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4.0 von 5 Sternen Helft einander...liebt einander...vergebt.
Es ist die Stimme der Mutter(Jessica Chastain), die das Gute verkörpert. Sie würde alles für ihre drei Söhne tun. Als einer, im Alter von 19 Jahren stirbt, ist das der Beginn von Terence Malicks -The Tree of Life-. Was dann 138 Minuten über den Bildschirm flimmert, ist kein Film im eingentlichen Sinne. Wenn sie sich vorstellen können, alle...
Veröffentlicht am 29. Oktober 2011 von Thomas Knackstedt

versus
105 von 133 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Film? Kunst? Filmkunst? Es ginge auch anders!
>>> ZUM FILM <<<
Seit Regie-Guru Terrence Malick nach Jahrzehnten der selbstgewählten Regie-Abstinenz im Jahr 1998 plötzlich wieder in die Öfffentlichkeit trat und mit Der schmale Grat aus dem Stand heraus ein Meisterwerk abgeliefert hat, das seinesgleichen sucht, hat der Gute bei mir eine Art Freifahrtschein. Folglich sah ich ihm auch die...
Veröffentlicht am 11. Dezember 2011 von H. Weisser


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146 von 166 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Helft einander...liebt einander...vergebt., 29. Oktober 2011
Es ist die Stimme der Mutter(Jessica Chastain), die das Gute verkörpert. Sie würde alles für ihre drei Söhne tun. Als einer, im Alter von 19 Jahren stirbt, ist das der Beginn von Terence Malicks -The Tree of Life-. Was dann 138 Minuten über den Bildschirm flimmert, ist kein Film im eingentlichen Sinne. Wenn sie sich vorstellen können, alle Erinnerungen ihres Lebens, lose und unsortiert; vielleicht so wie in dem sprichwörtlichen Film der an einem vorbeizieht, bevor man stirbt, auf eine Filmrolle zu knallen, und dabei die Stimmen der Hauptdarsteller "ihres eigenen Lebens" als Erzähler zu hören, dann sind sie ziemlich nah dran an -The -Tree of Life-. Dass, und wie dieser Film die Zuschauer spaltet, lässt sich allein schon daran erkennen, dass es bisher auf Amazon noch keine 3-Sterne-Bewertung gibt. Also: Ich werde versuchen, ihnen zu erklären, was sie erwartet und gleichzeitig eine Warnung an alle aussprechen, die diesem cineastischen Rundumschlag vermutlich nicht standhalten werden. Los gehts:

Jack wächst als ältester Sohn der Familie O'Brien auf. Die drei Söhne leiden unter dem strengen Vater(Brad Pitt) und genießen die umfassende Liebe ihrer fürsorgenden Mutter. Zusammen gehen sie von Anfang an durchs Leben. Jeder allein, aber doch ganz eng an die Geschwister und Eltern gebunden. Das geht manchmal gut, manchmal schlecht, und manchmal gar nicht. Vor allem Jack rebelliert gegen den Vater und tut Dinge, die ihm selbst zuwider sind. Als Kind kann er sich nichts davon erklären. Später, im Rückblick aus Sicht des Erwachsenen, wird ihm klar, was er erleben durfte...und was er verschenkt hat...

Terence Malick macht es nun mal nicht ohne Berge von Metaphern, Heerscharen von Symbolen, einer religiösen Botschaft, Zwiesprache mit Gott und der Geschichte der Erde und des Universums im Schnelldurchlauf mit Unterstützung von Chorälen, Sphärenklängen und Klassischer Musik. Zwischen explodierenden Galaxien und sterbenden Sauriern fragt man sich da: Ist das große Kunst? Ist das Stilbildend? Ist das vielleicht das ganz große ultimative Kino? Oder ist es Schrott? Ich habe keine Ahnung. Wer weiß, vielleicht erkennen sie den Kern des Pudels, oder aber: Es gibt gar keinen. Ich will ehrlich sein: Mir ist das auch egal. Was für mich bei -The Tree of Life- zählt, das sind Kameraeinstellungen, die eben nur Terence Malick bringt. Das sind Bilder von hypnotischer Kraft, die Lars von Trier oder Lasse Halström auch nur an ihren besten Tagen zustande bringen. Und es sind die Schauspielleistungen einer Jessica Chastain, die mythengleich die Figur der Urmutter und damit wichtigsten Figur in unser aller Leben, mit traumwandlerischer Sicherheit auf die Filmrolle bannt. Unterstützt wird sie dabei von einem ganz starken Schauspielensemble und eben Terence Malick, der alles anders macht, als andere.

