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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gelungener, mitreißender Thriller um aktuelle Ereignisse
Es ist ein raffinierter Schachzug von Michael Robotham, in seinem neuen Thriller 'Der Insider' mal nicht den an Parkinson erkrankten Psychologen Joe O'Loughlin in den Mittelpunkt zu stellen, sondern seinen Freund, den etwas abgehalfterten und in die Jahre gekommenden Ex-Polizisten Vinston Ruiz. Aber das tut der Spannung keinen Abbruch, denn 'Der Insider' ist ein...
Veröffentlicht am 17. April 2012 von Silke Schröder, hallo-buch.de

versus
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für alle jene, die gerne Politthriller lesen, ist „Der Insider“ bestimmt ein „absolutes Muss“,
~Inhalt~

Der Ex-Polizist Vincent Ruiz beobachtet in einer Bar wie eine junge Frau von ihrem Freund misshandelt wird und eilt ihr zu Hilfe. Er bietet ihr für die Nacht einen Schlafplatz an, den sie gerne in Anspruch nimmt. Was er nicht weiß ist, dass es sich bei Holly Knight um eine Trickbetrügerin handelt, die ihre Opfer betäubt und...
Vor 10 Monaten von AusZeit-Magazin veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für alle jene, die gerne Politthriller lesen, ist „Der Insider“ bestimmt ein „absolutes Muss“,, 18. November 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Insider: Thriller (Taschenbuch)
~Inhalt~

Der Ex-Polizist Vincent Ruiz beobachtet in einer Bar wie eine junge Frau von ihrem Freund misshandelt wird und eilt ihr zu Hilfe. Er bietet ihr für die Nacht einen Schlafplatz an, den sie gerne in Anspruch nimmt. Was er nicht weiß ist, dass es sich bei Holly Knight um eine Trickbetrügerin handelt, die ihre Opfer betäubt und ausraubt. Am nächsten Tag ist sie verschwunden und mit ihr auch einige wertvolle Gegenstände. Vincent Ruiz nimmt ihre Spur auf, da sie auch einige Dinge von ideellem Wert mitgehen hat lassen, die für die Mitgift seiner Tochter bestimmt waren. Auf seiner Suche trifft er auf den Freund von Holly, der auf äußerst grausame Weise ermordet worden ist. Was steckt dahinter und in welche Machenschaften ist Holly verwickelt?

Zur gleichen Zeit recherchiert der Reporter Luca Terracini in Bagdad über eine Serie von Banküberfällen, bei der Riesensummen von Geldern für die Wiederaufbauhilfe verschwunden sind. Mit seinen Ermittlungen stößt er nicht überall auf Wohlwollen und muss bald das Land verlassen. Er gibt trotzdem nicht auf, und seine Suche führt in direkt nach London zu Vincent Ruiz …

~Einschätzung~

Michael Robotham zählt schon seit „Dein Wille geschehe“ zu meinen absoluten Lieblingsautoren und auch „Todeswunsch“ konnte mich vollständig überzeugen. Voller Vorfreude habe ich mich nun auf „Der Insider“ gestürzt, da mich auch der Klappentext sehr angesprochen hat. Leider kann man die o. g. Bücher nicht mit „Der Insider“ vergleichen, da dieses Werk wesentlich komplexer ist als die anderen aus der „Joe O’Loughlins – Serie“.

„Der Insider“ ist eigentlich als 6. Fall der „Joe O’Loughlins – Serie“ tituliert, allerdings spielt dieses Mal nicht der parkinsonkranke Psychiater Joe die Hauptrolle, sondern der in den Ruhestand gegangene Polizist Vincent Ruiz. Ihn kennen wir ja bereits aus den anderen Teilen als hilfsbereiten, guten Freund von Joe O'Loughlin. Dies war an sich schon eine große Umstellung, da mir Joe sehr ans Herz gewachsen ist. Außerdem bin ich kein wirklicher Freund von Geschichten, in denen es um politische Verschwörungen geht. Die große Anzahl an ausländischen Namen und die vielen verschiedenen „Organisationen“ haben noch das ihre dazu getan, um die Story zu verkomplizieren. Schon nach kurzer Zeit habe ich etwas den Faden verloren und dies hat auch mein Interesse an diesem Buch wesentlich schwinden lassen.

