Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Sport & Outdoor calendarGirl Prime Photos Sony Learn More madamet designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen62
3,8 von 5 Sternen
Plattform: PC|Ändern
Preis:14,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 18. Juni 2012
Spiele leidenschaftlich gerne Rollenspiele und bin auch ein großer Fan der Romanvorlage und der Serie bei HBO. Für alle vorweg, wer ein klassisches Rollenspiel sucht, finger weg! Charaktersystem einfach, offene Spielwelt fehlanzeige. Das Spiel ist für alle gut, die einen Film nachspielen möchten. So empfinde ich das Spiel, nach jedem Kapitel will ich wissen wie es weitergeht. Für mich als Fan der Vorlage muss ich sagen, dass es sich hierbei um eine großartige Umsetzung handelt. Man trifft viele Bekannte Gesichter aus Film und Roman, die allesamt sehr gut in Ihrer Charakterdarstellung gezeichnet worden sind. Die Grafik ist nicht wirklich gut, aber wie ich finde, trotzdem stimmungsvoll. Die Story jedoch ist überragend. Die Dialoge sind gut vertont und interessant, allerdings muss man schon sagen, dass Sie etwas langatmig sind, was mir persönlich gut gefällt, den einen oder anderen jedoch langweilen könnte. Vorkenntnisse der Spielwelt(gemeint ist Westeros, die Familiendynastien, etc.) sind auf jeden Fall empfehlenswert. Für Fans eine wirklich gute Umsetzung.

Merkmale des Spiels:

+ Fantastische Story
+ Dichte Atmosphäre
+ Figuren aus Romanvorlage gut dargestellt und charakterisiert
+ Mann will nach jedem Kapitel wissen wie es weitergeht
+ Eher Film zum nachspielen, kein Rollenspiel
+ Einfacher Talentbaum
+ Mittelmäßige Grafik von gestern
+ Sehr gute Dialoge, die aber etwas langatmig sind

Ich bin gerade bei Kapitel 10 und muss sagen, dass ich mich keine Sekunde gelangweilt habe, dieses Spiel ist aber definitv nichts für Leute die ein klassisches Rollenspiel suchen, oder Wert auf neueste Grafikeffekte oder offene Spielwelt legen. Für alle, die gut geschriebene Dialoge und eine interessante, wechslungsreiche, von Intrigen dominierte Story mögen, genau das richtige, dann gebt dem Spiel trotz schlechter Kritiken/Testwertungen eine Chance!
22 Kommentare|91 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Juli 2012
Ich gehe am besten chronologisch vor.

Gehört habe ich von dem Spiel vor einer ganzen Weile. Angekündigt wurde eine packendes RPG in der Welt von Game of Thrones. Weitere Informationen kamen nur spärlich. Die Community war hin und her gerissen zwischen Euphorie und Resignation. Zwischen dem Wunsch eine gute Umsetzung ihrer Serie zu erhalten und dem Wissen, dass die meisten Filmumsetzungen verhunzt werden. Das Zünglein an der Waage war der Entwickler. Cyanide Games genießt einen eher fragwürdigen Ruf, was ihre Spiele angeht und so wurde mit einem spielerischen Flop gerechnet, der nur auf Profit ausgerichtet sei. Gleichsam urteilten die Fachzeitschriften. In ersten Previews wurde objektiv versucht, der Sache auf den Grund zu gehen. Eine maue Grafik und eine sonst auch unausgereifte Technik und George R.R. Martins nicht federführende sondern nur absegnende Rolle ließen die Erwartungen schrumpfen.

