holidaypacklist Hier klicken Sport & Outdoor BildBestseller Cloud Drive Photos TomTom-Flyout Learn More madamet HI_BOSCH_COOP Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic GC FS16

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen208
4,2 von 5 Sternen
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:9,53 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 25. März 2012
"Extrem laut und unglaublich nah" hat weltweit nicht die Anerkennung gefunden, die er haben sollte. Es wurde sehr wenig Werbung dafür gemacht, was eigentlich sehr schade ist, da dieser Film so wunderschön und einfühlsam ist.

Die Story ist eigentlich recht kurz erklärt. Der sehr spezielle Junge Oskar, der unter einer Form des Autismus leidet, verliert bei dem Anschlag vom 11. Septembers seinen geliebten Vater. Jetzt wohnt er allein mit seiner Mutter, zu der ihm die Nähe fehlt, auf die er seine Wut losläst, alleine in der Wohnung. Beide kommen mit dem Tod nicht klar, verschließen sich immer mehr. Plötzlich entdeckt der Junge in den Sachen seines verstorbenen Vaters einen Schlüssel, der einzige Hinweis dazu ist der Name "Black". Um die Erinnerung an seinen Vater nicht zu verlieren, begiebt sich Oskar auf die Suche nach der Lösung, wozu passt dieser Schlüssel? Doch das ist für den Jungen nicht leicht, denn er erträgt durch seine Krankheit keine lauten Geräusche, hat Angst und ist verschlossen. Doch er will es wissen, er will für seinen Vater das Rätsel lösen.

So viel zur Geschichte, es klingt schon sehr gefühlvoll und neu. Doch der Film übertrifft das, was die Geschichte eigentlich verspricht, noch im Welten. Den Zuschauer erwartet ein magisches, liebevolles und fesselndes Meisterwerk voller Liebe und Gefühl.

Zunächst die Darsteller. Sie tragen hauptsächlich dazu bei, aus diesem Streifen ein Meisterwerk zu machen. Sandra Bullock und Tom Hanks als liebende Eltern. Tom Hanks spielt einen so liebevollen Vater und schafft es zu dem jungen Darsteller Thomas Horn eine extreme Nähe aufzubauen, die den Zuschauern Gänsehaut verpasst. Aber auch Sandra Bullock passt perfekt in die Rolle. In letzter Zeit hat man sie ja eher in Komödien nicht ganz ihrem Alter entsprechend gesehen. Doch hier zeigt Sandra, warum sie zu den absoluten Topstars gehört. Sie schafft es, die verschlossene, trauernde Witwe und zugleich auch liebende Mutter so ehrlich zu verkörpern, dass sie den Zuschauern zu Tränen rührt. Sie spielt mit einem extremen Gefühl! Das Gleiche gilt für den Jungschauspieler Thomas Horn. Der Junge schafft das krankhafte, verschlossene und trauernde Kind gradios darzustellen. Ich verstehe nicht, wieso keiner von den Dreien dafür einen Oscar bekommen hat. So ein ehrliches und liebevolles Schauspiel habe ich zuvor nie gesehen.

Der Film selbst beginnt recht emotional, einleitend und noch sehr erzählend. Doch sobald sich der Junge auf die Suche begibt, entwickelt sich der Film zu einem Meisterwerk. Es werden die Geschichen vieler einzelner Menschen erzählt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unterschiedliche Persönlichkeiten, die allesamt auf ihre eigene Art speziell sind. Traurig, lustig und wunderschön zugleich. Der Zuschauer fühlt sich durch eine offene, liebevolle Story und eine grandiose Prouktion richtig in den Film hineinversetzt. Auf der Suche nach der Lösung, erlebt der Junge sehr viel, und parallel wird auch noch die Trauer der Mutter, die Verschlossenheit und die fehlende Nähe zu ihrem Sohn gezeigt. Die beiden Rollen haben so viel Persönlichkeit, man kann zu beiden Bezug aufbauen und fühlt sich einbezogen. Das verschafft einem vor allem am Ende (ich möchte noch nicht zu viel verraten) eine unglaubliche Wärme.

