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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen158
4,3 von 5 Sternen
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am 9. Mai 2012
Der kleine Junge ist groß geworden: Seamie Finnegan, der in Die Teerose noch unter den Röcken seiner Schwester Verstecken spielen durfte und in Die Winterrose: Roman die wildesten Abenteuer bestand, ist endgültig erwachsen geworden. Als anerkannter Polarforscher fehlt ihm zu seinem Glück nur noch eines, nämlich eine Frau. Da er seine große Liebe Willa Alden schon vor Jahren verloren hat, entscheidet er sich für die Pfarrerstochter Jennie. Klar, dass die Sache nicht gutgehen kann - erstens weil Jennie dubiose Kontakte pflegt, zweitens weil gerade der erste Weltkrieg ausbricht, und drittens weil Willa bald nicht nur in Seamies Gedanken, sondern ganz real wieder in seinem Leben auftaucht.

In ihrem letzten Teil der "Rosen-Trilogie" spannt Jennifer Donnelly einen weiten Bogen, der in den Eisfeldern des Mount Everest beginnt und über die arabische Wüste nach London führt. Entsprechend vielfältig sind ihre Themen: Spionage, arabischer Unabhängigkeitskampf, Drogensucht, Kriegstrauma, der Kampf ums Frauenwahlrecht, Londoner Verbrecherbanden - und die Finnegans-Bristows-Baxters immer mittendrin beziehungsweise: Auf der richtigen Seite. Die junge Katie Bristow betätigt sich bereits im zarten Alter von fünfzehn Jahren als Journalistin, ihr Papa will natürlich den unvermeidbaren Krieg vermeiden, und ihre Tante, die Ärztin, hat praktischerweise gerade ein Anwesen übrig, das sich in ein Hospital umwandeln lässt. Diese Leute sind alle miteinander sowas von anständig und tapfer - man entwickelt zwangsläufig den guten Vorsatz, der nächsten verfügbaren alten Dame über die Straße zu helfen.

Die einzige, die nicht dem versammelten Gutmenschentum anhängt, ist die schwierige Anti-Heldin Willa. Willa hat eine Bein-Prothese und ein gebrochenes Herz, und sie versucht beides zu vergessen, indem sie sich in die wildesten Abenteuer stürzt. Sie rennt, sie springt, sie klettert bis zu dem Punkt, an dem auch die Autorin die Prothese vergessen hat und anmerkt, dass einer von Willas Füßen schmutzig ist. Willa ist ein interessanter und ungewöhnlicher Charakter, aber die erzählerischen Möglichkeiten, die so eine Persönlichkeit bietet, bleiben meist ungenutzt. Die Auseinandersetzung mit ihrer Behinderung bleibt letztendlich oberflächlich, auch die Schmerzmittel, von denen sie abhängig wird, haben mehr etwas mit ihrem gebrochenem Herzen als mit dem verlorenen Bein zu tun. Und so dürfen wir dann doch glauben, dass Willa Alden den Mount Everest kartographiert, die Wüstenkämpfe im ersten Weltkrieg per Filmkamera festgehalten und Lawrence of Arabia das Leben gerettet hat - ein ganz normales Romanhelden-Dasein halt, in diesem Fall hin und wieder begleitet von Phantomschmerz.

Erzählt wird die Geschichte in gewohnt flottem Stil, der stellenweise etwas zu modern wirkt - aber das mag auch an der Übersetzung liegen und fällt nicht weiter ins Gewicht. Der Humor und die Wärme, die die beiden ersten Bücher so ausgezeichnet haben, bleiben allerdings häufig auf der Strecke. Selbst India, die in der Winterrose mit Vorträgen über den Nährwert von Porridge und Broccoli selbst die fiesesten Verbrecher an die Wand quatschen konnte, wirkt handzahm.

