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77 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach langer Suche endlich am Ziel... eine der besten Spiegellosen!!!
Nachdem ich vor gut 2 Jahren mit einer Canon 1100D angefangen habe, hatte ich einige Zeit eine Canon 550D und dann eine Sony Alpha 57(siehe mein Test). Mit dieser war ich eigentlich sehr zufrieden, aber für viele Anwendungen war mir diese oft zu groß. Deshalb war klar, dass eine spiegellose Systemkamera her musste.
Nach einiger Suche standen drei...
Vor 16 Monaten von Jonas Döring veröffentlicht

versus
58 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Autofokus und Sucher sind weder Fisch noch Fleisch
Nach nun ca. einem Jahr Nutzung und mehreren Tausend Bildern möchte ich meine Erfahrungen mit dem (ehemaligem) Olympus Flaggschiff teilen, auch wenn vielen Olympus-Nutzern diese Erkenntnisse weniger Schmecken mögen. Es ist schlicht nicht alles Gold, was die Marketingabteilung versucht für uns glänzen zu lassen.

Positiv möchte ich den...
Vor 10 Monaten von Chef veröffentlicht


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77 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach langer Suche endlich am Ziel... eine der besten Spiegellosen!!!, 15. März 2013
Von 
Jonas Döring - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Nachdem ich vor gut 2 Jahren mit einer Canon 1100D angefangen habe, hatte ich einige Zeit eine Canon 550D und dann eine Sony Alpha 57(siehe mein Test). Mit dieser war ich eigentlich sehr zufrieden, aber für viele Anwendungen war mir diese oft zu groß. Deshalb war klar, dass eine spiegellose Systemkamera her musste.
Nach einiger Suche standen drei Spiegellose in der engeren Auswahl: Die Sony NEX 6, Olympus E-PL5 und eben die Olympus OM-D E-M5.
Warum meine Wahl auf die OM-D fiel werde ich im weiteren erläutern.

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>>>>>>>>>> VERARBEITUNG / GEHÄUSE <<<<<<<<<<<

Die Verarbeitung der OM-D ist über jeden Zweifel erhaben. Alles füllt sich sehr stabil und robust an, was man aber auch am Gewicht merkt. Denn im Vergleich zu den kompakten Abmaßen ist die Kamera recht schwer, was aber auch zum wertigen Eindruck beiträgt.
Besonders toll und einer meiner der Kaufgründe ist der Staub- und Spritzwasserschutz. Endlich nicht mehr die Kamera verstauen müssen, wenn es mal anfängt zu regnen und auch im Winter bei Schnee fotografieren.
Der Retrolook ist sicher Geschmackssachem, ich finde ihn aber wirklich sehr gut gelungen. Bei der schwarzen Variante hat der Griff eine Maserung, die eher an modernes Synthetik-Gewebe erinnert und sieht damit etwas eleganter und moderner aus. Wer es richtig Retro mag nimmt die silberne Variante, deren Griff mit typischer Ledermaserung daherkommt.

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>>>>>>>>>> HANDLING / ERGONOMIE <<<<<<<<<<<

Einen ausgeformten Griff wie eine große DSLR bietet die OM-D nicht. Auch ist die Grifffläche an der Vorderseite recht glatt. An der Rückseite gibt es dafür eine sehr gut platzierte Daumenmulde, durch die die Griffigkeit deutlich verbessert wird und man auch ohne Probleme einhändig fotografieren kann. Insgesamt liegt die Kamera gut in der Hand, aber nicht sehr gut.

Die Knöpfe fühlen sich ungewohnt schwammig an. Besonders die Pfeiltasten des Vier-Wege-Kreuzes gefallen mir nicht so. Ansonsten sind diese alle sehr gut erreichbar und reagieren prompt. Allerdings sind die Tasten, bedingt durch die kompakten Ausmaße der Kamera, etwas klein. Wer keine große DSLR mit rumschleppen will, muss eben auch Kompromisse eingehen können. Mich stören die etwas kleinen Knöpfe nicht, allerdings könnten Leute mit großen Händen Probleme beim Handling der Kamera haben.

Die zwei Bedienräder an der Oberseite sind sehr hochwertig, bieten genau den richtigen Widerstand und lassen sich damit angenehm bewegen. Das etwas weiter oben und links liegende Rad kann theoretisch auch mit dem Daumen von hinten bedient werden, allerdings liegt es dafür etwas zu weit links. Besser ist es mit dem Zeigefinger von vorne überzugreifen. Klingt umständlich, ist es aber nicht. Die zwei Bedienräder, der Auslöser und zwei frei belegbare Knöpfe liegen auf der Oberseite zwar nah beisammen, lassen sich aber durch unterschiedlich hoher Anordnung gut unterscheiden und tragen zu einem hervorragendem Workflow bei.
Die Wiedergabe- und Fn1-Taste oben rechts auf der Rückseite sind sehr klein und mit dem Daumen etwas schwer zu bedienen, lassen sich aber sogar durch übergreifen mit dem Zeigefinger betätigen. Mit der OK-Taste hat man schnell zugriff auf alle übrigen Einstellungen, die man noch nicht auf irgend eine Taste gelegt hat.

Die Aussagen über eine unübersichtliche oder unzumutbare Menüführung kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Es gibt sicher auch Übersichtlichere, aber ich habe mich nach wenigen Minuten daran gewöhnt. Es gibt eben einfach eine ganze Menge einzustellen. Nicht so schön sind die vielen Abkürzungen, die wirklich unnötig sind, da genügend Platz vorhanden ist. Im allgemeinen versteht man aber was gemeint ist. Viel gravierender ist die schlechte Übersetzung. Das „Farbraum“ mit „Raum färben“ übersetzt wird kann man sicher noch verschmerzen, aber die Infoboxen sind teilweise nicht zu verstehen. Da ich wissen wollte, ob das wirklich an der Übersetzung liegt, habe ich die Sprache auf Englisch gestellt und siehe da plötzlich war das alles ganz verständlich.
Insgesamt ist das aber alles halb so schlimm, da es vielleicht 5-6 Menüpunkte betrifft und ja auch bei weitem nicht so schwer wiegt wie z.b. eine fehlende Funktion. Ein Blick ins Handbuch ist aber in jedem Fall dringend nötig.

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>>>>>>>>>> AUSSTATTUNG / KONFIGURIERBARKEIT <<<<<<<<<<<

Ehe ich aufzähle, was es alles an Funktionen gibt sage ich lieber was es im Vergleich zur Konkurrenz nicht gibt. Ein Panorama-Funktion, eine HDR-Funktion bei denen die Fotos gleich zusammengefügt werden und Wifi-Funktion fehlen.
Ansonsten gibt es fast alles was das Fotografenherz begehrt und eine echte Weltneuheit – Live Bulb. Aber das Wichtigste und für mich auch kaufentscheidende gegenüber der Sony NEX 6 ist die hohe Konfigurierbarkeit.
Insgesamt 5 Tasten und die beiden Bedienräder lassen sich individuell mit Funktionen belegen. Sogar die für mich sonst unnütze Videotaste bekommt so eine nützliche Funktion. Das Objektiv besitzt darüber hinaus noch eine frei belegbare Taste, die ich sinnvollerweise mit der Umschaltung von MF/AF belegt habe. Wer aber eh nur mit Autofokus knipst kann sich hier aber auch was anderes drauf legen. Alle nicht auf Tasten verteilte Funktionen sind schnell über die OK-Taste erreichbar. Außerdem kann man noch viele viele andere Kleinigkeiten einstellen, die jetzt aufzuzählen den Rahmen sprengen würde.

Das Display löst mit 610.000 Pixel eher moderat auf für die Preisklasse. Das ist zwar absolut ausreichend, aber etwas mehr wäre doch ganz schön gewesen. Mit Pixeln scheint Olympus allerdings allgemein nicht so freigiebig zu sein. Dafür bietet das Display mit OLED-Technik ein sehr helles und kontrastreiches Bild. Das es nur klapp- und nicht schwenkbar ist könnte den einen oder anderen stören, mich aber nicht. Die Touchfunktion ist ein nettes Extra, vor allem zum zielgenauen fokussieren und auslösen.

Der Sucher löst genauso fein auf, wie meine Sony SLT-A57 – mit 1,44 Mio. Pixeln. Allerdings ist er wesentlich kontrastreicher wie bei der SLT-A57. Der Mitzieh-Effekt beim schwenken ist gering und lässt sich für Sportaufnahmen im Menü noch weiter verbessern, allerdings mit ganz leichten Einbusen bei der Auflösung. Wasserwaage und Live-Histogramm lassen sich natürlich auch einblenden.

Der Bildstabilisator arbeitet sehr gut und steht einem guten optischen Stabilisator eines Objektives in nichts nach. Mit aufgestützten Ellenbogen, ruhiger Hand und etwas Übung sind auch bei einer Auslösezeit von 1/2 s verwacklungsfreie Bilder möglich. Dass der Bildstabilisator laut ist stimmt nur wenn man ihn so einstellt, dass er bereits beim fokussieren(halb gedrückter Auslöser) arbeitet. Ansonsten ist der kaum zu hören und auch sonst ist er nicht lauter wie so manch anderer Stabilisator.
EDIT: Mit M.Zuiko 40-150mm vor kurzem getestet: Verwacklungsfreie Bilder bei 150mm Brennweite, 1/10s Verschlusszeit und aus der (ruhigen)Hand, sind möglich - Super!

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>>>>>>>>> AUTOFOKUS / GESCHWINDIGKEIT <<<<<<<<<

Man sollte sich von Anfang an im klaren sein, das man es hier mit einem Kontrast-Autofokus zu tun hat. Das bedeutet, dass das Objekt mit dem höchsten Kontrast im Bild fokussiert wird und das muss nicht zwingend das Objekt sein was einem am nächsten ist. Das komplette Fokusfeld zum fokussieren zu benutzten ist deshalb in den seltensten Fällen sinnvoll. Ich benutzte meist die mittleren 9 AF-Felder. Aber auch dann kann es vorkommen, dass der Hintergrund fokussiert wird. Das passiert allerdings eher selten. Im allgemeinen fokussiert die Kamera sehr sicher und präzise. Der Vorteil des Kontrast-Autofokus ist, das immer exakt fokussiert wird, Front- oder Backfokus gibt es nicht. Für weitere Infos dazu schauen sie einfach unter "Weiterführende Links" am Ende der Rezension.

Die Geschwindigkeit des AF ist phänomenal schnell. So macht fotografieren einfach Spaß.
Den kontinuierlichen Autofokus(C-AF) habe ich noch nicht getestet, soll allerdings nicht an den C-AF eines Phasen-AF herankommen.
Beim Einschalten ist die OM-D allerdings nicht die schnellste. Bis die Kamera schussbereit ist kann es schon mal fast 2 Sek. dauern. Klingt viel, merkt man aber in der Praxis eher selten.
Zusammenfassend findet man hier einen wirklich guten Autofokus, der auch zum großen Teil dazu beiträgt, dass es einfach Spaß macht mit der OM-D zu fotografieren.

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>>>>>>>>>> BILDQUALITÄT / OBJEKTIV <<<<<<<<<<

Das Kitobjektiv ist meine persönliche Überraschung an der Kamera. Es ist trotz einer Baulänge von 8 cm relativ lichtschwach. Dafür fährt es weder beim Fokussieren, noch beim Zoomen aus. Zoomring, Fokusring und Bajonett sind aus Metall, der Rest aus sehr gut verarbeitetem Kunststoff. Dadurch dass in dem Objektiv mechanischer Zoom, elektronischer Zoom und eine Makrofunktion vereint sind, ist es sehr flexibel einsetzbar.
Beim elektrischen Zoom wird der Zoomring fixiert und lässt sich gegen einen Widerstand leicht nach rechts und links drehen, wodurch man sehr präzise die Geschwindigkeit des Zooms steuern kann. Der mechanische Zoom geht leider nicht ganz so geschmeidig, aber immer noch um Längen besser als z.B. der Zoom des neuen Kit-Objektivs der Sony NEX 6. Im Makromodus wird die Brennweite auf 43mm fixiert und man kann besonders nah an das Objekt heran.
Schon bei Offenblende sind die Bilder hervorragend scharf und auch abblenden bringt kaum noch ein Auflösungsgewinn. Das ist angesichts der schwachen Lichtstärke auch gut so. Man kann also ohne Bedenken jederzeit zur größtmöglichen Blende greifen.
Insgesamt ist es das besste Kit-Objektiv, dass ich bisher hatte.

