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am 2. Februar 2014
The Descendants (Die Nachkommen) setzt die Story sehr clever um, ohne mehr als nötig in die Story ein zu steigen.So bleibt ein feines und durchaus böses Familiendrama mit etwas Hang zur Mentalität. George Clooney und die junge Shailene Woodley sind en tolles Vater - Tochter Paar, das sich finden muss, um die gestellten Herausforderungen zu überstehen.

Die durchaus realitätsnahe Nebenstory endet in einem dem Film gerechten Happyend, (nebst Seitenhieb an die egoistische Famileinsippe) zumindest für die Hauptdarsteller. Das hört sich jetzt etwas wirr an erklärt sich aber vo selbst, wenn man den Film gesehen hat.

Fast volle 5 Sterne.
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am 17. Februar 2012
Mein Eindruck des Kinofilms:

Hawaii, was für ein toller Ort. Tropisches Klima, Surfer, Nicole Scherzinger, Vulkane, Blumenkränze, Hula, Magnum, Jack Johnson.. Einfach traumhaft!
Der Anwalt Matt King sieht das ein wenig anders. Dabei ist es nur das kleinere Übel, dass er der entscheidende Treuhänder für das letzte unberührte Stück Land im Paradies ist und ein Haufen gieriger Verwandter auf den schnellen Verkauf an eine Hotelkette drängt. Viel schlimmer ist es, dass er vor dem Scherbenhaufen seiner Familie steht. Frau im Koma und wahrscheinlich untreu gewesen. Kinder entfremdet und verzogen. Und so gibt er sein Bestes, um zu retten, was eigentlich nicht mehr zu retten ist..

Ich muss mich outen, ich bin einer der größten Fans vom Hauptdarsteller George Clooney. Nur wenige Schauspieler drücken dem jeweiligen Film so dermaßen den eigenen Stempel auf. Und kaum jemand kann mit nur einem Blick so viel ausdrücken. Am wirkungsvollsten ist sein Spiel in der Rolle des leicht verwirrten, ein wenig verbitterten, zynischen Charmeurs. Das haben sich wohl auch die Produzenten dieser Buchverfilmung gedacht, denn das beschreibt die Figur des Matt King meiner Meinung nach haargenau. Also alles klar für die One Man Show des Superstars Clooney! Fast. Was nicht bedacht wurde ist, dass Shailene Woodley (die Filmtochter) so überhaupt keine Lust auf ein Schattendasein hatte und mit ihrer Interpretation der jugendlichen Zicke Alexandra beinahe alle an die Wand spielt. Das hat mich überrascht. Und begeistert. In diesem Drama gibt es aber nicht nur die Beiden, hier glänzen noch so einige andere. Soweit zu den (außergewöhnlich guten) darstellerischen Leistungen. Aber was ist mit der Story? Die hat für mich praktisch alles was man von einer Tragik-Komödie auch erwarten darf. Viel Tiefgang, eine angenehm ruhige Erzählweise, etliche Schmunzler & Lacher (wer mal versucht hat in Flip Flops ein Rennen zu veranstalten kann sich vorstellen was ich meine), die eine oder andere Lebensweisheit und natürlich jede Menge traurige Momente. Matts Ehefrau im Koma ist mir dabei teilweise richtig an die Nieren gegangen.
Alles in allem ist "Die Nachfahren" ein Eindruck hinterlassender Film mit großen Momenten, großen Schauspielern und richtig richtig schönen Aufnahmen.
Ansehen lohnt sich!

Vergleichbar mit: Juno,Up in the Air
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am 26. März 2013
Um es mal relativ kurz zu halten: The Descendants ist ein sehr feinfühliger, in keinster Weise kitschiger Film, der sich von den typischen Clooney-Filmen abhebt (ich finde nämlich, diese sind doch in letzter Zeit immer sehr ähnlich gewesen).

Sie kommen hier definitiv auf Ihre Kosten:
The Descendants gehört zu den Filmen, die einen auch nach Beendigung noch weiter beschäftigen - aber keine Sorge, nicht im depressiven Sinn; wohl eher als Inspiration.

