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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Essenz der Menschen
Ja, der Vergleich mit "Matrix" drängte sich auch mir auf, ebenso mit "The 13th Floor" oder "Total Recall". Aber "Dark City" geht meiner Meinung nach viel tiefer als alle der genannten Vergleichsfilme.
John Murdoch, der Protagonist des Films, wacht eines Abends fast ohne jede Erinnerung neben einer toten Frau auf. Hat er sie ermordet? Warum erinnert er sich an...
Veröffentlicht am 22. März 2005 von Carsten Corleis

versus
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ACHTUNG: Kein Director's Cut
Da Amazon die Bewertungen zu verschiedenen Versionen ja gerne durchmischt: Ich beziehe mich hier auf die deutschsprachige Bluray-Veröffentlichng.
Zum Film selbst will ich nicht viel sagen, dieser ist unbestritten ein verdienter Sci-Fi-Klassiker der sich thematisch und stilistisch irgendwo zwischen Matrix, The 13th floor und Brazil einordnen lässt. Wer den...
Vor 18 Monaten von SleepingCat veröffentlicht


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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ACHTUNG: Kein Director's Cut, 5. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dark City [Blu-ray] (Blu-ray)
Da Amazon die Bewertungen zu verschiedenen Versionen ja gerne durchmischt: Ich beziehe mich hier auf die deutschsprachige Bluray-Veröffentlichng.
Zum Film selbst will ich nicht viel sagen, dieser ist unbestritten ein verdienter Sci-Fi-Klassiker der sich thematisch und stilistisch irgendwo zwischen Matrix, The 13th floor und Brazil einordnen lässt. Wer den genannten Filmen auch nur das geringste abgewinnen kann, für den stellt auch dieser einen Pflichtkauf dar. Insbesondere der erst genannte orientiert sich auffallend stark an diesem Werk, das die Wachowskis mit Sicherheit mehr als einmal gesehen haben und in ihrer Filmtrilogie im Minutentakt mal mehr mal weniger auffällig zitieren.
Auch die Blu-Ray-Ausstattung scheint sich auf den Blick mehr als sehen zu lassen, liegt doch neben dem Kommentar mit den wichtigsten Köpfen hinter dem Film sogar ein weiterer Kommentar vom Filmkritiker Roger Ebert persönlich bei. Warum also keine fünf Sterne?
Das zentrale Problem dieser Bluray ist leider, dass statt wie man es vielleicht erwarten würde nicht der bereits 2008 (!)veröffentlichte Directors Cut sondern die Kinoversion von 1998 auf die Scheibe gebrannt wurde. Diese ist nicht nur um die 10 Minuten kürzer, sie enthält einen auch leider vollkommen überflüssigen, erklärenden Monolog zu Beginn des Films, der den halben Twist bereits vorweg nimmt. Schämt euch Warner Brothers! Soll sich der Kunde jetzt entscheiden ob ihm Bildqualität ODER die Vollständigkeit des Filmes wichtiger ist? Wer nichts dagegen hat ein paar mehr Euro auf den Tisch zu legen und des Englischen mächtig ist, dem rate ich eindeutig zum UK-Import, da nur dieser die längere Schnittfassung UND Blurayqualität vereint.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Essenz der Menschen, 22. März 2005
Von 
Carsten Corleis "ccorleis" (Moisburg, Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dark City (DVD)
Ja, der Vergleich mit "Matrix" drängte sich auch mir auf, ebenso mit "The 13th Floor" oder "Total Recall". Aber "Dark City" geht meiner Meinung nach viel tiefer als alle der genannten Vergleichsfilme.
John Murdoch, der Protagonist des Films, wacht eines Abends fast ohne jede Erinnerung neben einer toten Frau auf. Hat er sie ermordet? Warum erinnert er sich an kaum etwas? Und wer sind die "Fremden" die ihn verfolgen?
So irrt Murdoch durch eine unheimliche Stadt, auf der Suche nach seiner eigenen Identität und macht schon bald Bekanntschaft mit den fremden Wesen, die die Stadt zu kontrollieren, und in ihm eine Gefahr zu sehen scheinen...
