Kundenrezensionen


3 Rezensionen
5 Sterne:
 (2)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugende Alternative, 23. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese CD hat genau dasselbe Programm wie Faust/Melnikov. Das lädt zum direkten Vergleich ein. Die Startposition der neuen CD ist nicht so bequem, denn Isabelle Faust und Alexander Melnikov haben eine spannende Interpretation geliefert. In der Fantasie und im Rondo spielen sie voll die Karte der Virtuosität, die Fantasie gerät zu einem atemberaubenden Seiltanz über dem Abgrund.
Carolin Widmann und Alexander Lonquich gehen einen anderen, einen introspektiven Weg. Lonquich zaubert aus seinem Klavier eine ganze Farbpalette, die von Widmann übernommen wird. Beide gehen erzählerisch ran. Widmann meistert die technischen Schwierigkeiten gut aber nicht so demonstrativ wie Isabelle Faust. Sie weiß es auch, sich zurückzuziehen und dem Klavier die Melodie zu überlassen. Hier ist der Abgrund ein innerer.
Zwei ganz unterschiedliche Herangehenweisen, die beide sehr überzeugend sind und einmal mehr beweisen, daß die Meisterwerke (und die Fantasie D934 ist zweifellos eines) mehrere Interpretationen zulassen und sogar fordern.
Daneben liefern Fischer/Helmchen nur bessere Kaffeehausmusik.

Einen ähnlichen Eindruck hat man mit der Sonate D574. Sie gehört nicht zu den Meisterwerken der letzten Lebensjahre Schuberts, aber hier wagt Schubert bereits harmonische und strukturelle Neuerungen wie in den zeitgenössischen Klaviersonaten. Nicht umsonst sind die Protagonisten einer frühen Aufnahme Fritz Kreisler und Sergei Rachmaninov. Hier auch weiß der Zuhörer nicht, wem er den Vorzug geben soll: der extrovertierten Brillanz von Faust/Melnikov oder der introvertierten Poesie von Widmann/Lonquich. In beiden Fällen kommt eine Kunst des Phrasierens, der Akzentuierung, die man vergeblich bei Fischer/Helmchen sucht.

Alles in allem eine sehr überzeugende CD, wo das Klavier genauso gut singen kann wie die Violine, wo beide Partner eine Kunst der Nuancen und des Dialogs pflegen, die tatsächlich überwältigen kann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überwältigt ?, 17. Februar 2012
Diese Woche schwärmt Wolfgang Goertz über diese Aufnahme in der ZEIT. Und übertitelt diese Rezension: so klingt verletztliche Musik,fühlt sich von dieser Aufnahme überwältigt.

In der Tat klingt es hier ganz anders als bei Oistrak oder Heifetz oder auch Kremer.

Ich höre auch ein scheues Angehen, eher zart als draufgängerisch. Man vergleiche Lonquich mal mit Melnikov, auch eine neuere Aufnahme,zusammen mit Isabelle Faust.

Aber,um die dritte neuere Aufnahme miteinzubeziehen, Fischer mit Helmchen; singulär ist es nicht. Gerade auch Fischer und Helmchen präsentieren eine überzeugende Wiedergabe.

Es ist schon erstaunlich, wie sehr D 934 aus seiner relativen Versenkung geholt wurde und heute diverse sehr schöne Aufnahmen dieses wunderbaren Werkes existieren.

Widman und Lonquich liefern die neueste Version.

Beide haben einen zurückhaltenden Duktus. Ob das meine Idealinterpretation ist ? Ein wenig mehr Feuer, statt Anschlagskultur ? Und die Geige mit mehr Intensität?

Ich schätze Lonquich sehr, ein Pianist, der sehr viel Beachtung verdiente.

Aber diese Interpretation ist mir zu sehr zurückgenommen.

Schön ist sie, aber fast ohne Ecken und Kanten. Überwältigt werde ich von dieser Aufnahme nicht, angerührt schon.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ja: Überwältigend!, 23. Februar 2012
Wie tief Stille, Intimität und Zerbrechlichkeit berühren, ja überwältigen können, zeigt Carolin Widmann mit ihrer Schubert-CD. So feinsinnig und konzentriert, wie sie das angeht und dann doch wo's drauf ankommt Verve und Brillanz einbringt, ist für mich einzigartig. Alexander Lonquich ist ein kongenialer Duo-Partner; einziger (kleiner) Vorbehalt: in den ersten Sätzen der Fantasie hätte ich mir eine Spur mehr Zurückhaltung gewünscht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Franz Schubert: Fantasie C-Dur / Rondo h-Moll / Sonate A-Dur
Franz Schubert: Fantasie C-Dur / Rondo h-Moll / Sonate A-Dur von Alexander Lonquich and Carolin Widmann
MP3-Album kaufenEUR 9,49
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen