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46 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unendlich traurig
Wenn man die Handlung von Shame kurz zusammenfasst, geht es um einen sexsüchtigen Mann (Brandon) , der richtige Nähe zu Menschen nicht zulassen kann. Eines Tages betritt er seine Wohnung und findet unter seiner Dusche seine Schwester (Sissy) vor, die ganz im Gegenteil zu ihm ständig Nähe und Zärtlichkeit sucht. Ihre Anwesenheit sorgt...
Vor 1 Monat von Nikita veröffentlicht

versus
13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen zu kalt
"Shame" hat überschwängliche Kritiken und viel Lob bekommen, und hat ein interessantes Thema aufgegriffen.
Leider ist die Umsetzung für mich nicht gut gelungen. Dass durch eine gewisse Sterilität der Bilder und Umgebungen die Kälte und Trostlosigkeit in Brandons Leben gezeigt werden soll ist klar. Aber dieses "Stilmittel" wurde für...
Vor 23 Monaten von sligachan veröffentlicht


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46 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unendlich traurig, 20. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Shame (DVD)
Wenn man die Handlung von Shame kurz zusammenfasst, geht es um einen sexsüchtigen Mann (Brandon) , der richtige Nähe zu Menschen nicht zulassen kann. Eines Tages betritt er seine Wohnung und findet unter seiner Dusche seine Schwester (Sissy) vor, die ganz im Gegenteil zu ihm ständig Nähe und Zärtlichkeit sucht. Ihre Anwesenheit sorgt schließlich auch dafür, dass Brendans Sexsucht ausartet und immer selbstzerstörerischer wird.

Ich habe mir Shame ohne große Erwartungen und nur deshalb angesehen, weil ich Michael Fassbender mag und ich fand, dass Steve McQueen mit 'Hunger' ein fantastisches Regiedebüt abgeliefert hat. Zu Beginn hatte ich ein wenig die Befürchtung, dass die Sexszenen im Film allzu drastisch und extrem dargestellt werden würden, worunter die Handlung unter Umständen leiden würde (dies war bei Nymphomaniac der Fall), aber ich habe schnell bemerkt, dass dieser Film anders ist.

Shame ist voller Einsamkeit und Traurigkeit. Die Geschichte und Handlung bringen diese jedoch nur teilweise zur Geltung. Die Hauptarbeit liegt hier bei den beiden Hauptdarstellern Michael Fassbender und Carey Mulligan. Es gibt immer wieder lange close-up Aufnahmen von den Gesichtern der Charaktere und hier genau spielt sich das Drama ab. Carey Mulligan ist sehr gut in der Rolle der pummeligen Schwester, die bei allem was sie tut die Aufmerksamkeit ihres Bruders Brandon auf sich zu lenken versucht, während Brandon sie immer wieder verzweifelt von sich stößt. Während Carey Mulligan gut spielt, bricht einem Michael Fassbenders Darbietung das Herz. Es ist unglaublich was er mit seinem Gesicht auszudrücken vermag. Alleine für die Szene in der Brandons Schwester in einer Bar 'New York, New York' singt und die Kamera immer wieder für lange Zeit Brandons Gesicht zeigt, das voll von Emotionen ist, hätte Michael Fassbender einen Oscar verdient.

Shame ist ein abgrundtief trauriger Film, der die Hoffnungslosigkeit der Einsamkeit zeigt und der durch die Worte und Handlungen der beiden Hauptdarsteller viele Fragen aufwirft. Es ist definitiv ein Film, der uns einlädt nachzudenken und eigene Schlüsse zu ziehen - was meiner Meinung nach einen guten Film ausmacht. Für mich selbst kann ich nicht zu 100% beantworten, ob es in Shame nur um Einsamkeit und Sucht geht, oder vielleicht viel mehr um die Verarbeitung von frühkindlichem Missbrauch - auf welche Art und Weise er auch immer stattgefunden haben mag.

Es ist auf alle Fälle ein sehenswerter Film, den ich jedem ans Herz legen möchte, der anspruchsvolle Themen mag und gerne Filme sieht, die mehr von einem fordern als gewöhnliche 08/15-Mainstream Produktionen.

