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am 13. Dezember 2012
Kurz und knapp :
bin Unheilig Fan so ziemlich von Anfang an , möchte auch gar keine neue grosse Diskussion lostreten die sowieso zu nichts führen würde , da jeder einen andren Geschmack und eine andere Meinung hat und das ist ja auch gut so.

Dieses Album hat mich auf ganzer Linie voll enttäuscht und verstaubt mittlerweile in meinem Regal. Dieses Album ist es nicht wert grossartig viele Worte drüber zu schreiben , da es einfach nur schlecht ist für Unheilig Verhältnisse. Hoffentlich war es ein einmaliger Ausrutscher , denn 3 gute Songs reichen einfach nicht aus ! Ich erfreue mich weiterhin an den alten Alben , aber falls der Graf weiter in diese Richtung macht wie hier auf diesem Album , wird dieses auch das letzte Album gewesen sein was ich von ihm erworben habe. Das nächste Album werd ich mir nicht mehr blind kaufen , sondern vorher reinhören.

Frohe Weihnachten an alle
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am 16. März 2012
"Das Licht" (Intro)
Anspieltipp!
Genialer Einstieg fürs neue Unheilig-Album. Alle, die auf "Große Freiheit" das Intro "Das Meer" mochten, werden diesen Track lieben! Einfach HAMMER!!! Durch die zu hörende Sirene passt das Stück perfekt zum Cover.
Bereits bei den ersten Worten des Grafen und der dann einsetzenden Musik war mir klar, dass diese CD einfach umwerfend sein wird! Wow! Was für ein Einstieg!

"Herzwerk"
Anspieltipp!
Hart gespielter, sehr interessanter Track, der an eines der Vorbilder vom Grafen erinnert: Rammstein! Typischer, leider sonst mittlerweile sehr seltener, Unheilig-Sound!
Gefällt mir sehr gut.

"So wie Du warst"
Der obligatore Ohrwurm und die aktuelle Single, welche sicher für einen der nächsten Auftritte bei Carmen Nebel oder in irgendeiner ZDF-Seniorenbespaßer-Sendung gedacht ist.
Hier versucht man eindeutig an den Erfolg von "An Deiner Seite" oder "Geboren um zu leben" anzuknüpfen, es vielleicht sogar wie eine Fortsetzung klingen zu lassen.
Leider ist das Lied, trotz Ohrwurmmelodie, nicht überzeugend. Irgendwie sucht man eine tiefere - unheilig-übliche - Message. Der Refrain klingt für mich außerdem von Leonard Cohen's "Halleluja" abgekupfert...
Ein Ohrwurm ist das Lied, trotz meiner Kritik dennoch!

"Tage wie Gold"
Spricht vor allem Leute, die sicher auch die ein oder andere Ü30-Party besuchen bzw. kurz vor der Midlife-Crisis sind. Leider ohne richtigen Tiefgang...

"Wie wir waren" (feat. Andreas Bourani)
Typischer Track, mit dem man früher oder später allen im Radio auf'n Sack geht. Definitiv nicht mein Ding! Definitiv zu "schlagerlastig"!
Das Ding hätte auch einer von den "Prinzen" mit Gunther Emmerlich zusammen singen können...

"Unsterblich"
Das Lied, welches sich bestimmt jede Frau in der Midlife-Crisis von ihrem Mann - pardon - noch nie getroffenen Chat-Freund wünscht. Extrem schmalzig... Kann man hören, muss man aber nicht...
Definitiv wird dieser Song früher oder später (durch den tollen Vertrag, den der Graf mit RTL abschloss) bei "Schwiegertochter gesucht" eingespielt...

"Feuerland"
Anspieltipp!
Endlich wieder ein schnellerer Track auf dieser CD, der an frühere UH-Alben erinnert. Gefällt mir recht gut. Wird sicher in einem VOX-Urlaubs-Special über "Feuerland" mal verwurstet...