Man selbst grübelt auch immer wieder nach dem Geheimnis dieses Schlüssels, hat Erwartung, immer wieder neue Ideen. Das ist den Produzenten richtig gut gelungen, auch die unterschiedlichen Rollen, die mit eingebracht werden, rühren einen und bringen einen dazu, weiter mitzudenken, weiter zu überlegen und sich als Teil des Filmes zu fühlen.

Auch wenn am Ende die Auflösung doch etwas arg einfach ist, so tut das dem Film nichts ab. Denn das alles, was man als Zuschauer während des Filmes erlebt, das rüht einen so sehr. Ich hatte noch nie zuvor bei einem Kinofilm so eine Gänsehaut wie bei "Extrem laut und unglaublich nah". Der Film treibt einen Tränen und Freudentränen in die Augen. Er erzählt die Geschichte so ehrlich und ist bis ins Detail liebevoll durchdacht.

Für mich bisher der mit Abstand beste Film 2012!!!
0Kommentar|185 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. August 2014
Seltsam, dass man so wenig von diesem Film hört - oder wenigstens ich. Und hier ist eben nicht Tom Hanks im Vordergrund, sondern Thomas Horn, der den 9-jährigen spielt, der mit dem Tod seines Vaters am 11. September in New York nicht zurecht kommt und auf seine Weise den tiefen Schmerz aufarbeitet. Entgegen mancher Kritik finde ich, dass das thema 11. September, besonders was die privaten Tragödien angeht, durchaus noch öfters thematisiert werden kann. Es war nicht nur eine Wunde für Amerika sondern auch exemplarisch für die ganze Welt. Leider wurde zu wenig daraus gelernt.
Also zurück zum Film. ich werde ihn jetzt nicht wiedergeben. Aber wie gesagt, sehr eindringlich gespielt, auch von Sandra Bullock als Mutter und Max von Sydow als Großvater, der mir sehr gefallen hat.
Das einzige am Schluss und Achtung !>>SPOILER<<! also am Schluss die plötzliche Auflösung, dass die Mutter immer dabei war und alles wusste... war nicht ganz stimmig für mich ... aber auf seine Weise auch wieder schön, nahm aber dem Vorhergehenden etwas den Saft. Auch der Schlüssel hätte noch zu etwas anderem führen können ... vielleicht etwas mystischer. Nun, ja ... dennoch fünf Punkte.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Februar 2012
"Extrem laut und unglaublich nah", so lautet auch der Titel von Jonathan Safran Foers Roman, auf welchem der Film basiert.
Ich habe den Roman gelesen und wusste somit, was mich erwartet. Ich wusste auch, dass der Film keineswegs originalgetreu am Roman bleiben kann und dennoch werden Leser keines Falls enttäuscht - eher im Gegenteil: Roman und Film ergänzen sich teilweise ganz gut. Die Folgenden Abschnitte können Spoiler enthalten!

Der Film kommt mit leichter Überlänge daher, die einem beim zuschauen aber kaum auffällt. Das ganze Geschehen wird in einem angenehmen Tempo dargestellt und durch teilweise sehr beeindruckende Kamera- und Schnitteinlagen begleitet. Der Film packt immer dann am meisten, wenn Oskar Schell seine Gedanken und sein Tun erzählt. Man sitzt dann wie gebannt da und hört den Worten Oskars zu und sieht eine Bildexplosion vor sich: Die Bilder explodieren genauso wie seine Gefühle - besser hätte man die ein oder andere Schlüsselszene nicht darstellen können.

