summersale2015 Hier klicken mrp_family studentsignup Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More praktisch Kühlen und Gefrieren Shop Kindle Shop Kindle SummerSale

Kundenrezensionen

170
3,0 von 5 Sternen
The Tree of Life
Format: DVDÄndern
Preis:5,99 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

172 von 193 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Es ist die Stimme der Mutter(Jessica Chastain), die das Gute verkörpert. Sie würde alles für ihre drei Söhne tun. Als einer, im Alter von 19 Jahren stirbt, ist das der Beginn von Terence Malicks -The Tree of Life-. Was dann 138 Minuten über den Bildschirm flimmert, ist kein Film im eingentlichen Sinne. Wenn sie sich vorstellen können, alle Erinnerungen ihres Lebens, lose und unsortiert; vielleicht so wie in dem sprichwörtlichen Film der an einem vorbeizieht, bevor man stirbt, auf eine Filmrolle zu knallen, und dabei die Stimmen der Hauptdarsteller "ihres eigenen Lebens" als Erzähler zu hören, dann sind sie ziemlich nah dran an -The -Tree of Life-. Dass, und wie dieser Film die Zuschauer spaltet, lässt sich allein schon daran erkennen, dass es bisher auf Amazon noch keine 3-Sterne-Bewertung gibt. Also: Ich werde versuchen, ihnen zu erklären, was sie erwartet und gleichzeitig eine Warnung an alle aussprechen, die diesem cineastischen Rundumschlag vermutlich nicht standhalten werden. Los gehts:

Jack wächst als ältester Sohn der Familie O'Brien auf. Die drei Söhne leiden unter dem strengen Vater(Brad Pitt) und genießen die umfassende Liebe ihrer fürsorgenden Mutter. Zusammen gehen sie von Anfang an durchs Leben. Jeder allein, aber doch ganz eng an die Geschwister und Eltern gebunden. Das geht manchmal gut, manchmal schlecht, und manchmal gar nicht. Vor allem Jack rebelliert gegen den Vater und tut Dinge, die ihm selbst zuwider sind. Als Kind kann er sich nichts davon erklären. Später, im Rückblick aus Sicht des Erwachsenen, wird ihm klar, was er erleben durfte...und was er verschenkt hat...

Terence Malick macht es nun mal nicht ohne Berge von Metaphern, Heerscharen von Symbolen, einer religiösen Botschaft, Zwiesprache mit Gott und der Geschichte der Erde und des Universums im Schnelldurchlauf mit Unterstützung von Chorälen, Sphärenklängen und Klassischer Musik. Zwischen explodierenden Galaxien und sterbenden Sauriern fragt man sich da: Ist das große Kunst? Ist das Stilbildend? Ist das vielleicht das ganz große ultimative Kino? Oder ist es Schrott? Ich habe keine Ahnung. Wer weiß, vielleicht erkennen sie den Kern des Pudels, oder aber: Es gibt gar keinen. Ich will ehrlich sein: Mir ist das auch egal. Was für mich bei -The Tree of Life- zählt, das sind Kameraeinstellungen, die eben nur Terence Malick bringt. Das sind Bilder von hypnotischer Kraft, die Lars von Trier oder Lasse Halström auch nur an ihren besten Tagen zustande bringen. Und es sind die Schauspielleistungen einer Jessica Chastain, die mythengleich die Figur der Urmutter und damit wichtigsten Figur in unser aller Leben, mit traumwandlerischer Sicherheit auf die Filmrolle bannt. Unterstützt wird sie dabei von einem ganz starken Schauspielensemble und eben Terence Malick, der alles anders macht, als andere.

