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am 27. August 2015
Ich versprach mit von diesem Buch ein Blick hinter den Kulissen von unserem nachhaltigen Verhalten. Stattdessen bekam ich ein aggressiv geschrieben Buch, von dem Zorn und Wut rausgehen. Der Autor stellt die Tatsachen so dar, als ob jemand (vor allem die Politiker) ihn höchstpersönlich über den Tisch gezogen hätten. Verschiedene Tatsachen (wie z.B. dass Energiesparlampen Quecksilber beinhalten oder der Gelbe Sack nicht zu 100% recycelt wird) stellt er wie die Aufdeckung der grössten Verschwörungen dar. Ich persönlich denke, dass es zumindest den meisten Menschen klar ist, dass nachhaltigeres Verhalten nicht perfekt ist, sondern bloss Schritte in die richtige Richtung. Daher sollte keinen überraschen, dass es auf dem Weg auch Probleme gibt. Ein gutes Beispiel sind die vom Autor so verpönten Energiesparlampen - nur 3 Jahre nach Buchherausgabe finden man sehr gute Alternativen in den neuen LED Lampen. Also war die Richtung schon richtig, von den alten Lampen loszukommen, um endlich mehr Forschung im dem Bereich zu bewirken.
Die meisten beschriebenen Probleme sind richtig, aber eben gar nicht so absurd, wie der Autor sie vorstellt. Mit etwas gesunden Menschenverstand könnte man ja auch einige der Probleme umgehen...
Was ist noch sehr störend am Buch fand ist das Fehlen von Referenzen. Ständig werden Studien erwähnt, die als Beweise dienen sollen, aber sie werden nicht angegeben, wo man sie nun findet. Bloss am Ende des Buches findet sich eine ellenlange Liste, die man natürlich nicht durchforsten möchte.
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37 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. März 2012
Ich bin durchaus der Meinung, dass ökologisches Handeln und Wirtschaften notwendig ist. Allergisch reagiere ich inzwischen aber auf den sektenartigen Meinungsmonopolismus, den sich die "Guten" leisten dürfen um die "Bösen" abzustrafen. Derjenige, der angeblich im Sinne der Umwelt argumentiert hat einen moralischen Freifahrtschein. Er darf jedes noch so abstruse Klimaszenario bemühen um letztlich ur-konservative politische Steuerungsmechanismen in Gang zu setzen. In diesem Buch wagt es ein SPIEGEL Autor einmal, u.a. solche Mechanismen klar herauszustellen und bisweilen humorvoll zu kommentieren. Wahrscheinlich wird er dafür Schmähbriefe vom PIK, vom Katstrophenmeteorologen Latif und seiner eigenen Redaktion bekommen und als "Klimaleugner" beschimpft werden. Da kann man ihm nur raten, die Nerven zu behalten.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Februar 2014
Es liest sich gut , leicht und ist strukturiert - und gemeinerweise findet man sich und seine Lieben auf der einen oder anderen Seite wieder. Symmetrie der Mülltonnen?! Vollbäder müssen sein! Manchmal ironisch, aber auch polarisierend kritisch äußert sich der Autor zum "Ökofimmel", der gerade hip ist. Oder zu sein scheint?! Was ist das für eine Maskerade, der wir hinterherrennen? Was heißt "Öko"? Wo ist ein Beitrag sinnvoll und wo kontrapoduktiv? Wir sind der Meinung, dass die Inhalte sorgfältig recherchiert wurden und sie werden so wiedergegeben, dass sie innherhalb einer gesamten Familie gelesen und diskuriert werden können. Letztendlich kann dann jeder entscheiden, ob und wo sein persönllicher Beitrag zu einer "besseren" Welt stattfindet.
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46 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Oktober 2012
Auch wenn schon viele Rezensionen erschienen sind: die muss noch sein! So kann man das Buch nicht stehen lassen! Nach guten Fakten zu Beginn, einem entsetzlich polemischen Mittelteil und kurzem Re-Aufschwung zu ernüchternden Zahlen folgt dann ein blasses Kapitel, was zu tun wäre. Wer mag, kann ja gerne im Bioladen einkaufen, sich vegetarisch ernähren oder Elektroauto fahren. So lapidar werden mit einem einzigen Satz die Möglichkeiten des Einzelnen abgehandelt. Okay, die später beschriebenen Ideen, Verschmutzungszertifikate wegzukaufen und Bäume zu pflanzen, sind zumindest originell und zwingen vor allem nicht dazu, den eigenen verschwenderischen Lebensstil zu ändern.