"Lichter der Stadt"
Das Titellied zum Album soll hier eindeutig eine größere Masse ansprechen. Leider viel zu weichgespült! Solche Titel wurden früher von Größen wie Hanne Haller im Schlagerbereich produziert.
Gerade für das Lied, welches der Platte ihren Namen gibt, hätte ich mehr Unheilig erwartet. Zumal der Graf ja in einem Interview (schön von der Plattenfirma einstudiert) sagte, dass dies angebl. sein persönlichstes Album wäre. Warum ist es dann so aussagelos?

"Ein guter Weg"
Siehe meine Kritik zu "Unsterblich". In der zweiten Hälfte kann man hierbei endlich mal wieder ein paar typische dunklere UH-Klänge (vereinzelt) im Hintergrund hören. Den Text könnte allerdings perfekt auch "Michelle" singen. Im Ernst!

"Ein großes Leben"
Wieder ein total UH-untypischer Song, den Eltern ihren Kindern zum Einschlafen vorspielen können. Hätte ich ein Kind, würde ich dies mit dem Song zumindest so handhaben.
Prinzipiell eine schöne Message in einem recht netten Lied, das sich an ein Kind wendet.

"Brenne auf"
Ein Lied, welches an frühere UH-Zeiten und stilmäßig an das letzte Album erinnert. Keine Offenbarung, aber nett anzuhören.

"Zeitreise" (feat. Xavier Naidoo)
Typischer, völlig überflüssiger, Radio-Track ohne Tiefgang. Bereits an den ersten "Klimper"-Sekunden hört man, dass es der Titel mit dem "Xaver" ist. Das Duett ist definitiv besser als das mit Bourani, jedoch ist es nicht mehr "Unheilig" und recht schlager- ... pardon - deutschpop-lastig.
Für mich klingt das Lied außerdem, als hätte jeder Sänger in unterschiedlichen Tonstudios den Gesang aufnehmen und erst später abmischen lassen...

"Das Leben ist schön"
Prinzipiell ein recht schöner (verträumt klingender) Song, der an etwas an die Synthi-Musik aus den 80ern von Jan Hammer ("Miami Vice") erinnert. Zu 40 % fließt auch etwas "Unheiliges" ein und macht das Lied auf jeden Fall hörbar!

"Eisenmann"
Anspieltipp!
Der Anfang ist bereits absolut genial! Das Beste was dieses Album zu bieten hat! Wäre auf dem letzten "Rammstein"-Album ein solcher Track gewesen, hätte mir dieses auch gefallen! Zum Teil kann man wirklich denken, man hört Till Lindemann bzw. Rammstein!
Den Song kann man sich als eine (im positiven Sinne) schwerfällig stark metall-lastige Variante des UH-Klassikers "Maschine" vorstellen! Wirklich Klasse!

"Vergessen"
Schade, dass sich der Graf hier scheinbar wieder etwas zur Beruhigung eingeworfen hat. Der Hörer bekommt hier einen ruhigeren Titel geboten. Durch das Schlagzeug hat der Song nur wieder etwas Schlagerhaftes. Dennoch gehört das Stück hier zu einem der besseren Lieder.

"Die Stadt"
Anspieltipp!
Ein richtig gelungenes (intrumentales) Outro, im beliebten, leider auf dem Album nicht durchgängigen, Unheilig-Stil.
Absolut genialer Track und voll mein Ding!
Auch wenn es "nur" instrumental ist, hat das Musikstück, wenn man genau hinhört und die Reise mitmacht tatsächlich (kaum zu glauben) eine Message!

Fazit zum Album:

Für mich das leider schwächste "Unheilig"-Album. Dies war letztlich schon ohne eine Schaffenspause des Grafen, der von einem Konzert und Auftritt zum nächsten rannte, leider zu erwarten.
Es sind zwar einige wirklich geniale Tracks drauf, jedoch wird der "frühe" Unheilig-Fan hin und wieder mal auf die "Weiter"-Taste drücken. Einen roten Faden, der durch die Songs, wie bei den anderen UH-Alben führte, sucht man leider vergeblich...

