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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Inbegriff perfekter Pixelauflösung
Ich muss gestehen, dass ich sehr lange drauf gewartet habe die Sigma SD1 mein Eigen zu nennen.
Nun endlich hat es geklappt und ich kann nur sagen, WOW.
Als jemand, der sich mit allen bisherigen Sigma DSLR-Kameras auskennt und jede einzelne bis zum Abwinken genutzt hat, war der erste Kontakt selbstverständlich ein Erlebnis für sich...
Vor 18 Monaten von Jan Domke veröffentlicht

versus
57 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein echter Spezialist - als Allrounder nicht gut.
Als Canon Nutzer (5D Mark I und II, diverse 1er Gehäuse...) habe ich mich sehr auf die Sigma DSLR gefreut, da sie vom Sensor her einen komplett anderen Ansatz verfolgt als die Modelle von Canon und Nikon. Da die SD1 Merrill aber preislich schon als Schwergewicht zu bezeichnen ist und auch laut Werbeaussagen vom Hersteller eine SemiPro DLSR für alle Einsätze...
Veröffentlicht am 2. Oktober 2012 von Raffnix


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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Inbegriff perfekter Pixelauflösung, 5. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sigma SD1 Merrill SLR-Digitalkamera (46 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, CF-Kartenslot) schwarz (Elektronik)
Ich muss gestehen, dass ich sehr lange drauf gewartet habe die Sigma SD1 mein Eigen zu nennen.
Nun endlich hat es geklappt und ich kann nur sagen, WOW.
Als jemand, der sich mit allen bisherigen Sigma DSLR-Kameras auskennt und jede einzelne bis zum Abwinken genutzt hat, war der erste Kontakt selbstverständlich ein Erlebnis für sich.

Zuallererst einmal muss ich sagen, dass die Kamera wunderbar verpackt in einer ansprechenden, weißen Verpackung ankommt. Jedes Zubehör hat sein eigenes Fach und ist zudem staubgeschützt verpackt.

Nach dem Auspacken das erste Anfassen. Sie liegt sehr gut in der Hand und besonders Menschen mit großen Händen werden den festen Griff zu schätzen wissen. Durch die große Ausbuchtung ist man auch nach längerer Zeit nicht genötigt die Kamera für ein paar Momente aus der Hand zu legen.
Das Gewicht ist auch sehr angenehm, nicht zu leicht und definitiv nicht zu schwer, wie von manch einem berichtet wurde.
Das Gehäuse ist sehr wertig verarbeitet und es gibt wirklich keinen Grund zur Klage. Überall sieht man kleine Gummidichtungen, die verindern sollen, dass Feuchtigkeit eindringen kann.

Das Display ist hell und leicht zu lesen, jedoch befindet sich hier noch der Monitor der SD15 in Verwendung, weshalb die Auflösung nicht ganz dem Standard entspricht. Allerdings benutze ich das Display nur zur Überprüfung der Komposition und dafür reicht es.

Funktionen bietet die Kamera nur die Standards, Programmautomatik (P), Blendenpriorität (A), Auslöserpriorität (S) und den manuellen Modus (M). Nachtmodus und andere Spielereien werden nicht angeboten, sind aber meiner Meinung auch nicht notwendig für eine Kamera dieser Klasse.

Einstellungen kann man schnell und einfach über die QS-Taste (Quick Select) vornehmen, wo es 2 Bildschirme mit jeweils 4 Einstelloptionen gibt. Wunderbar einfach und schnell gelöst. Eine kurze und schnelle Übersicht über die Einstellungen gibt es nach dem Drücken der FUNC Taste sowie im Sucherbild selbst.

Die Empfindlichkeit des Sensors wird von Sigma mit ISO 100 - ISO 6400 angegeben, wohingegen ich guten Gewissens nur bis ISO 1600 empfehlen würde, da die höheren Empfindlichkeiten nur Schwarz/Weiß-Aufnahmen vorbehalten sein sollten.

Spezialfunktion!
Seit der SD9 sind die Sigma DSLRs mit einem Staubschutz versehen, welcher zum Reinigen der Kamera oder, seit der SD10, zum Aufnehmen von Infrarotbildern herausgenommen werden kann. Da Sigma seit der SD10 den Staubschutz mit einem Infrarotfilter kombiniert, ist dies eine sehr kostengünstige Alternative, um in die Welt der Infrarotfotografie einzusteigen. Man kann diesen Staubschutz binnen Sekunden herausnehmen und wieder einsetzen. SEHR CLEVER SIGMA!

Es gibt kein LiveView und auch keine Video-Funktion, was bei den riesigen Datenmengen leider damals (2011) nicht von der Kameraelektronik verarbeitet werden konnte.

Jetzt etwas zum Sensor.

Der Foveon-Sensor ist ein sehr spezieller und ausgesprochen feinfühliger Sensor welcher viel Licht braucht, um die besten Ergebnisse zu erziehlen.
Er baut sich aus einem 3-Schicht Prinzip auf, ähnlich dem, was einem Farbfilm entspricht. Soll heißen, dass pro Bildpunkt das Farbspektrum in 3 verschiedenen Werten ausgelesen wird und sich die Farbauflösung dieses 1 Pixels nicht mit denen herkömmlicher Bayer-Pattern-Sensoren vergleichen lassen kann.

Bei einem herkömmlichen Bayer-Sensor (So nenn ich den jetzt mal), wird pro Bildpunkt nur 1 monochromer Farbwert erfasst (entweder Grün, Rot oder Blau) und später über Interpolation (errechnete Schätzwerte) mit daneben liegenden anderfarbigen Pixelwerten verrechnet, welche dann einen ungefähren RGB-Farbwert für diesen 1 Pixel ergeben.
Der Foveon Sensor macht dies gänzlich anders. Da Silizium mit zunehmender Eindringtiefe unterschiedliche Bereiche des Lichtspektrums absorbiert, kann dies relativ genau und ohne einen zusätzlichen Farbfilter ausgelesen werden. Auch dies ist nicht 100%ig genau und es muss aus dem RAW-Farbraum in einen am Computer lesbaren Farbraum konvertiert werden. Dies verschlingt unglaublich viel Rechnenleistung und selbst ein heutiger High-End PC kann damit noch Schwierigkeiten haben.
Sobald man aber das fertige Bild auf dem Bildschirm betrachtet, so wird einen die ganze Warterei letztendlich belohnen. Ich habe Bilder von Mittelformatkameras gesehen, selbst Bilder mit einer 5D MKII gemacht und verglichen und auch Bilder aus einer D800 gesehen, welche dem, was die SD1(M) auf den Bildschirm zaubert nicht das Wasser reichen können. Diese Bilder waren im Vergleich... wie soll man es sagen... flach. Mit ein wenig Aufwand und nachschärfen kann man zwar aus jeder Kamera noch mehr rausholen, aber die Sigma macht es einem schon sehr einfach.

Kurzum, die Farbauflösung dieses Sensors ist phänomenal. Da es 46 Millionen Bildsensoren gibt (15,2x3), wird dieser Sensor als 46 MP Sensor angepriesen. Viele Benutzer stellen dies mit der Auflösung gleich und denken sich, dass diese dann genauso wie bei anderen Sensoren auch 46 MP ergeben muss. Hier liegt aber der Hase im Pfeffer begraben. Die nominale Auflösung des Bildes beträgt "nur" 15,2 Megapixel im klassischen Sinne. Nun fühlen sich hier einige betrogen, da sie ja denken... 46 MP Sensor = 46 MP Bild, wo doch nur ca. 15 MP rauskommen.

Stellt man nun aber ein Bild eines herkömmlichen 15 MP Bayer-Sensors diesem neuen 15 MP Foveon gegenüber, so erkennt man sofort, dass sich diese nicht vergleichen lassen. Die Schärfe und Brillianz des Foveon-Bildes kann nur mit herkömmlichen Sensoren mit mindestens doppelter oder gar dreifacher Megapixelzahl erreicht werden und dann auch nur, wenn man diese im Druck vergleicht, da ein Foveon Bild bei 100% Größe auf dem Bildschirm IMMER gewinnen wird.
Man muss es sehen, um es zu verstehen und zu begreifen.

Was heißt das nun für den Endanwender?

1. Der Benutzer muss wissen, was er fotografieren will. Will er nur eine schwarze Katze im Dunkeln fotografieren, so sollte er sich woanders umsehen.
2. Um den Sensor auszureizen bedarf es bester Objektive! Da die Farbauflösung so enorm ist, kann man es sich direkt sparen, Suppenzooms oder billige Reiseobjektive davorzuspannen. Der Sensor deckt jeden Objektivfehler gnadenlos auf!
3. Man braucht Zeit! Derjenige, welcher unbedingt Sport und Aktionfotografie betreibt sollte sich auch woanders umsehen. Die Datenmengen von 46 Megapixeln müssen durch das kleine Rechenzentrum im Inneren der Kamera ersteinmal ausgewertet und gespeichert werden.
Dies dauert je nach RAW-Größe und Komplexität zwischen 8 und 10 Sekunden. Der Buffer ist bei maximaler RAW-Größe nach 7 Bildern voll, bei Low Res sind es 14 Bilder. Bei kleineren Auflösungen und jpeg kann es sehr viel schneller gehen, bis ein Bild gespeichert wurde (JPEG-Only und LOW Res, ca 1-2 Sekunden pro Bild).
4. Durch die Dicke des Sensors ist bei höheren Empfindlichkeiten ein Verlust der Farbinformation zu beobachten, Also doch lieber eine andere Kamera ab ISO 1600 nehmen!
5. Keine Motivprogramme. Der Anwender muss sich mit der Fotografie auseinandergesetzt haben und die Grundlagen verstehen. Dies ist keine Kamera nur mal so zum Ausprobieren. Es wird keinen Spaß machen, wenn man nicht weiß, was man tun muss.
6. Bearbeitung der Bilder kann derzeit nur mittels Sigmas eigenem Photo Pro geschehen (Windows PCs), alternativ gibt es auf dem MAC den Iridient RAW Developer, welcher die Dateien öffnen und verarbeiten kann. Adobe und andere große Programmhersteller bieten leider noch keine Entwicklungsmöglichkeiten der RAWs an.

Zu Sigma Photo Pro sei noch etwas gesagt. Es ist ein RAW Entwickler, der kostenlos von Sigma zur Verfügung gestellt wird. Er bietet die Grundeinstellungen für eine erfolgreiche Bildentwicklung, nicht mehr und nicht weniger. Es gibt keine Möglichkeit in dieser Software ein Bild stufenlos zu drehen, Bildfehler zu retuschieren oder Perspektivenkorrekturen vorzunehmen. Allerdings hat es sich mittlerweile sehr gut gemacht in anderen Bereichen. Das konkurenzlose Fill-Light-Feature erzeugt ein quasi HDR aus nur einer Belichtung, indem es die dunklen Bereiche aufhellt, und die hellen Bereiche anpasst, sodass möglichst viele Bildinformationen erhalten bleiben oder erst zum Vorschein kommen. Fantastisch.
Schärfen sollte man aber tunlichst unterlassen mit diesem Programm (bei den Merrill Sensoren auf jeden Fall). Ich exportiere meine Bilder meist mit -1 bis -1.5 und schärfe dann in anderen Programmen nach. Man könnte sich ja die Augen aufschlitzen, so scharf sind die Bilder manchmal.

Sollte man aber trotzdem der Meinung sein, dass man mit den Schwächen leben kann, so wird man mit einer Kamera und einem Sensor belohnt die, wenn man es richtig anpackt, kaum Konkurenz zu fürchten haben.

Beim Preis sollte man auch sehen, dass es kaum Vergleichbares auf dem Markt gibt und der Sensor alleine schon ein Alleinstellungsmerkmal ist, welches ein klein wenig mehr kosten darf.

Ich jedenfalls bin sehr zufrieden!

