Fashion Sale Hier klicken Kinderfahrzeuge calendarGirl Cloud Drive Photos Philips Multiroom Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 1. Mai 2012
Diese Kamera ist die Beste, die ich je besessen habe (und das waren einige), daher gibt es hier satte 5 Sterne von mir. Natürlich gibt es immer noch ein wenig Verbesserungpotential, jedoch habe ich das Gefühl, jetzt endlich "zuhause" angekommen zu sein. Hier in Stichpunkten die positiven, neutralen und negativen Punkte:

Positiv:
- Kamera ist kleiner als man nach den Abbildungen vermuten würde (dennoch sehr stabil und wertig gearbeitet) und trotzdem noch recht leicht
- Wetterfest und staubgeschützt (man sollte aber die entsprechenden Objektive und ggf. auch den geschützten Adapter verwenden)
- Sehr gute Auswahl an Objektiven (mit Ausnahmen - siehe unter "negativ")
- Bildqualität bis ISO 1600 sehr gut (natürlich auch abhängig vom Objektiv), bis 3200 brauchbar und zur Not ist auch 6400 noch zu verwenden
- Exzellenter eingebauter Bildstabilisator! Mir gelingen bei KB-Brennweite von ca. 50 mm noch Aufnahmen bis 1/4 Sekunde Belichtungszeit aus der Hand, und ich habe nicht die ruhigsten Hände
- Exzellenter Sucher (bei halb heruntergedrücktem Auslöseknopf auch im Lupenmodus bildstabilisiert, was vor allem bei starken Teleobjektiven sehr hilfreich ist) und hervorragendes Display, welches sich auch klappen lässt
- Viele Einstellungsmöglichkeiten - auch nach den eigenen Bedürfnissen adaptierbar
- Die Kamera hat ein modulares Konzept. Wer mit sehr kleinem Gepäck unterwegs sein will, nimmt die Kamera ohne Batteriegriff und mit 1-2 Pancakes mit. Dann passt die Kamera noch gut in eine Manteltasche (das zweite Pancake bitte in die andere Manteltasche stecken! ;) ). Wer sehr flexibel sein möchte, kann in eine mittlere Kameratasche zusätzlich zur Kamera mit oder ohne Batteriegriff leicht ein Ultraweitwinkel-, ein Normal- und ein Tele-Zoom sowie einige lichtstarke Festbrennweiten unterbringen und fühlt sich dadurch immer noch nicht schwer belastet
- Nach etwas Eingewöhnung und guter Grundeinstellung (siehe malamuts Beitrag im Systemkamera-Forum) kann man mit der Kamera wirklich gut umgehen (und ich muss dazu bemerken, dass ich die Benutzerführung von Olympus-Kameras immer gehasst habe); man muss sich jedoch ein wenig mit dieser Kamera beschäftigen
- Zum ersten Mal verwende ich auch die Art-Filter, von denen für mich zwar nur wenige interessant sind, aber die sind auch wirklich gut
- Sehr schneller Autofokus (mit MFT-Objektiven)
- bei richtiger Einstellung kann man über- und unterbelichtete Bereiche anhand unterschiedlich gefärbter Hervorhebungen leicht identifizieren

Neutral:
- Sehr guter Live-Bulb Langzeitbelichtungsmodus, der jedoch leider auch mehr Bildrauschen produziert
- Zubehör (z. B. Batteriegriff, wettergeschützter FT-Adapter, Augenmuschel) sind erhältlich (was gut ist), aber zu teuer (was schlecht ist)
- Mir persönlich wäre ein herausklappbares Display, das sich auch zum Schutz vollständig mit dem Bildschirm zum Gehäuse drehen lässt (wie bei Panasonic MFT-Gx-Kameras), lieber gewesen.

Negativ:
-Die Kamera ist selbst für meine kleinen Hände etwas unergonomisch (man gewöhnt sich aber daran). Dafür gibt es jedoch einen hervorragenden Griff, der sich auch mit einem zusätzlichen Batteriegriff erweitern lässt. Das macht die Kamera natürlich auch noch einmal deutlich teurer, aber der "erste" Griff macht die Kamera auch wiederum sehr viel ergonomischer. Als "linksäugiger" Mensch sitzt bei mir die Nasenspitze immer auf dem Display und verschmiert dieses. Das "Daumenrad" (= hinteres Einstellungsrad) ist dann auch schlecht zu erreichen, da die Nase im Weg ist. Dieses Rad kann man aber auch mit dem Zeigefinger bedienen. Bei mir ist das jedoch mit angesetztem Handgriff etwas schwierig, da ich kleine Hände und dementsprechend kurze Finger habe.
- AE-Bracketing für HDR-Fotografie ist umständlich einzustellen; hier hat Olympus nicht mitgedacht
- Sucher-Bildstabilisierung mit der Lupenfunktion ist bei adaptierten Objektiven mit manuellem Fokus etwas umständlich (lässt sich aber teilweise umgehen)
- Leider noch keine lichtstarken Zooms erhältlich (noch! Panasonic hat welche angekündigt, aber wer weiß, wann die erhältlich sind...). Die lichtstarken FT-Zooms lassen sich mit Adapter an der Kamera verwenden, jedoch ist dann der Autofokus ziemlich langsam (noch akzeptabel, jedoch nicht für Action-Fotografie, das 14-54 mm II) bis schneckenlahm (SWD-Objektive); hier sollte Olympus noch nachlegen
- Handbuch ist etwas knapp gehalten und liegt nur in elektronischer Form als pdf-File bei. Es gibt einige schlecht oder gar nicht dokumentierte "Features" der Kamera.
- Das deutsche Menü enthält einige schlecht übersetzte Einträge

Tatsächlich gibt es nicht viel Negatives zu sagen, und das Jammern ist hier auf höchstem Niveau.

Die Olympus E-M5 ist für mich eine hervorragende spiegellose Systemkamera, die - kameratechnisch gesehen - viele Anwender glücklich machen dürfte. Wer allerdings um die 2 Meter misst und Hände wie Klodeckel hat, sollte sich lieber anderweitig umsehen.
44 Kommentare|47 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Mai 2012
Zunächst mal bereue ich den Kauf keine Sekunde, das Teil ist Klasse!

Body:

+ Bildqualität wesentlich besser als meine 'alte' Kamera (GH13)
+ Sehr gute JPG-Qualität. Nichts gegen RAW, aber mir fehlt die Zeit, alle Bilder nachzubearbeiten.
+ Der Stabilisator ist fantastisch!
+ Gute Einstellräder & konfigurierbare Schalter
+ Gutes Display, auch bei Sonne
+ Autofokus & Display ohne jeden spürbare Verzögerung
+ Liegt für die Kompaktheit gut in der Hand
+ Mit dem 45/1,8 von Olympus m.E. die MFT-Referenz bei wenig Licht

o Play- und Fn1-Schalter liegen nicht optimal, man gewöhnt sich aber dran
o Stromverbrauch eher hoch, evt. aufgrund des Stabilisatorsystems?
o Batterie hätte ich daher gerne etwas größer gehabt (etwas größerer Griffmulde wäre kein Problem).
o Stativgewinde nicht mittig unter dem Objektiv, dafür kommt man dann aber auch bei montierter Kamera noch an das Batteriefach
o Das Rauschen des Stabilisators ist unter ruhigen Umständen wahrnehmbar, aber gerade dann hat man oft so wenig Licht, dass die Bildstabilisierung ohnehin notwendig ist (bzw. andere Kameras nicht mehr einsetzbar sind). Ohne wäre natürlich schöner, aber damit kann man leben.