Sehr schade, lieber Graf! Du versucht mit aller Gewalt möglichst viele Bevölkerungsschichten anzusprechen. Dies spiegelt dieses Album nur zu sehr!

Ich würde mir für dein nächstes Album "Das Dunkel der Gullis" (oder wie auch immer), welches hoffentlich nicht wieder "nebenbei" entsteht nicht wieder Weichspüler-Duette mit Bourani und Co. wünschen! Wie wäre es denn mal mit einem Duett (wenn es denn wirklich sowas sein muss) mit Till Lindemann/Rammstein, Doro Pesch etc. oder einfach mal einer Neuauflage deines ersten Albums "Dreams & Illusions" welches bei eBay sonst nie für unter 500,00 Euro verkauft wird?

Ich hätte nie gedacht, dass ich früher oder später mal eine solch negative Kritik an einem meiner absoluten Lieblingskünstler loslasse...
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am 10. Februar 2013
Mal vorweg, das Album war ein Geschenk für meine Frau. Nachdem sie den Grafen vor kurzem in einer TV-Show gesehen hatte, meinte sie, dass sie auf die Musik stehen würde. Ich selbst höre als DJ Unmengen von Musik durch und eigentlich hatte ich Unheilig urlängst mit "Geboren um zu Leben" als Eintagsfliege abgetan. Mal taucht das Projekt hier und und da auf einer Compilation auf, aber diese Titel fanden bei mir bisher wenig Beachtung, weil sie mir einfach nicht im Ohr hängenblieben. Nun ja, kam also dieses Album (Special Winter Edition) an und lief dann vormittags bei uns zu Hause... Das was ich bislang mit meinem zugegeben oberflächlichem von Unheilig Wissensstand angenommen hatte bestätigte sich vollends: hat man "Geboren um Leben" gehört, hat man alles gehört. Nahezu allen neuen Titel sind nach dem Muster von "Geboren um zu Leben" gestrickt. Alles wiederholt sich; die Stimmung, das Klaviergeklimper und diese ewigen sich wiederholenden Textphrasen um "Leben", "Gedanken", "Tag" und "wie du warst". Das Ding hört sich an wie eine kommerzielle Totenmesse und wenn man den Texten, sei es auch nur im 10-Minutentakt, mal intensiver zuhört, glaubt man man stünde auf dem Friedhof und höre vor dem Sarg dem Nachruf des darin Verstorbenen zu. Ab und wann geht dann mal der eine Titel 1:1 in Richtung Rammstein oder Depeche Mode Ende der 80er Jahre. Das sind meiner Meinung nach noch die Highlights dieser Produktion. Ganz besonders heftig wird's bei diesem Radio-Unplugged-Mitschnitt. Aufgrund der spärlichen Instrumentierung (Unplugged eben) klingen alle Titel, ob alt ob neu, nur noch gleicher . Prädikat: gähnend langweilig. Wenn ich hier so lese war ältere Fans schreiben (dass die früher andere Musik gemacht haben), bildet sich bei mir die Meinung, dass hier von oben herab ein ganz klares Image geschaffen wurde. Das ist nicht düster, kein Gothic sondern ein ganz durchschaubares Plattenfirma-Konzept. Der nette, grosse Mann im Anzug mit der ganz tiefen Stimme der traurige Lieder singt. Wobei "Singen" noch relativ gemeint ist, denn ich empfinde weite Strecken der Darbietungen des Sängers nur als Gerede aber nicht als Gesang. Zusammefassend: hier wird etwas zusammengetragen, was sich derzeit kommerziell scheinbar gut unter die Leute bringen lässt: Musik für Beerdigungen, Leichenschmaus und Totenmessen. Den zweiten Stern gibt's nur für die Arbeit des Tontechnikers, denn Sound und Dynamik sind echt gut geworden.
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am 19. März 2012
Habe das neue "gute Stück" gleich mal käuflich erworben und war gespannt, was mich denn als "pseudo-Schwarzen" auf dem neuen Album erwarten würde. Kenne nun Unheilig seit 2008 und der Puppenspiel-Tour. Nach "Puppenspiel" war ich nicht enttäuscht - da die "Große Freiheit" genau meinen Musikgeschmack traf. Sicherlich konnte ich nach dem "geboren um zu leben" im Radio 100000 Male heruntergeleiert wurde, dieses nicht mehr hören .... es ging mir aber auch bei anderen Künstlern so. Irgendwann ist ja mal gut. Gespannt wartete ich nun auf das neue Machwerk des Grafen und siehe da - da lag es nun vor mir.
Okay, dachte ich - es klingt sehr soft und mainstream. Ich gebe meinen Vorrednern absolut Recht, wenn sie sagen, dass die Duette mit Xavier Naidoo und Andreas Bourani nicht so passend sind. Ich hätte mir statt dessen lieber die "Nachtschicht" auf dem Album gewünscht, dann wäre es musikalisch ausgewogener gewesen. Einen roten Faden a la "Große Freiheit" ....vom "Auslaufen" bis zur "Ankunft" vermisse ich hier gänzlich.
Meine Lieblingsstücke auf dem Album "Lichter der Stadt" sind:

- Das Licht (Intro)
- Herzwerk
- Tage wie Gold
- Brenne auf (Demo Version)
- Lichter der Stadt
- Brenne auf
- Eisenmann
- Die Stadt (Outro)

und besonders "Nachtschicht" - die "B"-Seite auf der EP.

Abschließend ein paar Worte an den Grafen von Unheilig direkt (ich glaube, dass er schon mal hier die Rezessionen liest): "Lieber Graf, ich weiss dass es schwer ist allen Geschmäckern auf dem Musikmarkt gerecht zu werden und dann auch noch ein großes Musiklabel im Rücken zu haben, welches Profite erwartet. Bitte lass Dir beim nächsten Album ein wenig mehr Zeit und besinne Dich auf Deine Stärken (Texte und Tiefgründigkeit). Bitte lass wieder eine gesunde Mischung aus ruhigen besinnlichen herzbewegenden Stücken und Songs, welche die Füße in Schwingungen versetzen zu. Damit erschließt Du sicherlich mehr Fanbereiche und spaltest die Nation nicht in 2 Lager. Bitte verzichte auch bitte auf die Zusammenarbeit mit anderen Künstler. Sind wir nicht alle ein bischen UNHEILIG ?"

Ich habe fertig.
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am 19. März 2012
Die neuen Musikproduzenten haben dem Album offensichtlich nicht gut getan! Es fehlt an Härte, Druck, Atmosphäre und Abwechslung. Alles das, was Unheilig früher ausmachte. Es gibt nur 3 Lieder (Eisenmann, Herzwerk und Feuerland), die ein wenig aus dem Konzept ausbrechen. Ansonsten nur dahinplätschernde Balladen! Eigentlich habe ich nichts gegen Balladen einzuwenden, sie müssen nur gut gemacht sein. Man nehme als Beispiel nur mal "Ohne Dich" oder "Seemann" von Rammstein. Auf früheren Unheilig-Alben wurden sie musikalisch wesentlich besser umgesetzt und haben auch noch Spaß gemacht.

Andreas Bourani und Xavier Naidoo als Duett Partner mit ins Boot zu holen war mehr als unglücklich. Die beiden Tracks sind dann zu allem Überfluss auch noch die schwächsten auf dem Album. Da hat die schwarze Szene mit Sicherheit besseres zu bieten. Ausnahmekünstler wie Peter Heppner, Eric Fish oder Alexander Veljanov, um nur einige zu nennen, hätten bestimmt auch nicht "nein" gesagt.

Das sich ein Künstler weiterentwickeln will, verstehe ich. Nur sollte der Weg auch nachvollziehbar sein. Es kann sehr schnell in eine Sackgasse enden und die Gefahr sehe ich aktuell.

Als Fan der ersten Stunde bin ich doch sehr entäuscht und kann daher auch nur einen Stern vergeben. Ich hoffe, dass der Graf auf dem nächsten Album wieder die Kurve kriegen und zu seinen o.g. Stärken zurückfinden wird.
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am 4. Januar 2014
ein wunderschönes Album, klasse Texte, eingängige Melodien.
Auch wenn der Graf nun mehr in Richtung breite Masse, Mainstream geht gefällt mir dieses Album doch sehr gut.
Persönlich verbindet mich auch sehr viel mit den Texten sodass mir kaum eine andere Wahl bleibt...
Das ist kein Album zum nebenher anhören - zumindest nicht für meinen Geschmack - eher zum aktiv hören, nachdenken usw.
Intro und Schluss harmonieren wunderbar.
Dazwischen melancholische, kraftvolle, sanftere Stücke.
Bin nur gespannt ob er diesem neuen Stil treu bleibt - was ich persönlich schade fände oder ob er wieder zu seinen Wurzeln zurückkehrt.
Auf jeden Fall denke ich dass er eine Richtung eingeschlagen hat die nicht gänzlich verkehrt ist.
Andere Künstler hätten diesen Spagat nicht geschafft und wären untergegangen.

Daher verstehe ich die vielen negativen ResBewertungen nicht so ganz.
Bleibt ein Künstler ewig seiner Linie treu wird er als einfaltslos, langweilig, manchmal sogar dumm verschrien.
Probiert er was neues, erfindet sich neu und liefert eine gute Qualität ab wird er direkt zerrissen.

Was soll denn ein Künstler nun machen?
Egal wie er sich dreht und wendet, es wird immer Befürworter und immer Hater geben.
Sachliche Kritik liegt heute auch nicht mehr nahe, es wird gedisst, andere wegen ihrer persönlichen Meinung angegriffen.
Traurig.
Am Besten 1 Album raus und von der Bildfläche verschwinden.
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am 16. März 2012
Was waren das für furchtbare Momente? Ich saß vorm Fernseher und sah mir das erste Mal das Video von "Geboren um zu leben" an. Dieses Lied fand ich zugegebenermaßen entsetzlich belanglos, das Album "Große Freiheit" gefiel mir letztlich dennoch ganz gut, eben weil es größtenteils besser war als der Vorbote war und sich in der Musik nicht allzu viel gegenüber früheren Werken geändert hatte.
Für mich war Unheilig schon immer, bis auf einige Ausnahmen, seichte Unterhaltungsmusik, wenn man von den meisten Texten absieht, "Große Freiheit" war eben noch ein bisschen seichter als das vorige Material und hatte meiner Meinung nach mit "Geboren um zu leben", "Unter deiner Flagge" und dem Titelstück drei absolute Ausfälle.
"Wozu nun dieser Blick in die Vergangenheit?", mag man sich berechtigterweise fragen. Ich will lediglich klarstellen, dass ich das Album weder als Hassprediger, der alle Unheilig-Veröffentlichungen seit 2010 als Verrat an der "Szene" (als wäre die so homogen, dass man sie ernsthaft so nennen könnte) anklagt, noch als Hurra-Fan, der im Grafen einen Übermusiker sieht und sich durch dessen Musik stets im tiefsten Herzen berührt fühlt, betrachte. Außerdem bewerte ich eben nur das neue Album und werde mich nicht weiter über die Veröffentlichungsflut, all diese Fernsehauftritte oder die "Winterland-Affäre" aufregen.

Beim letzten Album gefielen mir die härteren Stücke wesentlich besser als die sanften, die nach dem hochklassigen "An deiner Seite" von "Puppenspiel" plötzlich nur noch in seltenen Fällen nicht uninteressant waren. Erwartet hatte ich, dass meine Meinung zu "Lichter der Stadt" ähnlich ausfallen würde.
Da tun sich aber drei Problem auf: Erstens gibt es kaum Lieder, die ich für Unheilig-Verhältnisse als hart bezeichnen würde, zum zweiten scheinen dem Grafen die vielfältigen synthetischen Klänge ausgegangen zu sein. Sie wurden durch ein unangenehm ordinäres Popgerüst ersetzt. Als dritten Knackpunkt sehe ich die Texte, die im Wesentlichen in der absoluten Bedeutungslosigkeit angekommen sind.

Im Folgenden werde ich meine Meinung zu den einzelnen Liedern präsentieren, obwohl die Scheibe eine solche Arbeit eigentlich gar nicht verdient hätte.

1. Das Licht (-/10)
Als erstes erwartet uns ein Intro im Stile des Pendants auf dem Vorgängeralbum, bei dem elektronische Töne im Vordergrund stehen und das das Werk stimmig einleitet.

2. Herzwerk (8/10)
Das eigentliche Eröffnungsstück klingt zugegebenermaßen wie aus dem Standardwerk der "Neuen Deutschen Härte". Einfache, druckvolle Gitarren dominieren die Strophen, der Graf hält sich mit Wortspielen nicht zurück und im Refrain wird das Ganze ebenso keyboardlastig wie eingängig. Anfangs wirkt der Song vielleicht auch ein wenig belanglos, er wächst aber nach mehrmaligem Hören und ragt über das meiste, was noch folgen wird, bei weitem heraus.

3. So wie du warst (6/10)
Ja, das Lied hört sich fast wie ein zweites "Geboren um zu leben" an und der Text ist so vorhersehbar für die Tränendrüse gemacht, das jegliche Intensität, die meines Erachtens bei Balladen von entscheidender Wichtigkeit ist, sofort im Keim erstickt wird. Aber die immer wieder auftauchenden Chöre find ich überraschend passend, außerdem freut mich die Abwandlung des Refrains gegen Ende, weil durch diese etwas unerwartete Abwechslung reinkommt. Da hat die Platte wirklich schlimmeres zu bieten.

4. Tage wie Gold (5/10)
Dominiert wird der Titel von einer simplen, aber effektiven Melodie, dazu kommt ein Klangbrei im Hintergrund, der sich genauso wie in "So wie du warst" anhört. Also handelt es sich lediglich um ein Poplied, das unauffällig an mir vorbei rauscht. Der Text schließt sich dem an; er ist so durchschaubar, dass schon seine Erwähnung überflüssig ist.

5. Wie wir waren (4/10)
Das dritte Popstück in Folge wandert mir ins Ohr und nervt noch ein wenig mehr als die vorigen, weil Andreas Bourani mitsingt. Wenn ich den hören will, kauf ich mir seine Platten, bei Unheilig hat er mit seiner Allerweltspopstimme meines Erachtens nichts verloren. Der Text ist übrigens nicht besser als die "Tage wie Gold". Diesen Titel braucht niemand.

6. Unsterblich (3/10)
Die zweite richtige Ballade steht an, das Klavier begleitet den Grafen zu den Worten: "Du bist mein Glück, tust mir gut, wenn du bei mir bist", und ich schalt ab. Langsam verlier ich wirklich die Lust am Album. Gegen Ende wird der Song noch etwas "härter" und klingt dabei wie schon tausendmal gehört. Die Krone der Aufdringlichkeit setzt der Unsterblichkeit dieses "Mhhhhhmhhhh" auf, das beim Refrain ununterbrochen zu hören ist.

7. Feuerland (8/10)
Diesen Track hab ich mir schöngehört. Er erinnert an "Herzwerk", ist aber stärker vom Synthesizer geprägt. Erst mal läuft er, wie auf "Lichter der Stadt" üblich, an mir vorbei. Nach ein paar Durchgängen ist das Lied jedoch zu meinem Favoriten geworden. Von der Stimmung her lässt mich das Feuerland an "Puppenspieler" zurückdenken. Deshalb empfehle ich allen enttäuschten "Altfans", sich diesem Song etwas intensiver zu widmen. Hier erkennt man noch deutlich das, was Unheilig einst ausgezeichnet hat.

8. Lichter der Stadt (5/10)
Das Titellied ist ein langweiliges Pop-Rock-Stück mit Gute-Laune-Kehrreim. Lyrisch ist es nicht ganz so schmalzig und trotzdem irrelevant ausgefallen.

