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am 15. Juli 2012
Mit diesem Satz verabschiedet sich Baseballtrainer Billy Beane(Brad Pitt) von der Distanz zu seinem Team und schaltet um auf Nähe. Für ihn, ein spektakulärer Schritt, und das obwohl Beane ansonsten ein Mann der klaren Worte, Fronten und Vorstellungen ist. Doch im Spieljahr 2001, als Beanes Team, die Oakland Athletics, fast Meister geworden wären, ändert sich alles. Drei Top-Spieler verlassen den Verein und für große Neueinkäufe fehlt schlichtweg das Geld. Beane erkennt, dass "sein" Sport ungerecht ist. Aber anstatt auf seine Scouts zu hören und für vielversprechende Spieler Geld auszugeben, dass er nicht hat, wagt Beane den Sprung ins Baseball-Neuland.

Beane kauft den jungen Wirtschaftsabsolventen Peter Brand(Jonah Hill) für das Team. Der glaubt an eine statistische Formel, die es ermöglichen soll aus Spielern, deren Fähigkeiten durch normales Scouting nie entdeckt werden, ein schlagkräftiges Team zu machen. Bei Beane trifft Brand auf Verständnis, egal wie schräg und unkonventionell seine analytischen Rechnungen auch sein mögen. Für die Old-School Scouts in Oakland rütteln Brand und Beane jedoch an den Grundpfeilern des Sports. Auch Trainer Art Howe(Philip Seymour Hoffman) kann sich keinen Deut mit diesem System anfreunden. So starten die Oakland Atheltics schlecht in die Saison. Trainer, Mannschaft und Manager passen irgendwie nicht zusammen. Das Ergebnis sind Niederlagen. Erst als Beane, früher selbst ein vielversprechender Baseballspieler, den Spielern klar macht, wie sich verlieren anhört, geht ein Ruck durchs Team...

Ach, wie schön war das denn? Ein guter, gefühlvoller Baseballfilm. Wer auf -Der Unbeugsame- steht -Das Feld der Träume- liebte und noch immer eine Gänsehaut bekommt, wenn er an -Aus Liebe zum Spiel- denkt, der ist bei -Moneyball- genau richtig. Der Film bezieht, wie die genannten Beispiele, seine magischen Momente nicht aus den Spielszenen des Sports heraus, sondern aus dem Universum von Kleinigkeiten, das den Baseball umgibt. Dabei geht es eher um Philosophie, als um Sport. Wie sich Jonah Hill und Brad Pitt die Bälle der Story zuspielen, das ist schlichtweg genial. Dabei braucht Bennet Millers Film eine gute halbe Stunde, bis er in die Erzählspur gleitet. Doch ab dem Moment, wo Beane seinen Scouts die Regeln für die neue Saison erklärt, gibt es kein Halten mehr. Dann rauscht die Geschichte wie ein Sturzbach dem Ende entgegen.

-Moneyball-, nach dem Roman von Michael Lewis, beruht auf wahren Begebenheiten. Es ist eine dieser Sportgeschichten, bei der es nicht auf das Ende ankommt. Der Weg ist das Ziel, wenn Beane und Brand versuchen ihre Philosophie des Spiels umzusetzen. Das muss nicht gelingen, aber es wäre eine Schande, hätten sie es nicht versucht. -Moneyball- ist mit einigen Originalaufnahmen gespickt, um die Realität der Geschichte noch ein Stück herauszuheben. Das ist wunderbar gelungen, wäre aber vermutlich nicht nötig gewesen, denn: Was Brad Pitt und Jonah Hill hier vor der Kamera zeigen, dass ist Realität pur. Genau so sollte gutes Schauspiel sein. Wenn dazu noch Drehbuch und Kamera stimmen, dann kann die Magie des Mediums Film die Regentschaft übernehmen. Bei -Moneyball- passiert genau das!
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am 26. Februar 2013
Der Film hat mir gut gefallen, weil hier mal nicht nur die Helden des amerikanischen Sports im Vordergrund stehen, sondern die Menschen dahinter. Die Geschichte ist nicht, wie so oft mit Siegern und Feldschlachten überhäuft. Sie zeigt viel mehr, was hinter
einem Erfolg stecken kann, der nicht alleine durch Geld und Macht erreicht wurde. Im Film werden Dinge angesprochen, die vielleicht nicht das grosse Kino zeigen aber Menschen die mit grosser Überzeugung mal versuchen einen anderen Weg zu gehen.
Dieser Geschichte ist nicht nur für Sportler die alles erreichen wollen, sondern Ihr Ziel nach Ihren Möglichkeiten abstecken.
Also der grosse Rest...

Gut erzähltes Sport-Kino...
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TOP 1000 REZENSENTam 22. April 2012
Die Kunst zu gewinnen ist kein schnell geschnittenes Action-Kino, kein Film der Superlative, sondern ein leise, einprägsamer und intensiv gedrehter Film. Es ist hochqualitatives Hollywoodkino. Ein gutes Drehbuch, gute Schauspieler und eine spannende Story machen diesen Film zu etwas Besonderem.
Brad Pitt spielt hier nicht den martialischen Actionhelden, er ist kein Achilles in Troja, sondern ein stur, mutig und konsequent an seinem Konzept festhaltender Baseball-Manager. Er spielt in Moneyball eindringlich, nachdenklich, mit leisen Tönen und mit einer bis dahin nicht gekannten Einfühlsamkeit. Genau deswegen wurde er zu Recht für diese Rolle für den Oscar nominiert, weil hier ein schauspielerisch deutlich gereifter Brad Pitt zu sehen ist.
Der Film schildert die Story eines klassischen Underdogs. Das Baseballteam der Oakland Athletics hat wenig Geld, wenig Ansehen und wenig Zukunftsperspektiven. Nach dem Weggang vieler guter Spieler steht der Teammanager Billy Beane vor einer deprimierenden Aufgabe. Würde er nach den klassischen, althergebrachten Methoden arbeiten, würde Oakland ein Team stellen, das dazu verdammt wäre, in den unteren Tabellenregionen der Major League Baseball (MLB) zu spielen. In dieser Situation entscheidet er sich etwas zu riskieren und mit neuen, wissenschaftlichen Methoden und mit Hilfe eines Wirtschaftsstatistikexperten, neue Wege zu gehen. Er ist von seiner Sache, trotz anfänglicher Mißerfolge und trotz heftiger Kritik aus dem Club, überzeugt. Er geht stur seinen Weg und hat damit Erfolg. Moneyball, der Titel sagt es schon, schildert ebenfalls die Hintergründe der amerikanischen Nationalsportart Nr. 1. Es geht um Geld und Geld schlägt im Baseball Homeruns, Geld gewinnt. Spieler werden daher wie Investitionen behandelt und genau so auch gekauft, ausgemustert oder getauscht. Das ist die wenig glamouröse Seite des Profisports, die wir hier sehen. Es geht um Geschäfte, um Erfolg und wenig um die Leidenschaft für den Sport. Der Spirit, der Geist des Spiels, wird hier vom Mammon verdrängt. Aber das ist keine Schwäche des Films, sondern seine Stärke. Er zeigt uns keine vermeintlich heile Sportswelt in der "11 Kameraden" zusammen durch dick und dünn gehen und am Ende gewinnen, sondern er gibt uns einen realistischen Einblick in ein knallhartes Geschäft. Das sympathische an dem Charakter, den Brad Pitt verkörpert, ist dabei, dass er die Geldregeln der MLB durchbricht und dem Underdog mit kreativen, neuen Ideen, die weitaus preiswerter sind, als die hohen Etats der NY Yankees oder der Boston Red Sox, Erfolg verschafft und so die großen Clubs mit ihrem vielen Geld in Zugzwang und Erklärungsnöte bringt.Er beweist, dass man mit weniger Geld auch Homeruns schlagen kann, wenn man ein wissenschaftlich fundiertes Konzept hat und nicht mehr allein auf die alten Regeln vertraut.
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am 10. September 2015
Billy Beane (Brad Pitt) ist ein gescheiterter Baseball Profi, der als junges Talent dem Ruf des Geldes gefolgt ist und dafür ein Stanford Stipendium ausschlug - dies bereut er bis heute. Als er erkannte das er als Spieler nie dem ihm prognostizierten Erfolg haben wird, wird er Talentscout und anschließend, über Stationen, General Manager der Oakland Athletics in der Major League Baseball. Als er das erste mal in den Playoffs das letzte Spiel verliert und somit die World Series, beginnt er am bestehenden System zu zweifeln. Mit kaum Geld in der Kasse beschließt er einen neuen Weg einzuschlagen und verpflichtet einen jungen Yale Absolventen (Jonah Hill) der Wirtschaft, der Spieler alleine nach statistischen Kriterien auswählt und die Oakland Athletics so zum Sieg führen will.

Der Film bringt das Underdog Image einer kleinen Mannschaft sehr gekonnt rüber und zeigt auf wie sich mit analytischem Sachverstand das Thema Leistungsbewertung aus einer neuen Perspektive angehen lässt. Brad Pitt spielt den Sportmanager sehr gekonnt, auch wenn gewisse Attitüden klassisch amerikanisch sind. Jonah Hill versucht sich hier, abseits seiner gewohnten Rollen wie in Suberbad oder 21 Jump Street, als Charakterdarsteller und seine schauspielerische Leistung macht Hoffnung auf einen Jonah Hill der im etwas reiferen Alter als Charakterdarsteller durchaus Potential haben dürfte. Der Film ist im Großen und Ganzen mitreisend und gut erzählt, gerne hätte man hier noch mehr auf die Nebendarsteller (Baseballspieler) eingehen dürfen, was dem Film eine andere Tiefe verliehen hätte, als eine Family Story einzuflechten. Wie das besser geht sieht man in Jerry Maguire ' Spiel des Lebens. Ebenso fehlt es an Details zum Baseball an sich, nach 1 1/2 Stunden dürfte man schon erwarten zu verstehen wie dieser Sport nun funktioniert. Dies scheint jedoch den amerikanischen Vorlieben und deren Allgemeinwissen rund um Baseball geschuldet sein, daher nur 4/5 Punkten, die sich der Film aber redlich verdient hat.
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am 5. Juni 2016
"Geld schießt nicht immer die meisten Tore" - Den Spruch hört man oft in Bezug auf teure Kader im Fußball.

Moneyball zeigt, wie man mit Algorithmen und Big Data tolle Spieler zum kleinen Preis bekommt und damit sehr erfolgreich sein kann.

Ähnliche Methoden fahren gerade Midytiland und Bayer Leverkusen. Spannender Film mit toller Story
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am 2. August 2012
Ich hatte das Glück "Moneyball" im Rahmen einer "Oscar-Nacht" in einem Wiener Kino zu sehen, noch bevor er auf DVD erschien. Ins Kino hat es der Film im deutschen Sprachraum bekanntlich nicht geschafft, und bis zu einem gewissen Grad kann ich das auch nachvollziehen: Der Film beruht auf dem in den USA sehr erfolgreichen gleichnamigen Buch in dem der Journalist Michael Lewis recht kurzweilig und spannend den unerwarteten Erfolgslauf der Oakland A's und ihres Manager Billy Beane Anfanger der 2000er Jahre analysiert. Weil man dem durchschnittlichen Mitteleuropäer wohl zu Recht wenig Einblick in den amerikanischen Baseball-Sport attestiert, hat es kein Verleih der Mühe wert befunden den Film hierzulande in die Kinos zu bringen. Ein Flop war vorprogrammiert: was für nichtsahnende Multiplex-Kinobesucher auf den ersten Blick wie eine unterhaltsame Neuauflage von "Die Indianer von Cleveland" (mit Brad Pitt statt Charlie Sheen als Zugpferd) aussehen mag, ist in Wahrheit eine präzise, jedoch auch unspektakuläre und mitunter recht trockene Analyse des heutigen Baseballsports. Selbst im Sportstatistik-verrückten Amerika nimmt der Baseball ja eine Sonderstellung ein. In keinem anderen Sport wird so akribisch Buch geführt, und wer als Laie einmal in die Sportseiten einer amerikanischen Tageszeitung schaut, wird sich nicht zu Unrecht fragen was zuerst da war: das Baseballspiel oder die Statistik?

Genau hier setzt die Geschichte von MONEYBALL an: mithilfe des jungen Wirtschaftsabsolventen Peter Brand (Jonah Hill) schickt sich General Manager Billy Beane (Brad Pitt) an, den Baseballsport inklusive all seiner alteingesessenen Experten & unumstößlichen Gesetze aus den Angeln zu heben. Als ehemaliger Profispieler hat Beane selbst am eigenen Leib erfahren dass das vermeintlich moderne "Scouting" junge Spielertalente nur unzureichend beurteilen, und die gängigen Spielerstatistiken den Wert eines Spielers für eine Mannschaft nur unzureichend wiedergeben können. Um es mit einem vergleichsweise geringen Budget dennoch mit den Spitzenclubs aus New York und Bosten aufnehmen zu können, "erfinden" Beane & Brand (basierend auf den Publikationen eines Baseball-Querdenkers namens Bill James) in den schäbigen Katakomben des Oakland Coliseums den sogenannten 'Moneyball' - die Kunst mit bescheidenen Mitteln ein unfaires Spiel zu gewinnen.

Die Details dieses Konzepts werden sich wohl nur dem wirklich Baseball-versierten Zuseher erschliessen, denn der Film kann sich natürlich nicht die Zeit nehmen einem Laien die Feinheiten des Baseball bzw. Moneyball wirklich zu erklären. Anhand von endlosen Zahlenkolonnen soll suggeriert werden: vom Baseball-Establishment unterbewertete Spieler werden zu günstigen Preisen gekauft, in Beans & Brands Augen überbewertete Spieler dagegen für gutes Geld abgestoßen. Spielerisch-taktische Details (wie beispielsweise der Vorzug von Walks gegenüber Homeruns oder das Vermeiden von Base Stealings) sowie statistische Merkmale (wie etwa der Fokus aufs "On-Base-Percentage" anstelle des traditionellen "Batting Average" oder das Verschmähen der populären Closing Pitchers) werden nur gestreift, bzw. dem Baseball-Laien auch nach diesem Film nicht zur Gänze klar sein. Einerseits verständlich dass man nicht zu sehr in die Tiefe gehen konnte oder wollte, aber andererseits werden dann natürlich "rührende" Vater-Tochter-Szenen eingebaut die der Handlung eine menschliche Note geben und das Kinopublikum emotional ansprechen sollen (beispielsweise die Szene in der Billy Beane's Tochter ihrem Vater im Gitarrenladen einen Song vorspielt). Hier empfand ich den Film etwas unkonsequent: offensichtlich nicht dem Rezept des klassischen Hollywood-Sportmärchens folgend hätte man sich auch solche Szenen sparen können (vor allem fand ich den Song nervig). Dem Popcorn-Kinogeher mag das gefallen, den Baseball-Interessierten werden diese Szenen eher langweilen.

Vieles an dem Film ist gelungen - er beleuchtet eine andere Seite des Sports, und zeigt dass Baseball ein knallhartes Millionengeschäft ist, in dem es mehr Verlierer als Gewinner gibt. Er bemüht sich durch das Einflechten von Originalaufnahmen und -schauplätzen auch um grösstmögliche Authentizität, aber gerade weil er so nahe an der Realität ist, irritieren einen als fachkundigen Zuseher dann selbst Kleinigkeiten, wie etwa dass der alternde Baseball-Star (und Ex-Ehemann von Halle Berry) David Justice "nur" von einem Schauspieler verkörpert wird. Man kann das dem Film nicht wirklich zum Vorwurf machen, aber auch hier verliert er im Vergleich zum Buch, wo man lediglich die realen Personen im Kopf hat. Einige der Schauspieler liefern zwar eine recht ordentliche Performance ab (insbesondere der Darsteller von "Picking Machine" Scott Hatteberg hat mir gefallen), andere - und dazu gehören auch Jonah Hill & P.S. Hoffmann - bleiben aber eher blass, was sicherlich auch an ihren Rollen (der eine nerdiger Wirtschaftsabsolvent, der andere ein wortkarger Coach) liegt. Somit wird der Film - nachdem er ja nur eine Handvoll Baseball-Szenen beinhaltet - zwangsläufig zur One-Man-Show für Brad Pitt, ohne dass dieser wirklich brilliert. Am unterhaltsamsten fand ich die Darsteller der alternden Scouts, die in ihrem Aussehen ein Sinnbild für ihr verstaubtes, überholtes Wissen abgeben. Auch die Flashbacks in Billy's eigene Sportler-Karriere fand ich sehr gelungen.

Insgesamt ist "MONEYBALL" (ähnlich wie "MIRACLE - DAS WUNDER VON LAKE PLACID" mit Kurt Russell, welches ich vor einigen Jahren ebenfalls rezensiert habe) auf jeden Fall ein interessanter Sportfilm, einfach aufgrund der interessanten Hintergrundgeschichte & Buchvorlage. Diese wird aber naturgemäss im Buch wesentlich detaillierter aufgearbeitet, beim Film bleibt trotz vieler guter Elemente ein etwas schaler Nachgeschmack. Der halbdokumentarische Stil und die eher leise Gangart des Films verhindern ein echtes "Mitfiebern" - aber für die meisten Europäer ist es ohnehin unbegreiflich wie man beim Baseball "mitfiebern" kann....

Fazit: Neugierige Baseball-Laien mit etwas Sitzfleisch könnten von dem Film positiv überrascht werden, Baseball-Kundige werden das Buch wohl befriedigender finden. Jene die sich einen neuen Aufguss von "Major League" ("Die Indianer von Cleveland") erwartet haben, werden wohl bitter enttäuscht sein.
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am 29. Mai 2016
... und es gibt Filme die sind sind nur Randerscheinungen des Filmbusiness. Es ist immer wieder schön mit anzusehen, dass unter all den mittelmäßgen oder unter den sogenannten Blockbustern ein Film herausragt, bei dem jede Minute ein Genuss darstellt, und man nicht alle Viertelstunde überlegt den Film auszuschalten.
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TOP 500 REZENSENTam 5. Januar 2016
Big Data im Baseball
In kaum einem anderen Film schaut man als Zuschauer so oft in Excel-Tabellen und Computer-Ausdrucke. Hauptthema ist zwar zum einen die Sportart, zum anderen aber auch der Paradigmenwechsel bei der Suche nach neuen Talenten. Die Oakland Athletics waren der Major League Baseball in den Playoffs gescheitert, die Topspieler verließen den Club und Transfergelder in Millionenhöhe, um neue Stars einzukaufen, bekam der Teammanager Billy Beane (Brad Pitt) vom Eigentümer des Clubs nicht zugestanden. Was also tun? Für Billy Beane lag die Lösung in den häßlichen Entlein, das sind die guten, aber unterbewerteten, und damit billig einzukaufenden Spieler. Um die zu finden, mußte man sich auf die Mathematik, genauer gesagt auf die Statistik, verlegen.

Die neue, revolutionäre Herangehensweise der Informationsgewinnung bei der Talentsuche besteht darin, Daten tausender Baseball-Spieler in einer Datenbank zusammenzufassen, die es gestattet, mit entsprechenden Berechnungsalgorithmen die Entwicklung von Spielern zu prognostizieren und Bewertungskennzahlen zu produzieren. Es steht die Mustererkennung in großen Datenbeständen gegen Intuition und Wissen von Experten. Im Baseball wird für den statistischen Ansatz der Begriff Sabermetrics verwendet . Saber kommt von SABR und steht für die Society for American Baseball Research.

Der Film basiert auf dem Buch Moneyball: The Art of Winning an Unfair Game und folgt weitgehend den tatsächlichen Ereignissen im Profi-Baseball in den USA in den nuller Jahren. Daher übernimmt er auch fast alle Namen der realen Akteure. Nur der Name des Statistikexperten Paul DePodesta, dem realen Assistenten von Billy Beane, mußte geändert werden. Dem erschien seine Filmfigur ein bißchen zu fiktiv geraten. Auch der Trainer Art Howe, verkörpert von Philip Seymour Hoffman, war unzufrieden, ließ es aber dabei bewenden.

FAZIT
Der Film macht auf unterhaltsame und spannende Weise mit dem modernen Big-Data-Paradigma bekannt, das die Datensammlungen und -auswertungen unserer Tage in allen Bereichen durchdrungen hat. Baseball muß man dafür nicht verstehen ;-)
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TOP 1000 REZENSENTam 22. Juni 2015
Es ist ein seltsamer, aber sehr interessanter Film. Die Seltsamkeiten gehen schon mit der Genrezuordnung los. Ist »Moneyball« ein Sportfilm? Schwer zu sagen. Der Film spielt in der Welt des Baseballs, und es geht auch um den sportlichen Erfolg. So weit stimmt alles. Aber andererseits wird den eigentlichen sportlichen Wettkämpfen wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das allermeiste davon geschieht im Off oder wird nur knapp berichtet.

Gewiss, da ist das typische scheinbar chancenlose Team, auf das zunächst niemand etwas gibt und das dann alle überrascht. Das ist klassischer Sportfilm. Doch die Art und Weise, wie das Team es schafft, ist wiederum äußerst untypisch: Mithilfe eines komplizierten mathematischen Verfahrens, das aus den Wirtschaftswissenschaften stammt, werden Erfolgschancen berechnet und Mannschaften zusammengestellt und aufgestellt. Die eigentlichen ›sportlichen‹ Helden sind der General Manager des Teams, Billy Beane (Brad Pitt), und ein von ihm hinzugezogener dicklicher Jungwissenschaftler (Jonah Hill).

Im klassischen Sportfilm siegen die Underdogs wegen ihres unverrückbaren Glaubens an sich selbst und den Erfolg sowie aufgrund ihres tadellosen Team Spirits. In »Moneyball« besitzen weder das Team noch der Field Manager (Philip Seymour Hoffman) diesen unverrückbaren Glauben. Sie alle sind lediglich Angestellte auf Abruf. Den unverrückbaren Glauben hat Beane, und er richtet sich auf den Erfolg der Datenanalyse.

In gewisser Weise ist der Blick auf diese Welt des Sports ernüchternd. Die Mannschaft ist keine verschworene Kampfgemeinschaft, die im Glauben an sich selbst über sich hinauswachsen kann. Sie ist ein mehr oder weniger gut zusammengesetztes Puzzle aus Sportlern, die so etwas wie berechenbare Fähigkeitenbündel darstellen. Diese Bündel zu analysieren und auf ihre Wechselwirkungen hin zu untersuchen ist Aufgabe eines ausgeklügelten Algorithmus. Erfolg wird ausrechenbar und ist nicht länger Sache der erfahrungsgesättigten Intuitionen alter Hasen. In dieser Einsicht liegt die eigentliche ›sportliche‹ Pointe.

Billy Beane ist vielleicht prädestiniert dafür, diesen Bruch mit dem Konventionen einzuleiten. Er galt als großes Talent, doch es wurde nichts aus ihm. Diese persönliche Erfahrung bringt ihn in eine gewisse Distanz zu den üblichen Vorgehensweisen der Branche. Als er seine Distanz zum Baseball einmal aufgibt und – entgegen seinen Gewohnheiten – aus Begeisterung zu einem Spiel seiner Mannschaft fährt, gerät die Mannschaft prompt in Bedrängnis.

Man darf den Blick des Films auf den Sport realistisch nennen. Romantische Idealisierungen werden konsequent vermieden. Keine Helden auf dem Platz, keine der für das amerikanische Selbstverständnis so wichtigen Geburten einer neuen Gemeinschaft, keine unverbrüchlichen Loyalitäten. Vielmehr werden die Spieler ständig wie Spielfiguren hin- und hergeschoben und, wenn nötig, an andere Mannschaften weiterverkauft. Auch das geschieht völlig unromantisch in einem knappen Telefonat von Manager zu Manager.

Aus dem Ganzen hätte man nun die sarkastische Demaskierung einer Sportbranche machen können, die nicht zuletzt auch davon lebt, die romantischen Illusionen von Heldentum, Gemeinschaftsgeist und Loyalität zu verkaufen. Vielleicht wäre Robert Altman so vorgegangen. Bennett Miller wählt einen anderen Weg. Er findet in Billy Beane einen romantischen Helden des Sports, dessen persönlicher Erfolg eher unscheinbar ist und der ihn nur jenseits des Spielfelds finden kann.
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am 30. Dezember 2014
Moneyball zog nur meine Aufmerksamkeit durch die Oscars auf sich. Wieder einmal bin ich sehr froh darüber, so einen Film durch die Preisverleihung entdeckt zu haben.

Billy Beane ist General Manager der Oakland Athletics und schafft es nicht, ein gewinnbringendes und erfolgreiches Team auf die Beine zu stellen. Als er aber Peter Brand als seinen Assistenten einstellt und die beiden mit einer ganz neuen Taktik an ihr Team herangehen, sehen die Oakland A's langsam aber sicher Licht am Ende des Tunnels.

Ich habe von Baseball absolut keine Ahnung. Ich kenne weder die Regeln noch berühmte Spieler, weswegen ich mich erst einmal fern gehalten habe von diesem Film. Ich war deswegen dann auch sehr überrascht, wie gut ich den Film dann doch fand.
Regisseur Bennett Miller (Capote) inszeniert diesen Film aus zwei verschiedenen Perspektiven.
Vornehmlich natürlich aus der Sicht des GM, Brad Pitt alias Billy Beane. Hier bekommt man einen sehr guten Einblick hinter die Kulissen eines solchen Sportclubs. Man nimmt an Meetings der Scouts und Coaches teil und merkt hier schon sehr schnell, wie viel Gegenwind Beane entgegenweht. Die Scouts wollen ihre Erfahrung nutzen, um das Potential eines Spielers zu erkennen, wie sie es schließlich schon seit Jahrzehnten machen. Beane und sein Assistent Peter Brand wollen aber einen neuen Weg gehen und werden deswegen praktisch ausgelacht. Es wird aber sehr schön gezeigt, vor allem durch Aaron Sorkin's Drehbuch und Dialoge, mit wie viel Selbstvertrauen und unbeirrbaren Glauben an seine Methoden, sich Beane durchsetzt. Brad Pitt spielt diesen Mann wirklich klasse und sehr glaubwürdig und ist das Gesicht des Films. Noch dazu versteht sich Miller sehr gut darin, ihn auch würdig in Szene zu setzen. Er inszeniert den Film auf eine sehr angenehme Art und Weise und lässt ihn nicht zu dramatisch und deprimierend werden, gestaltet ihn aber interessant und liebevoll, sodass man mit den Charakteren mitfühlt. Die Dialoge machen einfach Spaß und die Charaktere sind nachvollziehbar.
Was mir aber auch sehr gut gefallen hat, ist die zweite Perspektive mit der Miller den Fortschritt des Teams zeigt: die Perspektive der Medien.
Er streut immer wieder längere Archivaufnahmen ein und lässt den (vermute ich) Originalkommentar der Kommentatoren laufen. Dies vermittelt nicht nur eine gute Sicht von Aussen auf die Spieler und das Team generell, sondern spiegelt auch die Meinung der Medien wieder. Diese Szenen sind wirklich klasse in den Film verbaut und sorgen für einige wahre Highlights. Ich war wieder fasziniert von der Leidenschaft, die diese Sprecher dem Sport gegenüber zeigen und sich voll gehen lassen in den Glücksmomenten der Teams. Dies sind wirklich fantastische Montagen, die ich in der Art noch nicht in einem Film gesehen habe.

Fazit:
Moneyball ist ein klasse inszeniertes, super gespieltes Sportdrama mit einem sehr entschlossenem Hauptdarsteller. Hier zeigt man gekonnt aus verschiedenen Perspektiven die Entwicklung eines Teams und eines Sports generell, sodass man nur darin versinken kann, auch wenn man nichts mit Baseball anfangen kann.
Ein wirklich fantastisches Sportdrama!
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