Die Blu-Ray (Box) finde ich auch recht gut. Ich mag vor allem die Tatsache, dass hier auch eine Digital-Kopie für Iphone und/oder Android zur Verfügung steht. Alles in Allem würde ich sagen: Kaufempfehlung mit 4 von 5 Sternen!
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The Descendants, also zu deutsch: Die Nachfahren. Und zwar die Nachfahren der gebürtigen Hawaiianer. Die Großeltern haben ein Riesengrundstück auf diesen vermeintlich so paradiesischen Pazifik-Inseln vererbt. Der Hauptdarsteller dieses Films ist nicht George Clooney als reicher Erbe und Anwalt, der seinen Kindern "genug gibt damit sie etwas tun, aber nicht so viel, dass sie nichts tun", sondern Hawaii. Wer Idylle und Werbung für dieses Surfer-Paradies mit wunderschönen Stränden erwartet wird erstmal mit Betonburgen konfrontiert. Manches sieht so wenig einladend aus wie überfüllte spanische Strände.

Wenn man sarkastisch sein will, dann ist es auch ein Film über die ewige Frage (von Amerika-Gegnern) was die Amerikaner mit dem Land, das sie den Native Americans weggenommen haben, angestellt haben. Das ist links-liberal und somit typisch Hollywood-Meinung. Aber ich habe den Film ganz anders erlebt, für mich ist es vor allem eine sehr persönliche Geschichte über die Fragen, was bleibt und was im Leben wirklich wichtig ist. Im Gegensatz zu "About Schmidt" About Schmidt vom gleichen Regisseur hat mich der Film nicht deprimiert, sondern ist traurig, aber auch schön und versöhnlich. Nach der Flut von kindischen, immer gleichen Filmen habe ich mich gefragt, warum ich nicht viel öfter Filme für Erwachsene gucke. Young Adult, Drive, Winter's bone - es gibt mehr als genug sehenswerte Filme (leider laufen sie im Kino oft nur sehr kurz, während Mainstream-Produkte Monate lang die Leinwände blockieren).

Besonders erwähnenswert ist noch der Soundtrack. Hawaiianisch-exotische Musik, die zusammen mit Clooney in Flip Flops und Shorts die Urlaubsstimmung der Inseln geradezu spürbar macht.

Der Film beginnt auf dem Meer (und am Ende..., wird nicht verraten, ist aber sehr schön gemacht!). Matt Kings (George Clooney) Frau ist freudestrahlend mit einem Motorboot unterwegs. Schnitt. Wachkoma. Patientenverfügung. Geräte abschalten. Abschied nehmen. Nicht nur von der Ehefrau und Mutter, sondern wohl auch vom Anwesen auf Hawaii, denn der Pachtvertrag läuft in wenigen Jahren aus. Beau Bridges als freundlicher Cousin erinnert mit seinen ergrauten, langen Haare an einen Alt-Hippie und genau wie viele davon scheint er nicht mehr Blumenkind und Naturfreund, sondern zu jemandem geworden zu sein der statt Idealen und schöner Worte lieber Handfestes, viel Geld etwa, haben möchte. Das klingt mehr nach Klischee als es der Film zeigt. Es sind sympathische Menschen allesamt. Und sie stehen vor erwachsenen Entscheidungen. Im Kino sicher schöner als auf Blu-ray.

Das Finale mag ein Zugeständnis an Hollywood sein, das Gute muss gewinnen, aber der restliche Film ist wohltuend anders. Sehr erwachsen. Die Geschichte wirkt nicht konstruiert, sondern wie aus dem echten, ungeschönten Leben. Erwartungen wurde bei mir damit nicht erfüllt, da ich mir einige Lacher erhofft hatte, tatsächlich habe ich dann etwas anderes bekommen als gedacht und mit dem Ergebnis bin ich noch zufriedener als mit einer ausgewogenen Mischung aus Lachen und Weinen. Ein Tierfilm, den sich King am Ende der Geschichte im Fernsehen ansieht, erinnert uns daran, dass wir eben auch das sind: Tiere. Daran und an andere unschöne Gewissheiten führt der Film behutsam heran. Ein stiller, sehr schöner Film, aber nicht perfekt und damit dann wieder ganz nah am echten Leben.