9. Ein guter Weg (6/10)
Zur Abwechslung gibt's mal wieder eine Ballade, die als Klavierstück losgeht und später etwas lauter wird. Der Text ist wahrscheinlich ernstgemeint, aber so oft wie hier "Drück mich fest an dich" gesungen wird, find ich ihn ziemlich witzig.
Eine Katastrophe ist der gute Weg nicht, wenn ich ihn jedoch mit "Sternenschiff", "Sei mein Licht" oder anderen ruhigen Unheilig-Titeln der fernen Vergangenheit vergleiche, frage ich mich ernsthaft, ob der Graf immer noch die Musik schreibt, die ihm wirklich gefällt, so wie er es stets behauptet.

10. Ein großes Leben (5/10)
Die nächste Ballade folgt auf dem Fuße. Zum Glück verabschiedet sie sich nach dreieinhalb Minuten schon wieder, in denen ich aufpassen musste nicht einzuschlafen, denn Text und Musik gaben mir reichlich Grund dazu.

11. Brenne auf (7/10)
...hat mich positiv überrascht, denn der "Popklangbrei", der mich bei den meisten anderen Liedern der Platte extrem stört, lässt hier in Verbindung mit den im Hintergrund gehaltenen Gitarrenriffs was ganz interessantes aus dem recht flotten Lied entstehen. Bei einer etwas anderen Instrumentierung hätte der Spaß allerdings ganz gut zu Jürgen Drews gepasst.

12.Zeitreise (2/10)
Nun sind wir am Tiefpunkt der Platte angekommen. Zur Musik gibt es nicht mehr viel zu berichten. Es ist halt eine Popballade, wie es tausende andere gibt. Den Todesstoß versetzt der Zeitreise aber Berufsmessias Xavier Naidoo, der rumjault, wie man es von ihm gewohnt ist und mir damit extrem die Stimmung vermiest. Sowohl wegen seines Gesangs, als auch wegen seiner Einstellungen, die er in manchen Interviews preisgab, hätte ich mir nie freiwillig die Musik von Mannheims trällerndem Sohn angehört. Jetzt hab ich mir was mit seiner Stimme gekauft, das lässt selbst mich bei der Bewertung unsachlich werden. Lieber Graf, diesen Angriff auf meinen Verdauungsapparat verzeihe ich dir nie!
Einzig positiv an dem Lied finde ich, dass der Text trotz des Gasts nicht von der Apokalypse handelt.

13. Das Leben ist schön (6/10)
...enttäuscht mich von allen Titeln am meisten, denn der Anfang klingt eigentlich ganz vielversprechend, weil man merkt, dass Unheilig mit Synthesizern mehr als den "Popbrei" kochen können. Der Chorus ist dann aber wieder ziemlich zudringlich, weshalb am Ende doch nur Durchschnitt rauskommt. Kommentare zum Text verkneif ich mir.

14. Eisenmann (5/10)
So gitarrenlastig wie hier war die Musik von Unheilig fast noch nie, dazu brummt der Graf wie in besten Zeiten und dennoch überzeugt mich der Eisenmann nicht. Das liegt daran, dass er keine Kraft auszustrahlen weiß und nichtssagend im Midtempo vor sich her dümpelt. Der fehlerhafte Imperativ von "brechen", dessen sich im Refrain bedient wird, macht's auch nicht besser.

15. Vergessen (8/10)
Moment mal, dem Sacharias gefällt eines der zarten Lieder? Ja, "Vergessen" finde ich nicht zum Vergessen (der war schlecht, ich weiß), sondern sehr gut. Der Track ist abwechslungsreich und lässt am Ende sogar den "Popbrei" hinter sich. Textlich hab ich zwar schon tiefsinnigeres von Unheilig gehört aber auch schon wesentlich flacheres, vor allem auf "Lichter der Stadt". Somit bleibt ein versöhnlicher Abschluss, der mich wegen der vorausgegangenen Enttäuschungen etwas deprimiert zurücklässt.

