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53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Kameraprodukt des Jahres 2012. Die Anti - Paparazzi - Kamera mit WOW! Bildqualität, 26. September 2012
Zunächst einmal das Wichtigste: Im unerschöpflichen Internet gibt es zwei sehr hilfreiche Seiten, die die Kaufentscheidung für die X Pro 1 (letztendlich zum positiven) beeinflussen.
Zum einen flickr.com/groups/fuji-x-pro1/pool/ - diese Bildbeispiele sprechen für sich und unterstreichen neben der ausgezeichneten, harmonisch - scharfen Qualität den viel gerühmten filmartigen Charakter" der Bilder, zum anderen scoop.it/t/fuji-x-pro1 mit zahlreichen Blogs, Bildern und kommentaren von professionellen Nutzern dieser Kamera. Der Tenor: Die X Pro 1 ersetzt in vielen Fällen eine schwergewichtige DSLR bei gleicher oder besserer Bildqualität. nun zur Rezension:

Habe die Kamera (35mm/f1.4) im April in Lübeck gekauft und bislang etwa 2500 Aufnahmen gemacht.

Das ist mein Eindruck:

Wenn ich nur einen Satz schreiben könnte, würde ich sagen, es kommt meiner Vorstellung von einer perfektem Kamera sehr nahe, wenn Geld eine Rolle spielt und man nicht ein winziges Vermögen für eine Leica M9 + Objektive auf den Opfertisch legen möchte.

Die Kamera folgt einem klassischen Bedienkonzept: Der Blendenring am Objektiv, das Belichtungskorrekturrad auf der Oberseite. Beides kann man intuitiv nutzen und man kann immer sehen, welche Blende eingestellt wurde oder ob eine Korrektur gewählt wurde. Und das, ohne die Kamera einschalten und aufs Display oder durch den Sucher schauen zu müssen. Wie in alten Zeiten! Wer mit der Zeitautomatik fotografiert, kann ganz bequem - und schnell - die Blende mit der linken Hand am Objektiv verstellen und mit dem Daumen der rechten Hand eine eventuell nötige Plus / Minus - Korrektur vornehmen. Dazu die Q-Taste, das Schnellmenü. Auf einen Tastendruck kann ich alle weiteren wichtigen Einstellungen vornehmen. Und das auch bei Verwendung des elektronischen Suchers, ohne die Kamera vom Auge nehmen zu müssen. Einige Anwender berichten allerdings davon, die Q-Taste unbemerkt zu drücken und unbeabsichtigt etwas zu verstellen.

PRO:
Bildqualität ist hinsichtlich der Farbtiefe, der Natürlichkeit, sowie des Bokehs und der Plastizität auf einem Level, der noch vor 1 - 2 Jahren nur im Mittelformatbereich zu finden war.
Sehr gute Verarbeitung, solide Griffigkeit.
Auch wenn es für die meisten keine Rolle spielen mag, die Kamera ist einfach sehr schön, der Retro - Look ist wohl dosiert.
Die Kontrollknöpfe sind groß, solide, einfach und intuitiv zu bedienen, so wie auch die Menüführung einfach und intuitiv gestaltet ist.
Nach dem letzten Firmware - update gibt es keine Probleme hinsichtlich Autofocus (auch im Dunkeln), sogar das manuelle Fokussieren ist spürbar verbessert. Die Scharfstellung über den optischen Sucher funktioniert im split - screen modus, über vertikale beziehungsweise horizontale Linien, sollte es dabei Probleme geben, reicht es die Kamera um 20 - 25° zu drehen, um scharfzustellen.
Das Auslösegeräusch ist satt und leise.
Optischer und elektronischer Sucher sind eine Freude und ein großes Plus in der Bildgestaltung.
Beim Photographieren steht nunmehr die kreative und überlegte Bildgestaltung im Vordergrund, das ziellose point & shoot findet kaum noch statt - man entdeckt wirklich die Photographie als Kunst wieder, auch wenn man natürlich nicht zum Künstler wird, wenn man die X Pro 1 hat, aber man spürt eine Veränderung vom Knipser zum Bildgestalter.

PERFORMANCE:
Fokussiergeschwindigkeit: Nach dem letzten Update kann sie es mit meiner Nikon D700 aufnehmen, habe natürlich die Millisekunden nicht gemessen habe, konnte ich keinen Unterschied feststellen, oder behaupten, die X Pro 1 sei eine deutlich langsamere Kamera als die Nikon D700.
Arbeitsgeschwindigkeit: Da die Fuji keine Firlefanz - Kamera ist mit zu vielen features, kommt man mit dem Quick - Start innerhalb von 1 - 2 Sekunden in das gewünschte Menü. Im handling sind Größe und Gewicht optimal, trotdem empfehle ich den Hangriff, und, noch wichtiger, den Daumengriff THUMBS UP EP-7S (popflash.com/TUEP7SBLK). Die Kamera bleibt diskret und seriös, in der Straßenphotogaphie fülen sich die Personen nicht wie bei einer "fetten" DSLR belästigt und abgeschossen, so mein Eindruck. Viele derjenigen, die ich photographiert habe, waren interessiert an der Kamera, eine echte Anti - Paparazzi -Kamera eben.
Die Fuji sieht unschuldig und trotzdem sehr wertig aus und es macht einen Riesenspaß, sie immer bei sich zu haben.

Wie eine schöne Uhr ist die X Pro 1 auch, aber natürlich nicht nur, ein herrliches Männerspielzeug.

WAS NOCH ZU VERBESSERN IST:
Das manuelle Fokussieren ist natürlich nicht mit einer Contax oder Leica zu vergleichen - ehrlich gesagt auch nach dem letzten update nicht (September 2012), aber es ist schon besser geworden.
Der Autofocus könnte leiser sein.

Ich bereue den Kauf bislang keinen einzigen Tag.

UPDATE am 12. OkTOBER 2012:
Die focus by wire - Funktion ist verbessert worden. Das manuelle Fokussieren hat sich deutlich verbessert. Auto ISO bei 6400 wurde hinzugefügt, aber immer gibt es noch keine Möglichkeit, die untere Grenze der Verschlusszeit zu bestimmem. Die Lesegeschwindigkeit bei der Datenübertragung von Karte auf Computer ist deutlich höher.
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59 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Kamera..., 18. September 2012
... für alle ist die X-Pro genausowenig wie jede andere Kamera.

Der viel zitierte Spruch "Die beste Kamera ist die, die man dabei hat" stimmt sicher - und die X-Pro dabei zu haben ist viel leichter als bei einer DSLR. Während ich früher eine große Fototasche oder einen Rucksack für meine Nikon-Ausrüstung geschleppt habe (oder auch nicht), reicht für die X-Pro und 3 Objektive eine Gürteltasche - bei gleicher oder besserer Bildqualität. Und die hat man deutlich öfter dabei.

Aber das ist garnicht mein Punkt. Weshalb ich für die X-Pro volle 5 Punkte vergebe, ist etwas ganz anderes. Die X-Pro ist eine Ausnahme im langweiligen DSLR-Markt. Sie macht Fotografieren zu dem, was es früher war: der Auseinandersetzung mit dem Motiv, mit Licht und Schatten, der Schärfentiefe, den Farben. Während ich mit meiner Nikon einfach "draufgehalten" und 5-10 Bilder geschossen habe, erfordert die X-Pro etwas mehr Achtsamkeit: wo will ich den Fokus haben, sollte ich in der Belichtung etwas ab- oder zugeben, mit welcher Farbabstimmung will ich arbeiten. Wer das X-Pro-Bedienkonzept versteht, wird mit hervorragenden, sehr scharfen Bildern belohnt, auch bei ISO 3200 und mehr. Natürlich kann man auch mit der X-Pro 6 Bilder pro Sekunde machen, aber man tut es einfach nicht. Sie ist weder vom Konzept noch von der Fokus-Geschwindigkeit eine Point-and-Shoot-Kamera (auch wenn der Autofokus lange nicht so schlecht ist, wie oft berichtet).