Es ziehen sich zwei Handlungsstränge durch die Story, über die abwechselnd berichtet wird. Einerseits wird die Geschichte von Holly Knight erzählt und andererseits dürfen wir den Reporter Luca Terracini in Bagdad erleben. Der Leser kann sich an dieser Stelle nur schwer vorstellen, wie diese beiden Erzählstränge miteinander verbunden sein sollen, doch nach und nach kommt man einer riesigen Verschwörung auf die Spur.

Schauplatz London: Vincent Ruiz eilt einer jungen Frau zu Hilfe, die von ihrem Freund misshandelt wird und nimmt sie mit nach Hause. Am nächsten Tag ist Holly verschwunden und mit ihr auch einige wertvolle Sachen. Vincent macht sich auf die Suche nach der Betrügerin und gerät dadurch ins Fadenkreuz einiger mächtiger Gegenspieler.

Schauplatz Bagdad: Zur gleichen Zeit verschwinden in Bagdad Wiederaufbaugelder spurlos und rufen den Journalisten Luca Terracini auf den Plan diese Geschichte aufzudecken. Seine Recherchen bleiben nicht unbemerkt und der findige Reporter schwebt bald in Lebensgefahr. Er wird des Landes verwiesen, was ihn aber nicht davon abbringt, weiter zu ermitteln. Seine Suche bringt ihn direkt nach London, wo er auf Vincent Ruiz trifft.

Die Charaktere Vincent Ruiz und Luca Terracini haben mich dieses Mal nicht sonderlich angesprochen. Der Ex-Polizist Ruiz schlittert mit seiner Sturheit in die eine oder andere gefährliche Situation. Er legt sich mit weitaus mächtigeren Gegenspielern an ohne einen Gedanken an seine Sicherheit zu verschwenden. Auch Luca konnte mich nicht ganz überzeugen. Er will sich unbedingt profilieren und bringt so unschuldige Menschen in Gefahr. Die kleine Romanze mit Daniela hat mich auch nicht wirklich erreicht. Die Frage ist für mich, ob Vincent und Luca in Wirklichkeit auch so glimpflich davongekommen wären oder nicht eher dem System zum „Opfer“ gefallen wären.

Wie ist nun meine persönliche Meinung über dieses Werk? Ich bin ein bisschen hin- u. hergerissen, denn „Der Insider“ ist ein wirklich interessantes, gegenwärtiges Buch. Die Geschichte ist packend und temporeich geschrieben, aber sie weist auch durchaus ihre Längen auf. Ich mag den flüssigen Schreibstil von Michael Robotham mit seinen auflockernden Dialogen und die Aufgliederung seiner Story in kurze Kapitel. Trotzdem lese ich einfach lieber Psychothriller und habe nichts mit Politik am Hut. Aus dem Klappentext ging leider nicht hervor, wie politisch orientiert die ganze Story wirklich war. Nichts desto trotz ist Michael Robotham einer meiner Lieblingsautoren und ich freue mich auf den nächsten Teil der „Joe O’Loughlins – Serie“ (vielleicht wieder mit Joe als Hauptprotagonist).

