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5.0 von 5 Sternen Boheme in den wilden zwanziger Jahren 1924...
Der fast in Vergessenheit geratene jüdische Autor Franz Hessel, 1880 -1941, ist vom Lilienfeldverlag neu entdeckt und sein vorliegender Roman jetzt wieder aufgelegt worden.

Franz Hessel bot im wahren Leben die Vorlage zu Truffauts Film 'Jules and Jim.' Hessel war jener Jules, der mit Jim die gleiche Frau Helen Grund) liebte.

Auch in diesem...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2011 von cl.borries

versus
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen merkwürdig
Der Schreibstsil ist für mich nicht lesbar. Schade, ich habe mich auf Geschichten aus dem Berlin der 20er Jahre gefreut.
Vor 5 Monaten von Holly veröffentlicht


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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Boheme in den wilden zwanziger Jahren 1924..., 15. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Heimliches Berlin (Gebundene Ausgabe)
Der fast in Vergessenheit geratene jüdische Autor Franz Hessel, 1880 -1941, ist vom Lilienfeldverlag neu entdeckt und sein vorliegender Roman jetzt wieder aufgelegt worden.

Franz Hessel bot im wahren Leben die Vorlage zu Truffauts Film 'Jules and Jim.' Hessel war jener Jules, der mit Jim die gleiche Frau Helen Grund) liebte.

Auch in diesem Roman geht es um eine "menage à trois."

Der Autor beschreibt mit einer fast geheimnisvollen Magie die zwanziger Jahre in Berlin. Jeder, der etwas auf sich hielt, wollte nicht hinter dem Bohèmeleben jener Jahre zurückstehen, und genau dieses Milieu beschreibt der Autor mit feinen Blicken.
Die Ehe galt zwar noch etwas, doch wurden die Gesetze der Treue schnell mit toleranter Gandezza über Bord geworfen. Man wollte ja nicht spießig sein! So freundet sich die Frau des Professors der Philologie Clemens Kestner mit einem jungen Mann an, der sich mit ihr an geheime Orte wünscht. Rom, die weite Stadt mit ihrem Künstlermilieu, oder auch Paris locken. Doch wird man es wagen, sich aus den alten Banden zu lösen?
Träumereien vom wilden Leben machen die Runde.

Mit viel Lokalkolorit wartet der Roman über das heimliche Berlin auf. Das Hotel Adlon , "der alte Westen" um die Gedächtniskirche, Tauentzienstraße und das KaDeWe bieten den äußeren Rahmen zur Handlung. In bekannten Weinkneipen tummelt sich eine illustre Gesellschaft von Bohèmiens, und nicht nur jene, und teilt die Lust am Leben. Es ist das morbide Berlin, das sich seinen geheimen Genüssen hingibt, vorwiegend der Liebe und der ausschweifenden Feierlaune.Veraltete Konventionen werden über Bord geworfen. Die Handlung überdauert nur einen Abend, einen Tag und einen weiteren Abend. Gespräche dominieren und beherrschen die Handlung und zeigen die Protagonisten, die dem Theatermilieu zu geneigt sind und dem Großbürgertum oder dem verarmten Adel entstammten.
Man bleibt dabei distinguiert und zeigt feine Lebensart. Alles wirkt ein wenig wie der Tanz auf dem Vulkan.

Franz Hessel musste während der Nazizeit Deutschland verlassen und flüchtete vor den deutschen Besatzern nach Südfrankreich, wo er interniert wurde. Nach seiner Entlassung 1941 starb er bald an den Folgen der Lagerhaft.

Der Lilienfeld Verlag hat wie immer eine feine bibliophile Neuausgabe dieses kleinen Romans herausgebracht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kulturelles Kleinod, 16. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Heimliches Berlin: Roman (Taschenbuch)
In einer kleinen Dreiecksgeschichte um Liebe, Freundschaft und pure Lebensfreude wird das alte Berlin der 20er-Jahre in diesem Buch für kurze Zeit wieder zum Leben erweckt. Einer Zeit, in der die Menschen nach Ende des ersten Weltkrieges in den nächsten Abgrund tanzten, der am Schwarzen Freitag 1929 mit dem Zusammenbruch der Börse eingeläutet werden sollte. Übrigens befindet sich unsere Zeit gerade in einer sehr ähnlichen Situation!
Man muss diese Geschichte mit der gebotenen Ruhe lesen und genießen wie einen alten Cognac, um auch die Dinge zwischen den Zeilen zu erfassen. Der nostalgisch verspielte Schreibstil des berühmten Autors Franz Hessel erinnert an ein flirrendes Jugendstilgemälde, in dem man verborgene Details entdecken oder sich in den Schnörkeln verlieren kann. Doch zwischen den Worten ahnt man die Sehnsucht, den Schmerz und die Verzweiflung. "Heimliches Berlin" ist ein kulturelles Kleinod und vielleicht eher für geneigte ältere Leser geeignet.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante Sichtweise, 6. April 2013
Von 
Deauville "sandmann1956" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heimliches Berlin (Kindle Edition)
Franz Hessel führt den Leser in ein früheres Berlin. Der Leser erfährt sehr gut die Problematik in der Zeit um 1920 und später. Es ist sehr interessant geschrieben, muss allerdings zu jeder Zeit konzentriert gelesen werden. Dass ich als Leser in das frühe 20. Jahrhundert in diesem Buch zurückgeführt wurde hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein Buch, das man immer wieder lesen kann und dass einem ein fremdes Berlin und eine fremde Politik vor Augen führt.
Ich kann dieses Buch sehr empfehlen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heimliches Berlin, 18. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heimliches Berlin (Kindle Edition)
Ist ein Szene-Roman aus dem Berlin der 20er-Jahre und kann als "Schlüsselroman" dieser Zeit gelesen werden. Kurz nach der Inlation 1924 gruppiert sich eine Clique von Freunden um einen jungen Adelingen und eine kapriziöse (verheiratete) Frau. Für Franz Hessel Kennerund Leser ist es unschwer in ihr Züge seiner eigenen Frau und der späteren Cathérin aus "Jules und Jim" zu erkennen.

Sehr lesenswert.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen merkwürdig, 7. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heimliches Berlin: Roman (Taschenbuch)
Der Schreibstsil ist für mich nicht lesbar. Schade, ich habe mich auf Geschichten aus dem Berlin der 20er Jahre gefreut.
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Heimliches Berlin von Franz Hessel
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