-The Tree of Life- ist ein Film für stille Stunden. Für Besinnung und Ruhe. Ein Schwergewicht, das nicht leicht zu konsumieren ist. Es gibt keine Action, keinen leicht erkennbaren Sinn hinter all diesen Bildern. Genau da liegen die Parallelen zwischen Malicks Film und dem "richtigen Leben". Ob das so ist oder nicht, ist nur eine Vermutung von mir; ich habe den Film jedenfalls so empfunden. Sie dürfen und müssen das natürlich mal wieder selbst entscheiden. Schalten sie nach zehn Minuten ab, schütteln sie den Kopf, oder ärgern sie sich, dass sie das Geld für die DVD oder die Leihgebühr in der Videothek "verzockt" haben. Doch wer weiß...vielleicht kommt es ja auch ganz anders. Mag sein, dass sie diese Bilder mögen. Eventuell an ihre Kindheit zurückdenken, oder sich nur ein paar Gedanken über den Sinn des Lebens machen. Wenn Malick das hinbekommen hat, dann hat das Medium Film seine Schuldigkeit getan. Und bitte...sagen sie hinterher nicht, ich hätte sie nicht gewarnt!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wann hast Du zum ersten Mal mein Herz berührt"-Eine meditative Hymne an das Wunderbare, 30. September 2013
Rezension bezieht sich auf: The Tree of Life (DVD)
Worum geht es in dem Film, werden Sie vielleicht auch des öfteren von einem Bekannten gefragt.
Worum geht es also in "The Tree of Life?"- Ich sage, diese Frage ist nebensächlich.
"Tree of Life" muß nicht verstanden, sondern empfunden werden.
Ich kann ihnen nur so viel sagen, daß hier ein Kinomagier am Werk ist, ein Visionär der Bilder, der Emotionen, der Sie mit auf eine unvergleichliche Reise nimmt.
Eine Reise von einem kleinen Kind über das Erwachsenenwerden, bs hin zu einem frühen Tod.
Eine Reise zu metaphorischen Fragen um die Entstehung des Universums selbst, einen Sinnenrausch hin zum Wahren, Schönen, Guten.
Terence Malick versucht eine bombastische (manche meinen auch bombastisch gescheiterte ) Sicht auf die Menschheit in ihrem Geboren werden und Dahingehen, gespiegelt im Entstehen des Sonnensystems und im unerschütterlichen Glauben an die Liebe und die religiöse Kraft, an die Mystik der Natur, an das Verwoben sein der schöpferischen Dinge ineinander und miteinander.
Wie ein unerschütterlicher Egomane, einem "Fitzcarraldo" in Werner Herzogs Film gleich, stemmt er diesen Grundgedanken von alles umfassender Liebe und Geborgenheit in der Schöpfung über den Berg der Zweifler, Theoretiker, und man könnte ihm himmelschreiende Naivität vorwerfen.
Man könnte aber auch das machen, wozu der Film gedacht ist; sich hineinfallen, mitreissen lassen in einer unvergleichlichen, manchmal Tränen in die Augen treibenden Symphonie der Schönheit, der Poesie.
Tief bewegend ist das schillernde Kunstwerk, läßt alle Regeln einer logischen Geschichte weit hinter sich, und gibt genau dieses Gefühl der Ahnung von einem Grösseren, hehren, unfassbar kosmischen und dabei so leisen, filigranen Sein.
So wie man die Ergriffenheit bei einem Musikstück nicht in Worte fassen kann, so wirkt Malicks Film unterbewusst, trägt den Zuschauer auf den einzelnen Kompositionen aus Bildern und Musik weit in andere Bewusstseinsebenen und macht das, was Kino heute noch so selten macht: er läßt einen wie ein Kind staunen.
Schauspieler wie Brad Pitt, Sean Penn nehmen sich vollkommen zurück und so sind auch ihre dialogarmen Szenen, in denen der Film vielleicht am ehesten in der Realität verwurzelt ist, vielleicht noch am nächsten an einem herkömmlichen Handlungsstrang.
Ein Vater, der nicht auf seinen kleinen Sohn emotional eingehen kann, eine Mutter, die quasi die Schönheit, die Unschuld der ganzen Welt verkörpert, eine Vision über den Unfalltod hinaus, eine leise Stimme aus dem Off, die die Menschheit zur ewigen Liebe auffordert.
Wem das hier Geschriebene jetzt schon zuviel Tobak ist, dem sei der Film nicht empfohlen.
Wer alle Sinne offenhält, Saiten der Seele bereit ist zum Klingen zu bringen, der wird mit einem Film belohnt, der vollkommen unkitschig ist, denn er spiegelt die tiefsten Überzeugungen des Regiemeisters.
Bis zum letzten Bild kann er so überragend kraftvoll inszenieren, weil er von seinen Aussagen überzeugt ist und somit ist hier nichts falsch, aufgesetzt oder überflüssig.
Wenn in einer überragenden Bilderflut das gesamte Universum entsteht und am Ende der Szene in spektakulärer Kamerarückfahrt die Adern eines Herbstblattes gezeichnet werden, wenn phantastisch gefilmte Wasserfälle musikalisch unterlegt mit der begeisternden Melodie von Smetanas "Moldau" einfach die Schönheit, das Mysterium des Daseins feiern, dann möchte das Kind in einem in die Hände klatschen und die Seele ist berührt.
Wie oft erleben Sie das im Kino?
Parallelen zu "2001- Odyssee im Weltraum" sind nicht von der Hand zu weisen, aber davon abgesehen haben wir es hier mit einem Meister zu tun, der die Magie von Formen, von Bildkompositionen atemberaubend beherrscht und hier seinen ganz eigenen, hymnischen Zauber zelebriert.
Erwarten sie wirklich Antworten, herkömmliche Storylines?
Terence Malick tippt hier ihr Gefühl nur an, sodaß sie es in dem Bildersturm freien Lauf lassen können, hinein in einen übermenschlich phantastischen, hypnotischen Sog.
Gerade einmal eine Handvoll Filme hat der Regie- Exzentriker gedreht.
Darunter der delirierende Kriegsfilm "Der schmale Grat", der atemberaubende "The New World" (mein liebster Malick Film).
Stets zelebriert er in seinen Werken in genialen Bildern den Verlust von Unschuld, den Mißbrauch der reinen, unberührten Schönheit . Sechs Jahre arbeitete er nun an "The Tree of Life".
Es ist für viele sicherlich sein am schwersten zugänglicher Film, wenn man ihn rational bewältigen will.
Doch wenn Sie träumen, träumen Sie ebenfalls ohne Logik und Ratio, und wissen dennoch um tiefe wunderbare Zusammenhänge.
"The Tree of Life" ist ein zelluloid gewordenes Traumgebilde.
Nimmt man alle drei Filme zusammen, dann ist "The Tree of Life" vielleicht Malicks reinster Film, denn er handelt von der Schönheit und Unendlichkeit des Lebens selbst.
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105 von 133 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Film? Kunst? Filmkunst? Es ginge auch anders!, 11. Dezember 2011
Von 
H. Weisser "Sunny Mars" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Tree of Life [Blu-ray] (Blu-ray)
>>> ZUM FILM <<<
Seit Regie-Guru Terrence Malick nach Jahrzehnten der selbstgewählten Regie-Abstinenz im Jahr 1998 plötzlich wieder in die Öfffentlichkeit trat und mit Der schmale Grat aus dem Stand heraus ein Meisterwerk abgeliefert hat, das seinesgleichen sucht, hat der Gute bei mir eine Art Freifahrtschein. Folglich sah ich ihm auch die eher spröde aber zumindest sehr authentisch wirkende Pocahontas-Verfilmung The New World nach. Nicht zu vergessen: Wie bei seinem 1998er Meisterwerk schwelgt Malick auch bei letzterem Film oftmals in traumhaften Bildern, die so manche THE NEW WORLD-Länge erträglich machen.