Schwierig fand ich die Rolle einer Hauptperson namens "Zufall". Zufall spielt auch in den ersten beiden Romanen eine nicht geringe Rolle, aber in diesem dritten Teil wird sein Part noch weiter ausgebaut. Zufall sorgt immer wieder dafür, dass die richtigen Leute zur richtigen Zeit an den unglaublichsten Orten aufeinander treffen. Zufall ist auch für (wenn ich richtig gezählt habe) nicht weniger als vier Auferstehungen von den Toten verantwortlich. Zufall im Übermaß sorgt leider dafür, dass die Handlung schlecht konstruiert wirkt, weshalb mir die letzte dramatische Wendung dann nicht mehr dramatisch, sondern seit hundert Seiten vorhersehbar erschien.

"Die Wildrose" ist ein Unterhaltungsroman, und unterhalten hat er mich, wenn auch nicht so gut wie seine beiden Vorgänger. Am Strand unterm Sonnenschirm, auf einer langen Bahnfahrt, erkältet im Bett ist das Buch bestens zu lesen. Als Abschluss einer Trilogie, die mich in den ersten beiden Teilen begeistert hat, ist es eine klitzekleine Enttäuschung.

PS: Machen Sie sich nach der Lektüre bitte kein schlechtes Gewissen, weil Sie weder den Kampf ums Frauenwahlrecht noch den arabischen Freiheitskampf unterstützt und weder den Mount Everest noch den Südpol erforscht haben. Bleiben Sie lieber ein Held des Alltags und helfen Sie einer alten Dame über die Straße.
44 Kommentare|111 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Frau Donnelly nutzt die ersten Kapitel, um die Leser noch einmal mit den Charakteren aus den vorhergehenden beiden Bänden dieser Trilogie bekannt zu machen und auch dazu, neue Charaktere wie Max von Brandt vorzustellen. Max von Brandt, der gutaussehende Deutsche, der seine eigene Agenda hat. Reale Personen wie Lawrence von Arabien oder Ernest Shackleton haben ihren Auftritt, was die Geschichte um Seamie und Willa noch glaubwürdiger macht. Andere Charaktere aus den vorherigen Bändern spielen eine eher untergeordnete Rolle. Die "Vorstellungsrunde" der Charaktere ist so reibungslos, dass man auch bei diesem Band einsteigen kann und trotzdem weiss, worum es geht (aber dann würde man schon so einiges verpassen!).

"Die Wildrose" siedelt die Geschichte um Seamie und Willa vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs an. Die Autorin entführt uns zu den Gipfeln des Himalaya, nach London, lässt uns spannende Abenteuer in der Wüste erleben und afrikanische Berge besteigen. Dieser spannende Roman thematisiert nicht nur den Ersten Weltkrieg, sondern auch den Kampf der Frauen für Gleichberechtigung, die Bezwingung & Kartierung des Himalaya, Spionage und nicht zuletzt, eine einzigartige Liebe.

Donnelly erzählt sehr plastisch, gefühlvoll und vor allem fesselnd. Der Hintergrund ist sehr gut recherchiert (die Bibliographie der Originalausgabe ist sechseinhalb Seiten lang!). Denjenigen von Ihnen, die schon die Vorgänger kennen, werden bestimmt die Wendungen gefallen, die sie sich einfallen lassen hat, um "Die Wildrose" zu einem spannenden Leseerlebnis werden zu lassen.

Andererseits gab es für meinen Geschmack ein paar Wendungen zu viel, was Seamie und Willa anbelangt. Ich hätte mir bei den beiden eine Weiterentwicklung ihrer Charaktere gewünscht und auch weniger Vorhersehbarkeit, was ihre Beziehung angeht (möchte nicht weiter ins Detail gehen, um Ihnen die Lesefreude nicht zu nehmen). Mich hätte ausserdem *brennend* interessiert, wie Willa die ganzen Abenteuer & Unwegsamkeiten mit ihrer Prothese meistert, damit ich es besser hätte nachvollziehen können.

Abgesehen davon ist "Die Wildrose" ein spannendes Wiedersehen mit Charakteren, die man in den vorherigen Bänden liebgewonnen oder aber eben unsympathisch gefunden hat. Es hat mir sehr, sehr viel Spass gemacht, die amerikanische Originalausgabe zu lesen, aber eben nicht *ganz* so viel wie bei den beiden Vorgängern - daher 4.5*.

Schade, dass es jetzt ein Ende hat :-(.
11 Kommentar|35 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. September 2012
Da ich die ersten beiden Teile "Die Teerose" und "Die Winterrose" nicht gelesen hatte, war ich anfänglich etwas skeptisch ob ich in die Geschichte gut reinkomme ohne dem vorangegangenen Hintergrundwissen. Auch konnte ich mir unter dem Titel "Die Wildrose" nicht wirklich viel vorstellen. Es hat sich jedoch schnell gezeigt, dass die Geschichte in sich abgeschlossen ist und der Titel die Hauptprotagonistin Willa beschreibt.

Jennifer Donnelly's Schreibstil ist so flüssig und spannend, dass man sofort in die Geschichte eintaucht und einem die Charaktere bildhaft vor Augen geführt werden. Man wird von Abenteuer zu Abenteuer mitgerissen und taucht in verschiedene Welten ein, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Vom Himalaya, über den Südpol, nach Paris bis hin zur Wüste.

Der Haupterzählort spielt jedoch um London herum in der Zeit vor, während und nach dem ersten Weltkrieg. Die angerissenen Themen sind sehr vielschichtig. Man erlebt die Frauenbewegung, die sich für ein Wahlrecht der Frauen einsetzen, umrandet von politischen Aspekten. Familiengeschichten und Probleme. Hier tauchen auch bekannte Gesichter aus den ersten beiden Teilen auf und sieht was aus ihnen geworden ist. Für diejenigen, die wie ich die beiden Bände zuvor nicht gelesen haben, gibt es zum Glück Rückblenden, die es einfacher machen, mit all den vielen Namen zurecht zu kommen. Und dann wäre da noch die Hauptprotagonistin Willa, eine eindrucksvolle Frau, so wild und unverblühmt, die man nur ins Herz schließen kann. Mit ihr und Seamus Finnigan erlebt man eine Liebe, die so rasant ist wie eine Achterbahnfahrt. Es wird einem also nicht langweilig bei dieser Lektüre. Ich konnte das Buch irgendwann nicht mehr aus den Händen legen, weil mich alle Geschichten und Menschen so gefesselt haben und ich echt überrascht war, wie toll Jennifer Donnelly erzählen kann.

Die Wildrose versetzt einen in die Zeit der großen Entdecker, welche noch richtige Abenteuer erleben und greift sogar auf wahre Gegebenheiten zurück. So entdeckt man den ein oder anderen bekannten Darsteller wie z.B. Shackleton und George Mallory.

Wer gerne spannende Romane, mit Allüren und Dramen liest kommt voll und ganz auf seine Kosten. Auch Fans von Liebesromanen werden nicht enttäuscht. Das Buch bietet also von allem etwas und daher findet es sicher großen Anklang bei vielen Leuten.

5 Sterne von mir und eine absolute Empfehlung!
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am 16. August 2012
"Was wären wir denn ohne unsere Suche?".. "Glücklich", sagte er.

Das sagt der Klappentext:
ZWEI, DIE KEIN ABENTEUER SCHEUEN - AUSSER DAS DER WAHREN LIEBE.
Die Herzen von Willa Alden und Seamus Finnegan schlagen für die Gipfel der Welt – und füreinander. Doch auf einer schicksalhaften Bergtour erleidet Willa einen Unfall und ist fortan für ihr Leben körperlich gezeichnet. Voller Vorwürfe wendet sie sich von Seamus ab – die Trennung bricht ihm das Herz. Jahre später kreuzen sich ihre Wege ein zweites Mal, und ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt …

Die Reihe: Nach "Die Teerose" und "Die Winterrose" stellt "Die Wildrose" den Abschluss der Rosentrilogie dar. Zwar spielen alle Bände in derselben Zeit und auch die Figurend er einzelnen Romane stehen in Beziehung zueinander, dennoch lassen sich alle Teile vollkommen getrennt voneinander lesen, ohne dass Verständnisprobleme auftauchen würden oder ein definitives Ende jedes Bandes fehlen würde. Abgeschlossen, und dennoch zusammenhängend - so müssen Buchreihen sein ;)

Die Idee: Willa und Seamus teilen nicht nur die Leidenschaft, die höchsten Gipfel der Erde zu bezwingen, sie verbindet auch eine tiefe Liebe. Nach der verhängnisvollen gemeinsamen Besteigung des Kilimandscharos, welche mit der Amputation von Willas Bein ihr tragisches Ende findet, trennen sich ihre Wege, ihre Herzen bleiben sich jedoch stets treu..
Als sie sich nach Jahren wiedersehen, ist alles wie früher, ihre Liebe ungeschmälert. Doch Seamie ist gebunden, und auch Willa zieht die Geister ihrer Vergangenheit nach sich.
Diese turbulente Liebesgeschichte ist verflochten in eine historische Rahmengeschichte, die so brillant recherchiert ist, dass ich als Historikerin, vor der Autorin nur den Hut ziehen kann. Authentisch werden Begebenheiten des Ersten Weltkrieges geschildert und gekonnt und äußerst sensibel mit den Einzelschicksalen der Protagonisten verflochten. Während die Liebesgeschichte zwischen Willa und Seamus für mich oft zu einem "TOO-MUCH" ausartete, empfand ich die Rahmenhandlung immer als durchwegs gelungen erzählt.

Die Charaktere: Als romantische Realistin, verstehe ich unter wahrer Liebe etwas anderes als unsere Protagonistin Willa. Zum einen empfindet man sie als toughe Frau, die weiß was sie will, keine Ängste kennt und die jeden Stein, der ihr im Wege liegt, in der Lage ist beiseite zu wischen. Andrerseits wirkte sie auf mich oft heuchlerisch, egoistisch, unreif und auch ales etwas "zu leicht" zu haben. Willa ist allerdings auch der einzige Charakter des Romans mit dem ich zeitweilens auf Kriegsfuß stand. Seamus ist eine sympathische, wenna uch unreife Figur, welche immer im Bestreben ist das richtige zu tun, und dennoch vielen weh tut. Am besten gefiel mir jedoch eine Neben"rolle": Joe Bristow. Was diesen Charakter auszeichnet, kann ich in wenigen Sätzen nicht beschreiben. Fakt ist: Joe verdient definitiv einen Award, für seine Rolle als bester Nebendarsteller (in dem Kopfkino zu diesem Roman .zwinker.) Generell, wie nicht anders zu vermuten bei einer Trilogie, in der zwar jeder Band andere Protagonisten hat, diese aber innerhalb der Trilogie miteinander verbunden sind, findet sich ein recht großes Romanpersonal in "Die Wildrose", welches jedoch zu keiner Zeit unüberschaubar wird.. (: Gerade die quirrligen, einzigartigen und herausstechenden Nebencharaktere konnten (neben einer Liebesgeschichte die für mich nur ein mäßiges Wow-Erlebnis darstellte) mich von dem Roman überzeugen :)

Gestaltung: Das Taschenbuch ist, wie ihr sehen könnt, ein Buch zu dem wohl viele Freunde schöner Bücher greifen werden. Die Rückenansicht einer Frau in roten Kleid, hinter sich verborgen, eine rote Rose.. Eine schlichte Gestaltung, die zurückhaltend ist und dennoch neugierig macht und auf mich mehr als nur ansprechend wirkt :) 752 Seiten in tollem handlichen Format, mit angenehmer Schriftgröße und schön gestalteten Kapitelanfängen erwarten den Leser nach dem Aufschlagen dieses Buches..