Das Rauschverhalten steht meiner Sony SLT-A57, trotz des kleineren Sensors, in nichts nach. Vor allem das Schattenrauschen ist bei der OM-D deutlich weniger stark vertreten, was sie ideal für Low-Light-Einsätze macht. Die Rauschunterdrückung arbeitet effektiv, wobei aber natürlich Details verloren gehen. Dennoch werden auch bei höchster Rauchunterdrückung bis ISO 3200 noch recht wenige Details verschluckt. Da sahen die Texturen bei meiner SLT-A57 oft schon recht matschig aus. Im großen und ganzen ist das Rauschen sehr feinkörnig und angenehm und sollte auf Ausdrucken selbst bei hohen ISO-Zahlen kaum zu sehen sein.

Insgesamt ist die Abbildungsleistung der OM-D mit dem Kit-Objektiv schon außerordentlich gut. Aber wie bei jeder Kamera gilt, dass man nur mit entsprechenden Festbrennweiten die volle Leistung aus der Kamera holen kann. Mit den zwei Linsen von Sigma(19mm f/2,8 und 30mm f/2,8) bekommt man hier sogar einen sehr guten und günstigen Einstieg.

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>>>>>>>>>>> LOWLIGHT-PERFORMANCE <<<<<<<<<<<<<

Hier muss man unterscheiden, ob man statische oder bewegte Motive fotografieren. Bei statischen Motiven, möchte ich behaupten, sind die Lowlight-Eigenschaften der E-M5 sogar besser als die vieler Vollformatkameras ist, was an dem hervorragendem 5-Achsen-Stabilisator liegt. Denn der kann locker 3-4 Belichtungsstufen ausgleichen und das vor allem auch mit Festbrennweiten, die sonst an kaum einer Kamera stabilisiert werden - d.h. statt ISO 3200 kann ich zu ISO 400 oder mit ruhiger Hand auch zu ISO 200 greifen.

Bei bewegten Motiven sieht das natürlich etwas anderes aus. Da brauche ich kurze Verschlusszeiten und muss den ISO-Wert entsprechend hochdrehen, wobei Kameras mit geringerer Pixeldichte natürlich Vorteile haben. Bedenken muss man aber auch noch, dass ich bei MFT-Kameras ohne Probleme zur Offenblende(z.B. f/1,8) greifen kann ohne dass sich das negativ auf die Bildschärfe auswirkt. Bei Kameras mit größeren Sensoren ist die Bildschärfe bei offener Blende meist nicht optimal.

Es wird ja ständig moniert, dass die MFT-Sensoren stärker rauschen und deshalb schlechter für Lowlight-Situationen geeignet sind. Insgesamt kann man sagen, das sie stärker rauschen, aber deshalb nicht gleich schlechter für Lowlight-Situationen geeignet sind. Bei statischen Motiven ist insbesondere die OM-D E-M5 sogar besser als manch andere Kamera mit größerem Sensor.

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>>>>>>>>>>>> FAZIT <<<<<<<<<<<<

Von einer echten DSLR, über eine Hybrid mit halbdurchlässigen Spiegel bis hin zu einer Spiegellosen habe ich nun jedes System einmal ausgiebig ausprobiert. Und endlich kann ich sagen, dass ich am Ziel bin. Für mich kommt in Zukunft keine andere Kamera, wie eine Spiegellose in Frage. Wenn Olympus so weiter macht wird es auch wieder eine Olympus sein.
Die Olympus OM-D E-M5 kombiniert in herausragender Art und Weise hervorragende Bildqualität, perfekte Verarbeitung, tolles Design und garniert das ganze mit einem rasanten Autofokus und hoher Konfigurier- und Individualisierbarkeit. Und nun für alle Freunde der harten Zahlen, meine abschließende Wertung.

Verarbeitung/Gehäuse >> 5 Sterne (12,5 %)
Handling/Ergonomie >> 4,5 Sterne (12,5 %)
Ausstattung/Konfigurierbarkeit >> 4,8 Sterne (12,5 %)
Autofokus/Geschwindigkeit >> 4,7 Sterne (12,5 %)
Bildqualität/Objektiv >> 4,8 Sterne (50 %)

GESAMT >> 4,8 Sterne <<

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+++++ DIE ALTERNATIVEN +++++

Panasonic GX7:
Ausstattungstechnisch bietet die einiges mehr und auch die Bildqualität ist fast auf gleicher Höhe. Dazu kostet sie auch etwa genauso viel. Allerdings ist die Verarbeitung der OM-D noch etwas besser und man muss auf den Staub-und Spritzwasserschutz und 5-Achsen-Stabi verzichten. Auch ist der Sucher nicht so gut für Brillenträger geeignet.

Panasonic G6:
Ähnliche Merkmale wie die Panasonic GX7, allerdings ist die Bildqualität minimal schlechter und die Verarbeitung ist bei weitem nicht so hochwertig. Dafür ist sie gut 400 EUR günstiger.

Sony NEX 6:
Gut 300 EUR günstiger und ebenfalls hervorragende Bildqulität. Auf Staub-und Spritzwasserschutz und 5-Achsenstabi muss man auch hier verzichten. Außerdem ist das Menü katastrophal und Funktionsumfang, Ergonomie und AF sind deutlich schlechter. Auch ist der Sucher für Brillenträger wieder nicht so gut geeignet.

Sony NEX 7:
Etwa 200 EUR günstiger und durch ihren 24MP-Sensor im niedrigen ISO-Bereich etwas bessere Bildqualität. Ansonsten trifft das selbe zu wie auf die Sony NEX 6.

Olympus E-P5:
Der selbe Preis und die selbe Bildqualität. Hat ein paar Funktionen mehr und das Handling mit den doppelt belegbaren Einstellrädern finde ich toll. Allerdings muss man auf den Staub- und Spritzwasserschutz verzichten. Außerdem ist kein Sucher integriert. Den muss man sich als Aufstecksucher extra kaufen.

Olympus OM-D E-M1:
In allem belangen eine Weiterentwicklung. Die Bildqualität ist aber nur marginal besser. Ansonsten ist die E-M1 ein echtes Profimodell mit einem entsprechend Preis. 700 EUR mehr muss man gegenüber der E-M5 auf den Tisch legen.

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+++++ WEITERFÜHRENDE LINKS +++++

Die meisten werden sich sicher schon alle möglichen Tests angeschaut haben. Wer der englischen Sprache mächtig ist sollte sich aber auf jeden Fall den auf dpreview.com zu Gemüte führen. Dieser ist sehr ausführlich und enthält auch eine Auflistung aller Funktionen und Menüpunkte der OM-D. Mir hat er sehr geholfen, da ich genau wissen wollte was ich alles einstellen kann und welche Funktionen die Kamera hat.
Hier der Link:
>>> Der Link wird leider nicht angezeigt, ich werde ihn in einem Kommentar hinterlegen!

Wer dem Kontrast-AF noch etwas skeptisch gegenübersteht und auf den Phasen-AF schwört, der sollte sich mal den Bericht auf colorfoto.de anschauen. Hier werden Kontrast- und Phasen-AF eingehend verglichen.
Hier der Link:
>>> Der Link wird leider nicht angezeigt, ich werde ihn in einem Kommentar hinterlegen!

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+++++ NACHTRAG(nach 2 Monaten Nutzung) +++++

Damit meine Rezension nicht zur einzigen Lobhymne auf die OM-D wird möchte ich noch ein paar Kritikpunkte anbringen, die mir so aufgefallen sind:

- Leider kann man beim filmen nicht mit dem Touchscreen fokussieren und muss sich auf den Autofokus verlassen. Manuelles Fokussieren ist für Film-Anfänger etwas schwierig, da es kein Fokus-Peaking gibt. Der Autofokus könnte manchmal etwas flotter scharf stellen, im Großen und Ganzen bin ich aber gut damit zurechtgekommen. Für professionelle Filme ist der AF aber einfach zu unzuverlässig.

- Die Veränderung der Größe des AF-Feldes könnte direkter erreichbar sein. Denn dazu muss man erst 2 Tasten drücken. Besser wäre es, wenn man die Größe des AF-Feldes gleich nach dem Drück auf die "Pfeil-Links-Taste" ändern könnte, man muss aber erst noch die Info-Taste drücken, was unnötig und umständlich ist.

- Die MySets sollten einen extra Platz auf dem Moduswahlrad haben. Denn das auswählen über das Menü ist etwas umständlich. Bereits bei der E-PL5 konnte man das machen. Schade das Olympus seine höher angesiedelten Modelle nicht per Firmware an den Funktionsumfang der Einsteigermodelle anpasst, das machen andere Hersteller deutlich besser. Siehe Panasonic oder Fujifilm, die ihrer X-E1 sogar das Fokuspeaking der günstigeren X-M1 spendiert haben.

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+++++++++++ UPDATE 04/2014: Nicht mehr die beste, aber immer noch auf der Höhe der Zeit ++++++++++++++++++++++

Nach einem Jahr Nutzung bin ich immer noch absolut zufrieden mit der OM-D E-M5. Trotz den zwei Jahren die sie schon auf dem Markt ist, hat sie nicht von ihrer Aktualität verloren. Meist sind es nur Kleinigkeiten, wie Wifi und Fokus-Peeking, die sich weiterentwickelt haben. Die wichtigen Dinge, wie Bildqualität, sind aber immer noch absolut auf Höhe der Zeit. Desweiteren ist sie immer noch irgendwie einzigartig - den 5-Achsen-Stabilisator und Staub-und Spritzwasserschutz gepaart mit der Kompaktheit bietet bisher kein anderes Kameramodell.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ziemlich ideal, 30. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Olympus E-M5 OM-D Gehäuse kompakte Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Es ist ja schon viel über diese Kamera geschrieben worden und ja auch meist sehr positiv. Ich habe viele dieser Rezensionen gelesen ehe ich nun diese Kamera angeschafft habe. Es ist meine erste spiegellose Systemkamera, davor hatte ich erst zahlreiche analoge SLR Kameras und dann zwei DSLRs. Natürlich nebenbei noch handlichere Kompaktkameras wie z.B. die XZ-1, aber ich habe halt immer noch ein besseres Gefühl für die Bildkomposition, wenn ich durch einen Sucher sehen kann.

Anderseits bin ich nur selten geneigt eine mächtige Ausrüstung mitzuschleppen. Die ist zuhause prima, aber kommt höchstens bei bewussten Einsätzen aus dem Haus und so zum Mitnehmen war es dann bisher doch eher die Kompakte. Leider gibt es keine perfekte Kamera für alle Zwecke und die Frage wie und wo man seine Kamera(s) hauptsächlich einsetzten will, muss jeder für sich beantworten.

Eine weitere Überlegung ist vielleicht wie man sich die zukünftige Entwicklung vorstellt. Digitale Kameras veralten anscheinend rasend schnell und so werden viele Überlegungen auch schnell obsolet. Glücklicherweise scheint das bei Objektiven nicht so zu sein, so hatte ich z.B. die noch an der analogen Kamera genutzten Nikon Objektive sehr gut verkaufen können. Damals hatte ich auf das APS-C Format und Canon gewechselt. Dann habe ich nochmals auf Four-Thirds gewechselt und nun auf MFT. Immer bin ich zumindest die Objektive ganz gut losgeworden. Trotzdem hoffe ich dass diese Auswahl nun mal wieder länger hält, aber das habe ich immer gedacht...

Derzeit gefällt mir vieles am MFT System gut, vor allem die Kompaktheit, die mittlerweile recht gute Auswahl und dass man nicht ein Vermögen für akzeptable Objektive ausgeben muss.

Eine weitere Überlegung war, doch eventuell wieder ein Universalzoom für unterwegs zu probieren. Ich hatte das schon beim Umstieg auf APS-C mit dem Canon 17-85mm probiert und war damals sehr enttäuscht von der sehr schlechten Qualität im Weitinkelbereich und so wurde es doch wieder eine fette Ausrüstung und mehrere Objektive.

Jetzt wollte ich den Versuch wieder wagen und etwas kompaktes universelles mit guter Qualität suchen. Mein Sohn hatte ein M-Zuiko 14-150 an seiner Pen und da konnte ich an den Bildern wirklich nichts aussetzen. Dieses Objektiv konnte ich mir durchaus als ein häufig genutztes Objektiv in meinem Set vorstellen. Eine Pen wollte ich aber schon mangels Sucher nicht unbedingt. Und da dieses und viele andere interessante MFT Objektive keinen Stabi haben, war eine OM-D (mit sensor-shift Stabi) schnell an erster Stelle der Liste.

Davon hatte ich nun 3 zur Auswahl: Die E-M5 war ja nun schon einige Zeit am Markt aber vielleicht doch die für meine Zwecke idealste. Die E-M10 ist nicht so gut von den Elementen geschützt und da die Kamera viel mit auf dem Segelschiff ist wollte ich da eher auf der sicheren Seite sein, auch weil ich mit einer Canon 350D in der Seeluft nicht so gute Erfahrungen gemacht habe. Ja und dann ist da noch der bessere Stabi gegenüber der M-E10. Eher hätte ich noch zur M-E1 tendiert, schon wegen der alten FT Objektive, von denen ich aber nun nur mehr eines habe (50mm 2.0). Aber größer und viel teurer... Also dann doch die erprobte E-M5.

Das waren die Gedanken vor dem Kauf, ich habe dann die E-M5, ein M-Zuiko 14-150mm und ein Lumix 20mm f1.7 gekauft. Ein oder zwei Objektive werden sicher noch dazu kommen.

Nun, da ich die Kamera einige Wochen ausprobiert habe, kann ich auch sagen, dass meine Erwartungen eher übertroffen wurden.

Die Kamera ist noch kompakter als ich gedacht habe, trotzdem kann ich sie gut handhaben und mit dem 14-150 in einer kleinen Neopren-tasche ist das Set wirklich handlich genug um fast immer dabei zu sein. Auch wenn das Objektiv seine Schwächen hat (ausgeprägte CA im WW Bereich), wird es trotzdem wohl für 90% der Bilder herhalten. Es ist einfach praktisch und die Resultate für mich mehr als zufriedenstellend. Auf jeden Fall habe ich nicht mehr das Gefühl die Weitwinkelbider am liebsten wegzuwerfen wie damals beim alten Canon 17-85 das mich mal so von den Travelzooms abgeschreckt hat.

Die Kombination E-M5 und 14-150 ist eine klare Empfehlung. Auf Stellung 20mm und verglichen mit dem ausgezeichneten Lumix 20mm 1.7, sieht man auf einem bildschirmfüllenden (17"MacBook) Foto keinen Unterschied, man muss schon die Lupe nehmen um die CA und gewisse Randunschärfen zu sehen. Kontrastmäßig scheinen beide Bilder gleich. Auf Stellung 50mm und verglichen mit dem extrem scharfen MF 50mm 2.0 Macro, ist es ähnlich. Hier kann man einen leichten Kontrastunterschied erahnen, mit der Lupe sieht man beim Zoom leichte Unschärfen im Randbereich, die CA ist bei 50mm kaum noch erkennbar. In Bildmitte kann ich keinen Unterschied herausarbeiten.

Aber eigentlich geht es hier um die Kamera, die ich allerdings nicht so ganz, ohne Objektive mit einzubeziehen, beurteilen möchte.

Nachdem ich so viel über diese Kamera gelesen hatte, war meine Erwartung entsprechend gross, trotzdem war ich positiv von der Bildqualität und dem geringen Rauschen bei hohen ISO Werten überrascht. Ich habe eine einzige Kerze angezündet und damit das Wohnzimmer beleuchtet. Wenn man die Kamera machen lässt was sie für gut hält und iAUTO einstellt, dann belichtet sie in diesem Fall mit f1.7 (Lumix 20mm) und 1/6s bei 1600 ISO. Aus der Hand ist kein Verwackeln zu sehen, absolut kein Rauschen, um die herum Flamme etwas überstrahlt und der ganze Raum ist ausgeleuchtet zu sehen. Ich habe es dann mit ISO8000 versucht und eine entsprechend kürzere Verschlusszeit bekommen. Rauschen ist dann minimal sichtbar aber nicht störend. Ich habe übrigens die Rauschunterdrückung abgeschaltet und die Schärfung auf -2 zurückgedreht, diese Kamera braucht das alles nicht, es wirkt eher übertrieben.

In einer alten Fabrik habe ich bei wenig Licht mit dem Universalzoom gearbeitet. Bei langen Brennweiten bis 150mm (300mm Kleinbildequivalent) hat die Kamera auf bis zu ISO 8000 hochgeregelt, aber alle Aufnahmen sind einwandfrei, umverwackelt und Rauschen muss man suchen. Ich hatte in dem düsteren Raum viele Bilder mit verschiedenen Brennweiten geschossen und die Kamera hat via Auto-ISO werte zwischen 200 ISO und 8000 ISO sehr sinnvoll und brennweitenabhängig ausgewählt. Die Verschlusszeiten lagen zwischen 1/30 und 1/250. Ich habe noch nie in meinem bisherigen Fotoleben so scharfe umverwackelte Telebilder bei so wenig Licht machen können.

Apropos Tele, stark reingezoomt kann man auch kreativ die Schärfenebene beeinflussen und ein recht nettes Bokeh aus dem Universalzoom bekommen. Systembedingt halten sich hier die Möglichkeiten leider in Grenzen.

Angenehm finde ich, dass das satte 'Schlapp' des Spiegels nun wegfällt und man nur kurz den Verschluss hört. Weniger Erschütterung und die Serienbilder gehen mit 9/s sehr mühelos ab. Sehr schön ist das für das Bracketing und ich mache nun viel häufiger Aufnahmen mit drei Belichtungen weil das so schnell und fast unbemerkt geht. Die HDS Nachbearbeitung hatte bisher nie Probleme mit aus aus der Hand geschossenen Serien. Wenn da etwas verwäscht sind es Blätter die sich im Wind bewegen, aber alles andere sieht genauso gestochen scharf wie in den einzelnen Bildern aus.

Auch der Autofokus, ganz besonders in Kombination mit dem 14-150 Zoom überzeugt durch Schnelligkeit und Treffsicherheit. Ich kann hier keinen Nachteil zu den mir bekannten Phasen Autofokus Systemen erkennen. Das trifft auf jeden Fall für die beiden MFT Objektive die ich habe zu. Das aus dem FT System stammende und über Adapter betriebene 50mm Macro stellt allerdings sehr langsam scharf, trifft aber auch den Fokus genau.

Den mitgelieferten Aufsteckblitz habe ich noch nie benutzt und werde ihn wahrscheinlich auch nie benutzen weil die Kamera bei fast jedem Licht noch gute Bilder macht. Manchmal finde ich zwar einen schwachen Aufhellblitz ganz gut, aber ich glaube nicht, dass ich ihn dafür extra raushole. Das ist vielleicht ein kleiner Nachteil gegenüber der E-M10.

Negativpunkte:

Da habe ich eigentlich keine Überraschungen gehabt. Mir fehlt eigentlich nur der gestalterische Spielraum mit Schärfen und Unschärfen. Da kann man mit langen Brennweiten noch ein bisschen was machen, aber es ist kein Vergleich zu Vollformat. APS-C war aber diesbezüglich für mich auch keine Lösung.

Bedienung und Menüführung sind bisweilen umständlich und mindestens gewöhnungsbedürftig. Es dauert einige Zeit bis man alle Einstellungen die einem wichtig sind, schnell und zielsicher herstellen kann. Die 4 speicherbaren Einstellungen helfen mir da definitiv. Für mich ist es schwierig mich zu erinnern welche Funktion ich auf welche Taste gelegt habe, das lässt sich für verschiedenen Betriebsmodi individuell festlegen. Hier ist Zurückhaltung angebracht.

Beim Konfigurieren der beiden Einstellräder, sollte man bedenken, dass man das vordere zwar sehr bequem bedienen kann, aber auch leicht versehentlich verstellen. Ich hatte für Programmautomatik das vordere Rad mit der Belichtungskorrektur belegt und das hintere mit Program-Shift. So kamen die einzigen fehlbelichteten Bilder daher, dass ich versehentlich das vordere Rad verdreht hatte. Da diese Einstellungen auch nach dem Ausschalten erhalten bleiben, kann es einige Zeit dauern bis man das Problem sieht. Zwar sieht man im Sucher durchaus wie die Belichtung ist und es werden auch die jeweils ins Schwarz oder Weiss auslaufenden Flächen farbig angezeigt, aber ich habe mehrfach erst nach ein paar Bildern gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Ich habe in diesem Fall die Funktionen der beiden Räder wieder zurückgetauscht. Das nur als Beispiel dafür, dass man die optimale Konfiguration erst nach ausgiebiger praktischer Erfahrung erreicht. Bei mir wird es wohl noch dauern.

Ich habe ja schon erwähnt, dass ich im Allgemeinen den EVF dem Display vorziehe. Für die seltenen Fälle in denen ich lieber am Display einstelle vermisse ich die Möglichkeit das Display wirklich in alle Richtungen schwenken zu können.

Über die Video Funktionen kann ich nicht viel sagen. Ich habe derzeit kein Interesse mehr am Filmen und nutze es deswegen nicht. Ich hab's kurz ausprobiert, auch in der düsteren Fabrik, und fand das Resultat am HD Fernseher ganz toll. Allerdings bin ich diesbezüglich nicht auf dem Stand der Zeit. Ich habe nur gestaunt, dass ich bei dem wenigen Licht ein so klares, helles und scharfes Bild bekommen habe. Aber wahrscheinlich ist das heute einfach Stand der Technik.

Ich habe der OM-D E-M5 5 Sterne gegeben, wohl weil sie meine Erwartungen übertroffen hat und ich schon länger keine neue Kamera hatte bei der ich wirklich zufrieden war. Meine Idealkamera gibt es (noch) nicht und so ist eine Kamera immer ein gewisser Kompromiss. Diese aber ist ein wirklich guter Kompromiss.
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218 von 232 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser als erwartet und ernste Konkurrenz zu Sonys NEX 7, 28. April 2012
Von 
Kai M. (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Olympus E-M5 OM-D Gehäuse kompakte Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Gute Weiterentwicklung

Seit nunmehr gut zwei Wochen besitze ich die OM-D von Olympus und habe diese in vielen Situationen mit anderen Kameras verglichen, z.B. mit Sonys NEX-7 (aus eigenem Bestand, habe diese also nicht nur mal im Laden in der Hand gehabt), die in meinen Augen der einzig ernstzunehmende Wettbewerber ist (Stand Ende April 2012, das kann nächste Woche schon ganz anders aussehen).

Im folgenden möchte ich mal ein paar Stichworte abarbeiten:

Sucher:

Der EVF ist hervorragend, arbeitet rausch- und flimmerfrei. Im Gegensatz zur NEX-7 ist dieser Sucher deutlich besser, denn: bei schwachem Licht rauscht es nicht. Während bei der NEX nur noch Schneetreiben im Sucher zu sehen ist erhält man bei der OM-D noch immer ein klares Bild.