Das Spiel kommt auf den Markt. Trotz Bedenken greife ich zu. Flau im Magen starte ich nach der Installation das Spiel. Es empfängt mich ein mehr als würdiger Startbildschirm, unterlegt mit dem Hauptthema ist der Blick frei für das übersichtliche Menü vor stimmungsvollem Artwork. Zwei Figuren begleitet von einem Hund durchwandern eine von Schnee umspielte Gebirgslandschaft. Start. Es empfängt einen die Stimme von Lord Varys, sie leitet ein in die Thematik und macht Freude auf mehr - die Spiele können beginnen!
Die Spiele? Ja, abwechselnd übernimmt man die Rolle Mors', einem Bruder der Nachtwache - dessen Begleiter: ein Hund - und Alesters, einem roten Priester R'hollors und Erbe eines Adelsgeschlechts. Dass das Genre damit nicht auf den Kopf gestellt wird, ist mir klar, jedoch ist und bleibt die Art und Weise der Umsetzung innovativ. Denn in gleicher Manier miteinander verwobene, ineinander verflochtene Geschichten, gibt es... nur in Romanen oder Filmen. Von Anfang an bis zum Ende kann sich dieses Spiel messen mit seinen zwei Vorbildern. Dem Buch und der Serie. Der Spagat zwischen Spiel und Erzählung ist es, der in meinen Augen mit Bravour gelingt. Motiviert fieberte ich dem Fortlauf der Handlung entgegen und konnte mich kaum mehr lösen von diesem schnell Fahrt aufnehmenden Epos. Ebenso wie das Buch geht das RPG ein Spiel mit dem Rezipienten ein. Es täuscht vor, zerschlägt Erwartungen, nur um im nächsten Moment neue zu erschaffen. Es enttäuscht auf motivierende Art und Weise, indem es den Spieler in einen fiebrigen Zustand versetzt: Man brütet über sie und wird doch nie weiter als einzelne Schritte der Handlung absehen können. Welchen Anteil genau die an jeder Stelle geforderten Entscheidungen des Spielers einnehmen, kann ich nur vermuten und möchte sie daher nur erwähnt haben, nicht aber in die Rezension einfließen lassen.

Was dabei auf der Strecke bleibt und nicht unerwähnt bleiben darf, ist die Technik. Dass es Cyanide gekonnt hätte, mehr herauszuholen, davon gehe ich aus. Darauf deutet nicht zuletzt ihr nächstes Werk "Of Orcs and Men" hin. Der Releasedruck aus den USA hat weiteres Feintuning verhindert, immerhin hatte das Spiel gleichzeitig mit der 2. Staffel zu erscheinen, so meine These. Und doch bleibe ich vollkommen überzeugt von diesem Spiel. Ich gehe soweit, es einen Meilenstein der Spielgeschichte zu nennen. Und das aus zwei Gründen. Als erstes gilt: Es ist das erste Spiel, das seine Lizenzpflicht in einem Maße erfüllt, die eine Trilogie eröffnen lässt, bestehend aus Buch, Serie und Spiel. Avatar, der visuelle Liebling der Medien und der Massen, scheiterte an diesem selbst erklärten(!) Ziel und auch Riddick, dessen Spielableger wohl den Film übertrifft, vermag es aus genau diesem Grund nicht. Zweitens ist es die erzählte Geschichte. Kurz: andere Größen des Genres verblassen vor diesem Feuerwerk. Ein "The Witcher" (I oder II), "Dragon Age I", "Mass Effect" (I-III) oder "Gothic" (I-III) machen zwar vieles gut und in summa wohl auch das Meiste besser, setzen wohl, so mein Fazit, den Fokus eben leicht anders. Bei diesem Titel handelt es sich um die ultimative Erzählung. Game of Thrones lässt sich durch die Konkurrenz jedoch zu einem Fehler zwingen: es fügt, wie es heutzutage Standard ist, Sammel- oder "laufe von A nach B"-Quests ein. Völlig unnötig verliert es dadurch an seinem richtungsweisenden Potenzial.
Dass Spiele sich immer mehr dem Film oder der Literatur angleichen, ist offensichtlich. Neben den bereits genannten Witcher- oder Mass Effect-Teilen, sind Uncharted oder das kommende Far Cry III Zeichen dafür. Zu differenzieren wäre hier weiter zwischen "cineastisch", "erzählend" oder weiteren normativen Richtwerten. Eine differenzierte Ausführung führte uns jedoch weitab des eigentlichen Themas.

Ich muss gestehen meine ersten Eindrücke ließen mich das Schlimmste erwarten. Dass das Spiel jedoch eine Ecke mehr als 10 Spielstunden hat - hört man sich die Konversationen an und macht andere für RPGs typische Dinge - und eine schönere Grafik als die Ausgelieferte haben kann, trug zu meiner Liebe gegenüber diesem Titel bei. Wenn ich gerade von der (deutschen) Vertonung anfange, so ist wiederum Kritik zu üben. Nicht wie in meinen Augen die Serie kann hier das Spiel auf ganzer Linie überzeugen. Sind die Hauptcharaktere zwar überragend vertont, so werden einige Nebenrolle von sich ausweisenden Laien übernommen und dass der grandiose und ebenso prägnante Synchronsprecher von Rob Stark gleich mehreren Randcharakteren Leben einhaucht, sticht in die gleiche Wunde.

Zur allgemein herrschenden Kritik und dem Stillschweigen der Fachzeitschriften über Game of Thrones (RPG) ist nur so viel zu sagen - und damit ebenso zur vermeintlichen Objektivität derselben: Die "Unreal 3 Engine" im Zusammenhang mit Game of Thrones "angestaubt" zu nennen und im Falle von "TERA" "wunderschön" trifft den Nagel eben nicht auf den Kopf und verweist auf die eigene Unreflektiertheit. TERA setzt sie zwar um Längen besser um, technisch bleibt es dennoch der gleiche Quellcode. Aber das ist ein alter zudem anderer Hut, den ich nicht erst zu zimmern und den Zeitschriftgiganten aufzusetzen habe. Auch hier ließe sich leicht weiter in die Tiefe gehen.

Vollkommen verkannt und in der Versenkung verschwindend wird dieses Spiel wohl nie sein Potenzial anderen als einem kleinen Kreis von Spielern beweisen können. Ich für meinen Teil möchte all jenen zum Kauf raten, denen beim Namen "A Song of Ice and Fire" ein heißkalter Schauer über den Rücken fährt oder generell einer überragenden Geschichte folgen wollen.
Diejenigen, die andere Qualitäten in einem Spiel erwarten, ist ich abzuraten. Erwartungen die enttäuscht werden dürften: Kampfsystem mit Feinschliff, Bombastgrafik, offene Spielwelt, (sehr) umfassende Individualisierung des Charakters oder opulente Zwischensequenzen.

Ich warte auf den zweiten Teil, wie ich auch der Fortsetzung der Serie entgegenfiebere!

Ps.: Das Spiel lässt sich per Ini-Tweak grafisch stark aufpolieren. Der Link: [...]
33 Kommentare|45 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Juni 2012
Eines vorweg: gebt nicht allzu viel auf die internationalen Wertungen von all den Magazinen und sonstigen "seriösen" Testern.
Ich kann mir diese Wertungen nur mit der ursprünglichen 1.0 Version erklären. Bei mir wurde direkt nach der Installation ein über 200MB großer Patch geladen und bisher hab ich noch keine Fehler feststellen können.

Schon zu Beginn werden Kenner der Bücher oder der Serie recht atmosphärisch eingestimmt, für alle Rollenspieler beginnt der Spaß mit der ausgefeilten Charaktererschaffung so richtig. Das System ist komplexer als z.B. bei Dragon Age, an die AD&D Ableger kommt es natürlich nicht ran.
Was sich dann allerdings Storytechnisch vor dem Spieler aufbaut, sucht wirklich seinesgleichen! Es dauert zwar einige Zeit, bis die 2 Geschichten Fahrt aufnehmen, aber dann gibt es kein zurück mehr.
Moment? 2 Geschichten? Ja, richtig gelesen! Das Spiel ist in Kapitel unterteilt und führt den Spieler abwechselnd durch 2 von Grund auf unterschiedliche Handlungsstränge. Bei solch einer atmosphärischen und dichten Story sehe ich gerne über die angestaubte Grafik hinweg. Vielschichtige Entscheidungsmöglichkeiten, das interessante Kampfsystem und die individuellen Möglichkeiten der Charakterentwicklung tragen zu einem wirklich überragenden Rollenspiel bei!