Ich habe mich in die kleine Kamera verliebt und freue mich jedesmal, wenn ich sie in die Hand nehme - etwas, das ich nur aus meiner Film-SLR-Zeit kenne. Und ich nehme sie deutlich mehr in die Hand, als jede DSLR. Insofern möchte ich den Eingangs-Spruch modifizieren: Die beste Kamera ist die, die man liebt...
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54 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen klein, leicht, edel, premium bildqualität, 16. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Fujifilm X-Pro1 Kompakte Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, HDMI, USB 2.0) schwarz (Elektronik)
Bisher auf das Pentax-System festgelegt (K5 mit den limited und DA* Objektiven) bestand wegen großformatiger Prints der Bedarf eine Steigerung der Bildqualität zu erhalten. Im Fokus der Überlegungen war der Wechsel auf ein Canon-System: EOS 6D mit den EFL-Objektiven. Da ich Natur- und Reisefotografie betreibe, wollte ich ein möglichst kleines Gehäuse, da ich mich nicht mehr totschleppen wollte.

Die Wahl führte überraschender Weise zur Fujifilm XPro-1, die als Sucherkamera und von ihrer Bedienung her ein völlig anderes Fotografieren erfordert. Das Bedienkonzept dieser Kamera erfordert eine intensive Auseinandersetzung, und das Handbuch werden auch erfahrene Fotografen zur Hand nehmen müssen. Das Konzept ist jedoch durchdacht und man nimmt die Kamera am Ende gar nicht mehr vom Auge, weil alle Kontrolle über die rechte Hand und den Sucher möglich ist.

Die Bedienung der Kamera erinnert an alte Analogzeiten. Es gibt ein Blendenrad am Objektiv (wie herrlich), Zeit- Blendenvorwahl, Automatik. gottseidank keine Motivprogramme oder anderer Unsinn. Es ist eine Kamera für Fotografen, die über das Motiv bestimmen wollen.

Positiv:

- klein, leicht, top verarbeitet - hohe haptische Qualität
- Schalter und Knöpfe mit perfektem Druckpunkt und gut fühlbar.
- überragende Bildqualität, Schärfe, Auflösung im Bereich einer Fullframe-Camera
- excellente Objektive; sogar das Zoom 18-55 ist hervorragend
- hoher Individualisierungsgrad auf verschiedenen Foto- und Benutzerumgebungen
- Geniale Suchertechnologie (Rahmenkontrolle, OLED-Display, etc.)
- leise und unauffällig

Negativ:

- Akku kann verkehrt eingelegt werden; dann denkt man das Ding sei hinüber
- Ein- Ausschalter sollte Kippverriegelt sein
- Die SD-Card befindet sich im Akkufach am Boden, schlecht bei Stativeinsatz.
- Akkuleistung sollte höher sein; allerdings erst fünf Ladezyklen - vielleicht wird es noch
- derzeit noch beschränkte Objektivauswahl, eine echte Telebrennweite fehlt noch.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Alternative zur DSLR?, 10. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Fujifilm X-Pro1 Kompakte Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, HDMI, USB 2.0) schwarz (Elektronik)
Seit längerem schon schiele ich auf diese unglaublich smarten Systemkameras. Nun stand ja bekanntlich wieder einmal Weihnachten vor der Tür und so kam mir schließlich die Fuji X-Pro1 ins Haus nicht über Amazon und nicht ohne dass ich mich zuvor im Netz durch reichliche Rezensionen gelesen hätte. Es gab auch andere Kandidaten im Rennen um meine T€uros. Zu Wahl standen die kleineren Sensorgrößen der MFT Klasse aber auch die Sonys mit ihren verlockenden ZEISSen. An der Nikon ohne Spiegel hätte mir die schnelle FpS-Rate gefallen. Bisher arbeite ich gern mit der D300s, also einer Nikon. Da wäre mir dann fast eine D800 ins Haus gekommen, (auch eine geile Kamera) und warum nicht eine D4 oder oder oder ...

aber wozu braucht man 36 Millionen Pixelchen? Ein Kamerakauf bleibt doch immer ein Kompromiss.

Dann schaute ich mal auf die letzten paar Jahre meiner eigenen Fotogeschichte und fragte mich, wie ich denn am liebsten arbeiten würde. Es gibt so viele Spezialgebiete in der Fotografie und ein moderner Chip fasst hunderte von schlechten Bildern in hoher Qualität, da muss man sich im Klaren über die eigenen Bedürfnisse sein und das schlage sich auch in der Rezension nieder.

Ich erinnere mich noch an meine Contax RTS III, mit der war ich über viele Jahre unterwegs und damit ein Bild nicht zu machen war eigentlich schwer, wenn nicht unmöglich. Sie war einfach und sehr intuitiv zu bedienen! Blendenring, vorfokussiert mit kleiner Blende schnell also wirklich schnell. (Aber auch eine relativ schwere Kamera - früher war auch nicht alles besser ;-)

Ich versuche immer möglichst wenig dabei zu haben und achte lieber auf die schnellen Möglichkeiten. Ich staune gelegentlich nicht schlecht, wenn so ein seltenes Wesen mit einem LowePro-Rucksack voller "Gears" und einem Stativ daherkommt, dass ich fürchte, es könnte jeden Augenblick das Gleichgewicht verlieren, Vermutlich wird kaum jemand jemals so einen beim Ablichten beobachten können, so scheu wie diese Wesen zu sein scheinen.

Nun zur X-Pro1:
Kein Spiegel: Toll, da keine Retrofokusprobleme gelöst werden müssen, darf der Erwartungswert für bessere Linsen hoch sein :-) (und inzwischen gib es ja ein paar!)
APS-C Sensor: OK, kein Vollformat aber dennoch kein kleiner Sensor. :-)
16Mpix: Mehr als ich benötige. :-) (OK man könnte mit mehr öfter digital zoomen ... Wer's braucht)
Crop 1,5: damit kann ich gut leben und habe immer ein sicheres Gefühl für die zu erwartende Perspektive.
1/4000 sec: Nun, da fehlt mir sicher die 8000stel, um bspw. auch bei taghellen Umgebungen dennoch voll aufblenden zu können. Also muss man den Graufilter öfter einpacken - Das bleibt aber noch akzeptabel :-|
Retro-Auslöser: Keine Ahnung, wer so etwas braucht, ich nicht! :-( Die Auslösung selbst klappt natürlich. Hier fehlt mir einfach die Möglichkeit zur funkferngesteuerten Auslösung bspw. für Timelaps, etc. - nichts gegen mechanische Lösungen, solange dafür Strom gespart wird, aber warum dann ausgerechnet am Auslöser?
Blendenring: ist in 1/3 Stufen, deutlich einrastend! Das ist für mich optimal. :-) Nichts kann das toppen.
Manueller Fokusring (35mmf:1.4): - Wouh! Wer hat's (neu) erfunden? ;-)
Der Hammer: Allein mit Blendenring und Zeitrad wird bestimmt, ob Zeit-, Blenden-, Programmautomatik oder M-Modus eingestellt ist. Wouh wie einfach gelöst! :-)
Zeitring: Der verriegelt sich selbst in der A-Position. Das kommt mir insofern entgegen als es zu Analogzeiten auch so war und ich nur selten mit Blendenautomatik arbeite. Der Zeitring lässt sich aber nur mit 3 Fingern aus dieser Position verstellen. Dadurch verliert man eventuell die kostbare Zeit für den richtigen Auslösemoment, wenn doch mal die Zeit als wichtiges Element der fotografischen Gestaltung benötigt wird. Fuji: Geht das nicht auch besser? Ihr habt uns viele Funktionen in die Firmwareupdates gebracht, danke ... Jedenfalls ist das Zeitrad nicht so gut zu erreichen aber es bleibt im grünen Bereich und passt natürlich zum Look and Feel der Retro-Idee.
Belichtungskorrekturrad: Das ist genau an der richtigen und wichtigen Stelle angebracht und gut mit dem Daumen einstellbar. Dazu hat es die typischen 1/3 Werte von +2 bis -2.
Fokusmodus (S-C-M): Ist leicht mit dem linken Daumen, der sowieso am Blendenring greift, einstellbar! :-)
Q-Menü: Das ist einfach genial und wird es erst recht durch das Speichern von bis zu 7 Custom settings.

Bis hierhin finde ich alles bis auf den Retro-"Draht"-auslöser hervorragend gut gelöst!