Handling

Zwei Drehräder an der Oberseite bieten die Möglichkeit, voreingestellte Parameter zu ändern. Prima. Problem: das linke rückwärtige Drehrad liegt so weit links, das ich es, der mit dem rechten Auge durch den Sucher schaut, fast nicht bedienen kann und muss die Kamera dafür vom Auge abnehmen.

Bildstsbilisator

Der Bildstsbilisator funktioniert sehr gut. Hier hätte weniger mehr sein können: das laute Rauschen des Stabis stört draußen auf der Straße nicht, in ruhigen Räumen mag ich die Kamera kaum in die Hand nehmen, weil die Geräuschentwicklung des Stabis so erheblich ist. Wenn die Kamera dann angeschaltet auf den Tisch legt, wird's noch lauter

Menüs

Die Menüs sind aufgebaut, wie man es von den E und EP's kennt: sehr, sehr umfangreich, leicht verschachtelt aber nach kurzer Einarbeitung gut zu bedienen. Optisch etwas aufgefrischt.

Effekte

Die internen Effekte wurden um einige Modi erweitert, was mich sehr freut, ich arbeite gern damit. Ein echtes HDR fehlt nach wir vor (schade). Die Effekte sind teilweise wahrlich hervorragend und ich bin bei einigen Bildern, die ich geschossen habe sicher, dass ich den einen oder anderen Effekt am Rechner nur mit sehr hohem Aufwand herstellten könnte. Witzig: es gibt die Möglichkeit, ALLE Effekte auf ein Bild anzuwenden, d.h, nach Drücken des Auslösers erhält man 12 Aufnahmen mit jeweils einem anderen Effekt. Ich habe mir erlaubt, hier mal ein paar Bilder, die out of the cam sind, hochzuladen.

Geschwindigkeit

Die Kamera ist sehr schnell, der AF arbeitet auch bei schlechtem Licht sehr sicher, deutlich, um Welten besser und schneller als bei Sonys Flaggschiff.

Verarbeitung

hervorragend. In dieser Preisklasse und von Olympus nicht anders zu erwarten.
Die Staub- und feuchtigkeitsverträglickeit habe ich nicht getestet und habe dies bewusst nicht vor. Die gummierten Tasten lassen sich gut bedienen.

Bulb und Livemodus - ein Highlight

In diesen beiden Belichtungsmodi wird die Bildentwicklung nachvollziehbar, so dass das Herantasten an die gewünschte Belichtungszeit - bei Langzeitbelichtung - der Vergangenheit angehört. Hier ist die Anzahl der Entwicklungsschrittanzeige jedoch begrenzt (je nach eingestellter ISO), die Intervalle lassen sich voreinstellen. Ein Fernauslöser ist hier angeraten. Ich habe mir so ein Billigteil von JJC gekauft. Nicht schön aber praktisch und billig.
Objektiv

Das Kit-Objektiv bietet mit 12-50 mm einen guten Bereich. Schön finde ich die 24mm vor. Das Objektiv ist länger als die üblichen Panasonic und Olympus 14-42mm, dafür etwas schmaler. Das Objektiv ist wohl schon länger auf dem Markt. Besonderheit: es fährt beim Zoomen nicht aus und lässt sich auch elektronisch bedienen. Zunächst etwas ungewohnt bietet diese Funktion jedoch wohl gerade beim Videodreh die Möglichkeit ruckelfreie Zoomfahrten zu machen (n.n. getestet).

Ach ja: Bildqualität und low light

Die Bildqualität ist toll und in meinen Augen über jeden Zweifel erhaben. An die Detailtreue der NEX7 kommt die OM-D nicht heran. Muss sie aber auch nicht.

Bei schwachem Licht arbeitet die Olympus schnell, präzise und bis ISO 1.600 fast rauschfrei. Toll.

Ein erstes Fazit: bis auf Kleinigkeiten eine wahrlich grandiose Kamera, die Maßstäbe setzt. Der laute Stabilisator ist ein echtes Ärgernis - jedoch nur in ruhiger Umgebung.

Ich hoffe sehr, dass Olympus nicht auch hier den Fehler begeht und in 6 Monaten einen Nachfolger präsentiert.

1. Nachtrag 07.05.12
Ich war am Wochenende auf einem Poloturnier und habe den Vergleichstest gemacht: 1. Tag Olympus, 2. Tag NEX 7
Beide Tage schwierige Lichtverhältnisse und schnelle Sportszenen. Mit der Sony habe ich deutlich länger zum Fokussieren gebraucht, viele Fotos sind so gar nicht entstanden oder waren z.T. unscharf. Die Olympus war deutlich - um Klassen - schneller, treffsicherer und hat am Ende auch die besseren Bilder fabriziert. Für mich ein klares Ergebnis.

2. Nachtrag 31.05.12
Inzwischen habe ich auch den passenden Batteriegriff besorgt. Ist mit knapp EUR 300,- sehr happig berechnet, verbessert jedoch das Handling der Kamera ungemein. Die Anschaffung macht jedoch in meinen Augen nur Sinn, wenn man auch Ersatzakkus hat. Den Preis zu investieren nur damit die Kamera besser in der Hand liegt ist dann doch zu viel des Guten. 'Eigentlich' hätte sie von vornherein so bequem in der Hand liegen können.

Bei Fragen: fragt mich gern.
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213 von 227 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Spiegellosen werden erwachsen, 14. Mai 2012
Von 
Wolfgang Kronberg (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Olympus E-M5 OM-D Gehäuse kompakte Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Die Klasse der spiegellosen Systemkameras gibt es seit der Veröffentlichung der Panasonic G1 im Herbst 2008, also erst seit einer vergleichsweise kurzen Zeit. Ich habe die G1 damals auf die Photokina erlebt und war von den Möglichkeiten begeistert, die sich da auftaten. Und das nicht nur bezüglich Größe und Gewicht, sondern vor allem bezüglich Präzision und Art (Gesichtserkennung, Tracking AF etc) des Autofokus. Trotzdem habe ich erst mal nicht zugeschlagen, weil jede seitdem veröffentlichte spiegellose Systemkamera irgendein gravierendes Manko hatte. Zum Beispiel einen inakzeptabel langsamen AF, entscheidende Lücken in der Objektivauswahl, schlechte Stabilisierung oder einen minderwertigen Sensor (die Liste ließe sich fortsetzen).

Die Olympus OM-D E-M5 ist aus meiner Sicht die erste Spiegellose überhaupt, die sich in diesem Sinne keine gravierenden Schwächen mehr leistet. So hatte ich vor dem Kauf gehofft, und so hat es sich glücklicherweise bestätigt, auch nach vier Wochen intensiver Benutzung. Mit ihr habe ich erstmals in meinem Leben als Käufer digitaler Kameras das Gefühl, angekommen zu sein und nicht mehr auf Neuentwicklungen hoffen zu müssen. Ich glaube, die E-M5 wird bei mir bleiben, bis sie das zeitliche segnet.

Die Liste der erwünschten Eigenschaften, hinter die man mit der E-M5 einen Haken setzen kann, ist zu lang für eine Rezension wie diese. Ich empfehle einen Blick auf die üblichen Review-Seiten. Auf dpreview gibt es bereits einen wie gewohnt sehr guten Bericht von Richard Butler; imaging-resource und dcresource werden bald folgen. Zu den umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten informiert man sich am besten im Einstellungs-Thread zur E-M5 des deutschen Systemkamera-Forums. In diesem Bericht hier möchte ich vor allem auf die Punkte eingehen, die auch nach Lektüre der üblichen Berichte nicht unbedingt klar sind, mindestens nicht in dieser Deutlichkeit. Als da wären:

- Der Stabilisator funktioniert ganz ausgezeichnet, sehr im Gegensatz zu den in den PENs eingebauten Stabis. Man soll wie immer die Werbeaussagen ('5 Blendenstufen') nicht für voll nehmen, aber der Stabi konkurriert mit den besten Objektivstabis am Markt, und das ist für einen Gehäusestabi ziemlich sensationell. Mir persönlich bringt er sichere drei Blendenstufen, was viel ist. Vor allem hat er sich aber bei mir noch nie sichtbar negativ auf die Bildqualität ausgewirkt. Auch Videos werden ganz ausgezeichnet stabilisiert (auch dies ist bei den PENs nicht der Fall).

Alle Stabilisatoren erzeugen Geräusche, so auch dieser, und es stimmt, dass er lauter arbeitet als andere Stabilisatoren. Das gilt nicht im Videomodus, wo er deutlich leiser ist, kurioserweise aber sehr wohl, wenn man ihn komplett abschaltet (keine Ahnung, ob sich letzteres durch ein Firmware-Update mal beheben lässt). Allerdings halte ich dies für ein Non-Issue. Ich habe mit der Kamera bereits in geschlossenen, vergleichsweise stillen Räumen mit anderen Personen fotografiert, und noch nie hat jemand das Geräusch bemerkt (ich habe gelegentlich nachgefragt). Dafür müsste es noch mal um einiges lauter sein.

- Für Portraits funktioniert der AF mit Gesichtserkennung ganz vorzüglich, auch bei sehr lichtstarken Objektiven (ich arbeite derzeit ausschließlich mit dem Panasonic Leica 25mm/1.4). Wenn die Person grob Richtung Kamera guckt, wird das Gesicht sicher erkannt und das vom Fotografen eingestellte Auge (das linke, das rechte, oder schlicht das nähere) fokussiert. Und zwar exakt. Kein Frontfokus, kein Backfokus, und es wird auch wirklich das Auge fokussiert und nicht etwa die Nase, die Hutkrempe oder sonst etwas, was sich dichter an der Kamera befindet als das Auge.

Trotz solcher positiven Highlights wird man als DSLR-Umsteiger den Umgang mit dem AF lernen müssen. Die typische DSLR-Fokussiereigenschaft, immer auf das nächste Objekt im AF-Bereich zu fokussieren, über deren Fehlen ich mich eben im Fall von Portraits noch gefreut habe, wird anderenorts nämlich durchaus vermisst. Wenn das AF-Feld zum Teil ein kontrastarmes Objekt im Vordergrund enthält, Teile aber auch von kontrastreichem Hintergrund ausgefüllt werden, wird sich der AF meist für den Hintergrund entscheiden, was man ja nun gar nicht will. Und diese Situation tritt oft auf, Haut und Fell sind nun mal kontrastarme Strukturen. Man kann sich dagegen wehren, insbesondere mit der Lupenfunktion, mit deren Hilfe man de facto das AF-Feld verkleinern kann. Doch der Umgang damit will geübt werden, vor allem wenn man bei Serienbildern mit AF-C das Hauptmotiv dann in dem kleinen und ab dem 2.Bild nicht mehr angezeigten AF-Rahmen halten muss...

- A propos Serienbilder: hier macht sich sehr positiv bemerkbar, dass die E-M5 eine kurze Blackout-Zeit hat, durchaus mit der von Spiegelreflex-Kameras vergleichbar. Bei den weitaus meisten Spiegellosen ist das leider nicht der Fall. Dies hilft nicht nur bei Serienbildern, sondern vor allem auch bei der ganz normalen Fotografie: sehr schnell nach dem Auslösen hat man wieder ein Live-Bild im Sucher und kann also ggfs. schnell erneut auslösen.

- Eine echte Überraschung stellten die Art-Filter für mich dar. Eigentlich hatte ich die vor dem Kauf als nutzloses Werbefeature abgetan, doch siehe da: einige davon verwende ich tatsächlich. Es ist eben doch ein Vorteil, bereits bei der Aufnahme im Sucher vorgeführt zu bekommen, wie das ganze am Ende aussehen wird und wie sich z.B. Änderungen in der Belichtung auswirken.