Wie bereits erwähnt, ergänzen sich Film und Roman teilweise ziemlich gut. Die Geschichte der Großeltern wird im Film nur kurz angeschnitten. Oskars Vater erzählt, dass sein Vater aus Dresden kam und dort ziemlich viel durchmachen musste. Sehr viel mehr erfährt man im Film über seine Geschichte nicht. Kenner des Romans jedoch erinnern sich an dieser Stelle an die sehr gut ausgearbeitete Geschichte der Großeltern und wissen, was der Vater mit "ziemlich viel durchmachen" meint.
Ein anderes Beispiel ist, dass Oskar kurz vor Schluss erfährt, dass seine Mutter ihn ständig bei seiner "Erkundungsexpedition" begleitet hat. Im Film wird hier eine sehr schöne Szene zwischen Mutter und Sohn gezeigt, die ihre Erinnerungen teilen. Dies kommt so nicht im Buch vor, hier wird nur in 5 Sätzen erzählt, dass Oskar begriffen hat, dass seine Mutter ihn heimlich begleitet hat. Der Autor lies dem Leser somit Raum, sich hierzu seinen Teil zu denken und genau das taten der Regisseur und Filmautor hervorragend. Die Szene im Film ist keines Wegs unrealistisch, denn im Roman gibt es immer wieder Stellen, in denen Mutter und Sohn sich genau so nah kommen, wie in der Stelle im Film und somit ergänzen sich hier Film und Roman auf angenehme Art und Weise.

Generell sind Verfilmungen zu Romanen immer kritisch zu betrachten. Für mich ist es jedoch so, dass ein Film zu einem Roman immer dann nicht schlecht ist, wenn der Film sich nichts erlaubt, was sich aus der Romanvorlage in irgendeiner Art und Weise nicht ergeben könnte (sei es nun durch Materialien, den Charakteren, Umständen etc.). "Extrem laut und unglaublich nah" gehört genau zu dieser Art von Film. Alles was im Film anders ist, ist durch die Romanvorlage nicht unmöglich. Zentrale Elemente kommen vor und werden im richtigen Zusammenhang verwendet (oder zumindest so, dass es noch möglich erscheint). Das Ende im Film und Roman unterscheidet sich zwar, jedoch hat man im Film einen, meiner Meinung nach, guten Kompromiss gefunden, welcher mir ein ähnlich erleichtertes Gefühl gegeben hatte, wie das original Ende im Roman.

Tom Hanks und Sandra Bullock, mit welchen der Film hauptsächlich beworben wird, leisten gute Arbeit - vor allem Sandra Bullock. Der wirkliche Star des Films ist jedoch Thomas Horn, welcher mit diesem Film sein Debüt feiert und eine unglaublich reife Leistung zeigt. Er spielt Oskar genau so verstört, leicht autistisch und altklug, wie man ihn sich beim Lesen des Romans vorstellt. Auch Max von Sydow leistet volle Arbeit mit seiner Darbietung des Großvaters und kann durch seine unglaubliche Mimik in den richtigen Augenblicken die treffenden Gefühle ausdrücken - toll!

Der Soundtrack von Alexandre Desplat weiß ebenfalls zu überzeugen. Ein gefühlvolles Maintheme, welches häufig Verwendung findet (vielleicht teilweise etwas zu häufig) untermalt meistens ruhig die Szenen und verleiht dem ganzen einen besonderen Touch. In den schnellen Szenen wird auch Desplats Soundtrack schneller und teilweise sehr laut, was unglaublich gut passt und das Geschehen extrem nah bringt.

Alles in einem ist "Extrem laut und unglaublich nah" ein sehr emotionaler und vor allem guter Streifen geworden, welcher einem noch eine ganze Weile im Gedächtnis bleiben wird. Zu empfehlen für Leser und nicht-Leser des Romans, welche danach vielleicht Interesse daran finden werden, diesen noch nachzuholen. 4 Sterne für ein kleines Meisterwerk. Den 5. hätte es gegeben, wäre das Ende an sich noch näher am Roman gewesen und der Anfang nicht ganz so durcheinander. Leser des Romans sollten sich jedoch darauf einstellen, dass der Film sich fast ausschließlich auf Oskars Geschichte konzentriert und die Nebenstränge von den Großeltern nicht sonderlich tief eingebunden wurden.
0Kommentar|57 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Mai 2016
- Starbesetzung, Tom Hanks und Sandra Bullock
- 9/11, zertört eine Familie in New York
- ein liebevoller Vater stirb beim Terror Anschlag
- Autismus (hier: Asperger Syndrom) und
- ein Großvater der Dresden im 2. Weltkrieg überlebt hat
Großartig in Szene gesetzt, sehr bewegend dargestellt. Top 5 Sterne
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Da ich das Buch zum Film (http://www.amazon.de/Extremely-Incredibly-Close-Jonathan-Safran/dp/0141025182/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1427266360&sr=8-1&keywords=extremely+loud+and+incredibly+close) schon verschlungen und mehrere Male gelesen hatte, war die Freude natürlich groß, als ich hörte, dass das Buch verfilmt werden soll. Leider lief der Film dann nicht hier bei uns in den Kinos (nicht gerade Großstadt...) und so erwartete ich sehnsüchtig die DVD die ich mir dann auch sofort hier bei Amazon bestellt hab.

