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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Same same but slightly different and as großartig as ever
Mogwai klangen immer so ziemlich wie Mogwai. Ihr Debut "Young Team" [1997] war im Vergleich zu z.B. "Rock Action" [2001] relativ inhomogen; "Come On Die Young" [1999] hatte ein paar Längen und einen auffällig kleinen Wall-Of-Noise-Anteil; "The Hawk Is Howling" [2008] war die einzige Mogwai-Platte, auf der es gar keine Vocals gab. Aber im Großen und Ganzen...
Veröffentlicht am 6. März 2011 von Steffen Frahm

versus
2 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mogwai eben!!!!
Als Mogwai Fan besorgt man sich die Platte, in meinem Fall als Special Edition mit Vinyl und Cd. Was soll man dazu sagen? Es ist "Mogwai at their best." Ein sehr gutes Album mit fantastischen Tracks, die frisch und durchdacht rüberkommen. Ein Muss für Fans.
Veröffentlicht am 5. April 2011 von beatmaster


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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Same same but slightly different and as großartig as ever, 6. März 2011
Mogwai klangen immer so ziemlich wie Mogwai. Ihr Debut "Young Team" [1997] war im Vergleich zu z.B. "Rock Action" [2001] relativ inhomogen; "Come On Die Young" [1999] hatte ein paar Längen und einen auffällig kleinen Wall-Of-Noise-Anteil; "The Hawk Is Howling" [2008] war die einzige Mogwai-Platte, auf der es gar keine Vocals gab. Aber im Großen und Ganzen wußte man, was einen erwartete, wenn ein neues Mogwai-Album ins Haus stand: Schwerpunktmäßig instrumentale Musik mit elektrischen Gitarren, Keyboards und Schlagzeug; einfache kompositorische Mittel, die sich im Laufe des immer größer werdenden Oevres zunehmend selbst zitierten, ohne daß sich Mogwai-Fans auch nur im Mindesten dran störten; Stücke, deren Länge zu 95% reguläre Pop-Formate sprengte; die maximale Auslotung der Parameter "laut", "leise", "lieblich" und "ultrabrachial". Dazu gab es vereinzelt Gesang, entweder sensibel gehaucht wie von Stuart Braithwaite auf dem zum-auf-die-Knie-fallen schönen "Take Me Somewhere Nice" oder durch Verfremdungsgeräte gesungen. Das war's eigentlich.
"Hardcore Will Never Die, But You Will" - das ist so ein typischer Mogwai-Albumtitel: Mehr oder weniger Zunge-in-Wange, gewinnt aber in Relation zu Mogwais mächtiger Musik etwas Furchteinflößendes. Die Platte, die so heißt, bricht nicht total mit dem Gewohnten, aber man kann doch sagen: Sie ist in weit höherem Maße anders, als bisher andere Mogwai Platten anders waren als andere Mogwai-Platten. Sie ist insgesamt kompakter. Die Dynamik fällt nicht mehr ins Bodenlose (bzw.: Sie steigt nicht mehr zum Himmel empor.), statt dessen gibt es in vielen Stücken auf gleichbleibend hohem Niveau, nur von 1-2 Atempausen unterbrochen, eine relativ dicke Wand-of-sound, so wie man es z.B. bei "Glasgow Mega Snake", dem Hit von der 2006er "Mr. Beast" gern mochte. Lediglich der letzte Track, das über 8minütige "You're Lionel Richie", steht ganz in der bisherigen Mogwai-Tradition. "Letters To The Metro" deutet auch noch in diese Richtung, aber das Meiste geht einen Schritt weiter; und der heißt auf dieser Platte vor allem: Geschwindigkeit. Mogwai waren immer LANGSAM, nicht selten unterhalb von 80bpm. "Mexican Grand Prix", das nunmehr schnellste Mogwai-Stück aller Zeiten, liegt hingegen locker bei 150bpm, also fluffigem Uptempo, wie es in vielen Indie-Rock-Songs vorkommt. Das ist verdammt SCHNELL für Mogwai-Verhältnisse, glatt 2x so schnell wie manches frühere Stück. "San Pedro" marschiert nur wenig später in saftigem Midtempo und hat moll-lastige Single-Note-Riffs. Hatte man so bisher auch noch nicht von Mogwai gehört. Man wartet angesichts eines Eindrucks von Rock-Konventionalität auf Gesang, aber der kommt natürlich nicht. Noch nie klangen Martin Bullochs Drums so muskulös und knallig (An anderer Stelle eiert er auch wieder ein wenig, wie er das immer getan hat). Und das mit Vocodergesang ausgestattete "George Square Thatcher Death Party" ist das erste Mogwai-Stück, zu dem man (mit gedachtem Kursiv-Druck, zur Sicherheit) "Hymne" sagen kann. An diese Neuerungen muß man sich natürlich erstmal gewöhnen. Fest steht, daß sich trotz angetretenem Gaspedal bald wieder der alte Mogwai-state-of-mind einstellt, diese Mischung aus Melancholie, Zerstörungswut, Zärtlichkeit, Triumph und dem Gefühl, eine mindestens 50 Meter hohe Walze aus angelaufenem Silber zu sein. Man sollte sich nicht zu sicher sein, daß es musikalisch ab jetzt so weitergeht. Genausogut könnten sie als nächstes wieder eine Platte in der Art von "Happy Songs For Happy People" [2003] machen. Bis dahin hat man das, was sich jetzt wie Irritation anfühlt, längst verarbeitet und "Hardcore Will Never Die, But You Will" zu den anderen, tollen Mogwai-Platten gestellt.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Sog, aus dem man sich nicht befreien kann, 17. Februar 2011
Von 
Es ist schwer in Worte zu fassen, welche Wirkung dieses Album erzeugt. Es ist wie ein Sog, der plötzlich entsteht und dich mitten in die Melodien saugt. So schnell kommt man da auch nicht mehr raus. Es sei denn man ist völlig geistesgestört und schafft es, den CD-Player auszuschalten. Mir will das nie so recht gelingen; dafür bin ich zu sehr gefesselt.

(1) WHITE NOISE: Ein treibender Beat und eine fantastische Melodie, der das Album wunderbar beginnen lässt. Die Sonne geht auf.
(2) MEXICAN GRAND PRIX: Der Song braucht recht lang, um warm zu werden. Ein solider Mogwai Song. Nicht mehr und nicht weniger.
(3) RANO PANO: Das erste Highlight des Albums. So einen fiesen Ohrwurm (natürlich im positiven Sinne) hatte ich lang nicht mehr. Wer da keine Gänsehaut bekommt, ist klinisch tot.
(4) DEATH RAYS: Eine kleine Verschnaufpause. Das Kopfkino arbeitet und man verliert sich in den verträumten Melodien, um mit einem kraftvollen Klangteppich aufgeweckt zu werden. Klasse!
(5) SAN PEDRO: Hellwach geht's in diesen mitreißenden Song. Ordentlich rockig und schnörkellos.
(6) LETTERS TO THE METRO: Wie ich finde ein klassischer ruhiger Mogwai Song, bei dem man den Alltag vergessen und ordentlich träumen kann.
(7) GEORGE SQUARE THATCHER DEATH PARTY: Der ausgefallendste Songtitel des Albums und ein weiteres, wenn auch ungewöhnliches Highlight des Albums. Ich schätze mit dem Song kann man auch Mogwai-Neulinge gewinnen, da der Song noch am eingängigsten ist.
(8) HOW TO BE A WEREWOLF: Und da ist auch schon das nächste Highlight. Beginnt ruhig und entspannt, um dann auszubrechen und sich mehr und mehr zu steigern. Dieser Song macht süchtig!
(9) TOO RAGING TO CHEERS: Die druckvollen Drums rütteln auf, um einen für den finalen (und längsten) Song bereit zu machen. Erstaunlich "harter" Song, gefällt mir!
(10) YOU'RE LIONEL RICHIE: Lionel Richie sollte vor diesem tollen Song auf die Knie fallen. Hier steckt einfach alles drin, was Mogwai so genial und einzigartig macht. Irgendwie höre ich da immer ein wenig Tool-Einflüsse heraus. Ein wunderbarer Abschluss!

Die Limited Edition bietet dann noch eine richtige Perle auf der zweiten CD: Das Epos "MUSIC FOR A FORGOTTEN FUTURE", komponiert für zwei Künstler und ihrem "MONUMENT FOR A FORGOTTEN FUTURE" (Googlet mal danach)
Entschuldigt die pathetische Ausdrucksweise, aber das ist kein Song, sondern eine verdammt geile, 23minütige Achternbahnfahrt der Emotionen. Allein dieser Song ist das Geld schon wert.

Dieses Album verdient volle fünf Sterne. Und das sage ich übrigens als langjähriger Mogwai-Fan, der den Vergleich mit den anderen Alben anstellen kann.
Kopfhörer auf, Augen zu und viel Spaß!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wo nehmen die es bloß her?, 15. Februar 2011
Wie kann es angehen, dass eine Handvoll Schotten so unglaublich gute Musik zu machen imstande ist? Was hatten die im Essen, wie wurden die erzogen, was für Musik spielte in ihrem Elternhaus ' diese und andere Fragen gehen mir immer dann durch den Kopf, wenn ich versuche zu begreifen, wie sie das hinbekommen haben. Ich habe schon vorher Mogwai gehört und wusste daher, dass sie bereits für ein paar wirklich großartige Songs verantwortlich zeichnen. Aber jedes bisherige Album schleppte auch immer ein wenig Ballast mit sich herum, Songs auf die man problemlos verzichten kann und beim Hören einfach überspringt. Das ist auf Hardcore einfach nicht der Fall, da ist jeder Schuss ein Treffer! Meine Güte, was für gnadenlos fantastische Musik, was für unwiderstehliche Melodien hier zu finden sind! Dieses Album wurde von echten Ausnahmekünstlern erschaffen, die wie wohl kaum eine andere Band in der Lage zu sein scheinen, instinktiv zu wissen, welche Klangschichten miteinander kombinierbar sind, um am Ende ein Stück Musik nach dem anderen geschaffen zu haben, welches jedem Glückspilz, der eh schon Mogwai-affin war oder mit genau dieser Veröffentlichung erstmals so richtig auf die Schotten aufmerksam wurde, die Glücks-Endorphine durch die Blutbahn jagt. Ich liebe Rano Pano, ich vergöttere Death Rays und How To Be A Werewolf und bei George Square Thatcher Death Party fällt mir kein angemessener Superlativ mehr ein.

Ich war nicht, wie einer meiner Vorrezensenten, bereits befangen, bilde mir also ein, relativ objektiv an diese Rezension herangegangen zu sein. Beim nächsten Mogwai Album dürfte das aber anders aussehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Senf dazu, 23. Mai 2011
Als ich wegen eines Gutscheins auf der Suche nach einer neuen CD war, bin ich irgendwie hier bei Mogwai gelandet. Ich habe mir die Songs mal anspielen lassen und habe die Rezensionen hier zur "Hardcore..." gelesen. Selten habe ich es so erfahren, daß die Kritiken der Hörer/Käufer so passend waren wie in diesem Fall. Es ist schon alles gesagt durch die Kritiker über mir.....

Kurz nach diesem Album habe ich mir noch "The Hawk is Howling" bestellt. Mogwai macht Musik, auf die ich schon immer gewartet habe.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sollte man gehört haben bevor man stirbt, 27. April 2011
Unglaubliche Musik die nicht von dieser Erde zu sein scheint. Sie zieht mich in einen wunderschönen Bann, entrückt mich, entfacht in meinen Gedanken traumhafte Welten. Musik, die mich zutiefst berührt, aber auch mitreissen kann. Niemals langweilig. Bis auf wenige Tracks nicht zum Kuscheln oder Candlelightdinner geeignet. Ich genieße Mogwai am liebsten zusammen mit einem flüssigen Pendant in Form eines guten Rotweins. (man kann aber auch Cola dazu trinken :-)
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen was soll man dazu sagen..., 12. Februar 2011
Von 
Michael Meyer "shaell4" (beautiful Erfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Es sei vorweg gesagt, dass das hier keine objektive Plattenkritik ist, da ich als langjähriger Fan der Band keine Objektivität anbieten kann.

Diejenigen, die die Band schätzen, werden die Scheibe eh schon im Schrank haben.
Wer sie nicht kennt, muss sich meiner Meinung nach damit abfinden, dass er hier in Textform keine wirklich Hilfe zum Eintritt in den Mogwaikosmos finden wird, da ihre Musik nicht zu 100% in Worte zu fassen ist.
Da werden die Instrumente nach und nach so übereinandergelegt, dass man es meist gar nicht recht mitbekommt, weil man von der Gesamtheit einfach zu sehr gefesselt ist, um auf solche Kleinigkeiten zu achten.
Beim hören von "George Square Thatcher Death Party" kommen mir Gedankenfetzen.
Euphorie, Gänsehaut, Freudentränen, Kopfnicken, Luftgitarre, Perfektion.
Aber das reicht alles nicht, um das Hörerlebnis zu beschreiben, man muss selbst hören, am besten über kopfhörer und mit geschlossenen Augen.
Pflichtkauf für alle Fans und unbedingte Empfehlung für alle anderen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz großes Ohrenkino, 11. Februar 2011
Schon allein für den Album-Titel sollte man den Schotten einen Preis verleihen. Der Einstieg mit "White Noise" und "Mexican Grand Prix" nimmt Dich gleich gefangen und mit in die individuell und mehrdimensional angelegte Form einer Klangreise vom Feinsten. Heavy und monumental kommt "Rano Pano", intensiv auch die Duelle von Orgel und Gitarren bei "Death Rays" und die Einladung zu Kopfkino die cineastischeren Stücke am Schluss. Und wenn Mogwai mal in einem Song auf dem Gipfel angekommen sind, wie z.B. bei dem in einem bratzigen Höhepunkt endenden "San Pedro", dann lassen sie Dich umso besser entspannen bei dem anschliessenden Piano-Ambient von "Letters to the metro". Aber nur, um Dich anschliessend wieder zum kratzigem Gitarrenriffritt bei "George Square Thatcher Party", den neben dem großartigen, von Orgel und Neu!-artigem Beat angetriebenen "Mexican grand Prix" zweiten mit Autotune/Vocodereffekt angeleiteten Vocaltrack des Albums mitzunehmen. Die CD kommt als 2CD im (Hardcover-)Digipak (Super-Aufmachung)bei Erstauflage mit dem 26-minütigen Song "The singing mountain", die sie zu der Installation "Monument for forgotten future" von Douglas Gordon u. Olaf Nicolai in Essen beigesteuert haben. Ohne Ausfälle!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar, 3. März 2011
Ich bin großer Fan von Mogwai und dieses Album gefällt mir sehr gut. Voller Kraft und Melancholie. Die Musik spiegelt unsere Zeit wieder, all das Schöne und Schwere, die Musik von Mogwai spiegelt das Jetzt und Morgen und gibt Mut und Zuversicht trotzt aller Dunkelheit die manchmal um uns herum ist. Ich liebe Mogwai.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwei Schritte zurück?!, 17. Februar 2011
Ich bin ein eingefleischter Mogwai-Fan und deshalb keinesfalls objektiv. Seit meinem ersten Mogwai-Konzert-Erlebnis (1997 auf der Popkomm in Köln) bin ich von dieser Band absolut überzeugt. Für mich sind und bleiben die Schotten eine Institution in Sachen postmoderner Rockmusik. Trotz ihrer musikalischen Begrenztheit gelingt es dieser Supergroup immer und immer wieder herausragende Songs zu komponieren, zu produzieren und zu performen, ohne dabei auf Rockklischees zurückgreifen zu müssen. Jeder, der einmal in den Genuss eines überzeugenden Mogwai-Auftritts gekommen ist, weiß, wovon ich schreibe. Diese Stimmung, die nur Mogwai so authentisch zu erzeugen vermag, machen sie zu einer besonderen Band mit hohem Wiedererkennungswert.