Gebt diesem Spiel die Chance, die es verdient hat, ihr werdet es nicht bereuen.
11 Kommentar|46 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. November 2012
Editieren
Ich kann mich nicht daran erinnern wann ich das letzte mal ein Spiel gesehen habe das so Perfekt war!
Die Story war einfach großartig und der wirkliche Höhepunkt ist bis zum Schluss nicht zu erwarten!
Anfangs dachte ich es wäre nur ein halbherziges Spiel, aufgrund des Erfolgs der Buchreihe gemacht, wie man es eben so oft kennt, habe ich mit einer kleinen Enttäuschung gerechnet, ich war davon ausgegangen, dass es ein schlichtes hack'n slay Spiel ist wie es eben Hunderte gibt, doch weit gefehlt, dieses Spiel fällt recht aus der Reihe, denn es tut ihm nicht mal weh das es kein Open World Game ist und auch nicht das man die Fähigkeiten einfach durch klickt, die Story ist einfach nur...wow
Wenn die Bücher nur halb so gut geschrieben sind wie dieses RPG dann verstehe ich, weshalb es so gut verkauft wurde.
Wer viel wert darauf legt, eine gute Story mit Tiefgang und Stoff zum "nachdenken" ist hier gut bedient, mit knapp 26Std Spielzeit habe ich nicht eine Minute etwas vermisst und selbst das Ende, das zwar ein wenig bitter ist, passt einfach nur genial in die Story und ich denke durch die beiden Charakter (Mors und Alester) die so extrem unterschiedlich sind und doch etwas Gleiches haben findet sich wohl auch jeder gut aufgehoben und erkennt vllt. ein kleines Stück von sich selbst darin (richtig "Ergreifend" wird es allerdings erst, wenn man die Ansichten beider Protagonisten beleuchtet)

Kaufempfehlung?
ABER HALLO!
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Juli 2012
Ich bin ein großer Fan der Fernsehserie und der Buchreihe, doch dieses Spiel kommt nicht annähernd an diese Qualität.
Ich fass das Ganze mal mit einer Pro & Contra Liste zusammen. (Natürlich meine subjektive Meinung)

+ 2 Hauptcharaktere/Hauptquests
+ Gute Quests
+ Original Sprecher aus der Serie
+ Sprecher teilweise sehr gut
+ stimmige Musik

+- Verschiedene Antwortmöglichkeiten, die leider kaum das Spiel beeinflussen.
+- Individualisierung der Charaktere mit Talenbäumen, Attributen usw. (viele Möglichkeiten), die aber nicht wirklich überzeugen (Alle Hauptcharaktere und Nebencharaktere spielen sich irgendwie alle gleich)

- Extrem schlechte Grafik
- teilweise extrem schlechte Sprecher (manchmal musste ich sogar lachen)
- Schlechte Mimik und schlechte Lippensynchronisation
- 4 Enden, die man kurz vor Ende einfach auswählen kann (Also egal was man am Anfang antwortet, das Ende wird überhaupt gar nicht beeinflusst...)
- Sehr kleine und sehr wenige Schauplätze
- NPCs sehen alle gleich aus.
- Nur Menschen als Gegner (Warum trifft man in einem Wald nicht mal auf einen Bären oder so?), die gefühlt alle gleich kämpfen.
- Es droppen zuviele Items, die man alle verkauft, um dann gute Items vom Händler zu kaufen.
- Sehr schlechte Menüführung
- Kampfsystem ist schlecht. (Warum nicht einfach ein ganz einfaches Kampfsystem?)
- Zuviel Magie, die teilweise im Widerspruch zum Buch und Serie stehen.
- Unglaubwürdige Handlung
- Viele Bugs, viele Übersetzungsfehler, teilweise fehlen noch Namen für Gegenstände, teilweise nicht ins deutsche Übersetzt. Das spiel wirkt sehr unfertig.

