
Abdel besitzt nicht die klassische Bildung des di Borgo.
Seine Sprache ist nicht poetisch.

Aber Abdels Buch liest sich hervorragend!
Mit deutlichen und klaren Worten lässt er die Leser an seinem Leben Teil haben.
Abdel beschreibt sich so, wie er sich sieht - als einen fröhlichen kleinen Gangster, der sich nur so weit anstrengt, wie es denn unbedingt sein muss.
Als einen, der frei sein will.

Und dann bindet sich er sich doch - an einen für ihn Außerirdischen - da der Oberschicht angehörenden, an einen, den er - vielleicht als einzige - Lehrer- und Vaterfigur akzeptiert.
Warum? Weil wir doch keine Tiere sind!

Ich empfinde das Buch auch als einen Türöffner in die arabische Kultur, denn Abdel gewährt Einblicke in sein Verständnis von Würde und Respekt. So hadert er nie mit seinem Schicksal, klagt seine Eltern nicht an und stellt sich selbst nie den Blankoscheck als "Opfer der Umstände" aus.

Abdels Würde und Größe zeigt sich gerade darin, dass er die Verantwortung für sich übernimmt!
Und es ist diese Würde und Größe, mit der Abdel dem di Borgo als einem Kämpfer und nicht als Opfer begegnet.

Das Buch spricht alle junge Menschen an, da es klar, wütend, schwarz-weiss denkend auftritt - und die Schritte, in denen Abdel inne hält und reift - sind sehr ehrlich, allmählich und nachvollziehbar. Daher sehr empfehlenswert als Lektüre ab der 8. Klasse.

Erwachsene finden sich in diesem modernen Sturm und Drang Werk genauso wieder, hinterfragen ihre Maßstäbe und werden so manche Sätze nicht mehr aus ihrem Kopf heraus kriegen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


67 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was der Film verschweigt, 22. März 2012
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Wenn man den Film gesehen hat, möchte man gern mehr von der wahren Geschichte erfahren, auf die der Film beruht. Hierzu hat jetzt der im Film porträtierte echte Pfleger ein Buch geschrieben. Und es stellt sich dabei heraus, dass das wahre Leben doch etwas weniger lustig ist als der Film.

So berichtet der Pfleger, der im richtigen Leben Abdel heisst, z.B. von seiner unrühmlichen Jugend. Etwa, wie er mit 16 Jahren Touristen bestahl und kurze Zeit später sogar im Gefängnis saß. Aber auch in der Familie von Philippe, des querschnittsgelähmten Adligen, geht nicht alles so harmonisch zu wie im Film. Im Buch erfährt man etwa, dass Philippe, der ja durch seinen Unfall selbst vom Schicksal gezeichnet ist, auch noch seine 40-jährige Ehefrau durch Krebs verliert - Abdel der Pfleger muss dies hautnah miterleben.

All dies eignet sich natürlich nicht für eine Komödie und wird folgerichtig im Film auch nicht gezeigt. Aber wie der Film macht gleichwohl auch das Buch Mut. Denn es macht sehr gut deutlich, dass beide Männer einander brauchen. Der eine, um von seiner kriminellen Karriere loszukommen und der andere, um nach solchen Schicksalsschlägen wie sein Unfall oder dem Krebstod seiner Frau wieder Freude am Leben zu haben. Und dadurch, dass beide es schaffen, dem Leben des anderen eine positive Wendung zu geben, hat man nach Lesen des Buches ein gutes Gefühl - genau wie nach dem Anschauen des Films.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahre Freundschaft, 25. März 2012
Von 
Monika Schulte ""Lesezeit"" (Hagen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Wer den Film 'Ziemlich beste Freunde' gesehen hat, wird dieses Buch verschlingen. Ich war neugierig, wie viel Wahrheit der Film beinhaltet. Und tatsächlich, es hat die wilden Verfolgungsjagden in Luxusautos gegeben, Ausflüge, die niemand gewagt hätte.
Im Buch lernt man Abdel Sellou (Im Film heißt er Driss) kennen, wo er herkommt, wie er lebt. Abdel, ein Kleinkrimineller, aufgewachsen in einem Pariser Vorort, graue triste Hochhäuser überall. Er lebt bei seinem Onkel und seiner Tante, die er Vater und Mutter nennt. Abdel muss sich als Intensivpfleger bei Philippe Pozzo die Borgo vorstellen. Arbeiten will er eigentlich nicht. Er wird trotzdem eingestellt. Der Beginn einer ungewöhnlichen Beziehung, einer ungewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Das Buch sollte man gelesen haben!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Freundschaft bedeutet so viel, 15. Juli 2012
Von 
Ich bin wahrscheinlich eine der wenigen Leser, die den Film nicht gesehen haben. Ich habe mir das Buch geholt, weil mich die Geschichte dieser Freundschaft einfach interessiert hat.