Fokusgeschwindigkeit: Hier wurde die X-Pro ja mehr als schlecht geredet. Doch über die Firmwareupdates wurde das wirklich nachgebessert. Für Fotografen mit Ambitionen zu sportlichen Aufnahmen wird es aber keine Alternative sein. Schnell ist der Fokus immer dann, wenn ich im Sucher auf irgendwas Senkrechtes fokussiere. Mit dem Trick lassen sich durch Verdrehen der Kamera auch diagonale oder waagerechte Linien als Fokushilfe finden.
Fokusfeldauswahl: Auch neu über die Updates sauber implementiert: Die "Süd-Taste" lässt sich dafür verwenden.
Dioptrienkorrektur: Fehlt! Das verstehe ich nun überhaupt nicht. Dafür hatte ich bisher noch an jeder Knipse ein kleines Wahlrad. Immerhin soll der Sucher als wichtiges Argument für die X-Pro dienen... :-(
Was soll das mit einschraubbaren Linsen? Dann darf nur noch ich die Kamera verwenden oder wer sagt mir welche Linse ich brauche? Mit Brille sehe ich nur geschätzte 80% des Sucherbildes. Aber wie auch immer, der hybride Sucher ist genial. Irgendwer beschwerte sich wegen der ungenauen Parallaxe-Korrektur, was inzwischen per Firmware noch einmal verbessert worden sein soll (Wer will das nachmessen?). Das verstehe ich nun gar nicht. Bei Nahaufnahmen schalte ich einfach um und sehe den Live-View im Sucher oder nutze gleich das große Display.

Stativgewinde & SD-Kartenfach: Ist aus meiner Sicht am abwegigsten gelöst. Der Chip gehört an die Seite -Punkt - und das Stativgewinde unter die optische Achse - Punkt - Immerhin gibt es in Kürze einen neuen Zusatzgriff mit Öffnung für Akku und SD-Karte, sowie einem richtig angeordneten Stativgewinde, Marketing?!

Menüs: Sind sehr ordentlich gruppiert und eigentlich auf Anhieb intuitiv zu gebrauchen. Wer sich da an einer fehlenden 24h Anzeige stört, sollte besser mit dem Handy fotografieren ;-)

Linsen: Hm, Zunächst kann ich in Kürze endlich wieder mit meinen alten Zeissen fotografieren. Das fehlte mir wirklich. Ich bin gespannt, wie die sich an einer digitalen machen werden ...
Das mitbestellte 35mm f:1.4 ist ein echtes Normalobjektiv, knackscharf und die JPGs sehen wirklich gut aus. Es ist ein Leichtes, aus einer Aufnahme noch einmal 6 neue Aufnahmen als Teilmengen raus zu ziehen ... Sauscharf! :-D
Ich bin auf mein nächstes, das 23er f:1.4 gespannt und vielleicht sogar auf das 56mmm f:1.2 und so weiter. Die Aufnahmen auf DPReview zeigen brillante Bilder.

Ach so, der eingebaute Blitz fehlt und ja das macht mir nichts aus. Die eingebauten Dinger sind ja zu keiner Lichtführung fähig, also lasst sie besser gleich weg. Oder macht Ihr Fotos zur "Beweissicherung" ;-)

Und noch was: Filmen ist für mich eigentlich kein Thema. Es klingt scheußlich; wer (nicht nur mit der X-Pro) filmen möchte, sollte sich gleich ein richtiges Aufnahmegerät, wie das Zoom H2 oder H4 o.ä., dazukaufen.

Nun habe ich doch eine ganze Reihe kritischer Bemerkungen festgehalten und dennoch ist das meine Neue geworden. Es ist die Haptik, linke und rechte Hand arbeiten gut zusammmen, die schnelle intuitive Einstellung der wichtigen Werte oder die auch bei ISO 6400 große Klasse des Bildergebnisses ist es: Die Qualität der Aufnahmen macht für mich die Wertung: 4.9 Sterne!
(Oder soll man wegen der paar Kritikpunkte mehr abziehen?)
Für 2000€ hätte ich sie mir nicht näher angesehen, da das doch eher die Liga einer D800 wäre. Inzwischen kostet sie mit dem Normalobjektiv rund 1300€, das halte ich für angemessen.

Habe ich etwas vergessen? Vermutlich ja. Daher mein persönliches Fazit: Endlich eine Kamera, die ich wirklich wieder immer dabei habe. Über die Schulter aber unter der offenen Jacke die Kamera, in der einen Jackentasche ein Objektiv, in der anderen ein paar Kleinteile (Filter, Deckel etc.).

Ein letztes Lob an Fuji: Nahezu jeder relevante Kritikpunkt der ersten Rezensionen wurde war genommen und über die Firmware korrigiert. Da könnte sich manch einer ein paar Scheiben abscheiden...

Ergänzung:
Wer Satire mag, findet hier [...] den Beweiß dafür, wie schlecht die Fuji X-Pro eigentlich ist.

Noch eine Ergänzung:
Inzwischen gibt es die X-E2 mit kleinerem Gehäuse, wenn auch nicht in Vollmetall; schnellerem Prozessor und beiden AF-Systemen Kontrast und Phase. Macht 0,08 Sec Fokusspeed! Die FPS bei Video reicht bis zu 60. Der EVF hat die bessere Auflösung. Hier punktet die Pro1 im Vergleich nur noch beim Gehäuse, dem besseren Display und dem optischen Sucher. Für mich lohnt sich kein Wechsel, wer aber neu investiert hat eine Wahl ... Vierl Spass beim Probieren
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fuji X-Pro1, immer noch eine Top Kamera, 9. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Fujifilm X-Pro1 Kompakte Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, HDMI, USB 2.0) schwarz (Elektronik)
Ende Oktober letzen Jahres (2013) habe ich die Fuji X-Pro1 gekauft. Zu dem Zeitpunkt war schon die Fuji X-E2 im Gespräch, da ich aber schon mit der Fuji X-E1 fotografiert hatte habe ich sie bewusst der Fuji X-E2 vorgezogen.

Zum einen ist es der Optische Sucher welchen ich zu 85% verwende, dazu die bessere Verarbeitung. Ich sage nicht dass die X-E1/E2 schlecht verarbeitet wären, im Gegenteil, aber man spürt dass die Fuji X-Pro1 ein Ganzmetallgehäuse hat, auch bei den Tasten und Drehrädern spürt man die bessere Verarbeitung. Finde ich jedenfalls.

Zwar bringt die Fuji X-Pro1 gewichtsmäßig etwas mehr auf die Waage, ich empfinde aber dass sie aus diesen Grund, auch wegen der etwas größeren Maße besser in der Hand liegt und etwas mehr Masse sorgt auch für eine ruhigere Haltung.

Der Sensor ist nun auch nicht mehr der neuste, wie in der Fuji X-E2 oder Fuji X-T1, fotografiert man aber in RAW macht das keinen Unterschied. Dazu gefallen mir persönlich die Farben des "alten" Sensor's, welcher im Grunde ja eigentlich immer noch der gleiche wie in der X-E2/X-T1 ist besser.

Die Fuji X-T1 ist natürlich auch eine Top Kamera, den Spritzwasserschutz hätte ich auch gerne an der Fuji X-Pro1, aber ich bevorzuge das Messsucherähnliche Prinzip der X-Pro1. Zudem, so finde ich, ist man mit dieser Kamera wesentlich unauffälliger.

Oftmals habe ich an der Fuji X-Pro1 nur das XF18mm, besonders wenn ich mit dem Fahrrad auf Touren gehe, so kann ich sie bequem in eine Bauchtasche packen und habe sie schnell parat. Dazu habe ich noch das XF35mm, mit diesen beiden Objektiven komme ich sehr gut zurecht, auch die ideale Reisekamera.

Solange es keinen direkten Nachfolger für die Fuji X-Pro1 gibt werde ich auch bei dieser bleiben, auch und trotz der ganzen Diskussionen betreffend FF, denn trotz ASP-C braucht sich das Fuji System betreffend Bildqualität nicht vor FF zu verstecken. Klein, Kompakt, leicht, handlich, das wäre bei FF auch dahin.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kamera-Fazination ! This camera is magic ! Aber ganz so wie die Werbung sie darstellt ist sie auch nicht., 5. Oktober 2013
Von 
Harry So nah (Plöner See) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Fujifilm X-Pro1 Kompakte Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, HDMI, USB 2.0) schwarz (Elektronik)
Eigentlich brauche ich als Amateur, der nur gelegentlich knipst, die Fuji gar nicht, seit Jahrzehnten habe ich meine Nikonausstattung auf D5000 + 7 Objektive + SB600 aufgeschraubt, dazu in den letzten zwei Jahren eine anständige Micro Four Thirds (m4/3) Ausrüstung basierend auf Lumix GH2, Lumix GH3, Pen PL3 und 9 Objektive.
Nebenbei noch gute Bridge-Kameras und kiloweise Blenden / Gelis, Filter, Display-Blendschutz, Stative, Blitzer, Reflektoren, Ladegeräte und sonstiges Zubehör, wie jeder ernsthafter Amateur auch.
Um einen Foto-Laden aufzumachen reicht es zwar noch nicht, aber es ist mir klar, dass ich völlig über-ausgestattet (meine Frau hat das natürlich erkannt) und unter den Kamera-Besitzern absolut privilegiert bin.
Bevor Sie sich in abenteuerliche Investitionen wie die Anschaffung der X-Pro1 und teueren Linsen dazu, sollten Sie also schon vorab untersuchen ob nicht finanzielle Colateral-Schäden, z.B. Taschengeld- oder Hushaltsgelderhöhungen als Schweigegeld mitbudgetieren müssen.