- Vorgeplänkel -
Bestellung und Versand liefen wie immer reibungslos und blitzschnell ab.

- Story -
Jonathan Safran Foer erzählt in seinem Buch, und so auch in diesem Film, die Story des neunjährigen Oskar, der seinen Vater beim WTC-Unglück/-Anschlag am 11. September verloren hat. Oskar leidet am Asperger Syndrom und so besteht seine Welt vor allem aus komplexen Rätseln die ihm sein Vater immer wieder stellte. Nach dessen Tod findet er einen geheimnisvollen Schlüssel im Schrank des Vaters und nimmt an, dass dies das letzte große Rätsel seines Vaters darstellt. Und auch nur wenn er dieses Rätsel löst kann er sich mit dem Tod seines Vaters abfinden und sich richtig von ihm verabschieden.
Also macht er sich auf, das Behältnis zu finden, zu dem der Schlüssel passt.

- Charaktere -
Alle Schauspieler machen ihre Sache hier überaus gut, vor allem der Darsteller des jungen Oskar weiß zu überzeugen. Nun ist es allerdings so, dass dieser Film von seiner grandios erzählten Story lebt, und ich weiß nicht ob es dafür tatsächlich Tom Hanks und Sandra Bullock gebraucht hätte. Der Film hat es gar nicht nötig mit großen Namen die Leute in die Kinos locken zu müssen.

- Umsetzung -
Wie erwähnt bin ich absoluter Fan des Buchs und auch des Erzählstils von Jonathan S. Foer.
Insgesamt wurde die Story gut umgesetzt und ins Kinoformat gepresst, aber natürlich bleiben auch unglaubliche viele Kleinigkeiten und wichtige Details auf der Strecke, die im Buch zum perfekten, runden Endergebnis beitragen und dann im Film Lücken hinterlassen und die Charaktere nicht ganz zu Ende zeichnen. Da ich das Buch kannte, konnte ich immer nachvollziehen wieso Oskar so handelt wie er es tut, aber wenn man das Buch nicht gelesen hat stelle ich es mir teilweise sehr schwer vor sich in den Jungen hineinzuversetzen und eine emotionale Bindung zu ihm aufzubauen. Trotz allem, wenn man es schafft tief in die Geschichte einzutauchen, eine gute Umsetzung des Buches.

- Technik -
Gut, DVDs sind heutzutage schon nicht mehr der Standard, aber hier stimmt das Gesamtpaket. Bild und Ton sind gut und da hier kein Actionfeuerwerk geliefert wird wäre es letzten Endes daran auch nicht gescheitert.

- Fazit -
Ein emotionaler und auch fesselnder Film. Wie bei allen Filmen mit Buchvorlage müssen sich vom Buch vorbelastete Menschen genau überlegen ob sie sich den zugehörigen Film anschauen wollen, da man damit ja auch immer einen Teil seiner selbstfantasierten Bilder zerstört...und hier kann ich es tatsächlich nur bedingt empfehlen.
Punktabzug gibt es einmal für die "Überbesetzung" mit Hanks und Bullock, die es wahrlich nicht gebraucht hätte und dazu eben noch, weil mir als Leser des Buches am Ende einfach an zu vielen Stellen was fehlte, was für die Charakterentwicklung meiner Meinung nach einfach essentiell gewesen wäre.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. März 2015
" Heute leben mehr Menschen auf der Erde als in der gesamten
Geschichte der Menschheit gestorben sind. Aber die Zahl der
Toten steigt ständig. Eines Tages wird es keinen Platz mehr geben,
um noch irgend jemanden zu begraben. Also, wie wär`s mit Wolken-
kratzern- man könnte Menschen hundert Stockwerke tief begraben....
so hätte man eine ganze tote Welt.....unter der lebendigen. "
Nachdenklich machende Worte zu einem nachdenklich machenden Film.
Einem sehr guten Film.