Kleine Anmerkung: Die Empörung und die kindischen Reaktionen vieler Zuseher und Journalisten, darüber, dass Michael Fassbender ganz kurz nackt zu sehen ist, finde ich sehr enttäuschend. Frauen werden in Film und Fernsehen ständig nackt präsentiert, weshalb ich die Reaktionen auf Shame als heuchlerisch und spießig empfinde.
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79 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Begeisterung pur!!!, 21. März 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Shame (DVD)
Ich teile die Begeisterung des Erst-Rezensenten Floh v. B. ganz und gar. Der Inhalt des Filmes wurde bereits von ihm gut und ausreichend dargestellt. Ich war selten so begeistert von einem Film. Erst einmal möchte ich die besondere Ästhetik des Films hervorheben. So viele Jogger, die mir bereits beim Laufen begegnet sind. Aber nie sah es so schön aus, wie hier, wenn Michael Fassbender durch NY läuft. Es gibt wunderschöne Architekturaufnahmen, manchmal gekoppelt mit außergewöhnlichen, ja abstrus anmutenden Sexszenen, z.B. vor einem Fenster und von draußen gefilmt. Irgendwie anders, als das, was üblicherweise gezeigt wird. Ganz nebenbei ist der Film auch eine kleine Hommage an New York.
Schön anzusehen ist auch die Selbstverständlichkeit, wie Fassbender nackt durch seine Wohnung läuft. Er wirkt so natürlich, völlig ohne Pose. Für mich ist Fassbender der zur Zeit beste Schauspieler. Noch nie habe ich gesehen, dass jemand so überzeugend innere Leere darstellt. Die Leere verbindet sich mit Verzweiflung, als die Schwester des Protagonisten unerwartet in sein Leben einbricht. Ihr Auftauchen hindert ihn daran, sein sinnentleertes Leben einfach weiter zu leben wie zuvor. Er versucht es, aber er scheitert. Selbst wenn Fassbender mit Shirt bekleidet und auf der Bettkante sitzend von hinten gefilmt wird, spürt der Zuschauer die Anspannung in seinem Körper. In einer endlos erscheinenden Sexszene sieht der Zuschauer eine Totaleinstellung seines Gesichtes. Erschüttert kann man die ganze Verzweiflung in diesem Gesicht lesen. Alles ist auf dem Punkt. Besser geht es nicht. Die Zusammenarbeit zwischen Steve McQueen und Michael Fassbender ist wie bereits bei Hunger fruchtbar und sehr gelungen. Ein drittes Projekt der beiden ist bereits in Vorbereitung. Ich muss abschließend noch einmal meine Begeisterung für Fassbender zum Ausdruck bringen. Er geht physisch und psychisch an seine Grenzen und offenbart menschliche Verletzlichkeit in berührender Art und Weise.
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63 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es beginnt kühl, wird gewissenlos und endet nachdenklich, 2. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Shame [Blu-ray] (Blu-ray)
"Shame" ist ein Film, wie kein anderer - er wird die Gemüter und Meinungen spalten und ist auf keinen Fall für die breite Masse geeignet, denn er spiegelt auf harte Art und Weise die oberflächliche Gesellschaft wieder.

Michael Fassbender spielt in "Shame" den Sexsüchtigen Brandon, der durch das plötzliche Auftauchen seiner Schwester, in einen anderen Alltag gerissen wird. Plötzlich spielen Nähe und die Anwesenheit seiner Schwester wieder eine große Rolle in seinem Leben und er beginnt spürbar sein Leben und seine Denkweise bezüglich Gefühle zu überdenken.

Drastische Sexszenen unterstreichen die Kälte und die harte Realität, die der Film wiederspiegelt. Es ist eine Spiegelung der Gesellschaft - die in der Oberflächlichkeit untergeht und ihr Dasein mit unwichtigen Dingen verschwendet, und Dinge, die einem "wahr" erscheinen sollten vernachlässigen.

Der Charakter von Michael Fassbender wird in eine Realität zurück geworfen, aus der er zu fliehen versucht hat und zeigt dem Zuschauer, dass auch er sich dieser hingeben sollte, denn das ist das Leben - mit dem wir uns auseinander setzen sollten und Sex wird niemals das ersetzen, was menschliche Emotionen und Gefühle in einem Menschen auslösen können.