- Speziell mit dem Panasonic Leica 25mm/1.4 ist aufgefallen, dass dessen berüchtigtes Blendenklappern an der E-M5 in der Regel nicht mehr auftritt. Tipp: beim Objektivwechsel die Kamera ausschalten, sonst klappert es trotzdem! Wer als Besitzer einer E-M5 und des 25/1.4ers wissen will, wovon überhaupt die Rede ist, kann mal testhalber das Modus-Wahlrad auf 'Movie' drehen, dort Modus P einstellen und ohne wirklich einen Film aufzunehmen dann Kameraschwenks zwischen sehr hellen und sehr dunklen Motiven ausführen... das ist im Gegensatz zum Stabirauschen mal wirklich ein störendes Geräusch, und es tritt mit diesem ansonsten tollen Objektiv an allen µFT-Kameras mehr oder minder stark auf. Nur an der E-M5 nicht. Habe ich beim Kauf nicht gewusst und freue mich nun um so mehr!

- Sehr störend finde ich die 'D-Ringe', das sind diese dreieckigen Metall-Klapperteile, an denen man den Kameragurt befestigen soll. Glücklicherweise lassen sie sich sehr leicht entfernen (die flexiblen Plastikteile abziehen und dann die Metallteile ähnlich wie Schlüsselringe herausdrehen). Ich habe, einem Forumstipp folgend, an der rechten Öse jetzt so eine Handschlaufe von der Wii-Remote hängen (die Dinger halten wirklich was aus, seit Nintendo wegen zu schwacher Bänder in den ersten Versionen verklagt wurde). Damit finde ich die Handhabung nun sehr gut.

- Das Touchdisplay ist ein schöner Mehrwert. Leider kommt es sich gerne mit dem Augensensor ins Gehege, so dass man letzteren lieber deaktiviert. Das gezielte Fokussieren und die Direktauswahl von Menüpunkten im SCP (dem wichtigsten Menü) ist aber eine feine Sache. Und der Klappmechanismus ist die von mir bevorzugte Variante: mit einem Handgriff hat man eine Lichtsucher-Kamera, die sich überdies sehr gut halten lässt (ist bei den Dreh/Herausklapp-Displays leider nicht der Fall, so dass ich diese trotz ihrer größeren Flexibilität nicht so gerne mag). Leider funktioniert das Touchdisplay nicht während des Filmens, so wie überhaupt nur sehr wenige Benutzereingriffe während des Filmens möglich sind. Dies und die fehlende Unterstützung für PAL-Bildwiederholraten und 24p wird wohl Videofans einen Bogen um die Kamera machen lassen, trotz des Stabis, des auch im Video-Modus funktionierenden Tracking-AF und der auch im Video-Modus starken Bildqualität.

- Bei der Wiedergabe finde ich die langsamen Reaktionszeiten der Kamera etwas enttäuschend. Sie führen dazu, dass man nicht schnell durch die Bilder blättern kann, indem man flink am Rad dreht (es werden dann etliche Klicks einfach verschluckt). Glücklicherweise gilt das wirklich nur im Wiedergabemodus; bei der Aufnahme reagiert die Kamera flott und zuverlässig auf Benutzereingaben.

Fazit: eine richtig gute Kamera ist Olympus da gelungen! Endlich kann man von den Systemstärken wie dem ausgereiften kabellosen Blitzsystem und dem tollen µFT-Objektivpark profitieren, ohne sich an anderer Stelle mit gravierenden Einschränkungen abfinden zu müssen. Ich halte dies für den ersten ernsthaften Angriff aus dem spiegellosen Lager auf semiprofessionelle DSLRs, und das nicht nur wegen des staub/wassergeschützten Bodies und des optionalen Batteriegriffs, sondern vor allem wegen des rundum gelungenen Gesamtpakets.
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80 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Kamera und mit passenden Festbrennweiten der absolute Hammer!, 14. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie schreibt ein Kommmentator zu einer Rezension hier so passend? "Es ist schon manchmal ein Kreuz mit der Meinungsfreiheit." Und er spricht mir damit wirklich aus der Seele...

Wie kann man einer solchen Kamera die schlechteste Bewertung (1 Stern) geben die AMAZON zu bieten hat und dieses dann auch noch mit einem Äpfel-Birnen-Vergleich par excellence untermauern? Dieses heraus zu finden wird mir wohl nicht gelingen, denn auch nach lesen des gesamten Kommentarbaums stehen mir immer noch sämtliche Haare zu Berge. Sicher kann man geteilter Meinung darüber sein, wie eine übersichtliche Menüstruktur auszusehen hat und ich würde sogar zustimmen das OLYMPUS nicht das Musterbeispiel hierfür abliefert. Aber wenn man sich an die Struktur gewöhnt hat ist es sehr einfach diese Kamera zu bedienen. Insbesondere die Möglichkeit alle für die Aufnahme wichtigen Kameraeinstellungen direkt auf dem rückseitigen Display einstellen zu können - ohne zuvor das Menü aufzurufen oder eine ggfs. vorhandene Direkttaste zu benutzen ist einfach unschlagbar. Olympus nennt sieses übrigens das "Super Control Panel" oder kurz SCP.

Aber vielleicht stimmt es ja, dass Mitbewerber ihre eigenen Redakteure beauftragen die Produkte der jeweils Anderen negativ zu bewerten. Anderes kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, denn die Kamera ist ein absoluter Hammer und liefert auch mit dem hier angebotenen Kit-Objektiv (12-50mm) schon sehr beeindruckende Fotos die wirklich überhaupt keinen Vergleich mit doppelt oder dreifach teureren Kamera-Objektiv-Kombinationen zu scheuen brauchen. Wenn man sich aber mal eine Festbrennweite, zum Beispiel das für knapp 250,00 EUR angebotene ZUIKO 1.8/45mm Objektiv an die OM-D schraubt, dann bleibt einem beim Betrachten der Fotos schlicht der Mund offen stehen. Für Portraitaufnahmen ist dieses Objektiv aus meiner Sicht nicht zu toppen. Allenfalls schaffen es deutlich teurere und rotberingte Objektive hier Schritt zu halten, aber besser gehts m. E. nach einfach nicht!

Das Retro-Design (und ja, Marianne: Das ist Retro-Design!) ist unglaublich gut gelungen. Aus etwas Entfernung kann man diese hochmoderne Kamera, die mit allem was das Fotografenherz höher schlagen lässt ausgestattet ist, fast nicht mehr von der Olympus OM-1 aus dem Jahr 1972 unterscheiden. Das sehr hochwertige, stabile und wirklich sehr kleine Gehäuse ist Staub- und Spritzwassergeschützt. Die Daumenauflage vermittelt einem Sicherheit und sorgt für ein wirklich gutes Anfassgefühl. Die Gummierung an der Vorderseite der Kamera fühlt sich wunderbar und rutschsicher an. Über die Haltbarkeit der Gummierung kann ich verständlicherweise noch nichts schreiben.

Der Autofocus ist - laut Olympus - der weltweit schnellste und sitzt wirklich schnell und punktgenau. Besonders die Gesichtserkennung arbeitet einwandfrei und focusiert immer sehr treffsicher auf das vordere Auge, so man es denn so eingestellt hat. Die Kamera verfügt über insgesamt 35 AF-Punkte die auch bei schlechten Lichtverhältnissen sehr zuverlässig arbeiten.

Das klappbare 3 Zoll große OLED Touchscreen Display ist wirklich sehr farbtreu und hat einen tollen Kontrast. Es ermöglicht auch Bodennahe- oder Überkopfaufnahmen ohne hierfür einen Winkelsucher einsetzen zu müssen. Der große Betrachtungswinkel ermöglicht hier auch dann Aufnahmen zu machen, wenn man mal nicht rechtwinklig hinter der Kamera stehen kann. Der elektronische Sucher, der sich automatisch einschalten kann, wenn man sein Auge vor den Sucher führt, ist zwar anfänglich etwas ungewohnt, denn man schaut auf einen kleinen Monitor und nicht über Spiegel durch das Objektiv und das merkt man natürlich auch. Ich finde das Bild aber sehr gut und der Vorteil hierdurch auf die Spiegelmechanik verzichten zu können macht sowieso alle evtl. angeführten Nachteile locker wieder wett. Wer schon mal seine Kamera reaprieren lassen musste, weil die Spiegelmechanik verschlissen war weiß wovon ich rede.

Der 5-Achsen-Bildstabilisator funktioniert. Mehr kann ich hierzu erst mal noch nicht sagen. Bei Videoaufnahmen während des Gehens bleibt das Bild sehr ruhig im Sucher. Statische Motive vorausgesetzt bin ich mir sicher, dass einem mit diesem Stabilisator auch mit Belichtungszeiten von 1/30 sec. gute und scharfe Fotos gelingen werden.

Der separat mitgelieferte Mini-Blitz ist ein winziger Kritikpunkt im ansonsten sehr stimmigen Kamerakonzept. Spontane Blitzlichtfotos sind hiermit einfach nicht möglich. Er muss nämlich aus dem Transportbeutelchen entnommen und auf den Blitzschuh der Kamera aufgebracht werden. Da wäre es doch schöner, wenn dar (Not-)Blitz, denn mehr ist so ein eingebauter Blitz einfach in keiner Kamera, einfach nur hochklappen werden müsste.

Das Olympus bei seinen Objektiven die Gegenlichtblenden für viel zu teures Geld separat verkauft ist höchst ärgerlich. Aber die Tatsache, dass Obhektive der SLR Kameras bei gleicher Leistung das fünffache kosten mildert den bitteren Beigeschmack etwas.

Mein Fazit:
***********

Diese Kamera ist nichts für die, die für wenig Geld Blümchen knipsen wollen. Aber ambitionierte Hobbyfotografen (oder auch Profis), die es satt haben kiloschwere Rucksäcke durch die Gegend zu schleppen, finden hier alles zum Glücklich werden.

Für mich ist diese Kamera und auch das 1.8/45mm eine ganz klare Kaufempfehlung.
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101 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schönes Gerät mit kleinen Schwächen, 13. Mai 2012
Von 
Zunächst mal bereue ich den Kauf keine Sekunde, das Teil ist Klasse!

Body:

+ Bildqualität wesentlich besser als meine 'alte' Kamera (GH13)
+ Sehr gute JPG-Qualität. Nichts gegen RAW, aber mir fehlt die Zeit, alle Bilder nachzubearbeiten.
+ Der Stabilisator ist fantastisch!
+ Gute Einstellräder & konfigurierbare Schalter
+ Gutes Display, auch bei Sonne
+ Autofokus & Display ohne jeden spürbare Verzögerung
+ Liegt für die Kompaktheit gut in der Hand
+ Mit dem 45/1,8 von Olympus m.E. die MFT-Referenz bei wenig Licht

o Play- und Fn1-Schalter liegen nicht optimal, man gewöhnt sich aber dran
o Stromverbrauch eher hoch, evt. aufgrund des Stabilisatorsystems?
o Batterie hätte ich daher gerne etwas größer gehabt (etwas größerer Griffmulde wäre kein Problem).
o Stativgewinde nicht mittig unter dem Objektiv, dafür kommt man dann aber auch bei montierter Kamera noch an das Batteriefach
o Das Rauschen des Stabilisators ist unter ruhigen Umständen wahrnehmbar, aber gerade dann hat man oft so wenig Licht, dass die Bildstabilisierung ohnehin notwendig ist (bzw. andere Kameras nicht mehr einsetzbar sind). Ohne wäre natürlich schöner, aber damit kann man leben.

- Die Menusoftware ist immer noch der alte Verhau aus schlecht benannten Optionen, kryptischen Bezeichnungen und schlechter Struktur, die es vor dem iPhone auch bei Handies gab. 100 Seiten Handbuch sind nicht nur ein Ausweis über die tollen Features dieser Kamera, sondern leider auch notwendig, um sie voll zu nutzen.
- Abdeckung des Zubehörports unterm Blitz sehr fummelig und leicht zu verlieren
- Löschtaste im Aufnahmemodus funktionslos, meine GH 1 nutzt das z.B. als Abblendtaste.