~Fazit~

Es handelt sich bei „Der Insider“ um einen keinen gewöhnlichen Thriller. Michael Robotham hat einige brisante Themen, wie den Irakkrieg, Terrorismus, Finanzkrisen und vieles mehr zu einem großen Ganzen verwoben. Für alle jene, die gerne Politthriller lesen, ist „Der Insider“ bestimmt ein „absolutes Muss“. Ich vergebe drei von fünf möglichen Punkten. (PH)
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mein bisher schwächster Robotham, 26. Januar 2014
Von 
Paula Jakob (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Der Insider hat ein aufrüttelndes, immer aktuelles und berührendes Thema, er hat gute Protagonisten und er hat , jedenfalls auf der ersten Hälfte, Tempo und fasziniert. Die Schauplätze Bagdad und London wechseln, zwei Erzählstränge werden langsam angenähert und verbinden sich irgendwann. Man liest zunächst gebannt, dann ahnungsschwer, dann diagonal, dann genervt, zuletzt ist man froh, als alles erwartungsgemäß zu Ende gekommen ist. Schade, dass Robotham der Versuchung erlag, der stärksten Figur, dem unerschrockenen und standhaften, gutherzigen und eiskalten Krisenreporter Luca eine Lovestory zu spendieren. Schade, dass er die Figur Elisabeth , die tapfere und bissige schwangere Frau eines verschwundenen Bankers in Honig und Zucker ertrinken lässt. Schade, dass er Ruiz gar zu sehr in den Bann der allzu hinreißenden Kleinkriminellen Holly Knight ( ich habe immer darauf gewartet, dass ihre Schwester Silent noch auftaucht) geraten lässt. Schade, dass er Abziehbilder von radikal islamistischen Selbstmordattentätern malt, von unfähigen Ermittlern, von bösen Bankern, von rosenzüchtenden Dunkelmännern, von CIA-Agenten wie aus Spion & Spion aus den alten MAD-Heften. Klischee reiht sich an Klischee und dazwischen soll man komplizierten Verschwörungen folgen . Die Figur Richard North habe ich bis zuletzt nicht einordnen können. Die Beweggründe des Kleinkriminellen Zac, der für ein Geheimnis leidet, das er gar nicht kennt, kapiere ich auch nicht. Hochintelligente Gangster ziehen die einfachsten Schlussfolgerungen nicht. Die Polizei ist eitel und überfordert. Man verliert aber bald die Lust. Das war ein schwaches Buch, dessen Botschaft ich durchaus verstehe, aber ich möchte dabei auch unterhalten werden oder wenigstens geschockt und betroffen sein und das hat leider alles nicht geklappt
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gelungener, mitreißender Thriller um aktuelle Ereignisse, 17. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Insider (Audio CD)
Es ist ein raffinierter Schachzug von Michael Robotham, in seinem neuen Thriller 'Der Insider' mal nicht den an Parkinson erkrankten Psychologen Joe O'Loughlin in den Mittelpunkt zu stellen, sondern seinen Freund, den etwas abgehalfterten und in die Jahre gekommenden Ex-Polizisten Vinston Ruiz. Aber das tut der Spannung keinen Abbruch, denn 'Der Insider' ist ein außerordentlich packendes Hörbuch, dass sich durch eine raffiniert aufgebaute Story auszeichnet. Geschickt verquickt Michael Robotham hier kleine Diebereien, persönliche Verstrickungen und die ganz große Geldschieberei miteinander. Ganz nebenbei beschreibt er dabei die noch immer unübersichtliche Situation im Irak und die vielen dubiosen Geschäfte, die dort mit Kriegsfolgen und Wiederaufbau gemacht werden. Aber auch an der Skrupellosigkeit einiger Banken mit ihren ominösen Geschäften und ihrer Geldgier lässt er kein gutes Haar. So ist 'Der Insider' ein gelungener, mitreißender Thriller um aktuelle Ereignisse - hervorragend gelesen vom Schauspieler Johannes Steck.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Insider, 6. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wurde angezeigt als "Joe O'Loughlins 6. Fall". Hat aber mit ihm gar nichts zu tun. Lässt sich auch nicht so gut lesen wie andere Veröffentlichungen von Michael Robotham. Bin enttäuscht, freu mich aber auf das neue Buch von ihm
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Temporeicher Thriller, 24. April 2012
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Insider (Audio CD)
Der Australier Michael Robotham hat viele Jahre als Journalist sowohl in Sydney als auch in London gearbeitet. Und das merkt man seinem neuesten Werk "Der Insider" auch an, dieser Autor versteht sein Handwerk.

Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen schafft er es mühelos und vor allem höchst spannend, verschiedene Handlungsstränge zu entwickeln, diese fortzuschreiben und dann derart routiniert zu verknüpfen, dass keine Fragen offen bleiben.

Die Geschichte ist von Beginn an spannend, und animiert zum ständigen Weiterhören - bei einem gedruckten Buch würde man sagen, es ist ein Pageturner.

Da der Autor nur nach und nach Details seiner Geschichte preisgibt, stellt er sicher, dass der Hörer zwar Vermutungen haben kann, wie alles zusammenhängt, aber die Auflösung sich wirklich erst am Ende erschließt und so wird Stück für Stück das Puzzle komplettiert.

Robotham hat mit "Der Insider" einen temporeichen Thriller mit komplexer Handlung geschrieben, der sehr gekonnt politische Themen sowie interessante und ausgesprochen gut angelegte Hauptfiguren mit einer spannenden Geschichte verbindet.

Gelesen wird das Hörbuch von Johannes Steck, und das macht er richtig gut.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz spannend - aber ganz anders als die alten Bücher, 1. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Insider: Thriller (Kindle Edition)
Das Buch ist vom Plott her wirklich gut gemacht und auch ein aktuelles Thema gewählt, aber ich fand das springen von unterschiedlichen Personen und Orten sehr gezwungen und anstrengend.
Da ich grade die Ich-Perspektive der alten Bücher so interessant fand, war dieses Buch für mich eine kleine Enttäuschung. Wenn man vorher nichts von Michael Robotham gelesen hat, ist das Buch bestimmt empfehlenswert, für Fans von Joseph O`Loughlin, Ruz etc. eher eine Enttäuschung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen von zwei O'Loughlins-Fans, 18. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
wir waren auch hier, wie schon von den vorherigen Büchern begeistert und warten mit Spannung auf ein nächstes Buch! - Wir haben imgrunde nur ein Problem: "Wir müssen uns jedes Mal aufs Neue einigen, wer zuerst lesen darf!"
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kapitalismus kriminell, 29. August 2012
Von 
Marius (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Mit „Der Insider“ versucht Michael Robotham den Wechsel vom Psychothriller hin zum großen, allumfassenden Thriller. Ein Buch zwischen Kapitalismus, Irakkrieg und Islamismus in der Finanzkapitale London, das fast gelingt.

Es ist ein Australier, der die momentan besten britischen Krimis schreibt und sein Name ist Michael Robotham. Mit „Dein Wille geschehe“ gelang ihm einer der besten Psychothriller der letzten Jahre, der völlig zu Recht zu einem Bestseller avancierte. Stand in den letzten Bücher immer der Psychologieprofessor Joe O'Loughlin im Mittelpunkt der Romane, so darf nun nach „Amnesie“ erneut Vincent Ruiz, der Londoner Cop im Ruhestand, erneut im Mittelpunkt stehen. Doch so ganz stimmt das natürlich nicht, denn auch der Pulitzerpreisträger Luca Terracini spielt in „Der Insider“ eine Hauptrolle.

Zunächst unabhänig voneinander schlittern die beiden Protagonisten in zwei Geschichten, die ihnen schon bald über den Kopf zu wachsen drohen. Vincent Ruiz kommt eines einsamen Abends einer jungen Frau in einer Bar zu Hilfe, die von ihrem Freund geschlagen wird. Nachdem Ruiz ihr geholfen hat und ihr eine Übernachtungsmöglichkeit gegeben hat muss er am nächsten Morgen feststellen, dass er offenbar hereingelegt wurde, da das Mädchen mitsamt einigem Schmuck aus Ruiz Haus verschwunden ist. Natürlich lässt Ruiz das Ganze nicht auf sich sitzen und macht sich auf die Suche nach der jungen Frau, um seine Besitztümer zurückzuerobern. Dabei muss er feststellen, dass noch andere Mächte Jagd auf das Mädchen machen, da sie scheinbar einige Geheimnisse angerührt hat, die besser im Dunkeln geblieben wären.