Als 2011 nun THE TREE OF LIFE erschien, griff ich daher blind zu und kaufte mir die Disc - in Erwartung eines faszinierenden, ungewöhnlichen, wunderschön gefilmten und hoffentlich fesselnden Werks des Regie-Meisters. Doch nahezu alle Hoffnungen, die ich vor der Erstsichtung hatte, wurden bitter enttäuscht!
Schon nach recht kurzer Filmdauer hat sich die Befürchtung eingestellt (und in der weiteren Folge bewahrheitet), dass es Terrence Malick mit THE TREE OF LIFE erstmals nicht gelingen würde, bei mir positive Spuren zu hinterlassen.
Dieses negative Gefühl wurde von Minute zu Minute stärker, da Malick eine deutlich umrissene Handlung inkl. eines klassischen Spannungsaufbaus zugunsten eines Werks über Bord wirft, in dem Metapher auf Metapher folgt. Wäre das Kernthema des Films klein und überschaubar, hätte diese sehr ungewöhnliche Vorgehensweise vielleicht funktionieren können. THE TREE OF LIFE behandelt jedoch grundsätzliche, allumfassende Themen: den Glauben; die Liebe; die Entstehung des Universums, der Erde und des Lebens; ja, sogar den Sinn des Lebens. All diese Themen zusammen wären schon in einem herkömmlich erzählten Film nicht für jeden Zuschauer einfach zu verarbeiten. So ist es beinahe folgerichtig, dass THE TREE OF LIFE mit all seinen vagen Andeutungen, seinen mataphorischen Sätzen und Bildern, sowie den angerissenen und nicht zu Ende erzählten Handlungssträngen auf ganzer Länge scheitern muss!