In dieser Autobiografie schildert Abdel Sellou, ein emigrierter Algerier, sein Leben vor, während und nach der Zeit mit Pozzo di Borgo, dem querschnittsgelähmten ehemaligen Geschäftsführers des Champagnerherstellers Pommery. Die erste Hälfte des Buches nimmt Abdels Kindheit und Jugend in Frankreich ein und man erfährt so einiges über das Schulsystem, die Polizei und die Justiz Frankreichs der damaligen Zeit. Und auch die Zweiklassengesellschaft kommt hier nicht zu kurz.

Im zweiten Abschnitt erfahren wir dann, wie Sellou den querschnittsgelähmten Pozzo kennenlernt und was sie miteinander erleben. Zum Schluss gewährt uns Sellou noch einen Blick auf die Zeit nach dem Leben eines Intensivpflegers.

Das Buch ist einfach geschrieben, was auch so sein muss, da jemand, der jahrelang Schule und jedwede Bildung gemieden hat, nicht anders schreiben kann. Gerade das macht das Buch authentisch.

Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen, denn hier wird deutlich, dass Freundschaft so vieles bedeuten kann und dass selbst zwei so unterschiedliche Charaktere, wie die beiden es sind, sich gegenseitig brauchen, um ihr Leben zu bestehen. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, egal ob man den Film dazu nun gesehen hat oder nicht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pfleger-Freund, 4. August 2012
Ein - vom Hals bis zu den Zehen gelähmter Mann - vermögend, gebildet, mit Humor ausgestattet, - sucht einen Pfleger für die schwereren Arbeiten und als Chauffeur.
Abdel - ein junger, schwarzer Mann mit losem Mundwerk, auf Geld und schönes Leben aus, nimmt die Stelle an,
nachdem man ihm auch noch eine schöne Wohnung im Haus verspricht.
Mit der Zeit wachsen die beiden zusammen - Abdel verrichtet, was er sich nie hätte vorstellen können, auch die Arbeiten der Krankenschwester. Und mit seinem Humor und Unternehmungsgeist richtet er den von Schmerzen geplagten Mann immer wieder auf.
Abdel ist dieses Leben zu eintönig, so gründen die beiden Firmen - Abdels Ideen - des Kranken Geld. Und wenn so manche Geschäfte auch scheitern - sie geben nie auf, besser gesagt, Abdel läßt seinen Boss nie aufgeben.
Beide können sich aufeinander verlassen, auch wenn beide letztendlich nicht mehr zusammen wohnen.
"Weiß" und "Schwarz", arm und reich, gebildet und wenig gebildet, eine Sache des "ANNEHMENS" und "TOLERIERENS".
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die wahre Geschichte hinter dem Film, 24. Mai 2014
In diesem Buch erzählt Abdel Sellou die wahre Geschichte, die hinter der Figur des Pflegers Driss aus dem erschienenen Film stammt. Er beschreibt dabei ziemlich ausführlich seine Kindheit, wie er auf die schiefe Bahn gerät und wie schließlich die Freundschaft zu Philippe Pozzo Di Borgo einen anderen Menschen aus ihm gemacht hat.
Mich hat die Ehrlichkeit von Abdel Sellou beeindruckt. Er erzählt einfach ohne große Worte und Floskeln, wie es ihm in Paris ergangen ist und welche Wendung er seinem Leben selbst gegeben hat. Man merkt einfach, dass es ihm gar nicht darum geht, Leute zu beeindrucken.
Vom Schreibstil her ist das Buch einfach und schlicht geschrieben und daher sehr gut zu lesen.
Mich hat seine Geschichte zwar nicht so richtig gepackt, aber das ist eine Geschmacksache.
Wer also der Kinofilm gesehen hat und gerne Biographien liest, sollte sich ,,Einfach Freunde" einmal ansehen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaffeetrinken mit einem "neuen" Freund., 27. Juni 2012
Von 
CupCake - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Abdel Sellou, wer vielleicht nur den Film gesehen hat, den Abspann verpasst hat und sich eher wenig mit der wahren Geschichte der "ziemlich besten Freunde" beschäftigt hat, dem wird dieser Name wenig sagen. Abdel Sellou ist lange Zeit der Pfleger von Phillippe Pozzo di Borgo gewesen, er war es, den Phillippe in seinem Buch erwähnte und Abdel war es auch, der Phillippe den zweiten Atem eingehaucht hat... Abdel stammt eigentlich aus Algerien und wurde als Kind nach Frankreich zu seinen neuen Eltern (Onkel & Tante) geschickt. Zusammen mit seinem Bruder begann er die Schulbank in Paris zu drücken und schon früh gerät Abdel auf eine schiefe Bahn. Erst sind es nur die PEZ -Spender die er klaut, später dann Elektrogeräte Klamotten, Autos. Niemals Drogen, niemals Prostitution. Er ist freiheitsliebend, mag keine Regeln und setzt sich gegen alles zu wehr, was auch nur im Geringsten seine Freiheit beschränken könnte. Wen wundert es also, als er mit achtzehn Jahren ins Gefängnis wandert? Sein Leben könnte ewig so weitergehen, Gefängnis, Sozialamt, kleine Deals - doch das Schicksal will es vielleicht anders... Er trifft auch Phillippe Pozzo di Borgo, einen Querschnittsgelähmten und wird sein Pfleger. In ihm findet Abdel vieles, vor allem aber eines: einen Freund.