- Die Menusoftware ist immer noch der alte Verhau aus schlecht benannten Optionen, kryptischen Bezeichnungen und schlechter Struktur, die es vor dem iPhone auch bei Handies gab. 100 Seiten Handbuch sind nicht nur ein Ausweis über die tollen Features dieser Kamera, sondern leider auch notwendig, um sie voll zu nutzen.
- Abdeckung des Zubehörports unterm Blitz sehr fummelig und leicht zu verlieren
- Löschtaste im Aufnahmemodus funktionslos, meine GH 1 nutzt das z.B. als Abblendtaste.

Kitobjektiv:
+ Fokussiert schnell und leise
+ Frontlinse steht unabhängig vom Zoom und Fokus
+ Zusatztaste sehr nützlich, z.B. zur Beurteilung der Tiefenschärfe einstellbar
+ Makro gut
+ wetterfest
o Zoomverstellung beim Kitobjektiv wird man auf Motorzoom lassen, im manuellen spürt man doch deutlich die Rutschkupplung, die am Anschlag schwerer geht, aber nicht stoppt
o Makro etwas fummelig zu aktivieren
o nicht gerade klein, trotzdem nicht sehr lichtstark
o Qualität mit den guten Festbrennweiten wie Pana 20/1.7 oder Oly 45/1.8 natürlich nicht zu vergleichen
- Cromatische Aberrationen im Weitwinkel werden noch nicht in der Kamera korrigiert (denke, aber dass Olympus das mit einer späteren Firmware nachholen wird)
- Keine Sonnenblende mitgeliefert (Olympus-Krankheit)

Ein tolles Teil, das mir viel Freude macht, und dessen Kauf ich nicht bereue.

Trotzdem muss ich beim aufgerufenen und auch gerechtfertigtem Preis auch auf die Software schauen, und da wäre vor allem von der Ergonomie her deutlich mehr drin gewesen.

Ein paar Beispiele:

Doppelte Verneinungslogik:
Serienaufnahme+IS OFF - Ein (Zum Ausstellen der Bildstabilisierung während der Serienaufnahme...)

Falschübersetzungen:
'Raum färben' statt 'Farbraum'
'Einstellrad1' statt 'rechts'
'Überbelicht'/'Gegenlicht' beim Histogramm
'Bildfolge' statt 'Bildfrequenz'

Abkürzungen ohne jede Platznot:
Ein.elektr.Such.Stil
Karte einr.
Rauschunt.
Bildstabi.
Bearb.
Schutz aufh

Diese Menüs sind von Technikern konzipiert, und sie führen die technischen Parameter ohne viel Nachdenken nach draußen. Dann hübscht man das Ganze durch nutz- und stillose Hintergrundbildchen etwas auf... Strukturierung und sinnvolle Benamung von Optionen, saubere Lokalisierung und zeitgemäße Benutzerführung sind in dieser Preisklasse aus meiner Sicht kein Luxus, sondern einfach eine ergonomische Notwendigkeit.

Das ging schon immer besser, und es ist einfach ein Jammer, was die Software aus dem tollen Display und dem passablen Touchscreen macht! Die schlecht durchdachte und darüber hinaus schlampig umgesetzte Menusoftware führt für mich zu einem Abzug von einem knappen Stern, insgesamt 4 Sterne plus.

Nichtsdestotrotz gebe ich das Teil bis auf Weiteres nicht mehr her ;-)
66 Kommentare|102 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Mai 2012
Die Olympus E-M5 OM-D ersetzt bei mir eine Canon Spiegelreflexkamera. Ich war 20 Jahre lang treuer Kunde von Canon und habe mehrere Gerätegenerationen "mitgenommen". Als eine neue Canon anstand, da die alte ersetzt werden sollte, habe ich nach 2-3 Monaten Recherche im Internet beschlossen, einen Systemwechsel anzugehen. Sowas ist ja immer eine schwere Entscheidung, die reiflich überlegt werden will. Man investiert in ein Kamerasystem schließlich eine Menge Geld (Wechselobjektive, Blitz, usw.) und die Teile sind oft nur innerhalb eines Herstellers kompatibel. Der Hauptgrund für den Wechsel war die Tatsache, dass ich zur Nutzung der Canon stets vor dem Verlassen der Wohnung beschließen musste: Jetzt gehst du auf Foto-Tour, Ziel sind die und die Motive. Dann habe ich meine Fototasche entsprechend gepackt und mit den 10 kg, die ich dann am Hals hängen hatte, konnte ich dann auch nichts anderes machen.

Mit einer leichten Systemkamera kommt ein völlig neues Nutzungsverhalten ins Spiel. Ich kann sagen: Ich mache jetzt einen Spaziergang oder ich besuche jetzt xyz und nehme die Kamera einfach mal mit. Sprich, man hat sie viel öfter dabei!

Ich habe zu meiner Olympus E-M5 OM-D inzwischen eine Menge Zubehör angeschafft (Wechselobjektive, Batteriegriff, Fernauslöser, ...). Erst dadurch macht die Anschaffung einer Systemkamera aus meiner Sicht richtig Sinn.

Nun zur Kamera selber. Die Einstellmöglichkeiten sind schier endlos! Auch wenn man nicht viel Ahnung hat, kann man aber sofort "losknipsen". Wenn man sich dieses hochpreisige Gerät aber richtig erschließen will, braucht man viel viel Zeit. Hilfreich ist hier auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Nutzern in entsprechenden Foren. Und dann geht's ans Ausprobieren dieser unendlichen Kameraoptionen. Und das macht mit der Olympus E-M5 OM-D richtig Spaß!!!

Ich mache Vergrößerungen für die Wand von A3 und größer. Das packt sowohl meine alte Canon als auch die E-M5 spielend. Technisch sauberes Foto vorrausgesetzt. Die Anzahl der Pixel des Sensors ist demzufolge - nach meiner Meinung - heutzutage KEIN Entscheidungskriterium mehr bei der Auswahl einer modernen Kamera. Wichtig ist vor allem die Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Objektive, die möglichst nicht zu teuer und nicht zu groß sind (beides träfe z.B. auf Canon-L-Objektive nicht zu). Hier kann die Oly voll punkten, denn aufgrund des MFT-Standards können nicht nur Oly- sondern auch Panasonic-Objektive verwendet werden. Das Angebot an guten Objektiven ist bei MFT hervorragend und wird jeden Tag besser.

Weiterhin gefällt mir besonders das Klappdisplay, dass sich vor allem bei Street-Fotografie hervorragend als Lichtschachtsucher nutzen läßt. Auch bei Bodenaufnahmen (Natur, Macro) hat es mir schon gute Dienste geleistet.

Schwierig ist die Auswahl einer geeigneten Tasche bzw. eines Gurtes. Es ist leider so, dass man offenbar für jede Shooting-Situation anders ausgerüstet sein muss. Dementsprechend verwende ich sowohl die Original-Olympus-Ledertasche (dann passt der optionale Zusatz-Griff nicht mehr ran) als auch die Kalahari-Lederhandschlaufe sowie Taschen verschiedener Größe (Crumpler quick escape 700, Tamrac Evolution 2 Messenger).