Trotz der vielen negativ Punkte hat das Spiel Spaß gemacht, aber es ist keine 40€ wert. Ich empfehle noch etwas zu warten bis der Preis sinkt und alle Fehler gepatcht wurden sind.
0Kommentar|33 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Wörtlicher konnte man das namensgebende Fantasy-Epos von George R.R. Martin wohl kaum in eine Rollenspielgeschichte verpacken. Zwei mitunter gegensätzliche Charaktere stehen im Mittelpunkt dieser: Der eiskalte Krieger Mors, der seit 15 Jahren ununterbrochen im Dienste der Nachtwache steht und das Reich vor den Gefahren des Nordens bewahrt, und Alester, ein glühender Anhänger des Lichtgottes R'hlorr, der sich vor 15 Jahren Westeros den Rücken kehrte und zum Priester des Feuers berufen fühlte. Beide geraten jedoch in den Sog der Verschwörungen rund um den Eisernen Thron, die in den Büchern und somit natürlich in der erfolgreichen TV-Serie "Game of Thrones" behandelt werden. Während Mors von John Arryn beauftragt wird, sich um die Sicherheit einer jungen Frau zu kümmern, die womöglich die Zukunft des Reiches enorm beeinflussen könnte, kämpft Alester nach dem Tod seines Vaters um die Nachfolge in seiner Heimatstadt Flussrath, die vom Bastardsohn des alten Lords beansprucht wird, der wiederum in der Gunst von Königin Cersei weit oben steht.

Wie aus den Büchern gewohnt, wird die Geschichte in Kapiteln erzählt und rückt stets eine der beiden Hauptfiguren in den Mittelpunkt der Geschehnisse. Zeitlich setzen die Abschnitte etwas unterschiedlich ein, denn während Mors ungefähr zur Zeit von John Arryns Tod einsteigt, so gerät Alester bereits einige Monate vorher in den Sumpf aus Intrigen. Die finalen Geschehnisse sind in etwa am Ende vom zweiten Band bzw. der ersten Staffel der Serie anzusiedeln. Überhaupt gab man sich eine Menge Mühe, keinerlei Brüche mit der ursprünglichen Geschichte zu fabrizieren, was dank der Mitarbeit von Martin im storyrelevanten Bereich auch recht gut gelungen ist, der im Übrigen auch selbst einen Gastauftritt in Form des Maesters von Castlewood (oder in der miserablen deutschen Übersetzung "Burgholz" gennant...) erhielt und einige selbstironische Kommentare zu bieten hat. Auch bekannte Personen aus der Romanvorlage haben es ins Spiel geschafft, so trifft man z.B. auf den "alten Bären" Jeor Mormont (TV-Serien-getreu von Norbert Gastell gesprochen), Königin Cersei und den Meister der Ohrenbläser Varys, die jeweils von ihrer deutschen Synchronstimme vertont wurden. Leider blieben andere interessante Charaktere außen vor, wer auf eine Begegnung mit Tyrion, Eddard oder Jon hofft, hofft vergeblich - was allerdings auch konsequent ist, denn zur Handlungszeit haben alle gerade Wichtigeres zu tun ;).