Schon die Stadt ist irgendwie unwirklich, absolut alptraumhaft, obwohl alle gezeigten Gebäude, Gegenstände, Autos etc. so wirklich in vielen realen Städten existieren, ist diese Stadt nicht nur namens- sondern auch zeitlos. Nicht nur von der Handlung her, sondern vor allem vom Design. Sind es die 30er, 40er, oder 50er Jahre? Sie lässt sich nicht einsortieren, sondern bleibt immer knapp ausserhalb der Realität.
Was Realität oder das, was wir für die Realität aufgrund unserer Erinnerungen halten, überhaubt ist, ist auch die Kernfrage des Films. Die fremden Wesen, die die künstliche Stadt als ihr riesiges Versuchslabor benutzen, um hinter das Wesen der Menscheit und der Menschlichkeit zu kommen, in dem sie immer wieder Erinnerungen von einer Person zur anderen transferieren und ständig per Geisteskraft das Stadtbild ändern, erscheinen auf den ersten Blick als "die Bösen".
Doch auch ihre Art, die nur über eine Art Kollektivgedächtnis verfügt, ist vom Aussterben bedroht. Sie sehen ihre letzte Überlebenschance darin, hinter das "Geheimnis" der Menschen zu kommen.
Murdoch hingegen, der im Handlungsverlauf langsam die Puzzleteile des Geschehens zusammenklaubt, sieht sich und alle anderen Menschen der Stadt um ihre Erinnerungen, ihre Identitäten betrogen.
Schliesslich kommt es zum Showdown zwischen den fremden Wesen und Murdoch, der inzwischen eigene Fähigkeiten der geistigen Manipulation entwickelt hat. Er wird zum Messias der Menschen und bringt ihnen das Licht und die Erinnerungen wieder.
In einer der letzten Szenen steht Murdoch schliesslich dem letzten der sterbenden Wesen gegenüber. Er tippt sich an die Stirn und sagt "Ihr habt hier gesucht? Ihr habt an der falschen Stelle gesucht!"
Jeder Mensch weiss sofort, wo die "richtige Stelle" gewesen wäre. Die fremden Wesen nicht. Sie konnen nie die Essenz des Mensch- und Menschlich-seins entschlüsseln und sind daher die eigentlichen Verdammten der Geschichte.
Mein Urteil: Kino jenseits des effektheischenden Mainstreams. Zum Mitdenken, zum Nachdenken und vor allem zum "zwischen den Bildern" denken!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr düster!, 3. Dezember 2009
Von 
Stefan Erlemann (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dark City (DVD)
Ein Mann erwacht voller Panik. Er liegt nackt in einer Badewanne und kann sich an nichts erinnern. Im Nebenraum liegt eine furchtbar zugerichtete Frauenleiche. Sie ist am ganzen Körper mit seltsamen Zeichen bemalt. Doch keine Erinnerung regt sich. Der Mann zieht sich hastig etwas an und rennt aus dem Zimmer. Der Lift hält in seiner Etage und in letzter Sekunde kann er sich ins Treppenhaus flüchten. Im Empfangssaal des Hotels erkennt ihn der Portier und im Gästebuch liest der Mann seinen Namen: John Murdoch.
Die Polizei hält John Murdoch für den Mörder von sechs Prostituierten. Und der ermittelnde Inspector Frank Bumstead heftet sich an die Frau Murdochs. Sie weiß nicht, wo ihr Mann sich in den letzten drei Wochen aufgehalten hat, bezweifelt aber, dass er der gesuchte Mörder ist.
Doch Murdoch wird nicht nur von der Polizei verfolgt, sondern auch von Männern in schwarzer Kleidung und mit äußerst brutalem Vorgehen. Als drei dieser Gestalten Murdoch stellen, geschieht Unfassbares. Zum Entsetzen Murdochs scheint er die Realität verändern zu können und die drei Männer sterben aufs grausamste Weise, und einem der Sterbenden entkriecht ein Furcht erregendes, bläulich schimmerndes Wesen. Murdochs einzige Chance, diesen außerirdischen Wesen und der Poliei zu entkommen, ist ein Wissenschaftler, Dr. Daniel Schreber, der sich bei seiner Frau als Arzt Murdochs zu erkennen gibt. Doch Murdoch findet heraus, dass der Mann den Außerirdischen bei einem monströsen Experiment hilft.

