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3,1 von 5 Sternen
Angels & Airwaves - Love
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. März 2013
1864 – Während des amerikanischen Bürgerkriegs wird Captain Lee Briggs von einer zur nächsten ausgelöschten Division versetzt. Er fühlt sich weggeschickt und zurückgelassen, einsam als einziger Überlebender. Wieder soll sein Leben durch ein Befehl verschont bleiben, der ihn östlich des Colorado-Beckens führt, wo ein befremdliches Objekt gewaltigen Ausmaßes gesichtet wurde. Was befindet sich dort? Knapp zwei Jahrhunderte später: Der US-amerikanische Astronaut Lee Miller soll die Sicherheit der Weltraumstation ISS überprüfen, die sich seit zwei Jahrzehnten verlassen in der erdnahen Umlaufbahn befindet. Auch er soll alsbald die leise Hölle der Einsamkeit erleben, als einziger Überlebender der gesamten Menschheit. Was ist das für „eine ziemliche Scheiße“, die laut der akustischen Aufzeichnung auf der Erde passiert ist, kurz bevor weltweit die Lichter erlöschen? Und warum könnten sie Lee Miller auch dann nicht zur Erde zurückholen, selbst, wenn sie es wollten?

Wie im Zeitraffer werden wir Zeuge, wie Lee Miller nach und nach seinen Verstand verliert. Er beginnt Gespräche mit den hinterlassenen Polaroids amerikanischer und russischer Astronautinnen. Hört ihre flüsternden Stimmen. Stellt sich vor, wie er sie ausführt. Spielt mit sich selbst Karten, um sich schließlich als schlechten Verlierer zu schimpfen. Grenzen zwischen Realität und Wirklichkeit drohen in Jahren der Einsamkeit komplett zu zerfallen, bis Lee an Bord der ISS zufällig das Tagebuch des Captain Lee Briggs findet und es mit Spannung liest. Wieso befindet sich das Tagebuch an Bord der ISS? Was befand sich dort draußen, im Colorado-Becken? Verdammt! Der Captain hat das Tagebuch nie zu Ende geschrieben. Und doch soll Lee Miller die Antwort erhalten, als durch sämtliche Fenster der Raumstation gleißendes Licht scheint und der Bordcomputer die Andockprozedur einleitet.
Beziehungen sind wesentlich für unsere Existenz

„Angels & Airwaves – Love“ wirft schnell Fragen auf und erzeugt so auf eine unaufdringlich leise Art, passend von der Musik der gleichnamigen Alternative-Rockband untermalt, eine faszinierende Spannung, ohne dabei ins Langweilige abzudriften, wie etwa „2001: Odyssee im Weltraum“. Keine minutenlange (Bildschirm-)Leere, kein Psychedelic-Trip zum Ende hin, wenngleich starke Parallelen zur Irrfahrt im Weltraum nicht von der Hand zu weisen sind, die meiner Meinung nach aber weit interessanter umgesetzt wurden. Werden die aufgeworfenen Fragen geklärt? Nicht alle und es gesellt sich im Höhepunkt sogar eine Schar weitere dazu. Es entsteht ein mysteriöses Puzzle, dessen fehlenden Teile viel Platz für eigene Interpretationen lässt. Sicher nicht jedermanns Geschmack, wer sich aber darauf einlässt, bekommt ein einzigartiges Sci-Fi-Erlebnis geboten, das sich vor großen Produktionen nicht zu verstecken braucht.

Dass die Produktion um die $500.000 gekostet hat, sieht man dem Film keineswegs an. Die glasklaren Bilder bleiben vor allem durch sehr sinnliche Momentaufnahmen und anmutenden Zeitlupen lange Zeit im Gedächtnis. Satte Farben setzen in der tristen Schwärze des Weltraums Akzente und schaffen insgesamt ein visuelles Kunstwerk, toll! Kaum zu glauben, dass Regisseur William Eubank die ISS im Garten seiner Eltern aufgebaut hat und eigenhändig die Schützengräben für die Szenen im Bürgerkrieg aushob. Mein Respekt für diese Leistung, die zeigt, dass ein verhältnismäßig winziges Budget ein solches Werk auf die Leinwand zaubern kann.