Vermutlich weiß nur Terrence Malick selbst, was er mit dem Film aussagen möchte. Auf mich wirken jedoch viele Bilder und Sätze, die womöglich eine Bedeutung haben oder gar bedeutend sein sollen, geradezu willkürlich und nebensächlich. Es mag sein, dass ich aufgrund der sehr speziellen Erzählweise nicht alles verstanden habe, was mir Mr. Malick mitteilen wollte. Ich würde Terrence Malick daher gerne folgende Frage stellen: "Wäre es nicht besser gewesen, den Zuschauer ein wenig mehr an die Hand zu nehmen, statt ihn mit jeder neuen Szene wieder bzw. weiter ins Grübeln zu bringen?". Ich für meinen Teil fühlte mich durch die vollkommene Interpretationsfreiheit zunächst überfordert und irgendwann gelangweilt.

Als ständig grübelnder Zuschauer hofft man letztlich nur, dass irgendwann noch der Groschen fällt oder dass zumindest noch eine Szene kommt, die ein wenig Licht ins spannungsarme und metaphorische Dunkel bringt - und man wird erneut enttäuscht, denn irgendwann ist der Film - einfach so - zu Ende und der Abspann erscheint.

Interessant dürfte an dieser Stelle sein, dass selbst Sean Penn eine deutliche Kritik an der Erzählweise des Films geübt hat. Auch sind Aussagen von ihm belegt, in denen er sich fragt, was er in dem Film konkret mache und in welchem Kontext sein Handlungen stünden. So hätte ihm nicht einmal Terrence Malick sagen können, wie er in seiner Rolle hätte agieren sollen.
Ein Darsteller mit tiefen Stirnfalten und ein Regisseur - zumindest phasenweise - ohne Plan. Noch Fragen...?

Wieso gebe ich dem Film / der Blu-Ray nun trotzdem 2 Sterne?
Zum einen ist die technische Umsetzung auf Blu-Ray sehr gelungen. Und auch, wenn THE TREE OF LIFE inhaltlich für mich eine große Enttäuschung ist, so sind die Bilder beinahe durchgehend wunderschön. Teilweise haben sie mich geradezu aus den Socken gehauen. Und ich will ehrlich sein: Wären nicht die traumhaft schönen Bilder gewesen, wäre THE TREE OF LIFE einer der wenigen Filme gewesen, die ich vorzeitig aus dem Player genommen hätte.

>>> ZUR BLU-RAY <<<
Bild & Ton (gesehen auf 50 Zoll-Display / gehört mit 7.1 Set) sind beide überragend. Der Zuschauer bekommt beinahe durchgängig referenzwürdige Bilder zu sehen und Töne zu hören.
So macht es auch großen Spaß, die wunderschön gefilmten Szenen oder computeranimierten Aufnahmen von Sternen, Planeten, etc. anzuschauen. Hier kann man sich als Fan solcher Bilder schon beinahe berauschen lassen und wird aufgrund der gebotenen Qualität vermutlich oftmals staunend vor dem Fernseher sitzen.
Ebenso auffällig ist die wirklich hervorragend aufgebaute Surroundatmosphäre - und das will bei einem reinen Dialogfilm schon etwas heißen. Ebenso umwerfend ist die Qualität des klassischen Soundtracks, der die teilweise imposanten Bilder perfekt unterstützt.
Von den Extras ist insbesondere "Die Hintergründe" erwähnenswert. Der Zuschauer wird darin zwar nicht näher über die Aussage des Films aufgeklärt, jedoch kommen mehrere Schauspieler und Regiekollegen von Malick zu Wort. Auffällig ist - wie übrigens bei jedem Terrence Malick-Film: Der Guru selbst gibt weder Interviews noch erläuternde Statements ab. Besonders hier wäre es aus meiner Sicht angebracht gewesen, wenn er ein paar Worte zum Film verloren hätte.

>>> FAZIT <<<
Für Filmkunst-Freunde und hartgesottene Terrence Malick-Fans ist THE TREE OF LIFE ein MUSS. Alle anderen - und das werden nach diesem Film mehr sein als davor - sollten sich den Kauf von THE TREE OF LIFE sehr gut überlegen. Immerhin entschädigen die Malick-typischen, einzigartig schönen Bilder zumindest ein wenig für den sehr enttäuschenden Inhalt. Für mich persönlich glt: Terrence Malick hat den Bonus, den er bei mir hatte, mit diesem Film aufgebraucht.