Das der Film ziemlich beste Freunde von zwei Personen lebt, das ist eigentlich ab der ersten Szene klar. Sie sind verschieden, sie sind Freunde, sie sind Weg- und manchmal auch Leidensgefährten. Auch wenn es der Roman von Phillippe Pozzo di Borgo war, der die ganze Mediengeschichte in Gang setzte, so ist Abdel (später im Film in Driss umbenannt) dennoch ein großer Teil davon. Der zweite Atem war mit Sicherheit der erste Stein, der alles ins Fallen brachte, doch die Bevölkerung nahm das ungleiche Paar erst durch eine einstündige Dokumentation wirklich war. Der Film "ziemlich beste Freunde" wurde gedreht und auch hier, war es Phillippe, den sie nach Rechten fragten. Liest man Phillippes Buch, so ist es mit Sicherheit sehr anspruchsvoll, wundervoll und berührend, aber wie der Autor selber sagt, Abdel kann er nicht zu 100% wiedergeben... Darum freute ich mich sehr, dass auch Abdel seine Geschichte verfassen durfte. Ich habe dieses Buch heute Nachmittag gelesen und es war, als wäre ein guter Freund zu Besuch und erzählt mit bei einer Tasse Kaffee und einem kleinen Stück Kuchen von seinem Leben. Die Geschichte fließt nur so dahin und die Seiten werden immer weniger, ohne dass es Anstrengend wird.

Abdel hat einen wunderbaren Humor, erzählt unverblümt von seinem Leben, seinen Kriminellen Ausflügen und seinen Fehlern, aber auch von seinem starken Charakter. Er erzählt die Geschichte eher chronologisch, sodass man nach der Lektüre von ziemlich beste Freunde, noch einmal nebenbei eine kurze Zusammenfassung bekommt. Natürlich werden auch bekannte Geschichten noch einmal erzählt, aber diesmal eben aus Abdels Sicht und die ist manchmal noch ein wenig offener als Phillippes es beschreiben würde. Dennoch merkt man aber auch, wie sehr Abdel Phillippe schätzt. Er selbst sie seine rolle als sehr klein und das schreibt er nicht nur so, er meint es wirklich. Am Ende der Lektüre kann man wirklich sagen, man kennt beide Geschichten. Man wird sie nie so sehr kennen, wie es die Beteiligten kennen, oder deren Angehörigen, aber man bekommt doch ein gewisses Gefühl. Ich bin sicher, dass wenn ich den Film ein weiteres Mal sehe, sich die Geschichte des Filmes noch einmal völlig verändern wird.