Die Ereignisse, dieses entsetzliche Attentat vom 11. September 2001
auf die Twin Towers in New York hat wohl jeden von uns tief erschüttert.
Wie kommt ein Junge damit zurecht, der seinen Vater dabei verloren hat?
Seine Stimme hört er ein letztes Mal, an diesem verhängnisvollen Tag.
Als Nachrichten auf seinem Handy.
Bedrückend, immer noch. Für jeden. Und auch für Oskar Schell- ein Jahr danach.
Die Zeit, in der der Film spielt.
Oskar- und wie er die Welt sieht. Danach. Seine Eindrücke erschlagen mich.
Seine Lügen begleiten mich. Und ich begleite ihn. Auf der Suche nach diesem
Loch,...in welches der Schlüssel passt, den er nach dem Tod seines Vaters fand.

----------------------------------------------------------------------------*****

Die Geschichte:

Erzählt wird die außergewöhnliche und berührende Geschichte
des elfjährigen Oskar Schell.
Dessen Vater bei den Anschlägen auf das World Trade- Center umkam.
Denn er begibt sich auf eine nicht alltägliche Reise, bei denen er
die unterschiedlichsten Menschen trifft. Die alle ganz persönliche
Weiter- leben- Strategien entwickelt haben.
Und die meist liebevollen Begegnungen geben Oskar Halt und Trost.
Das Geschehene zu verarbeiten.

*****-----------------------------------------------------------------------------

Fazit:

EXTREM LAUT UND UNGLAUBLICH NAH ist sehr bedrückend. Und bedeutend.
Und wertvoll, soweit man das in Verbindung mit dem grauenhaften Ereignis
beurteilen darf.
In Rückblenden wird das Erlebte mit dem geliebten Vater erzählt/ gezeigt.
Und die letzten erschütternden Anrufe bei seiner Familie. Es ist immer gegenwärtig.
Auch das albtraumhafte Ungeheuerliche. Immer da. Nie vergessen.
Nicht nur bei Oskar und seiner Mutter. In der ganzen Welt.
Ich weine gerade. Weil der Film mir so unglaublich nahe geht.

" Jedes Mal, wenn ich unsere Wohnung verließ, wurde ich ein bisschen leichter.
Weil ich Dad näher kam. Aber ich wurde auch ein bisschen schwerer- weil ich
mich weiter von Mam entfernte. "

Ein schwerer Film. Der so hoffnungslos scheint.
Aber auch ein Film, der nicht sinnlos ist?
" .....es wird nie einen Sinn haben. Es gibt keinen Sinn! "
Bereits nach der Hälfte der Geschichte war ich ziemlich aufgelöst.
" Du musst unbedingt wissen, daß ich dich über alles liebe. Ich liebe dich.
Alles wird gut werden! "
Trauriges Thema. Absolute Darsteller.
Intensiv und berührend. Zerreisst mir das Herz.

" Bist du da?...Bist..du... da..? "
WAS hat bloss die Menschen bewegt, die nur einen oder zwei Sterne vergaben?
Nichts. Auch sehr traurig.
________

FÜNF Sterne von mir. Für den Regisseur. Für die Darsteller. Für den Mut.

Lauflänge: 117 Minuten ( ohne Abspann )

Special:

- Auf der Suche nach Oskar: 7.27 Minuten.
Thomas Horn spielt hervorragend!!
3434 Kommentare|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 8. August 2015
Im Mittelpunkt des Films steht eine kleine amerikanische Familie in New York mit dem deutschen Namen Schell am Anfang des 21. Jahrhunderts: Tom Hanks als Thomas Schell, Sandra Bullock als Linda Schell mit ihrem gemeinsamen elfjährigen Sohn Oskar. Deutsche und amerikanische Schicksale sind ineinander verwoben, denn der deutsche Großvater des kleinen Oskar hat seine Eltern bei den Luftangriffen vom 13. bis 15. Februar 1945 auf die Innenstadt von Dresden verloren und er verliert nun seinen Sohn (bzw. Oskar verliert seinen Vater) am 11. September 2001 beim Angriff auf die Zwillingstürme New Yorks.