Fazit

Nach 84 Minuten klatschte ich Beifall, während die Worte des Abspanns noch in meinem Gedächtnis nachhallten. Was für ein Finale! Eindringlich wie es nur wenigen Filmen gelingt. Klar, manchem werden die verbliebenen Fragen einen unbefriedigend bitteren Beigeschmack hinterlassen und auch inhaltlich bleibt, angesichts des Verzichts auf Action, der Kniefall vor dem Mainstream aus. Doch mir haben die Mysterien von „Angels & Airwaves – Love“ vollkommen gereicht, um gefesselt zu werden. Und der wirklich interessante Höhepunkt war für mich Anlass genug, mich auch nach dem Abspann mit dem Film zu beschäftigen, um Antworten zu finden. Unterm Strich ein etwas anderer Sci-Fi-Streifen, den ich zu meinen persönlichen Highlights zähle.
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am 17. April 2015
Erste Frage:
Warum ist im Weltraum keine Schwerelosigkeit ???
Kritik:
Das Ende war noch am "besten" weil dort ein "Spaceship" in den Boden gekracht ist und das den ganzen Sinn von diesem Film erklären soll.. Den Anfang fand ich auch ganz "ok".. Aber mittendrin war ja einfach nur schlecht.
So ein schlechter Mix aus Gravity und Odysee 2001.
2 Sterne weil für ein 500.000 $ Budget das Set doch ziemlich gut gemacht war..
Achso und der Titel "Love" passt nicht so richtig.. Die Interviews zwischen drinn passen schon zum Thema "Love".. Aber mitten im Film gucken musste ich mich daran errinnern, wie der Titel von dem Film lautet, und dass der Titel und der ganze Film nicht so ganz passen..
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Mai 2012
Auf der Verpackung stehen so vielversprechende Sätze wie: "Ein Film in der Tradition von Moon und 2001"! Diese vollmundige Behauptung und ein Zeitungsartikel haben mich zum Kauf der Blu-ray bewegt. Für einen Low-Budget streifen besticht der Film durch wunderschöne Bilder, gelungene Effekt-Einstellungen und einen soliden Soundtrack. Aber leider ist das nun mal nicht alles, was ein guter Film braucht. Gerade Independent-Produktionen wie dieser Film verlangen ihren Machern oft ein Höchstmaß an persönlichem Engagement ab und im Falle von "Love" basiert der Film zudem auf einem Drehbuch des Regisseurs, der Jahre an Arbeit in die Produktion investiert hat. Zu Schade, dass keinerlei erkennbare Idee oder Story all die Mühe, die tollen Bilder und Effekte rechtfertigen.

Der Geschichte rund um einen von der Erde isolierten Astronauten im Orbit, der mit Angst und Einsamkeit zu kämpfen hat wurde meines Erachtens wenig eindrucksvoll in Szene gesetzt - man vergleiche etwa Filme wie "127 Hours", "Into the Wild" oder "Castaway", in denen die Schrecken der Isolation wesentlich tiefgründiger dargestellt wurden. Seltsamer Weise wird diese Situation mit einigen Szenen aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg kombiniert, deren kaum nennenswerter, seltsamer Zusammenhang zur restlichen Handlung, sich erst am Ende der Handlung offenbart. Dann nämlich wenn der Film unübersehbar Stanley Kubrick's unschlagbaren Meilenstein "2001" zitiert, ohne dessen Mysterium und Klasse jemals zu erreichen. Stattdessen wird versucht mit aller Gewalt eine Message zu vermitteln und dies geschieht dermaßen plump und krampfhaft (Off-Stimme!!), dass all die schönen Bilder nichts mehr helfen, denn da bleibt kein Raum mehr für Interpretation. Künstlerisch wertvolle Filme lassen dafür aber meistens genug Raum und wirken gerade deshalb so eindrucksvoll. Anders sieht es auf dem Sektor des Unterhaltungskinos aus, wo ich gar nicht mit so ausgefeilten Aspekten wie Interpretationsspielraum rechne, derlei Filme aber ebenso zu schätzen weiß. "Love" ist aber für Unterhaltung zu langatmig und für Kunst zu plump und eindimensional. Trotzdem kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, man wollte hier ein Stück Kunst produzieren. Irgendwie erging es mir bei dem Streifen ähnlich wie bei Terence Malick's "Tree of Life", nämlich so als wolle mir jemand mit dem Holzhammer den Sinn des Lebens oder die Schönheit der Welt eintrichtern. Oder so als wolle mich eine Sekte von ihren Ideen überzeugen. Kunst auf amerikanisch eben.