Wiesoooo ich dann unbedingt die Fuji X-Pro haben müßte, werden sicherlich die Meisten von Ihnen nicht verstehen und mit dem Kopf schütteln.
Aber um das zu erklären, muß ich fast 50 Jahre zurückblicken. Damals hatte ich als Schüler meine erste Kamera, eine Voigtländer mit Blasebalg und habe mich damit nicht mit Ruhm bekleckert. Viele Jahre später gönnte ich mir eine Nikon FT2, die mich durch Wüste, Savane und Urwald viele Jahre begleitete.
Sie war immer zuverlässig und unverwüstlich. Nebenbei besaß ich so gut wie alle Nikon, die F301, F65, F100, F3, F4... und est in den letzten Jahren die D40, D3000, D3100...und jetzt die D5000 und die reicht auch für mich.
In den letzten 2 Jahren war es aber kaum möglich den technischen Fortschritt - insbesondere mit der Einführung der spiegellosen und des m4/3-Standard - zu ignorieren. So kam ich nach und nach zu Olympus und zu Lumix mit den GH2 und neuerdings zur GH3. Das sind fantastische Kameras und es gibt mit Zuiko, Panasonic, Leica und Voigtländer ebenfalls fantastische Linsen dazu, teilweise mit unglaublichen Lichtstärken, randscharf und appetitliche Brennweiten...
Aber mit jede neue Kamera versackte ich in einem Sumpf aus Platik, Menüs und Untermenüs, technische Möglichkeiten und Automatismen und war nur noch damit beschäftigt die Bedienung der Kamera zu studieren und nicht mehr mit fotografieren. Irgendwann wurde mir klar, dass ich auf dem völlig falschen Weg war und fing an zu überlegen, eine Leica zu kaufen um mich auf das Fotografieren zurück zu besinnen. Zum Glück ist sie (ohne Objektive) so teuer wie einen Kleinwagen und das hat mich davon abgehalten, aber die Sehnsucht nach einer "richtigen" Kamera ohne W-Lan, Farblabor und Manipulationen aller Art war latent und wuchs mit jede Neuerscheinung und technische Orgie der Kamerahersteller.

Ich spaziere gelegentlich und regelmäßig im Web, ziemlich Routinemässig und sah die wunderschönen Familien- und anderen Fotos von Ken Rockwell und seine Kommentare zur Fuji X-100 und X-100S. Das erweckte meine Neugierde und von da an las und sah ich alle verfügbaren Tests, Rezensionen, Kritiken, Videos über die Fuji X, was mich ca. 3 Wochen beschäftigte. Ich möchte nicht darauf eingehen, das kann jeder für sich, aber am Ende wußte ich: "Das ist meine Kamera" !

Mein Problem war nur: "Welche ?", denn die X-100 und X-100S haben eine fest eingebaute 35mm-Linse und da wußte ich, dass ich langfristig, bei einer X mit Wechselobjektiv landen würde - wenn schon, denn schon ! Es hätte auch im Notfall die silberne X-E1 sein können, aber die Abwesenheit eines optischen Suchers hätte ich auf Dauer schwer ertragen... Das kenne ich von meiner PEN-PL3.
So kam ich zur X-Pro1.

Die X-Pro1 ist natürlich richtig teuer und ich müßte einige Ferngläser, Uhren, Spektive etc. verkaufen, denn mit beiden Zoom-Zusatzobjektive 18-55mm und 55-200mm kommt man z.Z. locker als Kit auf über 2.000 Euro und einzeln kosten die drei Teilen einige hundert Euro mehr. Eine Festbrennweiten-Linse wie das 35mm f:1.4 kostet z.Z. ab 500 Euro, das Zeiss Touit 32mm f:1.8 ab 800 Euro. Für eine Komplette Ausstattung mit beiden o.g. Zooms, dazu die 18mm, 35mm (oder Zeiss 32mm), 60mm, Blitz (die X-Pro hat keins), zweiter Akku etc. kratzt man ohne Anstrengung an der 5.000er Grenze.
Zum Glück gibt es für arme Leute seit kurzem die X-E1, fast baugleich mit der X-Pro aber mit Bordblitz und ohne optischer Sucher zum "Dumpingpreis" um 700-800 Euro und als Kit mit dem 35mm ab 1.200 Euro. Das ist der Mindesteintrittpreis in der Fuji X-Klasse. Damit ist man flexibel und kann später nachrüsten.
Die X-100S mit festeingebaute 35mm-Linse ist auch nicht günstiger. Die Einsteigergeräte X-10, X-20 & Co. lasse ich bewußt ausser acht.

Unter diesen Umständen, wäre es rationaler gewesen eine Spitzen-Nikon zu kaufen. Aaaaber... es gibt einerseits diese üble Gerüchte über Flecken auf die "Vollformat"-Sensoren und andererseits habe ich inzwischen Verdauungsstörungen bei allen Kameras aus Polycarboat, vollgestopft mit bunten Displays, W-Lan und Spielkram...Kurz gesagt, ich hatte wieder Appetit auf Hausmannkost, auf Exklusivität, heavy Metall, optischer Sucher, Drehrad mit Verschlußzeit wie bei meiner alten Nikkormat FT2, die sich so einfach ohne Bordcomputer mit zwei Räder steuern ließ...

Die obigen Beträge für eine Fuji-X-Ausrüstung sind natürlich Summen, die für Otto Normalverbraucher erschreckend klingen.
Aber die X-Pro1 oder X-E1 sind keine Kameras für "normale" Leute !
Wir reden hier wirklich über die S-Klasse der Systemkameras und über einen Bedienungskonzept, das auf Menschen zielt, die manuell fotografieren wollen, Blenden-, Verschluß- ISO- oder Dynamik-Veränderung in Fleisch und Blut haben und sich kaum mit Menüs und tausend Knöpfe Beschäftigen wollen.
Ganz so ist es aber nicht:
-Zum einen gibt es auch eine Automatik-Funktion für Blende, Verschlußzeit, ISO etc. (für Schnappschüsse, wobei die Kamera beim Kaltstart ca. 2 Sekunden braucht bis sie bereit ist)
-zum anderen kommt man an den Menüs auch nicht ganz vorbei, und zwar z.B. um die Kamera zu konfigurieren oder z.B. die ISO oder Filmsorte und einiges mehr zu bestimmen.
Allerdings, kann man schon fast die Grund-Einstellungen wie Verschlußzeit oder Blende vor dem Start äusserlich erkennen. Ich sage fast weil beide verfügbare Zoom-Objektive keine Blenden-Markierung haben und um die ISO abzulesen braucht man die Fn-Taste, also die betriebsbereite Kamera.
Wie man sieht, ist die X-Pro1 also weder Fisch noch Fleisch:
Man wird sie i.d.R. manuell bedienen, aber an der Elektronik geht trotzdem kein Weg vorbei. Das gilt natürlich auch umgekehrt.
Eigentlich hatte ich mir das nicht so vorgestellt, aber man muß das Handbuch lesen, herum experimentieren und zusätzliche Fachlitteratur (z.B. das Buch "Fujifilm X-Pro1" vom Franzis-Verlag) studieren um das Teil relativ schnell zu beherrschen. Aber 4-20 Stunden - je nach Ansprüche - muß man schon investieren. Die X-Pro1 als "manuelle" Kamera zu bezeichnen ist genau so richtig wie Alligatoren als Haustiere zu Klassifizieren.