Bewertung:

Bildqualität (Low ISO): 5/5
Bildqualität (High ISO): 2/5 (Farbe), 4/5 (SW)
Ergonomie: 4/5 (Sehr gute Benutzerführung, sehr gut anzufassen, für manche Bereiche ein wenig langsam)
Lieferumfang: 5/5 (Deutsches Handbuch, Ladegerät, Verschlußkappe, Kameragurt, Videokabel)
Extra Features, (nicht vorhanden in anderen Kameras): Foveon Sensor, herausnehmbarer Infrarot-Filter/Staubschutz

Insgesamt: ~4/5

Preis/Leistung:
Hier kann ich nur sagen teuer aber gut! Wer die Fotografie als Hobby betreibt (so wie ich), der braucht eine solche Kamera eigentlich nicht unbedingt. Kleinere Kameras wie die SD15 oder Einsteiger Canons/Nikons/Sonys/Pentax's und andere tun es auch. Wer allerdings Anspruch auf höchste Bildqualität hat und mit den Quirks einer solchen Kamera keine Probleme hat, der kann und sollte sie sich doch einmal genauer anschauen. Ich möchte sie nichtmehr hergeben!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach langem hin und her nun doch 5 Sterne, 31. Mai 2012
Ich glaub ich hab noch keiner Kamera so viele chancen gegeben wie der Sigma SD1 und ich glaube auch bei keiner Kamera hat sich das bisher so gelohnt wie bei dieser.

Es war ein etwas holpriger und schwerer Weg für mich zur SD1, aber man muss sich einfach damit Abfinden dass es keine Kamera wie jede andere ist. Es gibt dinge in denen muss man sich einfach umstellen.

Und wenn man das gemacht hat, wird das allerdings belohnt, und zwar mit der, wie ich finde, besten Bildqualität.

Ich komme eig. aus dem Vollformat Lager und habe, nach einer relativ Langen Phase mit der 5D Mark III, jetzt seit ca. 1,5 Jahren nurnoch mit der a99 von Sony fotografiert (aus wenn ich andere Kameras getestet habe).

Aber die SD1 kann man nicht einfach mal so testen, man muss sich auf sie einlassen, und das wird belohnt.

Das sind lauter kleine Details die man zu anfangs vielleicht garnicht so wahrnimmt oder beachtet aber das fängt schon an wenn ich eine Simple Landschaft Fotografie und ich merke "Irgendwie sieht das SD1 Bild besser aus".

Gleiche Szene mit der a99 abfotografiert, definitiv, die SD1 sieht besser aus, mehrere RAW-Converter probiert, nope, SD1 bleibt besser.

Aber wieso? Und wenn man sich ein Bild dann genauer anschaut merkt man z.b. so dinge wie das bei der Sigma jeder Baum eine kompeltt eigene Farbe, einen komplett eigenen Grünton hat und je nach baum sogar jeder einzelne ast leichte Unterschiede in den Farbnouncen hat.

Mit dem a99 Bild verglichen, ne, einfach nur grün. Leichte Helligkeitsunterschiede aber kaum farbnouncen.

Gegen den Foveon X3 Sensor hat der 24 Megapixel meiner a99 nicht den Hauch einer Chance. Werde da auch nochmal ein paar Test-Samples von Imaging-Resource nachtragen die das zeigen.

+ Die Farbtrennung ist viel besser. Rot ist Rot und Pink ist Pink und wenn ich die Sättigung hoch drehe bis das Rot schön satt rot ist, explodieren nicht pinke Töne im Bild. Und Wenn es im Pink feinste Abstufungen der Farbe gibt, dann sieht man die am ende auch. Ein Dunkles Rot und ein helles Rot sind für die Sigma zwei unterschiedliche Töne, nicht der selbe mit leichten Helligkeitsunterschieden. Es sind zwei eigenständige Farben.

+ Die Farbauflösung ist viel höher. Nicht nur der Schärfeeindruck durch den enormen Farbkontrast und die Farbabstufung ist viel größer, auch die Tatsächliche Auflösung ist viel besser.

+ Das Objektivsystem von Sigma. Sigma ist aktuell so ziemlich einer der wenigen Hersteller die nicht Ultra Kompakte Objektive Bauen für Leute die andere gerne unentdeckt beim Nasepopeln fotografien wollen und dafür Qualität einbüßen, im gegenteil. Sigma baut aktuell Monster Objektive wo nutzer anderer Systeme neidisch rüber blicken.

Beispiele hierfür sind alle Objektive aus der ART Serie wie das 18-35mm f/1.8, das 35mm f/1.4, 50mm f/1.4 und eines der besten Objektive, wie ich finde ist das 120-300mm f/2.8. Das ist der Hammer. Ein Zoom-Objektiv mit der Leistung einer Festbrennweite (wie das 18-35mm f/1.8).

Und dann gibt es natürlich noch den riesen Satz an EX-Objektiven aus allen Brennweitenbereichen. Von 8mm Fish-Eye bis 800mm f/5.6 ist alles dabei. Alleine 5 Makro Objektive.

Also was das Objektiv-System angeht ist die SD1 denke ich mit Abstand ein klarer Gewinner gegenüber den anderen gängigen Systemen.

+ Der Sensor holt mehr Auflösung aus den Objektiven raus

Das Objektiv muss ja eine ziemlich kleine Fläche auflösen und umso kleiner die Pixel sind, umso schwerer wird es für das Objektiv diese aufzulösen.

Die 46 Megapixel des Foveon Sensors sind allerdings auf 3 Schichten und nicht nebeneinander. Die Objektive müssen also nur ~15 Megapixel auf APS-C auflösen können. Man nutzt die vorhandene schärfe des Objektives also viel besser aus.

Nun hat aber ja jeder schon genug Lobeshymnen über die SD1 geschrieben, wie sieht es mit den Negativpunkten aus.

- Serienbildgeschwindigkeit 5fps und Puffer für nur 7 Bilder + Lange verarbeitungszeit
- - Die Kamera hat 46 Megapixel, dafür ist das der Hammer
- - Man kann die Auflösung der Kamera im RAW auf 24 Megapixel herunter drehen
- - - Die Kamera hat dann 6fps (Auf Augenhöher mit 5D3 und a99, schneller als D800)
- - - Die Kamera hat dann Puffer für 14 Aufnahmen statt 7
- - - Die Bilder sind viel schneller verarbeitet.

Die Geschwindigkeit, vor allem die Serienbildgeschwindigkeit, sind also vollkommen normal. Die kommen einem nur relativ langsam vor wegen den 46 Megapixel, aber das ist nunmal ein Preis den man bezahlen muss. Allerdings hat man die Wahl, bei der Sigma kann man auf 24 runter schrauben, bei der a99 kann ich nicht auf 46 hoch schrauben.

- Wenig Autofokus Felder

Die SD1 hat tatsächlich nur 11 Autofokus Felder, allerdings sind alle 11 Doppelkreuz Sensoren (zum vergleich, die 5D Mark III hat 5 Doppelkreuz, a99 und D800 haben keinen einzigen) und die AF-Felder sind angenehm und gut über das Bildfeld verteilt.

Wenn das Objektiv einwandfrei funktioniert ist die AF-Performance schnell und 100% Treffsicher. Genau so wie es sein soll.

- SPP (Der Raw-Converter Sigma Photo Pro) ist unglaublich langsam

Solange man nicht auf 100% Ansicht geht ist er eig. akzeptabel schnell, eig. kaum langsamer als andere. Lediglich bei voller Auflösung geht er in die Knie aber hey, der muss mir 46 Megapixel arbeiten, das darf man nicht vergessen. Die meisten Leute fangen schon bei der D800 mit 36 Megapixel an zu weinen weil alles so langsam wird und das beim ach so hochgelobten Adobe das aus Performancegründen auf perfekte Pixelqualität verzichtet.

Der SPP hat allerdings unglaubliche Vorteile, vor allem das X3F-Fill Light ist ein absolutes Highlight des Konverters das ich bisher bei keinem anderen Gefunden habe. Schade eigentlich, für Landschaftsfotografie ein Must have.

- Das Display der SD1

Das ist wirklich nicht so toll, aber das braucht man auch nicht wirklich. Die Kamera hat eh kein Live-View und man sieht am Display nur die embedded JPEG Vorschau. Es erfüllt seinen Zweck und ist somit kein Punkteabzug wert m.M.n.

- Das Rauschverhalten

Wenn man in RAW Fotografiert vollkommen normal. Bis ISO 1600 kann man die Kamera problemlos einsetzen und sie rauscht dort etwa gleich stark wie die gängigen 24 Megapixel APS-C, allerdings mit 46 Megapixel! Ich würde also behaupten das die SD1, angesichts der Megapixel, das mit Abstand beste Rausch verhalten auf dem Markt hat.

Der SPP ist allerdings auf das Rauschen der SD1 optimiert und bekommt das Rauschen verdammt gut raus, das kenne ich so von keinem anderen RAW-Converter. Wenn ich ein ISO 1600 Bild nehme bekomme ich das Rauschen problemlos raus und kann immernoch 100% Crops machen, bei einer a77 ist das z.b. nicht mehr möglich.

- Die Kamera ist kein guter Allrounder

Wüsste nicht wieso, das hört man oft. Die Kamera macht alles was eine Kamera machen soll und beherrscht alle bereiche.

Ich finde die Kamera ist sehr wohl uneingeschränkt als Allrounder zu gebrauchen und ich verwende sie auch für alle möglichen zwecke. Nur fürs Studio ist sie zu schade.

Der AF ist schnell genug um auch Sport-Szenen einzufangen und wer auf 24 Megapixel geht hat auch genügend Puffer und Serienbildgeschwindigkeit und für alles andere muss eine Kamera nur gut verarbeitet sein und gute Abbildungsleistung haben, und da schlägt die SD1 die Konkurrenz bei weitem.

- Die Sigma produziert Falschfarben

Kann ich so nicht wirklich bestätigen. Man hat im RAW-Converter mehrere Farbprofile und wenn man auf Neutral stellt sind die Farben auch genau das. Neutral und Echt. Echter als bei jeder Bayer Kamera die ich je in meinem Leben gesehen hab.

Und zuletzt noch ein dickes Plus für den Hersteller Sigma und dessen Firmenphilosophy (das lasse ich aber nicht in die Bewertung einfließen sondern finde ich einfach nur persönlich als sehr postiiv)

- Keine unnötige Werbung
- Niedrige Verwaltungskosten
- Niedrige Fluktuation (in Japan selbst verlässt im Schnitt 1 Mitarbeiter pro Jahr das Unternehmen), die meisten Mitarbeiter sind seit über 15 Jahren in der Firma
- Der komplette Gewinn wird in Forschung und Entwicklung gesteckt. Der CEO ist der Überzeugung das nur ein geringes Wachstum notwendig ist und es wichtiger ist neue und einmalige Produkte zu entwickeln die man dem Kunden zu einem guten Preis anbieten kann.
- Familienunternehmen seit der Gründung
- "Made in Japan"

Es hat ein paar Anläufe gekostet, aber bei jedem Test hat sich so viel neues positives über die Sigma herausgestellt und man konnte so viel Negativ Punkte wiederlegen die man so von allen seiten gehört hat das ich aktuell an dem Punkt bin das ich nicht mehr mit meiner a99 fotografieren möchte.

Wenn ich dann doch mal die a99 mitnehme und ein richtig Geniales Motiv finde denke ich mir "Mensch, wenn ich jetzt die Sigma dabei hätte mit diesen Farben und diesen Details". Das ist für mich der Punkt wo ich gemerkt habe das es die richtige Kamera für mich ist.

Noch zum Thema Sport, das 120-300mm f/2.8 macht an der sigma eine hervorragende Figur. Super AF-Leistung super Brennweitenbereich (durch Crop 450mm am Ende) und selbst mit 2x Telekonverter noch Autofokus bei wirklich exzellenter Abbildungsleistung.

Auch wenn diese Kamera einen APS-C Sensor hat, sehe ich die Konkurrenz im Vollformatbereich und nicht bei den anderen APS-C Cams. Beim Rauschen kann die SD1 vielleicht nicht mithalten, aber Rauschverhalten ist so ziemlich (auch wenn es oft anders dargestellt wird) eines der unwichtigsten Faktoren einer Kamera.