Mit großartigen Hauptdarstellern überzeugt "Shame" auf ganzer Linie. Aus dem Kino, in den Kopf und erst einmal sacken lassen - "Shame" ist ohne Zweifel ein Highlight des Kinojahres ...
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41 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen McQueens Kunstwerk und ein bahnbrechender Michael Fassbender!!, 5. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shame [Blu-ray] (Blu-ray)
Nach dem tollen Regiedebut von Steve McQueens Hunger (2008), (auch mit Michael Fassbender besetzt) befasst er sich mit seinem zweiten Film Shame ebenfalls mit einem komplexen Thema. Die Sexsucht.

Brandon (gespielt von Michael Fassbender) ist gutaussehend, erfolgreich, bodenständig und scheint nach außen hin ein glückliches Leben zu führen. Doch in seinem Inneren ist er leer, traurig, allein und einsam. Er ist sexsüchtig und braucht den Sex, wie der Mensch die Luft zum Atmen. Sein ganzer Alltag dreht sich nur darum. Er findet in seinen Orgasmen keine Befriedigung, denn einer folgt nach dem anderen. Eines Tages bekommt er Besuch von seiner Schwester Sissy (gespielt von Carey Mulligan) und bittet ihn, eine Zeit lang bei ihm zu wohnen. Ihr erstes Aufeinandertreffen in der Wohnung gibt dem Zuschauer schon einen Vorgeschmack auf die komplexen Charaktere der beiden Protagonisten und ihre Beziehung zueinander.

Indeed, it's truly a 'shame' that Michael Fassbender was not nominated for an OSCAR for his performance in "Shame".
Die Nominierungen für Brad Pitt und George Clooney waren dagegen ein ECHTER Witz!

2011 war das Jahr des Michael Fassbender! Ich hatte das ganze letzte Jahr über nur lobende Worte für diesen tollen Schauspieler. Sein Gespür für interessante Charaktere zeigte er uns bereits letztes Jahr in "X-Men: First Class" als Magneto, als Carl Gustav Jung in "A Dangerous Method" oder auch als IRA Häftling Bobby Sands in "Hunger" (2008). Fassbender ist ein Mensch, der über seine schauspielerischen Grenzen hinaus geht und mit Steve McQueen, seinem Freund und Mentor hat er dies wieder aufs Neue bewiesen. Fassbenders Porträt eines Mannes der unfähig ist, sich in Beziehungen einzulassen, der keine Intimität und keine Scham kennt, ist einfach nur beeindruckend. Er ordnet sich der Idee des Filmes unter und lässt hier, im wahrsten Sinne des Wortes, ALLE Hüllen fallen. Das, ich nenne es mal "phlegmatisch, dubiose Verhältnis" zu seiner Schwester, drückt der Figur ihren eigenen Stempel auf. Auch Carey Mulligans Rolle ist äußerst interssant. Beide innerlich zerissen, jedoch sucht sie die Wärme, Fürsorge und Liebe ihres Bruders, während er in seiner eigenen Welt gefangen nur "an das Eine" denken kann und seine Schwester als große Last sieht. Warum die beiden so sind wie sie sind, wird nicht näher erläutert, denn Steve McQueen legt seinen Fokus woanders.

Brandon bekommt sie alle und doch hat er gar nichts. Auf den ersten Blick scheint die Figur der Held aller Männer zu sein. Er kommt gut bei Frauen an und "vernascht" eine nach der anderen. Doch letzten Endes würde niemand mit ihm tauschen wollen, denn die Krankheit lähmt seine Gefühle und sein Herz. Frauen, als Fließbandware die kommen und gehen.

Sex als Sucht. Er will, er kann, er MUSS und das zu jeder Zeit. Und wenn sich Brandon auf Gefühle einlässt, versagt "sein bestes Stück". Dies wird in einer tollen Szene veranschaulicht. Dann muss wieder eine Prostituierte herhalten damit "er wieder funktioniert".

Mit dem Thema der Sexsucht wagt sich McQueen an eine Krankheit, die bis heute (auch in Filmen) totgeschwiegen wird und für viele immer noch ein Tabuthema ist, ganz im Gegesatz zur Alkohol- oder Drogensucht.