Laufzeit: 110 Minuten, FSK 12, Bild: 16:9 - 2.40:1, Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Twentieth Century Fox 2012
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am 18. August 2014
Ein sehr schöner, unaufgeregter und feinfühliger Film. War erst skeptisch, ob Clooney diese Rolle ausfüllen kann. Doch, kann er. Auch das Thema gut rüber gebracht, ohne schwülstig zu werden. Man nimmt ihm den erfolgreichen, immer arbeitenden Anwalt ab, der eigentlich von seinem Familienleben nichts mehr mitbekommt. Frau mit Hang zu Abenteuern und Liebhaber, Kids die aufbegehren auf ihre Art. Frau fällt nach Unfall ins Koma und man nimmt ihm die Hilflosigkeit seinen Töchtern gegenüber ab, die Wut über die Affaire seiner Frau und den Versuch, dem Leben wieder halbwegs die Normalität zurückzugeben. Eine leise Aufarbeitung und die Suche nach einem Wiedereinstieg ins normale Leben. Dazu diese wunderschönen Aufnahmen von Hawaii. passt alles. Top
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am 2. Juni 2012
Darf Matt King(George Clooney), ein reicher Anwalt, verheiratet mit einer schönen Frau, Vater zweier aufgeweckter Mädchen, kurz vor dem Verkauf von 25.000 Morgen Land, das ihm bis zu einer halben Milliarde Dollar einbringen kann, und auf der Trauminsel Hawaii wohnend, so einen Gedanken fassen? Die Erzählstimme Matt Kings, die uns perfekt in den Plot hinein schubst, macht uns sehr schnell klar, dass er das darf; ja vielleicht sogar muss, denn: Seine Frau liegt nach einem Unfall im Koma, die 10jährige Tochter Scotti(Amara Miller) ist alles andere als leicht erziehbar, die 17jährige Alexandra(Shailene Woodley) kommt weder mit dem Vater noch mit der Mutter klar, der Landverkauf liegt Matt irgendwie schwer im Magen und was Hawaii angeht, da denkt Matt: "Glauben die Menschen wir wären immun gegen das Leben? Ein Krebs auf Hawaii ist nicht schöner als anderswo auf der Welt."

Vor allem aber ist das noch nicht alles. Matts Frau Elizabeth(Patricia Hastie) hat eine Patientenverfügung verfasst, die fordert, dass keine lebenserhaltenden Massnahmen über Gebühr angewandt werden. Genau dieser Moment ist jetzt gekommen. Die Ärzte haben keine Hoffnung mehr. Dass Alexandra Matt jetzt noch eröffnet, dass ihre Mutter einen Liebhaber hatte, wirft Matt dann vollkommen aus der Bahn. Doch Matt King gibt nicht auf. Er schnappt sich Scotti, Alexandra und deren Freund Sid(Nick Krause) und macht sich auf die Suche nach genau diesem Liebhaber. Wieso? Warum? Weshalb? Matt weiß es selbst nicht. Doch auf wundersame Weise sorgt die Suche dafür, dass die verstreuten Puzzleteile der Familie King wieder zueinander finden. Heraus kommt ein seltsames, aber starkes Team, das einem unvorhersehbaren Ende entegensteuert...

Wieder einmal muss man feststellen: Die Geschmäcker sind verschieden. Von Meisterwerk bis langweilig sind alle Einschätzungen zu -The Descendants- zu finden. Ich persönlich empfand Alexander Paynes Familiendrama als absolut gelungen. Der Film verfügt über ein Drehbuch mit genialer Storyentwicklung, einem wahren Schatz an guten Dialogen, einer Shailene Woodley in der Rolle der Alexandra, von der wir sicher in der Zukunft noch einiges hören werden, und einen ganz großen George Clooney. Sollen die Kritiker denken, was sie wollen, ich persönlich nehme Clooney jede Rolle ab. Vom dümmsten Trottel bei den Coens bis zum Präsidentschaftskandidaten in -The Ides of March-. Clooney ist ein Vollblutmime, der mit Haut und Haaren in seine Rolle schlüpft. Auch die Nebenrollen in -The Descendants- sind sehr gut besetzt. Ich vermute, dass der Film seine zahlreichen Filmpreisnominierungen(und auch späteren Auszeichnungen) nicht ohne Grund bekommen hat.