Und wenn man Pech hat, schafft man sich als nächstes einen neuen Rechner an, denn das Bearbeiten der Oly-Raws macht auch viel Spaß ... :-)
11 Kommentar|29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Mai 2012
Mit der E-M5 ist MFT nun auch sensortechnisch komplett angekommen. Wobei man direkt anfügen muss, dass das in erster Linie für Pixelpeeper von Interesse ist, denn beim klassischen Ausgabeformat im Druck 10x15 oder 13x18 war bis dato noch jeder MFT Sensor zu ISO 1600 in der Lage.

Bildqualität
Fangen wir mit dem wichtigsten an. Hier haben wir nun erstmals eine (m)ft Kamera, die auch relativ starkes Anheben der Schatten in der Bildverarbeitung erlaubt, ohne dass es merklich rauscht. Das Farbrauschen fehlt in den unteren ISOs ganz. Wer seine Bilder gern (intensiv) nachbearbeitet, bekommt nun auch bei mft eine saubere Grundlage mit viel Spielraum in den Schatten.

Aber auch die Lichter sind nun so stabil, dass zu den besten (Sony) APS-C Sensoren kein Unterschied mehr besteht. Dabei produziert die E-M5 dennoch out of cam kontrastreicher und punchige Bilder, ohne dass die Lichter früh ausbrennen.

Zusammen mit den meist überdurchschnittlich randscharfen Bildern, bekommt man mit der E-M5 eine Kamera, die meiner Meinung nach ALLEN APS-C Kameras unter Einbeziehung der gesamten Kette (Objektiv - Sensor - Output) überlegen ist. Was die E-M5 mit dem Panasonic 25mm 1.4 an Knackigkeit und Schärfe bereits bei Offenblende bis an den Rand produziert, lässt eine NEX7 mit dem aktuell besten NEX Objektiv 24mm reichlich alt aussehen. Ganz zu schweigen vom Panasonic 7-14, das trotz digitaler Korrektur sogar jede Kombi aus Kleinbild (oder marketingschwanger gern Vollformat genannt) und Weitwinkelzoom schlägt.

Aus Gesichtspunkten der Bildqualität gibt es kaum mehr echte Vorteile für Kleinbild. APS-C erweist sich inzwischen als die Sackgasse, die es immer schon war, was man vor allem an den im Vergleich riesigen NEX Objektiven sieht, von denen bisher kein einziges an das brennweitenmäßige Pendant bei MFT heranreicht.

Handling
Für meine mittelgroßen Männerhände stellt das Fotografieren mit der E-M5 eine Herausforderung dar. Alles ist arg filigran und auf engem Raum. Zusammen mit einem adaptierten 14-54 MKII ist die Kamera ohne den HLD-6 Batteriegriff nicht wirklich gut bedienbar. Mit Leichtgewichten wie dem 45mm 1.8 ist das allerdings kein Problem.

Ansonsten empfiehlt sich der HLD-6. Allein der Querformatgriff des HLD-6 (der einzeln montierbar ist) entlastet die rechte Hand spürbar und macht das Greifen und Halten sicherer.

Die zusätzliche Augenmuschel E-P11 dagegen ist ein Witz. Mit Brille ist man soweit weg vom Sucherbild, dass man keinen auch nur annähernd vollständigen Einblick mehr hat. Selbst ohne Brille ist die Vignettierung zu hoch. Kurzum: Die E-P11 kann man sich sparen. Die normale mitgelieferte Augenmuschel ist klasse auch für Brillenträger.

Autofokus
Olympus behauptet, es sei nochmals schneller geworden. Ich kann beim besten Willen zur E-P3 keinen Unterschied feststellen. Auch das adaptierte 14-54 MKII ist an der E-M5 nicht schneller. Mag sein, dass vor allem das neue 12-50 einiges rausreisst und echten Nachführfokus vor allem bei Video erlaubt. Kann ich selber nicht prüfen, da ich dieses Objektiv allein aufgrund der mangelnde Lichtstärke nicht in Betracht ziehe.

Zum Thema C-AF kann ich auch nichts berichten, da ich den für meine Fotografie nicht nutze.

Der Bildstabilisator
Mit einem Wort: WOW! Ja er rauscht etwas, was in sehr leisen Umgebungen schwach wahrnembar ist, micht aber nicht stört. Dafür bin ich von der Stabilisierung einfach nur begeistert. Allein ein komplett stabilisiertes Sucherbild zu haben, gestaltet das manuelle Fokussieren mit alten Objektiven zum waren Kinderspiel. Gerade mit einigen alten OM Objektiven, die eine "springende" Schärfe haben, kann man dank des stabilisierten Sucherbilds auch ohne Sucherlupe präzise fokussieren. Ich dachte bisher, Olympus sollte ähnlich Sony Peaking implentieren, aber das manuelle Fokussieren ist nun so präzise, dass ich peaking nicht vermisse.

Ansonsten
Das Display ist wie schon an der E-P3 top. Nun ist es zusätzlich klappbar und damit ist Fotografieren aus allen Winkeln möglich. Die Reaktionsgeschwindigkeit des Touchscreens ist Iphone like und um Klassen besser als an einer GH2 oder G3 von Panasonic. Überhaupt ist die E-M5 genau wie bereits die E-P3 um Welten schneller wie die MFT Lumix Kameras: Der Buffer ist größer, die Kamera schreibt schneller auf Karte, der Blitz lädt schneller nach etc.

Für Studioblitzbesitzer und Strobisten dürfte interessant sein, dass die E-M5 zusammen mit den Phottix Strato II und Bowens Gemini 400 oder einem FL50R ohne zu murren 1/320 synchronisiert. 1/250 macht sie ohnehin von Haus aus und ist auch damit vielen APS-C Konkurrenten überlegen. Ganz zu schweigen von einer GH2 oder G3, mit denen man nicht mal im Serienbildmodus durchblitzen kann.

Fazit
Eine Menge Holz kostet die E-M5. Ohne Zweifel. Wer nicht das letzte bisschen Bildqualität braucht, ist auch mit einer E-P3 / E-PM1 etc. gut bedient. Auch die G-Serie von Panasonic ist top, wenngleich mir die Farbwiedergabe nicht gefällt. Ist aber Geschmackssache. Wer bereit ist in dieser Preisklasse zu investieren, kann ohne Bedenken zur E-M5 greifen. Den Hauch mehr an Auflösung und das Qäntchen mehr an High Iso Qualität einer Nex7 wird mehr als aufgewogen bei der E-M5 durch: um Längen besseren AF, durch die Bank weg bessere Objektive und einen Stabi der seines Gleichen sucht.
33 Kommentare|67 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Juli 2012
Man mag mich durchaus für einen "Gearhead" halten, wenn man meine ,Sammlung' an M43 Kameras betrachtet (Oly EP1, Pana GF1, GF3 und GX1 -2 davon verkauft), aber so sind mir immerhin Vergleiche möglich, die anderen Usern verwehrt sind.