Btw bin ich gespannt, wie viele Leser der Rezension nun kommentarlos auf "nicht hilfreich" klicken... mich würde es nicht wundern, wenn es viele Malick-Fans tun, und dabei "nicht hilfreich" mit "subjektiv andere Meinung" verwechseln. Daher bitte ich jeden kritischen Leser, was ich normalerweise nicht mache, zu seinem Klick auch einen Kommentar abzugeben. Einfach aus Interesse und um zu verstehen, weshalb meine Rezension in den Augen meiner Kritiker nicht hilfreich ist.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der ganz großen Filme, 29. Dezember 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Tree of Life (DVD)
Terrence Malick ist hier ein Meisterwerk geglückt, welches den Zuschauer sicherlich auch noch in 100 Jahren tief berühren wird. Die spirituelle, transzendente Dimension, die sich in den existenziellen Fragestellungen des Lebens einer Familie ausdrückt, ist wunderbar zum Klingen gebracht worden: Wie sollen wir leben, geht es (primär) um Hingabe oder um Kampf? Was ist der Preis des Überlebenskampfes, was ist der Lohn der Sanftmut? Ist Schmerz unausweichlich? Wo finden wir Trost und am Ende Frieden? Die Bilder und treffenden Dialoge aktivieren die eigenen Kindheitserinnerungen in sicherlich vielen Zuschauern, man ist berührt und erschüttert über die Ambivalenz des Lebens: Das Kind, gefangen zwischen Liebe (Treue) und Hass gegenüber den eigenen Eltern. Die Erfahrung der Schuld beim ersten Diebstahl, die unerträgliche Spannung, wenn der Impuls des Bösen in uns aufsteigt. Mallick versteht es einfach grandios, all diese Emotionen und geistigen Bewegungen in Bild und Ton (Dialoge und Kommentare aus dem Off sowie die Musik) darzustellen. Natürlich muss man sehen: Hier ist der Zuschauer ganz anders gefordert, denn es braucht Muße und innere Stille, um die Bilder zu sich sprechen lassen zu können. Die anstrengende hochfrequente Hollywood-Taktung ist hier nicht gefragt, alle Regungen bekommen hier Raum und Zeit, sich differenziert entfalten zu können. Brad Pitt glänzt als – mal wieder – sagenhafter Schauspieler. Ebenso Sean Penn und Jessica Chastain und, nicht zu vergessen, die authentischen 3 Jungschauspieler in den "Kinderrollen". Hier kann man geistige Zusammenhänge, das menschliche Drama, in wunderbarer Weise schauend erfassen: Ein Lehrstück in (spiritueller) Geistesschulung!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts weiter als ein Meisterwerk, 2. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: The Tree of Life [Blu-ray] (Blu-ray)
ein schwer ertragbares allerdings. Gleiches könnte ich allerdings für mich auch von Kubricks '2001' behaupten, an den mich dieser Film hier doch oftmals erinnerte. Die überlagernden Monologe scheinen manchmal etwas allzu 'merkwürdig', aber die Darstellung eines Lebens, mit der Entstehung des Universums, wurde in wahrhaft meisterliche Bilder umgesetzt, klar könnte man einwenden, man möchte 'Unsere Erde BBC Doku' nicht nochmal sehen, aber für mich ist es gerade die Bilderflut, die einen noch lange beschäftigt. Auch der Umgang mit dem Weg der 'Gnade' oder der 'Natur' kann einen noch lange beschäftigen. Möglicherweise ist man auch empfänglicher, wenn man mit einer gewissen 'Geisteshaltung' der 50er/60er Jahre vertraut ist. Neben den schauspielerischen Glanzleistungen von Brad Pitt, Sean Penn und Jessica Chastain stellen für mich die Kinder hier alle in den Schatten. Dies hat natürlich auch mit der meisterlichen Kameraarbeit zu tun. Für mich ebenso meisterlich wie 'Der schmale Grad', wenn nicht sogar besser. Die Blu-Ray Qualität ist hervorragend und die Extras auch mal wieder interessant gehalten. Absolute Empfehlung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr komplex, 3. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Tree of Life (DVD)
Ich habe den Film gesehen und war erst einmal nicht so begeistert. Man muss sich Zeit nehemn , um dem Film zu folgen.
Der Film ist sehenswert , die Rückblenden ok. Ich hatte mehr Inhalt erwartet, aber die Bilder sind schon fantastisch.
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86 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Film, wenn auch "anders", 18. Juni 2011
The Tree of Life ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme geworden.
Er ist anders als "durchschnittle Sonntagabend-Filme", und sicher nicht für jedermann geeignet. Der Film hat relativ wenig Handlung, wenig Dialoge, es geht hier mehr um die Emotionen und die Nachricht, die der Regisseur Terrence Malick rüberbringen will. Die Hintergrundmusik ist auch wunderschön zart, sie ist nicht auffällig, nicht aufdringlich wie bei vielen Filmen, und der Regisseur spielt viel mit der Stille. Außerdem wird aller Dialog und alle Informationen rausgelassen, die nicht wirklich nötig für die Geschichte sind.
Ein rießiges Lob solllte man den Schauspielern aussprechen, gerade dem jungen Hunter McCracken, dessen schauspielerische Leistung, gerade auch für sein Alter, unglaublich ist.
Wer Action braucht, oder einen Film sehen will, bei dem er nicht nachdenken muss, sollte die Finger von diesem Stück lassen. Ich würde "The Tree of Life" nur Leuten empfehlen, die etwas neuartiges, aber wunderschönes sehen möchten. Gerade der Anfang kann für manche langatmig sein, wenn Malick in einmaligen Bildern die Entstehung der Erde und des Lebens zeigt. Auch die mehr oder weniger religiösen Stellen im Film werden nicht jedem gefallen.
Von mir gibt es trotzdem 5 Sterne, weil ich den Film einfach einmalig und sehr gelungen finde, und weil ich froh bin, ihn gesehen zu haben. Noch ettliche Stunden später haben die Emotionen der Charaktere mich nicht losgelassen.
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1.0 von 5 Sternen Zeitverschwendung, 19. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: The Tree of Life (Amazon Instant Video)
Langatmige Szenen ohne Handlung. Der Film hat viel Geduld gekostet und am Ende wird man enttäuscht, da sich die Rätsel des Filmbeginns nicht auflösen. Zu Beginn versprich der Film recht viel und zeigt dann die Entstehung des Universiums ... da fehlt mir leider jegliche Phantasie, um hier einen Sinn einer 20 minütigen aneinanderreihung von Bildern mit der Story des Films zusammen zu bringen.

