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VINE-PRODUKTTESTERam 29. August 2012
Ich habe schon einige Krimis mit einem Journalisten als Hauptfigur gelesen, doch haben mir die “richtigen” Krimis mit Kripo-Beamten, bisher stehts besser gefallen. Doch neue Reihen bekommen neue Chancen und so auch die Radioreporterin Emma Vonderwehr. Denn dies ist auch etwas Neues für mich: Emma arbeitet nicht bei einer Zeitung, sondern für’s Radio. Meine erste Reaktion nach dem Lesen des Buches war folgende: Ich setzte mich an den PC um auf einer eventuellen Autorenhomepage nach einer Fortsetzung zu suchen. Fündig geworden bin ich zwar nicht, dennoch würde ich unheimlich gern wissen, wei es mit Emma weitergeht. Zwar habe ich eine Weile gebraucht, bis ich mich an die späte Nennung der Namen, nachgeschobene Personenbeschreibungen und die spontanen Perspektivwechsel gewöhnt hatte, doch dann flogen die Seiten nur so dahin und ich wollte unbedingt wissen, ob es Emma gelingt, der Sache auf den Grund zu gehen und mit einer brillianten Story sich einen Platz im Team des Berliner Radiosenders zu ergattern. Die fehlenden Personenbeschreibungen fand ich besonders schade, so konnte ich mir die Figuren recht schlecht vorstellen. Ansonsten habe ich eigentlich nichts mehr zu meckern an dem Buch. Die Geschichte baut sich spannend auf, da der Leser durch einige Einschübe von anderen Personen Andeutungen bekommen hat, die Emma natürlich nicht hatte. Und auch im Finale greift Lanfermann auf kleine, aber klassische Details, zurück um Spannung zu erzeugen. Außerdem hat Emma eine Vergangenheit, die bereits im Klappentext angedeutet wird und muss nun in einer fremden Stadt von vorn beginnen. Lanfermann hat geschickt kleine Beschreibungen berliner Örtlichkeiten einfließen lassen, so dass die Sadt vor den Augen des Lesers entstanden ist ohne zu regionallastig zu sein. Der Fall, den es aufzudecken gilt, ist auch ausreichend kompliziert, so dass der Täter nicht sofort ersichtlich ist. Zudem ist das NS-Thema hier nicht vorherschend, aber plausibel umgesetzt. Dennoch kommt Lanfermann um ein Klischee nicht herum: Es gibt hier die Figur des ermittelnden Beamten Edgar Blume, der mit seiner Frau in Scheidung lebt, ein schlechtes Gewissen aufgrund der zu seltenen Besuche bei seinem Sohn hat und sich wegen einer Begegnung zu Emmas Informant bei der Polizei entwickelt. Klischeehaft deshalb weil der einsame “Er” auf eine einsame “Sie” in einer neuen Stadt trifft und … aber Klischee hin oder her: Ich mag so etwas und auch in dieser Hinsicht interessiert es mich sehr, wie es denn weitergeht!

Fazit: Mir hat Lanfermanns Krimi-Debüt sehr gut gefallen, zwar ist es recht kurz, aber dennoch spannend und das Ende nicht vorhersehbar. Das Buch bereitet am Ende bereits alles vor, was eine Krimi-Serie benötigt: Eine engagierte, selbstbewusste Rundfunkjournalistin als Hauptcharaker, ein Ermittler bei der Polizei mit Potential als Partner in Berufs- und Liebesdingen als Co-Charakter und Berlin als ein Pflaster, auf dem es kriminaltechnisch bestimmt einiges zu berichten gibt!
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am 25. Oktober 2012
In Mechthild Lanfermanns Krinimalroman "Wer im Trüben fischt" geht es um die Aufklärung eines Mordes an einem Wissenschaftler jüdischer Abstammung, der in Berlin eine Professur an einer neu gegründeten Eliteuniversität antreten soll. Noch während des Festaktes zu seiner Ernennung erklärt er ohne Angabe von Gründen seinen Rücktritt von dem Lehrauftrag; wenig später wird der an Diabetes leidende Wisenschaftler tot aufgefunden, gestorben an manipuliertem Insulin.

Die umtriebige Journalistin Emma Vonderwehr, die wegen einer mit zweifelhaften Methoden durchgeführten Recherche ihr Arbeitsfeld von Bremen nach Berlin verlegen musste, wittert eine gute Story und nimmt in Absprache mit ihrem neuen Arbeitgeber, dem Sender "Berlin Direkt", die Fährte auf. Dabei dringt sie bei ihren Nachforschungen nicht nur in die düstere Vergangenheit Deutschlands ein, sondern begibt sich dabei auch noch in Lebensgefahr.

Im Mittelpunkt dieses Krimnalromans steht die Journalistin Emma Vonderwehr, die die eigentliche Ermittlungsarbeit übernimmt. Der für den Fall zuständige Kriminalkommissar Edgar Blume verkümmert neben ihr zu einem reinen Zuarbeiter und Assistenten, was den Roman auf Anhieb realitätsfern wirken lässt.
Welcher polizeiliche Ermittler lässt sich schon von einer Journalistin das Heft bei der Aufklärung eines Tötungsdeliktes aus der Hand nehmen? Allerdings ist Kommissar Blume mehr mit seiner gescheiterten Ehe beschäftigt, leidet ständig unter Gewissensbissen seinem Sohn gegenüber und gibt eine wenig glückliche Figur ab.
Trotzdem ist er am Ende zur richtigen Zeit am richtigen Ort und kann den Fall zu einem Happy-End führen.

Der Roman zeigt eindrucksvoll die Facetten des investigativen Journalismus, personifiziert in einer ehrgeizigen Reporterin, die -schon einmal gestrauchelt- auf eigene Faust Recherchen anstellt und sich dabei in höchste Gefahr begibt.
Die Charaktere, mit denen sie es dabei zu tun bekommt, sind fein und überzeugend gezeichnet, was den Roman durchaus lesenswert macht.
Dennoch hat mich die Lektüre über längere Strecken gelangweilt, da die Fixierung auf die Person Emma Vonderwehr mit all ihren Schwächen, Ängsten und Unsicherheiten zeitweise übermächtig wurde und die eigentliche Handlung überlagerte.
Inwieweit die sich im Roman anbahnende Beziehung zwischen Emma Vonderwehr und Edgar Blume ausgebaut werden kann, wird sich in evtl. Folgeromanen zeigen müssen. Spannungen zwischen beiden zumindest in beruflicher Hinsicht dürften vorprogrammiert sein.
Alles in allem ist der Roman zwar lesenswert, wirkt jedoch ein wenig konstruiert. Ich denke, dass er mit 3 Sternen angemessen bewertet ist.
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Inhalt:
Journalistin Emma hat es im Moment nicht leicht. Nach einmal Skandal musste sie ihre Heimatstadt Bremen verlassen und versucht nun bei einem Berliner Radiosender Fuß zu fassen. Als der amerikanische Professor Tom Rosenberg ermordet wird, verschafft sie sich Zugang zur Universität und kann somit als Erste von dem Vorfall berichten. Sie findet heraus, dass der jüdische Wissenschaftler deutsche Wurzeln hatte und sich durch seine Veröffentlichungen bei manchen Leuten nicht gerade beliebt gemacht hatte. Sie beginnt zu recherchieren und deckt dabei eine verzwickte Geschichte um Neid, Liebe und Verrat auf, die in die Bau-Szene der Vorkriegsjahre reicht und in die selbst angesehene Berliner Kreise verstrickt sind. Doch dabei merkt sie fast zu spät, dass es der Täter auch längst auf sie abgesehen hat…

Meinung:
"Wer im Trüben fischt" ist ein Krimi, der spannend klingt und auch größtenteils hält was der Klappentext verspricht.