Die X-Pro1 besitzt weder schwenkbares Display noch Touchscreen. Das hat ihr Pünkte und Plätze im Ranking der besten Kameras gekostet.
Sie ist wie ein feiner Roadster mit Ledersitze, 400 PS und manueller 7-Gang-Getriebe ohne Klimaanlage, Fensterheber oder Stereo-Anlage, Der Motor spielt die Musik. Aber wenn man möchte, kann man mit Spursassistent, Abstandhalter, Bremsassistent, Kurvenlicht, Navi und Automatic-Getriebe fahren. Sie sind nur nicht vordergründig aber mit am Bord !
Und noch eins: Sie startet nicht blitzschnell und ist als Sportkamera nicht erste Wahl.

Wie ich schon vorher sagte, wer mit der X-Pro1 liebaugelt, sollte bereit sein, zwischen zwei und fünf tausend Euro für ein gut ausgestattetes System auszugeben. Klar, es wird immer Schlaumeier geben, die behaupten werden, ein 35mm reicht aus, man soll seine Füße benutzen. Ich stehe aber auf dem Standpunkt, dass eine solche Kamera nur Sinn macht wenn man Brennweiten von 12-200mm besitzt, dazu Blitzgerät, Ersatzakkus, Stativ, POL- und UV-Filter etc. um alle Situationen abzudecken.
Nun die Preisfrage: Ist das Fuji X-Pro-System das Geld wert ?

M.E. ja ! Was man da in die Hände hat ist schon ein Meisterstück, das an einer modernen Leica schon sehr errinert, nur technisch viel, viel umfangreicher. Offensichtlich hat sich Fuji bemüht das Beste und das Machbare zusammenzutragen: Alles Metall, made in Japan, Spitzentechnik, Performance, Präzision... sogar die Emaille der Beschriftung soll per Hand in Japan aufgetragen sein. Für mich weckt diese Kamera und die dazu passende Objektive Emotionen, in etwa wie die Neuauflage des Mercedes SL 300 mit Flügeltüren. Die Qualität der X-Pro1 hört aber nicht bei Materialien und Verarbeitung auf.

Sensor und Abbildung sind so gut, dass Chip in März 2012 "100%" für die Bildqualität vergeben hat. Die bestplazierte Sony 77 mit 24 MP kam auf 90%, die Canon EOS 70D auf 87,6%, die Nikon D7100 ebenfalls mit 24 MP auf 90,4% etc. Das führte natürlich zu einem Sturm der Entrüstung bei den Fachleuten, die meinten, daß diese Note ausschließlich von einer "Vollsensor"-Kamera der Spitzenklasse - wenn überhaupt - erreicht werden könnte / dürfte.
Aber wenn ich (und meine älteste Tochter, die in der Film- und TV-Branche arbeitet) mir die Bilder der X-Pro1 anschaue, muß ich zugeben, dass sie ziemlich verblüffend sind. Bei allen namhaften Testzeitschriften und Fachleute, die ich im Internet angesehen habe klang die Begeisterung ähnlich.
Wenn ich mir die Bewertungen bei den internationalen Amazon-Seiten anschaue (und ein Paar Negativbewertungen wegen zu hohe Preise oder schlechte Lieferung vernachlässige) erntet die XPro1 durchgehend knapp 5 Sternen.

Persönlich bin ich noch nicht so weit, habe gerade die ersten Bilder mit verschiedenen Einstellungen unter ungünstigen Lichtbedingungen geschossen und habe natürlich die Möglichkeiten der Kamera und der Objektive nur im Ansatz angetestet. Aber es sieht bisher so aus, als meine (hohen) Erwartungen erfüllt werden. Was mich ein wenig ärgert, ist dass die Software vollgestopft ist mit Möglichkeiten und Gimmicks, genau wie die Kameras der Spitzenklasse.
Wer, so wie ich, puristische Erwartungen hat, wird also enttäuscht. So gut wie alles kann manipuliert werden. Aber die Menüs sind klar strukturiert und verständlich. Natürlich habe ich noch Probleme dies oder das zu finden, aber ich habe die Kamera nur seit ein Paar Stunden und das Handbuch nur z.T. gelesen. Das wird sich in den nächsten Tagen alles geben.

In Prinzip ist die X-pro1 eine hochentwickelte Kamera wie die anderen der Ober- und Spitzenklasse auch, aber mit allerfeinste Fertigungsqualität, wobei man manuell direkter Zugriff auf Verschlußzeit, Belichtungskorrektur (Drehräder am Oberteil des Gehäuses), Zoom und Blende (über Drehringe am Objektiv).
ISO ist über die Fn-Taste ebenfalls direkt erreichbar. Der Rest inkl. alle Spielereien, über das Menü.
Ich möchte hier nicht anfangen zu Listen was die X-Pro1 alles kann, dafür gibt es Prospekte, Werbung, Videos von User, Kundenbilder und Bücher mit rd. 300 Seiten.
Meine Absicht ist lediglich von meinem Standpunkt die hohe Qualität, die Gesamtkosten und das Preis-Leistungsverhältnis der X-Pro1 zu erörtern.

Wenn mir etwas negatives auffallen sollte, werde ich natürlich ein Update nachschieben.
Eins ist schon mal klar: Die beiden Zooms arbeiten wie Luftpumpen. Das dürfte nicht allzulange dauern bis feinster Staub in die Optik eindringt.
Die Vorderlinse dreht manchmal leicht mit, was beim Pol-Filter problematisch sein könnte. Ich denke es ist empfehlenswert, so oft wie möglich die Fest-Brennweiten zu montieren und die Zooms zu schonen. Für den Moment bleibt es noch bei 5 Sternen.

Fortsetzung folgt ganz bestimmt !
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ungefähr anderthalb Schritte vor Perfektion (ein Vergleich mit der X-E2), 24. Februar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Fujifilm X-Pro1 Kompakte Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, HDMI, USB 2.0) schwarz (Elektronik)
Mein Herangehen an die Fujifilm X-Pro1 ist sicher ungewöhnlich. Denn ich habe bereits seit Mitte Dezember - also seit einigen Monaten - eine Fujifilm X-E2. Diese ist allerdings wg. eines Defekts am Auslöser für 3 Wochen im Service. Als Leihgerät hat mir Fuji eine X-Pro1 zur Verfügung gestellt, die ich nun eben für drei Wochen nutzen konnte. Habe ca. 500 Auslösungen mit der X-Pro1.

Ich fotografiere seit etwa 10 Jahren digital – zunächst neben dem analogen Fotografieren mit einer kleinen IXUS von Canon. Später mit der 40D, also einer relativ großen und schweren digitalen Canon DSLR. Mit dieser Kamera hatte ich auch mein einziges Zoom-Objektiv, ein hervorragendes 17-55mm Objektiv mit einer durchgehenden Lichtstärke von 1:2,8. Hinzu kommen weiteren Festbrennweiten, ein 200er mit 1:2,8 und ein 100er Makro mit 1:2,8. Die große Canon 40D erfüllt hinsichtlich Bildqualität, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit (auch des Autofokus) lange Zeit alle meine Wünsche. Leider ist sie gerade mit dem Zoom-Objektiv mit ca. 1.700 Gramm zu schwer und für das jeweilige Motiv optisch sehr auffällig. Mir sind schon einige tolle Bilder verloren gegangen, weil die Kamera so auffällig ist. Außerdem ist sie von der Lichtgeschwindigkeit her einfach etwas limitiert. Bereits bei ISO 1600 wird sie sehr grieselig. 3.200 ist nur noch schlecht verwendbar.

Vor der digitalen Zeit hatte ich auch mehrere kleine Sucherkameras. Darunter Rolleis, eine LEICA M4 mit einem 50mm Objektiv, auch mal eine (natürlich analoge) Contax G1 und dann eine LEICA M6. Lange ist's her. Ich fotografiere nicht mehr analog.

Der Versuch, die Lücke zwischen den IXUS-Kameras und der großen Spiegelreflex zu schließen und eine eierlegende Wollmilchsau zu finden, führte zunächst zur Anschaffung einer Fuji X20. Diese erfüllte viele Erwartungen und wurde über ca. ein Dreivierteljahr bei mehreren Urlauben und im Alltag genutzt. Die X20 ist im Vergleich zu ihren guten optischen Leistungen klein und leicht. Allerdings lässt sie beim Autofokus und bei der Bildqualität bei Schwachlicht immer noch etwas Wünsche offen. Diese offenen Wünsche führten dann zur Anschaffung der X-E2.