Dialoge sind aus meiner Sicht ebenso wie Monologe ohne Zusammenhang und stark psycho... zumindest aber ungeeignet für einen entspannten FIlmabend. Kann dem nix abgewinnen.

Kann den Film absolut nicht empfehlen,
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50 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kunst ist kein Synonym für intelligent, 29. Juni 2011
"The Tree of Life" ist ein in allen Belangen schwerer Film. Seine Bildgewalt, seine Behäbigkeit, seine bedeutungschwangere Aufmachung, all das lastet auf des Betrachters Schultern. Dabei ist dies unabhängig davon, ob man vom Gesehenen überzeugt ist oder nicht. Doch was genau ist es, was dieser Film einem sagen will bzw. will er wirklich etwas sagen ?

Viele Filme, die heutzutage als intelligent gelten sind Kunstwerke der narrativen Reduktion. Ein Gleichgewicht aus klassischer Story, die gut durchdacht ist und dazugehöriger schöner Inszenierung eben dieser, geht diesen Filmen meist ab. Vielmehr ist es wie bei "Tree of Life", dass die Story schrumpft und die Bildgewalt überwiegt. Damit einher gehen dann in aller Regel die hohen Bewertungen, die der Meinung sind diese erzählerische Lücke mit intelligenten Interpretationen schließen zu können.

Ich vertrete hier jedoch bewusst die Meinung, dass es Herrn Malick einfach nicht gelungen ist, seinen großen Bildern eine ebenbürtige Geschichte an die Seite zu stellen. Wenn wir hier schon von Kunst reden, dann darf man nicht vergessen, wie oft Künstler in ihrer eigenen Selbstverliebtheit zergehen und den Betrachter bei Kritik sehr schnell abqualifizieren. Also warum darf es nicht erlaubt sein diesen Film rein von seiner Substanz her zu betrachten und die schmuckvolle Fassade mal auszublenden ?

Was bleibt ist ein sehr christliches Werk über Schuld und Sühne sowie den Kampf zweier Weltanschauungen verkörpert als Vater und Mutter. Eine an sich vielbesprochene Problematik, die hervorragend von den Schauspielern dargestellt wird und auch wahre Freude bereitet. Doch leider werden eben jene Charaktere vom Regisseur selber zu Randfiguren degradiert. Es wird nicht nur gefühlt, sondern auch real, mehr Zeit im Film darauf verwendet Natur- und Weltraumbilder bzw. fraktale Gebilde mit operaler Kulisse zu hinterlegen, als Inhalt zu transportieren.

So kommen in regelmäßigen Abständen Darstellungen einer blau-orangen Flamme bzw. Rauches, zu welchen die Mutter christliche Phrasen flüstert. Warum sollte das jetzt intelligent sein ? Das ist genauso "toll" wie die Sinnlosigkeiten auf der Documenta vor denen die Leute immer scheinbar begeistert stehen. So gesehen ist es Kunst, aber leider zeitgenössische Kunst, die nunmal zurecht kritisiert werden muss!

Des weiteren drängte sich mir während des Schauens der starke Verdacht auf, dass hier eine Mentalität herrscht wie "Ich mach's weil ich's kann" so wie das auch bei Lars von Trier oftmals wirkt. Ich kann Dinos animieren, also mach ich das. Ich kann 15 Minuten weltraumbilder zeigen, also her damit. Ich hab 50 Leute die am Strand laufen, dann im Hochhaus laufen, dann wieder am Strand ohne das was passiert usw. Und genau durch solches egozentrisches Künstlergehabe geht die eigentliche Botschaft immer weiter verloren.