Das ist ja auch nicht erwünscht. Ist ja alles kein Problem. Ich lerne: Papiertüten sind schlechter als Plastiktüten. Von Plastikmüll im Meer oder dem anregenden Buch "Plastikfreie Zone" hat der Autor natürlich noch nichts gehört. Die Ökolandwirtschaft kann die Welt nicht ernähren, wie gut sind da Dünger, Gentechnik und Technikeinsatz. Kein Wort natürlich von Erosion, Monokulturen, ausgelaugten Böden, Landraub in vielen Ländern durch Agrokonzerne, und der durchaus gegebenen Möglichkeit, mit ökologischem Anbau die Menschheit ernähren zu können. Allerdings sollte die - meine ich - wirklich nicht mehr allzu sehr wachsen!

Über die moralischen Öko-Verfechter wird gelästert - dabei aber selbst nicht vor billigem Schwarz-Weiß-Denken und dümmlichen Argumenten zurückgeschreckt. Da werden etwa schnell in einem Satz die Prognosen des Club of Rome ("Grenzen des Wachstums") zu "Unsinn" erklärt. Es waren keine Prognosen, sondern Modelle mit Wahrscheinlichkeiten, aber solche feinsinnige Differenzierung interessiert ihn nicht. Hat er jemals einen dieser Berichte gelesen, etwa das 30-Jahres-Update? Von etlichen renommierten Autoren und Wissenschaftlern wird die Grundtendenz dieser Warnungen bestätigt!

Natürlich gab es im Einzelnen schon viel Fehlalarme, und massenweise Geigerzähler nach Fukushima zu kaufen war hysterisch, da hat er mal Recht! Aber Politiker, die nach Tschernobyl Molke gefuttert haben oder uns Atomkraftwerke, Wiederaufbereitungsanlagen oder Endlager als harmlos verkauft haben, hat es auch gegeben! Apropos: weiß der Atomenergie-Verfechter Neubacher eigentlich, dass wegen Tschernobyl Pilze und Wild aus süddeutschen Wäldern immer noch gemieden werden sollten. Weiter verstrahlt!

Die Sorge vor zu Ende gehenden Ressourcen wird natürlich auch belächelt. Liest der Mann keine Zeitung, wenigstens seinen "Spiegel"? Seltene Erden, benötigt auch für Computer und Handys, Lithium, Kupfer, Öl, auch Uran (für die geliebten Atomkraftwerke), all das neigt sich dem Ende zu! 90 Millionen Barrel Öl werden täglich weltweit verbraucht - der Planet ist endlich. Aber der Menschheit wird ja was Neueres, Besseres einfallen, schreibt er wörtlich. Bis jetzt - tut mir leid - haben sich die Weiterentwicklungen erst als gut, dann aber zumeist als Verursacher neuer, noch komplizierterer Probleme erwiesen, siehe gerade fossile Energieträger!

Auch ich will nicht in die Höhle zurück (dass dieses Totschlagargument immer noch herhalten muss ...!), aber blindes Vertrauen auf technischen Fortschritt ist sicher auch keine Lösung. Förderung von Öl aus der Meerestiefe oder Herauspressen von Gas aus Schiefer ist nun wirklich keine segensreiche Weiterentwicklung, sondern Ausdruck eines energiesüchtigen Junkieverhaltens mit potenziell großen Umweltschäden (siehe Golf von Mexiko!).

In manchen Punkten gebe ich ihm Recht: Photovoltaik scheint - gemessen an den ökonomischen Kosten - eher uneffektiv zu sein, die Energiesparlampen sind allein schon wegen des Quecksilbergehaltes Unfug, hier eingespartes Kohlendioxid wird woanders verpustet, und Wasser sparen scheint in unseren Landen kontraproduktiv zu sein, da die Leitungen ausreichend gespült werden müssen (war mir neu, okay). Aber Laubblätterbläser könnten ruhig verboten werden, was er auf Seite 120 schon als Merkmal einer Ökodiktatur sehen würde.