Meine Art zu fotografieren hat sich nach der X20-Zeit noch etwas verändert hat. Ich fotografiere - seit ich die X-E2 habe - vor allem manuell. Kein Autofokus. Nur wenn es mal wirklich schnell gehen muss und ich vermute, dass ich für die Belichtung wenig Zeit habe, wähle ich die Zeitautomatik oder auch mal die ISO-Automatik unter Einsatz der Belichtungskorrektur. Für die Blendenautomatik oder Programm-Automatik habe ich keine Verwendung.

Noch zu meinem Einsatzzweck: Ich fotografiere weniger "technisch". Ich versuche eher, Emotionen oder kleine Geschichten einzufangen bzw. zu transportieren. Ich meine, dass ein technisch nicht ganz einwandfreies Bild eine Daseinsberechtigung haben kann, wenn es an anderer Stelle etwas zu bieten hat. Umso schöner, wenn ein gutes Motiv auch technisch sauber eingefangen wurde.

Zum Rahmen: Ich habe die Kameras im Modus „RAW + Fine“ genutzt. Als Objektiv standen das „50er“ zur Verfügung, also das Fujinon XF 35mm F1,4 R Objektiv. Da mich das Objektiv positiv beeindruckt hat, habe ich dazu auch eine Rezension geschrieben. Außerdem habe ich "das 28er" (Fujifilm Fujinon XF 18mm F2 R Objektiv) und "das 21er" (Fujifilm Fujinon XF 14mm F2,8 R Objektiv). Gerne setzt ich mit den Fuji X-Kameras auch meine alten Canon FD Objektive (ohne Autofokus) ein. So setze ich mit großer Freude ein sehr gutes 85mm Objektiv mit 1:1,2 wieder ein. Außerdem ein 100mm f/2.0 und ein 50er MD f/1,4 von Minolta.

Bei der weiteren Besprechung möchte ich unterscheiden in Bereiche, die die X-E2 und die X-Pro1 gemeinsam haben und solche, bei denen jeweils Unterschiede bestehen.

Vorangeschickt: Die X-Pro1 ist spürbar größer und schwerer als die X-E2. Und das sind negative Eigenschaften. Denn ich will KLEINE und LEICHTE Kameras.

Gemeinsam haben beide eine aus meiner Sicht überragende Bildqualität. Bei Helligkeit, bei wenig Licht, bei statischen Motiven, bei bewegten Motiven (Streetfotografie oder krabbelndes und laufendes Kleinkind). Ich habe mich noch an keine Kameras so rasch gewöhnt wie an die X Kameras von Fuji. Bedienung, Haptik, Äußeres und Bildergebnis sind einfach genau so, wie ich mir das vorstelle. Dabei möchte ich aber anmerken, dass ich durch ein halbes Jahr Erfahrung mit der Fuji X20 eine gewisse „Prägung“ hinsichtlich der Fuji-Ästhetik und Bedien-Logik hatte.

Gemeinsam haben die X-E2 und die X-Pro1 die Funktion "What-You-see-is-what-You-get". Schaut man im manuellen Modus auf's Display oder in den (elektronischen) Sucher, kann man sehr genau sehen, wie die Belichtung des späteren Bildes aussehen wird. Das führt bei mir dazu, dass ich sehr häufig manuell fotografiere, etwa um bei offener Blende freizustellen oder bei bewegten Motiven eine kurze Zeit zu gewährleisten. Insbesondere bei knappem Licht (Kerzenschein, Schatten, Indoor mit weit entfernten Lichtquellen) wird die Blende aufgerissen und eine 30tel eingestellt und dann bei z.B. 1600 ASA geprüft, was der Sucher wiedergibt. Dann wird entweder dankbar eine weitere Zeitstufe schneller geschaltet - oder - wenn man abstützen kann und sich das Motiv wenig bewegt - doch die Blende eine halbe oder ganze Stufe geschlossen. Ist es etwas dunkel, weiß man, dass man aus dem RAW auf jeden Fall noch eine Blende herausholen kann. Das ist alles einfach klasse! Dabei muss man allerdings anmerken, dass dieser Vorgang beim EVF der X-E2 besser funktioniert als bei der X-Pro1, da der Sucher dort "schliert" und bei Schwachlicht einfach eine schlechte Bildqualität liefert.

Eine der Hauptunterschiede ist der bei X-E2 sehr viel schnellere Autofokus (Phasendetektions-AF statt lediglich Kontrast-AF).
Hinzu kommen der bessere elektronische Sucher (EVF) der X-E2 und der optische Sucher der X-Pro1, der dort oft zum Einsatz kommt.
Da der EVF der X-E2 deutlich besser ist, kommt dort gar nicht oft der Wunsch nach einem optischen Sucher auf.

Ich gestehe: Selten vermisse ich bei der X-Pro1 auch mal den eingebauten Miniatur-Blitz der X-E2.

Zusammenfassung: Die X-E2 (Vorstellung Ende Oktober 2013, im Handel Dezember 2013) ist im Vergleich zur X-Pro1 (Vorstellung Januar 2012, im Handel ab März 2012) die - wen wundert es? - deutlich modernere Kamera. Das ist auch wenig überraschend, da sie fast 2 Jahre jünger ist. Den optischen Sucher der X-Pro1 hätte ich gerne in meiner X-E2. Der Wunsch ist aber nicht groß, da der EVF der X-E2 sehr gut ist. Aber das ist es denn auch. Durch diese vorübergehende Test-Phase für die ich Fuji fast dankbar bin, bin ich nun sicher, dass ich auf Jahre hinaus mit der X-E2 sehr glücklich sein werde. Insbesondere, wenn die X-Pro2 wirklich einen größeren Sensor bekommen und deutlich teuerer als die X-Pro1 werden sollte. Denn dann wird sie wohl auch größer und schwerer werden als die X-Pro1. Und das brauche ich alles nicht. Die Bildqualität der Fuji X-Serie ist hervorragend und reicht mir allemal. Da nehmen sich die beiden Kameras aus meiner Sicht nichts.
Wenn die X-E2 ca. einen Schritt vor Perfektion zu verorten ist, dann ist die X-Pro1 (wenn ich alles zusammen nehme und natürlich ausschließlich in meiner subjektiven Betrachtung) ca. 1,5 Schritte vor Perfektion.
Ob einer näher dran ist? Ich kenne keine Kamera. Vielleicht die neuen Vollformat-Kameras von Sony? Für einen neuen Vergleichstest fehlt es mir an Motivation. Denn dafür bräuchte ich ansatzweise Unzufriedenheit...
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13.03.2013 Morgen schicke ich die Leih-X-Pro1 (die ich während der Reparaturzeit von Fuji zur Verfügung gestellt bekommen hatte) wieder zurück. So hart es klingt: Ich werde sie nicht vermissen. Denn ich habe meine X-E2 wieder zurück. Und mehr als eine X-E2 braucht kein Mensch. Ich zumindest nicht.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bravo Fuji!, 15. September 2013
Von 
RupertoCarola (Sandhausen bei Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fujifilm X-Pro1 Kompakte Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, HDMI, USB 2.0) schwarz (Elektronik)
Blättert man durch die diversen Kameraforen, so ist die Wahrnehmung der Fuji-Kameras durchaus ambivalent. In dieser Rezension möchte ich einige meiner Beweggründe schildern, warum ich mich nach einer sehr langen Odyssee durch verschiedene Kameraarten und -marken schließlich doch für diese Kamera entschieden habe. Wer die Vorgeschichte nicht lesen möchte kann einfach ein wenig scrollen! :)
Die Rezension erhebt keinen Anspruch auf eine vollständige Abhandlung aller Spezifikationen, sondern versucht die in meinen Augen wichtigsten Punkte herauszudeuten.