Parallel dazu untersucht der Kriegsreporter Luca Terracini eine Reihe von Banküberfällen in einem Land, davon dem wir zwar dank der Medien fast täglich etwas hören, dass wir aber dennoch gekonnt verdrängen: den Irak. Dort verschwinden bei genauesten choreografierten Banküberfällen immer wieder Millionen, die eigentlich für den Aufbau des im Bürgerkrieg befindlichen Landes gedacht waren. Dieser Erzählstrang ist derart eindrücklich und gut gestaltet, dass ich mir fast noch einen etwas größeren Schwerpunkt gewünscht hätte. Dennoch schafft es Robotham eindringlich, das Leid und den den täglich Kampf ums Überleben zu schildern und nebenbei ein paar Denkanstöße zu geben.

Gerade die ersten hundert Seiten sind derart handwerklich brillant und spannend geschrieben, dass man förmlich in den Seiten klebt. Ihm gelingt es, die beiden Erzählstränge bis zu deren Zusammentreffen dank vieler Cliffhanger und tollen Szenen wirklich ausnehmend spannend zu schildern. Leider will Robotham mit dem Fortschreiten des Buches immer mehr. Er führt ein immer unübersichtlicher werdendes Personentableau ein, bei dem man wirklich Aufmerksamkeit benötigt, um den Überblick zu behalten, und zerfasert den Plot immer mehr. Zwar ist die Idee löblich, die Themen Finanzkrise, Terrorismus, Überwachungsstaat, Irakkrieg und Geldhinterziehung auf den Tisch zu bringen, doch ob all diese Themen in „Der Insider“ hinein gemusst hätten, möchte ich bezweifeln. So löst Robotham die Kompaktheit der beiden Stränge des Londoner Cops und des Kriegsreporters auf, um ein Panorama des kriminellen Kapitalismus zu zeichnen, das am Ende zu viele Elemente beinhaltet, um restlos überzeugen zu können.
So muss man leider konstatieren, dass Michael Robotham das Topniveau des Anfangs zum Ende hin nicht ganz halten kann. Dies ist zwar schade, dennoch ist „Der Insider“ der anderen momentanen Krimidutzendware haushoch überlegen, da der Roman sowohl mit Spannung als auch mit aktuellen Geschehnissen punkten kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kriegsgewinnler, 18. Mai 2012
Luca Terracini ist Kriegsberichterstatter, Pulitzerpreisträger, Sohn einer irakischen Tochter und privat leidgeprüft im Leben. Einer, der sein journalistisches Handwerk.

Vor Ort im Irak stößt er auf eine Reihe von Banküberfällen, bei denen immer wieder und regelmäßig größere Summen Geldes erbeutet werden. Geld, das für den Wiederaufbau des Irak gedacht ist. Durch die Bekanntschaft mit einer Finanzanalysten erfährt er allmählich, dass nicht nur Banküberfälle im Raume stehen, sondern Summen systematisch 'versickern'.

Eine Recherche, die dem Reporter alles abverlangen wird und die sich zu einer großen Gefahr für Leib und Leben entwickeln wird.

Vincent Ruiz ist pensionierter Kriminalpolizist in London, Das zur Zeitwichtigste Ereignis, dem er entgegensieht, ist die Hochzeit seiner Tochter. Seine verstorbene Frau Laura hat für diese Hochzeit einiges noch an Wichtigkeiten ihm mit auf den Weg gegeben. Briefe wollen ebenso übergeben werden wie ein Teil des ererbten Schmuckes seiner verstorbenen Frau.