Kitobjektiv:
+ Fokussiert schnell und leise
+ Frontlinse steht unabhängig vom Zoom und Fokus
+ Zusatztaste sehr nützlich, z.B. zur Beurteilung der Tiefenschärfe einstellbar
+ Makro gut
+ wetterfest
o Zoomverstellung beim Kitobjektiv wird man auf Motorzoom lassen, im manuellen spürt man doch deutlich die Rutschkupplung, die am Anschlag schwerer geht, aber nicht stoppt
o Makro etwas fummelig zu aktivieren
o nicht gerade klein, trotzdem nicht sehr lichtstark
o Qualität mit den guten Festbrennweiten wie Pana 20/1.7 oder Oly 45/1.8 natürlich nicht zu vergleichen
- Cromatische Aberrationen im Weitwinkel werden noch nicht in der Kamera korrigiert (denke, aber dass Olympus das mit einer späteren Firmware nachholen wird)
- Keine Sonnenblende mitgeliefert (Olympus-Krankheit)

Ein tolles Teil, das mir viel Freude macht, und dessen Kauf ich nicht bereue.

Trotzdem muss ich beim aufgerufenen und auch gerechtfertigtem Preis auch auf die Software schauen, und da wäre vor allem von der Ergonomie her deutlich mehr drin gewesen.

Ein paar Beispiele:

Doppelte Verneinungslogik:
Serienaufnahme+IS OFF - Ein (Zum Ausstellen der Bildstabilisierung während der Serienaufnahme...)

Falschübersetzungen:
'Raum färben' statt 'Farbraum'
'Einstellrad1' statt 'rechts'
'Überbelicht'/'Gegenlicht' beim Histogramm
'Bildfolge' statt 'Bildfrequenz'

Abkürzungen ohne jede Platznot:
Ein.elektr.Such.Stil
Karte einr.
Rauschunt.
Bildstabi.
Bearb.
Schutz aufh

Diese Menüs sind von Technikern konzipiert, und sie führen die technischen Parameter ohne viel Nachdenken nach draußen. Dann hübscht man das Ganze durch nutz- und stillose Hintergrundbildchen etwas auf... Strukturierung und sinnvolle Benamung von Optionen, saubere Lokalisierung und zeitgemäße Benutzerführung sind in dieser Preisklasse aus meiner Sicht kein Luxus, sondern einfach eine ergonomische Notwendigkeit.

Das ging schon immer besser, und es ist einfach ein Jammer, was die Software aus dem tollen Display und dem passablen Touchscreen macht! Die schlecht durchdachte und darüber hinaus schlampig umgesetzte Menusoftware führt für mich zu einem Abzug von einem knappen Stern, insgesamt 4 Sterne plus.

Nichtsdestotrotz gebe ich das Teil bis auf Weiteres nicht mehr her ;-)
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58 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Technisch, optisch und haptisch eine sehr gute Kamera, 2. Mai 2012
Zu meinem Hintergrund: Ich bin Amateurfotograf und habe schon so einige Jahre Erfahrung mit digitalen Spiegelreflex- und System-Kameras, angefangen von Nikon D70s & D200, über eine Sigma SD-14 bis hin zu Olympus PEN E-P1. Und daher weiß ich, dass Kameras immer ein zweischneidiges Blatt sind - zum einen muss die Bedienung passen, aber auch die Ergebnisse stimmen und die Handhabbarkeit der Kamera ist wichtig. Ist die D200 für mich immer noch erste Wahl bei Studio-Aufnahmen und besonderen Anlässen, da ich sie einfach blind bedienen kann und sie es auch zulässt, so war die PEN E-P1 bisher meine "immer dabei" Kamera, die einfach, handlich und gut war. Da nun nach zweieinhalb Jahren wieder eine neue Kamera fällig war, stand ich am Samstag vor der schweren Entscheidung, ob es eine X Pro 1 oder E-M5 werden soll. Zwei unterschiedliche Kamera-Konzepte auch mit unterschiedlichen Anwendungsgebieten. Ich entschied mich für die vernünftige Wahl, die E-M5. Der Kopf sagt E-M5, das Herz X Pro 1. Aber der Kopf hat diesmal gesiegt. Denn mit der E-M5 hat Olympus die bisher beste und ausgereifteste MFT-Kamera präsentiert. Das Display ist gut, der Sucher ist gut, die Kamera ist klein, handlich und trotzdem gut zu bedienen, das MFT-System bietet eine gute Auswahl an Objektiven, die Möglichkeit auch mal Videos zu machen ist ganz nett und das Objektiv eignet sich mit dem Power-Zoom auch dazu. Also, dann am Samstag los und gleich alles ausprobieren. Als Objektive waren neben dem E-M5 auch das Olympus 45mm/1.8 dabei. Hier mal meine Eindrücke:

Positives:
- Gehäuse und Kamera machen einen wertigen Eindruck, fassen sich gut an und trotz der kompakten Abmessungen liegt sie gut in der Hand
- Es ist zur Not ein Aufsteckblitz dabei, den ich bisher aber nicht genutzt habe
- Kamera mit aufgesetztem Objektiv, Not-Blitz und zwei weiteren kleinen Objektiven und Zubehör passen auch in noch gut tragbare Kamerataschen (Kalahari Orapa K-21)
- Das Display ist gut, kontrastreich und auch im Sonnenlicht noch brauchbar
- Der elektronische Sucher ist gut, auch wenn der Annäherungssensor zur automatischen Umschaltung nicht immer fehlerfrei funktioniert
- Die Art-Filter machen Spaß und verleiten zum Experimentieren
- Die nachträgliche Anwendung von Art-Filtern auf RAW-Bilder ist möglich
- Art-Bracketing erlaubt, ein Bild in allen Filter-Varianten aufzunehmen
- Zwei Einstellräder erlauben eine schnelle und flüssige Einstellung auch im M, A und S-Modus
- Die Bildstabilisierung arbeitet sehr gut und Belichtungszeiten bis zu 1/2 sind bei geringen Brennweiten auch ohne Stativ möglich
- Die Fokussierung arbeitet schnell und zuverlässig (DSLR-Niveau, vergleichbar mit meiner D200)
- Kit-Objektiv mit manuellem und Power-Zoom
- Fokussierung und Auslöser sind sehr leise
- Bildqualität bis ISO 1600 gut, ISO 3200 akzeptabel
- Menüführung und Bedienkonzept ist gut, aber wie bei jeder Kamera erfordert auch diese Einarbeitungszeit, bis man alle Einstellungen gefunden hat. Die Bedienbarkeit reicht aber nicht an eine D200 ran.
- Monochrom-Modus sehr variantenreich mit vielen Einstellmöglichkeiten
- Sehr gute Schärfe mit Festbrennweiten
- Sehr gute JPEG direkt aus der Kamera
- Schwenkbares Display für bodennahe Aufnahmen oder über Kopf

Negatives:
- Grundempflindlichkeit ISO 200 (problematisch oft im Studio, wenn man die Blitze nicht weit genug runter regeln kann oder die Blendenzahl nicht weiter vergrößern möchte)
- Zoom-Objektiv gewöhnungsbedürftig, sowohl Power-Zoom als auch manueller Zoom
- Die Tasten an der Rückseite könnten einen wertigeren Eindruck machen. An der E-P1 gefallen sie mir besser.
- Videos in Full-HD ruckeln zumindestens auf dem Display

Insgesamt eine gute Entscheidung, denn auch fotografisch macht die OM-D E-M5 richtig viel Spaß. Sie ist gut zu bedienen, vieles ist intuitiv, ausgefallenere Einstellungen findet man zumindestens mit etwas Suchen im Menü. Das Objektiv ist im Kit ganz brauchbar, allerdings auch recht groß im Vergleich zum 14-42 der PEN. Wer aber mehr aus der Kamera herausholen möchte, sollte insbesondere noch ein oder zwei Festbrennweiten dazu nehmen. Das Olympus 45mm/1.8 ist gerade auch für Portraits und Detailaufnahmen gut geeignet und dazu sehr preiswert. Weiterhin empfehlenswert das Panasonic 20mm/1.7 und als Sahnehäubchen das Voigtländer Nokton 25mm/0.95. Andere Festbrennweiten kenne ich selbst noch nicht.

Für wen eignet sich die Kamera? Für alle ambitionierten Fotografen, die mehr als nur den Auslöser drücken wollen, aber auch nicht eine Riesen-Ausrüstung mit sich herumschleppen möchten. Sowohl Kamera als auch Objektive sind deutlich kompakter als eine vergleichbare Nikon oder Canon DSLR-Ausrüstung. Die Lichtempfindlichkeit reicht auch für Innenraumaufnahmen ohne Blitz aus, besonders auch bei lichtstarken Festbrennweiten. Die gute Bildstabilisierung leistet bei statischen Motiven einen guten Beitrag. Der schnelle Fokus erlaubt auch Bilder von Motiven wie Katzen, die ungerne ruhig auf den Auslöser warten, als auch Kindern. Zu Sportfotografie kann ich wenig sagen. Im Studio werde ich trotzdem meine D200 weiterhin nutzen.

Die Bildqualität insbesondere der JPEGs ist sehr gut. Eine Nachbearbeitung in anderen Programmen wie Lightroom oder Aperture nur für die RAW-Entwicklung ist eigentlich nicht nötig. Die Art-Filter auch nachträglich erweitern den kreativen Spielraum, besonders die neuen Artfilter Cross-Entwicklung, Diorama, Gemälde oder Dramatisch machen richtig Spaß und liefern schnell interessante Ergebnisse, ohne dass man teure Filter in PhotoShop bemühen muss.

Fazit: Die bisher beste MFT-Kamera, die ich ausprobiert habe und selbst für Semi-Profis eine gute Wahl.
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54 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich eine der Besten Systemkameras auf DSLR Niveau, 9. Mai 2012
Von 
Lutz Ludwig "lutzludwig" (Ahrensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mein Profil: freiberuflicher Fotograf i.R.

Fazit und neue Rezension 10.02.2014

Meine Ausrüstung heute:
Olympus E-M5 OM-D
Olypus Stylus 1
Olympus MMF 3 Adapter

Zuiko 1.8/25 ; M.Zuiko 1.8/45 ; Sigma 2.8/60 ; M.Zuiko 4.0-5.6/40-150 R ; Zuiko 2.8-3.5/14-54II
Olympus Tcon 17x

Mit MFt hab ich die Festbrennweiten für mich wieder entdeckt und meine Füße in Bewegung versetzt.
Die Festbrennweiten sind schön klein, leicht und extrem scharf, da macht fotografieren Spaß und man kann alle immer mitnehmen.
Alle 3 M.Ft Objektive die ich zur Zeit nutze wiegen zusammen ca.500gr. und lassen sich in der kleinsten Fototasche verstauen.
Das Zuiko 2.8-3.5/14-54II ist größen und gewichtsmäßig gerade noch machbar adaptiert an der E-M5 und es ist minimal besser wie das neue Zuiko2.8/12-40.
Zu dem ist es ca.1cm im Durchmesser und mit Adapter 2cm länger und 100gr. schwerer, dies fällt kaum auf.
Den Telekonverter nutze ich am Sigma 2.8/60 ergibt im Kleinbild ein 2.8/204.
Am Zuiko 1.8/45 ergibt diese Kombi ein 1.8/153 und das ohne Qualitätsverluste.

