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3.0 von 5 Sternen Griff in die Grabbelkiste, 10. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Mr.Tambourine Man.One Song Edition (Audio CD)
ACHTUNG: Diese Sammlung enthält NICHT die Originalversionen von Bob Dylan, den Byrds oder Melanie!

"Then take me disappearin' through the smoke rings of my mind
down the foggy ruins of time, far past the frozen leaves
The haunted, frightened trees, out to the windy beach
far from the twisted reach of crazy sorrow..."
Allein der Text von Dylans Großtat entfaltet eine derart magische Stimmung, die zwischen Schlaf und Traum oszilliert, dass die Worte in ihrer Wirkung wirklich auch für sich stehen könnten. Doch hat vor allem Roger McGuinns geniale Idee mit der 12-String Rickenbacker dafür gesorgt, dass die Byrds mit ihrer Version dem perfekten Pop-Song so nah gekommen sind wie wenig andere Bands. Die markante Gitarrenfigur und der Basseinsatz bringen uns dann auch direkt zu dieser Sammlung:
Sich zwanzigmal das gleiche Lied anzuhören, auch in verschiedenen Versionen, geht einfach nicht. Vor allem dann nicht, wenn sechs Versionen direkt aus dem Umfeld der Byrds stammen - auch wenn lustigerweise die Neuaufnahme der mit diesem Namen bezeichneten Band von einer obskuren Gruppe ist, die nichts mit den Originalen zu tun hat (das hört man ihrer blutleeren Version auch an). Den ehemaligen Byrds-Mitgliedern kann man aber wenigstens nicht vorwerfen, dass sie kopieren. Dem Rest hingegen schon: Ständig dringen einem immer wieder diese Gitarrenfigur und der Basseinsatz entgegen. Das zeigt deutlich, warum Gruppen wie die Four Seasons, Marmelade oder Künstler wie Johnny Rivers schnell wieder in die Bedeutungslosigkeit abrutschten: Sie beweisen keinerlei Substanz. Pop-Musik ist doch mehr als Beschallung mit dem ewig Gleichen. Was bringt Melanie nur dazu, sich hier in einer Neuaufnahme an die Byrds heranzuwerfen, noch dazu mit einer grottigen Duettpartnerin? Das süße Hippie-Mädel hatte doch schon 'mal eine zauberhafte Akustikfassung eingespielt. Was haben denn Marmelade an den Worten "I'm NOT sleepy" nicht verstanden? Die sind komplett sediert, das ist das Grauenvollste, was ich seit langem gehört habe. Als wolle sich Gene Clark von seiner Ex-Band distanzieren, beginnt er seine Neufassung ganz anders, schwenkt dann kurioserweise aber doch auf das Altbekannte ein - warum nur?
Duane Eddy und Leslie West & Mountain wählen andere und außergewöhnliche Ansätze, die mich aber nicht recht überzeugen wollen. Es fällt zunächst schwer, an der Version der Persuasions das Traumhafte zu erkennen, zu sehr erdet der Bass die Melodie, doch komischerweise funktioniert das nach einer Weile. Gar fabelhaft beginnt Patti Lupone ihren Gospel, nur von einem Klavier begleitet. Aber ab dem Zeitpunkt, als die Band einsetzt, wird das ganze zu einer Art Messe mit inbrünstigem Anflehen des Tambourine Man - sollte mit diesem etwa gar Gott gemeint sein? Wohl eher daneben. Die Funk-Version zum Abschluss versöhnt auch ein bisschen, nur nach Bauchgefühl.
Also, ein großartiges Lied mit einer überragenden Proto-Coverversion - da sollte man sich nicht beschweren. Immerhin können hier Dylan mit seinem Demo und McGuinn solo nichts falschmachen. Ansonsten klarer Sieger nach Punkten: Arlo Guthrie, dessen Version den nötigen Geist atmet.
P.S.: Raten Sie 'mal, an welcher Vorlage sich das abschließende Playback orientiert...
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