Schade finde ich hingegen, dass Abdels Geschichte nur im Taschenbuch vorhanden ist. Ich finde hier bekommt man leicht das Gefühl, als wäre es nur halb so wichtig, wie das gebundene Werk seines Freundes. Vielleicht bin ich in dieser Hinsicht kleinlich, aber ich finde es trotzdem unschön. Gerade weil die französischen Originale ebenfalls im gleichen Format erschienen sind. Ich habe das Gefühl, hier hat der Ullsteinverlag sparen wollen, oder hatte einfach nicht genügend Vertrauen in die Leser. Ich hätte dieses Buch mit Freude im gesundenden Format gekauft. Aber ich bin sicher, Abdel würde über die "Abstufung" nur lachen, schließlich hält er sich ja selber nicht einmal für wichtig.

Ein Buch, dass für mich auf jeden Fall zu Phillippe Pozzo di Borgos Buch gehört. Eines ohne das andere zu lesen, ist eben nur die halbe Geschichte...

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

Und wer die andere Seite der Geschichte lesen möchte, dem empfehle ich das Buch "ziemlich beste Freunde" von Phillippe Pozzo di Borgo.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte aus der Sicht Pflegers Abdel, 17. Mai 2012
Von 
maria (Wien/Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
Eins vorweg: ich sah zuerst den Film, der eine sehr antidepressive Wirkung auf mich - selbst chronisch krank - hatte. Danach las ich das Buch von Philippe Pozzo di Borgo, das die Grundlage des Films war: Ziemlich beste Freunde: Ein zweites Leben: Das zweite Leben des Philippe Pozzo di Borgo.
Dieses war sehr berührend und sehr traurig, ganz anders als der komödiantische Zugang im Film.
Philippe Pozzo erwähnt auch darin, dass Abdel Sellou, sein Pfleger, noch nie ein Buch gelesen hatte u. dann selbst eines schrieb, das machte mich neugierig.
Und ich war positiv überrascht über den beschwingten, humorvollen Schreibstil von Abdel Sellou, obwohl es sich durchaus um ernste Themen des Lebens handelt. Er wurde als Vierjähriger von seinen Eltern nach Paris gegeben, schlug eine kleinkriminelle Karriere ein, um seine Freiheit zu bewahren und den Lehrern und anderen Autoritäten zu entgehen. Er war ganz und gar nicht selbstreflexiv und nichts konnte sein Herz berühren. Alle Erfahrungen, auch die negativen wie beispielsweise der Gefängnisaufenthalt, glitten an ihm ab. Das ändert sich schleichend und schrittweise, als er als Intensivpfleger von Philippe Pozzo di Borgo anfängt, einem Mann, der vom Hals an abwärts gelähmt ist. Zunächst sieht er ihn als Außerirdischen an, doch mit der Zeit entwickelt sich etwas anderes, das er sehr bildhaft zu beschreiben vermag. Er schildert, wie der Gelähmte zunächst unmerklich sein Leben verändert, Abdel wird vom Kleinkriminellen, dem alles egal ist, zu einem mitfühlenden Menschen. Einer, der in der Lage ist, über sich selbst zu reflektieren und im Endeffekt sein Leben aufschreibt und Gefühle niederschreibt, die er nie zuvor äußern konnte. Er selbst bezeichnet sein Werk als "250 Seiten langes Dankschreiben an Philippe Pozzo di Borgo".
Im übrigen spiegeln die Rezensionen der beiden Rezensenten Glücksflosse und Colin Wood meine Meinung wider.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Spass beim Lesen, 26. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich den Film "Ziemlich beste Freunde zweimal gesehen habe, interessierte ich mich für das "wirkliche Leben" der Hauptfiguren. Ich entschied mich für das Buch des Pflegers "Driss" und wurde nicht enttäuscht. In "Einfach Freunde" schildert er sein Leben ohne Beschönigungen und es ist interessant seine Entwicklung im Laufe der Jahre mit zu erleben. Es ist schön zu sehen, wie aus zwei sehr unterschiedlichen Menschen wirkliche Freunde werden.
Ich kann das Buch wirklich empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 29 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen