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Kundenrezensionen

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am 17. April 2009
Viele Menschen, die den zweiten Weltkrieg als Kinder erlitten haben, haben wieder Kinder bekommen. "Kriegsenkel" handelt von den Kriegsfolgen auf deren Kindern anhand von vielen Einzelbiografien.

"Kriegsenkel" ist angenehm und gut zu lesen, trotz dieses ernsten Themas. Es gibt viel Gelegenheit seiner eigenen Geschichte nachzusinnen immer getragen von der zarten Stärke von Sabine Bode.

Die Auswahl der Biografien ist nicht repräsentativ für die heutige Bundesrepublik. Westdeutsche Menschen mit kreativem Hintergrund und Therapie Erfahrung überwiegen. Aber es gibt auch einen therapiefreien Bauingenieur.

Die Autorin hat einen stets spürbaren, tiefen Hintergrund im historischen und psychotherapeutischen Denken. Ein wunderbares und wichtiges Buch, dass ich uneingeschränkt empfehlen kann.
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am 13. Oktober 2013
Aufgrund der typischen Lebenskrise und der damit verbundenen Frage nach dem Warum für die schwierige Familienkonstellation fiel mir das Buch in die Hände.
Simple Lebensberichte verhelfen denjenigen, die schon immer ahnten das das eigene "verkorkste" Leben von der Elterngeneration stärker geprägt wurde als angenommen, zu erhellenden Einsichten und simpel zu erkennenden Zusammenhängen.
Vieles im Verhalten besonders der Mutter erscheint nun nachvollziehbarer, wenn auch nicht unbedingt entschuldbarer.

Sehr zu empfehlen für Menschen, die als sogenannte Kriegsenkel eine schwierige Familiensituation haben und sich Fragen über das Warum in ihrem Leben stellen !!!
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am 19. September 2015
Traumatische Erlebnisse haben einen großen Teil der Kriegsgeneration tief geprägt. Eine systematische Trauma-Verarbeitung war in einem seinerzeit chaotischen Umfeld jedoch kaum möglich.

Nicht verwunderlich ist daher, dass die Erziehung vieler Kriegsenkel (der Nachkommen der Kriegskinder) von den traumatischen Erlebnissen der Elterngeneration stark beeinflusst wurde. Sabine Bode zeigt auf, dass in der deutschen Nachkriegsgesellschaft zudem über Jahrzehnte hinweg zwar eine Schulddiskussion stattfand, die Folgen von Nationalsozialismus und Kriegstraumata auf die Kriegsenkel dabei jedoch nicht thematisiert wurden. Erst Anfang des 21. Jahrhunderts (mehr als 50 Jahre nach Kriegsende) begann die Aufarbeitung derjenigen Spätfolgen des Zweiten Weltkrieges, die die Kriegsenkel-Generation trafen.

Viele Kriegsenkel haben sich mit ihrem Trauma-Erbe oft über Jahrzehnte herumgequält, aber vergeblich nach einem Schlüssel zu bestimmten Merkmalen der eigenen Persönlichkeit gesucht. Wer als Kind eines Kriegskindes (insbesondere eines Flüchtlingskindes) das Verständnis für die Entwicklung seiner Persönlichkeit noch nicht gefunden hat, der dürfte bei Sabine Bode wohl häufig rasch fündig werden. Das Buch ist unbedingt zu empfehlen für diejenigen aus der Nachkriegsgeneration, deren Eltern möglicherweise nie verarbeitete Kriegstraumata erlitten haben.
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am 27. Januar 2013
Als Jahrgang '70 mit beiden Eltern Kriegskinder ist dieses Thema für mich sehr relevant. Ich hab bereits einiges an Literatur zum Thema der Übertragung von Traumata und auch Glaubenssätzen an die nächste(n) Generation(en) gelesen. Die verfügbare Literatur ist meist von Psychologen oder Therapeuten geschrieben, bisher fehlt aber ein übergreifendes Werk zum gesellschaftlichen Phänomen "Kriegsenkel". Die Erwartung an das Buch war also groß, die Enttäuschung leider auch. Frau Bode kommt über weite Strecken leider nicht über Allgemeinplätze und Vermutungen hinaus. Frau Bode hat manche der beschriebenen Fälle wohl nur ein einziges mal getroffen und sich große Teil der ihr unbekannten Familiengeschichte zusammengereimt oder im Internet recherchiert. Ein Beispiel genügt es, dass die Mutter einer der beschriebenen Fälle in Breslau geboren wurde und unter unbekannten Umständen von dort 1945 mit ihren Eltern floh. Frau Bode legt dann ihre Methode offen (Seite 98): "Ihre Tochter weiss nicht, ...wann die Flucht begann und wie viele Wochen... sie dauert". Die Umstände der Flucht sind also komplett unbekannt, die Journalisten Bode fragt anscheinend auch nicht weiter nach. Dennoch empfiehlt sie: "Es reicht das Eintippen der Worte "1945" und "Breslau" im Internet...". Dort findet sie Informationen zu dem sogenannten Todesmarsch von Breslau. Ist sie sicher, dass die Mutter dort wirklich dabei war? Ist sie vielleicht ganz anders geflüchtet? Was hat sie gesehen? Frau Bode weiss es nicht! Aber es genügt ihr, nun weitreichende Vermutungen anzustellen! "Wie soll jemand Vertrauen entwickeln, der ... erlebte wie Babys am Straßenrand liegen gelassen wurde." Daraufhin wird die gesamt Geschichte diese Frau, von der keiner weiss ob sie den Todesmarsch überhaupt erlebt hat, auf dieses vermutete Trauma reduziert. Dass Menschen auch Charaktereigenschaften und andere Prägungen haben tritt vollkommen in den Hintergrund. Das ist laienhafte Hobbypsychologie, leider. Und so besteht das ganze Buch vor allem aus Vermutungen und schlimmer noch, aus unzulässigen Vereinfachungen und Konstruktion monokausaler Zusammenhänge. Das wird dem Thema, der Komplexität der menschlichen Psyche und auch dem Anspruch einer Journalistin (geschweige denn eines Therapeuten) leider in keinster Weise gerecht! Das Buch bleibt in Stil und Anspruch auf dem Niveau der Regenbogenpresse hängen. Ein Stern gibt es für das Thema, das wirklich eine besser Autorin und die Zusammenarbeit mit einem Psychologen verdient hätte.
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am 28. September 2011
Das Buch hat mich tief berührt. Es zeigt auf, dass viele Menschen unserer Generation - wenn auch längst nicht alle - die Traumata ihrer Kriegskindereltern aufgebürdet bekommen haben und es nun an ihnen ist, diese endlich aufzuarbeiten.
Denn - wenn man ehrlich ist - die Generation unserer Eltern wäre hierzu nie bereit.
Psychotherapie oder alles andere, was mit der Psyche zusammenhängt, ist für diese unsere Elterngereration Quatsch, das gibts nicht.
Ich werde mir auf jeden Fall noch die "Kriegskinder" und das aktuell neue Buch besorgen, denn ich denke, nur, wenn man alle liest, wird die Sache "rund".
Was man daraus macht, ist dann ganz einfach. Man arbeitet an der eigenen Psyche.....Schon das Lesen bewegt etwas, jedenfalls bei mir.
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am 13. September 2009
Schon das erste Buch von Frau Bode über die vergessene Generation hat mich sehr fasziniert. Dieses zweite Buch zu dem Thema öffnet vielen Betroffenen meiner Generation die Augen: die charakterlichen Eigenheiten und Schwächen der Eltern sind ihr persönliches Verschulden. Sie sind entstanden aus dem Trauma der Kindheit und die Generation der Kriegsenkel kann sich mühen um das Wohl der Eltern, sie werden das fehlende Glück nicht zurückholen können. Es entlastet beide Generationen von ihrem permanenten schlechten Gefühl, nicht gut genug zu sein. Ich habe die Bücher schon mehrmals verschenkt und gute Gespräche dafür zurück bekommen.
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am 25. November 2013
Ich hatte mir schon lange so eine Theorie gemacht, aber ich dachte ich sei allein damit.
Bis ich in der Sendung Mona Lisa von diesem Buch hörte.
Das Buch beschreibt unter anderem wie die Generation die zur Zeit des 2ten Weltkrieges so zwischen 2 und 20 Jahre alt war ihre Kinder dazu erzogen hat sie intellektuel, emotionnel und finanziel zu unterstützen. So dass diese Kinder, diese Kriegsenkel, nicht ihr eigenes Leben aufbauen können, weil man ihnen noch dazu erklärt hat, dass sie irgendwo kein Recht darauf hätten da ja ihre Eltern auch keine Kindheit gehabt hätten und auch kein Leben danach.
Für weitere Details lesen sie das Buch. Die Theorie ist gut, die Lebensgeschichten die als Beispiel gegeben sind vielleicht nicht so gut angepasst, aber es ist eben individuel. Bravo Sabine Bode, sie haben sicher vielen Menschen einen Stein vom Herzen genommen.
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am 15. April 2013
Ich habe es geschenkt bekommen, dieses Buch. In einer Zeit, in der ich nicht wusste, was mit mir und meiner Familie anfangen, wie all die Dinge einordnen. Dieses Buch mit seinen Geschichten half mir, die Geschichte meiner Familie und meine eigene Geschichte besser zu verstehen. Ich kann mich jetzt als Kriegsenkel sehen. Die Sprachlosigkeit und die emotionaler Leere haben einen Namen. Das hat mich sehr entlastet.
Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die Kriegsenkel sind, also in den Jahren 1965 bis 1975 geboren sind oder aber denen, die Kinder haben, die in diesen Jahren geboren sind. Es kann helfen ins Gespräch zu kommen. In Bewegung zu kommen, vielleicht auch wieder aufeinander zu.
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am 11. Februar 2014
Mit den Großeltern versteht man sich blendend und mit den Eltern nicht? Was viele nicht verstehen oder mitbekommen haben, ist ein allgegenwärtiger aber stets verdrängter und verschwiegener dunkler Punkt:

Die Generation unserer Eltern--(also all Jene die im Krieg geboren wurden oder aufwuchsen)-- all Jene Menschen sind oftmals schwer traumatisiert durch ihre Erlebnisse!

Jetzt erst und vielleicht auch schon zu spät beginnt man zu begreifen, warum es ein Verständnisproblem zwischen den Generationen gibt! Hochaktuell und von ungeahnter Brisanz! Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet und mich mit Vielem versöhnt.
LESENSWERT!!!!!!
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am 4. Oktober 2014
... für die Generation, die in den 60er Jahren geboren wurden und vordergründig in Frieden und Wohlstand aufwuchsen - doch deren Eltern noch den Krieg in ihrem Unterbewsstsein mit sich herumschleppten, den sie nie aufarbeiten hatten können.
Die Generation der Kriegsenkel ist die erste, in der Therapie und Aufarbeitung der Vergangenheit nicht mehr mit dem "Ich bin doch nicht verrückt!" ihrer Eltern abgelehnt wird.
Nutzen wir diese Chance und durchbrechen wir den Teufelskreis des Weitergebens ererbter Traumata an unsere Kinder!
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