Von mir gibt es die absolute Anschauempfehlung für -The Descendants-. Panye zeichnet ein Familienportrait der Extraklasse auf das Zelluloid der Filmrolle. Von heiter bis wolkig sind da alle Stimmungen enthalten. Als Zuschlag gibt es wunderbare Landschaftsbilder von Hawaii und einen Fingerzeig, wie wir mit unserer Umwelt umgehen sollten. Für mich bereitete der Film 115 Minuten allerfeinste Unterhaltung. Ob er das bei Ihnen auch schafft? Probieren sie es aus. Garantien kann ich keine geben; das sollte Ihnen spätestens bei den unterschiedlichen Besprechungen des Films klar sein.
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am 22. März 2013
Erneut wurden wir durch die Videothek und deren Abteilungen leicht irritiert. Der Film stand in der Abteilung "Unterhaltung".
Ob der Film dort jetzt hin gehört, dass sei dann ma so dahin gestellt, weil ich eigentlich mit "Unterhaltung" eher positive Filme verbinde und weniger tragische und traurige Familiendramen, aber Schwamm drunter!

Wie dem auch sei, haben wir dann aber trotzdem einen sehr guten Film gesehen, der in der Tat sehr bewegend, ergreifend und natürlich auch sehr traurig war.
Einer Familie bzw. einem Mann fast zwei Stunden lang dabei zuzuschauen wie er vor den Scherben seiner Familie steht (die Ehefrau liegt im Koma, wird sterben und hat ihn zuvor betrogen, die Beziehung zu den Kindern ist ebenfalls nicht so rosig wie es sein sollte usw. usf.) und dann versucht diese Scherben noch so gut es geht zusammen zu halten ist definitiv nicht so einfach wie das Schauen anderer Filme mit George Clooney. Von Komödie und "Unterhaltung" im positiven/leichten Sinne ist dieser Film also weit entfernt.

Nichts desto trotz hat der Film mir wirklich gefallen und ich empfand ihn unterm Strich auch irgendwie als positiv, obwohl es ja faktisch nichts positives an dem dort gezeigten Schicksal gibt.
Alleine schon deshalb weil er einem vor Augen führt, dass man als Mensch der noch keinen Verlust dieser Größenordnung hinnehmen musste wahrlich gesegnet ist und diese Zeit genießen sollte so lange es geht. Beim schauen solcher Filme wird einem schnell klar wie unwichtig die üblichen und alltäglichen Sorgen eigentlich so sind, die uns aber viel zu oft viel zu wichtig erscheinen und beschäftigen.
Von daher hatte ich zwar etwas komplett anderes erwartet kann aber nicht sagen, dass der Film schlecht war, sondern bin sogar froh in gesehen zu haben, da er einem in gewisser Weise Dinge vor Augen führt die man im Alltag gerne "vergisst", als "selbstverständlich" hinnimmt und somit "überssieht".

Das der Film schauspielerisch natürlich wieder erste Güte war, brauche ich denke ich nicht erwähnen.
Die Nominierungen für die Awards kommen ja nicht von ungefähr.
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am 6. April 2014
Zu diesem Film ist in anderen Kommentaren eigentlich schon alles gesagt und der Inhalt von so Manchem gut analysiert. Was also kann ich da noch beisteuern? Nun, nachdem manche Hawaii für das Paradies schlechthin halten und George Clooney gleich zu Beginn klar stellt, dass im-Koma-liegen im Paradies genauso schrecklich für die Angehörigen ist wie sonstwo, wäre das Thema Paradies eigentlich schon abgehakt und der Film lediglich noch Folie für ansonsten schöne Bilder.