Spielerisch bietet "Das Lied von Eis und Feuer" Genre-Standardkost, wenngleich einige innovative Ideen nicht verschwiegen werden sollten. Da wäre zum einen die Auswahl von Stärken und Schwächen, die sich die Waage halten müssen, bei der Charaktererstellung. Verschiedene Optionen ermöglichen teils ordentliche Boni, müssen aber durch gleichwertige Nachteile wieder ausgeglichen werden. Wer z.B. einen Talentpunkt mehr pro Stufe verteilen will, muss dafür z.B. eine (vertretbare) Schwäche in Bezug auf Gifte oder Tollpatschigkeit im Umgang mit Phiolen/Tränken hinnehmen. Ein Punktsystem zeigt dabei die Wertigkeit dieser Stärken und Schwächen an, die Differenz muss am Ende Null ergeben. Auf der anderen Seite kann man die Charaktereigenschaften auch über Entscheidungen im Spiel beeinflussen. Entscheidet man sich z.B. dafür (relativ zu Beginn des Spieles) einem Wildling unter Folter diverse Informationen zu entreissen, erhält Mors eine erhöhte kritische Trefferchance und eine Steigerung des kritischen Schadens. Zudem verfügt Mors über einen Bluthund als Begleiter, in dessen Rolle man ebenfalls schlüpfen kann und der z.B. diverse Duftspuren aufnehmen und verfolgen, aber auch still und leise isolierte Gegner ausschalten kann. Auch das habe ich in einem Rollenspiel dieser Machart so noch nicht erleben dürfen.
Das Kampfsystem ist hingegen nicht revolutionär, aber intuitiv zu bedienen und am ehesten wohl mit dem aus "Neverwinter Nights" oder "Dragon Age" zu vergleichen, wenngleich deren Komplexität natürlich um Längen nicht erreicht wird.

Technisch hingegen wirkt die ganze Sache etwas mau: Trotz immerhin Unreal3-Engine bewegt sich das Spiel grafisch ungefähr auf dem Level des ersten Spieles der "The Witcher"-Saga. Unter heutigen Maßstäben sicher nicht mehr zeitgemäß, aber dafür funktional und neben der an sich guten Storytiefe fällt dieses Manko gar nicht mal so schwerwiegend aus. Eine Sache störte aber ziemlich: Warum tragen gefühlte 80 Prozent der Bevölkerung eine Kapuze auf der Rübe? Wollte man sich da Arbeit bei der Frisurenerstellung sparen? Oder ist es in allen Städten Westeros auch in den heimischen vier Wänden so kalt, dass man nicht "oben ohne" durch die Gegend marschieren kann? Tontechnisch hingegen wurde weitestgehend sauber gearbeitet, bei der musikalischen Untermalung bediente man sich des fantastischen Soundtracks von Ramin Djawadi aus der TV-Serie. Die Qualität der Sprecher der Hauptfiguren geht in Ordnung, Schwächen gibt es hingegen bei der Vertonung einiger Nebenfiguren.

Insgesamt hat mich "Game of Thrones" aber über immerhin gute 35 Stunden gut unterhalten, was ich so nicht erwartet habe, da auch ich natürlich die teils ernüchternden Berichte in der Fachpresse gelesen habe. Wo die Kritik an der weit unter ihren Möglichkeiten bleibenden technischen Umsetzung nur zu bestätigen ist, offenbart sich unter dieser Fassade jedoch ein enorm unterhaltsames PC-Rollenspiel mit überraschendem Storytiefgang, das aber sicher am ehesten Fans der Literaturreihe und der Serie zufriedenstellen wird. Sei es drum - für knapp 20 Euro (Stand 12.08.13) bietet Cyanides Werk zu George R.R. Martins teils recht komplexen Fantasyuniversum eine Menge Unterhaltungsstoff und erhält damit von mir gute 4 Sterne.
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Oktober 2012
Für mich eines der besten Rollenspiele der letzten 20 Jahre. Atmosphäre, Story und Dialoge sind absolute Spitzenklasse. Abzug für Spiel(Kampf-)mechanik und deutscher Vertonung. Die englische Vertonung ist hingegen insgesamt sehr gut gelungen, die Sprecher von Mors und Alester haben eine sehr gute Arbeit abgeliefert.

Leider kann ich die Bewertung der meisten Spielezeitschriften kaum mehr nachvollziehen. Vermutlich sind die schlechten Bewertungen einem gewissen Desinteresse an dem Titel und mangelnder Kompetenz in Sachen RPG der Tester geschuldet. Es ist eine Schande, dass dieses Meisterwerk an Erzählkunst nicht die Anerkennung bekommt die es verdient.