Warum ist es heute so schwer geworden die Dinge unvoreingenommmen zu betrachten und zu bewerten, ohne dass immer gleich von Kunstwerk gesprochen wird ? Wir bewegen uns mit diesem inflationären Gebrauch dieses Begriffs immer weiter in einen Zustand des unreflektierten Gejubels der Intelligenz. Im Endeffekt ist "Tree of Life" wohl nichts als eine verfilmte Kindheitserinnerung, deren genauen Sinn überhaupt niemand kennen soll und somit es schwer fällt, das noch als KINO im klassischen Sinne zu bewerten.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hiobs- und andere rätselhafte Botschaften, 10. November 2011
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Die DVD enthält keine Extras, auch keinen erhellenden, gar erlösenden Audiokommentar. Die mitunter sehr beeindruckenden Bilder sprechen dafür sich für die Blu-ray oder besser noch für den Kinobesuch zu entscheiden. Wer schon Winter's Bone sperrig und anstrengend findet der dürfte sich mit Tree of life noch schwerer tun. Ein unglaublich langweiliger, verwirrender und anstrengender Film! Aber dann doch auch interessant, sehenswert und ansprechend. Der Ruf des Regisseurs als Ausnahmetalent und Hauptdarsteller Brad Pitt haben mich dafür interessiert mich an diesem Film heranzuwagen. Spaß gemacht hat's nicht, Filme wie The Fighter und The Hurt Locker gefallen mir deutlich besser, weil dort Anspruch auf weniger Kunstschnickschnack trifft und noch dazu sehr unterhaltsam ist, aber besser mal überfordert werden statt zum hundersten Mal das Immergleiche zu sehen.

Der Film beginnt mit einem Bibelzitat und immer im wieder Film tauchen Bezüge zu Hiob auf. Ich konnte bereits dem einführenden Monolog nicht recht folgen, in dem es um die Natur und deren unbändigen Egoismus geht. Schon früh wird klar: wäre dieser Film ein Buch, dann hätte es 1000 Seiten und ich würde es niemals zu Ende lesen. Und selbst wenn, dann hätte ich es kaum verstanden. Warum nach der Einführung der Figuren, einer Familie in den USA in den 50er oder 60er Jahren mit Brad Pitt als strengem Vater, langwierige Sequenzen über einen brodelnden Vulkan und Dinosaurier zu sehen sind bleibt unerklärt. Vielleicht sind die Erziehungsmethoden der 50er Jahre so weit weg von der heutigen Zeit wie die Dinosaurierer? Befremdlich jedenfalls wenn spielende Kinder freudekreischend hinter einem Wagen laufen, der DDT versprüht.

Ganz so verwirrend ist der Film dann aber doch nicht, zumindest wenn man sich darauf einlässt und sich vollkommen darauf konzentriert (was sehr ermüdend ist). Der Vater wollte gern Berufsmusiker werden, ist aber gescheitert und will nun durch absurd übertriebene Härte seine Kinder vor Unheil beschützen, fabriziert damit aber nur traumatisierte Sadisten, die in einem eiskalten, entmenschlichten New York Jahrzehnte später total depressiv sind (einer von ihnen wird von Sean Penn dargestellt). Einer der drei Brüder stirbt bei einem Badeunfall, der Vater ist machtlos, genau wie bei späteren Härten des Lebens, seine Stehauf- und Kämpfe Phrasen wirken aufgesetzt. In traumhaften Bildern wird eine Geschichte über die Dinge im Leben erzählt die wirklich von Bedeutung sind: Familie, Liebe, Tod. Der Film wirkt wie eine quälende Therapie, in der sich Bilder einer Dino-Doku verirrt zu haben scheinen. Dialoge gibt es kaum, die Mutter darf praktisch nie sprechen, ruft dann aber zum Schluss zu Liebe und Begeisterung für das Leben auf, aber bis dahin dürften viele Zuschauer bereits eingeschlafen sein oder aufgegeben haben.

Nach Der schmale Grat und The New World ein eher schwacher Film von Terrence Malick

Spielzeit: 132 Minuten, Extras: keine
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The Tree of Life
The Tree of Life von Sean Penn (DVD - 2011)
EUR 7,99
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