-The Tree of Life- ist ein Film für stille Stunden. Für Besinnung und Ruhe. Ein Schwergewicht, das nicht leicht zu konsumieren ist. Es gibt keine Action, keinen leicht erkennbaren Sinn hinter all diesen Bildern. Genau da liegen die Parallelen zwischen Malicks Film und dem "richtigen Leben". Ob das so ist oder nicht, ist nur eine Vermutung von mir; ich habe den Film jedenfalls so empfunden. Sie dürfen und müssen das natürlich mal wieder selbst entscheiden. Schalten sie nach zehn Minuten ab, schütteln sie den Kopf, oder ärgern sie sich, dass sie das Geld für die DVD oder die Leihgebühr in der Videothek "verzockt" haben. Doch wer weiß...vielleicht kommt es ja auch ganz anders. Mag sein, dass sie diese Bilder mögen. Eventuell an ihre Kindheit zurückdenken, oder sich nur ein paar Gedanken über den Sinn des Lebens machen. Wenn Malick das hinbekommen hat, dann hat das Medium Film seine Schuldigkeit getan. Und bitte...sagen sie hinterher nicht, ich hätte sie nicht gewarnt!
99 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Terrence Malick ist hier ein Meisterwerk geglückt, welches den Zuschauer sicherlich auch noch in 100 Jahren tief berühren wird. Die spirituelle, transzendente Dimension, die sich in den existenziellen Fragestellungen des Lebens einer Familie ausdrückt, ist wunderbar zum Klingen gebracht worden: Wie sollen wir leben, geht es (primär) um Hingabe oder um Kampf? Was ist der Preis des Überlebenskampfes, was ist der Lohn der Sanftmut? Ist Schmerz unausweichlich? Wo finden wir Trost und am Ende Frieden? Die Bilder und treffenden Dialoge aktivieren die eigenen Kindheitserinnerungen in sicherlich vielen Zuschauern, man ist berührt und erschüttert über die Ambivalenz des Lebens: Das Kind, gefangen zwischen Liebe (Treue) und Hass gegenüber den eigenen Eltern. Die Erfahrung der Schuld beim ersten Diebstahl, die unerträgliche Spannung, wenn der Impuls des Bösen in uns aufsteigt. Mallick versteht es einfach grandios, all diese Emotionen und geistigen Bewegungen in Bild und Ton (Dialoge und Kommentare aus dem Off sowie die Musik) darzustellen. Natürlich muss man sehen: Hier ist der Zuschauer ganz anders gefordert, denn es braucht Muße und innere Stille, um die Bilder zu sich sprechen lassen zu können. Die anstrengende hochfrequente Hollywood-Taktung ist hier nicht gefragt, alle Regungen bekommen hier Raum und Zeit, sich differenziert entfalten zu können. Brad Pitt glänzt als – mal wieder – sagenhafter Schauspieler. Ebenso Sean Penn und Jessica Chastain und, nicht zu vergessen, die authentischen 3 Jungschauspieler in den "Kinderrollen". Hier kann man geistige Zusammenhänge, das menschliche Drama, in wunderbarer Weise schauend erfassen: Ein Lehrstück in (spiritueller) Geistesschulung!
22 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
127 von 162 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
>>> ZUM FILM <<<
Seit Regie-Guru Terrence Malick nach Jahrzehnten der selbstgewählten Regie-Abstinenz im Jahr 1998 plötzlich wieder in die Öfffentlichkeit trat und mit Der schmale Grat aus dem Stand heraus ein Meisterwerk abgeliefert hat, das seinesgleichen sucht, hat der Gute bei mir eine Art Freifahrtschein. Folglich sah ich ihm auch die eher spröde aber zumindest sehr authentisch wirkende Pocahontas-Verfilmung The New World nach. Nicht zu vergessen: Wie bei seinem 1998er Meisterwerk schwelgt Malick auch bei letzterem Film oftmals in traumhaften Bildern, die so manche THE NEW WORLD-Länge erträglich machen.

Als 2011 nun THE TREE OF LIFE erschien, griff ich daher blind zu und kaufte mir die Disc - in Erwartung eines faszinierenden, ungewöhnlichen, wunderschön gefilmten und hoffentlich fesselnden Werks des Regie-Meisters. Doch nahezu alle Hoffnungen, die ich vor der Erstsichtung hatte, wurden bitter enttäuscht!
Schon nach recht kurzer Filmdauer hat sich die Befürchtung eingestellt (und in der weiteren Folge bewahrheitet), dass es Terrence Malick mit THE TREE OF LIFE erstmals nicht gelingen würde, bei mir positive Spuren zu hinterlassen.
Dieses negative Gefühl wurde von Minute zu Minute stärker, da Malick eine deutlich umrissene Handlung inkl. eines klassischen Spannungsaufbaus zugunsten eines Werks über Bord wirft, in dem Metapher auf Metapher folgt. Wäre das Kernthema des Films klein und überschaubar, hätte diese sehr ungewöhnliche Vorgehensweise vielleicht funktionieren können. THE TREE OF LIFE behandelt jedoch grundsätzliche, allumfassende Themen: den Glauben; die Liebe; die Entstehung des Universums, der Erde und des Lebens; ja, sogar den Sinn des Lebens. All diese Themen zusammen wären schon in einem herkömmlich erzählten Film nicht für jeden Zuschauer einfach zu verarbeiten. So ist es beinahe folgerichtig, dass THE TREE OF LIFE mit all seinen vagen Andeutungen, seinen mataphorischen Sätzen und Bildern, sowie den angerissenen und nicht zu Ende erzählten Handlungssträngen auf ganzer Länge scheitern muss!

Vermutlich weiß nur Terrence Malick selbst, was er mit dem Film aussagen möchte. Auf mich wirken jedoch viele Bilder und Sätze, die womöglich eine Bedeutung haben oder gar bedeutend sein sollen, geradezu willkürlich und nebensächlich. Es mag sein, dass ich aufgrund der sehr speziellen Erzählweise nicht alles verstanden habe, was mir Mr. Malick mitteilen wollte. Ich würde Terrence Malick daher gerne folgende Frage stellen: "Wäre es nicht besser gewesen, den Zuschauer ein wenig mehr an die Hand zu nehmen, statt ihn mit jeder neuen Szene wieder bzw. weiter ins Grübeln zu bringen?". Ich für meinen Teil fühlte mich durch die vollkommene Interpretationsfreiheit zunächst überfordert und irgendwann gelangweilt.

Als ständig grübelnder Zuschauer hofft man letztlich nur, dass irgendwann noch der Groschen fällt oder dass zumindest noch eine Szene kommt, die ein wenig Licht ins spannungsarme und metaphorische Dunkel bringt - und man wird erneut enttäuscht, denn irgendwann ist der Film - einfach so - zu Ende und der Abspann erscheint.

Interessant dürfte an dieser Stelle sein, dass selbst Sean Penn eine deutliche Kritik an der Erzählweise des Films geübt hat. Auch sind Aussagen von ihm belegt, in denen er sich fragt, was er in dem Film konkret mache und in welchem Kontext sein Handlungen stünden. So hätte ihm nicht einmal Terrence Malick sagen können, wie er in seiner Rolle hätte agieren sollen.
Ein Darsteller mit tiefen Stirnfalten und ein Regisseur - zumindest phasenweise - ohne Plan. Noch Fragen...?

Wieso gebe ich dem Film / der Blu-Ray nun trotzdem 2 Sterne?
Zum einen ist die technische Umsetzung auf Blu-Ray sehr gelungen. Und auch, wenn THE TREE OF LIFE inhaltlich für mich eine große Enttäuschung ist, so sind die Bilder beinahe durchgehend wunderschön. Teilweise haben sie mich geradezu aus den Socken gehauen. Und ich will ehrlich sein: Wären nicht die traumhaft schönen Bilder gewesen, wäre THE TREE OF LIFE einer der wenigen Filme gewesen, die ich vorzeitig aus dem Player genommen hätte.

>>> ZUR BLU-RAY <<<
Bild & Ton (gesehen auf 50 Zoll-Display / gehört mit 7.1 Set) sind beide überragend. Der Zuschauer bekommt beinahe durchgängig referenzwürdige Bilder zu sehen und Töne zu hören.
So macht es auch großen Spaß, die wunderschön gefilmten Szenen oder computeranimierten Aufnahmen von Sternen, Planeten, etc. anzuschauen. Hier kann man sich als Fan solcher Bilder schon beinahe berauschen lassen und wird aufgrund der gebotenen Qualität vermutlich oftmals staunend vor dem Fernseher sitzen.
Ebenso auffällig ist die wirklich hervorragend aufgebaute Surroundatmosphäre - und das will bei einem reinen Dialogfilm schon etwas heißen. Ebenso umwerfend ist die Qualität des klassischen Soundtracks, der die teilweise imposanten Bilder perfekt unterstützt.
Von den Extras ist insbesondere "Die Hintergründe" erwähnenswert. Der Zuschauer wird darin zwar nicht näher über die Aussage des Films aufgeklärt, jedoch kommen mehrere Schauspieler und Regiekollegen von Malick zu Wort. Auffällig ist - wie übrigens bei jedem Terrence Malick-Film: Der Guru selbst gibt weder Interviews noch erläuternde Statements ab. Besonders hier wäre es aus meiner Sicht angebracht gewesen, wenn er ein paar Worte zum Film verloren hätte.

>>> FAZIT <<<
Für Filmkunst-Freunde und hartgesottene Terrence Malick-Fans ist THE TREE OF LIFE ein MUSS. Alle anderen - und das werden nach diesem Film mehr sein als davor - sollten sich den Kauf von THE TREE OF LIFE sehr gut überlegen. Immerhin entschädigen die Malick-typischen, einzigartig schönen Bilder zumindest ein wenig für den sehr enttäuschenden Inhalt. Für mich persönlich glt: Terrence Malick hat den Bonus, den er bei mir hatte, mit diesem Film aufgebraucht.

Btw bin ich gespannt, wie viele Leser der Rezension nun kommentarlos auf "nicht hilfreich" klicken... mich würde es nicht wundern, wenn es viele Malick-Fans tun, und dabei "nicht hilfreich" mit "subjektiv andere Meinung" verwechseln. Daher bitte ich jeden kritischen Leser, was ich normalerweise nicht mache, zu seinem Klick auch einen Kommentar abzugeben. Einfach aus Interesse und um zu verstehen, weshalb meine Rezension in den Augen meiner Kritiker nicht hilfreich ist.
1717 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Oktober 2012
ein schwer ertragbares allerdings. Gleiches könnte ich allerdings für mich auch von Kubricks '2001' behaupten, an den mich dieser Film hier doch oftmals erinnerte. Die überlagernden Monologe scheinen manchmal etwas allzu 'merkwürdig', aber die Darstellung eines Lebens, mit der Entstehung des Universums, wurde in wahrhaft meisterliche Bilder umgesetzt, klar könnte man einwenden, man möchte 'Unsere Erde BBC Doku' nicht nochmal sehen, aber für mich ist es gerade die Bilderflut, die einen noch lange beschäftigt. Auch der Umgang mit dem Weg der 'Gnade' oder der 'Natur' kann einen noch lange beschäftigen. Möglicherweise ist man auch empfänglicher, wenn man mit einer gewissen 'Geisteshaltung' der 50er/60er Jahre vertraut ist. Neben den schauspielerischen Glanzleistungen von Brad Pitt, Sean Penn und Jessica Chastain stellen für mich die Kinder hier alle in den Schatten. Dies hat natürlich auch mit der meisterlichen Kameraarbeit zu tun. Für mich ebenso meisterlich wie 'Der schmale Grad', wenn nicht sogar besser. Die Blu-Ray Qualität ist hervorragend und die Extras auch mal wieder interessant gehalten. Absolute Empfehlung.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
89 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juni 2011
The Tree of Life ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme geworden.
Er ist anders als "durchschnittle Sonntagabend-Filme", und sicher nicht für jedermann geeignet. Der Film hat relativ wenig Handlung, wenig Dialoge, es geht hier mehr um die Emotionen und die Nachricht, die der Regisseur Terrence Malick rüberbringen will. Die Hintergrundmusik ist auch wunderschön zart, sie ist nicht auffällig, nicht aufdringlich wie bei vielen Filmen, und der Regisseur spielt viel mit der Stille. Außerdem wird aller Dialog und alle Informationen rausgelassen, die nicht wirklich nötig für die Geschichte sind.
Ein rießiges Lob solllte man den Schauspielern aussprechen, gerade dem jungen Hunter McCracken, dessen schauspielerische Leistung, gerade auch für sein Alter, unglaublich ist.
Wer Action braucht, oder einen Film sehen will, bei dem er nicht nachdenken muss, sollte die Finger von diesem Stück lassen. Ich würde "The Tree of Life" nur Leuten empfehlen, die etwas neuartiges, aber wunderschönes sehen möchten. Gerade der Anfang kann für manche langatmig sein, wenn Malick in einmaligen Bildern die Entstehung der Erde und des Lebens zeigt. Auch die mehr oder weniger religiösen Stellen im Film werden nicht jedem gefallen.
Von mir gibt es trotzdem 5 Sterne, weil ich den Film einfach einmalig und sehr gelungen finde, und weil ich froh bin, ihn gesehen zu haben. Noch ettliche Stunden später haben die Emotionen der Charaktere mich nicht losgelassen.
22 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. September 2013
Worum geht es in dem Film, werden Sie vielleicht auch des öfteren von einem Bekannten gefragt.
Worum geht es also in "The Tree of Life?"- Ich sage, diese Frage ist nebensächlich.
"Tree of Life" muß nicht verstanden, sondern empfunden werden.
Ich kann ihnen nur so viel sagen, daß hier ein Kinomagier am Werk ist, ein Visionär der Bilder, der Emotionen, der Sie mit auf eine unvergleichliche Reise nimmt.
Eine Reise von einem kleinen Kind über das Erwachsenenwerden, bs hin zu einem frühen Tod.
Eine Reise zu metaphorischen Fragen um die Entstehung des Universums selbst, einen Sinnenrausch hin zum Wahren, Schönen, Guten.
Terence Malick versucht eine bombastische (manche meinen auch bombastisch gescheiterte ) Sicht auf die Menschheit in ihrem Geboren werden und Dahingehen, gespiegelt im Entstehen des Sonnensystems und im unerschütterlichen Glauben an die Liebe und die religiöse Kraft, an die Mystik der Natur, an das Verwoben sein der schöpferischen Dinge ineinander und miteinander.
Wie ein unerschütterlicher Egomane, einem "Fitzcarraldo" in Werner Herzogs Film gleich, stemmt er diesen Grundgedanken von alles umfassender Liebe und Geborgenheit in der Schöpfung über den Berg der Zweifler, Theoretiker, und man könnte ihm himmelschreiende Naivität vorwerfen.
Man könnte aber auch das machen, wozu der Film gedacht ist; sich hineinfallen, mitreissen lassen in einer unvergleichlichen, manchmal Tränen in die Augen treibenden Symphonie der Schönheit, der Poesie.
Tief bewegend ist das schillernde Kunstwerk, läßt alle Regeln einer logischen Geschichte weit hinter sich, und gibt genau dieses Gefühl der Ahnung von einem Grösseren, hehren, unfassbar kosmischen und dabei so leisen, filigranen Sein.
So wie man die Ergriffenheit bei einem Musikstück nicht in Worte fassen kann, so wirkt Malicks Film unterbewusst, trägt den Zuschauer auf den einzelnen Kompositionen aus Bildern und Musik weit in andere Bewusstseinsebenen und macht das, was Kino heute noch so selten macht: er läßt einen wie ein Kind staunen.
Schauspieler wie Brad Pitt, Sean Penn nehmen sich vollkommen zurück und so sind auch ihre dialogarmen Szenen, in denen der Film vielleicht am ehesten in der Realität verwurzelt ist, vielleicht noch am nächsten an einem herkömmlichen Handlungsstrang.
Ein Vater, der nicht auf seinen kleinen Sohn emotional eingehen kann, eine Mutter, die quasi die Schönheit, die Unschuld der ganzen Welt verkörpert, eine Vision über den Unfalltod hinaus, eine leise Stimme aus dem Off, die die Menschheit zur ewigen Liebe auffordert.
Wem das hier Geschriebene jetzt schon zuviel Tobak ist, dem sei der Film nicht empfohlen.
Wer alle Sinne offenhält, Saiten der Seele bereit ist zum Klingen zu bringen, der wird mit einem Film belohnt, der vollkommen unkitschig ist, denn er spiegelt die tiefsten Überzeugungen des Regiemeisters.
Bis zum letzten Bild kann er so überragend kraftvoll inszenieren, weil er von seinen Aussagen überzeugt ist und somit ist hier nichts falsch, aufgesetzt oder überflüssig.
Wenn in einer überragenden Bilderflut das gesamte Universum entsteht und am Ende der Szene in spektakulärer Kamerarückfahrt die Adern eines Herbstblattes gezeichnet werden, wenn phantastisch gefilmte Wasserfälle musikalisch unterlegt mit der begeisternden Melodie von Smetanas "Moldau" einfach die Schönheit, das Mysterium des Daseins feiern, dann möchte das Kind in einem in die Hände klatschen und die Seele ist berührt.
Wie oft erleben Sie das im Kino?
Parallelen zu "2001- Odyssee im Weltraum" sind nicht von der Hand zu weisen, aber davon abgesehen haben wir es hier mit einem Meister zu tun, der die Magie von Formen, von Bildkompositionen atemberaubend beherrscht und hier seinen ganz eigenen, hymnischen Zauber zelebriert.
Erwarten sie wirklich Antworten, herkömmliche Storylines?
Terence Malick tippt hier ihr Gefühl nur an, sodaß sie es in dem Bildersturm freien Lauf lassen können, hinein in einen übermenschlich phantastischen, hypnotischen Sog.
Gerade einmal eine Handvoll Filme hat der Regie- Exzentriker gedreht.
Darunter der delirierende Kriegsfilm "Der schmale Grat", der atemberaubende "The New World" (mein liebster Malick Film).
Stets zelebriert er in seinen Werken in genialen Bildern den Verlust von Unschuld, den Mißbrauch der reinen, unberührten Schönheit . Sechs Jahre arbeitete er nun an "The Tree of Life".
Es ist für viele sicherlich sein am schwersten zugänglicher Film, wenn man ihn rational bewältigen will.
Doch wenn Sie träumen, träumen Sie ebenfalls ohne Logik und Ratio, und wissen dennoch um tiefe wunderbare Zusammenhänge.
"The Tree of Life" ist ein zelluloid gewordenes Traumgebilde.
Nimmt man alle drei Filme zusammen, dann ist "The Tree of Life" vielleicht Malicks reinster Film, denn er handelt von der Schönheit und Unendlichkeit des Lebens selbst.
55 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Februar 2012
Schade, dass viele Leute Filme, die sie nicht schnell genug oder gar nicht verstehen(wollen), schlecht bewerten.

Vielleicht sollte man grad in der heutigen hektischen Zeit diesen behutsamen Film bewusst genießen, die traumhaften Bilder und Klänge in sich aufnehmen, den Alltag und dessen einfachste Filmkost a la Doku-Soaps, DSDS usw. mal bei Seite lassen.

Das Grundproblem ist, dass sich kaum jemand Zeit und die nötige Ruhe für diesen Film nimmt. Hier kommt nicht Gag auf Gag, ist ja auch kein Film für lustige Abende mit Freunden. Am besten zu zweit, Licht dimmen, ein Glas Rotwein und sich darauf einlassen, verzaubert zu werden, die Bilder, die Musik auf sich wirken lassen und vor allem zuhören, denn nicht die Dialoge, sondern auch die leisen Stimmen aus dem sog. "Off" machen diesen Film aus. Nur beim Popcorn- oder Chipsessen hört man diese sicher nicht.

Und wer die relativ einfache Handlung nicht versteht, dem sei vor dem Filmgenuss das Lesen der DVD-Kapitelbezeichnungen empfohlen (erklärt die Zeitebenen) oder die deutsche Wikipedia-Seite (Suchwort: The Tree of Life").

Für mich einer der besten Filme, ausgeliehen, gesehen und begeistert trotzdem dann gekauft, kann man problemlos öfter sehen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
An diesem Film spalten sich die Geister. Das erkennt man bereits an den bisher vorliegenden Bewertungen. Weshalb ich mich mit meiner in der Mitte einordne? Weil ich selber gespalten bin.
Ich habe das Werk mit einigen hundert Leuten im studentischen Kino angeschaut. Selten habe ich erlebt, dass während einer Vorstellung soviel Unruhe war und so viele Menschen vorzeitig gegangen sind. Es wurde geklatscht, als der Film zu Ende war.... und durchaus nicht aus Zustimmung. Ich würde mal sagen, dass 80-90 % einfach nur froh waren, als das Martyrium zu Ende war.Wie hat aber der Rest diesen Film wahrgenommen?

Ich bin nicht früher verschwunden, weil ich dasaß, gestaunt habe und mich immer wieder mal fragte: Was ist das denn?, schwankend zwischen Faszination und Abstempeln als intellektuell verpacktem Mist.

Es wird eine Geschichte von einer Kindheit in den 50iger Jahren in den USA erzählt. Ein Paar, verliebt, verheiratet und nacheinander mit drei Kindern. Einer der Jungen hält später Rückschau. Ein Vater der Strenge zeigt und es doch eigentlich gut meint? Doch er erntet Ablehnung, Rebellion. Unvermögen der Verständigung im System. Doch neben diesen Kindheitserinnerungen, die nicht als Spielfilm sondern sehr realistisch, fast dokumentarisch wirken, schweift der Film immer wieder in irreale, mitunter traumhaft anmutende Sequenzen ab. Im Handlungsverlauf, aber ebenso auch im Fokus auf ein größeres Ganzes. Das Universum, die Entstehung des Lebens, die Evolution. Als plötzlich lebensechte Saurier auf der Bildfläche auftauchen ist man doch sehr überrascht. Immer wieder ein Sternenhaufen und rezitierte biblische Zitate.

Für mich gibt sich der Film umfassend bildverliebt. Dem Handlungsverlauf ist phasenweise schwer zu folgen. Ein paar Mal fühlte ich mich emotional an "2001: Odyssee im Weltall" erinnert. Dann dachte ich jedoch im nächsten Moment: Stopp, man sollte Pflaumen nicht mit Kirschen vergleichen.

Brat Pitt und aber auch vor allem Sean Penn in ganz ungewohntem Agieren. Führe mal die hohe Zuschauerzahl im Kino auf diese beiden großen Namen zurück.

Fazit: Am 11.11.11 meine 777. Rezension, das hat schon was. Und irgendwie passt das auch zum besprochenen Film.
Der Regisseur mag sich etwas gedacht haben; ob das die Mehrheit der Zuschauer durchschauen (einschließlich mir), mag ich bezweifeln.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
50 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. November 2011
Wenn man den bisherigen Bewertungen glauben darf, teilt sich das Publikum in niveaulose Ein-Stern-Vergeber, welchen der intellektuelle Tiefgang fehlt und in die Fünf-Stern-Bewerter, die es tatsächlich geschafft haben aus der Flut von ( zugegeben )tollen Bildern und gebetsmühlenartigen Phrasen etwas zu filtern, das ihnen mitunter hervorragend gefallen hat.
Ich bin da ganz altmodisch. Ein Film sollte nach Möglichkeit eine Geschichte erzählen, die von vorzugsweise guten Schauspielern, einer tollen Kulisse, einem schlüssigen Drehbuch und einem wenn machbar einigermaßen erkennbaren roten Faden getragen wird. Ein Film darf ruhig Tiefgang und Anspruch haben, darf ruhig auch schwierig, schwermütig oder kompliziert sein. Ein Film kann problemlos ohne Autoverfolgungsjagten, echte Helden, Happy End und Schenkelklopfern auskommen. Aber es sollte bitte eine Geschichte erzählt werden.
Ich maße mir an, die Botschaft des Films überrissen zu haben. Die Aneinanderreihung von Bildfluten aus Natur und Weltraum wirken jedoch wie unendliches Füllmaterial zwischen Vor- und Abspann.
Das Bewerten des Films bleibt jedoch schwierig. Der Ein-Stern-Bewerter outet sich als ahnungslos, der Kritiker derer stellt sich mit ein paar Klicks auf ein geistiges Niveau-Stockerl. Beide unterliegen damit womöglich aber einer Fehleinschätzung.
55 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Februar 2015
Was soll man über einen Regisseur sagen, der bereits 1969 sein Debüt ablieferte und im Jahre 2011, 42 Jahre später, erst mit seinem fünften abendfüllenden Film aufwartet? Terrence Malick heißt der Mann, der scheinbar nur periodisch in Erscheinung tritt, um der Öffentlichkeit ganz besondere Kinomomente zu offenbaren. Seinem jüngsten Werk The Tree of Life eilte konsequenterweise bereits im Vorfeld der Ruf voraus, auf eine durchaus schwere, weil komplexe Form der Unterhaltung zu setzen. Nun wird der mit den ganz großen Fragen des menschlichen Daseins um sich werfende Leinwandtrip endlich auch auf Blu-ray verewigt.

Story

Irgendwo im Texas der 50er Jahre: Mrs. O'Brien (J. Chastain) und ihr Ehemann (Brad Pitt) führen ein idyllisches Kleinstadtleben. Das junge Paar hat drei gesunde Jungen auf die Welt gebracht, das Familienglück scheint perfekt. Doch die Fassade bekommt schon bald erste Risse. Mr. O'Brien setzt in der Erziehung seiner Kinder auf Zucht und Ordnung, woraus schon bald Konflikte mit dem pubertierenden Nachwuchs entstehen. Besonders der junge Jack (H. McCracken) stellt zunehmend die Autorität des strenggläubigen Vaters in Frage. Doch als die gutmütige Mutter eines Tages ein Telegramm mit schwerwiegendem Inhalt erhält, wird das Leben der O'Briens vollkommen auf den Kopf gestellt.

So weit, so unzutreffend. Was vordergründig nach Familiendrama samt klassischer Rollenverteilung klingen mag, ist eine vollständig zum Scheitern verurteilte inhaltliche Beschreibung eines filmischen Kunstwerks namens The Tree of Life. Sicherlich nimmt die Portraitierung des Familienlebens den Löwenanteil der 140-minütigen Spielzeit ein, doch bettet Malick diesen familiären Mikrokosmos in einen Zusammenhang ein, der größer und ausufernder nicht sein könnte. Der Regisseur und Verfasser der Geschichte gönnt sich selbst dabei das, was man gemeinhin „künstlerische Freiheit“ nennt. Abrupt unterbricht er das kleinstädtische Dasein der O'Briens und schwenkt hin zum Beginn allen Daseins. Der Urknall, die nach dem modernen wissenschaftlichen Verständnis Geburt von Raum und Zeit ist auch hier Auftakt zu einer gut 20-minütigen Hommage an die Schöpfung. Unter sakralen Klängen reihen sich ehrfurchterregende Aufnahmen von Galaxien sowie Animationen der kochenden Urerde im Antlitz des Sternes, den wir Sonne nennen aneinander.

An dieser recht frühen Stelle im Film wird The Tree of Life spätestens seine Zuschauerschaft spalten. Es wird diejenigen geben, die sich (sogar mit einer gewissen Berechtigung) fragen mögen, was Malick sagen möchte, worauf sein Film hinaus möchte. Aber es wird auch diejenigen geben, die diese Art des Filmemachens seit „2001“ schmerzlich vermissen. Den Mut, dem Medium Film abseits der ausgetretenen Mainstream-Pfade, neue Impulse zu geben und den Zuschauer vollständig mit ihm und seiner Bildgewalt verschmelzen zu lassen.

Dabei ist man geneigt zu übersehen, wie gelungen und charakterstark die Familie O'Brien besetzt wurde. Brad Pitt geht in der Rolle des überdominaten Sir-Vaters kompromisslos auf, Hunter McCracken begegnet dem Star schauspielerisch absolut auf Augenhöhe. Der Heranwachsende braucht wenige Worte, um seinem Alter Ego Wirkung zu verleihen, seine überragende Mimik spricht Bände. Generell muss man aber festhalten, dass Malick kaum Raum für Dialoge zulässt. The Tree of Life ist ein zumeist ruhiger Film, der aber eine ungeheure Energie auf den Zuschauer zu übertragen vermag. Eindeutig kommt es hier auf das individuelle Empfinden an, ob die daraus resultierende Folge berauschte Glückseligkeit oder auch gähnende Langeweile ist.

Bildqualität

Auflösung Full HD 1920*1080p, Format 1.85:1, AVC/MPEG-4-Transfer

im Allgemeinen überragende Bildschärfe

nur einige wenige Einstellungen/Totalen sehen im Hintergrund leicht diffus aus

kühle Farbpalette und dezentes Graining im Texas-Plot, dadurch sehr gutes 50er Jahre-Feeling

sensationell guter Schwarzwert, tiefes und sattes Schwarz

hervorragende Kontraste

spektakuläre Computeranimationen treffen auf unglaubliche Hubble Deep Space-Aufnahmen

In fast allen Belangen erscheint The Tree of Life in einer referenzwürdigen Bildqualität. Minimale Abstriche gibt es in vereinzelten Einstellungen im Texas-Plot zu vermelden. Doch dies kommt einer Kritik auf einem schwindelerregend hohen Niveau gleich. Insgesamt macht der Film optisch einen unglaublich guten Eindruck.

Tonqualität

Deutsch und Englisch im hochwertigen DTS-HD MA 5.1-Mix

ungemein lebendige Soundkulisse

Ausnutzung aller Kanäle, sehr gutes räumliches Feeling

wunderschöner, klassischer Soundtrack

Stimmen kristallklar vernehmbar

Einbindung einiger atmosphärischer Reverb- und Delay Effekte

Auch die Tonspur überzeugt auf ganzer Linie, setzt sie doch auf eine konsequente Einbeziehung aller Surround-Komponenten. Ergebnis ist ein sehr raumorientierter Klang, der in Kombination mit der fantastischen Musik, ein beinahe magisches Hörerlebnis ermöglicht.

Ausstattung

Kernstück der Extras ist ein ca. 30-minütiges SD-Feature namens „Die Hintergründe“. Neben allerlei interessanten Statements seitens der Schauspieler sind insbesondere die Aussagen der außenstehenden Regie-Schwergewichte Christopher Nolan und David Fincher erwähnenswert, die Terrence Malick allerhöchsten Respekt zollen. Hier wird der Mann gleichberechtigt zwischen Meistern wie Kubrick und Hitchcock eingeordnet. Ansonsten wird primär über die ungewöhnlich intime Arbeit am Set gesprochen, als auch das Werk an sich erläutert. Malick selbst äußert sich nicht dazu – auch ein Beispiel für die Eigenwilligkeit des Mannes. Programmtipps und Trailer runden den Bonus-Block unspektakulär ab.

Fazit

The Tree of Life punktet gerade im technischen Bereich in bester Referenzmanier. Bild und Ton sind quasi perfekt eingefangen, beide Komponenten bieten dem Zuschauer gerade im Zusammenspiel ein Gänsehauterlebnis par excellence. Man muss hier zwingend von einer audiovisuellen Sinfonie sprechen, die beinahe schon seinesgleichen sucht. Der Film selbst wird die Geister scheiden, so rigoros treibt Regisseur Malick seine Vision des Lebens auf den Schirm. Wer sich mit der religiös bis philosophisch anmutenden Ästhetik des eigenwilligen Filmemachers anfreunden kann, sollte sich The Tree of Life als zwingenden Pflichtkauf vormerken. Dieser Film ist ein echtes Kleinod, eingefangen in wunderschönen Bildern und zum Nachdenken anregend.

PS: Dieses Review wurde von mir ursprünglich für ein Online-Magazin geschrieben.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Der schmale Grat
Der schmale Grat von Sean Penn (DVD - 2013)
EUR 5,99

To the Wonder
To the Wonder von Rachel McAdams (DVD - 2013)
EUR 6,49

Babel
Babel von Brad Pitt (DVD - 2007)
EUR 4,99