Dieser Film ist wirklich dunkel. Es ist immer Nacht, wenige Glühbirnen erhellen die klaustrophobisch enge und verwinkelte Stadt. Der anfangs einem Psychodrama gleichende Film wechselt das Genre scheinbar ansatzlos. Ist der Zuschauer gerade noch fasziniert ob der Tragik des - ausnehmend guten - Hauptdarstellers, erscheinen plötzlich graue Männer (sie erinnern fatal an "Momo", es fehlen nur die Zigarren). Ein bisschen kafkaesk geht es zu, diese Männer lassen sich schwer einordnen. Doch das Geheimnisvolle, Düstere, das sie umgibt, weicht auf der Stelle ekelhaften Szenen. Die "Männer" entpuppen sich als menschliche Hüllen, in denen außerirdische Wesen ihr Unwesen treiben. Wenig später wird dieser Film zu einem harten Krimi. Unglaublich gut in der Rolle des Ermittlers: William Hurt.
Es geht um Mädchenleichen und deren Mörder. Und dann wieder nicht. Dann geht es um einen verrückten Wissenschaftler; Kiefer Sutherland gibt diesen völlig durchgeknallten Doktor - er erinnert sehr an Doktor Mabuse - mit Versiertheit und erkennbarem Spaß. Leider aber eher als Karikatur eines verhinderten Weltherrschers denn als echte Gefahr.
Und unmerklich wird aus diesem Science-Fiction- ein Horror-Film. In düsteren unterirdischen Hallen sind tausende der grauen Herren damit beschäftigt, die Zeit anzuhalten und, wie wahnsinnig, die Wirklichkeit zu verändern. Alles dient der Suche dieser Außerirdischen nach der menschlichen Seele. Und bis der Zuschauer auch nur annähernd versteht, um was es geht, ist der Film fast vorbei. Zum Schluss wird aus diesem Film noch ein Action-Kracher. Zumindest bemühen sich Regie, Drehbuchautor und Schauspieler, diesen Rang zu erlangen. Leider aber geht dieser Versuch, wie auch alle vorherigen Genre-Versuche, fehl.
Dieser Film versucht "Blade Runner", "Alien", "Kafka", Film Noir und noch einiges mehr zu sein. Dabei geht die brillante Grundidee zu Bruch. Ein Psychodrama rund um den verzweifelten Mann ohne Gedächtnis mitten in einem monströsen "Feldversuch" von Außerirdischen, die auf der Suche nach der menschlichen Seele sind, hätte einen Film entstehen lassen, der im Gedächtnis geblieben wäre. Schauspieler, Ton, Kamera, Idee - alles hätte gepasst. Wenn nicht alles in einem Zuviel versunken wäre. Die wenigen einzigartigen Momente, schockierenden Erkenntnisse und brillanten Gedankengänge werden durch Action, Horror, Computereffekte und Mythologisierung (überall tauchen gemalte Spiralen auf - warum, ist ein Rätsel, das nicht gelöst wird) verdeckt und entwertet. Übrig bleibt ein furchtbares Durcheinander, das zwar unterhält, berührt und beeindruckt, aber leider auch ärgert, irritiert und den Film letztlich verdirbt.

Fazit: Es hätte ein einmaliger Film werden können. Aber Regie und Drehbuch haben zu viele Geschichten erzählen, zu viele Genres abdecken wollen. Im Ergebnis befriedigt keines dieser Elemente. Verstörend ist der Film dennoch und sicher mehr als ein Geheimtipp, denn der rote Faden des Films, die psychologische Grundkomponente, die mit dieser "Seelensuche" angestoßen wird, ist brillant ersonnen.

Spaß macht der Film sowohl akustisch (DD 5.1), in einigen Szenen sitzt man wirklich mitten im von allen Seiten auf den Hörer einströmenden Geschehen, als auch optisch. Dazu gehören allerdings ein 16:9-Fernseher (optimiert 2,35:1) und völlige Dunkelheit im umgebenden Raum. Sonst sind die meist düsteren Szenen nicht klar und deutlich auszumachen.
Extras sucht man auf dieser Scheibe allerdings vergeblich.

