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Oben geblieben ist noch keiner ( DDR TV-Archiv )
Format: DVDÄndern
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Oben geblieben ist noch keiner

Als eine Art kleines Geschenk und Glückwunsch an den Hauptdarsteller Heinz Rennhack, darf wohl die hier vorliegende Veröffentlichung von "Oben geblieben ist noch keiner" durch die "Telepool", unter dem Vertrieb von "Icestorm" gesehen werden. Der besonders in der ehemaligen DDR aber auch über deren Landesgrenzen hinaus sehr bekannte und beliebte Schauspieler und Entertainer feiert mit Erscheinen dieser DVD am 05.März 2012, seinen inzwischen bereits Fünfundsiebzigsten Geburtstag. Wahrlich ein passender Anlass, um mit der 1979/80 für das Fernsehen der DDR durch das DEFA-Studio für Spielfilme produzierten Komödie "Oben geblieben ist noch keiner", einen seiner wohl mit größten Publikumserfolge nun endlich auf DVD zu veröffentlichen.

Der nach einer Idee des Autors Peter Palm und dem Drehbuch von Hans Heinrich und Eberhard Schäfer abgedrehte Streifen erlebte am 26.Mai 1980 seine Erstausstrahlung im Fernsehen der damaligen DDR. Die Regie bei diesem mit Unterstützung der "GST" (Gesellschaft für Sport und Technik) entstandenen in etwa 77 Minuten laufenden Filmspaß führte Eberhard Schäfer. Der Regisseur und Drehbuchautor, der auch hinter Produktionen wie "Danke für die Blumen" (1988) oder "Ferienheim Bergkristall" (1985/86) steht, drehte 1983, drei Jahre später, mit "Unser bester Mann" nochmals einen Lustspielfilm mit Heinz Rennhack.

Heinz Rennhack erlebt man in dem hier zu sehenden Film als "Willi Zubrodt", der von der Brigade und seinem Betrieb, dem Getriebewerk in Drohnenbach, zu einem Fallschirmspringerlehrgang bei der GST delegiert wurde. Im Ausbildungslager in Niederkrumma angekommen, tut er sich aber weniger durch Eifer in der Ausbildung hervor, sondern eher durch ständiges Motzen gegen Vorgesetzte (Alfred Struwe, Jürgen Zartmann) und eine Überheblichkeit, die selbst den anderen Teilnehmern des Lehrganges gehörig auf die Nerven geht. Dabei steckt hinter all der Prahlerei und Wichtigtuerei mehr Schein als Sein.

Als sich die stolze Brigade unseres "Willi Zubrodt" unter Leitung ihres Abteilungsleiters (Jürgen Frohriep) zum Besuch anmeldet, um ihrem "Helden" beim Fallschirmsprung zu erleben, rutscht diesem das Herz beinahe in die Hose und er möchte sich am allerliebsten aus dem Staub machen. Ganz so einfach geht das aber nicht, da sich just in diesem Moment mit "Christine Linde" (Solveig Müller) Besuch von oberster Stelle der GST-Bezirksleitung, wegen "Zubrodts" ständigen Verstößen gegen die Ausbildungsordnung, angekündigt hat.

Wird sich Maulheld "Willi Zubrodt" nochmals aus der Affäre ziehen können und womöglich doch noch ein erfolgreicher Fallschirmspringer werden? Oder geht er sang- und klanglos unter und verliert sein Gesicht und Ansehen nicht nur bei den Arbeitskollegen seiner Brigade?