Vermutlich wird auch dadurch der kommerzielle Erfolg ausbleiben und es werden sich in Zukunft immer weniger Spieleschmieden dafür entscheiden, den Kunden anspruchsvoll zu unterhalten.

Ich befürchte, dieses Spiel könnte das letzte Aufbäumen eines schon fast toten Genres bedeutet haben...die Zukunft sieht wohl belanglos und langweilig aus. Leider...
11 Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Juni 2012
Das Spiel ist unglaublich, nicht etwa wegen seiner Grafik oder einer neuen tollen Spielmechanik. Es ist die Geschichte die hier zählt und das ist auch genau das, was man erwartet wenn man Game of Thrones oder die Bücher kennt. Kennt man diese fühlt man sich in diesem Spiel sofort wohl. Man bewundert die Crows, verachtet die Lannistars noch mehr und ist immer wieder überrascht mit welchen neuen Intrigen die Familien auftrumpfen, wenn es darum geht den Iron Throne für sich zu beanspruchen. Die zwei Hauptcharaktere des Spiels selbst sind auch sehr interessant. Mors Westford gehört seit 15 Jahren zur Nights Watch, ist ein alter Kriegsveteran der Rebellion von Robert Baratheon und nahm das Schwarz um seine Familie zu beschützen, er selbst ist ein Mann der Ehre(so viel zu der Rezension des Herren, der behauptet: Menschenverachtender Müll). Alester ist ein alter Freund von Mors und ebenfalls ein Kriegsveteran. Er ging ins Exil und gehört zu den Priester von R'hollor,(Lord of light, wer die zweite Staffel bereits gesehen oder die Bücher gelesen hat, weiß wer diese Leute sind ;)) als er in seine Heimat zurück kommt nach 15 Jahren, muss er feststellen, dass seine Ländereien verwahlosen, sein Vater tot ist und er nun sein Land, dass rechtmäßig ihm gehört, beanspruchen muss. Die Geschichte selbst ist sehr schön erzählt und weist den einen oder anderen Wendepunkt auf. Desweiteren wird ein Umstand gezeigt, der in den Serien kaum Erwähnung findet: es gibt wirklich einige Leute, die die alten Könige, die Tagaryens, wieder auf dem Thron sehen wollen.

Fazit: wer begeister ist von Serie oder Buch der sollte aufjedenfall zugreifen.
11 Kommentar|14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Februar 2014
Hallo an alle,

ich will v. a. die teils zögernden Bücher-Freunde/Serienfreunde ansprechen:
Mein Hintergrund: Bücher gelesen, kurz nachdem sie erschienen (in etwa Jahr 2000), Serie gesehen und für gut befunden, spielte früher exzessiv Computer -> viel Rollenspiele / Strategie. Ich war exzessiv dabei über 2 Jahrzehnte, auch als bekannter Spieler im Netz (Gott sei Dank vorbei, knapp bevor die Gesundheit durch das Spielen endgültig kaputt war).

Warum dennoch ein Spiel? Achja, mein Georgie :-) Ist halt mein Lieblings-Autor.

- Steuerung mit Microsoft xbox controller für PC funktioniert, braucht aber ein-zwei Std. Übung.
- Steuerung allg. mit Tastatur und Controller nicht unbedingt einfach, durch die Verlangsamungsmöglichkeit ist aber das umschifft. Hätte deutlich besser gelöst sein können.
- Steuerung des Laufens ist schwer, vlt. bin ich auch aus der Übung. Die Kamera ist oft nicht da, wo Sie sein soll und eine Verlangsamung der Kamera ist zwar in den Optionen möglich, aber in der Praxis: FAST KEINE Auswirkungen! Mir fehlt eine Casual-Option, daß sich die Kamera mit der Tastatur einfach drehen läßt. Wie bei Gothic früher, das sicher viele noch kennen werden.
- Neue Ideen wie mit dem Begleiterhund einer Geruchsspur zu folgen finde ich sehr sinnvoll, ist aber manchmal auch anstrengend wegen dem Kamera-Problemchen.
- Die Städte sind ziemlich blutleer. Ja, da stehen Leute, ja, die reden auch mal miteinander. Ansprechen? Nein, nicht möglich. Von A nach B ist angesagt, der Rest ist Kulisse. Ungeduldige wie ich nutzen da gern die Karte -> "Wo gehts nochmal lang?"
- Mir fehlte ein wenig eine offene Welt.

Warum aber dennoch 5 Punkte?

Weil es tatsächlich eine Geschichte erzählt. Das kenne ich in der heutigen Zeit nicht mehr. Textrollenspiele von 1987 - 1992 im Beispiel mussten das noch tun, heute wird alles erschlagen durch Grafik, Grafik, Grafik.
Hier ist eindeutig eine Geschichte am Laufen, ja, es hat Mankos, aber ja, es erzählt was.
Und für den Preis von ein paar Euro hat es mir tatsächlich Freude gemacht. Es sind teilweise ja die Stimmen der Serie vertont.
Ein Fan kann nichts falsch machen. Ein RPG-Fan auch nicht.
Wer nur reinschnuppern will, der läßt es aber sein und kauft sich lieber den ersten Band vom Lied von Eis und Feuer.

VG, Michael
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Juli 2012
Game of Thrones ist ein Rollenspiel mit sehr stark ausgeprägten Stärken und Schwächen.

Die Geschichte ist spannend und toll erzählt, das ist der Haupttrumpf von Game of Thrones. Die Athmossphäre ist gut und man will immer wissen wie es weitergeht. Auch die Idee dass es eigentlich 2 Geschichten mit 2 Charakteren sind, die erst später zusammenlaufend finde ich sehr spannend.

Leider ist das Spiel grafisch sehr schwach, es sieht einfach zum Teil häßlich aus! Was diesen Punkt noch ein wenig rettet ist das an sich recht stimmige Gesamtdesign, in der Schule hätte es dafür wohl eine Gnaden-4 gegeben.

Zweiter Hauptminuspunkt sind die zum Teil extrem engen Levels, die außerhalb der Story praktisch keine Interaktionen bieten. Manchmal wirkt es fast wie ein Adventure ohne Rätsel, dafür mit gelegentlichen Kämpfen. Die Story wird so zwar gut geführt, aber etwas mehr hätte es schon sein dürfen, es ist das genaue Gegenteil von Open World.

Die restlichen Aspekte liegen alle in einem durchschnittlichen Bereich und in meinen Augen damit deutlicher als sie in vielen Tests des Spiels gemacht wurden. Die Bedienung beispielsweise ist nach ca. 30 min Eingewöhnung okay, schlechter als beispielsweise in "The Witcher 2" ist sie nicht. Das Charaktersystem ist zwar eher flach, aber auch hier gibt es deutlich Schlechteres.

Komplett okay geht für mich der Sound. Die Hauptdarsteller sind allesamt gut vertont und die Athmossphäre in den Dialogen ist meist sehr stimmig. Das sich die Stimmen bei einigen Nebendarstellern widerholen und in wenigen Fällen auch mal nicht 100%tig professionell klingen ist bei einem Spiel mit eher kleinem Budget einfach nicht anders zu machen. Das Spiel läuft bei mir auch komplett fehlerfrei, keine Bugs bislang!

Zusammengefasst käme ich also zu folgendem Urteil:

Story: 1
Grafik: 4
Sound: 2-3
Bedienung: 3
Charaktersystem: 3
Interaktion mit der Spielwelt: 5

Fazit:

Wer eine gute Story sucht sollte zugreifen, dann kann man mit den Einschränkungen leben, wen jemand eine offene Welt sucht und auf Entdeckungstour gehen möchte, Finger weg!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.
Alle 6 beantworteten Fragen anzeigen

Haben sich auch diese Artikel angesehen

23,95 €

Gesponserte Links

  (Was ist das?)