Fazit: Die Rahmenhandlung konnt mich voll und ganz überzeugen, ebenso wie die wirklich überzeugend und authentisch dargestellten Charaktere. Leider konnte mich die Liebesgeschichte um Willa und Seamus nur wenig überzeugen, beziehungsweise wirkte sie auf mich etwas zu fantastisch, und auch mit Willas Charakter musste ich stellenweise hart kämpfen. Gerade aber die erzählten Geschichten der Nebenfiguren, deren Schicksale im Ersten Weltkrieg und die atemberaubenden Beschreibungen der unterschiedlichsten Landschaften (vom Nordpol bis in die afrikanische Wüste reichen die Schauplätze dieses Romans) beeindruckten mich tief. Aufgrund der stellenweisen langatmigkeit (die sich, wenn man bedenkt, dass das Buch weit mehr als 700 Sieten umfasst jedoch gering hielt) und der Liebesgeschichte, bei der meiner Meinung nach oft zu sehr "ums Eck" gedacht wurde, würde ich dem Roman 3,5 von 5 Sternen geben, mit der Tendenz zu 4, da ich mich dennoch jedes Mal freue, wenn ich diesen Eyecatcher in meinem Regal stehen sehe :)

Soundtrack: zu diesem Buch war für mich der Song "Home" von Daughtry..
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am 25. Juli 2012
Inhalt:

Das Buch erzählt die Geschichte von Seamie und Willa und ist somit der letzte Teil der Rosentrilogie von Jennifer Donnelly.
Inhaltlich geht es um diese beiden Liebenden, die vom Schicksal auseinander gerissen wurden. In jungen Jahren waren die beiden ein glückliches Liebespaar, sind viel gereist und haben einige Abenteuer zusammen erlebt. Doch eines Tages passiert Willa ein schrecklicher Unfall am Kilimandscharo an dessen Folgen sie ihr Bein verliert. Seamie hatte damals der Amputation zugestimmt, damit ihr Leben gerettet werden konnte. Da Willa das Bergsteigen aber alles bedeutete hat sie sich daraufhin von Seamie abgewandt und ihr Glück nun überall in der Welt gesucht. Vergessen konnte sie Seamie allerdings nie. Jahre später begegnen sich die beiden wieder und dies bleibt nicht ohne Folgen.

Meine Meinung:

Jennifer Donnelly hat einen wunderbaren Schreibstil und man taucht sofort wieder in die Welt der Finnegans ein. Man befindet sich am Everest, in London des frühen 20. Jahrhunderts oder in der Wüste. Sie schreibt so bildhaft und fesselnd, dass es einem nicht schwer fällt sich all diese Orte genau vorstellen zu können.
Was mir diesmal allerdings weniger gefallen hat, ist dieses "extrem" Gute ihrer Hauptprotagonisten. So setzen sich z.B. Fiona und Joe immer für alle Armen ein, sind immer wahnsinnig vorausschauend und einfach immer nur gut. Das hat mich diesmal sehr gestört. Auch dass ihre Tochter Katie in ihrem Alter schon so sehr politisch engagiert ist, fand ich doch etwas sehr unrealistisch.
Da war mir Seamie mit seinen Ecken und Kanten doch um einiges lieber, auch wenn er sich im Laufe des Buches auch zu einem Superhelden entwickelt hat.
Am sympathischsten war mir Willa, die mit ihrer Morphiumsucht doch noch am menschlichsten rüberkam und nicht ganz so perfekt erschien.

Dies ist ja nun der dritte Teil der Rosentrilogie. Man kann das Buch für sich alleine lesen, ohne dass man große Schwierigkeiten hat, in die Geschichte einzutauchen. Schöner ist es allerdings die beiden Vorgängerbücher zu kennen, da man dann auch die Vorgeschichte von Fiona und Joe, sowie von India und Sid kennt. Es gibt zwar im Buch eine kurze Zusammenfassung der beiden Vorgängerbücher, aber ich fand diese sehr kurz gefasst und diente eigentlich nur als Auffrischung für Leser, die die beiden Bücher bereits kennen. Wenn man die Bücher nicht kennt ist diese Zusammenfassung wohl zu kurz und zu kompakt gefasst. Man kann sich dies unmöglich so schnell merken.
Mit der Geschichte um Seamie und Willa hat man allerdings keine Schwierigkeiten, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt.
Allerdings wäre für das bessere Einfinden in das Buch ein Personenregister zu Anfang sehr hilfreich gewesen.