Dementsprechend ist Protagonistin Emma wirklich gut erarbeitet. Man lernt sie im Laufe des Romans immer besser kennen. Sie ist ziemlich mitgenommen davon, dass durch den Skandal ein Mensch ums Leben kam und auch dass ihr nun die Schuld dafür in die Schuhe geschoben werden soll. Außerdem belastet es sie, dass sie ihre Mutter und ihre behinderte Schwester zurücklassen musste, wodurch sie sich auch noch schuldig fühlt. Aber dennoch, oder gerade deswegen steckt sie sehr viel Energie in diesen aktuellen Fall und will unbedingt als Erste das Rätsel lösen, wofür sie auch Gefahren und Anfeindungen auf sich nimmt. Denn als sie ihre Hypothesen zu dem Fall vorstellt, steht keiner wirklich hinter ihr. Dennoch setzt sie sich durch und kommt dem Rätsel auf die Spur.

Außerdem ist der Plot selbst gut überlegt und auch wirklich interessant. Die Autorin baut immer wieder geschickt Spannungsbögen auf und veranlasst damit zum Weiterlesen. Ebenso ist die Geschichte größtenteils in sich stimmig und man weiß bis zum Ende nicht, wer nun wirklich der Mörder ist, ein Aspekt, der in einem Krimi immer von Vorteil ist. Ich schreibe größtenteils stimmig, da ich es doch etwas seltsam finde, dass die Polizei mit ihren Ermittlungen eher am Rande arbeitet und die Hauptermittlungen von Emma erbracht werden.

Aber dennoch war vor allem der Einstieg in das Buch etwas holprig, da zu Beginn einfach ziemlich viele verschiedene Sichten / Tatsachen beschrieben werden und der Leser es nicht zuordnen kann. Natürlich wird damit die Spannung erhört und im Laufe des Romans ergibt dann auch alles einen Sinn, aber zu Beginn ist es etwas verwirrend.

Der Schreibstil ist in Ordnung, aber manchmal etwas sehr ausschweifend. So werden teils unnötige Details sehr ausführlich beschrieben, was man sich aber hätte sparen können und dafür noch etwas mehr auf Emmas Familie und den Skandal eingehen hätte können. Es werden zwar ausreichend Hinweise und Einblicke gegeben, so dass man sich am Ende wirklich ein stimmiges Bild davon machen kann, aber dennoch hätte ich es gern noch ein bisschen genauer erfahren. Aber das ist wirklich Geschmackssache.

Zudem empfand ich die sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Emma und dem Kommissar als unnötig, denn sie wirkt eher konstruiert und unglaubwürdig, so dass sie die Geschichte nicht bereichert, sondern eher belastet hat. Ich sehe zwar was die Autorin damit bezwecken wollte, aber ich denke, dafür hätte es auch bessere Lösungen gegeben.

Fazit:
Ein spannender und gut durchdachter Roman, der einige kleinere Schwächen aufweist, welche aber den Lesegenuss nur minimal stören. Am Ende habe ich „Wer im Trüben fischt“ wirklich gern gelesen und mich auch gut unterhalten gefühlt. Deshalb gibt es gute 3,5 Sterne und eine Leseempfehlung.
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Bei diesem Roman hat mir am besten die unverkrampfte Art, mit der die Nazi-Vergangenheit und die verbrecherischen Machenschaften um jüdisches Immobilien-Eigentum angegangen wurden. Auch die Steuersünden der damaligen Zeit fand ich hochinteressant aufbereitet. Ausserdem bekommt der Leser Einblicke in den Journalisten-Alltag, man merkt schnell, dass hier eine Insiderin schreibt. Vieles davon war mir neu, wenngleich ich auch glaube, dass es nicht ganz so zugehen wird in der Realität.
So finde ich die Emma Vonderwehr ziemlich frech, um nicht zu sagen dreist, bei ihren Recherchen. Allein, wie sie sich an die alte Dame Martha Steiner ranmacht, respektlos aber anscheinend erfolgreich. Nun ja, das soll vorkommen bei der Journaille...
Ihre teilweise recht unkoordinierten und sie selbst gefährdenden Aktionen brachten ihr zwar den gewünschten Erfolg, erschienen mir aber teils sehr fragwürdig. Die angefangene Romanze mit dem Polizeikommissar Edgar Blume ("darf ich Dich weiterhin Blume nenne, Edgar hieß mein Kaninchen" ;-) ) hätte nun auch nicht unbedingt sein müssen.
Einige Fäden waren zwar aufgenommen, wurden aber nicht entwirrt oder verknüpft, so die Story mit dem Nachbarsmädchen Penelope u. ihrer anscheinend total überforderten Mama.
Schön fand ich dagegen, wie Emma mit ihrer behinderten kleinen Schwester Ida umgeht, trotz der Distanz zwischen Bremen und Berlin.
Langweilig fand ich das Buch nicht, es bot Einblicke, vielleicht gibt es noch eine Fortsetzung mit den Akteuren.
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am 1. Mai 2012
Meine Empfehlung: unbedingt lesen! Die Story, die Figuren, die Schauplätze dieser Geschichte - alles ist wunderbar und sorgsam ausgearbeitet. Durch Orts- und Perspektivwechsel baut die Autorin gekonnt Spannung auf. Die Figuren sind lebendig und glaubwürdig. Mich haben die Wendungen in dieser Geschichte immer wieder überrascht.
Dieser Kriminalroman ist ein echter Leckerbissen für alle, die ohne reißerischen Titel und blutdrünstige Details auskommen.
Ich wünsche mir weitere Krimis dieser Autorin und hoffe, dass mir Emma, Blume, Bente und Schneider im nächsten Roman wiederbegegnen.
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am 17. Mai 2015
Alleine die Konstruktion der Geschichte ist genial. Gleich zu Beginn erfährt man von dem Mädchen, das in Bremen Selbstmord begeht. Erst nach und nach kommt die Rolle Emmas an dieser Geschichte ans Tageslicht.