Daher: es gab einige Punkte, die mich als alten Ökokämpfer angesprochen und nachdenklich gemacht haben, aber die verunglimpfenden Passagen (lieber Herr Neubacher: ich mag Trittin im Übrigen auch nicht!) haben die Gesamtbewertung dieses Buches leider doch ins Negative gezogen. Geben wir's doch zu: in dieser menschheitshistorisch und global einmaligen Ökokrisen-Ressourcenmangel-Situation hat keiner ein Patentrezept, wir stehen letztlich alle ratlos vor der Komplexität der Dinge und müssen es aushalten, den Dingen ihren Lauf lassen zu müssen.
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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. März 2012
Das Buch ist wirklich gut recherchiert und liefert wichtige Fakten für den Alltag. Trotz einiger blinder Flecken ist es gut und verständlich geschrieben. Was mir allerdings fehlt, ist der Zusammenhang. Das war auch ganz sicher nicht das Ziel dieses Buches. Deswegen soll es auch die verdienten fünf Sterne bekommen.
Wer sich für die Zusammenhänge und weitere, nicht minder wichtige Fakten interessiert, dem sei Ökolution 4.0: Wirtschaftliche und gesellschaftliche Imperative in Zeiten ökologischer und ökonomischer Krisen empfohlen. Es liefert die besten Gegenwartsanalyse, die ich je gelesen habe.
Vor allem haben diese ganzen "Missverständnisse" handfeste Gründe. Und es ist aus meiner Sicht wichtig, diese Gründe zu verstehen.
Neubacher spricht die Menschen an, die ohnehin schon daran interessiert sind, sich zu engagieren. Denen, die es nicht sind, liefert er Gründe, so weiter zu machen, wie bisher. Denn eine Plastiktüte mag einen schlechteren CO2-Fußabdruck haben. Trotzdem lässt sich auch eine Papiertüte wiederverwenden und im Zweifel ein Stoffbeutel benutzen...
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. September 2013
Die Thematik des Buchs ist nicht nur extrem ideologisiert sondern auch höchst komplex und vielschichtig sowie massiv von wirtschaftlichen und sonstigen Interessen geprägt. So verwundern die sehr unterschiedlichen Rezensionen nicht. Doch genau aus diesen Gründen läuft im Umweltschutz mittlerweile so vieles falsch. Es werden Gelder und Ressourcen verschwendet, unsinnige Sachen gemacht und mittlerweile meist über das Ziel hinausgeschossen.

Ein einzelnes Buch kann diese riesige und komplexe Thematik nicht abdecken. Ich habe das Buch als Zusammenstellung und Bewertung der verschiedenen Maßnahmen gelesen, die derzeit verfolgt werden. Aus dieser Sicht bietet das Buch eine Fülle von Informationen und legt komplexe Sachverhalte dar. Der Autor vertritt hier seine Meinung, ob er immer Recht hat ist fraglich, doch vielfach steht er mit seiner Meinung wahrlich nicht alleine.

Es gibt auch einige Stellen an denen die Informationen nicht richtig oder oberflächlich sind, so z.B. die Thematik Biogas, die hier mit Biosprit etwas zu sehr vermischt wird, wobei die Aussagen zum Biogas, das auf unsere Landwirtschaft, unsere Landschaft und die dörflichen Strukturen katastrophale Auswirkungen hat, zu sehr nach hinten gedrängt.

"Ökofimmel" ist bestimmt nicht der Weisheit letzter Schluss, aber es liefert viele Argumente, zeigt Probleme bei den getroffenen Maßnahmen und regt zum Nachdenken an. Umweltschutz ist eine zentrale Frage, aber mit der gegenwärtig völlig überideologisierten Situation und den oftmals wenig in ihren Auswirkungen durchdachten Lösungen werden wir letztlich scheitern und unsinnig Geld für geringen Erfolg ausgeben.
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12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Juni 2012
Alles Öko-logisch, oder was?
Eher nicht.

"Gut gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von gut gemacht".
Wie so etwas im wahren Leben aussieht, zeigt uns der Autor in seinem Buch.
Hier wird uns nämlich anschaulich und unterhaltsam (eigentlich müsste man darüber weinen) die Folgen des Öko\Bio-Mainstreams in seiner ganzen Absurdität und Doppelmoral vor Augen geführt.

