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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "So hört sich verlieren an!"
Mit diesem Satz verabschiedet sich Baseballtrainer Billy Beane(Brad Pitt) von der Distanz zu seinem Team und schaltet um auf Nähe. Für ihn, ein spektakulärer Schritt, und das obwohl Beane ansonsten ein Mann der klaren Worte, Fronten und Vorstellungen ist. Doch im Spieljahr 2001, als Beanes Team, die Oakland Athletics, fast Meister geworden wären,...
Veröffentlicht am 15. Juli 2012 von Thomas Knackstedt

versus
10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen kein klassischer Sportfilm - Fluch & Segen gleichzeitig
Ich hatte das Glück "Moneyball" im Rahmen einer "Oscar-Nacht" in einem Wiener Kino zu sehen, noch bevor er auf DVD erschien. Ins Kino hat es der Film im deutschen Sprachraum bekanntlich nicht geschafft, und bis zu einem gewissen Grad kann ich das auch nachvollziehen: Der Film beruht auf dem in den USA sehr erfolgreichen gleichnamigen Buch in dem der Journalist...
Vor 24 Monaten von beatnoir veröffentlicht


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "So hört sich verlieren an!", 15. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball (DVD)
Mit diesem Satz verabschiedet sich Baseballtrainer Billy Beane(Brad Pitt) von der Distanz zu seinem Team und schaltet um auf Nähe. Für ihn, ein spektakulärer Schritt, und das obwohl Beane ansonsten ein Mann der klaren Worte, Fronten und Vorstellungen ist. Doch im Spieljahr 2001, als Beanes Team, die Oakland Athletics, fast Meister geworden wären, ändert sich alles. Drei Top-Spieler verlassen den Verein und für große Neueinkäufe fehlt schlichtweg das Geld. Beane erkennt, dass "sein" Sport ungerecht ist. Aber anstatt auf seine Scouts zu hören und für vielversprechende Spieler Geld auszugeben, dass er nicht hat, wagt Beane den Sprung ins Baseball-Neuland.

Beane kauft den jungen Wirtschaftsabsolventen Peter Brand(Jonah Hill) für das Team. Der glaubt an eine statistische Formel, die es ermöglichen soll aus Spielern, deren Fähigkeiten durch normales Scouting nie entdeckt werden, ein schlagkräftiges Team zu machen. Bei Beane trifft Brand auf Verständnis, egal wie schräg und unkonventionell seine analytischen Rechnungen auch sein mögen. Für die Old-School Scouts in Oakland rütteln Brand und Beane jedoch an den Grundpfeilern des Sports. Auch Trainer Art Howe(Philip Seymour Hoffman) kann sich keinen Deut mit diesem System anfreunden. So starten die Oakland Atheltics schlecht in die Saison. Trainer, Mannschaft und Manager passen irgendwie nicht zusammen. Das Ergebnis sind Niederlagen. Erst als Beane, früher selbst ein vielversprechender Baseballspieler, den Spielern klar macht, wie sich verlieren anhört, geht ein Ruck durchs Team...

Ach, wie schön war das denn? Ein guter, gefühlvoller Baseballfilm. Wer auf -Der Unbeugsame- steht -Das Feld der Träume- liebte und noch immer eine Gänsehaut bekommt, wenn er an -Aus Liebe zum Spiel- denkt, der ist bei -Moneyball- genau richtig. Der Film bezieht, wie die genannten Beispiele, seine magischen Momente nicht aus den Spielszenen des Sports heraus, sondern aus dem Universum von Kleinigkeiten, das den Baseball umgibt. Dabei geht es eher um Philosophie, als um Sport. Wie sich Jonah Hill und Brad Pitt die Bälle der Story zuspielen, das ist schlichtweg genial. Dabei braucht Bennet Millers Film eine gute halbe Stunde, bis er in die Erzählspur gleitet. Doch ab dem Moment, wo Beane seinen Scouts die Regeln für die neue Saison erklärt, gibt es kein Halten mehr. Dann rauscht die Geschichte wie ein Sturzbach dem Ende entgegen.

-Moneyball-, nach dem Roman von Michael Lewis, beruht auf wahren Begebenheiten. Es ist eine dieser Sportgeschichten, bei der es nicht auf das Ende ankommt. Der Weg ist das Ziel, wenn Beane und Brand versuchen ihre Philosophie des Spiels umzusetzen. Das muss nicht gelingen, aber es wäre eine Schande, hätten sie es nicht versucht. -Moneyball- ist mit einigen Originalaufnahmen gespickt, um die Realität der Geschichte noch ein Stück herauszuheben. Das ist wunderbar gelungen, wäre aber vermutlich nicht nötig gewesen, denn: Was Brad Pitt und Jonah Hill hier vor der Kamera zeigen, dass ist Realität pur. Genau so sollte gutes Schauspiel sein. Wenn dazu noch Drehbuch und Kamera stimmen, dann kann die Magie des Mediums Film die Regentschaft übernehmen. Bei -Moneyball- passiert genau das!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leiser und eindrucksvoller Film, 22. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball (DVD)
Die Kunst zu gewinnen ist kein schnell geschnittenes Action-Kino, kein Film der Superlative, sondern ein leise, einprägsamer und intensiv gedrehter Film. Es ist hochqualitatives Hollywoodkino. Ein gutes Drehbuch, gute Schauspieler und eine spannende Story machen diesen Film zu etwas Besonderem.
Brad Pitt spielt hier nicht den martialischen Actionhelden, er ist kein Achilles in Troja, sondern ein stur, mutig und konsequent an seinem Konzept festhaltender Baseball-Manager. Er spielt in Moneyball eindringlich, nachdenklich, mit leisen Tönen und mit einer bis dahin nicht gekannten Einfühlsamkeit. Genau deswegen wurde er zu Recht für diese Rolle für den Oscar nominiert, weil hier ein schauspielerisch deutlich gereifter Brad Pitt zu sehen ist.
Der Film schildert die Story eines klassischen Underdogs. Das Baseballteam der Oakland Athletics hat wenig Geld, wenig Ansehen und wenig Zukunftsperspektiven. Nach dem Weggang vieler guter Spieler steht der Teammanager Billy Beane vor einer deprimierenden Aufgabe. Würde er nach den klassischen, althergebrachten Methoden arbeiten, würde Oakland ein Team stellen, das dazu verdammt wäre, in den unteren Tabellenregionen der Major League Baseball (MLB) zu spielen. In dieser Situation entscheidet er sich etwas zu riskieren und mit neuen, wissenschaftlichen Methoden und mit Hilfe eines Wirtschaftsstatistikexperten, neue Wege zu gehen. Er ist von seiner Sache, trotz anfänglicher Mißerfolge und trotz heftiger Kritik aus dem Club, überzeugt. Er geht stur seinen Weg und hat damit Erfolg. Moneyball, der Titel sagt es schon, schildert ebenfalls die Hintergründe der amerikanischen Nationalsportart Nr. 1. Es geht um Geld und Geld schlägt im Baseball Homeruns, Geld gewinnt. Spieler werden daher wie Investitionen behandelt und genau so auch gekauft, ausgemustert oder getauscht. Das ist die wenig glamouröse Seite des Profisports, die wir hier sehen. Es geht um Geschäfte, um Erfolg und wenig um die Leidenschaft für den Sport. Der Spirit, der Geist des Spiels, wird hier vom Mammon verdrängt. Aber das ist keine Schwäche des Films, sondern seine Stärke. Er zeigt uns keine vermeintlich heile Sportswelt in der "11 Kameraden" zusammen durch dick und dünn gehen und am Ende gewinnen, sondern er gibt uns einen realistischen Einblick in ein knallhartes Geschäft. Das sympathische an dem Charakter, den Brad Pitt verkörpert, ist dabei, dass er die Geldregeln der MLB durchbricht und dem Underdog mit kreativen, neuen Ideen, die weitaus preiswerter sind, als die hohen Etats der NY Yankees oder der Boston Red Sox, Erfolg verschafft und so die großen Clubs mit ihrem vielen Geld in Zugzwang und Erklärungsnöte bringt.Er beweist, dass man mit weniger Geld auch Homeruns schlagen kann, wenn man ein wissenschaftlich fundiertes Konzept hat und nicht mehr allein auf die alten Regeln vertraut.
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4.0 von 5 Sternen Brad war eine gute Wahl, 17. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball (DVD)
bei diesem nicht ganz typischen Sportdrama. Man wird hinter die Kulissen des Baseballs geführt, jedoch bleiben schöne Zeitlupenszenen oder auch dramatische Spielzüge unentdeckt.

Die Tatsache das es eher eine Biographie mit
diesem sportlichen Hintergrund ist, macht die Sache nun wieder interessanter, denn hier kann der Zuschauer etwas mit anfangen, wenn Bratt seinen Weg geht :) gute Nebendarsteller, aber dennoch bleibt der Film nicht wirklich im Gedächtnis. Wer Brad Pitt Fan ist sollte diese Rolle nicht verpassen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moneyball - Blueray (zum öfter sehen), 8. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball [Blu-ray] (Blu-ray)
Cover: FSK freies Wendecover
Ton: 5.1 DTS-HD (4 Sterne, obwohl der Ton für diesen Film keine wirkliche Rolle spielt)
Bild: 5 Sterne
Film: 5 Sterne

Es geht in diesem Film nicht um das sehen von Baseballspielen, oder Geschichten von Spielern. Der Grundgedanke des Film ist die Entwicklung eines neuen Spielkonzepts eines Low-Budget Teams. Der Manager (Brad Pitt) der Oakland Athletics muß sich mit einem mageren 39 Millionen Dollar Budget im Jahr gegen Teams behaupten deren Budgets bis zu 129 Millionen Dollar gehen. Seine guten Spieler werden regelmäßig weggekauft und er muß wieder von vorne das Team aufbauen. Das erinnert mich sofort an das brisante Fußballhema "Bayern und Dortmund", da ist es ja ähnlich gelagert. Mithilfe eines Yale-Absolventen (Jonah Hill) und aufgrund eines Buches über einen anderen Ansatz im Baseball, welches von jemandem geschrieben wurde der als Wachmann arbeitete, versucht Pitt mit seinem Minibudget ein Meisterschaftsteam aufzustellen, entgegen dem herkömmlichen Auswahkriterien für Spieler.

Der Film beruht auf wahren Tatsachen. Pitt spielt den Manager grandios (P.S. ich bin kein Pitt Fan), Hill spielt auch klasse und Hoffman, hat leider nur eine kleine Rolle, überzeugt.

Ein leiser Film den man sich gerne mal öfter anschauen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Geschichte die mal nicht nur die sportliche Seite zeigt., 26. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball (DVD)
Der Film hat mir gut gefallen, weil hier mal nicht nur die Helden des amerikanischen Sports im Vordergrund stehen, sondern die Menschen dahinter. Die Geschichte ist nicht, wie so oft mit Siegern und Feldschlachten überhäuft. Sie zeigt viel mehr, was hinter
einem Erfolg stecken kann, der nicht alleine durch Geld und Macht erreicht wurde. Im Film werden Dinge angesprochen, die vielleicht nicht das grosse Kino zeigen aber Menschen die mit grosser Überzeugung mal versuchen einen anderen Weg zu gehen.
Dieser Geschichte ist nicht nur für Sportler die alles erreichen wollen, sondern Ihr Ziel nach Ihren Möglichkeiten abstecken.
Also der grosse Rest...

Gut erzähltes Sport-Kino...
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4.0 von 5 Sternen Ein toller Brad Pitt, 20. Februar 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball (DVD)
Eine wahre Geschichte in einem schönen Film, was braucht man mehr für gute Unterhaltung - wenn Brad Pitt noch dabei ist, ist man (und Frau) glücklich. Auch bei meinen Freundinnen kam der Film gut an und wir waren uns einig über die Ähnlichkeit zwischen Brad Pitt und Robert Redford. Lohnt den Einkauf!
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur etwas für Baseball-Fans, 11. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball (DVD)
Vorwort: Wer Baseball weder kennt noch versteht, wird bei diesem Film nur bedingt Spaß haben. Schauspielerisch finde ich die Leistung insbesondere von Brad Pitt sehr gut.

Für mich als absoluten Baseball-Fan und zudem mit dem Hintergrund dieser Semi-Dokumentation" bestens vertraut war dies ein sehr guter Film.

Er vermittelte einen authentischen Einblick in die Welt der Major-League, wie dort Geschäfte gemacht werden, Spieler den Verein wechseln müssen und Meinungsverschiedenheiten über die Zusammenstellung einer Mannschaft ausgetragen werden.

Im Unterschied zum Fußball bei uns, sind die Kompetenzen im Baseball völlig anders verteilt. Es gibt einen General Manager (GM) und des gibt den Manager (bei uns übersetzt als Trainer).

Der GM kauft und verkauft die Spieler und der Trainer muss sehen, wie er damit eine brauchbare Mannschaft aufs Spielfeld bringt. Sicherlich stimmen sich beide üblicherweise ab, aber so kommt so wie in diesem Film auch vor, dass ein GM Spieler ohne Zustimmung des Trainers transferiert.

Im Prinzip beschreibt der Film nichts anderes als den Kampf des David (Oakland) gegen Goliath (New York Yankees, Boston Red Sox) - vergleichbar vielleicht mit dem SC Freiburg und dem FC Bayern München.

Oakland muss mit knappen finanziellen Mitteln versuchen eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen.

Im Baseball kann man, anderes als in anderen Sportarten, die Leistungsfähigkeit der Spieler sehr gut in Zahlen/Daten ausdrücken. Mit Hilfe eines jungen Assistenten, der die Analyse dieser Leistungsdaten verinnerlicht hat, schlägt Billy bei der Auswahl seines Teams einen neuen Weg ein. Dies trifft auf den Widerstand der Baseball-Traditionalisten, incl. des Trainers der Mannschaft, die bislang immer nur auf ihren eigenen Sachverstand gebaut hatten - der aber nur in den seltensten Fällen wirklich zu guten Ergebnissen geführt hat. Billy hat es selbst am eigenen Leib erlebt.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten zu Beginn der Saison und notwendigen Korrekturen im Team, setzt sich letztendlich die Idee von Billy durch und die Mannschaft erreicht die Playoffs, in denen sie dann aber leider früh ausscheidet.

Andere Teams erkennen schnell den Wert dieser neuen Methode und setzen sie (zugegeben mit volleren Taschen) konsequent um.

Die persönliche Geschichte von Billy wird parallel am Rande erzählt und hat ihren Höhepunkt, als er zum Ende des Films ein Traumangebot der Bosten Red Sox für eine GM-Stelle erhält und dies ausschlägt.

Die Red Sox werden 2 Jahre später Meister, Billy dagegen ist mit seinem Team bis heute auf dem Weg dorthin.

Eine wahre Geschichte, die mit leichten Modifikationen" erzählt mich prima unterhalten hat.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen kein klassischer Sportfilm - Fluch & Segen gleichzeitig, 2. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball (DVD)
Ich hatte das Glück "Moneyball" im Rahmen einer "Oscar-Nacht" in einem Wiener Kino zu sehen, noch bevor er auf DVD erschien. Ins Kino hat es der Film im deutschen Sprachraum bekanntlich nicht geschafft, und bis zu einem gewissen Grad kann ich das auch nachvollziehen: Der Film beruht auf dem in den USA sehr erfolgreichen gleichnamigen Buch in dem der Journalist Michael Lewis recht kurzweilig und spannend den unerwarteten Erfolgslauf der Oakland A's und ihres Manager Billy Beane Anfanger der 2000er Jahre analysiert. Weil man dem durchschnittlichen Mitteleuropäer wohl zu Recht wenig Einblick in den amerikanischen Baseball-Sport attestiert, hat es kein Verleih der Mühe wert befunden den Film hierzulande in die Kinos zu bringen. Ein Flop war vorprogrammiert: was für nichtsahnende Multiplex-Kinobesucher auf den ersten Blick wie eine unterhaltsame Neuauflage von "Die Indianer von Cleveland" (mit Brad Pitt statt Charlie Sheen als Zugpferd) aussehen mag, ist in Wahrheit eine präzise, jedoch auch unspektakuläre und mitunter recht trockene Analyse des heutigen Baseballsports. Selbst im Sportstatistik-verrückten Amerika nimmt der Baseball ja eine Sonderstellung ein. In keinem anderen Sport wird so akribisch Buch geführt, und wer als Laie einmal in die Sportseiten einer amerikanischen Tageszeitung schaut, wird sich nicht zu Unrecht fragen was zuerst da war: das Baseballspiel oder die Statistik?