Und auch die Geschichte steigert sich ins unermessliche, je tiefer Emma in das Leben Rosenbergs eindringt, umso mehr man erfährt, umso spannender wird es natürlich. Natürlich wird schnell klar, dass der Grund für Rosenbergs Tod in seiner Familiengeschichte zu suchen ist, aber die Auflösung wird in derartig perfekten Häppchen serviert, dass Gänsehautstimmung vorprogrammiert ist.

Die Story macht Spaß, sie hat alles, was ein guter Thriller braucht, Tempo, überraschende Entwicklungen und spannende Charaktäre.

Ich werde Teil 2 (also für mich den 3. Teil) definitiv auch noch lesen, und die Story um Frau Vonderwehr macht wirklich Lust auf noch ganz viele weitere Teile.
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am 11. April 2012
Ich fand das Buch großartig!
Die Geschichte ist vielschichtig, die Figuren sind fein gezeichnet, keine 0815 Klischees wie man sie so gerne in amerikanischen Thrillern findet. Gerade wegen dieser Unaufdringlichkeit ihrer Helden hat mich die Geschichte von Anfang an gepackt.
Ich fand auch das Setting in einer Radioredaktion, die Heldin ist Journalistin, sehr interessant. Man konnte richtig einen Blick hinter die Kulissen so eines Senders werfen, die Abläufe, den Radioalltag kennen lernen. Man merkt daß die Autorin Erfahrung beim Radio hat.
Eine unheimlich spannendes Buch, das ohne Blutrunst und ohne "Oh-Gott-die Killerbakterien-kommen"-Wichtigtuerei überzeugt.
Ich werde es glaube ich oft verschenken, eine echte Entdeckung!
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Ja, das hat mir sehr gut gefallen, was Frau Lanfermann in ihrem Debüt da so begonnen hat, die Geschichte einer Reporterin, die sozusagen strafversetzt wurde, da es ihr schwerfällt sich nicht komplett der Dinge anzunehmen, für die sie recherchiert und so landet sie in Berlin und gleich in einem sehr speziellen Fall - ein jüdischer Wissenschaftler wird tot, wahrscheinlich ermordet aufgefunden und dann spinnt sich da ganz geschickt eine Geschichte - die uns zeigt, wie weit noch heute Verbindungen aus der Zeit des Nationalsozialmus in die heutige Zeit vorhanden sind.
Ein flott geschriebener Krimi für mich mit viel Hintergrund, die Figuren sind schon ein wenig besonders, aber nicht unsympathisch und ich freue mich auf weitere Krimis von Frau Lanfermann.
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am 28. September 2012
Das man sich aufrafft und einloggt und seine Meinung sagt wo es doch schon so viele andere Meinungen gibt - ich habe das bisher nie getan, aber für dieses Buch tue ich es sehr gern.
Eine spannende Geschichte, die mich vorallem deshalb so begeistert, weil sie unglaublich authentisch ist. Keine übertriebenen Figuren, sondern lebensecht und liebevoll gezeichnete Charaktere. Die Handlung ist realistisch ohne langweilig zu sein. Statt Hysterie und Blut bekommt man neue Freunde fürs Leben. Die Geschichte und ihre Hauptfiguren sollten unbedingt fortgesetzt werden, denn aus so wenig so viel zu machen, ist ein Kunst der sich leider viel zu wenig Autoren bedienen. Hut ab, Frau Lanfermann!
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Nach einem Vorkommnis in Bremen hat Emma Vonderwehr versucht, in Berlin einen Neuanfang zu machen. Sie ist Rundfunkjournalistin und nur, was über den Sender geht, wird bezahlt. Demzufolge ist sie bemüht, immer an vorderster Front mitzumischen.
Als Tom Rosenberg, ein amerikanischer Jude, der gerade überraschend eine Gastprofessur abgelehnt hat, ermordet wird, sieht sie ihre Chance. Sie hört sich nicht nur an, was an Stellungnahmen von der Polizei verlautet wird, sie geht weiter und recherchiert selbst. Dabei kommt sie dem ermittelnden Kommissar Edgar Blume immer öfter in die Quere.
Sie erfährt, dass Tom Rosenberg deutsche Vorfahren hatte und er selbst Recherchen über seine Großeltern unternommen hatte. Ihm wurde gedroht, wovon er sich jedoch nicht abhalten ließ.
Emma dringt immer tiefer in eine Vergangenheit deutscher Geschichte ein, in die Zeit des NS-Regimes und steht bald in der Schusslinie des Mörders...