Die Zeitepoche in der das Buch diesmal spielt fand ich sehr interessant. Man erlebt die Anfänge des ersten Weltkrieges mit, die Frauenbewegung in London oder man befindet sich mit Laurence von Arabien in der Wüste. Dies fand ich sehr interessant und auch toll in die Gesamtstory mit eingebettet.
Seamie und Willa waren zwei sympathische Hauptfiguren, dich ich gerne auf ihren Abenteuern begleitet habe, mit denen ich gerne mitgefiebert habe, auch wenn ich so manche Wendungen genauso erahnt habe.
Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt und wurde auch vom dritten Teil der Trilogie nicht enttäuscht, da die Autorin einfach unheimlich gut und spannend erzählen kann.
Was ich auch sehr schön finde, sind diese doch recht kurzen Kapitel. Da hat sich zwischendrin einfach mal schnell eines weglesen lassen.

Fazit:

Insgesamt gesehen, ist dieses Buch ein würdiger Abschluss der Trilogie. Es ist genauso spannend und fesselnd wie die beiden Vorgänger und kein Abklatsch der vorausgehenden Bücher. Auch wenn es sich hier natürlich auch wieder um ein Liebespaar handelt, dass so einige Widrigkeiten bestehen muss, so ist es doch eine ganz eigene Geschichte.

Von mir gibt es somit 5 Sterne.

Hier noch die Reihenfolge der Trilogie:

1. Die Teerose
2. Die Winterrose
3. Die Wildrose
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am 15. Februar 2016
Ich habe dieses Buch nach vielen Jahren endlich gekauft...
Keine Ahnung wieso ich mich so lange nicht getraut habe aber mein Mut wurde belohnt.
Das Buch ist Teil einer Reihe kann aber auch so für sich stehen. Erzählt wird die Geschichte einer schwierigen und tragischen Liebe sowie das Schicksal der beiden Protagonisten und dies alles eingebettet in ein historisches englisches Flair. Wer solche Art von Literatur mag wird dieses Buch auf jeden Fall mögen und vermutlich verschlingen.
Mir hat die weibliche Hauptfigur eine Menge Respekt abverlangt. Ich habe mit den Figuren mitgefühlt, ich über sie geärgert, den Atem angehalten und auch geweint. Alles was für mich ein gutes Buch ausmacht.

"Deine Stärke entspricht immer der Kraft deines Willens"-Dieses Buch hat mir ein wichtiges Lebensmotto gegeben.
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TOP 500 REZENSENTam 31. Mai 2012
Das letzte Buch der Rosentrilogie ist Seamie, dem jüngsten Spross der Finnegans und seiner großen Liebe Willa gewidmet. Die Beiden sind seelenverwandt, lieben einander und das Bergsteigen ... bis zu dem verhängnisvollen Unfall, bei dem Willa ein Bein verliert. Danach trennen sich ihre Wege für eine lange Zeit. Das Schicksal führt sie wieder zusammen, aber Seamie ist mittlerweile verheiratet ...

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, denn vor einigen Jahren habe ich den ersten Teil der Trilogie -' Die Teerose -' gelesen. Nach den ersten Seiten kam es mir vor wie gestern, es war ein bisschen wie "heimkommen". So vieles war mir vertraut und Jennifer Donnelly hat mir in kurzen Rückblenden ein wenig auf die Sprünge geholfen. So war es auch nicht schlimm, dass ich das mittlere Buch noch gar nicht gelesen habe.