Stefan Erlemann
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Dark City" BD - gelungene Umsetzung, 1. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dark City [Blu-ray] (Blu-ray)
Cover: kein FSK-freies Wendecover
Ton: 4 Sterne (DD 5.1, Ton gut aber nicht Top, da dies kein Actionfilm mit Explosionen ist, sondern überwiegend in diesen Szenen und für die Spannung ein guter Soundtrack eingesetzt wird, der jedoch fast keine Bassmomente enthält, ist die Bewertung dahingehend auch vornehmlich auf den Soundtrack begrenzt.)
Bild: 5 Sterne (bei den Gebäuden in den Veränderungsszenen sieht man zwar klar die Spielzeugoptik, aber daß tut dem Flair keinen Abbruch. In Szenen aus der normalen Kulisse, sprich Strassenaufnahmen, innerhalb von Gebäuden etc. ist daß Bild scharf. Da der ganze Film ja des Nachts spielt ist es erfreulich, das der Schwarzwert sehr gut ist, dies mit der Kombination aus Licht (Autoscheinwerfern, Straßenlaternen) und den Objekten aus der Umgebung läßt den Film erfreulich detailreich herüberkommen, das Bild wirkt sehr knackig.)
Film: 5 Sterne (die Story ist gut, die Umsetzung auch, und auch Kiefer Sutherland als Dr. Gruber überzeugt in seiner Nebenrolle)

Alex Proya's Film ist ein Highligt im SF-Genre. Die Suche eines Mannes ohne Gedächtnis nach seiner Identität, der Frage warum es nie Tag wird und warum niemand den Ausgang aus der Stadt zu kennen scheint treiben die Story kontinuierlich voran, Langeweile kommt nie auf, man will den Plot sehen.

Viele bewerten den Film negativ nur aufgrund der Tatsache, daß es eine DC-Version gibt, jedoch nicht in Deutschland. Das ärgert mich ebenfalls, aber dies ist kein Grund die BD-Umsetzung schlecht zu machen. Ich kenne nur diese Version, sie enspricht der Version wie sie im Verleih damals erschien. Meine Bewertung bezieht sich auf das was sich auf der BD befindet, und nicht dem was man sich auf der BD wünscht.

Fazit: Kaufempfehlung
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Science-Fiction, worüber man nachdenkt..., 3. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Dark City (DVD)
Dark City ist einer der wenigen SF-Filme, die neben tollen Effekten und interessanter Kulisse auch noch eine gut durchdachte Story haben. Ohne viel Action reißt der Film einen schon in den ersten Minuten aufgrund der perfekten Filmsprache in seinen Bann. Wie in "The Crow" auch, schafft der Regisseur eine kalte, düstere Endzeitwelt, mit Elementen aus der ersten Hälfte des 20. Jhds. Mit Hilfe der sehr guten Schauspieler wird der Film gleichzeitig zu einer Hommage an alte Detektivstreifen und zu einem atmosphärischen Mystery-Erlebnis. Meiner Meinung nach hat die Story sogar einen philosophischen Touch, jedoch in eine andere Richtung gehend, als z. B. Matrix.
Fazit: Für Fans von intelligenter Fantasy absolut zu empfehlen. Schade, dass der Streifen an den Kinos übersehen wurde.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kafkaesk düster, verstörend, emotional: ein Ausnahmefilm, 24. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Dark City (DVD)
Bilder von solch düsterer Faszination habe ich bisher nur wage in meiner Vorstellung erlebt, wenn ich Kafka gelesen habe: im Filmbereich habe ich dagegen bisher nichts vergleichbares erlebt.
Die gelungene Verschmelzung von Noir, Moderne und Sci-fi bringen sowohl die ausserordentlichen Kulissen als auch die herrvoragende Besetzung gekonnt rüber. Dramaturgie und Spannungsbogen stehen der Optik in nichts nach: die Handlung gewinnt kontinuierlich an Tempo ohne dabei die melancholisch nebulöse Stimmung durch zu grosse Hektik zu zerstören; die Liebesgeschichte wirkt im Gegensatz zu vielen anderen Filmen (wie Matrix) nicht aufgesetzt sondern bringt dem Zuschauer die tiefe Verstörung und Selbstzweifel der Hauptfiguren im Handlungsstrang der Mordfälle, ihre Motivationen und später die Verwirrung und Angst vor der Erkenntnis der Wurzellosigkeit ihrer Identität näher; das spektakuläre Finale schafft den selten geglückten Spaghat sowohl eine tiefgreifende Handlung als auch furiose Action gleichzeitig den Höhepunkt erreichen zu lassen, ohne dabei allzu konstruiert zu wirken. Ebenfalls großes Lob hat sich Trevor Jones' Musik verdient, die gekonnt die düstere Melancholie der Bilder unterstreicht, die emotionale Aufgewühltheit der Liebesgeschichte einfängt, sogar einige echte Gänsehautmomente bereitet - wie in dem Moment als die Glasscheibe im Besucherraum des Gefängnisses, die die beiden Liebenden trennt, bei Berührung zerbricht - und nicht zuletzt in den Actionszenen urplötzlich zu kraftvoller Wuchtigkeit anhebt.
Fazit: Bei Dark City stimmt einfach alles. Optik, Musik, Besetzung und schauspielerischer Einsatz, Story, Atmosphäre, Kameraführung, Sets, Effekte und Design: alles Spitzenklasse. Zudem das seltene und dankenswerte Glück, das das Ende nicht zu happy und verkitscht ist oder andere typische Versuche einen außergewöhnlichen Film Massenkompatibler zu machen erkennbar sind. Ein echter Ausnahmefilm!
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen einhalb Sterne...für alle Schwarzseher...leider nur in Englisch! -- U.K. Director's Cut Rezension --, 7. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vorab - Amazon hat diese Rezension zu allen Fassungen reingestellt - was wieder einmal wenig Sinn ergibt...