Ursprünglich hatte ich verschiedene Canon-Kameras (40D,550D,50D,5D und 5DII), welche mir jedoch trotz Vollformat und den damit verbundenen Vorteilen nach und nach deutlich zu schwer wurden. Meine gesamte Ausrüstung wog gut und gerne 10kg. Die Bildqualität der 5dII ist in meinen Augen auch heute noch schwer zu toppen, die Schlepperei verdarb mir jedoch zusehends die Lust am Fotografieren. Ich begann nach leichteren und portableren Lösungen zu suchen und landete bei einer Fuji X100. Die Fuji x100 ermöglichte mir fortan tolle Bilder in bester APS-C Qualität bei wunderbar geringerm Gewicht. Der Autofokus war natürlich alles andere als Sportgeeignet, da dies jedoch weniger zu meinen fotografischen Vorlieben zählt, kam ich mit diesem Manko gut zurecht. Was schwerer wog war die Tatsache, dass die Brennweite nicht wechselbar war, so dass ich doch nach und nach an Grenzen kam. Schweren Herzens verkaufte ich die x100 und startete eine kurze Expedition ins mFT-Lager. Die Om-D hatte es mir mit ihrem Retrodesign und der für diese Kameraklasse herausragenden Bildqualität angetan. Rasend schneller Autofokus, eine tolle Palette an Objektiven mit hervorragenden Abbildungseigenschaften und ein Ausrüstungsgewicht, dass selbst nach 5h Wanderung nicht negativ auffiel. Warum schreibe ich jetzt aber eine Rezension über die X-Pro und nicht die OM-D?
Ich hatte bei mFT nie den Eindruck, eine Kamera zu bedienen, sondern ein Gadget, das mir schöne Fotos bescherte. Der Spaß ging trotz toller Bilder nach und nach verloren, da ich mir mehr wie ein Knipser vorkam und nicht wie jemand, der ambitioniert und ernsthaft eine Kamera bedienen möchte. Dies ist natürlich höchst subjektiv, dennoch dürfte dieser Punkt für einige eine Rolle spielen. mFT ist ein leistungsfähiges System, dennoch war es für MICH nicht geeignet. Ich wollte eine gewisse Entschleunigung, ich wollte ein plus an Haptik, ich wollte einen Sucher und einen EVF in einem Gehäuse, ich wollte tolle Bildqualität bei akzeptablem Gewicht. Und ich wollte Retrodesign :)
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WARUM ALSO FUJI?

Die Fuji vereint in meinen Augen diese Attribute auf eine Art und Weise, die ihresgleichen sucht. Zumindest wenn man nicht in die Preisklasse der Leica und Hasselblad-Kameras eintauchen möchte. trotz der soliden Bauweise ist die Fuji erstaunlich leicht und passt mit dem Handgriff immer noch in eine kleine Fototasche. Die Objektive, die ich bisher besitze, sind ebenfalls haptisch ein Traum und aus beständigem Material gebaut. Diese Eigenschaft habe ich bei den mFT-Objektiven (die optisch sehr gut sind!) meist vergeblich gesucht. Auch optisch habe ich bisher keine Enttäuschungen erlebt: 18f2, 35f1.4 und 60f2.4 liefern eine in meinen Augen überragende Bildqualität im Zusammenspiel mit dem Fujisensor ab.

Das Objektivsortiment für das X-Mount ist zur Zeit noch überschaubar und kann keinesfalls mit den lange am Markt etablierten großen Herstellern wie Canikon, Pentax oder Sony mithalten. Gerade bestimmte Spezialobjektive wie T/S-Objektive oder Fischaugen sind noch Mangelware. Für mich ist jedoch alles dabei, was das Herz begehrt und der Geldbeutel zu zahlen gewillt ist. Lange Telebrennweiten such man ebenfalls vergeblich, die Fujis sind aber ohnehin aufgrund der relativ langsam erfolgenden automatischen Scharfstellung eher ungeeignet für Tierfotografie. Diese Bastion der DSLRs wird so schnell nicht fallen. Wer aber Portraits fotografiert und Landschaft, dem kann ich das Fujisystem nur wärmstens empfehlen! Gerade mit den noch ausstehenden, aber bereits angekündigten Objektiven wird auch der ambitionierte Amateur wunschlos glücklich werden.

Gibt es auch Schattenseiten? Nun, die größte ist vermutlich der eher gemächliche, aber präzise Autofokus. Er dürfte für einige das KO-Kriterium sein. Ebenfalls sollte erwähnt werden, dass die Kamera bestimmte "Eigenheiten" besitzt, auf die man sich einlassen muss. Gerade die EXR-Steuerung und die ISO-Automatik erfordern doch einiges an theoretischem Verständnis und Handbucharbeit. Dennoch ist die Fuji für mich wesentlich schneller zu bedienen wie beispielsweise meine OM-D, was vermutlich der Größe geschuldet ist und den damit verbundenen haptischen Vorteilen.

Die Bildqualität ist über jeden Zweifel erhaben. Die Fujifans attestieren ihr eine Bildqualität, die selbst aktuelle KB-Kameras schlägt. Davon kann zumindest in Punkto High-ISO und den dann vorherrschenden Detailgraden keine Rede sein. Die D800 (und auch die 5dIII) liefert nach meiner Erfahrung und meinen Vergleichsbildern doch etwas mehr Detailreichtum. Dennoch steckt die Fuji die APS-C Konkurrenz in die Tasche und kann mit den aktuellen Kleinbildmodellen durchaus Schritt halten. Die Rauscharmut ist deutlich hervorzuheben, die Farben sind ohnehin eine der großen Stärken von Fujikameras. Die Freistellung eines Kleinbildsensor erreicht die Fuji freilich aufgrund der physikalischen Hindernisse nicht, aber das dürfte wohl bekannt sein. Wer eine Performance möchte, die durchaus an der Schwelle zum Kleibild kratzt (und nicht gleich 2800€ in eine Kamera invesieren zu müssen), dem sei die X-Pro wärmstens empfohlen!

Pro
+ hochwertige Objektive im System, das allerdings noch im Aufbaustadium ist
+ Haptik ein Traum, endlich wieder eine "richtige" Kamera
+ Hybridsucher
+ Bedienung durch Räder hervorragend
+ Bildqualität tatsächlich auf KB-Niveau, obgleich ein gewisser Unterschied bei High-Iso und Detailtreue feststellbar ist
+ Fuji liefert konsequent Firmware-Updates und geht auf Kundenfeedback ein
+ in meinen Augen bester Kompromiss aus Größe, Design und Bildqualität

o Preis-Leistung nicht hervorragend, aber akzeptabel.
o Akkuausdauer nicht auf DSLR-Niveau, aber ebenfalls akzeptabel

- Autofokus gemächlich, teilweise sehr langsam
- Bedienung in allen Feinheiten erfordert intensivere Beschäftigung mit der Kamera

Fazit: Fuji ist ein großer Wurf gelungen. Die X-Pro ist keine Kamera für jedermann, aber für den einen oder anderen kann sie die Richtige sein. Preislich "spart" man gegenüber Kleinbildkameras und den zwangsläufig erforderlichen High-End-Optiken ein wenig, für APS-C Niveau ist die UVP aber durchaus ambitioniert. Mein Tipp wie immer: Sehen Sie sich nach gebrauchten Kameras um. Viele verlieren nach kurzer Zeit die Begeisterung an dieser Kamera, weil sie doch etwas Arbeit vom Besitzer fordert, und schwenken auf die üblichen Lösungen um. Ist die Fuji 1000€ wert? Ja!

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Update nach 2 Hochzeiten:
Meine Begeisterung ist ein wenig getrübt: Der Grund ist in erster Linie der Autofokus.
Die Fuji neigt leider dazu, unter Kunstlicht doch etwas zu häufig danebenzugreifen. Auch andere AF-Hilfslichter führen den AF der Fuji häufig in die Irre. Dies ist ohne Zweifel eine etwas ungewöhnliche Situation, die allerdings auf Hochzeiten häufiger vorkommt als dem geneigten Fotofreund lieb ist. Andere Kameras können das deutlich besser (meine Nikon D700 und die OMD), Fuji sollte hier wirklich nachbessern! Auch eine Anpassung des AF-Feldes bringt keine Verbesserung, so dass man wohl oder übel mit diesem Feature leben muss. Bemerkenswerter Weise ist der AF vor allem bei den Objektiven 18mm und 35mm betroffen, also den Objektiven der ersten Generation. Das neue 14mm Objektiv ist zwar nicht wesentlich schneller, aber durchaus treffsicherer, genauso wie die beiden Zooms, die ich testweise im Einsatz hatte. Summasummarum ist das eine Einschränkung, die für mich zu einem Stern Abzug geführt hat.
Die Bildqualität ist nach wie vor hervorragend, aber der Autofokus grenzwertig und nur für besondere Einsatzgebiete wie Porträt und Landschaft geeignet, bewegte Personen in schwierigen Lichtverhältnissen sind kaum "zu greifen".
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DIE Alternative, 8. April 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Fujifilm X-Pro1 Kompakte Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, HDMI, USB 2.0) schwarz (Elektronik)
Nun habe ich mich endlich dazu durchgerungen die X-Pro1 zu kaufen. Ich muss sagen ich habe es nicht bereut. Schon lange nervte mich mein ganzes Canon DSLR Equipment, aber auf dem Markt erhältliche Systemkameras boten nach Tests nicht die richtige Alternative. Bis jetzt. Die X-Pro1 ist sicher nicht poerfekt. Das war meine Canon DSLR aber auch nie also von daher ... Man sollte bei einem Vergleich also immer sachlich bleiben. die perfekte Kamera ist meiner Meinung nach die, die gut in der Hand liegt und die zu 99% das macht was ich von Ihr erwarte und das tut die X-Pro1. Sie liegt mit dem seperat zu erwerbenden Handgriff super in der Hand und die Bildqualität spricht Bände für mich. Die manuellen Einstellungen sind mannigfaltig und lassen keine Wünsche offen. Motivprogramme sucht man hier vergebens, aber das ist auch weniger dramatisch dafür lassen sich die Konfigurierten Aufnahmemodi bequem abspeichern so daß langes navigieren durchs Menü ausbleibt.