Donnelly hat eine ganz besondere Art zu erzählen, Spannung zu erzeugen, mich zu fesseln und dann nicht mehr los zu lassen. Was auf den ersten Blick wie eine kitschige Liebesgeschichte anmutet, ist so viel mehr. Es ist Abenteuer, es ist Spionage, es ist Familiengeschichte und es ist eine Kriegsgeschichte. Historische Persönlichkeiten wie Lawrence von Arabien verleihen der Geschichte einen ganz besonderen Glanz. Die Liebe spielt natürlich eine große Rolle in diesem Buch, "diese furchtbare, herrliche Liebe" in all ihren Facetten.

Donnelly lässt die 20er Jahre aufleben, die Parties, die Kriegsvorbereitungen. Ich habe nicht nur Willa und Seamie begleitet, die vielen kurzen Kapitel sind unterschiedlichen Personen gewidmet. Das war zum einen sehr förderlich für den Spannungsbogen, der nie abgerissen ist und ich konnte das Geschehen aus sehr vielen Blickwinkeln betrachten.

Die politischen Hintergründe dieser Zeit wurden sehr gut beschrieben, ich habe den Kampf um das Wahlrecht der Frauen genauso gut mitverfolgt wie den Ausbruch des ersten Weltkrieges. Ich habe mit den traumatisierten Kriegsversehrten gelitten und immer wieder gehofft, dass Willa und Seamie endlich wieder zueinander finden. Diese Liebesgeschichte war für mich das Sahnehäubchen in diesem wunderbaren Buch, aber sie nimmt nur den Raum ein, der notwendig ist.

Dieses wundervolle Buch hat mich sehr gut und niveauvoll unterhalten, ich hätte immer weiter lesen können.
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am 3. Mai 2012
Inhalt
.................

Im Mittelpunkt des letzten Bandes "Die Wildrose" stehen Willa Alden und Seamus Finnegan. Beide sind begeisterte Bergsteiger und Abenteuer, bis Willa nach einem folgenschweren Kletterunfall ein Beim verliert. Die Wege der beiden trennen sich, mit gebrochenen Herzen versucht jeder sein Leben fortzusetzen.
Nebenher spitzt sich die politische Lage innerhalb Europas zu. Es wimmelt von Bedrohungen und Gefahren, mitten drin kämpfen Neue und bereits liebgewonnene Charaktere um ihr Glück...

Mein Eindruck
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Ich liebe "Die Teerose" und "Die Winterrose" sogar noch viel mehr. Jennifer Donnelly hat es geschafft lebendige Charaktere zu schaffen, ließ den Leser mitfiebern und hat dazu noch stets eine tolle historische Kulisse geboten. Doch mir war schon klar, dass es kaum möglich ist dieses Niveau in drei Büchern durchgehend aufrechtzuerhalten.

Frau Donnelly schreibt gewohnt flüssig und bringt einem zum Einstieg alte und neue Charaktere näher. Es beginnt mit politischer Aufbruchsstimmung, Kampf um das Frauenwahlrecht und Selbstverwirklichung. Seamus ist zu Gast bei seiner Schwester Fiona in London, deren Mann Joe mittlerweile Abgeordneter ist. Gemeinsam holen sie Fiona und andere Frauen, die für ihr Wahlrecht eingetreten sind, aus dem Gefängnis. Dabei lernt Seamus die Pfarrerstochter Jennie kennen und glaubt endlich über Willa hinwegzukommen.

Und hier beginnt der Leidensweg. Willa und Seamus sind füreinander bestimmt, Punkt.
Diese Tatsache wird wenig begründet sondern hauptsächlich vorgegeben. Ähnliche Träume und Wünsche sind für mich kein Totschlagargument für die wahre Liebe. Sehr viel mehr bekommt der Leser aber nicht als Begründung geboten.
Natürlich können die Beiden nicht schon nach hundert Seiten zueinander finden sondern müssen eine Reihe von Schwierigkeiten und Tragödien hinnehmen. Dieses Grundprinzip ist nicht neu, allerdings war mir diesmal die Verpackung nicht so schmackhaft. Viele Schicksalsschläge erscheinen konstruiert und der Egoismus beider, ihre Mitmenschen rücksichtslos zu verletzten, hatte mir einen zu bitteren Nachgeschmack. Dieses "Hin und Her" hatte mir im Verlauf des Buches zu viele Längen, mir fehlte doch sehr die durchgehende Spannung aus den vorherigen Bänden.