Lange Shots intensivieren die einzelnen Szenen, insbesonders die Fassbender/Mulligan Einstellungen. Auch der eindringliche Score gefällt mir wirklich gut und gibt dem Film einen düsteren Touch.

Interessant ist auch das Zustandekommen des Filmtitels "Shame". Nach umfangreicher Rechereche wurden unter anderem auch Sexsüchtige zu ihrer Krankheit befragt und das meist genannte Wort in diesem Zusammenhang war SHAME. Somit stand fest, dass der Film auch so heißen würde.

Michael Fassbenders herausragende Performance wurde bei den internationalen Filmfestspielen von Venedig 2011 mit dem "Coppa Volpi" (bester Darsteller) ausgezeichnet.

Alles in allem: Zweites gelungenes Kunstwerk von Regisseur Steve McQueen. Er widmet sich einem heiklen Thema, das viel zu oft in unserer Gesellschaft heruntergespielt und/oder als ernstzunehmende Krankheit einfach ignoriert wird. Dennoch lässt der Film aber einige Fragen offen. Ein bahnbrechender Michael Fassbender und eine tolle Carey Mulligan sorgen für authentische Charaktere.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen zu kalt, 3. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Shame [Blu-ray] (Blu-ray)
"Shame" hat überschwängliche Kritiken und viel Lob bekommen, und hat ein interessantes Thema aufgegriffen.
Leider ist die Umsetzung für mich nicht gut gelungen. Dass durch eine gewisse Sterilität der Bilder und Umgebungen die Kälte und Trostlosigkeit in Brandons Leben gezeigt werden soll ist klar. Aber dieses "Stilmittel" wurde für meinen Geschmack hier einfach überreizt. Die Sexsucht des Protagonisten wird mit der ganzen einhergehenden inneren Leere dargestellt, aber als Zuschauer fragte ich mich trotzdem, wo kommen die extremen Bindungsängste und völlig gestörten Emotionen des Brandon her? Man erfährt nichts, und sieht nur das traurige Ergebnis. Auch bleibt Brandon, der materiell gesehen alles hat (und somit auch alle Möglichkeiten, sich Hilfe zu suchen) fast ausschließlich passiv und hilflos seinem Tun ergeben.
Die Figur des Brandon hat mich einfach nicht sehr berührt. - Trotz guter schauspielerischer Leistung von Michael Fassbender, - ich mochte Brandon einfach nicht, und seine Schwester auch nicht, eigentlich garniemanden in diesem Film. Und eiskalte Kulisse plus kalte Figuren, da nützt dann auch die grundsätzlich tolle Schauspielleistung nichts mehr, das hat etwas von einem zweistündigen Aufenthalt in einem sterilen Versuchslabor. Wenn der Regisseur sich nicht dermaßen in den künstlerisch-kalten Bildern verloren hätte, wäre mit einem talentierten Mann wie Fassbender wesentlich mehr möglich gewesen.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht Sexsucht, sonderen Gefühlskälte, 16. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shame (DVD)
Zum Inhalt des Filmes wurde ja bereits Einiges gesagt, so dass ich keine Inhaltsangabe mehr verfassen brauche.

Ich habe bei Ansehen weniger den Eindruck gewonnen, dass der Protagonist Brandon primär an Sexsucht leidet, sonderen unfähig ist,sich auf emotionale Bindungen und Beziehungen einzulassen, was seinen Umgang mit Frauen auf unverbindlichen Sex beschränkt. Auch scheinen die Beziehungen der wenigen Personen in seinem Umfeld ihn zu bestärken, dass solche nicht funktionieren können und reine Sex-affären einen Ausweg bieten.

Meiner Ansicht nach ist der Mann schizoid, er fühlt sich durch emotionale Nähe in die enge getrieben und fürchtet um den Verlust seiner Autonomie in einer Beziehung; er könnte, so fürchtet er, so werden wie seine labile, bedürftige Schwester, die ihn mit ihren Wünschen nach emotionaler Verbundenheit und Zuwendung überfordert und an seine Grenzen treibt.

