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78 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ian Anderson und Band mit überragender Leistung
Eigentlich ist mit den entsprechenden 5-Sterne-Rezensionen schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem! Aber dieses Spät-Meisterwerk hat es verdient, unzählige Top-Bewertungen zu erhalten. An alle Tull-Liebhaber der vergangenen Jahre, die vielleicht auch ein wenig den Kontakt zur Band verloren haben, richtet sich der dringende Aufruf, dieses Album zu kaufen und...
Veröffentlicht am 4. April 2012 von U.M.

versus
8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Es geht wohl nur um die Texte
Wer auch nur annähernd meint diese Scheibe hätte auch nur irgendwas mit TAAB Nr 1 zu tun wird enttäuscht. Mr. Anderson ist eben auch nicht mehr der jüngste. Die Musik und der Geasng könnten auch den vorangegangenen Soloalben entnommen worden sein. Keine Abwechslung. Total monoton. Keine Überraschungen. Totalausfall! Mag sein, dass die...
Vor 9 Monaten von SFFM veröffentlicht


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78 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ian Anderson und Band mit überragender Leistung, 4. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick 2 (Special Edition) (Audio CD)
Eigentlich ist mit den entsprechenden 5-Sterne-Rezensionen schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem! Aber dieses Spät-Meisterwerk hat es verdient, unzählige Top-Bewertungen zu erhalten. An alle Tull-Liebhaber der vergangenen Jahre, die vielleicht auch ein wenig den Kontakt zur Band verloren haben, richtet sich der dringende Aufruf, dieses Album zu kaufen und zu genießen. Mit TAAB 2 ist es Ian Anderson gelungen, die geniale Musik der 70er wiederauferstehen zu lassen, und zwar in einem modernen Gewand und in brillanter Soundqualität, die Spielfreude schnell auf den Hörer übertragend. Besonders angetan (ohne die Leistung der weiteren guten Musiker schmälern zu wollen) bin ich auch vom Gitarrenspiel des Florian Opahle. Einige Instrumentalpassagen sorgen für das gewisse Kribbeln auf der Haut. Die 53 Minuten Spielzeit sind im Nu verflogen, in Erinnerung bleiben tolle Melodien und ein Querflötensound, der seinesgleichen sucht. Die Vocal-Parts sind so aufgebaut, dass die in die Jahre gekommene Stimme Andersons optimal eingesetzt werden konnte. Auch "live" wird Anderson diese Art des Gesangs sehr gut umsetzen können. TAAB 2 macht gute Laune und gehört in jede CD-Sammlung, die Prog-Rock-Charakter hat. Also: CD kaufen und sich auf die Konzerte freuen...
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Jubiläums-Projekt, 1. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick 2 (Special Edition) (Audio CD)
Ian Andersons Projekt, 40 Jahre nach Veröffentlichung des Prog-Rog-Klassikers und prototypischen Konzeptalbums „Thick as a brick“ einen Nachfolger aufzunehmen, der den Liebling vieler Jethro Tull-Fans musikalisch wie textlich-thematisch fortspinnt, ist so gut gelungen, dass man es kaum glauben mag. Niemals hätte ich, als ich von dem Vorhaben hörte, erwartet, dass es dem virtuosen Songschreiber und Multiinstrumentalisten Anderson gelingen würde, eine solch überzeugende Balance zwischen Zitaten und neuem Material zu finden, den Sound der großen Jethro Tull-Alben so prägnant wiederzubeleben, und zudem so starkes neues Songmaterial zu erdenken.
Das Album funktioniert zwar, anders als der unübertroffene Vorgänger, nicht als pausenlos ineinander übergehende Rock-Sinfonie, sondern besteht weitgehend aus Einzelsongs, aber dennoch werden zentrale Motive, Akkordfolgen und Hook-Lines immer wieder variiert und in verschiedenen Tempi und Charakteristika neu eingewoben, was sowohl ein ziemlich cooles Konzeptalbums-Feeling – wenn es so etwas gibt – als auch einen großen Wiedererkennungswert hervorruft, durch den das Album schon nach wenigen Hördurchgängen sehr zugänglich und gefällig daherkommt. Stilistisch erfindet Anderson mit seiner Crew dabei natürlich das Tullsche Rad nicht neu, sondern orientiert sich – und das ist meiner Meinung nach nicht nur legitim, sondern auch ein großes Qualitätsmerkmal dieses Albums – an bewährten Elementen der Tull-Hochphase der 70er und 80er, wobei er Sound-Elemente verschiedener Alben gelungen mischt: kraftvolles Akkordspiel an der Akustikgitarre, ein vergleichsweise dezenter Flöteneinsatz und das wunderbar akzentuierte Gitarrenspiel des deutschen Martin Barre-Nachfolgers und –Nachahmers Florian Opahle erinnern an „Minstrel in the Gallery“, während das sehr geradlinige Spiel und der knackige Sound der Rhythmusabteilung eher auf „Broadsword“ oder „Crest of a Knave“ zurückverweisen. Insgesamt tendiert der Sound von „Thick as a Brick 2“ deutlich stärker zum rockigen, E-Gitarren-lastigen Ende des Jethro Tull-Sound-Kontinuums als der folkigere und bei aller Eingängigkeit im Ganzen doch vertracktere und, wenn man so will, etwas „anspruchsvollere“ Vorgänger.
Dennoch zeigt etwa das „Pebbles Instrumental“ gleich zu Beginn auf, dass Anderson seine Gabe, stark akzentuierte Passagen in „krummen“ Taktarten zu erfinden, die sich dennoch sofort ins Ohr schmiegen wie ein süßlicher Walzertakt, dabei aber deutlich mehr Dynamik entfalten, nicht verlernt hat. Weitere musikalische Highlights sind die leitmotivisch fungierende, geradlinige Mid-Tempo-Rock-Nummer „Banker Bets, Banker Wins“, das zwischen Melancholie und Rock-Power oszillierende „Swing It Far“ oder das beschwingte „Cosy Corner“ mit seinen marschartigen Bläser-Sounds.
Textlich experimentiert Anderson auf der Scheibe mit dem „Butterfly-Effect“: Er zeichnet fünf mögliche Lebenssituationen nach, die sich durch kleine Zufälle, Begegnungen, unscheinbare Drehungen scheinbar unwichtiger Stellschrauben des Lebens für Gerald Bostock, den fiktiven frühreifen angeblichen Verfasser des „Thick as a Brick“-Originaltextes hätten ergeben können: Dabei präsentiert Anderson Gerald als Banker, als Obdachlosen, Soldaten, Priester und normalen Trottel von nebenan. So gelingt ihm eine sehr schöne, wenn auch natürlich extrem typisierende lyrische Ausgestaltung des Gedankens, dass wir uns in unserem Leben permanent irgendwo auf dem unübersichtlichen Kontinuum zwischen Selbst- und Fremdbestimmung, zwischen Zufallsabhängigkeit und Schicksal bewegen.
Ich bin wirklich mehr als positiv überrascht von der Frische, die dieses Album ausstrahlt. Anders als andere Tull- oder Anderson-Projekte nach dem letzten großen Highlight „Crest of a Knave“ Mitte der 80er könnte sich „Thick as a Brick 2“ locker in die Reihe der großen Alben der 70er einfügen, ohne in irgendeiner Weise als einer Epoche zugehörig aufzufallen, in der es scheinbar immer schwieriger wird, noch authentische Rock-Musik zu machen. Respekt, Mr Anderson!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das konnte man nie und nimmer erwarten!, 1. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Taab2: Thick As A Brick 2 (Audio CD)
Ich will hier gar nicht so viel schreiben und mich einfach kurz fassen. Jethro Tulls Musik hat mich über viele Jahre begleitet, begeistert, mit ihr bin ich groß geworden, Aber seit vielen Jahren bin ich träge geworden und kaufe ich mir keine Tull CDs mehr, einmal/zweimal anhören, das reichte. Nur die alten LPs laufen immer wieder.
Ich wollte mir diese CD eigentlich auch nicht kaufen, aber die Story hinter der CD hat mich interessiert und die Kritiken hier und woanders im Netz waren vielversprechend. Also habe ich mir die CD (vorab ungehört) bestellt. Und?