Die Kamera liefert exzellente Ergebnisse bis ISO 1600 und wo kein Licht ist brauch ich auch nicht fotografieren.

Auch positiv zu erwähnen ist dass ich zum ersten mal ein Intuitiv und effektiv umgesetztes QS-Menü gesehen habe (Canons Q-Menü und vor allem Sonys FN-Menü sind weit hiervon entfernt)
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So macht "digital" Sinn, 13. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Sigma SD1 Merrill SLR-Digitalkamera (46 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, CF-Kartenslot) schwarz (Elektronik)
Als professioneller Fotograf arbeite ich analog mit MF und digital. Dabei war ich mit der digitalen Bildqualität für Ausstellungen eher unzufrieden, weil mich die Flachheit der Prints störte. Die Sigma SD1 hatte ich gleich bei ihrem Erscheinen im Auge, aber der hohe Preis schreckte mich ab. Die Merrill habe ich mir sofort gekauft. Das Arbeiten mit dieser Kamera ist anfangs nicht leicht. Kleine Ungenauigkeiten wie z.B. Belichtungsfehler verzeiht sie nicht, das Abspeichern der riesigen Dateien ist nervig lang, der Autofokus ist mit entsprechenden Kameras von Nikon oder Canon nicht vergleichbar. Für schnelle Shootings ist die Kamera eher nicht zu gebrauchen.
Sorgfältiges Arbeiten mit der SD1 Merrill ist eine ganz andere Sache. Ich arbeite vorwiegend mit dem 1,8/24 mm (das ist schon älter und verbesserungsbedürftig), mit dem 8-16mm (für ein Zoom sehr gut) und mit den Makros bis 105mm (alle ein Traum). Die Ergebnisse sind nach der Konvertierung im Sigmakonverter so was an gut in LR oder CS6 nachzubearbeiten. Ich staune immer wieder. Abzüge bis 140cm habe ich gemacht in bestechender Qualität, die man mit kristalliner Klarheit und natürlicher Farbigkeit beschreiben kann. Die SW-Konvertierungen im neuen Monochrome -Modus sind klar und sauber in den Abstufungen; so etwas habe ich mit viel Aufwand mit anderen Kameras und Programmen nie hinbekommen.
Mein Fazit: die SD1 Merrill ist sicher keine Allroundkamera. Aber sie gibt der uniformen digitalen Welt eine neue, interessante Komponente, die mir bislang am besten gefällt. Sigma dürfte ruhig noch ein gutes 16-er und besonders ein 24-er nachlegen, so wie sie das mit dem tollen 35-er begonnen haben. Dann wäre ich restlos glücklich und würde vielleicht sogar meine analoge MF-Fotografiererei drangeben.
Nachtrag: habe jetzt ein hervorvorragendes 1,8/20mm (nach DREI Anläufen, viel Entgegenkommen von Sigma,danke), mit dem ich restlos zufrieden bin. Das 24-er habe ich dafür ausrangiert. Einen wichtigen Punkt möchte ich noch ergänzen: hohe Kontraste lassen sich mit der Merrill bei 200 und 400 ASA sehr gut in den Griff bekommen, das kenne ich von anderen digitalen Kameras so nicht. 100 ASA sind dann sehr gut einzusetzen, wenn die Kontraste bis maximal als "normal" zu bezeichnen sind.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigentlich 5 Sterne für das Gerät, 1. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Kamera ist toll. Die Verarbeitung, die Abbildungsqualität und die Farben begeistern mich immer wieder. Das Handling der Kamera macht einfach nur Spass. Jede wichtige Funktion kann direkt über einen Knopf angewählt werden und die Knöpfe sind erreichbar ohne die Kamera zu drehen oder sich die Finger zu brechen.

Natürlich gibt es Einschränkungen und Verbesserungswünsche. Langzeitbelichtungen und hohe ISO Einstellungen gehören wirklich nicht zu den Stärken der Kamera. Damit kann ich aber gut leben. Einen Liveview mit einer Lupenfunktion auf einem klappbaren Display würde ich mir für Makros schon wünschen. Es ist doch schon recht umständlich nach dem Auslösen auf den Abschluss des Speichervorgangs zu warten, sich dann das Bild anzuschauen und dann nach Gefühl den Focus zu verschieben.

Den Punktabzug gab es aber für die schlechte Weiterverarbeitbarkeit der RAW Bilder. Ich habe außer dem SPP von Sigma noch keinen RAW Konverter gefunden, der die Bilder einlesen und verarbeiten kann. Der SPP ist langsam und läuft auf meinem Windows 7 nicht stabil. Einen schnellen und sauberen Verarbeitungsworkflow bekomme ich damit nicht hin.

Meine Zusammenfassung:
++ Handling
+ Verarbeitung
+ Bildqualität
++ Farbabbildung

- Rauschverhalten bei Langzeitbelichtung und ISO größer 400
- Liveview

--- RAW-Verarbeitung und Workflow
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Suche hat ein Ende, 11. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich widme mich seit 37 Jahren der Fotografie, reines Hobby. In der Zeit habe ich viele Kameras mir gekauft. Der große letzte Meilenstein war zweifellos der Umstieg auf digital 1998. In dem Bereich angefangen mit 2 Megapixel ging es immer weiter über 6 MP, 12 MP und zuletzt 16 MP. An der Stelle habe ich auch aufgehört, mir weitere DSLRs zu kaufen. Ich sah keine Fortschritte mehr, im Gegenteil, durch den Pixelwahn wurde die Rauschunterdrückung immer aggressiver, die Texturverluste dadurch immer deutlicher. Da fehlte jeglicher Reiz. Die Fotos sahen irgendwie auch immer wieder gleich, also nicht innovativ und weniger aufregend aus, egal ob von einer 36 MP oder 24 MP. Es fehlten Höhepunkte, der Woweffekt, da war nichts spektakuläres. Irgendwie hatte ich daher meine Freude an der Alltagsfotografie verloren, widmete mich nur noch mit Spezialkameras der Astrofotografie an Teleskopen.

Natürlich habe ich den Kameramarkt weiter verfolgt, besonders bei dpreview.com mit deren Megareviews. Da fiel mir schon lange vorher immer wieder der Foveon Sensor auf, der polarisierte, der bei der SD1 seine bisher maximale Reife erreicht hat. Ich weiß schon lange, diese Kamera ist langsam beim Abspeichern der Daten, Liveview und Videomodus fehlen, für Sportfotografie und high ISO Aufnahmen nicht geeignet. Aber die Bilder im Internet haben mich meistens umgehauen, selbst im Vergleich mit einer Nikon 800E. Eine unglaubliche Schärfe und Detailwiedergabe, besonders die Farbauflösung spektakulär, die Farbtreue manchmal nur befriedigend (was man mit Bildbearbeitung schnell korrigieren kann). Hier patzt schon mal der automatische Weißabgleich, der aber bei keiner Kamera 100% zuverlässig arbeitet!

Nachdem die SD1 von ursprünglich gut 7000 € auf 1015 € inklusive Sigma 18-200 Objektiv gesunken ist, habe ich einfach mal zugegriffen, bei dem Preis kann man nicht viel falsch machen. Ich habe mich absichtlich beim Kitobjektiv für den größeren Brennweitenbereich entschieden, weil dieses Objektiv weniger Patzer sich leistet als die andere Option 17-50 mm, f/2,8. Und meine Erwarterungen wurden eher noch übertroffen trotz Zoomobjektiv, was generell mit einer Festbrennweite nicht mithalten kann, besonders die mit einem großen Brennweitebereich (Reisezooms). Bei Aufnahmen von Blüten wurde die feine Zeichnung in den Blütenblättern so akribisch festgehalten, feinster Blütenstaub auf einem Blütenblatt so deutlich abgebildet, dass ich es gar nicht erst wage, eine Festbrennweite einzusetzen, das wäre schon dekadent! So macht es richtig Spaß zu fotografieren, man sucht krankhaft nach Motiven, wird süchtig danach. Ich kann nach nur einem Tag Sigma SD1 sagen: Ich bin endlich angekommen, danach habe ich gesucht. Ok, die Kamera ist bei Weitem nicht vollkommen, ein Spezialist, kein Generalist,die Macken habe ich schon aufgezählt, aber was sie kann, das macht sie spektakulär gut, absolute Spitzenklasse! Die Schärfe wird u. a. durch fehlende Interpolationen/Schätzungen und den fehlenden Tiefpassfilter erreicht, der bei anderen Kameras einen Farbpunkt auf mehrere Pixel verschmiert und somit Unschärfe produziert. Ein Foveon Sensor kennt keine Moires, kann also auf diesen Verschmierer verzichten. Der Test an Nylonstrümpfen mit seinen ultrafeinen Strukturen ließ den Sensor gleichgültig. Er gab lässig allerfeinste Details wider, ohne ansatzweise mit Farbmustern (Moires) zu antworten. Der sehr leicht herausnehmbare Infrarotfilter eröffnet ungeahnte Möglichkeiten in der Infrarotfotografie. Aber auch der Schwarzweißmodus liefert unglaubliche, hochauflösende Fotos, bei denen die Details noch besser zum Vorschein kommen, wie ich sie von keiner anderen DSLR kenne. Ich behaupte sogar, die SD1 kann sich in dieser Disziplin mit der unbezahlbaren Schwarzweiß Leica M anlegen!

Man liest immer wieder Vorwürfe, weil die Kamera "nur" 15 Megapixel rausgibt. Hierbei wird aber immer vergessen, dass 15 MP eines Foveon Sensors nicht ansatzweise vergleichbar sind mit 15 interpolierten (=verwässerten) Megapixeln eines Bayersensors!

Ich kann nur Sigma raten: Verbessert den Sensor noch etwas Richtung High ISO und Langzeitbelichtung und baut um ihn herum deutlich schnellere Elektronik, dann kann die Kampfansage an Nikon, Canon und Co ausgesprochen werden! Auch wenn ich mit der Sigma SD1 keine Universalkamera besitze, eher eine Diva, dann nehme ich halt noch meine andere DSLR mit, was solls? Ich habe dadurch ggf. mehr zu schleppen, dafür habe ich aber nach einer Fotoexpedition Aufnahmen dabei, zu denen man nur Wow sagen kann und Höhepunkte dauerhaft erlebt.

Uwe Haferland
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33 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Je nach Anwendung Top oder Flop, 11. September 2012
Von 
Matthias Proske "Freier Journalist | ValueTec... (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich möchte in dieser Rezension nicht auf die frühere Preisgestaltung der SD1 eingehen. Ich denke selbige wurde bereits ausreichend diskutiert und die Diskussion ist mittlerweile nicht mehr zielführend. Auch will ich mich nicht über fehlende "Kreativ-Modi" aufregen - Wer sich etwas im Bereich der Sigma SD1 kaufen möchte, hat mit den PASM-Modi, RAW-Konverter, Photoshop und Co mehr Kreativfunktionen zur Hand als jede Kamera bieten kann. Wohl aber geht es mir um die Bildqualität, Ausstattung und Leistung der Kamera.

..........
Die Sigma SD1 ist ein professionelle DSLR-Kamera. Das Gehäuse ist bewusst technisch gehalten, dank diverser Dichtungen auch gegen Spritzwasser und Staub geschützt. Die Verarbeitung wirkt auf mich sehr hochwertig und die Kamera aufgrund des Gewichts auch robust. Weniger gefallen hat mir der Monitor mit seiner eher pixeligen Darstellung.
Anstelle von Kretaiv-Menüs gibt es drei Custom-Mod (C1 bis C3) zur freien Programmierung. Soweit ist alles als Standard für die Preis- und Geräteklasse zu bezeichnen. Nutzer von Nikon und Canon-Kameras werden jedoch sicherlich Einstellmöglichkeiten rund um das Thema Blitzen (Studioeinsatz) oder Autofokus (Tier- und Sportaufnahmen) vermissen. Besonders letzteres wurde von Canon mit der EOS 7D auf ein ganz anderes Level gehoben.