Man muss sagen, dass die Rolle des "Willi Zubrodt" in diesem Film Heinz Rennhack buchstäblich wie auf den Leib geschrieben ist. Mit seiner stets etwas jungenhaft, verschmitzt daherkommenden Art wirkt er in seinem Spiel wunderbar frisch und authentisch. Trotz einiger Ecken und Kanten, die er in der von ihm hier gespielten Rolle verkörpert, bleibt er irgendwo dennoch der liebenswerte Schelm, dem man eigentlich nie so richtig böse sein kann.
In den anderen Rollen sind außer den bereits erwähnten Darstellern noch zahlreiche andere, zur damaligen Zeit in der DDR sehr bekannte und auch beliebte Schauspieler zu erleben. Beispielgebend sein an dieser Stelle hier die von Fred Delmare, Gisbert-Peter Terhorst oder Ursula Staack und Siegfried Seibt genannt. Selbst Regisseur Eberhard Schäfer ist in allerbester Hitchcock-Tradition zweimal innerhalb des Films zu erleben.

Gleich zu Beginn der DVD-Wiedergabe entschuldigt man sich für "Einschränkungen in der Bild- und Tonqualität". Zugegeben, so ganz leugnen kann das Bild der hier vorliegenden DVD im Format 4:3 (1.33:1) während seiner Laufzeit von ca. 77 Minuten, die seit dem Dreh nun inzwischen mehr als Dreißig vergangenen Jahre nicht. Auffällig wird dies besonders bei den in einigen Szenen sich doch recht stark bemerkbar machenden mechanischen Beschädigungen am Filmmaterial. Die Farben zeigen sich in ihrer Intensität zumeist recht gut ausgeprägt, wenn auch nicht unbedingt immer vollkommen natürlich. Bei der Schärfe wie auch im Kontrast reichen die zur Ansicht kommenden Einstellungen von gut bis hin zu akzeptabel. Im Gesamteindruck entspricht das Bild in etwa dem mir im Gedächtnis gebliebenen von der letzten Ausstrahlung im TV und kann als annehmbar beurteilt werden.

Das DVD-Menü ist übersichtlich und einfach bedienbar und entspricht in seiner Aufmachung und Machart den vorhergehender und bisheriger Veröffentlichungen innerhalb der Reihe des "DDR TV-Archiv". Neben der Möglichkeit des unmittelbaren Filmstarts über "Film Abspielen", kann noch ein Laufband mit Angaben zu Cast und Crew bei dieser Produktion in Textform aufgerufen werden. Einzigstes Extra bei dieser DVD sind einige Trailer zu weiteren Veröffentlichungen auf DVD.

Tonbewertung:

Der hier im Format Dolby digital 2.0 zu Gehör kommende deutsche Ton zeigt sich in seinen gesprochenen Dialogen zumeist recht gut verständlich. Mir fielen hier kaum Unregelmäßigkeiten oder gar größere nennenswerte Fehler oder Einschränkungen auf. Für die Musik zeichnete im übrigen Helmut Nier verantwortlich, der im Laufe seines beruflichen Schaffens mehr wie 200 Filmmusiken ersann. Zu seinen bekanntesten und wohl auch mit erfolgreichsten zählten hierbei u.a. die zu TV-Erfolgen wie "Zur See" oder auch "Krupp und Krause". Untertitel für Hörgeschädigte oder Gehörlose werden nicht von der DVD bei dieser Veröffentlichung angeboten.

Gesamteindruck:

Mit "Oben geblieben ist noch keiner" kommt eine flott und turbulent erzählte mit reichlich ostalgischem Charme in Szene gesetzte Filmkomödie aus dem Jahr 1980 durch die "Telepool" und unter dem Vertrieb von "Icestorm" zur Veröffentlichung auf DVD. Für den Hauptdarsteller Heinz Rennhack geradezu eine Paraderolle, in der er mit seinem jungenhaft verschmitzten Charme regelrecht aufgehen konnte. Ein bestens und kurzweilig unterhaltender Fernsehspaß, der mit kräftigem Augenzwinkern und ohne sich selber allzu ernst zu nehmen daher kommt.
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am 15. Juli 2015
Wer DDR-Nostalgie mag, ist hier richtig. Hübsche Mädels, hochkarätige DDR-Schauspiler in kleinen Rollen und Heinz Rennhack in Höchstform! Für Wessis ungeeignet! Oder doch? Zur deutsch-deutschen Verständigung vielleicht!!!
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