Sei es drum...wollten Sie schon immer eine Bluray Ihr Eigen nennen, die das vortreffliche Schwarz Ihres Plasma-Fernsehers oder (LED)-LCD-Fernsehers voll zur Geltung bringt?

So Sie sich für vorliegende Bluray entscheiden, können Sie davon ausgehen, dass der Filmtitel DARK City auch der überwiegenden Bildgebung gerecht wird. Es ist durchaus denkbar, dass Fernseher mit gewissen technischen Beschränkungen einige Details verschlucken (Black Crush) - Dark City macht seinem Namen eben wirklich alle Ehre...

Noch lange vor der Matrix wartete Alex Proyas mit der düsteren Vision einer Welt auf, in der nichts ist wie es scheint. Zwischen Science Fiction und Film Noir angesiedelt, erleben wir die Geschichte eines Mannes, der in einer Badewanne aufwacht und sich an nichts erinnern kann. Als er eine Frauenleiche als das angebliche Werk seiner Hände bemerkt, begibt er sich auf die Suche nach der Wahrheit. Gejagt von einem stoischen Kommissar, gesucht von seiner Frau - wird er in der Stadt in der niemals die Sonne aufgeht schon bald zum Zielobjekt zwielichtiger Gestalten... Mehr soll hier nicht verraten werden, da es noch immer einige geben mag, die den Film und sein bittersüsses Ende nicht kennen.

Bis heute warten Freunde dieses kafkaesken Mahlstroms sehnsüchtig auf eine Bluray mit deutscher Tonspur. Vorliegende Fassung kann damit leider nicht aufwarten, es werden auch nur englische Untertitel geboten. Der englische Ton liegt neben 2.0 DTS HD sogar in 7.1 DTS HD vor. Er ist druckvoll wo es die Geschichte zulässt - und ansonsten räumlich genug. Wer sich an die äusserst mässige Bildqualität der deutschen DVD erinnert, der wird hier mehr als positiv überrascht. Auch wenn keine Referenz geboten wird, so wähnt man sich doch fast in Sichtweite. Ich konnte nur in einer Szene einen Farbabbruch bei einem Lichtkegel entdecken - und in der Eingangssequenz findet sich für einen winzigen Augenblick ein starkes Bildrauschen im nächtlichen Himmel wieder, das doch allzu grobkörnig ist. Davon abgesehen hinterlässt das Ergebnis nur staunende Gesichter, ob das die Bildschschärfe oder die Plastizität betrifft. Die sepiaartige Farbgestaltung ist bewusst gewählt. Es mag schon sein, dass die Effekte in einigen Momenten nicht mit heutigen Filmen mithalten können, den Liebhaber dieses Directors Cuts wird es aber nicht stören.

Und wo wir schon beim Directors Cut sind. Ich habe mir die um 11 Minuten längere Fassung zuerst angesehen (Angabe im BD Menü 111 zu 100 Minuten - die 107 Minuten stammen von der DVD). Abgesehen davon, dass ich mich nicht daran erinnern konnte worin genau die Unterschiede zur alten Kinoversion bestanden, möchte ich mir diese auch nicht mehr antun. Es ist mir mittlerweile unverständlich, wo man etwas hätte weglassen sollen. Wer aber den Unterschied während des Films erläutert bekommen will, der kann dies per Zusatzfunktion einrichten. Ohnehin bietet das Bonusmaterial solide Hintergrundinformationen ohne allzu üppig auszufallen. Es gibt verschiedene Audiokommentare, eine Produktionsgalerie, eine kurze Anmerkung des Regisseurs zur längeren Fassung, den Trailer und ein paar kürzere Dokumentationen. Alles in allem nett, aber nicht wirklich überzeugend.

