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am 12. Mai 2013
Vorab muss man sagen, dass das Unterfangen, den Roman "Dr. Faustus" in einen Film zu 2 Stunden Dauer zu pressen, kaum anders möglich ist als mit ständiger Reduktion und Verknappung.
Dabei hält sich der Regisseur nicht immer sklavisch an das Buch, sondern findet so manche "Übersetzung", die nicht buchstabengetreu dem Buch folgt, aber auch nicht zu sehr an den Haaren herbeigezogen ist.
Das mag nicht jedermanns Sache sein, ist aber spannend.

Wichtig scheint mir allerdings, dass man das Buch gelesen haben sollte!
Denn der Handlungsstrang wird mehrfach - oft montageartig - unterbrochen und das irritiert hin und wieder.
Bei Unkenntnis des Buchs kann man somit nur schwer der Handlung folgen...
Bei Kenntnis des Buchs ist der Film jedoch bereichernd, wenn auch ständig die oben genannte Verknappung bedauerlich ist.

Der Hauptdarsteller in der Rolle Adrian Leverkühns ist Jon Finch und er ist schauspielerisch überragend.
André Heller spielt mehrere Inkarnationen des Teufels bzw. des teuflischen Prinzips.
Auf dem Cover ist Herbert Grönemeyer erwähnt, der allerdings nur eine ganz klitzekleine Nebenrolle spielt.
In einer ebenfalls kleinen Nebenrolle ist kurioserweise auch der Kabarettist Gerhard Polt zu sehen.

Die Musik Leverkühns wird im Film von Benjamin Brittens Werken "verkörpert".
An besonders desaströsen Szenen kommt z.B. das "War Requiem" zum Einsatz.
Weitere Musik kommt von Rolf Wilhelm.

Für diejenigen, die das Buch kennen, ist dieser Film sicher hochinteressant und sehr spannend, jedoch - wie geschrieben - recht verknappt.
Der Hauptdarsteller Jon Finch ist grandios, die weiteren darstellerischen Leistungen sind - bis auf kleine Ausnahmen - sehr gut.
Wenn man sich darauf einlässt, hat man 2 unterhaltsame Stunden.
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am 7. Mai 2013
"Ich bin mit dem Teufel im Bunde...!" So beginnt normalerweise kein Klavierabend eines bedeutenden Komponisten. Alles, was der Protagonist an Kunst zu Wege gebracht hat, hat er durch die Kraft Satans geschafft. Adrian Leverkühn strebt nach dem Größten. Er will nicht Musik schaffen, die es in abgewandelter Form schon einmal gab. Er will Neues, Großes, Einziges schaffen und so erinnert der Komponist, der zu Beginn des Films seine Geschichte im Rückblick dem fragenden Publikum erzählt an den tragischen Dr.Faust von Goethe in seiner Begegnung mit dem Erdgeist. Es werden noch viele Parallelen folgen (Gretchen, Versagen der Liebe etc.), die der Zuschauer selbst entdecken möchte.
Bei dem Film wurde ich an die Verfilmung von Thomas Manns Zauberberg erinnert. Doch halte ich letzteren Film für gelungener. Dr.Faustus ist ein stellenweise verwirrender Film, dennoch großartig gespielt. Ein gelungener Kunstabend für Thomas Mann Fans dürfte gesichert sein.
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am 14. Januar 2016
"Doktor Faustus" ist kein Roman. Für mich ist das ganze Buch eine Meditation über den Zusammenhang zwischen Kunst und Gewalt, den Gegensatz zwischen Kunst und Leben. Romane lassen sich verfilmen, Meditationen sind schwieriger umzusetzen.

Es gelingt diesem Film nicht annähernd die Tiefe des Buches von Thomas Mann auszuloten. Vieles bleibt an der Oberfläche, ist zu skizzenhaft oder zu episodisch. Man(n) könnte also meinen: Misslungen.
Dennoch finde ich den Film faszinierend: Die Regie führte Franz Seitz, der schon das Drehbuch zu der Verfilmung von "Wälsungenblut" aus dem Jahr 1964 von Rolf Thiele mitschrieb. Beide Filme sind als Verfilmungen missglückt, aber beide haben eine besondere Atmosphäre, ein besonderes emotionales Klima, dass ich nicht beschreiben kann. Schaut man sie an, bekommt man ein Gefühl für die Welt, die in den Schützengräben des 1. Weltkrieges unterging.
Der Film ist darstellerisch auf hohem Niveau, Jon Finch, ein wundervoller und doch verloren gegangener Schauspieler, ist großartig. Der Rest des Ensembles ist ebenfalls vorzüglich. Seitz hat seinem Film allerdings keinen Gefallen mit der Besetzung von Andre Heller gemacht. Der Mann ist kein Schauspieler, und das Dämonische - beispielsweise bei Schleppfuß - wirkt bei ihm nur lächerlich.

Ich habe den Film nun schon oft gesehen, den Roman habe ich schon oft gelesen. Heute mache ich es so, dass ich mir immer erst den Film anschaue, bevor ich das Buch lese. Letztendlich ist meine Rezension gescheitert, weil sie eigentlich beschreiben sollte, was gut oder schlecht ist. Das geht bei diesem Film nicht. Ich kann nur dieses schreiben: Der Film hat eine eigenartig-faszinierende Atmosphäre, die das Klima des Romans und des darin beschriebenen Zeitalters wundervoll einfängt. Vielleicht wird mancher verstehen, was ich meine. Schlechte Literaturverfilmung, großartige Darstellung des Geistes des Romans.
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am 27. Juli 2013
Hervorragende Umsetzung des Romans von Thomas Mann in die Filmszene. Für Freunde der Mann'schen Romane ein Muss. Die Infos auf dem Cover sind aufschlußreich.
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