Sicher, Sie ist nicht die Kleinste auf dem Systemkamera Markt, also wer was für die Westentasche sucht wird hier nicht fündig. Klar, der Autofokus ... wurde schon oft diskutiert, ist mit dem Firmware Update verbessert worden aber immer noch lange kein Herankommen an einen Canon USM ... also auch nichts für Sportfotografen. Aber für jemanden der den Bruchteil einer Sekunde mehr Zeit hat zu fokussieren ... wird damit kein Problem haben.

Die Bedienung kann umnständlich sein, da das Menü wirklich sehr umfangreich ist. Aber wie gesagt es gibt viele Speicherplätze um das eingestellte abzuspeichern also ist dsa kein wirklicher Negativer Kritikpunkt. Das Retrodesign ist sicher Geschmackssacke, mir gefällt das kantige. Die Kamera fühlt sich sehr wertig an. Einziger KRitikpunkt beim Design ist sicher der Regler für die Belichtungskorrektur ... dieser ist zwar bei der Bildkomposition leicht zu Bedienen, verstellt sich aber auch leicht beim "arbeiten" mit der Kamera .... nun ja, wenn mans weiß.

Besonders faszinierend ist ... der Elektronsiche Sucher oder eben das Display, zeigen Änderungen an den Einstellungen sofort an ... so sieht man sofort bei der Komposition des Bildes die Änderung des Belichtungsausgleiches, der Filmsimulation der Blende etc.

Ich bin zufrieden und mein DSLR Equipment ist gerade in der Bucht über die Theke gegangen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassische Fotografie in digital, 9. Februar 2014
Von 
Strg-Alt-Entf (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Fujifilm X-Pro1 Kompakte Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, HDMI, USB 2.0) schwarz (Elektronik)
Ich habe viele Jahre mit Pentax SLR-Kameras fotografiert, zuletzt mit der Pentax K7. Vor einem halben Jahr wollte ich auf die K5-IIs umsteigen, bestellte sie bei meinem Fotohändler und musste warten, warten, warten. Pentax (oder besser: Ricoh) wollte offenbar keine Kameras mehr verkaufen. Meinem Fotohändler war's peinlich, Pentax entschuldigte sich mit der Aussage, Ihr Auslieferungslager würde gerade umziehen.

Irgendwann dann entschied ich mich, stattdessen meinen zweiten großen Wunsch wahr werden zu lassen, und so stornierte ich die Bestellung, verkaufte die Pentax-Ausrüstung und (schweren Herzens) meine Fujifilm X-100 und bestellte die Fujifilm X-Pro1 mit zunächst drei Objektiven (XF 35 1.4, XF 14 2.8 und XF 55-200 3.5-4.8).

Die X-Pro1 begeistert mich schon allein wegen ihrer klassischen Bedienung. Denn, wie funktioniert Fotografie? Hat man das Motiv gefunden, passt man Belichtung und Bildwirkung in erster Linie durch Belichtungszeit und Blende an. Diese beiden Faktoren sind seit jeher das A und O der Fotografie. Um so unverständlicher, dass viele moderne Kameras weder über Zeitenrad, noch Blendenring am Objektiv verfügen. Stattdessen gibt es Motivprogramme für alle möglichen und unmöglichen Situationen, die aber auch nichts anderes machen, als jeweils geeignet erscheinende Zeit-Blenden-Kombinationen zu finden. Weiß man selber, wie man geeignete Kombinationen findet, kann man bestenfalls über ein oder zwei Einstellräder eigene Werte einstellen, braucht dabei aber das Feedback über Displayanzeigen oder Einblendungen im Sucher. Da gefällt mir das "analoge" Vorgehen wesentlich besser. Ich stelle am Zeitenrad direkt die Zeit und am Blendenring die Blende ein. Stelle ich den Blendenring auf A, habe ich Blendenautomatik, stelle ich das Zeitenrad auf A, Zeitautomatik, stelle ich beides auf A ist das die Programmautomatik. das ist überaus logisch und darüber hinaus alles, was ich brauche. So bietet denn auch die X-Pro1 keinerlei Motivprogramm. Übrigens haben die Zoomobjektive bei Fuji etwas andere Blendenringe ohne gravierte Werte und ohne Anschlag. Das ist bei Zoomobjektiven ohne konstante Lichtstärke über den gesamten Brennweitenbereich sogar irgendwie konsequent und durchaus akzeptabel.

Der Sucher (den ich bereits von der X-100 kannte) ist einzigartig! Man kann wählen, ob man lieber ein elektronisches Sucherbild oder ein optisches mit elektronisch eingespiegeltem Leuchtrahmen nutzen will. Zugegeben, die X-Pro1 ist schon etwas länger auf dem Markt und der elektronische Sucher ist nicht ganz auf der Höhe der Zeit, aber ich nutze ihn inzwischen dennoch überwiegend. Aber auch der optische Sucher hat seinen Reiz, denn man sieht hierbei über die späteren Bildränder hinweg das Geschehen, was in vielen Situationen ebenfalls sinnvoll sein kann.

Die Bildqualität der Kameras des X-Systems ist absolut genial! Daran haben die hervorragenden Objektive zweifellos einen entscheidenden Anteil. Meine drei Objektive bieten extrem hohe Detailzeichnung, auch bei Offenblende und auch an den Bildrändern. Wegen des speziellen Sensors kommt die Fuji ohne Tiefpassfilter aus. Moiréeffekte bleiben dennoch aus. Nicht zuletzt hat die Kamera auch eine hervorragende jpeg-Engine an Bord. Die verschiedenen Filmsimulationen bekannter und beliebter Fuji-Filme sind richtig gut, auch wenn ich überwiegend im RAW-Format fotografiere. Die Firmware lässt eine RAW-Konvertierung auch nachträglich in der Kamera zu. Fuji bringt übrigens laufen Firmware-Updates heraus und liefert auch sinnvolle Features nach.

Hervorheben möchte ich noch das vernachlässigbare Bildrauschen auch bei hohen ISO-Werten. Auch der Dynamikbereich reduziert sich nur unwesentlich. Mit ISO 1600 lässt sich noch in fast uneingeschränkter Qualität arbeiten!

Der Autofokus freilich ist nicht so schnell wie bei modernen DSLR-Systemen. Selbst meine Pentax K7 war schneller. Aber dafür sitzt der Fokus stets zu 100 % exakt! So wenig Ausschuss wie mit der X-Pro1 hatte ich schon lange nicht mehr! Hinsichtlich der Geschwindigkeit hat Fuji inzwischen Fortschritte gemacht. Wer auf einen schnellen Autofokus Wert legt, sollte sich eher die X-E2 oder die neue X-T1 ansehen. Denen fehlt dann allerdings der optische Sucher.

Die Haptik ist, sowohl die Kamera, als auch die Objektive betreffend, ein Genuss! Das Fotografieren mit der X-Pro1 macht allein schon deswegen wieder richtig Spaß!

Ich könnte noch seitenlang weiter schwärmen, aber ich höre jetzt lieber auf, bevor es unglaubwürdig wird. ;-)
Den Umstieg auf das Fuji-X-System habe ich noch keine Sekunde bereut.
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