Genau hier setzt die Geschichte von MONEYBALL an: mithilfe des jungen Wirtschaftsabsolventen Peter Brand (Jonah Hill) schickt sich General Manager Billy Beane (Brad Pitt) an, den Baseballsport inklusive all seiner alteingesessenen Experten & unumstößlichen Gesetze aus den Angeln zu heben. Als ehemaliger Profispieler hat Beane selbst am eigenen Leib erfahren dass das vermeintlich moderne "Scouting" junge Spielertalente nur unzureichend beurteilen, und die gängigen Spielerstatistiken den Wert eines Spielers für eine Mannschaft nur unzureichend wiedergeben können. Um es mit einem vergleichsweise geringen Budget dennoch mit den Spitzenclubs aus New York und Bosten aufnehmen zu können, "erfinden" Beane & Brand (basierend auf den Publikationen eines Baseball-Querdenkers namens Bill James) in den schäbigen Katakomben des Oakland Coliseums den sogenannten 'Moneyball' - die Kunst mit bescheidenen Mitteln ein unfaires Spiel zu gewinnen.

Die Details dieses Konzepts werden sich wohl nur dem wirklich Baseball-versierten Zuseher erschliessen, denn der Film kann sich natürlich nicht die Zeit nehmen einem Laien die Feinheiten des Baseball bzw. Moneyball wirklich zu erklären. Anhand von endlosen Zahlenkolonnen soll suggeriert werden: vom Baseball-Establishment unterbewertete Spieler werden zu günstigen Preisen gekauft, in Beans & Brands Augen überbewertete Spieler dagegen für gutes Geld abgestoßen. Spielerisch-taktische Details (wie beispielsweise der Vorzug von Walks gegenüber Homeruns oder das Vermeiden von Base Stealings) sowie statistische Merkmale (wie etwa der Fokus aufs "On-Base-Percentage" anstelle des traditionellen "Batting Average" oder das Verschmähen der populären Closing Pitchers) werden nur gestreift, bzw. dem Baseball-Laien auch nach diesem Film nicht zur Gänze klar sein. Einerseits verständlich dass man nicht zu sehr in die Tiefe gehen konnte oder wollte, aber andererseits werden dann natürlich "rührende" Vater-Tochter-Szenen eingebaut die der Handlung eine menschliche Note geben und das Kinopublikum emotional ansprechen sollen (beispielsweise die Szene in der Billy Beane's Tochter ihrem Vater im Gitarrenladen einen Song vorspielt). Hier empfand ich den Film etwas unkonsequent: offensichtlich nicht dem Rezept des klassischen Hollywood-Sportmärchens folgend hätte man sich auch solche Szenen sparen können (vor allem fand ich den Song nervig). Dem Popcorn-Kinogeher mag das gefallen, den Baseball-Interessierten werden diese Szenen eher langweilen.

Vieles an dem Film ist gelungen - er beleuchtet eine andere Seite des Sports, und zeigt dass Baseball ein knallhartes Millionengeschäft ist, in dem es mehr Verlierer als Gewinner gibt. Er bemüht sich durch das Einflechten von Originalaufnahmen und -schauplätzen auch um grösstmögliche Authentizität, aber gerade weil er so nahe an der Realität ist, irritieren einen als fachkundigen Zuseher dann selbst Kleinigkeiten, wie etwa dass der alternde Baseball-Star (und Ex-Ehemann von Halle Berry) David Justice "nur" von einem Schauspieler verkörpert wird. Man kann das dem Film nicht wirklich zum Vorwurf machen, aber auch hier verliert er im Vergleich zum Buch, wo man lediglich die realen Personen im Kopf hat. Einige der Schauspieler liefern zwar eine recht ordentliche Performance ab (insbesondere der Darsteller von "Picking Machine" Scott Hatteberg hat mir gefallen), andere - und dazu gehören auch Jonah Hill & P.S. Hoffmann - bleiben aber eher blass, was sicherlich auch an ihren Rollen (der eine nerdiger Wirtschaftsabsolvent, der andere ein wortkarger Coach) liegt. Somit wird der Film - nachdem er ja nur eine Handvoll Baseball-Szenen beinhaltet - zwangsläufig zur One-Man-Show für Brad Pitt, ohne dass dieser wirklich brilliert. Am unterhaltsamsten fand ich die Darsteller der alternden Scouts, die in ihrem Aussehen ein Sinnbild für ihr verstaubtes, überholtes Wissen abgeben. Auch die Flashbacks in Billy's eigene Sportler-Karriere fand ich sehr gelungen.

Insgesamt ist "MONEYBALL" (ähnlich wie "MIRACLE - DAS WUNDER VON LAKE PLACID" mit Kurt Russell, welches ich vor einigen Jahren ebenfalls rezensiert habe) auf jeden Fall ein interessanter Sportfilm, einfach aufgrund der interessanten Hintergrundgeschichte & Buchvorlage. Diese wird aber naturgemäss im Buch wesentlich detaillierter aufgearbeitet, beim Film bleibt trotz vieler guter Elemente ein etwas schaler Nachgeschmack. Der halbdokumentarische Stil und die eher leise Gangart des Films verhindern ein echtes "Mitfiebern" - aber für die meisten Europäer ist es ohnehin unbegreiflich wie man beim Baseball "mitfiebern" kann....

Fazit: Neugierige Baseball-Laien mit etwas Sitzfleisch könnten von dem Film positiv überrascht werden, Baseball-Kundige werden das Buch wohl befriedigender finden. Jene die sich einen neuen Aufguss von "Major League" ("Die Indianer von Cleveland") erwartet haben, werden wohl bitter enttäuscht sein.
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5.0 von 5 Sternen Spannend, 25. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball [Blu-ray] (Blu-ray)
ich war mal wieder auf der Suche nach einem guten Samstagabend Film
Um diesen Film bin ich zuerst herumgeeiert. Sportfilm? Dann auch noch Baseball? Brad Pitt?
Mein Frau und ich sind beide nicht unbedingt Fans von Sportfilmen, herausragende Brad Pitt Filme liegen auch schon eine Weile zurück.
Trotzdem gewagt und keineswegs bereut.
Das liegt zum einen daran, dass es eigentlich kein klassischer Sportfilm ist. Eher geht es - einem Wirtschaftsthriller nicht unähnlich- das Geheimnis des Erfolges zu ergründen... und sei es wie hier.. mit unüblichen mathematischen Regeln.
Brad Pitt spielt wunderbar unaufgeregt, stets der Rolle dienend und dadurch auch sehr glaubwürdig. Jonah Hill aber ist die eigentliche Überraschung.
Ihn kannte ich eigentlich nur von Filmen die mit gehobenem Niveau eher wenig zu tun hatten.
Aber hier kaum wieder zu erkennen. Er liefert eine meisterliche Leistung ab.
Philip Seymour Hoffman in einer nur kleinen, aber dafür umso eindringlichen Nebenrolle als wahrlicher Kotzbrocken.

Zusammenfassend war der Film eine völlige Überraschung im positiven Sinn. Spannend, exzellente Schauspielerleistungen, Gute Regie, gute Darsteller.
Ohne Abstriche sehr zu empfehlen
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4.0 von 5 Sternen Die Macht des Geldes brechen, 1. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball (DVD)
>>>Die Oakland Athletics sind ein kleiner Club in der Major League Baseball, ähnlich wie in der Bundesliga Freiburg oder Augsburg(Nichts gegen beide Clubs die leisten hervorragende Arbeit). Der Teammanager der Oakland Athletics Billy Beane(Brad Pitt) muss hilflos mit ansehen wie jedes Jahr die besten Spieler von großen Clubs weggeholt werden. Doch ohne Geld wie soll er da neue Spieler besorgen. Dann lernt er den jungen Computerexperten Peter Brand kennen. Dieser errechnet Prognosen über die Entwicklung von Spielern. So findet er Spieler die andere Clubs nicht wollen und baut mit diesen ein neues Team auf. Scouts und Experten sind geschockt über das neue Team und der Widerstand wächst. Zumal sich das Team eine Niederlage nach der anderen einfängt.<<<
>Die Kunst zu gewinnen – Moneyball< ist ein außergewöhnlicher Film. Er beruht auf wahren Begebenheiten. Das von Peter Brand entwickelte System wurde Anfangs verlacht und nicht ernst genommen. Doch schon kurz nach dem Erfolg der Oakland Athletics, wurde das System der statistischen Erfassung von Spielern, von allen anderen Clubs übernommen. Billy Beane konnte jedoch nie einen Titel gewinnen. Dennoch gilt er als ein Revolutionär in der Major League Baseball. Der Film ist kein typischer Sportfilm wie es sie sonst gibt. Ein Team aus Loosern kämpft und gewinnt den Titel. Sondern er hält sich hier an eine tatsächliche Geschichte. Die Inszenierung ist etwas langatmig aber nicht langweilig. Baseball ist ein Sport der mir wohl immer ein Buch mit sieben Siegeln bleiben wird. Da befinde ich mich in guter Gesellschaft. Dennoch kann ich diesen Film empfehlen.
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