1. Gehäuse, Bedienung ? Beim Radfahren und Bergsteigen braucht man als engagierter Fotograf eine Kamera, die nicht zu groß, leicht, robust und einfach zu bedienen ist. Das alles bei Leistungen, die einer guten APS-C Kamera entsprechen. Die M5 kommt diesen Ansprüchen so nahe wie bislang keine meiner M43er. Sie hat ein robustes Alugehäuse und ist samt Objektiv spritzwassergeschützt. Letzteres war für mich ein wichtiges Kaufargument, habe ich doch bereits eine Nikon D40 durch Wasserschaden (Schweißtropfen) verloren. Was die Bedienung betrifft, so lege ich besonderen Wert auf sichere Einhandbedienung und auf die geringe Gefahr ungewollter Fehlbedienung. Auch hier ist die M5 vorbildlich. Der ausgeprägte Daumenhalt auf der Rückseite in Verbindung mit dem flachen Wulst auf der Vorderseite sorgt für ausreichenden Halt bei der Einhandbedienung. Wer es noch griffiger mag, der kann sich ja den zweigeteilten Batteriegriff zulegen, der allerdings nicht als Schnäppchen zu haben ist. Die Gefahr, bei Einhandbedienung andere Bedienelemente als gewünscht auszulösen ist sehr gering, zumal die fünf im unmittelbaren Gefahrenbereich befindlichen Bedienelemente allesamt programmierbar sind. Lediglich das sehr günstig um den Auslöser platzierte Rad zur Belichtungskorrektur wirkt etwas zu leichtgängig. Aber sonst glänzt gerade diese Funktion durch absolute Alltagstauglichkeit. Wenn man die Displays auf die sehr deutliche Anzeige von Über- und Unterbelichtung einstellt so kann man Fehlbelichtungen rasch mit dem Mittelfinger korrigieren. Die Anzeige der Korrekturstufen ist auch größer und deutlicher als bei meinen Lumixen. Auch bei meinen anderen Kameras gelang diese Korrektur niemals so rasch, bequem und treffsicher ! Ein weiterer Riesenvorteil ist die Möglichkeit vom Display auf Sucher nur durch Annäherung des Auges an den Sucher (sehr hell und weitgehend flimmerfrei) umzustellen. Das Display kann überdies auf Überkopf- bzw. bodennahe Aufnahmen umgestellt werden. Ein dritter großer Vorteil ist die Möglichkeit, die Fokussierung punktgenau über den Touchscreen zu erledigen, wobei der Vergleich zu Panasonic (etwas weniger sensibel) positiv ausfällt. Was das Menü betrifft, so ist hier aufgrund der Oly-typischen Vielfalt an Einstellmöglichkeiten einiges Studium angesagt wozu man (wie nun leider üblich) nur eine Bedienungsanleitung auf CD geboten wird. Bei der Suche nach den richtigen persönlichen Einstellungen erweisen sich die Ratschläge erfahrener User als sehr hilfreich. Sehr wertvoll ist auch das Super Control Panel mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Kamerafunktionen. Man wählt die entsprechen Funktion per Touchscreen und ändert dann die Parameter per Einstellrad. Blitz ? Die Kamera verfügt über keinen eingebauten Blitz, was aber -wie wir bei der Wertung der Bildqualität sehen werden- keine große Rolle spielt. Er fehlt lediglich als Aufhellblitz. Sicherlich, man kann den mitgelieferten, ebenfalls wasserdichten Kleinblitz einsetzen, aber vor dem Aufstecken muss man erst die beiden Abdeckungen für den Blitzschuh und einem zusätzlichen Kontakt (fummelig !) entfernen. Geschwindigkeit ? Wenn ich einen Vergleich zum Autofokus der Oly EP1 ziehe, so liegen Welten dazwischen. Was den Autofokus betrifft, so ist für mich nun kein Unterschied mehr zu einer guten APS-C Kamera zu erkennen. Bildstabilisator ? Der neue Stabi ist wohl das Beste, was es derzeit im Bereich der Sensorstabilisierung gibt. Im stillen Kämmerlein macht dieses Ding(eingeschaltet oder nicht !) ein ungewohntes Dauergeräusch, was jedoch beim praktischen Betrieb keineswegs auffällt. Riesenvorteil : Meine ganzen unstabilisierten Pana-Objektive (vor allem die tollen Pancakes !) bekommen jetzt auch eine Stabilisierung !

2. Bildqualität ? Ich bin von meiner Nikon D700 hohe ISO-Leistungen gewöhnt. Es ist verblüffend, dass die M5 auch in dieser Beziehung kaum zurücksteht. Aufnahmen mit ISO 6400 erweisen sich als absolut brauchbar ! Da können meine Lumixe nicht wirklich mithalten. Wenn man also bei Schwachlicht das hervorragende Pana 20 = 40mm /1,7 einsetzt, dann braucht man bei der guten Stabilisierung wohl nur in den seltensten Fällen (rasche Bewegungen) einen Blitz. Dazu kommt, dass die JPEG-Verarbeitung bei der M5 so hervorragend ist, dass ich es aufgegeben habe wie bei den Lumixen RAW zu fotografieren. In Zusammenhang mit der geringeren Anzahl an Fehlbelichtungen und schlechter Bildkomposition aufgrund kaum erkennbarer Displays hat sich somit die Bearbeitungszeit meiner Aufnahmen glatt halbiert !

3. Akkuleistung ? Angesichts der zahlreichen stromfressenden Funktionen der Kamera darf man sich mit Blick auf das kompakte Gehäuses der M5 keine Wunder erwarten. Die Anschaffung eines Zweit- oder Drittakkus ist daher anzuraten. Wer aufgrund der überzogenen Kosten eines solchen Teils (über € 60.- !) fremd geht, der muss keinen Leistungsverlust inkauf nehmen, sich aber damit abfinden, dass Fremdakkus auf dem Originalladegerät nicht aufgeladen werden können. Man muss in diesem Fall also zwei Ladegeräte mitzuführen !

4. Objektive ? Das Kitobjektiv 12-50 mm (24- 100 mm) verfügt zwar über einen wirklich brauchbaren Brennweitenbereich ist aber mit 3.5 - 6.3 keineswegs ein Lichtriese und kann auch nicht als kompakt gelten. Es ist jedoch leicht, verfügt über einen Spritzwasserschutz und macht was die Bildleistungen betrifft einen sehr guten Eindruck. Das beste Universalobjektiv für die OM5 ist jedoch ohne Zweifel das Panasonic 12-35 mit der konstanten Lichtstärke von 2.8. Kein anderes Objektiv, auch nicht die Festbrennweiten haben eine höhere Auflösung. Man muss dafür allerdings nochmals den Preis der Kamera auf den Tisch legen. Über die Univeralzooms hinaus empfehle ich das Pana 20 = 40 mm mit der Lichtstärke von 1:1,7 sowie das ausgezeichnete und sehr preiswerte Walimex = Samyang Fischauge (7,5mm/1:3.5).