Emma Vonderwehr stürzt sich voller Eifer in die Aufgabe, zu recherchieren, wie Tom Rosenberg ums Leben gekommen ist.
Waren seine antisemitistischen Werke, die er publiziert hatte, der Auslöser oder gar seine Recherchen über seine Großeltern, die 1934 Deutschland verlassen mussten?
Durch ihre unerschütterliche Art gelingt es ihr, Informationen zu erhalten, die selbst der Polizei entgangen sind. Es entsteht eine Kooperation zwischen Emma und dem ermittelnden Beamten Edgar Blume, bei der sie sich auch näher kommen.

Die Autorin Mechthild Lanfermann weiß, worüber sie schreibt. Sie selbst kommt aus dem Metier des Rundfunks und Journalismus.
Authentisch zeigt sie dem Leser die Arbeit eines Reporters, die Unruhe und Betriebsamkeit in den Räumen ist förmlich zu spüren. Wer könnte das besser beschreiben, als jemand, der dort selbst gearbeitet hat?

Das Buch beginnt mit einem Kapitel, das sich dem Leser erst nach und nach entschließt. Ebenso erfährt man nicht sofort, warum die Protagonistin Bremen verlassen hat, so dass man bereits zu Beginn auf Neugier gepolt wird.
Interessant finde ich den Abzweig in einen dunklen Teil der deutschen Geschichte. Mit der Machtergreifung Hitlers 1933 begann die Ausrottung der Juden in Deutschland auf schändlichste Art und Weise.
Wie übel ihnen von Staates wegen mitgespielt wurde, zeigt die Autorin sehr genau auf.
Auch wenn der Antisemitismus Thema im Buch ist, ist er nicht vorherrschend.

Die Autorin hat die Ereignisse in der deutschen Geschichte sehr gut recherchiert, was sich nachvollziehen lässt.
Das Alltag einer Rundfunkreporterin ist genau so detailliert dargestellt wie die Örtlichkeiten in Berlin.

Spannung wurde bereits mit Beginn des Buches aufgebaut und auch durchgehen gehalten. Viele mögliche Täter wurden benannt und trotzdem ist die Auflösung des Mordfalls überraschend.
Spannung bis zum Ende ist garantiert.
Ein Debütroman, der auf die beiden Protagonisten Emma und Edgar neugierig gemacht hat und von dem man sich gern Fortsetzungen wünscht.
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