Die Kulisse des ersten Weltkrieges hingegen hat mir richtig gut gefallen. Frau Donnelly webt bekannte Daten und Persönlichkeiten aus der Geschichte in die Schicksale ihrer Charaktere mit ein. Es dreht sich diesmal einiges um Spionage und Verrat. Mit Max von Brandt wurde außerdem ein neuer, schwer durchschaubarer Charakter eingeführt, der vor allem zum Ende hin noch sehr überraschen kann.

Fazit
.............

Ich habe mich riesig gefreut, die "alten Charaktere" wiederzutreffen, zu erfahren wie es den Kindern ergeht und welche Zukunft ihnen allen noch bevorsteht. Es macht Spaß, es liest sich flott, aber die große Begeisterung aus Band 1 und 2 ist bei mir leider ausgeblieben. Ich habe den Eindruck es war einfach nicht mehr viel herauszuholen. Es gab schon so viele Höhen und Tiefen, dass Willas und Seamus Geschichte nur noch am Mitgefühl kratzt und nicht mehr vollständig mitreißen kann.

3,2 von 5!
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am 17. Juni 2016
Bereits die ersten beiden Bände der Rosen-Triologie habe ich regelrecht verschlungen, und mich daher sehr gefreut, als ich das Finale der Reihe geschenkt bekommen habe.
Zum Inhalt des Buchs wurde genug gesagt, es geht hier hauptsächlich um die (Liebes-) geschichte der beiden Abenteurer Willa Alden und Seamus Finnegan. Gleichzeitig ist der Roman eine Mischung aus Familienchronik, Agententhriller und Geschichts- und Kulturliteratur. Natürlich gewürzt mit der entsprechenden Prise Romantik.

Toll fand ich, dass auch die Geschichten der Hauptakteure der ersten beiden Bände mit eingeflossen sind, also dass man die Entwicklung von Fiona, Joe, India und Sid weiter miterleben durfte. Ein riesiger Pluspunkt war auch in meinen Augen, dass man soviele Gesichtspunkte der englischen Geschichte präsentiert bekommen hat, von den elenden Verhältnissen im East End, der Kolonialherrschaft, dem ersten Weltkrieg. Aber auch andere Kulturen wurden angeschnitten, wie die arabische oder tibetische. Das fand ich sehr spannend und genial verflochten von der Autorin, die die Geschichte aus sehr vielen Blickwinkeln und äußerst detailreich beschreibt.

Ihr Schreibstil gefällt mir sehr gut, man vertieft sich richtig in die Geschichte und steigt in die Handlung selbst mit ein. Das zentrale Thema der Buchreihe, die unterschiedlichen Leidenschaften und Träume von Menschen (in diesem Fall das Bergsteigen bzw. Abenteuer), fand ich auch in dieser Geschichte wieder sehr gut herausgehoben. Dadurch gerät man selbst ins Nachdenken, wofür das eigene Herz eigentlich brennt und worin man selbst so aufgeht wie bspw. Fiona für ihren Tee oder ihre Familie, Joe für die Politik, India für die Medizin oder Seamie und Willa für Entdeckungen. Klasse Roman!
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am 11. Juli 2012
Auch der Nachfolger ist wieder ein gelungener Schmöker mit Suchtgarantie.

Spannend, emotional und wunderbar geschrieben, stellt Jennifer Donnelly ihr neues fulminates Werk vor. Es sind wieder alle Haupakteure aus den vorherigen Romanen dabei. Die Schreibart der Aurorin macht es dem Leser nicht schwer in diesen Roman einzutauchen und jede Unterbrechung als Störung zu empfinden.

Donnelly schreibt einfach fantastisch und das ist es, was ihre Bücher so begehrenswert macht.Ich hoffe, dass wir noch viele solcher unterhaltenden Bücher dieser Autorin zu lesen bekommen.
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