5. Fazit ? Die M5 lässt sowohl was die Bedienung als auch die Bildleistungen betrifft meine Lumixe klar hinter sich. Der nicht gerade geringe Preis erweist sich in der Praxis als wirklich angemessen.
11 Kommentar|35 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Oktober 2012
Eigentlich schreibe ich nur in wenigen Fällen Rezensionen, zumal hier alles bereits kommuniziert wurde. Ich möchte aber auf jeden Fall noch etwas ergänzen, denn ich fotografiere seit einiger Zeit als Nikonianer mit Vollformatkameras (D 700 jetzt D 800). Dazu benutze ich recht gute Objektive sprich das 24-70 2,8 z.B. oder auch gerne mal eine Festbrennweite 85 mm 1,8 oder 105 mm 2,8.
Dies nur zum besseren Verständnis meiner Beurteilung. Aufgrund der positiven Kritiken im Netz, wie auch hier bei amazon, bestellte ich mir die Kamera, zunächst nur mit dem Kit-Objektiv 12-50. Schließlich blieb meine D 800 doch sehr häufig zuhause, da ich nicht immer Lust hatte knapp 4-5 kg herumzutragen. Während der letzten 3-4 Wochen hatte ich genug Gelegenheiten, die Kamera zu testen und (darum schreibe ich hier die Rezension) sie mit der Nikon D 800 und dem 24-70 2,8 zu vergleichen.... Ja ich weiß, eigentlich kann man sie nicht vergleichen, da zwei unterschiedliche Systeme. Mein Fazit ist, dass nicht wie vorher von mir vermutet, Riesenunterschiede sichtbar werden, sondern ganz im Gegenteil !!! Wenn überhaupt ist nur bei über 100% reinzoomen ein unwesentlicher Unterschied erkennbar in der Qualität und der Auflösung. Insgesamt gefällt mir das jpg ohne Korrektur bei Olympus sogar in vielen Fällen besser als bei Nikon (gerade die Farben). Die Bilder der OM-D sind, gerade mit dem nachträglich gekauften 45 mm 1,8, dermaßen knackscharf auch in den Ecken, dass die D 800 mit dem 24-70 (und wir sprechen hier über eine Optik, die knapp 4500 EUR kostet....) kaum mitkommt oder gleichwertig ist. Tja... jetzt kommt die schwere Entscheidung nach den Ergebnissen, ob es sich überhaupt noch lohnt, eine schwere Kamera mit Spiegel herumzutragen und sowieso nie dann dabei zu haben, wenn man sie gerade braucht.... Ich glaube, hierzu brauche ich noch Zeit, vielleicht behalte ich auch beide. Denn ein Verkaufen der D 800 kann nicht rückgängig gemacht werden. Von mir auf jeden Fall eine klare Kaufempfehlung !!!

Nachtrag vom 24.10.2012:
Ich habe mich entschieden und werde die OM-D behalten, die D 800 geht weg. Dies wurde mir wieder auf einer Städtetour nach Lüttich klar, wieviel Gewicht ich da mit rumschleppe. Es waren mit Stativ um die 9 Kg...
0Kommentar|41 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Juni 2013
Nach einigen Tagen mit der OM-D bin ich restlos begeistert. Ich hatte davor diverse analoge SLR Kameras, dann digitale Bridge- und Kompaktkameras und zuletzt eine Sony Alpha DSLR. Die Olympus OM-D ist die beste Kamera, die ich bisher in Händen hatte.
Die Kamera ist mit dem 12-50mm Setobjektiv sehr schnell - ideal zum Beispiel um meinen Hund in voller Action immer scharf einzufangen.
Die Bildqualität ist überragend, vor allem der Dynamikumfang begeistert.
Die Konfigurationsmöglichkeiten sind derart umfangreich, da bleiben keine Wünsche offen. Allerdings kostet es natürlich Zeit, wenn man alle Optionen ausprobieren und kennenlernen möchte.
Andererseits lässt sich die OM-D auch idiotensicher und vollautomatisch bedienen - die Ergebnisse sind immer sehr gut.
Der eingebaute Sucher ist vor allem im hellen Sonnen- oder bei Dämmerlicht sehr hilfreich.
Ideal sind Gewicht und Größe der Kamera: Sie ist gerade auf Reisen gut zu transportieren und sie lässt sich trotzdem gut halten. Für einen Profi mag sie zu klein sein und im Zusammenspiel mit großen Brennweiten zu filigran, aber für den Hobby- oder Reisefotografen ist sie genial.

Eine Besonderheit des MFT Systems ist, dass Objektive aus der analogen Zeit problemlos verwendet werden können. Auf die Automatikfunktionen muss man dann zwar verzichten, aber es macht viel Spaß, beispielsweise ein altes Canon FD Objektiv an der OM-D einzusetzen. Ein Adapter kostet nicht viel und die alten Objektive bekommt man teilweise äußerst günstig. Beste Erfahrungen habe ich mit einem 70-210mm f3,5 Macro Zoom gemacht. Die kleine OM-D wirkt fast verloren am Ende des großen Objektivs, aber die Erebnise sind überzeugend.

Nachtrag: Einige tausend Bilder später ist die Begeisterung geblieben. Die OM-D macht in allen Lebenslagen hervorragende Bilder: Am hellen Strand, im verregneten Wald, in dunklen Räumen, bei Nacht, Makros mit dem Setobjektiv, schnelle Tieraufnahmen oder Portraits - die Ergebnisse überzeugen! Je dunkler die Umgebung, desto länger dauert das Scharfstellen, aber es geht immer noch schneller, als bei meiner Sony alpha 500 DSLR. Die Bildqualität ist einfach nur gut. Filmen kann die OM-D natürlich auch, aber diese Funktion nutzte ich nur gelegentlich und mit geringen Ansprüchen, deshalb kann ich nichts zur Videoqualität sagen.
Was ich mir wünschen würde: ein klassisches Rädchen zur Zeiteinstellung und einen klassischen Blendenring.

Nachtrag Mai 14: Erfahrungen mit dem Panasonic Leica 25mm, f1,4. Dieses Objektiv ist nicht billig aber es ist seinen Preis wert! Durch die extreme Lichtstärke kann man sehr gut mit der Tiefenschärfe spielen. Trotz des relativ kleinen MFT Sensors bekommt man bei f1,4 die Schärfe genau an die Stelle, an der man sie sich wünscht. Portraits mit verschwommenem Hintergrund gelingen einwandfrei. Außerdem kann man bei Dämmerlicht noch sehr gut ohne Blitz fotografieren. Die leichte Schwächen der OM D E5 im höchsten ISO Bereich sind mit diesem Objektiv kein Problem mehr.
review image review image review image review image
0Kommentar|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 9. Mai 2012
Bislang fotografierte ich mit der Sony Nex 5n (davor Nikon D90, die der Nex weichen musste wegen LiveView, Video, Display, LowLight, Gewicht) und gehörte zum begeisterten Lager der APS-C/DX/"Vollformat"-Befürwortern: ja größer der Sensor, desto besser für das Foto. Dann begann ich mich mit Micro Four Thirds zu beschäftigen, besaß die Pen E-PL1 + E-PL2, die mit den hochwertigen MFT-Festbrennweiten eine wesentlich bessere Schärfeleistung brachten als die Nex oder Nikon - solange es hell war. Bei düsterer Konzertfotografie in kleinen Clubs hatte die Nex mit Objektiven wie das manuelle Canon FD 24mm/1.4 oder 50mm/1.2 S.S.C. die Nase weit vorn. Doch die Pen E-PL2 - von mir besonders für die verzeichnungsarme, extrem scharfe Ablichtung von Gemälden und Kunstwerken genutzt - wird nun verkauft, ebenso wie die Sony Nex 5n - denn jetzt gibt es die Olympus OM-D E-M5.

Zunächst mal sehr schön, dass die OM-D ein ähnliches Klappdisplay besitzt wie die NEX, erprobt, praktisch und wesentlich funktioneller als ein weit ausklappbarer Mechanismus. Erstens, weil man erheblich schneller die Displayposition ändern kann. Zweitens wegen Stabilität - man versuche mal, in einer Meute sich gegenseitig wild bedrängender Journalisten mit einem weit ausgeklappten Display zu fotografieren; das macht man nicht oft, dann ist das Display ab. Um aber über Kopf zu fotografieren, ist diese OM-D Variante ideal. Daneben bin ich als Brillenträger auch mit dem eingebauten, hellen, gut auflösenden Sucher sehr zufrieden.

Das Design lehnt sich bekanntlich an alte OM-Modelle an. Das gefällt mir sehr gut. Die Linien sind gerade, sachlich und elegant. Die Bedienelemente sind für meine eher kleinen Männerhände optimal positioniert. Am zentralen 5-Tasten-Element finde ich den Druckpunkt schwammig, das war bei den früheren Pen-Modellen präziser. Und der Wiedergabeknopf liegt etwas zu dicht am FN1-Knopf. Dafür mal wieder wunderbar, dass man auch den Videoknopf - den ich nicht brauche und der bei der Sony Nex immer zum versehentlichen Videostart geführt hat - frei programmierbar ist (von mir mit ISO belegt). Die Drehräder sind ganz leicht wackelig, auch das könnte solider verbaut sein. Der Einschalthebel unten rechts hat keine optimale Position, denn schnelles Ein/Ausschalten geht nicht einhändig. Und um die Mängelliste abzuschließen: Die Abdeckung von USB/AV-Anschlüssen aus Gummi zu bauen, läßt Skepsis aufkommen. Soetwas gab es schon früher und ist nach einigen Jahren ausgeleiert. Da wäre eine stabile Abdeckung wie beim SD-Schacht schöner gewesen. Der mitgelieferte Blitz ist ein nettes Spielzeug; anzuerkennen, dass Olympus dafür nicht extra Geld verlangt. Aber es ist wie beim Lieferzustand arg fummelig, erst drei lose Plastikabdeckungen beiseite zu schaufeln, ehe man den Blitz ansetzen kann. Das war bei Sony Nex 3 bis 5 allerdings auch nicht besser gelöst. Ansonsten macht das Gehäuse einen stabilen und edlen Eindruck.

Doch das Wichtigste, die Bildqualität, die zieht an meinen Erfahrungswerten von Nikon D90 (bzw. D300/D700) und an der Sony Nex-Linie vorbei. Unter hellen Bedingungen scharf wie Chili, unter dunklen Bedingungen immer noch hoch auflösend. Ich habe in einen nahezu lichtlosen Flur ohne Blitz fotografiert - nicht nur, dass nichts verwackelt wurde (bei 1 sec aus der Hand), es wurden auch noch Gegenstände, Formen und Farben gezeigt, die mit dem bloßen Auge nicht mehr zu erkennen waren. Somit sind sogar Nachtaufnahmen frei Hand möglich. Der Bildstabilisator ist eine Wucht - aber mit Vorsicht. Nachtaufnahmen vom Stativ aus wurden irgendwie etwas unscharf. Ich schaltete dafür den Bldstablisator aus und siehe - plötzlich wurden auch diese Aufnahmen knackig. Es scheint, bei aller Innovation, dass Olympus das Stabilisationsproblem, das schon bei den PENs bekannt war, immer noch nicht 100prozentig im Griff hat und man den Stabilisator je nach Motiv aus oder zuschalten sollte.

Ach, das akustische Rauschen: mit Skepsis las ich darüber in den Benutzermeinungen. Dann schaltete ich die Kamera zum ersten Mal ein und konnte darüber nur lachen. Sicher, man kann auch über eine einzelne Mücke in Panik ausbrechen und deswegen eine schlaflose Nacht verbringen. Man kann sich auch über das Ticken einer Armbanduhr aufregen. Aber im Ernst - wenn mich dieses zarte Rauschen auch nur irgendwie stören würde, dann müssten mich die ganze Zeit über das Blubbern in der Heizung, das Knacken der Dielen, das Summen des Kühlschranks und die startenden Autos draußen zur absoluten Hysterie bringen. Genug dazu. Dies Rauschen ist da, ist extrem leise und nicht wert, daraus ein Thema zu machen.

Die Kamera ist einfach gut und seit den Zeiten einer Nikon D40 eine gewaltige Weiterentwicklung in Bildverarbeitung und Geschwindigkeit. Beim Sensor - groß=besser - muss man mittlerweile umdenken, denn große Sensoren verlangen auch nach großen, komplizierten + teuren Optiken und kleinere Sensoren wie bei MFT lassen sich ganz offensichtlich von der elektronischen Bildverarbeitung effektiver nutzen. Es hat schon seinen Grund, warum Olympus auf MFT setzt. Die inzwischen erhältlichen Objektive sind hervorragend - insbesondere im Vergleich mit dem Sony Nex System. Sicher kann man auch mit einer Nikon D700, D800 oder sogar D4 rattenheiße Fotos machen (man merkt, dass ich mal Nikon-ianer war) - aber wenn ich einen Tag lang mit so einem Boliden und den dazu nötigen Objektiven herum laufe, habe ich am Abend einen steifen Nacken. Die OM-D E-M5 leistet durchaus vergleichbare Arbeit und wiegt mit einem passenden Objektivset gerade mal ein Kilo. Die kann ich fast noch am Gürtel tragen. Genial!

Der Touchscreen ist toll und das Auslösen über Display mit frei definierbarem Fokuspunkt unglaublich gut. Die äußere Bedienung funktioniert schnell und komfortabel wie bei einer großen DSLR. Die Geschwindigkeit von Autofokus und Serienbildern läuft äußerst zügig. Und der Preis - nunja, nicht billig, aber für das, was die Kamera bietet angemessen. Eine Nikon D4 oder D800 oder eine Leica M9 zieht ganz andere Scheine aus der Geldbörse. Ich bin von der Kamera - trotz einiger kleiner, nebensächlicher Verbesserungswünsche - begeistert!!