Je mehr er sie zurückweist, desto mehr fordert sie seine Aufmerksamkeit bis hin zu ihrer extremsten Tat am Ende des Films. Er muss wohl fürchten, dass alle Frauen wie sie sind und sich von ihnen bis auf das unvermeidliche, körperliche Bedürfniss nach Sex distanzieren.

Auffällig ist seine Wohnung, die steriler ist als manche Arztpraxis; keine Vorhänge,Teppiche, Poster/Bilder, Farben oder unnötige Gegenstände, die neue Sachlichkeit in Reinkultur und sein scheinbar bedeutungsloser Job (Ich konnte dem Film nicht entnehmen, was sein Beruf tatsächlich ist.)Brandon führt ein scheinbar sehr ereignisloses Leben, dass sich auf Essen, Arbeiten und Sex beschränkt, wobei nicht klar wird, ob er auf Grund seiner Sex-fixierung alles andere vernachlässigt oder ob Sex im wörtlichen Sinne der einzige Höhepunkt seines tristen Lebens ist und so zur Realitätsflucht dient.

Der Vergleich mit "American Psycho" erscheint mir weit hergeholt, da es sich nicht um eine Satire auf das von Konsum und Prestige besessene Yuppi-Leben handelt, sondern um die rein emotionalen Problem eines Mannes, der genausogut ein einfacher Arbeiter sein könnte.

In Kürze, dieser Film ist weniger unterhaltsames Drama, als ein Denkanstoß. Spannung, Action, special effects oder Humor finden sich hier nicht. Der Film ist wie ein verfilmtes Fallbeispiel einer psychischen Störung und kein Film für einen Abend mit der/dem Partner/in.
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1.0 von 5 Sternen Unendlich langweilig, 28. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Shame (Amazon Instant Video)
Die Vorschau im ZDF hat die besten Szenen auf 60 Sekunden zusammengefasst. Aber so was langatmiges, ja langweiliges, haben meine Freundin und ich schon lange nicht mehr gesehen. Nun die Stimmung über den Film ist geteilt, wir beide geben eindeutig Null Punkte. Hier also der Trostpunkt. Ich weiss nicht, warum wir bis zum Ende durchgehalten haben.
Gefühlt wurden im ganzen Film ca. 400 Worte gesprochen. Dazu unendlich lange Einstellungen: ER läuft, SIE singt (ich wäre fast eingeschlafen). Und das soll dann Tiefe und Sinn bringen? Und dann immer wieder ein ausdrucksloses Gesicht von Brandon. Seine Schwester beschimpft ihn einmal als Psychopath, völlig zu unrecht. Er ist eigentlich ein Autist.
Nein, der Film ist in unseren Augen unfassbar schlecht. Und da es eine Aufnahme war, wurden die Bits und Bytes umgehend freigegeben. Nein, auch gelegentliche Nacktheit von Männlein und Weiblein konnte diesen Film nicht retten.
Leider hätte mir ein Blick auf die Rezensionen hier nicht weitergeholfen, jedenfalls nicht der Durchschnitt.
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen gepflegte Langeweile, 29. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shame [Blu-ray] (Blu-ray)
Wer Lust an eineinhalb Stunden gepflegter Langeweile hat, kommt bei "Shame" ganz auf seine Kosten - wer Spaß daran hat, wenn Hr. Fassbender sein Geschlecht durch das Bild trägt, zumindest in der Anfangsphase des Streifens. Die Handlung des Films hätte auch in 30 Minuten leicht erzählt werden können, doch durch künstliches Ausdehnen der (Nicht-)Inhalte kann man die Zeit natürlich strecken. Manchen mag es vielleicht spannend erscheinen, wenn der Protagonist an einer Kreuzung gefühlt mehrere Minuten lang auf der Stelle joggt und darauf wartet, dass er über die viel befahrene Straße kann... Sicher: Durch das unerträgliche Auswalzen solchen Belanglosigkeiten soll die Ödnis des Lebens des sexsüchtigen Protagonisten rüberkommen - aber das hat der Zuschauer schon nach drei Minuten begriffen. Mitunter gibt es für die Handlung ganz wichtige Szenen wie z. B., wenn Hr. Fassbender 2x beim Pinkeln gefilmt wird (soll das schockieren?). Man hätte ihn auch noch 30 Minuten beim Schlafen aufnehmen können, dann hätte der Film die 120-Minuten-Marke geknackt. Fazit: Der Film ist im wahrsten Sinn Zeitverschwendung, den zweiten Stern gibt es für die durchaus gute schauspielerische Leistung - schließlich muss man auch Langeweile transportieren können.
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13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Homo Erectus Desperatus, 17. Februar 2013
Von 
ArrowPen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Shame (DVD)
Shame - dieser Film dient nicht dazu, hinterher trunken vor Glück aus dem Kino (bzw. dem dvd-Spieler--bewehrten Wohnzimmer) zu wanken. Im Gegenteil. Er versetzt dem geneigten Zuschauer ob der Tragik seiner Figuren einen gezielten Schlag in den Magen. Und dennoch kann man sich, sofern man sich auf die Geschichte einlassen mag, der Faszination dieses Films nicht entziehen.