Alexander Neubacher benennt und beschreibt erschreckende und teils skandalöse Fehlentwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die vor allem durch Einflussnahme ökologisch (des)orientierter Ideologen und Lobbyisten letztlich mehr Schaden als Nutzen für die Umwelt mit sich bringen.
Dabei kommt er auch ohne akademische Wortwahl, tiefschürfender Analysen oder unüberschaubarer Datenberge auf den Punkt.

Wer Gefallen daran findet, in einer Ökodiktatur zu leben und sich von Leuten mit ausgeprägtem Sendungsbedürfnis entsprechend indoktrinieren zu lassen, der wird an diesem Buch (und meiner Rezension) vermutlich wenig Gefallen aber viel auszusetzen haben.

Für alle anderen ist es eine sehr erhellende Lektüre die zum Nachdenken über die eigenen und die vermeintlich hehren Ziele anderer zum Schutz der Umwelt anregt.
Ganz nebenbei ist sie gleichzeitig Argumentationshilfe und Themenlieferant für das eine oder andere Gespräch mit Leuten im "Ökofimmel"!
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Juni 2012
Cover und Titel sind sehr ansprechend und wecken die Neugier, der Leser findet dann auch ein gut geschriebenes und recherchiertes Buch, das man in einem Rutsch weglesen kann. Obwohl es ein Sachbuch ist, liest es sich doch unterhaltsam und interessant wie ein Roman. Der Autor versteht es, flüssig zu schreiben und auch eine milde Ironie ist ihm nicht fremd, so dass man sich trotz des ernsten Themas gut unterhalten fühlt.
Besonders gut gelungen der 1. Teil, wo der Autor auf kontraproduktive EU-Verordnungen, z. B. Energiesparlampe und Biosprit, eingeht. Auch Müllsortierung, Wassersparen, Plastikverpackungen und ähnliches kommen in den Blickpunkt. Hier wird vieles dargestellt, was der kritische Verbraucher schon weiß, wenn er sich mit dem Thema schon mal befasst hat, der Autor hat jedoch auch einiges an neuen Tatsachen zu bieten. Speziell in diesem Teil spiegelt das Buch einhundertprozentig meine Meinung wider und ich kann mich als Otto Normal-Umweltschützer" hier total wiederfinden.
Nicht so gut gefallen hat mir der 2. Teil, hier redet der Autor der Wachstumsideologie der Industrie schon sehr das Wort, verständlich, da das Buch vorab im Spiegel" aufgelegt wurde. Insbesondere die Aussagen zu Vorteilen der Gentechnik und des Mobilfunks, wo aufgrund der Kürze der bisherigen Anwendung kaum jemand die Schädlichkeit bzw. Nichtschädlichkeit dieser Technologien abschätzen kann, bleibt er für meine Begriffe zu sehr an der Oberfläche und redet kritiklos den anwendenden Unternehmen das Wort. Hier wäre sicher etwas mehr Differenziertheit angebracht gewesen. Dazu passt auch die Falschaussage, dass der Wohlstand in Deutschland durch das zunehmende Übergewicht bewiesen würde. Hier dürfte mittlerweile ausreichend erforscht sein, dass in unserer Überangebots-Gesellschaft minderwertiges und billiges Essen zu Übergewicht in den ärmeren Bevölkerungsschichten führt, da diese sich hochwertige, gesündere und eben teurere Lebensmittel nicht leisten können.
Der dritte Teil des Buches bietet dann noch eine recht gut gelungene Zusammenfassung der beiden vorhergegangenen Kapitel. Da der erste und der zweite Teil des Buches nicht so richtig zusammenpassen wollen, stößt der Autor hier jedoch manchmal an seine Grenzen und widerspricht sich selbst. Auch hier wäre ein etwas kritischerer Umgang mit den Unternehmensstrategien und eine Einbeziehung größerer wirtschaftlicher Zusammenhänge (Markt, Einkommen, Kaufkraft usw.) wünschenswert gewesen. Besonders krude fand ich in dem Zusammenhang die Idee, Verschmutzungszertifikate von Privatleuten aufkaufen zu wollen und dann vom Markt zu nehmen. Ich hielt dies zuerst für einen satirischen Einschlag, bemerkte dann jedoch, dass der Autor diese Idee wirklich ernst meint. Allerdings musste er selbst zugeben, dass dies bei einer Riesenanzahl von Zertifikaten weltweit bis jetzt mit dem Kauf und der Vernichtung von ca. 2500 Verschmutzungszertifikaten nicht sehr erfolgreich war. An dieser Stelle erfolgt dann der Aufruf an jeden Leser, sich doch als Privatperson an dieser Aktion zu beteiligen. Zuerst einmal muss der Leser das Geld für diese Zertifikate, die sich im Aktienpreisniveau bewegen, über haben, da ihm die Vernichtung von Verschmutzungszertifikaten keinen direkten Nutzen einbringt (wie bspw. Lebensmittel, technische Geräte, Kleidung usw.). Aber selbst wenn 50 bis 80 % dieser Zertifikate durch den Zusammenschluss Gleichgesinnter aufgekauft werden könnten, was sollte die Nutzer und Macher dieses Systems aufhalten, neue Zertifikate aufzulegen? Der Nutzen dieser Idee für den Umweltschutz erschließt sich mir nicht. Auf der anderen Seite redet der Autor der Freiwilligkeit des Einsatzes von Klimaschutztechnik und des Erwerbens von Verschmutzungs-Zertifikaten das Wort, die Bereitschaft der großen Konzerne, freiwillig in den für sie ebenfalls nicht direkt nutzbaren Klimaschutz zu investieren, halte ich jedoch für sehr begrenzt. Speziell bei diesem Thema verfolgt der Autor keine klare Linie und widerspricht sich mehrfach selbst.
Man muss also nicht alle Standpunkte des Autors teilen, trotzdem bietet der Autor viele Fakten, Tatsachen, Meinungen und Lösungsvorschläge, die durchaus nachdenklich stimmen. Auch blinde grüne Aktionisten und Lohas bekommen hier durchaus ihr Fett ab, die Zielgruppe sind sicher all diejenigen, die sich für Ökologie und Umweltschutz nicht verbiegen wollen, aber für vernünftige Maßnahmen durchaus offen sind. Mit einigen wenigen Diagrammen, die den Lesefluss nicht stören, wird die insgesamt gute Grundaussage des Buches unterstrichen.
Empfehlenswert!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Endlich mal ein Buch, dass nicht davon schreibt, dass Öko so richtig toll ist und das wir am besten alle nur noch mit Hybridautos rumfahren sollen und am besten Solar- und Windkraft für die Stromerzeugung nutzen sollen. Auch wird hier Kritik an dem ganzen Ökowahn geäußert, welcher in Deutschland derzeit vorherrscht.