Der Titel der neuen Scheibe 'Hardcore will never die, but you will.' machte mir zudem Hoffnung, dass die Band den zuletzt eingeschlagenen Weg der Reduktion, der sich nach 'Mr. Beast' und 'The hawk is howling' angedeutet hatte, konsequent weiterführen würde. Leider ist das nicht der Fall. Es wird wieder sehr viel gefrickelt, geschnipselt, sowie auf Voice-Effekte und Elektronika gesetzt. Den Vocoder sollte man der Band definitiv wegnehmen; vor 10 Jahren war das vielleicht mal cool, jetzt erscheint es mir, eine Mischung aus Zweifeln an den eigenen Gesangsfähigkeiten und Ideenlosigkeit zu sein.

Im Studio wurde offensichtlich der Versuch unternommen, einen synthetischen, 'moderner' Sound zu kreieren. Diesen Weg schlug die Band schon einmal mit ihren Alben 'Rock action' und 'Happy songs for happy people' ein, die meiner Meinung nach die schwächsten Alben der Bandgeschichte darstellen. Wem gerade diese Schaffensphase der Band besonders gut gefällt, kommt bei dem aktuellen Album auf jeden Fall voll auf seine/ihre Kosten.
Nicht nur dass sich 'Hardcore will never die, but you will.' sehr stark an diesen Platten orientiert ' also keineswegs etwas wirklich Neues mit sich bringt -, scheitert die Band meiner Ansicht nach erneut an dem Versuch, konventionelle, Massen kompatible Elemente mit dem typischen Bandsound zu kombinieren. Wenn es die Absicht der fünf Mannen aus Glagow war, die eigene Hardcore-Attitüde aus der Musik zu verbannen, so ist Ihnen das (leider) recht gut gelungen.

Generell ist das Album sehr druckvoll und professionell produziert worden. Der Sound der Drums und des Basses ist phantastisch! Jede einzelne Spur ist laut, fett und zigfach komprimiert. Dadurch wird ein warmer sich im Raum verteilender Klang erzeugt (Kopfhörer benutzen!). Jedoch obwohl man jedem Stück anmerkt, mit wie viel Liebe zum Detail und Hingabe zur Musik hier gearbeitet wurde, kommt es mir so vor, als ob sich die Band damit ihrer größten eigenen Stärken, nämlich Dynamik und Authentizität, beraubt hätte. Das finde ich schade.

Mir gefallen mit Abstrichen die Songs 'White noise', 'Pano pano' und 'How to be a werewolf'. Mit dem Stück 'Too raging to cheers' ist wirklich eine geniale Komposition gelungen, und diese thront in voller Erhabenheit über jedem anderen Song des Albums. 'You're Lionel Richie' verfügt über ein bezauberndes Intro und einen echten 'Mogwai-Monotonie-Stampf-Schlusspart' und wird auf künftigen Konzerten zu einem Höhepunkt werden. Das lange 'Music for a forgotten future' mäandriert sehr schön vor sich hin und könnte nach mehrmaligem Hören noch zu einer Perle des Albums avancieren.

Fazit:
So wird der Hardcore Mogwai sicher überleben. Diese Platte setzt voll auf Klangästhetik und wenig auf Gefühl. Es handelt sich um eine Platte für Studiomucker und High-End-Fetischisten.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, 5. April 2011
Immer wird viel über eine Platte geschrieben und ich möchte mich da meinen Vorrednern diesmal nicht anschließen.....
Meine Meinung zu dieser Scheibe:

Eine Droge,ein süchtig machendes Meisterwerk......mehr gibt es von meiner Seite aus nicht mehr zu sagen.....
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