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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht Harry Potter, aber trotzdem genial
Erst mal: Das Buch ist viel zu kurz. In weniger als 2 Tagen hatte ich es ausgelesen und war richtig enttäuscht, dass diese Geschichte so schnell zu Ende sein sollte. Ein Glück, dass die Nachfolge-Romane schon in den Startlöchern stehen. Also vielleicht einfach mal Teil 2 mitkaufen, wenn man sich schon den 1. zulegt.
Die vermeindliche Kürze des...
Veröffentlicht am 26. Mai 2005 von Lhylid

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gekürzte Lesefassung schmälert den Hörgenuss
Vorab: Die Artemis-Fowl-Romane stehen für jugendgerechte Unterhaltungsliteratur auf höchstem Niveau. Ich selbst habe damals, im Alter von 12 Jahren, mit Erscheinen des ersten Teils begonnen und war direkt gefesselt von der Mischung aus klassischer Fantasy und Science-Fiction. So war es auch keine Frage, dass trotz (oder grade wegen?) mehrmaligen Durchlesens die...
Vor 21 Monaten von Walter C.D. veröffentlicht


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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht Harry Potter, aber trotzdem genial, 26. Mai 2005
Erst mal: Das Buch ist viel zu kurz. In weniger als 2 Tagen hatte ich es ausgelesen und war richtig enttäuscht, dass diese Geschichte so schnell zu Ende sein sollte. Ein Glück, dass die Nachfolge-Romane schon in den Startlöchern stehen. Also vielleicht einfach mal Teil 2 mitkaufen, wenn man sich schon den 1. zulegt.
Die vermeindliche Kürze des ersten Teils um das 12 jährige Verbrecher-Genie Artemis Fowle ist der erste und einzige Kritikpunkt, der mir zu diesem Buch einfällt. Zu Anfang war ich etwas skeptisch, weil in einigen Medien das Buch als "Der neue Harry Potter" bezeichnet wurde und so habe ich die erste Zeit doch etwas gezögert mir den Roman zuzulegen.
Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass das völlig unbegründet war, denn das einzige, was hier so recht an Harry Potter erinnern mag, ist das Alter des Hauptprotagoinisten Artemis Fowle.
Die ganze Geschichte lang weiß man sich so recht, was man von dem kleinen Ekel halten soll, denn er ist nicht nur überaus reich, intelligent und reif für sein Alter, sondern auch ziemlich fies und gemein. Alles in allem besitzt er trotzdem einen gewissen Charme und auch, wenn er nicht er nicht besonders liebenswert ist, muß man ihn doch irgendwie bewundern. Gerade zum Schluss und in den wenigen Passagen, in denen er Menschlichkeit zeigt, wirkt er beinahe bemitleidenswert und lässt eine gewisse Dramatik erahnen, die sich hinter seiner Verbrecherfassade verbirgt.
So fiel es mir auch ziemlich schwer, mich entweder auf die Seite der hochzivilisierten ( Elfen, Zwerge, Kobolde, Trolle usw. ), die Artemis um ihr Gold bringen will oder auf die des jugendlichen Verbrechergenie zu stellen. Das Tolle an diesem Buch ist, dass man sich guten Gewissens mit beiden Seiten identifizieren kann; bei jeder sich abwechselnden Sichtweise kann man mitfiebern, lachen und sich einfach gut unterhalten lassen.
An einigen Stellen ist das Buch für seine Brutalität kritisiert worden, was ich kaum nachvollziehen kann. Natürlich gibt es ein paar Gewaltdarstellungen ( schließlich sind die Elfen, Zwerge und Kobolde hier keine fröhlichen Märchenfiguren sondern hochentwickelte Wesen, die mit Einsatz hochmoderner Technik und Zauberei uns "Oberweltlern" gegenüber ihre Existenz vorenthalten müssen ), aber diese sind immer der jeweiligen Situation angepasst und auch nicht schlimmer, als die irgendeines anderen Abenteuerromans.
Besonders gefällt mir aber an diesem Buch die Ironie, die sich durchweg durch die Geschichte zieht. Von einigen wirklichen Brüllern, bis hin zu unterschwelliger Ironie und Gesellschaftskritik, das Buch wird nicht langweilig und schreit förmlich danach ausgelesen zu werden.
Nicht nur Fantasy-Liebhaber werden hier auf ihre Kosten kommen, denn man muß nicht Elfen und Zwergen-Freund sein, um hier gut unterhalten zu werden. Auch alle die, die ein Buch mit Witz, Spannung und einen irgendwie faszinierenden Hauptdarsteller suchen, werden es hier finden.
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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ganz bestimmt nicht Harry Potter, 8. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Artemis Fowl: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wahlweise als der "neue Harry Potter" oder als "Stirb langsam mit Elfen" vermarktet, gelingt es Eoin Colfer mit "Artemis Fowl" sein eigenes Genre im Kinderbuchmarkt zu schaffen. Seine Elfen sind nicht die flatterhaften zarten Wesen, die uns bisher immer vorgegaukelt wurden. Nein, sie sind bis an die Zähne bewaffnet, verfügen über technische Spielereien, die James Bond neidisch machen würden, reisen in Kapseln auf Magmaströmen und schrecken auch vor Biobomben nicht zurück, wenn eine der ihren bedroht ist. Nur das Elfengold, das gibt es wirklich, wenn auch nicht am Ende des Regenbogens.
Genau auf dieses Gold hat es Artemis Fowl, ein 12jähriger hochintelligenter Junge aus einer kriminellen Familie, abgesehen. Er kidnappt die Elfe Holly Short und verlangt als Lösegeld das Elfengold. Da Artemis ein Exemplar des geheimen Buchs der Elfen besitzt, kann er deren Schritte voraussehen und sich entsprechend darauf vorbereiten. Vorausgesetzt natürlich, alle halten sich an die Regeln ...
Eoin Colfer spielt mit den Klischees des Genres und hat vor nichts Respekt. Was dabei entsteht, ist ein Buch voller Spannung, Action und Humor. Dass dabei Logik und Charaktere manchmal auf der Strecke bleiben, darf einen wohl nicht verwundern. Die Welt, die Colfer schildert, ist lange nicht mit so viel Liebe und Detail gezeichnet wie bei J.K. Rowling, seine Ideen sind dafür innovativer und manchmal auch haarsträubend. Leser sollten daher vermutlich etwas älter sein als zum Beispiel für die ersten beiden Harry Potter Bücher.
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58 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend anders, 31. August 2001
Rezension bezieht sich auf: Artemis Fowl: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich völlig unerwartet nach einem Besuch auf der Artemis Fowl-Website vom Verlag mit einem Freiexemplar für Testleser bedacht wurde, hatte ich eigentlich keine großen Erwartungen. Schließlich hatte ich nichts investiert und wahr auch nur durch den ganzen Medienhype überhaupt auf das Buch aufmerksam geworden. Um es vorweg zu nehmen: Ja, ich habe Harry Potter mit großer Freude gelesen (obwohl ich die deutsche Übersetzung gräßlich finde und ganz und garnicht empfehlen kann -- aber das ist ein anderes Thema). Und nein, Vergleiche zwischen den beiden sind wirklich nicht besonders angebracht. Jenseits der Vergleiche ist Artemis Fowl ein durchaus gelungenes und spannendes Werk, daß ich während der zwei Tage, die ich zum Lesen brauchte, kaum beiseite legen konnte. Es ist wahr, es gibt einige gewalttätige Passagen und Fowl ist wirklich kein Junge mit Vorbildfunktion. Aber was ist schlimm daran? Endlich einmal kein stereotypes Gut-gegen-Böse, sondern zwei durchaus gemischte Parteien mit durchaus ambigen Charakteren, mit denen es Spaß macht, sich auseinanderzusetzen. Dazu kommt ein nicht immer besonders feinsinniger, aber durchaus wohlgezielter Humor (die zwergische Verdauung!!!), der zum Knacken herausfordernde Geheimcode und eben der Hightech-Aspekt, der vom Einfallsreichtum des Autors zeugt. Und zum Schluß kann ich mir die Bemerkung nicht verkneifen, daß hier im Gegensatz zu Harry Potter ein wirklich fähiger Übersetzer am Werk war, der einen nicht der Originalversion hinterhertrauern lässt...
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52 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Satire verpackt in ein High Tech Fantasy Spektakel, 8. September 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Artemis Fowl: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hat nichts mit Harry Potter oder Herr der Ringe zu tun. Wer in dieser Richtung etwas erwartet hat, wird bitter enttäuscht. Der Vergleich mit Potter hat nur etwas mit Marketing zu tun. Das Buch ist eine Mixtur aus Krieg der Kobolde (TV-Film mit u.a. Woopie Goldberg), per Anhalter durch die Galaxis und Elementen aus vielen populären Filmen und Büchern wie Indiana Jones oder James Bond. Ich kann mich sogar an einen neueren Film (Ende 80er oder Anfang 90er, Titel leider vergessen), bei dem Jugendliche zufällig in eine hoch technisierte Welt weit unter der Erde vordringen. Auch einige Bilder dieses Filmes kamen beim Lesen wieder zurück. Die Feen Welt des Eoin Colfer ist eine Mischung aus High Tech, die selbst 007 erblassen lassen würde, und Magie, wie man sie ja schließlich von Feen erwartet. Die meisten klassisch magischen Dinge, die man mit Feen andichtet, werden hier allerdings durch Technik ersetzt (auch wenn es fiktive Technik ist), z.B. das Fliegen, das Unsichtbar werden u.a.). Aus all dem wird ein Wahnsinns Spektakel, an dem Douglas Adams sicher seine Freude gehabt hätte. Denn mit satirischen Elementen wird wahrlich nicht gespart. Wenn man sich von der Manie um Harry Potter oder den Herr der Ringe befreit hat und bei Douglas Adams richtig lachen kann, dann macht auch Artemis Fowl Spaß, von der ganzen Ironie in dem Buch ganz zu schweigen. Aber man muss dieses Genre schon mögen, sonst legt man das Buch nach wenigen Seiten enttäuscht zur Seite.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut Klasse!, 7. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Artemis Fowl: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist absolut erste Klasse!
Mann kann und vor allem sollte mann es nicht mit Harry Potter vergleichen, weil beide Bücher unterschiedlichen Stilrichtungen angehören!
Während HP "lieb" und kinderfreundlich sein soll, ist AF grob und derb und entspricht eher den Vorstellungen von Teenagern!
Die Handlung sowie die Dialoge sind keinesfalls lieblos gestalltet, sondern mit sehr viel Wortwitz und Einfallsreichtum versehen, aber halt für ältere Kinder!
Wer behauptet dieses Buch sei fantasielos, hat selber keine Fantasie oder ist nicht bereit sich in die durchaus etwas komplexere Erzählstruktur (sprünge zwischen den einzelnen Handlungsorten) zu vertiefen. Diese weißt nämlich durchaus neue, in Kinderbüchern, nie dagewesene Strukturen auf. Das Buch entspricht ungefähr "Pulp Fiction" (Strukturtechnisch betrachtet; der 2 Teil noch mehr als der 1).
Abschließend kann ich sagen:"Jede Mark hat sich gelohnt!".
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45 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Jugendliteratur, 20. November 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Artemis Fowl: Roman (Gebundene Ausgabe)
Schade, daß das Buch immer wieder in einem Atemzug mit HP genannt wird. Dadurch wird die Erwartung in eine ganz falsche Richtung gelenkt - und dann natürlich enttäuscht. Gott sei Dank habe ich Artemis Fowl erst lange nach dem vierten HP-Band in die Hände bekommen, habe dann aber das Buch an einem Wochenende verschlungen. Ich fühlte mich ganz eigenartig angezogen von dieser "coolen Geschichte", trotz, oder gerade wegen der doch eher unsympathischen Titelfigur. Unter den Wesen des Erdreiches gibt es unbestrittene Sympathieträger und auch wenn diese "Welten" sich von der Vielschichtigkeit und der Detailliebe her nicht mit HP messen können, ist doch ein hoher Lesegenuß gewährleistet. Ich empfehle dieses Buch eher für die ab 10 Jährigen (nicht ab 7/8 wie HP)... das Ganze hat einen Erwachsenen-Touch und liest sich eher wie ein Jugend-Krimi als ein Abenteuer-Roman. Ich hoffe, daß es auch von Artemis Fowl noch Fortsetzungen gibt!!!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht wie Harry Potter, dennoch extrem klasse!!!, 19. November 2001
Rezension bezieht sich auf: Artemis Fowl: Roman (Gebundene Ausgabe)
Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch erst, als in Zeitungen ständig Vergleiche mit Harry Potter gezogen wurden. Neugierig kaufte ich mir das Buch, und war sofort gefesselt. Ich habe mich direkt festgelesen. Das, und das Vorkommen von Elfen und Trollen, ist so ziemlich das Einzige was Artemis Fowl mit Harry Potter zu tun hat. Sonst sind sie grundverschieden. Und ich denke dieses Buch hilft Harry Potter Fans nicht nur die Zeit bis zum 5. Band zu überbrücken, es gibt einem auch neue Sichtweisen im Bezug auf Elfen...
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen erst gewöhnungsbedürftig, dann fesselnd, 11. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Artemis Fowl. Gekürzte Lesung (Audio CD)
Als festes Mitglied der " Hörbuchszene " bin ich,wie so mancher vom Herrn der Ringe,zu Harry Potter gewandert und bin jetzt bei Artemis Fowl gelandet.
Anfangs, muß ich zugeben, hatte ich einige Schwierigkeiten, der Geschichte zu folgen.
Ich bin es von den Potter Hörbüchern gewohnt, daß man dabei wunderbar seinen Haushalt, etc. erledigen kann, und trotzdem ohne Probleme den Faden behält.
Ich habe die erste halbe Stunde acht mal neu angefangen, bis ich zu dem Entschluß gekommen bin, daß man bei diesem Artemis doch genauer aufpassen mußte.Also nahm ich mir die Zeit.
Von diesem Moment an war das Hören auch endlich das erwartete Vergnügen für mich.
Eine wunderbare und geistreiche Geschichte gelesen von einem Rufus Beck, der sich mal wieder selbst übertrifft.
Sicherlich würde ich sagen, daß dieses Hörbuch doch eher für etwas ältere Kinder und jung gebliebene Erwachsene geeignet ist.
Letztendlich kann ich diese tolle Geschichte nur wärmstens empfehlen,macht es Euch gemütlich, legt vielleicht die Beine hoch und laßt Euch in eine phantastische Welt entführen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gekürzte Lesefassung schmälert den Hörgenuss, 8. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Artemis Fowl (Audio CD)
Vorab: Die Artemis-Fowl-Romane stehen für jugendgerechte Unterhaltungsliteratur auf höchstem Niveau. Ich selbst habe damals, im Alter von 12 Jahren, mit Erscheinen des ersten Teils begonnen und war direkt gefesselt von der Mischung aus klassischer Fantasy und Science-Fiction. So war es auch keine Frage, dass trotz (oder grade wegen?) mehrmaligen Durchlesens die Hörbücher her mussten.

Warum aber nun die schlechte Bewertung?

Weil SÄMTLICHE Hörbucher der Reihe gekürzt sind. Dies ist für mich aus zweierlei Gründen völlig unverständlich.

Erstens: Die Romane sind an sich nicht sehr lang und hätten allein aus diesem Grund keiner Kürzung bedurft. Bei epischen Werken wie dem „Herr der Ringe“ oder „Harry Potter“ erscheint es nachvollziehbar, die Handlung *etwas* zu straffen, um es dem Vortragenden vllt. auch etwas leichter zu machen – hier nicht.

Zweitens: Die Geschichte büßt sehr viel von ihrem Charme ein.
Da gefühlt jeder dritte Satz fehlt, kommen viele Kleinigkeiten, die mit viel Augenzwinkern sowohl die Welt der Menschen als auch die des Erdvolkes aufs Korn nehmen, unter die Räder.
(Bsp.: Stonehenge: Für die Menschen ein Mysterium, in Wahrheit einfach ein Drive-In-Schalter, gebaut vom und für das Erdvolk.)
Aber auch ganze Handlungsabschnitte, die offenbar als zu unwichtig erachtet wurden, aber für die Charakterentwicklung bzw. -zeichnung wichtig sind, fehlen in der Hörbuchfassung. Auf diese Weise macht die Handlung manchmal deutliche Sprünge.
(Bsp.: Juliets Kampftraining im dritten Band, die zeigt, dass sie ihrem großen Bruder inzwischen ebenbürtig ist.)

Diese Punkte sind es, die mir den Hörgenuss deutlich vermiesen. Trotzdem vergebe ich zwei Sterne; aber ausschließlich für die Leistung von Rufus Beck, der ein begnadeter Vorleser ist und durch sein Talent, gefühlt 1000 Stimmen bzw. Stimmlagen zu erzeugen, die Geschichte mit Leben erfüllt.

Alles in Allem: Wer die Bücher nicht gelesen hat, mag an der Hörbuch-Fassung Freude haben. Für alle Anderen: Seid gewarnt, hier kriegt ihr nur „Artemis Fowl – Lite“.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abgedrehte Verknüpfung von Fiktion und Realität, 12. Januar 2002
Von 
Uli Geißler (Fürth, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Artemis Fowl: Roman (Gebundene Ausgabe)
Im einundzwanzigsten Jahrhundert beginnt die gänzlich abgedrehte Geschichte eines zwölfjährigen Genies. Ein Bub mit einer unglaublich geradlinigen Bösartigkeit entpuppt sich als unnachgiebiger und eiskalter Boss einer Gruppe von Gaunern, deren Ziel es einzig zu sein scheint, Goldressourcen aus der Unterwelt zu erlangen, um damit das Familienerbe zu sichern und - wenn auch nur ein bisschen - die Weltherrschaft damit zu erreichen. „Unterwelt" ist dabei wörtlich zu verstehen, denn offensichtlich hat sich tief unter der Erde ein hoch entwickeltes, hypermodernes und doch nahezu sagenhaftes Volk von Kobolden, Gnomen, Zwergen und Feen gehalten und mit den vorfindlichen Lebensbedingungen unter Tage eingerichtet - hoch technisiert und matriarchalisch ausgestattet. Doch auch der - vermutlich - blasse Junge, wohnhaft in einem altertümlichen, dick ummauerten Schloss ist mit modernster Technik und Computergestützten Abwehrmechanismen umgeben. Trickreich erwirbt er ein Buch mit den Geheimnissen der Elfen in seinen Besitz. Das ermöglicht ihm, Vorgehensweisen und Strategien der Märchenwesen vorherzusehen und entsprechende Abwehrpläne zu entwickeln. Doch auch die merkwürdigen und gruseligen Wesen im Erdinneren sind hervorragend organisiert und verfügen zudem über magische Fähigkeiten bzw. Möglichkeiten. Ein Ritt auf den unterirdischen Magma-Strömen in raketenartigen Reisekapseln beispielsweise ist für sie, wie eine Fahrt mit dem Aufzug in das zwanzigste Stockwert eines Hochhauses. So kommt es, wie es kommen soll: die Auseinandersetzung der beiden Seiten eskaliert ...
Der Autor schafft es in ausgezeichneter und mitreißender Weise zwei Welten miteinander zu verknüpfen, die wie Feuer und Wasser zu sein schienen. Fantasiereiche Fiktion und trockene Realität prallen aufeinander und verbinden sich zu einer ereignisreichen, fesselnden Geschichte, die einen vergessen lässt, ob irgendetwas dabei möglich oder unmöglich ist. Es geschieht und das will man möglichst genau wissen. Die knappe und doch ausreichende Ausführlichkeit des Plots begeistern und man wünscht sich eine Fortführung. Ob das Buch nun ein Roman, ein Thriller oder eine Sage ist, wird niemand beantworten können. Es ist aber ein Buch, das man lesen sollte. Trotz oder wegen seiner Unglaublichkeit passt es in unsere Zeit.
Uli Geißler, Spiel- und Kulturpädagoge, Freier Journalist und Autor, Fürth/Bay., © Januar 2002
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