Man hört ja eigentlich gar nichts anders mehr wie:

- Kauf bio
- Verwertet alle Stoffe wieder
- Nutz natürlichen Strom
- Verursacht keine Abgase mehr
usw.

Und dieses Buch greift genau dieses Thema auf. Es wird endlich klar definiert, dass es nichts bringt, wenn man in einer Gemeinschaft (EU von mir auch die ganze Welt oder auch das ganze Universum!) meint, dass wenn der einzelne ökologisch unterwegs ist, dann auf einmal alles viel besser wird.

Wenn man nämlich mal nachdenkt, merkt man, dass nicht alles so toll ist, wie es in den Medien verbreitet wird.

Nur ein kleines Beispiel hierzu:

Was bringt es, wenn in Deutschland jeder auf Ökostrom umsteigt und dann von sogenannten Ökostromanbietern beliefert wird, welche nur anhand irgendwelcher eingekauften Zertifikate theoretisch Ökostrom verkaufen.

Schlussendlich ist die Masse des Strombedarfes so nicht zu decken und dann wird im Ausland Kernenergie nachgekauft.

Aber egal.....ich komme etwas von Thema ab.

Das Buch deckt ganz klar mal ein paar Themen auf und man wird angeregt mal wieder ein bisschen zu überlegen.

Ich finde das Buch wirklich sehr informativ, wirklich gut lesbar und vor allem sehr gut rescheriert.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juni 2014
Das Buch zeigt auf das ein überzogener Öko-Wahn - bzw. Ökofaschismus viel Unheil anrichten können !
das gut gedachte ist nicht immer das gutgemachte.
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