Übrigens - da es bei der alten deutschen DVD Lizenzprobleme gab was die englische Sprachausgabe betraf - sie konnte seinerzeit nur mit eingebrannten deutschen Untertiteln geboten werden - hegt so mancher Zweifel an einer baldigen deutschen Bluray-Veröffentlichung!

Doch für alle Schwarzseher mit guten Englischkenntnissen: Bitte sehr! Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen!
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bizarr!, 5. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Dark City (DVD)
Dark City - sicherlich einer der ungewöhnlichsten Filme der letzten Jahre. Ich kann mich nicht erinnern, einen stärker bizarren Film seit Brazil gesehen zu haben. Dark City lebt weniger von der Handlung an sich, sondern mehr von der düsteren Atmosphäre einer Kunstwelt, die doch so real zu sein scheint. Man meint, Teil dieser Welt zu sein, und der ausserordentlich gute und passende Soundtrack sorgt dafür, dass der Zuschauer eingefangen wird, Teil des Ganzen. Man schaut sich diesen Film nicht an, man "erlebt" ihn.
Aliens nehmen von einer Stadt Besitz, verändern diese nach ihrem Geschmack, müssen aber die Gefühle der Bewohner begreifen, um selbst überleben zu können. Sie manipulieren Erinnerungen, schaffen täglich (nächtlich?) die Welt und ihre Bewohner neu, bis etwas schief geht und sich ein Bewohner nicht manipulieren läßt, sondern selbst die Macht des "Tunings" gewinnt. Grandios! Düster! Beklemmend! Hervorragende Kulissen, perfekte Schauspieler, Spannung von der ersten bis zur letzten Sekunde. Dieser Film endet nicht nach dem Abspann, er beschäftigt und verfolgt weiter. Kult!
Fazit: Unbedingt anschauen, das Preis-Leistungsverhältnis ist bei Amazon unschlagbar, so dass es kein Argument gegen den Kauf gibt!
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ubeschreiblicher Film mit enormer Tiefe!, 11. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Dark City [VHS] (Videokassette)
Erst einmal eines vorweg: Ein Vergleich mit Matrix wäre völlig unsinnig, da sich diese beiden Filme vom eigentlichen Sinn her noch nicht mal annähernd berühren. Dieser Film ist einfach unglaublich! Er spielt in seiner ganz eigenen Welt, in der alles zu jedem Zeitpunkt passieren kann. Die durchgehend düstere Atmosphäre, die Alex Proyas hier geschaffen hat, sind Genre-Interessierte bereits von "The Crow" gewohnt. Wer bei diesem Film Baller- oder sehr actionlastige Szenen à la "The Crow" erwartet wird hier wahrscheinlich ein bisschen vor den Kopf gestoßen. Dieser Film soll nicht brutal, blutig oder grausam sein! Er verkörpert einfach nur das Surreale und das Fantastische. Wer sich den Film aufmerksam ansieht, wird direkt feststellen wie schnell man tief in diesem Film drinsteckt. Man will sich kaum vom Bildschirm lösen, da gute Spannungskurven und geniale Effekte, sowie eine zeitweise angemessene Musikuntermalung alles dafür tun dem Zuschauer in eine Welt zu führen, in der Realität und Fiktion das Hauptthema sind. Für mich ist dies der beste und packendste Film, den ich bisher gesehen habe.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zuerst kamen die Fremden, 8. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Dark City (DVD)
Dieser Film ist genial! Dieser Film ist der erste Film den ich mir zweimal an einem Tag ansehen musste weil ich die Idee und Story einfach genial finde und er wirklich zum nachdenken anregt. Im Gegensatz zu Matrix wo man aus den Verschiedensten Büchern und Filmen geklaut hat steht hier eine neue und inovative Idee! Was in Matrix mit Kanonen und übertriebenen FX Efekten gelöst wird ist hier in nachdenklichen Gesprächen (Auf der Polizeiwache(Verhörraum), Besucherraum) erzählt.

Kurz gesagt Dark City ist einer der inteligentesten Filme der Geschichte.
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