Das Album ist sensationell, sie läuft bei mir auf der Anlage und unterwegs im mp3-Player regelmäßig "heiss". Sie ist so gut, dass ich Ian mit seinen neuen Tulls dieses Jahr unbedingt wieder sehen muss. Ich kann es kaum erwarten, ich habe das große Glück, er spielt dieses Jahr auf dem Herzberg, meinem Lieblingsfestival. Ich "lehne mich sogar noch ein wenig weiter aus dem Fenster", ich sage TAAB2 hat das Niveau von Heavy Horses, Songs from the wood, TAAB und den anderen frühen Klassikern.

Zuletzt noch ein Tipp: Unbedingt die Version plus DVD kaufen. Toller Film über die Aufnahmen zum Album und zudem die Texte in viele Sprachen übersetzt.
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39 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Lebendiger denn je!" - Teil 1, 2 und 3, 30. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick 2 (Special Edition) (Audio CD)
"Lebendiger denn je!" - Teil 1 am 30. April

Veröffentlichung angekündigt für 30.3.2012, vorbestellt am 26.3., geliefert bekommen am 29.3. Besser geht's nicht.

Bis jetzt habe ich die Platte über 30 Mal gehört und kann nur sagen: Ich liebe sie. Und das vom ersten Mal an. Der spontane Impuls nach dem ersten Anhören war: sofort nochmal hören! Und dann nochmal. Und dann ... So krass habe ich das bei einer neuen Platte noch nie erlebt. Das Extrem waren 6x komplett Anhören an einem Tag: nachmittags 2x im Atelier, 1x abends mit der 'großen, guten' Stereoanlage und dann noch 3x direkt hintereinander weg in der Nacht als bessere Alternative zum Wachliegen. So langsam bin ich wirklich vertraut mit ihr. Mittlerweile ist sie ein fester Teil von mir geworden. Da melde ich mich nun auch einmal zu Wort.

Naturgemäß stellen meine Ausführungen hier nichts anderes als meine persönliche und subjektive Einschätzung und Meinung dar. Wenn ich die bisherigen Statements so lese, habe ich das Gefühl, dass man es sich manchmal auch unnötig schwer machen kann. Letztlich geht es hier doch um nicht mehr als ein Stück Unterhaltung. Um Musik. Entspannung. Nicht mehr und nicht weniger. Da muss man es doch nicht so derartig bierernst nehmen, wie es teilweise rüberkommt.

TAAB2 gehört für mich zum Hörenswertesten, was in letzter Zeit veröffentlicht worden ist. Ich persönlich (56 Jahre alt) bin Tullianer, seitdem ich TAAB zum ersten Mal hörte. Ich werd es nie vergessen: Auf einer Party im Sommer 1972 wurde auf einmal eine Platte aufgelegt, wie ich sie bis dahin noch nicht gehört hatte. Ich stand wie vom Donner gerührt auf der Tanzfläche. Das war meine Begegnung mit Jethro Tull und Ian Anderson. Seitdem gehört seine Musik zu meinen Alltime-Favourites. Neun Mal war ich in Konzerten und werde auch im Mai wieder eines besuchen. Außerdem: Wer weiß, wie oft man Ian Anderson und Jethro Tull (in welcher Besetzung auch immer) überhaupt noch live erleben kann? Also nix wie hin! Meine Tickets liegen schon seit 4 Wochen bereit.

Ich freue mich riesig darauf, die beiden Teile zusammen live erleben zu können. Bewusst nehme ich keine Wertung der verschiedenen Alben vor. Ich liebe sie alle. Jedes hat seinen ganz eigenen Reiz. Und die Tatsache, dass sie stilistisch im Laufe der Jahre durchaus differierten, ist für mich eher ein Indiz für Andersons Vielseitigkeit und Entwicklungsfähigkeit. Das schließt seine Soloprojekte ein.

Für mich schließt sich mit TAAB2 jetzt auch stilistisch ein Kreis und ich freue mich über dieses 'Back to the roots'. Ich sehe darin keine Einfallslosigkeit. Es ist für mich ein Album, dass sich prima an TAAB anschließt und mit seinen Zitaten eine gelungene Verbindung herstellt. Dabei kann es sich als eigenständiges Album durchaus daneben behaupten. Bei den Zitaten kommt auch der Humor nicht zu kurz. Es spricht für seine Reife sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Ein reine Wiederholung das Alten hätten wir doch gar nicht gewollt.

TAAB2 ist für mich so ein richtiges 'Wohlfühlalbum'. Man wird mit der Musik sehr schnell warm. Das fällt natürlich auch deshalb leicht, weil es so richtig typische Tull-Musik ist. Die Musik hat Kraft und Ausdruck. Sie grooved. Gute Tempowechsel: sanft und fast poetisch und dann wieder richtig rockig! So mag ich's. Und offensichtlich bin ich da nicht alleine. Die verschiedenen Instrumente kommen gut zur Wirkung. Das spricht auch für eine gute Arbeit im Tonstudio beim Abmischen.

Was Ian Andersons Stimme anbetrifft, so mochte ich sie immer und mag sie noch. Ich mag ihr warmes Timbre und kann einfach nicht bestätigen, dass sie so furchtbar schlecht geworden ist. Diese Beurteilung ist doch sowieso subjektiv und kaum objektiv messbar. Außerdem will ich mir durch solche (akademischen) Gedankenspielereien auch gar nicht den Spaß verderben lassen und auch nicht selbst verderben. Eine Stimme verändert sich nun einmal im Laufe eines Lebens. Wäre es den Stimmkritikern lieber, er hätte seine musikalisch künstlerische Tätigkeit eingestellt? Mir nicht!

Okay, auch für mich gehört Martin Barre einfach zu Jethro Tull dazu. Gar keine Frage. Auch die ganze Besetzung der letzten Jahre hat einfach gepasst und war gut. Aber es handelt sich ja hier um ein Soloprojekt. Da haben ja sonst auch andere Musiker mitgespielt. Florian Opahle habe ich auch schon zwei mal gesehen und muss sagen: Er ist klasse. Der 'Junge' passt nahtlos und fügt sich perfekt ein. Er ist erstaunlich reif für sein Alter. Und vielseitig ist er. Auch mit waschechtem Blues oder Flamenco hat er mich schon überzeugt und begeistert.

Natürlich frage auch ich mich, warum gerade dieses Projekt eine Soloaktion ist und kein normales Projekt von Jethro Tull, was eigentlich logisch wäre. Aber die Spekulationen sind hier einfach müßig, weil sie nichts ändern. Und mal ehrlich: Würde diese Scheibe in der Originlbesetzung soo viel anders klingen? Ich hab' da die vielleicht für manchen etwas ketzerische vorsichtige Vermutung, dass man da möglicherweise sogar keinen nennenswerten Unterschied hören würde. Also was soll's?! Wir müssen es eh nehmen, wie er es uns vorsetzt. Und es hätte schlechter kommen können - viiieel schlechter!

Schön, wenn da jemand auch in fortgeschrittenem Alter (oder vielleicht auch aufgrund?) nicht nur einfach seine alte erfolgsichere Nummer durchzieht, sondern ein echtes inhaltliches Konzept erstellt und konsequent umsetzt! Auch wenn auf der LP damals nur zwei Stücke gepresst waren, so beinhalteten diese ja doch auch mehrere unterschiedliche Elemente, inhaltlich und musikalisch. Da waren im Grunde einfach mehrere Stücke direkt hintereinander gesetzt. Dass die Angelegenheit dadurch zu einem homogenen Ganzen wurde, war natürlich eine gute Sache, keine Frage.

Die Rezension von 'Gerald Bostok' vom 6. April kann ich hier so uneingeschränkt übernehmen: 'Ian Anderson ist ein wundervolles Album gelungen, das alles bietet, was auch seine besten Werke aus den 70er Jahren ausmachte: Starkes Songwriting, exzellente, bisweilen komplexe Arrangements und musikalische Virtuosität. Ein Album, prallgefüllt mit spannenden musikalischen Erlebnissen und wunderbar erzählten Geschichten - progressiv, ohne dabei prätentiös zu sein. Ein spätes Meisterwerk'. So isses - super formuliert!

Die Ausstattung mit CD und DVD finde ich gelungen, auch angesichts des moderaten Preises. Das ist doch mal was: die Texte in verschiedenen Sprachen beigefügt. Das erleichtert den Zugang doch wirklich. Und verschiedene Musik-Dateiformate sind doch auch ein gutes Angebot.

Ian Anderson und Jethro Tull sind lebendiger denn je. Gereift wie ein guter Wein. Gibt es eigentlich ein besseres Statement als: Ich liebe diese Musik. Sie tut mir gut. Ein schöneres Kompliment kann man einem Musiker doch kaum machen. Für mich ist diese Scheibe schon jetzt ein echtes Highlight in 2012. Deshalb von mir ganz klare 5 Sterne!

"Lebendiger denn je!" - Teil 2 am 5. Juni

In meiner ersten Rezension schrieb ich: "Wer weiß, wie oft man Ian Anderson und Jethro Tull (in welcher Besetzung auch immer) überhaupt noch live erleben kann? Also nix wie hin! Meine Tickets liegen schon seit 4 Wochen bereit."

Nun, das Konzert am 23. Mai in Hamm in der Alfred Fischer-Halle, einem ehemaligen Zechengebäude, ist gelaufen und ich habe das Erlebte "sacken gelassen".

Mein Kommentar dazu: Siehe oben! Es stimmt: Lebendiger denn je! Das trifft sowohl auf die Musik als auch auf Ian Anderson zu. Sein Bühnenauftritt war lebendig - keine Frage. Der Musikgenuss war groß, denn die Soundanlage war hervorragend und exzellent ausgesteuert. Die Instrumente bzw. die Töne standen kristallklar im Raum. Das hat Spaß gemacht.

Das Konzept der Veranstaltung war ebenso einfach wie stimmig: TAAB Teil 1, Pause, TAAB Teil 2. Fertig. Ausnahmsweise waren mein Freund und ich einmal ohne Zugaben zufrieden. Die waren hier gar nicht unbedingt nötig.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Normalerweise kann ich in einem Tull-Konzert nicht genug kriegen. Da mache ich gewiss keine Ausnahme. Aber hier war das etwas anderes. Das Konzept war in Ordnung so und tragfähig.

Geschickt war der Einsatz des jungen Sängers Ryan O'Donnell. Zum Einen musste Anderson so seine Stimme nicht überbeanspruchen. Sie wird eben, wie er auch, im August 65 Jahre alt. Und das hört man hier und da. Längst nicht immer, aber manchmal eben schon. Macht aber nichts! Es ist auch einfach nicht fair, die Stimme eines 64-Jährigen mit der eines 24-Jährigen zu vergleichen.

Der zweite Grund für dessen geglückten Einsatz ist darin zu suchen, dass Ian Anderson gerade im ersten Teil 1972 sehr viel im Alleingang gemacht hat, was dann im Tonstudio später zusammen gemischt wurde. Und da es eben schwer ist, gleichzeitig zu singen und Flöte zu spielen, musste hier sowieso eine Lösung gefunden werden, wollte man die Musik möglichst naturgetreu wiedergeben. Und das ist auf diese Weise gut gelungen.

Die Musik ist und bleibt lebendig. Das ist das Entscheidende. Und da bin ich froh, wenn er noch nicht in Rente geht. Die Musik ist ein Erlebnis, weil sie intelligent ist. Nicht nur einfach laut. Er beherrscht auch die leisen und die Zwischentöne. Ich gehöre unter anderem zu der Fraktion, die auch seine Soloalben schätzt, wie "Divinities - Twelve Dances With God", 1995, "The Secret Language of Birds", 2000 und "Rupi's Dance", 2003.

"Thick As A Brick 2" ist eine Art Resümee des Gesamtwerks von Jethro Tull, bei dem einem manches sehr bekannt vorkommt. Die Zitate aus TAAB 1 schaffen die Verbindung, aber es gibt da eben noch weitere Anknüpfungspunkte zu den anderen Platten. Für mich zeigt sich hier der enorme Reifungsprozess des Komponisten und Musikers. Mittlerweile hab ich die CD locker über 70 Mal gehört. Sie wird nicht langweilig.

Mit der brillanten Begleitband war das Konzert ein eindrucksvolles Erlebnis, dass man in der Form so wohl nicht mehr oft geboten bekommen wird. Wie lange habe ich mir gewünscht, einmal TAAB 1 komplett auf der Bühne zu erleben. Und jetzt gibt es das sogar im Gesamtpaket mit der Fortsetzung. Besser geht's nicht.

Das einzige, was mir dann noch zu meinem Glück fehlt, ist ein DVD-Mitschnitt einer der Shows der Welttournee noch passend zu Weihnachten. Das wäre wirklich ein echter Knaller. Warten wir's ab.

Wer keine Möglichkeit hat, eines der Konzerte zu besuchen, dem seien beide CDs wärmstens ans Herz gelegt. Das absolut Beste ist es, beide Platten direkt hintereinander zu genießen. Mit einer hervorragenden Hifi-Anlage und ebensolchen Kopfhörern. Dazu ein Gläschen guten Roten, und der Abend ist gelungen.

Also: Beide CDs kaufen, am besten gleich doppelt, damit Ersatz da ist, wenn der erste Satz abgenudelt ist. ;-) Oder noch mehr, damit man noch welche weiterverschenken kann.

"Lebendiger denn je!" - Teil 3 am 27. November

In meiner letzten Rezension schrieb ich: Das Konzept der Veranstaltung war ebenso einfach wie stimmig: TAAB Teil 1, Pause, TAAB Teil 2. Fertig. Ausnahmsweise waren mein Freund und ich einmal ohne Zugaben zufrieden. Die waren hier gar nicht unbedingt nötig. Um nicht falsch verstanden zu werden: Normalerweise kann ich in einem Tull-Konzert nicht genug kriegen. Da mache ich gewiss keine Ausnahme. Aber hier war das etwas anderes. Das Konzept war in Ordnung so und tragfähig.

Nun hatte ich die Gelegenheit, das herrliche Programm am 21. November in Osnabrück noch einmal zu erleben. Und wieder hat es mich begeistert. Wie oft ich die LPs/CDs inzwischen gehört habe, kann ich nicht mehr sagen. Bei TAAB1 sowieso nicht. Die LP mit der Zeitung habe ich mir ja direkt 1972 gekauft. Später dann noch eine zweite LP, um das alte "Original" zu schonen, und dann später die CD mit Live-Bonusmaterial und Interview in einer Box mit Zeitungsnachdruck.

Die Atmosphäre in Osnabrück war sehr positiv. Im Anschluss an das Konzert hörten die Leute dann einfach nicht auf zu klatschen. Da war eine richtige Entschlossenheit zu spüren. Anscheinend auch für Ian Anderson & Co. Jedenfalls kamen sie nach einigen Minuten wieder zurück und spielten noch Locomotive Breath als Zugabe. Auch wenn das Konzept solo wirklich stimmig und ausreichend ist, haben wir uns doch sehr gefreut. Und wer weiß, vielleicht bin ich ja im nächsten Jahr auch noch ein weiteres Mal dabei?

Jetzt, wo das Jahr sich so langsam dem Ende zuneigt, stelle ich fest, dass die Veröffentlichung von TAAB2 für mich in diesem Jahr definitiv der musikalische Höhepunkt war. Deswegen hier noch einmal eine ganz klare Kaufempfehlung mit Höchstwertung.

Dann schrieb ich noch: Das einzige, was mir dann noch zu meinem Glück fehlt, ist ein DVD-Mitschnitt einer der Shows der Welttournee noch passend zu Weihnachten. Das wäre wirklich ein echter Knaller. Warten wir's ab. Nun, im Moment sieht es leider nicht danach aus. Aber vielleicht kommt ja in 2013 doch noch etwas. Ganz nach dem Motto: "Lebendiger denn je!" In diesem Sinne: Bis bald?!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mensch Ian, das war nicht schlecht..., 17. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Taab2: Thick As A Brick 2 (Audio CD)
Habe mir die TAAB2 mit einer gewissen Skepsis bestellt. Wenn gealterte Rock-Barden noch einmal nachlegen, muß das nicht immer wirklich gut sein.
Das ist aber bei der Neuauflage von Jethro Tulls "Thick as a Brick" nicht der Fall. Der gute Ian Anderson hat es mit einer Gruppe von exzellenten Musikern geschafft, die Stimmung des damaligen Knüllers TAAB1 einzufangen, aber zeitgemäß zu variieren und neue Themen hinzuzufügen. Das klingt wirklich frisch und umfaßt eine erstaunliche Bandbreite von eher rockigen Passagen bis zu intelligenten Ton-Kabinettstückchen und das oft in einem Song kombiniert. Ich mag das einfach.
TAAB2 ist aus meiner Sicht gute, intelligente Musik von Profis, die ihr Handwerk wirklich verstehen und es nicht nötig haben, sich divenhaft in den Vordergrund zu spielen. Vielleicht war die erste TAAB aufregender, weil der progressive Rock damals erst entstand aber klanglich und kompositorisch finde ich TAAB2 stärker. Die Ton-Qualität ist übrigens exzellent.
Fazit: Hier kann man durchaus auch als Nicht-Jethro-Tull-Fan zuschlagen. Vielleicht legt Ian Anderson ja nun doch noch einmal nach, ich würde es mir wünschen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man muss es unabhängig sehen... und hören..., 1. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick 2 (Special Edition) (Audio CD)
Ich musste erstmal dieses Werk drei Wochen intensiv durchhören, um mir überhaupt dazu eine Meinung bilden zu können.

Erstmal vorweg:

Es sind sieben echte "Songperlen" auf dieser CD drauf; unabhängig vom bewährten "Jethro-Tull-Sound" und den Erwartungen, die man als Fan daran hat. Diese sind (man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen):

1. Banker Bets, Banker Wins (schöner einsaitiger Riff, der sich später auch auf anderen Songs oft wiederholt)
2. Adrift And Dumfounded
3. Wootton Bassett Town
4. Power And Spirit
5. Shunt And Shuffle (klassisch JT ! Locomotive Breath Part II))
6. A Change Of Horses (einmalig gut, sehr filigran mit Akkordeon )
7. Kismet In Surburbia (fast, wirklich nur "fast" wie Locomotive Breath Part III)

Diese Song-Menge hätte früher ein ganzes Album gefüllt...

Jeder einzelne Song ist derart hochklassig, dass ich persönlich erstmal gar nicht an den alten Klassiker von 1972 denke. Sie sind so gut, dass ich 6 Sterne vergeben könnte. Allesamt haben die Songs gemeinsame Erkennungsmerkmale und sind dennoch für sich allein Meisterstücke. Dies ist also ein sogenanntes Konzeptalbum, aber ich glaube aus meiner Sicht nicht, dass Ian Anderson Ambitionen gehabt hat, das ursprüngliche "TAAB" zu kopieren.
Und es wird von mir auch so nicht gewertet...

Die übrigen sich sprichwörtlich "einnistenden" Songbeiträge weisen ebenso echte "Jethro-Tull-Merkmale" auf, so dass das Album insgesamt bei mir sehr gut wegkommt. Immer wieder ist man geneigt, genau hinzuhören. Ein sehr schönes Werk, das uns da musikalisch geboten wird.

Die immer wieder gerne geäußerten kritischen Hinweise zu Ian Andersons Stimmenverfall kann ich nur bedingt teilen. Klar, man hört sein Alter, und dass daher öfters mit elektronischen Mitteln (Vocoder) nachgeholfen wird, empfinde ich nicht als problematisch und auch nicht als Makel. Schließlich wurde diese technische Verfahrensweise auch z. B. auf "This Was" oder "Aqualung" schon damals praktiziert. Das gibt den Songs eine historische Note...

Insgesamt ist "TAAB 2" sehr gut umgesetzt, und man hat beim Hören den Eindruck, es soll gar nicht genauso klingen wie damals. Bis auf wenige aufblitzende kurze Einlagen von alten Melodien des Ursprungs-Albums.

Ian Anderson hat hier was durchaus Neues geschaffen, und das geht fürwahr als neue CD von Jethro Tull durch, auf die eigentlich alle Fans und Musikfreunde gewartet haben müssten !

Ein Album, das man unabhängig von den bisherigen Veröffentlichungen sehen sollte.

Viel besser geht die Musik von Jethro Tull eigentlich nicht...
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47 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein nicht für möglich gehaltener Traum, 30. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick 2 (Special Edition) (Audio CD)
Thick as a Brick ist das große Meisterwerk von Jethro Tull von 1972, für mich persönlich noch deutlich vor Aqualung und Songs from the Wood. Die Idee, davon einen zweiten Teil zu machen, schwirrte schon mal in Ian Andersons Kopf, wenn man einem früheren Interview glauben mag. Erst eine Anfrage von Derek Shulman von Gentle Giant soll diesen Gedanken bei Ian entschlussfähig gemacht haben.
Jetzt wissen wir alle, dass Ian 1972 es allen Kritikern mal so richtig gegeben hat, die Aqualung noch als ein Konzeptalbum bezeichneten. Er entwarf die Geschichte um Gerald Bostock, der einen Kinderautorenwettbewerb gewann, dessen Eltern aber mit seinem Alter gelogen hatten ( 10 anstatt 8), so dass er disqualifiziert wurde. Dessen disqualifizierte eingereichte Geschichte wurde dann von Jethro Tull verwertet, was dann den Co-Autor Gerald Bostock auf das neue Jethro Tull brachte. Viele hatten damals nicht geglaubt oder gewusst, dass das ein fiktiver Charakter war und alles von Ian Anderson erdacht wurde.
Ian schwebte bei seinem zweiten Teil jedoch nicht vor, noch mal so eine humorvolle und surreale Geschichte zu schreiben, so wie man es oft bei Filmfortsetzungen bekommt. Seine Idee war, das Leben Gerald Bostocks nach 2012 zu bringen, der jetzt inzwischen 50 Jahre alt ist, und dabei die Frage aufzuwerfen, wie es ihm in seinem Leben widerfahren sein möge. Genauso, wie sich mancher fragt, an welcher Stelle seines Lebens hätte es für ihn anders laufen können und wäre nicht das geworden, was er jetzt ist, sondern Banker, Politiker, Penner etc. Thematisch war Ian Anderson also raus aus der Nummer, irgendwie noch mal das Gleiche wie vor 40 Jahren zu machen.

Das Wichtigste ist jedoch die Frage nach der Musik. Da hatte ich ehrlich gesagt die größte Sorge, ob es überhaupt noch funktioniert. Und wenn man Ians letzte 10 bis 15 Jahre kennt, durfte man durchaus Zweifel haben. Mein für mich letztes wirklich sehr gutes Album war Roots to Branches von 1995 (!) Auch wenn ich die späteren Projekte Secret Language of Birds und Rupis Dance sehr schätze, auch das Christmas Album hat wunderschöne Momente, aber viel kam da nicht mehr im Tull-Katalog. Jethro Tull??? Ja, für mich ist das hier ein Jethro Tull Album, obwohl Martin Barre nicht mitwirkt. So sehr mich das schmerzt, dass der langjährige Weggefährte nicht auf dem Album mitwirkt, so sehr muss man doch konstatieren, dass kaum ein Album der letzten 25 Jahre mehr nach Jethro Tull klingt wie TAAB 2. Das wird u.a. auch daran liegen, dass die Aufnahmen mit den klassischen Tullinstrumenten vollzogen wurden, Akustische Gitarre, Flöte, elektrische Gitarre, Drums und die wunderbare Hammondorgel. Ich empfehle sehr, sich dieses neue Meisterwerk in einem Guss zu hören und verzichte daher auf Anspieltipps, obwohl es mit Banker Bets, Banker wins, Adrift and Dumfounded und mit A Change of Horses durchaus Höhepunkte gibt. Musikalische Zitate aus Thick as a Brick gibt es, aber es sind eher wenige und mit einem Augenzwinkern. Der Auftakt von TAAB 2 geht mit dem Wind von Seite 2 vom Originalalbum los, der Old School Song hat einen Lauf der Hammondorgel, welcher stark an "I come down from the upper Class" erinnert.
Manche musikalische Themen werden nicht nur in einem Part verwendet, insbesondere der Gitarrenlauf von Adrift and Dumfounded. Ich habe jetzt den dritten Durchlauf der CD und kann nicht genug bekommen. Andersons Stimme, die man in den letzten Jahren auch durchaus kritisieren durfte, ist ziemlich geschmeidig, sein Flötenspiel hat alle die Merkmale, die man an ihm so schätzt und die er in den letzten Jahren auch eher sparsam eingesetzt hatte.
Ich bin jetzt schon restlos begeistert und wer erwartet, dass TAAB 2 ein Abklatsch vom Originalalbum ist, der hat weit gefehlt. Es ist ein komplettes Stück Musik mit sehr eigenständigen Kompositionen. Es empfiehlt sich, dass alles in einem Guss zu hören, von MP3 rate ich ab, es sei denn man bekommt das hin, dass man die Unterbrechungen nicht hört. Da werde ich mir für meinen Player noch was einfallen lassen müssen, weil ich das auch in meinem Urlaub in einem Guss hören möchte. Das Album hat auch ordentlich Dampf und wer meint, Shunt and Shuffle hat was von Locomotive Breath, wird da nicht falsch liegen.

Ich empfehle auch aus preislicher Sicht die Special Edition. Den 5.1 Sound habe ich mir noch nicht gegeben, weil meine alte Stereoanlage klanglich weit vor meinem Dolby Surround System steht. Der Jethro Tull Fan kann blind zugreifen, allen anderen sei gesagt, dass auch sie eigentlich nichts falsch machen können, sie bekommen dann mal was wirklich Neues und darüber hinaus schöne komplexe Musik mit sehr intelligenten Texten.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unverändert - unvergleichlich gut!!!!!!!!!!, 22. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Taab2: Thick As A Brick 2 (Audio CD)
Dass es von dieser Gruppe noch ein derartiges Werk geben würde, hatte ich nicht zu hoffen gewagt.
Alles ist wie es war, unterschiedliche Songs, viele sehr ruhig, tolle Stimme und tolle Flöte,
Musikherz was willst du mehr.
Haben andere wie Mike Oldfield oder Pink Floyd einfach alte Titel neu aufgenommen und so eine neue CD herausgebracht, hat es Jethro Tull geschafft, neue tolle Musik im alten Stil zu schaffen.
Ähnlich wie Yes im Vorjahr.
Diese CD ist ein MUSS für alle Fans der Rockmusik der 70iger und 80iger Jahre, obwohl man schon den modernen etwas ruhigeren Stil des Jahres 2012 bei dieser CD spürt.
Schön wenn sich die alten Helden der 70iger Jahre an so ein Projekt herantrauen und noch viel schöner für deren langjährige Fans.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gutes Album in Jethro Tull Manier!, 23. März 2013
Von 
Bernd Floyd "Kinkdyolf" (Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Thick As a Brick 2 (Special Edition) (Audio CD)
Nach dem Erscheinen dieser von Ian Anderson ohne seine Jethro Tull Gefährten herausgebrachten CD, habe ich mir das Werk sofort gekauft. Und erst jetzt äußere ich mich zu TAAB II, denn ich kann sagen, dass die CD nicht in meinem CD-Regal verstaubt. Die CD gefiel mir sofort. Ich trat mein Hörerlebnis aber auch nicht mit der Erwartung an, nun wieder den Klassiker von aus den 70zigern vorgesetzt zu bekommen. TAAB I besitze ich als CD und als LP mit der legendären Zeitungsausgabe. TAAB II ist meines Erachtens anders und doch auch tatsächlich eine Fortsetzung. Musikalisch wirkt es insgesamt ruhiger und abgeklärter als der Vorgänger. Es klingt aber dennoch absolut nach Jethro Tull. Meine Lieblingssongs und damit auch meine Anspieltipps sind "Pebble Instrumental", "Banker Bets, Banker Wins", "Wootton Bassett Town" und "Old School Song". Der kurze Song "Cosy Corner" erinnert mich etwas an einem Auszug aus "A Passion Play". Sehr gefällt mir, die Einteilung von 17 einzelnen Stücken. So kann man tatsächlich auch mal seine Lieblingspassagen auswählen. Die LP + CD bot ja bekannter weise ausschließlich zwei Stücke als Longplayer an. Das hatte gewiss auch etwas, aber man konnte halt nur schlecht eine Passage gezielt auswählen. Das Cover ist wunderbar gestaltet. Es ist ein sehr gutes und entspanntes Album geworden, dem ich als alter Jethro Tull Begleiter gerne meine fünf Sterne gebe.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reminiszenz, aber keine Kopie, 23. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Taab2: Thick As A Brick 2 (Audio CD)
Als einer, der mit 'Thick As A Brick' groß geworden ist und der dieses Album als eines seiner Rock-"Erweckungserlebnisse" ansieht, war ich natürlich etwas skeptisch, ob man nach so langer Zeit an dieses Meisterwerk anknüpfen kann. Ein paar hier vertretene negative, meines Erachtens aber auch gegenüber dem Hauptprotagonisten recht respektlose Rezis haben mich veranlasst, bei TAAB2 besonders genau hinzuhören.
Das habe ich jetzt getan und sage nur so viel: Eine würdige Fortsetzung, eine Fülle großartiger Einfälle und Melodien, ein perfekter Seventies-Sound, musikalische und handwerkliche Meisterschaft und immense Spielfreude - alles ist hier vertreten. Ian Anderson, der letzten Endes Jethro Tull so sehr verkörpert wie Lemmy Motörhead, verwaltet sein Erbe mit ungeheurer Souveränität und so viel freiem Gestaltungswillen, wie es ihm zusteht.
Wer daran etwas zu bekritteln hat, hat höchstens mein nachsichtiges Mitgefühl. Ich wollte, alle 'Rock-Pensionäre' wären so vital, kreativ, unverbraucht und einfallsreich wie der gute Ian Anderson. Ich ziehe meinen Hut und danke für diesen Trip in meine Jugend. Und für eine Scheibe, die auch heute völlig relevant ist. Wundervoll!
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