Oskar Schell leidet unter dem Asperger-Sydrom oder unter einer anderen Form des Autismus. Er kämpft mit den Mitteln eines intelligenten und kreativen Kindes darum, den Verlust seines Vaters zu verarbeiten. An einer Stelle am Anfang sagt er: "There are more people alive now than have died in all of human history, but the number of dead people is increasing. One day, there isn't going to be any room to bury anyone anymore. So, what about skyscrapers for dead people, that are built down. They could be underneath the skyscrapers for living people, that are built up. We could bury people 100 floors down. And a whole dead world could be underneath the living one."

Die Rahmenhandlung ist tragödienbestimmt, führt aber zu neuen hoffnungsvollen und überraschenden Begegnungen unter Menschen und auch die überzeugenden Dialoge machen den Film sehenswert.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Mai 2016
Sehr ergreifender Film , der bewusst macht wie endlich das Leben ist und wie groß der Schmerz über den Verlust eines Menschen sein kann besonders für ein Kind.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Oktober 2015
Ich kann mich leider den vielen positiven Rezensionen keineswegs anschließen.

Aufgrund dessen, dass das Kind eben an einer Form von Autismus (oder Asperger, wie er im Film ja vermutet) leidet, war ja schon vorgeplant, dass er nervig werden würde.
Tut mir leid, wenn sich das jetzt unsensibel anhört, aber der Junge hat eben vor allem möglichen Angst, kriegt ständig irgendwelche spontanen Gefühlsausbrüche und ist total altklug und besserwisserisch.
Wo andere vielleicht Mitleid bekommen, wollte ich nur vorspulen. Und das zwei Stunden auszuhalten, war nicht einfach.

Da ich die deutsche Version gesehen habe, kommt definitiv störend für mich hinzu, dass das Kind eine Frauenstimme als Synchronstimme hatte, die gleichzeitig ziemlich oft Emma Roberts in klassischen Mädchenfilmen vertritt. Auch wenn die "Stimme" an einigen Stellen versucht, möglichst "männlich" (wenn man das für einen Jungen in dem Alter sagen kann) versucht zu sprechen, erinnert sie mich durchgehend an den Film "Wild Child".

Allein das Ende hat mir gut gefallen. Die Auflösung an sich. Dafür bekommt der Film auch zwei Sterne anstatt einen von mir.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. August 2012
Selten ist mir ein Film es wert 5 Sterne zu vergeben. Dieser Film stellt eine dieser Ausnahmen dar, wo man 5 Sterne vergeben muss.

Über die Handlung wurde schon viel geschrieben, so dass ich an dieser Stelle darauf verzichte darauf näher einzugehen.

Der Film bewegt und ich konnte keine Sekunde mehr meine Blick vom TV lassen, so fasziniert war ich von der schauspielerischen Leistung und der Kraft der Erzählung und der Herangehensweise an die Geschehnisse des 11. Septembers.
Es gibt nur wenige Filme, die mich so begeistern konnten und auch im Nachhinein nicht mehr losgelassen haben. Die emotionale Tiefe ist ergreifend und so können nur sehr wenige Filme den Zuschauer in den Bann ziehen.

Ein Film, der ein leider viel zu kleines Publikum gefunden hat. Im Kino leif der Film fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Wenig Werbung, eine kleine Kopienzahl in den deutschen Kinos und eine kurze Laufzeit in den Kinos, die den Film zeigen durften.
Dann die Oscarnominierung als bester Film. Auch die Medien schenkten dem Film nun ein bisschen mehr Aufmerksamkeit. Meiner Meinung nach noch immer zu wenig. Ein Meisterwerk!

Bild und Ton der Blu-ray sind sehr gut; genrebedingt gibt es allerdings wenig Höhen oder Tiefen. Auf jeden Fall aber ein kristallklares Bild, weshalb der Kauf der Blu-ray schon lohnt.
11 Kommentar|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

5,81 €