Allgemein ist die Sigma SD1 Merrill nichts für schnelle Gemüter geschweige denn den Einsatz als Sportkamera oder um Tiere in freier Wildbahn abzulichten. Die Serienbildgeschwindigkeit ist auf dem Niveau gewöhnlicher Mittelklasse DSLR-Kameras (EOS xxxD, Nikon Dxxxx) und der Puffer reicht nur für wenige Bilder. Wirklich desaströs ist dann jedoch die Speicherkarten-Geschwindigkeit. Selbst mit modernen UDMA6-Speicherkarten (Ich habe eine Lexar 600x Professional verwendet) bringt es die SD1 gerade einmal auf etwa 8 MB/s - Bei einer durchschnittlichen Dateigröße von 45-50 MB für ein RAW-Bild vergehen so pro Bild gerne 5-7 Sekunden zur Speicherung.
Wer eine Kamera mit derart detailreichen Bildern konstruiert, sollte sich über die Datenspeicherung mehr Gedanken machen. Reale 60 MB/s waren schon zur Zeiten der "alten" SD1 keine Seltenheit bei der Konkurrenz.

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Die enormen Datenmengen liegen im Foveonsensor mit 46 Megapixeln Auflösung begründet. Die genauen technischen Details des Foveon-Chips und den Unterschieden zum klassischen Bayer-Sensor will ich an dieser Stelle nicht näher ausführen. Interessierten empfehle ich dazu gerne ein Video von mir zur Kamera (siehe Link im ersten Kommentar).

Tatsache ist, so zumindest meine ganz persönliche Meinung, dass man den Unterschied durchaus sehen kann. Wer öfters mit guten Objektiven Arbeitet und die Bilder im RAW-Konverter entwickelt kennt sicherlich die leichten Artefakte an feinen Strukturen (Grashalme, Haare, etc.) die ein Bayer-Sensor, vielmehr der Bildprozessor, aufgrund der Interpolation erzeugt. Mit der SD1 konnte ich selbst an den feinsten Strukturen nichts dergleichen erkennen - Es wird irgendwann eben einfach "pixlig" aber das war es dann auch.

Die Bilder besitzen am Ende übrigens "nur" 15,3 Megapixel, die drei Schichten hintereinander lassen sich eben nicht derart interpolieren wie das Bild eines Bayer-Sensor. Jedoch kann man das Bild - für den Druck - problemfrei auf etwa 200 Prozent vergrößern. Effektiv würde ich die Auflösung auf etwa 30-35 MP, bezogen auf eine gewöhnliche DSLR-Kamera, schätzen.

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Neben der enormen Dateigröße gibt es für mich noch zwei Nachteile am Foveon. Zum einen bedarf es sehr guter Objektive um das Auflösungsvermögen der SD1 auszureizen. Selbst das eigentlich sehr gute Kit-Objektiv reicht hier nicht. Die Sigma-Festbrennweiten, beispielsweise das 70 mm EX DG Makro, sind hier wohl die einzigen Objektive mit einer derart guten Detailreproduktion (für das SA-Bajonett!).

Zum anderen sind die Foveon-Chips samt zugehöriger Elektronik eben noch nicht soweit entwickelt wie ihre Kollegen mit Bayer-Matrix. Zumindest das Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten (ab ISO 400) wird sehr schnell nicht mehr "publikationstauglich". Das mag der Profi von seiner Mittelformatkamera gewohnt sein.

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Fazit: Ich denke für den Studio-Einsatz hat Sigma mit der SD1 Merrill eine sehr gute Kamera im Programm. Hier bekommt man eine sehr hohe Auflösung, Licht ist eigentlich immer vorhanden, die langsame Geschwindigkeit im Serienbild stört nicht wirklich und der fehlende Live-View Modus wird durch die Möglichkeit von Remote-Aufnahmen via PC/Mac kompensiert. Auch auf der Objektivseite gibt es zwischen 50 und 150 mm Brennweite sehr gute Festbrennweiten.
Wildlife- und Sportfotografen werden hingegen keinen großen Gefallen finden. Dies liegt an den bereits erwähnten Schwachstellen als auch dem recht kleinen Objektivangebot von Sigma. Rein qualitativ hat Sigma meiner Meinung nach zumindest nichts im Bereich "Canon L Teleobjektive" (oder vergleichbar) im Angebot.

Alternativen? Es fällt schwer das zu sagen. Die SD1 hat ihre ganz eigenen Vorzüge durch den Foveon-Sensor. Wer bereits viele Objektive für eine Kameramarke hat, wird wohl eher nicht umsteigen. Neueinsteiger im Studiobereich sollten vorab am besten einmal den Leihservice von Sigma in Anspruch nehmen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Allroundkamera, aber für meine Zwecke perfekt!, 4. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach SD9, SD10 und SD14 habe ich mir endlich die SD1 zugelegt, weil in meinen Augen die Foveontechnik die plastischsten Bilder mit den besten Farben macht. Mit der SD1 nun auch in zeitgemäßer Auflösung. Bei genügend Licht und richtiger Bedienung sind die Ergebnisse äusserst beeindruckend und denen der Profimodelle von Canon und Nikon mindestens ebenbürtig.
Die Stärken der Kamera sind Landschafts-, Reise-, Architektur- und Portraitfotografie. Ich mache sogar viele Actionsportaufnahmen, allerdings nicht im Serienbildmodus. Damit wären wir bei den Schattenseiten der SD1:
Die Bildverarbeitung (das Abspeichern auf der Speicherkarte) geht extrem langsam. Eine gefühlte halbe Ewigkeit! Für Serienknipser ein absolutes no-go! Für die SD1 sollte man etwas Zeit mitbringen...
Höhere Isowerte (ab 400) machen die Bilder doch arg grobkörnig. Auch Langzeitbelichtungen mag sie nicht besonders. Um mit der Sigma exzellente Ergebnisse zu erzielen, sollte genügend Licht vorhanden sein. Wenn man gemein wäre, könnte man von einer Schönwetterkamera sprechen. ;)
Sonst lässt sich sagen, dass die SD1 hervorragend verarbeitet ist. Das kannte ich so noch nicht von Sigmakameras!
Fazit: Die SD1 kann ein paar Dinge nicht so gut, wie andere Kameras, aber das was sie kann, ist absolute Spitzenklasse und für mich Referenz!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Camera ohne Schnickschnack, 7. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Camera ist etwas für Leute die Wissen was sie tun, die erst überlegen und dann auf den Auslöser drücken.
Es gibt keine ( unnötigen) Motivprogramme, keine Videofunktion, kein 2. Display.
Die Camera benutzt noch CF Cards( die immer schwerer zu bekommen sind) und der ISO Bereich reicht "nur" von 100 bis 6400. für Nachtaufnahmen gibt es bessere.
Zubehör ist meist teurer als bei den Cameras der Mitanbieter.
Das RAW Format wird derzeit nur von der Sigmaeigenen Sogtware unterstützt. Weder Photoshop noch ligthroom noch div. andere unterstützen dieses Format!