16. Die Stadt (-/10)
Wie gewohnt nimmt das Outro die Melodie des Einführungsstückes wieder auf. Der Graf schweigt, so kann man sich wenigstens nicht am Text stören. Meines Erachtens steht "'Die Stadt"' früheren Instrumentals wie "Moderne Zeiten" oder "Zelluloid" in nichts nach.

Wer Unheilig neu für sich entdecken will, oder wem '"Große Freiheit"' immer noch zu hart war, kann mit "Lichter der Stadt" sicher schnell den Zugang finden. Denen, die schon den Vorgänger zu angepasst fanden, empfehle ich, das neue Album nur zusammen mit einem Leidensgenossen zu hören, denn wie heißt es schon in "Ein guter Weg": "Es hat so oft geholfen, wenn man zusammen weint".
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am 29. Juni 2012
Ich hatte mich schon lange auf das Album gefreut. Mich hat es leider enttäuscht. Die Musik erinnert mich größtenteils an Roland Kaiser und deutschen Schlager. Es tut mir schon weh das schreiben zu müssen, denn der Graf, mit seiner Musik und seinen Texten liegt mir schon seit Jahren am Herzen. Ich mag ihm kaum kommerzielle Absichten unterstellen mit der Gestaltung des Albums... Der Graf ist eine beachtenswerte und charismatische Persönlichkeit mit viel Herzblut für seine musikalische Arbeit. Die Texte und die sehr bedächtige Musik in diesem Album finde ich größtenteils deprimierend. Lieder wie "Eisenmann" sind dann mal wieder besser, aber im großen und ganzen keine wirklichen Highlights. Dennoch wünsche ich dem Grafen für seine Tournee das Beste und überhaupt viel Freude im Leben, damit es sich auch auf seine Musik positiv auswirkt. Fan bleibe ich trotzdem.
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am 21. März 2012
Ich muss sagen, ich bin sehr enttäuscht! Ich stand bislang hinter dem Grafen, auch hinter frawürdigen Dingen, aber "Lichter der Stadt" geht zu weit!

01 Das Licht - Gutes Intro
02 Herzwerk - Tolles Lied, eines der wenigen Highlights (8/10)
03 So wie du warst - Nette erste Single (6/10)
04 Tage wie Gold - Aha... das ist Unheilig? Schlimm! (2/10)
05 Wie wir waren - Popmusik, allersclimmster Sorte! (0/10)
06 Unsterblich - Ich liebe Unheilig Balladen, aber was soll das bitte sein?? (0/10)
07 Feuerland - leichtes Aufatmen, endlich wieder Unheilig (7/10)
08 Lichter der Stadt - Naja...so lala (5/10)
09 Ein guter Weg - Überraschend gute Ballade (7/10)
10 Ein großes Leben - Nein, Weiterentwicklung hin oder her, aber lupenreiner Schlager muss doch nicht sein, oder?? (0/10)
11 Brenne auf - Ganz nett (5/10)
12 Zeitreise - Passt auf ein Album von Xavier, aber zu Unheilig? (0/10)
13 Das Leben ist schön - Besser als gedacht, aber es haut einen nicht vom Hocker (5/10)
14 Eisenmann - Passt nicht zum Rest, ist aber DER Song auf dem Album, toll!! (9/10)
15 Vergessen - Gut, aber fesselt nicht wirklich (6/10)
16 Die Stadt - gutes Outro

Fazit: Teilweise gelungene Titel ummantelt von Pop, Schlager und schlechter Musik.
Schade, lieber Graf! Ich hoffe beim Club-Konzert in Dresden überzeugen die Titel mehr, als auf dem Album!!
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am 10. Februar 2015
Sehr gutes Produkt, wie erwartet.Hochwertige Qualität.Sehr guter Klang!Verarbeitung sehr hochwertig. CD hat keine Kratzer oder Gebrauchsspuren, also nagelneu! Gutes Preis-Leistungsverhältnis. Würde ich jederzeit wieder ordern. Absolut keine Billigware, somit 5 Sterne verdient!
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