Jetzt hab ich es entgültig getan oder tun müssen. Mein Orthopäde hat gesiegt und Olympus.
Keine DSLR mehr, einmal aus gesundheitlichen Gründen, Ausrüstung zu schwer nach Halswirbelsäulen OP`s und zum anderen die positive Entwicklung im Bereich System Kameras.
Die E-M5 hat gesiegt und das kann ich guten Gewissens nach 2 Jahren sagen.
Ich bin der festen Überzeugung das in nicht so ferner Zukunft diesen Kameratyp, Systemkamera, die Zukunft gehört.
In Japan werden schon mehr als 50% dieses Kameratyps gegenüber DSLR verkauft, Tendenz steigend.
Wir sind noch, wie immer bei Neuen, sehr zurückhaltend und schwören auf das alt Hergebrachte, Tendenz fallend.

Nun zur Olympus E-M5

# Bevor man sich das gute Stück zulegt sollte man vorab die Kamera mal in die Hand nehmen, sie ist schon recht klein und relativ leicht.
~ Wiederum nicht zu leicht sondern sehr ausgewogen, mit dem (Kit)Objektiv, Handgriff einsatzbereit immerhin schon fast 800 - 900gr.
~ Bei großen Händen ist der Handgriff zu empfehlen, ansonsten betreibe ich, normale Hände, die Kamera mit dem kleinen Handgriffteil.
~ Auch ohne den Handgriff liegt die Kamera gut in der Hand, ist sehr stabil und excellent verarbeitet.
+ Das Klappdisplay ist, für diese kleine Kamera, sehr gut bei der Bildbetrachtung, auch bei Sonne.
+ Der Sucher hingegen ist echt Spitze, hab kein Flimmern oder Bewegungsruckeln feststellen können und man kann nach seinen Bedürfnissen das einblenden und an seinen persönlichen Stil anpassen was man braucht.
~ Ich vermisse das Prisma einer DSLR nicht mehr, rein subjektiver Eindruck, wie immer bei Kamerabeurteilungen.
+ Es wird ein Blitz mit Systemanschluss zum aufstecken auf den Blitzschuh mitgeliefert, etwas fummelig anzubringen, geht aber nach mehrmaligen probieren.
~ Für immer dabei reicht der kleine Blitz, Leitzahl 10, völlig aus und kann auch gleich montiert bleiben, so mach ich es jedenfalls.
~ Der Blitz und die Kamera bilden eine Einheit, so werden die Bilder auch sehr gut belichtet, alles stimmt, die Elektronik funktioniert perfekt.
~ Gut empfinde ich das kein eingebauter Blitz vorhanden ist, es wäre bei der Kompaktheit der Kamera nur eine Notlösung gewesen.
+ Entgegen meiner Pen vor einigen Jahren sitzt diesmal das Zubehör fest am Anschluss und rutscht nicht wie damals ein Stückchen raus beim tragen und nutzen.
+ Die Programmknöpfe und Tasten sind sehr gut zu bedienen, wie immer auf meine normalen Hände bezogen.
~ Es besteht ein kleiner Druckpunkt, welcher der Abdichtung geschuldet ist aber nicht störend wirkt, man gewöhnt sich dran, etwas fester zu drücken.
+ Das Menü ist sehr Umfangreich, Olympus typisch, aber nicht unverständlich.
~ Auch ohne Handbuch (CD) kann man die wichtigsten Funktionen einstellen.
~ Für die Tiefen des Menüs empfehle ich das Handbuch auszudrucken und die individuelle Feinabstimmung vorzunehmen.
+ Der Bildstabilisator ist ein Traum, so das man ruhig das sehr gute Kitobjektiv 3.5-6.3/12-50 nutzen kann ohne schnell in die Grenzbereiche des Verwackelns zu kommen.
~ Das 12-50 ist ein bis in die Ecken scharf abbildendes Objektiv, der Stabilisator der E-M5 kompensiert die Lichtschwäche am langen Ende.
+- Nicht so ein Traum ist der "leise surrende Wasserfall", das Geräusch welches der Bildstabilisator ständig von sich gibt, aber auch hieran gewöhnt man sich, der Nachbar denkt in stillen Räumen er hat leichten Tinitus:)
~ das Problem ist mittlerweile gelöst durch Firmewareupdate
+ Mit den Festbrennweiten die ich nutze läuft die E-M5 allerdings in Höchstform auf und schlägt, nach meinen subjektiven Eindruck, die DSLR Kameras mit APS-C Sensor bzw. ist auf Augenhöhe.
+ Die Bildqualität ist, wer nicht Meter große Leinwände bedrucken muss oder will oder auf 200fache Vergrößerung seiner Pixel steht, beeindruckend und absolut Zukunftsweisend.
~ Wer`s nicht glaubt, ausprobieren!
~ Auch das Kitobjektiv ist nicht schlecht, Olympus typisch besser gerechnet und super auf die PEN oder E-M5 abgestimmt als bei anderen Herstellern, im Bezug auf Kitobjektive.
~ 3.5 bis 6.3 Blendenöffnung des Kitobjektivs ist bei dem echt starken Stabilisator auch kein Problem und reicht für viele Fotosituationen.
~ Ein Tipp zur fehlenden Sonnenblende: faltbare Gummisonnenblende 52mm, wer noch eine von "früher" besitzt, funktioniert tadellos, Polfilter kann auch noch dazwischen geschraubt werden und gefaltet gibt es im Weitwinkelbereich auch keine Abschattungen.
~ Auch die genannten chromatischen Aberationen bei diesen Objektiv sind bei weiten nicht so groß wie sie teilweise gemacht werden, in den meisten Fotoablichtungen garnicht sichtbar und wenn dann mit entsprechender Software korriegierbar.
~ Als abgedichtetes Objektiv aber eine super Anschaffung zum kleinen Preis im Kitt, mit eben kleinen Mängeln eines Kitobjektivs welche korrigierbar sind.
+ Die Festbrennweiten von Zuiko sind ja schon seit jeher mit die Besten im Kamera/Objektiv Bereich.
~ Zum Blitzgerät welches ich verwende, Metz 44 AF-1 digital, muss gesagt werden das die Kombination E-M5 + Blitzgerät 44AF oder größere Geräte schon etwas der Kameraoptik und Handhabung entgegenstehen.
~ Ein mittleres Gerät wie das Metz 44AF-1 digital ist noch vertretbar, mit angesetzten kleinen Batteriegriff eine sehr gute Einheit,ohne Batteriegriff grenzwertig, größere Geräte wirken aber überdimensioniert und die Kamera wird sehr Kopflastig, diese sollten dann mit den gesamten Handgriff (beide Teile)genutzt werden.
~ Was den technischen Part betrifft funktionieren aber alle Olympus & Metz Blitzgeräte an der E-M5 vorzüglich, getestet von mir bei einen befreundeten Fotohändler.
+- Mit montierten kleinen oder beiden Handgriffteilen und Objektiv 12-50 kippt die Kamera beim abstellen nach links auf`s Objektiv, auch bei größeren Objektiven.
+ Beim fotografieren bildet es eine sehr stabile, sehr gut zu handhabende Einheit, egal ob ein oder beide Handgriffteile, und die Kamera liegt super in der Hand.
+- Zugegeben, die Kamera ist nicht aus dem Discountkarton, für mich aber, da ich Freude an der Olympus E-M5 habe, ist sie es mir wert, sie gekauft zu haben.
~ Ich hab den Schritt weg von DSLR hin zur Systemkamera nicht bereut und bin seit langen wieder mal hoch zufrieden mit dem Ergebniss und dies seit jetzt 2 Jahren.
~ Viele werden jetzt sagen ein Vergleich mit Systemkamera und DSLR geht nicht, doch, geht, Mut zur Lücke und mal objektiv die Bildqualität betrachten.

Fazit:
+ Von mir, auch nach 2 Jahren intensivster Nutzung, absolut empfehlenswert und eine Investition in die Zukunft.

Tipp und Empfehlung von mir:
# kompletten Handgriff (beide Teile) zur Nutzung von großen Blitzgeräten für bessere Handhabung der Kamera
# Handgriff, kleines Teil, und ein Blitz mittlerer Größe, z.B Metz 44AF-1 digital bilden eine sehr gute Einheit
# kleiner Handgriff gibt der Hand besseren Halt bei Nutzung der Kamera, ist bei mir immer montiert
# beide Handgriffteile montiert sehr gut für Hochformataufnahmen geeignet und eine sehr schöne, stabile Einheit.
# fehlende Gegenlichtblende durch eine faltbare Gummigegenlichtblende ergänzen
# Das Cokin A Filtersystem ist eine ideale Basis für Gegenlichtblende und Filter, da sehr variabel nutzbar und eine einmalige Anschaffung
# Kamera mit Objektiv 3.5-6.3/12-50 kaufen, da es eine abgedichtete Einheit bildet und das Objektiv nicht das schlechteste ist, es ist gut bis sehr gut
# mFt Zuiko 1.8/25 & 1.8/45 zum kleinen Preis eine Traumoptik
# mFt Zuiko 4.0-5.6/40-150 R als Zweitobjektiv passt perfekt zur Kamera und liefert eine sehr gute Bildqualität, man ist damit für alle Situationen gerüstet
# Zuiko 2.8-3.5/14-54II für mich immer noch das Beste Objektiv im Olympus System, AF an der E-M5 wesentlich schneller wie beim 12-60 und extrem gute Abbildungsleistung
# Blitzgerät Metz 44AF-1 digital ist nach meiner Betrachtung das Blitzgerät mit der noch machbaren Größe an der Kamera und liefert perfekt ausgeleuchtete Bilder.

Anmerkungen:

1)
* Für all Diejenigen, die das Freistellungspotential bemängeln und an Vollformat hängen sei gesagt,
~ Blende 1.8...2.8 usw sind an jeder Kamera/Objektiv Kombi gleich, das bedeutet, es ändert sich nur die Abbildungsdarstellung auf den Sensor bezogen, also die Darstellung des Motives halbiert sich bei Four Thirds Sensoren bezogen auf Kleinbild.
Der Bildausschnitt ist kleiner.
~ Die Freistellung des Motives ist daher, nur in einen kleineren Bildausschnitt, gleich.
~ Möchte man den gleichen Bildausschnitt wie bei Vollformat erreichen muss man einfach etwas weiter zurückgehen, also Füße bewegen oder sein Motiv anders positionieren.
~ Soll ja gesund sein ;)
~ Die Regeln zum Freistellen von Motiven sind aber bei allen Formaten die Gleichen!
~ Wikipedia gibt hierüber sehr gut Auskunft
~ ein Beispielbild gibt es bei Amazon / Sigma 2.8/30 alt
http://www.amazon.de/gp/customer-media/product-gallery/B0076F3RS4/ref=cm_ciu_pdp_images_0?ie=UTF8&index=0

2)
* Olympus stellt ausgezeichnete Telekonverter her, welche Verlust frei arbeiten.
~ Den Tcon 17x am Zuiko 1.8/45 oder Sigma 2.8/60 adaptiert ergibt völlig neue Möglichkeiten im Telebereich für relativ kleines Geld exzellente Teleobjektive mit Verlust freier Bildqualität zu erreichen.
~ Man ist dann mit zwei Objektiven bei einen 1.8/45(90)= 1.8/153 und 2.8/60(120)= 2.8/204 angelangt und hat 4 super Objektive ohne viel zu schleppen.
~ Nutze diese Kombi seit 4 Wochen und bin begeistert
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46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Größen-Leistungsverhältnis, 10. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
So jetzt habe ich die Kamera ca. 2 Wochen und habe schon ein paar hunder Bilder damit gemacht - Zeit für ein erstes Fazit

Zu den Highlights nur ganz kurz (das ließt man ja überall): Beste Bildqualität für m4/3, integrierter "5-Achsen" Bildstabilisator, sehr schneller Autofocus, Spritzwassergeschützt, top-Bedienung, sehr kompakt für den Funktionsumfang, integrierter elektronischer Sucher, über Adapter eine Vielzahl von Objektiven anderer Systeme nutzbar (allerdings oft manueller Fokus)

Zur Bedienung: Am Anfang musste ich mich etwas an die Kamera gewöhnen. Ich hatte vorher die Pen 2 und trotz ziemlich gleicher Maße kam mir die E-M5 sehr klein vor. Das liegt an den vielen direkten Einstellmöglichkeiten. Nach ein paar Tagen muss ich aber sagen, dass ich nicht mehr zur Pen zurück wechseln mag. Die Bedienelemente sind schon sehr toll - insb. die beiden Einstellräder und die zwei Funktionstasten oben. Lediglich die Play und FN-Taste an der Rückseite ist etwas klein geraten, aber nicht so dass es ernsthaft stört (zu den Randbedingungen: ich habe eher große Hände und schaue mit dem rechten Auge durch den Sucher - manche meinen für Links-Äuger wäre die Kamera nicht so praktisch).