Warum dann kaufen?

1. die Farbwiedergabe ist dank des FOVEON Sensors beeindruckend. Muss man gesehen haben um zu verstehen.
2. es gibt nichts an der Camera, was einen ablenkt. Ich habe mich in kürzester Zeit mit ihr vertraut gemacht.
3. jede wichtige Funktion ist nur einen Knopfdruck entfernt.
4. man bekommt hier sehr viel Camera für vergleichsweise wenig Geld! Vergleichbare SLRs kosten meist das doppelte.
5. mit der kostenlosen Software von Sigma lässt sich die Sd1 Merrill über PC fernbedienen.
6. nicht zuletzt ist es eine Philosophie, wenn man sich vor jedem Bild überlegen muss was man will.

Ausstattung:

Auflösung ca. 15 Mp zu vergleichbaren Cameras
Zu den Standartprogrammer P, A, S und M gibt es noch 3 frei programmierbaren Programme
Eingebauter Blitz
Gutes Display zur nachträglichen Überprüfung
In meiner Ausführung war ein, etwas lichtschwaches( 3,5-), aber ordentliches Zoomobjektiv 18-200
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen was soll ich sagen perfekt?, 26. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sigma SD1 Merrill SLR-Digitalkamera (46 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, CF-Kartenslot) schwarz (Elektronik)
Sigma ist seit Jahren das hassprodukt der Kameraindustrie, kaum ein anderer hersteller bekommt ein so hartes markenbashing.
Es ist ein Nieschenprodukt, welches für spezielle Menschen ist und kein Massenprodukt, das sollte man sich immer vor Augen führen.
Alle erwarten immer schnellere Kameras uns High iso bis über 100000 Iso full Hd ist heute oder muss standart sein.
Zu meinen eigenen Kameras gehören die Nikon D3s und die Pentax K5 und seit neuem die Sd1.
Das was die kamera können muss, kann sie besser als die beiden Anderen und das im Lowisobereich: fotografieren!
Die Bilder haben einen Effekt, welchen der Foveon zum Bayerpattern sehr plastisch erscheinen lässt. Die Detailfülle ist um einiges besser ausgeprägt, es ist keine Kamera für Einsteiger, oder welche, die erwarten, dass man mit ihr große Serien schiessen kann.
Sie ist langsam, aber sehr präzise, für Schnappschüsse ungeeignet, Videos fehlanzeige. Für mich die perfekte Cam bis iso 800.
Ich brauche keine Videos, dafür verwende ich eine Kompakte, ausserdem sind mir die Datenmengen absolut zu groß.
Viele beschäftigen sich nicht mit der kamera, sondern sehen erst, laaaaangsam, dann muss sie schlecht sein, iso 3200 eingestellt, warum rauscht es denn so sehr, gleich zurück.
Ich habe mit der SD1 ein perfektes Arbeitsgerät gefunden, welches selbstverständlich verbesserungsfähig ist, aber für landscape und portrait für mich im Moment das feinste Gerät
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Infrarot, 13. September 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sigma SD1 Merrill SLR-Digitalkamera (46 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, CF-Kartenslot) schwarz (Elektronik)
P. Rimbrecht meint:
Ich habe noch keine Kamera mit so einer Bildqualität gehabt. Allerdings sind nur 100 ISO, gute Festbrennweite bzw. Makroobjektiv und Stativ mit sehr kurzen Belichtungszeiten wegen sich bewegender Blätter usw. angesagt. Die Makroaufnahmen mache ich mit Belichtungszeiten im Mikrosekundenbereich. Die Verarbeitung in JPEG kann man sich schenken, der Qualitätsverlust ist zu groß. Man kann nur aus den RAW Dateien direkt großformatig drucken, manche Bilderdienste machen das auch schon.
Was von Sigma verschwiegen wird, ist das Alleinstellungsmerkmal Infrarotbilder mit dieser Kamera. Man muss wegen der Ignoranz von Sigma das Staubschutzfilter= Infrarotsperrfilter entfernen und für jedes Objektiv ein Infrarotfilter kaufen. Besser wäre ein Interferenzfilter Infrarotdurchlass als Staubschutzfilter zum auswechseln. Ich habe schon Staubschutzfilter mit Kunstfolien gemacht, aber die optische Qualität war nicht gut genug. Der größte Vorteil sind die kurzen Belichtungszeiten, etwa wie im sichtbaren Bereich und das funktionieren des Autofocus wegen der geänderten Objektivbrennweite. Dadurch gelingen Infrarotbilder, die mit keiner anderen Kamera möglich sind. Allerdings habe ich festgestellt, dass alle Sigmaobjektive in IR nicht die Schärfe bringen wie im sichtbaren Bereich. Auch im sichtbaren Bereich sehr scharfe Objektive wie die Makrofestbrennweiten bringen in IR höchstens noch ein Zehntel der Auflösung vom sichtbaren Bereich. Alle andern Objektive sind praktisch in IR nicht brauchbar. Ich finde es sehr schade, dass Sigma das Alleinstellungsmerkmal IR so vernachlässigt.
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