Pro:
- sehr gute Haptik und Verarbeitung, klein und handlich
- schnelle Handhabung durch zwei Wahlräder und drei frei konfigurierbare Bedienknöpfe
- überzeugende, scharfe Bildqualität, auch im LowLight Bereich bis ISO 1600/3200, besser als das Schlachtschiff auf diesem Gebiet Sony Nex 5n
- sehr praktisches, abschaltbares Berührungs-Display und sehr guter Sucher
- Stativanschluß außerhalb der Mitte, so dass auch am Stativ ein Akkuwechsel möglich ist
- sehr wirkungsvoller Bildstabilisator im Gehäuse (bei Stativaufnahmen besser auszuschalten)
- ausgezeichnete JPEG-Verarbeitung

Contra:
- USB und AV-Abdeckung aus Gummi
- 5 Knöpfe-Kreuz hat etwas schwammigen Druckpunkt
- Wiedergabe und FN1 Knöpfe etwas zu dicht zusammen
- Ein/Aus-Schalter ungünstig positioniert
- Belichtungsreihe mit max. +/- 1 zu mager - für z.B. HDR wäre eine breitere Programmierung wie +/-3 wünschenswert
- externer Blitz fummelig anzubringen
- z.Zt. (Mai 2012) originale Ersatzakkus kaum zu bekommen (schlechte Logistik)
- bei Kunstlicht etwas problematische Farbwiedergabe
44 Kommentare|26 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. September 2012
Bis zur Olympus OM-D habe ich einen weiten Weg hinter mir - von der Original OM von Olympus über mehrere Nikons bis zur F100 (die Entscheidung von Olympus zu Nikon zu wechseln habe ich lange Jahre bedauern dürfen, die Nikon Objektive hatten ganz einfach nie “Olympus-Klasse”) und in der digitalen Welt bin ich nun auch schon bei der sechsten angelangt: eben der OM-D. Nebenbei habe ich noch die PEN-EPL3, das war die fünfte und die Lumix G1 als die vierte.

Bevor ich zu meckern beginne: ich bin von der OM-D sehr begeistert, photographiere jeden Tag aufs neue gerne damit, bin mit den Bildern und der optischen Qualität der Objektive ebenfalls absolut zufrieden. Der entscheidende Vorteil der Olympus gegen alles auch nur annähernd Vergleichbare von Canon oder Nikon: Preis, Grösse und Gewicht. Da haben die anderen einfach nichts auch nur annähernd Vergleichbares im Program. Um die Bildqualität der OM-D zu schlagen müsste man schon zur D800 bei Nikon greifen, dann aber hat man mindestens das dreifache an Gewicht rumzuschleppen und zahlt mindestens das drei bis vierfache. Das Gewicht war der Hauptgrund warum ich mir, obwohl ich eine tolle Nikon Ausrüstung hatte, für einige Jahre das Photographieren fast schon abgewöhnte. Fast hätte ich mir die Nikon D300 oder D700 gekauft (in der Hoffnung die alten Nikon Objektive weiternutzen zu können), jetzt wo ich die OM-D in Gebrauch habe bin ich heilfroh es nicht getan zu haben. Die letzten 4 Monate hatte ich die Olympus fast immer dabei, oft mit zwei oder gar drei Objektiven. Photographieren macht wieder richtig Spass. Die Kamera ist extrem schnell.

Ich würde mir die OM-D jederzeit wieder kaufen und sie jeder Vollformatkamera vorziehen. Trotzdem nur 4 (+) Punkte da es doch eine ganze Reihe von ärgerlichen Kleinigkeiten gibt, an denen Olympus schnellstens arbeiten sollte.

Kommen wir also mal zum meckern, da gibt es so einiges und an manchen Tagen fange ich fast an, die hier ebenfalls zu findenden 1 oder 2 Sterne reviews zu verstehen:
---Die Kamera wird ohne Handbuch ausgeliefert - das Ding das da in dreissig Sprachen beiliegt kann man auch gleich wegschmeissen. Das Handbuch liegt auf CD-ROM bei. Die Kamera kann so viel, dass man ohne Handbuch nicht auskommt - was nun? Soll ich es mir etwa ausdrucken und als Loseblattsammlung mitnehmen? Oder versuchen es auf meinem nicht vorhandenem Smartphone zu lesen (viel Spass bei den vielen Querverweisen). Ich empfinde das Fehlen eines brauchbaren Handbuchs als ausgesprochene Frechheit.
-- Die Objektive kommen alle ohne Sonnenblende, die soll man extra kaufen. Ich erinnere mich noch an alte Zeiten als die Objektive ausser mit passender Sonnenblende auch noch in einem netten Lederbeutelchen kamen, das sehr praktisch war, wenn man mal ein Zusatzobjektiv einstecken wollte.
- Die Kamera kommt mit einem netten Spielzeug, einem Aufsteckblitz, hier sogar mit nettem Täschchen. Da habe ich jetzt schon zwei von diesen Blitzchen (bei der E-PL3 war auch einer dabei) und weiss schon lange nicht mehr wo die sind. Ein ausgedrucktes Handbuch, eine Sonnenblende oder gar ein Beutel fürs Objektiv: alles wäre nützlicher.
-- Ich habe auch noch die E-PL3 und die hat “natürlich” schon wieder einen anderen Akku also kein Ersatzakku und zwei Ladegeräte mitschleppen wenn man beide Gehäuse dabei hat - muss das denn wirklich sein?
---Das Olympus Menü: immer wieder “oh mein Gott”. Wie kann man so etwas nur fertigbringen. Meine letzte Rettung war schon des öfteren der iA (sie Esel) Knopf damit ich überhaupt zu einem Bild kam. Gelegentlich hatte ich in den manuellen Modi etwas verdreht und kam nicht so ohne weiteres zurück, da blieben mehrere Photos ungemacht, weil ich erst mal wieder nach Hause gehen musste, um im Handbuch zu blättern. Dann, in aller Ruhe, geht es schon. Insgesamt gesehen ist das Menü auf der OM-D aber so meisterlich chaotisch, das man dann doch irgendwie immer wieder das Meiste findet.
-- Die Ladezustandanzeige: wie schon auf meiner E-PL3, die hätte Olympus sich auch gleich sparen können, wenn die beginnt etwas anzuzeigen ist es schon fast zu spät die Kamera auch nur noch einzupacken...
- Handhabung: ich habe trotz grosser Hände keine Probleme mit der OM-D - aber die Lumix lag zugegenbenermassen besser in der Hand. Zu Beginn drückte ich manchmal versehentlich den einen oder anderen Knopf mal mit - aber an die relative Enge habe ich mich gewöhnt, es geschieht kaum noch, dass ich mal versehentlich gleich zwei Sachen drücke. Das geringe Gewicht und die Grösse, der Mitnehm- und dabei noch Spass haben-faktor zählen für mich mehr als der Abstand zwischen den Knöpfen. Leute mit dicken Daumen sollten aber das Gehäuse unbedingt vor dem Kauf mal in die Hand nehmen und schauen ob sie auch nicht mit dem Info-Knopf ins Gehege kommen. Der FN2 Knopf ist auch mal schnell versehentlich gedrückt. Das kann schon stören.
- Der Bildstabilisator: da liest man in manchen reviews hier kritisches, zu Anfang dachte ich “die spinnen”. Mit dem Geräusch habe ich keine Probleme. Aber in letzter Zeit hatte ich schon eine ganze Reihe Bilder mit einer leichten Unschärfe, die von den Lichtverhältnissen her einfach nicht hätten unscharf sein dürfen und beginne mich zu wundern.
- Empfindlichkeit: geht erst bei ISO 200 los- warum fehlt ISO 100? Ist das eine Vorwarnung, dass Olympus nie plant für diese Kamera lichtstarke Objektive rauszubringen (ich weiss, es gibt ein paar lichtstarke Festbrennweiten, ich habe das 45er).
- Der klappbare Monitor: warum nicht gleich schwenkbar wie an der E5 oder wie es auch die Panasonic Lumix zum halben Preis vormacht? Die Olympus Lösung wirkt vielleicht stabiler, aber ich fand z.B. bei der G1 toll, dass man den Monitor auch ganz einfach völlig wegklappen konnte.
- Art-Filter: braucht man die wirklich? Und wenn schon: warum fehlt HDR? Das wäre die eine Sache die ich echt gerne gleich vorgesehen hätte. Dafür würde ich glatt auf sämtliche der Artprogramme verzichten.
- Mit dem 12-50 mm Standardobjektiv bin (war) ich zufrieden, das Hin- und Hergeschiebe für den Macro-Modus kann aber doch etwas nerven. Inzwischen hat es mir meine Tochter abgenommen, die damit an der Panasonic G1 photographiert und es sogar dem guten 14-45mm Original von Panasonic vorzieht - eben wegen der Macrofunktion.
---Die alten 4/3 Objektive von Olympus lassen sich zwar alle per Adapter an die Kamera setzen, dann geht aber einer der grossen Vorteile der OM-D in den Keller, die Geschwindigkeit. Nichts mehr mit in Windeseile scharf und abgedrückt.
- Fernauslöser: an manchen der billigen Modelle hat Olympus einen schicken kleinen Infrarot Fernauslöser - warum nicht an der OM-D? Da will man mir schon wieder 70 Euro für eine Speziallösung abnehmen... glücklicherweise habe ich den Hama Funkfernauslöser und es gab für 9 Euro ein Kabel für die OM-D.
- Der Ersatzakku soll sage und schreibe 80 Euro kosten - da glaubt Olympus wohl selber nicht, dass den noch einer kauft, man bekommt ihn nämlich obendrauf so gut wie nie - “Lieferschwierigkeiten” - es gibt inzwischen billigere Varianten von Fremdherstellern, die aber schon wieder ein eigenes Ladegerät brauchen. Eigentlich hätte ich in meinem Gepäck ja ganz gerne auch noch Platz für anderes als diverse Ladegeräte.