Zum Elektronischen Sucher: Der ist für mich ein absolutes Muss. Im Gegensatz zu den Pana-Suchern finde ich den Olympus-Sucher deutlich besser (trotz auf dem Papier gleicher Spezifikation): das liegt daran, wie die Farben dargestellt werden (gleichzeitig vs. nacheinander). Auch hat man ein großes helles Sucherbild - größer als bei den ganzen Einstiegs-DSLR. Ob man nun einen optischen Sucher (DSLR) oder elektronischen bevorzugt ist sicher Geschmackssache. Ich bevorzuge jedenfalls im Sucher das Bild so zu sehen, wie es nachher aussicher (z.B. Weißabgleich) und dass ich bei manuellem Fokusssieren automatisch eine Vergrößerung erhalte, wodurch das sehr genau geht.

Zur Bildqualität: im Verlgeich zur Pen2 eine deutliche Verbesserung bezüglich Dynamikumfang und rauschen. Ich fotografiere gerne drinnen und ohne Blitzt mit lichtstarken Objektiven und da sieht man schon gut den Unterschied. Laut seriösen Tests ist die OM-D aktuellen APS-C DSLR jetzt ebenbürtig. Ich würde empfehlen, Rauschunterdrückung bis ISO 1600 auszuschalten (ist auch so fast rauschfrei und ohne Störungen des Rauschfilters), ab 3200 nutze ich Rauschunterdrückung "standard". 3200 ist so noch sehr gut nutzbar (für Auto-Iso begrenze ich auf 1600, was ja i.d.R. sowieso völlig ausreicht)

Autofokus: Zur PEN2 liegen welten (kommt aber auch etwas auf das Objektiv an). Der Fokus wird sehr schnell und präzise erfasst. Bei C-AF (kontinuierlicher AF) sind spiegellose Kameras m.M. einer Spiegelreflex systembedingt unterlegen, aber dafür schlägt sich die OM-D ganz ordentlich (wobei ich das eh kaum nutze)

Objektive: (Anmerkung: für Umrechnen zu Kleinbild Brennweiten mal 2, bei Canon/Nikon ist der Faktor 1.6)
- Das KIT-Objektiv ist OK (ist eben ein KIT-Objektiv). Ich habe es mitbestellt wg. Spritzwasserschutz, Macro-Funktion und weil es etwas weitwinkliger ist, als das was ich bisher hatte. Ich finde, es ist das ideale Objektiv für den Skiurlaub :-)
Ansonsten meine Empfehlungen:
- Olympus 45mm f1.8: m.M. das beste (bezahlbare) Objektiv für m4/3. Ideal für Portraits (aber nicht nur) und sehr lichtstark. Sehr schöne, geringe Tiefenschärfe ist möglich. Für Macro ist es aber nicht geeignet
- Panasonic 20mm f1.7: top Bildqualität, lichtstarkt und SEHR kompakt. Leider ist der Autofokus etwas langsame (aber durchaus noch gut)
- Olympus 14-150mm 4.6-5.6: Ideales Universamobjektiv. An lichtstärke und schärfe kann es mit den anderen beiden Objektiven natürlich nicht konkurieren, aber der große Zoom-Bereich deckt fast alles ab, was man so braucht und ich finde die Bilder für ein Zoom sehr ausgewogen.

Im vergleich zu Panasonic: bei Panasonic fehlt mit der in-body Bildstabilisator. Dadurch sind die Olympus-Objektive dort ohne Stabilisator. Dazu kommt, dass ich die Farben bei Olympus schöner finde (ich nutze immer JPEG+RAW, aber i.d.R. behalte ich den JPEG, RAW ist nur der Notnagel um mehr aus einem Bild herauszuholen). Apropos RAW: sehr schön ist bei Olympus, dass man mit dem Viewer ein RAW-Programm gratis dazu bekommt - etwas vergleichbares bietet m.M. kein anderer Anbieter. Das schöne ist,d ass man dort die Einstellungen genau wie in der Kamera findet - also kein großes Einarbeiten nötig (aber ein schneller Rechner)

Generell zu Micro 4/3 vs. DSLR a la Canon/Nikon: Für mich kommen die aktuellen Spiegelreflex-Kameras nicht mehr in Frage, da sie bei gleicher Bildqualität einfach deutlich größer sind. Das führt bei mir dazu, dass ich mir jedesmal überlege, ob ich den Fotoapparat mitnehme - seit der Pen (und jetzt OM-D) ist das keine Frage mehr. Zuminest mit Pancake-Objektiv geht das immer. Dazu kommt, dass die großen kameras schon etwas einschüchternd wirken und das spiegelt sich in den Bildern. Auch kommt man zu manchen Konzerten mit einer Pen noch rein - mit einer vergleichbaren Nikon sicher nicht.

P.S.: Wer's nicht glaubt, dass man mit m4/3 hochwertige Bilder machen kann: es gibt inzwischen genug Profi-Fotographen, die die Kamera nutzen. Eines der Hauptprobleme ist dabei, dass Auftraggeber sie mit so einer kleinen Kamera nicht für voll nehmen ;-) Nett fand ich stellvertretend diesen Blog-Eintrag: [...]

Ansonsten würde ich einmal auf dpreview.com verweisen - m.M. die seriöseste Quelle für Foto-Tests. Die haben die E-M5 ausgibig gestet und für sehr gut befunden
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46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzenmäßige Kamera, 1. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Kamera ist die Beste, die ich je besessen habe (und das waren einige), daher gibt es hier satte 5 Sterne von mir. Natürlich gibt es immer noch ein wenig Verbesserungpotential, jedoch habe ich das Gefühl, jetzt endlich "zuhause" angekommen zu sein. Hier in Stichpunkten die positiven, neutralen und negativen Punkte:

Positiv:
- Kamera ist kleiner als man nach den Abbildungen vermuten würde (dennoch sehr stabil und wertig gearbeitet) und trotzdem noch recht leicht
- Wetterfest und staubgeschützt (man sollte aber die entsprechenden Objektive und ggf. auch den geschützten Adapter verwenden)
- Sehr gute Auswahl an Objektiven (mit Ausnahmen - siehe unter "negativ")
- Bildqualität bis ISO 1600 sehr gut (natürlich auch abhängig vom Objektiv), bis 3200 brauchbar und zur Not ist auch 6400 noch zu verwenden
- Exzellenter eingebauter Bildstabilisator! Mir gelingen bei KB-Brennweite von ca. 50 mm noch Aufnahmen bis 1/4 Sekunde Belichtungszeit aus der Hand, und ich habe nicht die ruhigsten Hände
- Exzellenter Sucher (bei halb heruntergedrücktem Auslöseknopf auch im Lupenmodus bildstabilisiert, was vor allem bei starken Teleobjektiven sehr hilfreich ist) und hervorragendes Display, welches sich auch klappen lässt
- Viele Einstellungsmöglichkeiten - auch nach den eigenen Bedürfnissen adaptierbar
- Die Kamera hat ein modulares Konzept. Wer mit sehr kleinem Gepäck unterwegs sein will, nimmt die Kamera ohne Batteriegriff und mit 1-2 Pancakes mit. Dann passt die Kamera noch gut in eine Manteltasche (das zweite Pancake bitte in die andere Manteltasche stecken! ;) ). Wer sehr flexibel sein möchte, kann in eine mittlere Kameratasche zusätzlich zur Kamera mit oder ohne Batteriegriff leicht ein Ultraweitwinkel-, ein Normal- und ein Tele-Zoom sowie einige lichtstarke Festbrennweiten unterbringen und fühlt sich dadurch immer noch nicht schwer belastet
- Nach etwas Eingewöhnung und guter Grundeinstellung (siehe malamuts Beitrag im Systemkamera-Forum) kann man mit der Kamera wirklich gut umgehen (und ich muss dazu bemerken, dass ich die Benutzerführung von Olympus-Kameras immer gehasst habe); man muss sich jedoch ein wenig mit dieser Kamera beschäftigen
- Zum ersten Mal verwende ich auch die Art-Filter, von denen für mich zwar nur wenige interessant sind, aber die sind auch wirklich gut
- Sehr schneller Autofokus (mit MFT-Objektiven)
- bei richtiger Einstellung kann man über- und unterbelichtete Bereiche anhand unterschiedlich gefärbter Hervorhebungen leicht identifizieren

Neutral:
- Sehr guter Live-Bulb Langzeitbelichtungsmodus, der jedoch leider auch mehr Bildrauschen produziert
- Zubehör (z. B. Batteriegriff, wettergeschützter FT-Adapter, Augenmuschel) sind erhältlich (was gut ist), aber zu teuer (was schlecht ist)
- Mir persönlich wäre ein herausklappbares Display, das sich auch zum Schutz vollständig mit dem Bildschirm zum Gehäuse drehen lässt (wie bei Panasonic MFT-Gx-Kameras), lieber gewesen.

Negativ:
-Die Kamera ist selbst für meine kleinen Hände etwas unergonomisch (man gewöhnt sich aber daran). Dafür gibt es jedoch einen hervorragenden Griff, der sich auch mit einem zusätzlichen Batteriegriff erweitern lässt. Das macht die Kamera natürlich auch noch einmal deutlich teurer, aber der "erste" Griff macht die Kamera auch wiederum sehr viel ergonomischer. Als "linksäugiger" Mensch sitzt bei mir die Nasenspitze immer auf dem Display und verschmiert dieses. Das "Daumenrad" (= hinteres Einstellungsrad) ist dann auch schlecht zu erreichen, da die Nase im Weg ist. Dieses Rad kann man aber auch mit dem Zeigefinger bedienen. Bei mir ist das jedoch mit angesetztem Handgriff etwas schwierig, da ich kleine Hände und dementsprechend kurze Finger habe.
- AE-Bracketing für HDR-Fotografie ist umständlich einzustellen; hier hat Olympus nicht mitgedacht
- Sucher-Bildstabilisierung mit der Lupenfunktion ist bei adaptierten Objektiven mit manuellem Fokus etwas umständlich (lässt sich aber teilweise umgehen)
- Leider noch keine lichtstarken Zooms erhältlich (noch! Panasonic hat welche angekündigt, aber wer weiß, wann die erhältlich sind...). Die lichtstarken FT-Zooms lassen sich mit Adapter an der Kamera verwenden, jedoch ist dann der Autofokus ziemlich langsam (noch akzeptabel, jedoch nicht für Action-Fotografie, das 14-54 mm II) bis schneckenlahm (SWD-Objektive); hier sollte Olympus noch nachlegen
- Handbuch ist etwas knapp gehalten und liegt nur in elektronischer Form als pdf-File bei. Es gibt einige schlecht oder gar nicht dokumentierte "Features" der Kamera.
- Das deutsche Menü enthält einige schlecht übersetzte Einträge

Tatsächlich gibt es nicht viel Negatives zu sagen, und das Jammern ist hier auf höchstem Niveau.

Die Olympus E-M5 ist für mich eine hervorragende spiegellose Systemkamera, die - kameratechnisch gesehen - viele Anwender glücklich machen dürfte. Wer allerdings um die 2 Meter misst und Hände wie Klodeckel hat, sollte sich lieber anderweitig umsehen.
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