Man erfährt aber nebenbei doch Einiges über die Entwicklung der hawaiianischen Gesellschaft als eine amerikanische. Was vielleicht die Wenigsten wissen, falls es sie denn interessiert: die
heute amerikanischen Einwohner stammen vielfach von europäischen Einwanderern ab, die im 19. Jahrhundert wegen der Armut in ihren Heimatländern dorthin ausgewandert sind. Auch in meiner Familie gibt es so einen Zweig, ein Däne, der in seiner Heimat keine Arbeit als
Ingenieur fand und in Hawaii mit seiner Frau 10 Kinder bekam. Er war einer der ersten Fotografen der Inseln und sein Werk kann in hawaiianischen Museen bewundert werden. Über kurz oder lang fand dann die Durchmischung mit eingeborenen Hawaiianern statt, und die
Nachkommen besaßen große Ländereien, die sie zum Anbau von Avocado, Macademia-Nüssen und anderen Exoten nutzten und nutzen. Von daher ist "the descendants" eine authentische Darstellung des Hintergrunds dieser dominierenden hawaiianisch-amerikanischen Gesellschaftsschicht und die Zeichnung der Charaktere ist tatsächlich sehr realistisch! Die Entscheidungen, ob historisches Land einfach so verscherbelt werden soll, waren in der Vergangenheit auch genau so zu treffen, wie im Film. Ebenso gelungen ist aus meiner Sicht die Wiedergabe des ungemein entspannten Lebensstils der Hawaiianer, die unbekümmert in den schönen Tag hineinleben. Ja, natürlich ist das Gefüge einer Familie empfindlich verletzt, wenn eine Mutter im Koma liegt und dann stirbt,
Hawaii selbst aber ist und bleibt ein Paradies für die, denen es dort materiell gut geht.
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am 23. September 2012
„Die Botschaft bestimmt der Empfänger“. Diese Erkenntnis aus der Kommunikationspsychologie kam mir als erstes in den Sinn, als ich über meine persönliche Meinung zu „The Descendants“ nachzudenken begann.
Ich muss sagen, dass mich dieser Film (anders und mehr als erwartet) durchaus beeindruckt hat. Dies hat weniger zu tun mit der dargebotenen Geschichte um den Rechtsanwalt Matt King und seine beiden Töchter Alexandra und Scottie, sondern mehr mit der grundlegenden Stimmung dieses Films und seinen emotional dichten Themen. Für mich war es vor allem ein atmosphärisches Filmerlebnis, das viel Raum ließ für eigene Gedanken und Gefühle, so dass mir die nahezu 2 Stunden trotz eher getragener Erzählweise nicht eine Sekunde lang wurden.
„The Descendants“ ist für mich kein Unterhaltungsfilm, und daran ändern auch die eingebauten leicht humoristischen Elemente nichts. Es werden auch keine sozialkritischen Aspekte in den Vordergrund gestellt, was man vielleicht bemängeln kann.
Für mich persönlich wurde „The Descendants“ in erster Linie zu einem Film, der bei seinen Zuschauern elementare Fragen unseres menschlichen Daseins aufwirft: die Endlichkeit unseres Lebens (wie schnell kann es vorbei sein); der Sinn unseres Lebens (was ist wirklich wichtig in meinem Leben; wo kommen wir her - wo gehen wir hin?); unsere Verantwortlichkeit auf dieser Erde (was haben wir „geschenkt“ bekommen, was hinterlassen wir - im privaten wie im globalen Sinne) und zum Schluss eindrücklich bildhaft dargestellt: „Was bleibt von uns, wenn wir gehen?“.
Gewiss kann man gerade diesen Film aus sehr unterschiedlichen Perspektiven sehen, und möglicherweise lege ich an einer Seite zu viel und an einer anderen zuwenig hinein. Aber mich persönlich hat der Film auf diese benannte Weise angesprochen, und das ist mehr als ich von vielen Filmen, die ich mir in letzter Zeit angeschaut habe, sagen kann.
Insgesamt wirkte „The Descendants“ sehr reif, menschlich und versöhnlich auf mich: Fehler und Fehlverhalten haben ihren Platz, und auch „negative“ Emotionen werden zugelassen. Das Leben ist nicht schwarz-weiß, sondern komplex, und am Ende steht die Vergebung.
Vielleicht muss man in einer bestimmten Lebensphase stecken, um einem Film dieser Art etwas abgewinnen zu können.
Ich schätze George Clooney als Schauspieler sehr, und für mein Empfinden hat er seine Rolle als (zunächst) überforderter Vater zweier psychisch angeknackster Töchter und betrogener Ehemann einer im Koma liegenden Frau überzeugend dargestellt. Seine Präsenz und positive Ausstrahlung tragen erheblich dazu bei, dass man bei diesem Film mit seiner tiefgehenden Thematik nicht in absoluter Schwermut versinkt. Erfrischend auch die Darstellung der anderen Rollen, insbesondere die der älteren Tochter Alexandra.
Was ich weniger überzeugend fand, war die Ausarbeitung der Geschichte um den Verkauf des Grundbesitzes. Sie wirkte ein bisschen hinzugeschustert und sehr vorhersehbar. Hier habe ich einen gewissen Widerspruch wahrgenommen zwischen der (auch im Filmtitel ausgedrückten) Bedeutung der Thematik „Nachkommen“ und seiner tatsächlichen Berücksichtigung im Film. Aber wirklich gestört hat es mich beim Anschauen nicht, es war eher ein Gedanke danach.
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am 28. Juni 2012
Eines gleich vorneweg: Ich bin absolut kein George Clooney Fan und kann das Getue um diesen nicht unbedingt glänzenden Schauspieler nicht verstehen, dennoch ist Clooney meiner Meinung nach unter den Top-Stars derjenige, der immer wieder mal besonders dadurch glänzt, dass er eine zutiefst entspannte, unprätentiöse Performance abliefert. Und wenn Entspanntheit ein Qualitätsmerkmal ist, dann wäre Clooney ein Ausnahmekünstler.
In dem vorliegenden Film, der auch noch bezeichnenderweise auf Hawaii spielt, wo die Tiefenentspannung quasi zu Hause ist, glänzt Clooney als vom Schicksal gebeutelter Anwalt, der gleichzeitig mit einer komatösen Ehefrau, zwei widerspenstigen Töchtern und einer geldgeilen Verwandtschaft fertig werden muss, zudem erfährt er noch, dass seine Frau ihn mit einem schmierigen Immobilienmakler betrogen hatte. Unser Held schwankt, aber fällt nicht, sondern schlendert gedankenverloren über die Sandstrände Hawaiis, die Hände in den Taschen seiner Bermudashorts vergraben, auch das Hawaiihemd darf nicht fehlen. Er findet auch immer wieder die Gelegenheit, ein paar ironische Bonmots anzubringen, gerne auch im Dialog mit dem schnöseligen Freund seiner ältesten Tochter. Der Film hat die Ausstrahlung von Flip-Flops, sehr lässig, vielleicht auch ein wenig nachlässig, abgetragen aber im Grunde unzerstörbar. Im letzten Drittel wird The Descendants aber immer mehr zu einer echten Tragikomödie, aber auch das auf so eine lebensbejahende und angenehm unaufdringliche Weise, dass man dieses reife Machwerk nur sympathisch finden kann. Ein melancholischer Film, der dennoch nie pessimistisch wirkt und der George Clooney auf den Leib geschrieben ist, allerdings so locker und bequem wie ein übergroßes Leinenhemd mit Blumenmuster. Die Thematik und die gemütsvolle Erzählweise sind eher was für ein nicht mehr ganz junges Publikum und Zuschauer, die einem Film gerne viel Zeit geben, sich zu entwickeln. Von Ocean Eleven oder Syriana ist dieser Film aber so weit entfernt wie Hawaii von der kalifornischen Küste, dies ist kein marktübliches Starvehikel für Clooney-Fans.
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