Genug gemeckert, um bei nur einem Stern anzukommen? Nun ja, bei mir bekommt sie wegen des klaren Verbesserungspotentials “nur” 4+ Sterne - weniger würde dieser Kamera nun wirklich Unrecht tun. Sie macht ganz einfach einen Riesenspass. Ich hoffe Olympus kommt bald noch mit ein paar weiteren Objektiven, die dann auch passen und glaubt nicht sich auf der alten 4/3 Serie mit zugegebenen ausgesprochenen Leckerbissen ausruhen zu können. Und für eine gedruckte und gebundene Ausgabe des Handbuches wäre ich sogar bereit ein paar Euro extra zu zahlen...

Noch mal ganz kurz die Vorteile:
+++ geringes Gewicht, wirklich mitnehmbar
++Brennweitenfaktor 2 sorgt für kleine, leichte Objektive
+++tolle Bildqualität, sehr schöne Farben
++Bildstabilisator im Gehäuse
+++sehr, sehr schnell so lange die Original Micro 4/3 Objektive verwendet werden
++ganz überwiegend gute Objektive (die 3, die ich habe, haben alle Metallbajonett)
+++qualitativ hochwertiges Gehäuse mit Spritzwasserschutz
+++hoher Spassfaktor
+++trotz relativ hohem Preis unschlagbar im Preis-Leistungsvergleich
33 Kommentare|40 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. August 2013
Ich habe mir die Systemkamera zugelegt, weil ich die Nase voll hatte, jedes Mal einen Bandscheibenvorfall zu riskieren, nur weil ich ein wenig fotografieren wollte. Bisher hatte ich eine Canon EOS 50D mit ein paar Gläsern und damit auch ordentlich Gewicht dabei.

Ich möchte hier nicht zu sehr auf die technischen Spezifikationen eingehen, die bereits ausführlich beschrieben wurden (eine sehr gute Zusammenfassung liefert hier die Rezension von K.Busse). Ich möchte vielmehr beschreiben, ob und wann sich die Anschaffung lohnt.

Um einen kompletten Umstieg zu vollziehen, sollte die neue Kamera folgende Mindestkriterien erfüllen
- Integrierter Sucher
- Programmwahlrad
- Einstellräder

Mit diesen Vorbedingungen schieden gleich einige Kameras von vornherein aus. Aufgrund der hervorragenden Tests und bestätigt durch ausführliches befingern ist es dann die Olympus geworden.

Meine größte Sorge war der elektronische Sucher, der doch ein anderes Bild erzeugt als der Blick über einen Spiegel. Es ist tatsächlich eine Umstellung zu einer DSLR und es bedarf einer gewissen Gewöhnung. Insgesamt ist die Qualität aber erstaunlich gut und es ist möglich ruckelfrei zu arbeiten.

Zudem liefert der Sucher auch deutliche Vorteile gegenüber einem spiegelbasierten System. Jede Änderung, sei es Belichtung, Blende, Filter etc. wird sofort auf das Bild im Sucher übertragen, sodass der Fotograf jederzeit weiß, was als Foto herauskommen wird. Zudem werden alle notwendigen Infos im Sucher eingeblendet und man kann durch die Einstellungen gehen, ohne die Kamera vom Auge zu nehmen. Das ist sehr komfortabel. Zusammenfassend kann ich behaupten, dass der Sucher eher Vor- als Nachteile bietet.

Die vorhandenen Einstellräder sind Multifunktional und ermöglichen eine schnelle Einstellung der Kamera. das ist nahezu wie bei einer DSLR und funktioniert einwandfrei.

Die Größe der Kamera ist gerade noch ausreichen, um sie venünftig halten und bedienen zu können. Allerdings sollte man mit sehr großen Händen genau testen ob die Tasten bedienbar sind.

Die Bildqualität ist sehr gut, auch bei höheren ISO Werten brauchbar, was bei dem doch recht lischtschwachen Kit- Objektiv durchaus öfter notwendig ist.

Das Objektiv selber ist durchaus brauchbar. Es ist leicht, hat eine ordentliche Abbildungsleistung (für den Hobby Fotografen) und durch die integrierte Halb-Makro Funktion auch einen breiten Einsatzbereich. Der manuelle Zoom ist allerdings etwas hakelig, allerdings braucht man ihn auch nicht, da der Motorzoom wirklich schnurrt wie ein Kätzchen.

Warum gibt es jetzt einen Punkt Abzug?

Ich finde es schade, dass zwei Funktionen fehlen, die sich im Kompaktbereich bereits etabliert haben (Sony RX100)
- Schwenkpanorama
- Automatische HDR Funktion

Zudem sind einige Knöpfe etwas 'schwabbelig'. das ist nicht weiter schlimm, wertet die ansonsten tolle Qualität aber etwas ab. Aufgrund der drei Dinge, einen Punkt Abzug.

Fazit

Insgesamt eine tolle Kamera, die wirklich viel Spaß macht. Für Aufsteiger aus dem Kompaktbereich sicher eine Alternative.
Für Hobby Fotografen, die vom DSLR Gewicht genervt sind, eine gute Wahl. Ich habe den Schritt nicht bereut. Allerdings ist es nicht zu verallgemeinern. Wer zu große Hände hat, könnte mit der Größe Schwierigkeiten bekommen, wer einen professionelleren Arbeitsbereich bevorzugt, könnte mit den DSLRs besser bedient sein.
0Kommentar|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.
Alle 8 beantworteten Fragen anzeigen


Gesponserte Links

  (Was ist das?)