Eher aus Zufall, wie es scheint, greift Ruiz in den Streit eines jungen Paares ein und nimmt die junge, nach dem Streit scheinbar am Boden zerstörte Frau, mit zu sich nach Hause. Doch die Szene des Paares war geplant, Ruiz betäubt und ausgeraubt. Wenn es nicht um die paar wertvollen Stücke für seine Tochter gehen würde, würde der eher phlegmatische Ex-Polizist wohl Ruhe geben, so aber macht er sich auf die Suche nach dem Schmuck. Und trifft in der Wohnung des Paares auf eine verstörte, junge Frau und einen toten, gefolterten, jungen Mann.

Dieser, wie sich herausstellen wird, war ein ehemaliger Elite Soldat im Irak. Auch Ruiz kann nun keine Ruhe mehr geben und beginnt von seiner Seite der Geschichte her die Hintergründe zu recherchieren. Nicht wissend, dass da noch ein 'Kurier', eine Auftragskiller, in London ist, der etwas Bestimmtes sucht und nun die junge Frau Holly im Visier hat. Mitsamt Ruiz.

Der Hinweis auf die Vergangenheit des jungen, toten Mannes, ist für lange Zeit das einzige, mögliche Verbindungsstück zwischen den beiden parallel ablaufenden und parallel erzählten Recherchegeschichten in London und in Bagdad. Ganz hervorragend versteht es Robotham so wieder einmal, den Leser mitten hinein in eine Geschichte zu ziehen, die sich zunächst als Gleichung voller Unbekannter darstellt. In seiner ihm eigenen Sprache, in der fließend gerade soviel je preisgibt, wie es gerade braucht, um die Geschichte den nächsten Schritt voranzubringen, baut er durchaus zunächst eine gewisse Breite der Ereignisse auf, die sich im Lauf der Zeit dann verdichtet und vertieft.
So, wie er ebenso die Kunst versteht, seine Personen, die Orte und Dinge genau ausreichend zu beschreiben, dass der Leser auf der einen Seite ein 'inneres Bild' all dessen erhält, auf der anderen Seite aber nicht mit so vielen Details versehen wird, dass die eigene Fantasie gar nicht erst angeworfen werden bräuchte.

Wieder einmal gelingt es Michael Robotham eine glaubwürdige, realitätsnahe Grundidee in einer spannenden Geschichte zu entfalten, die mit der ein oder anderen überraschenden Wendung, einer allmählich zunehmenden Gefahr für die Protagonisten und vielfachen Vernetzungen erst zum Ende hin in ganzer Klarheit vorliegt. Ein intelligenter und bestens erzählter Thriller.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Preise langsam unverschämt, 5. Januar 2014
Über den Roman ist glaube ich genug gesagt worden. Und ich kann den meisten Rezensenten nur zustimmen: Ein wirklich guter Roman. Irgendwie vermisse ich jedoch die Kritik an der absolut unverschämten Preisgestaltung der Verlage. Knapp 15 Euro für ein lächerliches Taschenbuch. Jetzt bin ich mal wieder die ewig Gestrige und erwähne, dass man früher ein Buch für 10 bis 12 Mark gekauft hat. Also rein theoretisch 5 bis 6 Euro. Knapp 15 Euro sind jedoch, und wieder rechne ich mit voller Absicht um, um es einmal allzu deutlich vor Augen zu führen, beinahe 30 Mark. Ich sehe das überhaupt nicht mehr ein und kaufe meine Bücher nur noch gebraucht. Dieser Wucher ist unverschämt ohne Ende und kann nur dadurch bekämpft werden, dass man den Kauf regulär verweigert. Demnächst muss man einen Kredit aufnehmen um sich Lektüre zu beschaffen.
Und wenn jetzt wieder alle meckern, dass man das Produkt bewertet und nicht den Preis, dann kann ich nur sagen, der Preis gehört zum Produkt und egal wie gut das Produkt ist, wenn Wucher dahintersteckt, dann darf man dafür auch ruhigen Gewissens 1 Stern geben. Denn der gilt nicht dem hervorragenden Autoren Michael Robotham, sondern dem Verlagswucher der den Käufer auch abschrecken kann.
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Der Insider: Thriller
Der Insider: Thriller von Michael Robotham
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