Mit Steve McQueens Hunger, der ersten gemeinsamen Arbeit des Regisseurs und seines Hauptdarstellers, Michael Fassbender, war es nicht anders. Hunger war nicht weniger verstörend, obschon der Film sich auf einer anderen Ebene bewegte als Shame. Die Intensität jedoch, die Michael Fassbender an den Tag legt, finden wir in beiden Filmen. Ebenso wie große Schauspielkunst.
Nüchtern im Stil und kompromisslos der inneren Dynamik der Charaktere vertrauend, steigert McQueen unmerklich die Tragik der Geschichte, und wir werden Zeuge der Demontage eines erfolgreichen Mannes auf dem Hintergrund seiner Sucht.

Sucht ist immer zerstörerisch. Sie kann die Seele eines Menschen zermalmen, ihn zu Verhalten treiben, das er sonst nie in Erwägung gezogen hätte, und Beziehungen von innen heraus zersetzen. Genau dies geschieht auch hier.

Erlauben Sie mir, die Handlung kurz zu umreißen - Brandon (Michael Fassbender) lebt in New York, und hinter der Fassade eines gepflegten, gut aussehenden, beruflich erfolgreichen Mannes existiert eine andere geheime Seite: Brandon leidet an Hypersexualität bzw. an gesteigertem sexuellen Verlangen. Der Begriff Sexsucht" wird im seriösen Rahmen einer therapeutischen Beziehung nicht verwendet und ist, wenn man die diagnostischen Manuale für psychische Störungen, IDC-10 oder DSM IV, berücksichtigt, auch nicht klinisch korrekt.

Brandon hat große Mühe, seine sexuellen Impulse zu kontrollieren und lebt diese in anonymen Begegnungen, mit Prostituierten, im Internet, auf der Toilette seines Arbeitsplatzes oder selbst im Besuch eines Dark Rooms aus, ohne jemals wirklich Befriedigung zu finden - im Gegenteil: sein Leidensdruck steigt stetig. Er läuft Gefahr, von seinem Vorgesetzten entlarvt zu werden, da er auch den Firmencomputer nutzt, doch er hat Glück - aufgrund der äußerlich geordneten Maske vermutet sein Boss den Verschmutzer der Festplatte in Brandons Praktikanten.

Diese Fassade bröckelt immer mehr, als seine Schwester Sissy (Carey Mulligan) auftaucht und sich kurzerhand bei ihm einnistet. Sie bringt die Brandon stabilisierende, daher so notwendige, Struktur durcheinander, was zu wiederholten Konflikten zwischen den Geschwistern führt.

Man fragt sich, wie entwertend und emotional karg das Elternhaus der beiden gewesen sein muß, zumal beide schwer gestörte Menschen sind - Brandon entwickelte, neben einer vermuteten Beziehungsunfähigkeit, abnormes sexuelles Verhalten, Sissy (wie die zahlreichen Schnittnarben und ihr emotional instabiles Verhalten zeigen) leidet vermutlich an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. In einem Telefonat verweist Sissy auf den dunklen Ort, von dem sie stammen; Näheres bleibt jedoch im Dunkeln. Und das ist gut so. Es wäre ein gänzlich anderer Film geworden.

Beide sind letztlich unfähig, wirklich Nähe zuzulassen, und insbesondere bei Brandon werden wir dessen gewahr - er beginnt wohl, sich in eine Kollegin zu verlieben, wobei es ihm ausgerechnet bei ihr nicht gelingt, die Erektion zu halten. Kurz darauf gibt es bei einer Prostituierten keine Probleme. Sein anfangs noch eher diskreter Umgang mit seiner Sucht verändert sich in destruktiver Weise - er macht plump eine Frau in einer Bar an und wird daraufhin von ihrem Freund verprügelt. Er sucht einen Dark Room auf und läßt sich von einem Mann oral befriedigen. Einen Anruf von Sissy ignorierend, ergreift er die Gelegenheit eines Dreiers mit zwei Prostituierten, mit fatalen Folgen.

Sissy liegt unterdessen in Brandons Bad mit aufgeschnittenen Pulsadern. Sie überlebt. Brandon aber bricht zusammen, und wir erfahren nicht, welchen Effekt dies auf sein Leben haben wird, da der Regisseur dem Zuschauer ein offenes Ende anbietet, das viel Raum für Interpretation läßt.

Die Einsamkeit beider - Brandons und Sissys - wird von den Darstellern grandios dargestellt, und insbesondere Michael Fassbender ist eine Sensation in diesem Film. Es ist seinem überragenden Talent zu danken, daß aus der Figur des gequälten sexsüchtigen keine Karikatur wird. In diesem melancholischen, kaum zu ertragenden Drama zeigt er die sensible Interpretation eines Mannes, der außer Stande ist, echte Nähe zu einem anderen Menschen aufzubauen, und vor allem in den Sexszenen wird deutlich, daß hier keine echte Intimität entsteht. Sie sind kalt, unerotisch, funktionell, bar jeden Genusses, eine Studie emotionaler Leere (wer in diesem Film eine Masturbationshilfe sucht, wird enttäuscht sein).

Shame ist gewiß kein Film, den man sich häufiger ansehen möchte, obschon die Kunst seines Hauptdarstellers genossen werden will. Ohne große Worte, mit Blicken und sparsamen Gesten, macht Michael Fassbender den inneren Konflikt seiner Figur schmerzhaft nachfühlbar. Seine mutige körperliche wie seelische Entblößung hätte einen Oscar verdient - nun, er hat zahlreiche andere Preise dafür erhalten.

Nicht erst, doch spätestens seit Shame empfiehlt Fassbender sich dem Olymp der Schauspielkunst. Daß er ein ungemein attraktiver Mann ist, steht ihm dabei keineswegs im Wege. Im Gegenteil, er fürchtet sich nicht davor, unsympathisch oder gar abstoßend zu wirken. Persönlich bin ich lange schon fasziniert von Michael Fassbender. Ein Charakterdarsteller, von dem sicher noch viel zu hören sein wird und der jeden Film, in dem er mitwirkt, ähnlich wie Ed Harris oder Daniel Day-Lewis, veredelt, auch wenn das Drehbuch Schwächen aufweist.

Wer sich dem gewagten Entwurf des Films in seiner fatalen Unausweichlichkeit anvertrauen kann, dem steht ein unvergleichliches Filmerlebnis bevor, das zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Wut und Angst, Freude und Einsamkeit das gesamte menschliche Gefühlsspektrum berührt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Film, 15. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shame (Amazon Instant Video)
Dieser Film lässt mich auch nach Tagen noch nicht los. Immer wieder denke ich an den Protagonist, seine Schwester, seinen Boss. Alles Charaktere, denen man überall begegnen kann. Keine Außenseiter, nein das ist heutzutage eher Normalität, nur redet man halt nicht darüber. Natürlich kann man ewig diskutieren, ob die Handlung tatsächlich so viele bzw. so lange Sex- bzw. Nacktszenen braucht, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Aber insgesamt halte ich den Film für sehr gelungen, und das ohne Fassbender-Fan zu sein. Wobei er wirklich was kann, das will ich gar nicht abstreiten. Sehr authentisch gespielt! Tja und was das Ende betrifft: Enttäuschend ja - aber das passt perfekt.
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Shame
Shame von Steve McQueen (DVD - 2012)
EUR 7,99
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