Schöne Bilder werden in beiden Fällen durch Off-Stimmen mit so viel Pathos und Kitsch aufgeladen, dass deren Wirkung dadurch völlig verpufft und ich nur mit dem Gefühl zurückbleibe man will mich hier manipulieren oder emotional in eine bestimmte Richtung gängeln. Während in "2001" der Betrachter nicht weiß, ob der Astronaut Bowman fasziniert, verängstigt oder in einer Art Trance ist & ob er auf seinem Tripp Gott, Ausserirdischen, einem Naturphänomen oder einer andersartigen höheren Macht begegnet, überlässt "Love" nichts der Interpretation des Betrachters. Während Duncan Jones's "Moon" uns eine plausible Geschichte erzählt, die zwar eher niveauvolle Unterhaltung als echte Kunst darstellt, versucht dieser Film esoterische Wege zu beschreiten, die aber die Wirkung einer moralsauren Predigt hinterlassen. Wegen der ästhetischen Inszenierung und dem gut gemeinten Versuch einen leider kaum anspruchsvollen Independent-Sci-Fi-Film zu verwirklichen vergebe ich dennoch 2 Sterne.
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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. September 2012
Also manchmal frage ich mich, ob ich zu doof bin, um ein solches filmisches Kunstwerk zu verstehen.
Ich bin durchaus ein Cineast, der auch mal einen Film abseits des "herkömmlichen Popkorn-Kinos" sehen
und geniessen kann.
Aber wenn ich bei einem Film so gar nicht durchblicke, dann frage ich mich echt, ob ich nicht doch
lieber zu einem Hollywood-Blockbuster hätte greifen sollen.

Anfänglich ist der Film ja gar nicht soo schlecht, aber je länger er dauert, desto verwirrender wird
er. Mehr und mehr reihen sich Visionen, Rückblenden, Träume und reale Szenen aneinander und zum
Schluß kommts mir nur noch wie ein buntes Musikvideo ohne jegliche Aussage vor.

Laß mich aber gerne eines besseren belehren, wenn mir jemand von den 5-Sterne-Bewertern erklären kann,
was der Film eigentlich aussagen will und vor allem, was der Schluß bedeutet !

In einer Rezension hat sogar jemand geschrieben, er muß am Schluß von dem Film immer weinen.
Also da frage ich mich erstens, wie man so einen Film mehrmals anschauen kann und zweitens, was einem
da zu so einem Gefühlsausbruch bewegt ? ;-)

Naja, die Geschmäcker sind verschieden, aber mein nächster Film wird mit Sicherheit wieder ein
"normaler" Film. ;-)
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am 6. Februar 2015
Als Fan der Musik rund um Tom Delonge der diesen Film ermöglicht hat war es mir
eigentlich nicht so wichtig ob der Film nun gut oder schlecht ist ich würde ihn auch nicht Leuten

weiterempfehlen die sich Tom Delonge oder seiner Band Angels And Airwaves nicht bewusst sind

denn etwas wirr und komisch kommt mir die Handlung schon vor.

Kann man sich anschauen ! Man hat aber auch nicht viel verpasst wen man diesen Film nicht gesehen hat.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Oktober 2012
Ich finde den Film einfach nur zum Einschlafen. Wie kann man den Film nur mit MOON vergleichen. Einfach unverständlich.
Ich liebe Science Fiction Filme über alles aber was hier geboten wird ist Langeweile Pur.
Der Schauspieler ist gut, darum 2 Sterne. Die Handlung ist Mist. Andere haben die Handlung bereits überaus ausgiebig beschrieben.
Wie man da 5 Sterne vergeben kann ist mir unverständlich.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. März 2013
Ich habe mir diesen Film GRADE wegen seiner furchtbar schlechten Rezensionen gekauft.
Erfahrungsgemäß bedeuten solche, dass der Film oft nicht verstanden wird. Und genau das ist hier der Fall. LOVE ist ein Film, der sich nicht mit überfrachteten Actionszenen, aufgesetzten Dialogen oder Aufregung aufhält. Der Film beginnt langsam, gibt dem Zuschauer Zeit, sich in die Situation des Protagonisten einzufühlen und sich schließlich - sofern man es schafft, sich ein bisschen Gehirn zusammenzunehmen, um mitzudenken und mitzufühlen - ein wenig mit ihm zu identifizieren.
Mir war während des Films trotz seiner Ruhe und ungehetztheit zwischendrin immer wieder richtig unwohl zumute, alleine bei der Vorstellung, wie man sich wohl selbst in so einer Situation fühlen würde.
Zugegeben, ich hätte mir etwas mehr Erklärung für die Geschehnisse gewünscht, aber das Offene, das Ungelöste, lässt einen wiederum erst recht mit dem Protagonisten mitfühlen.

Die Musik unterstützt die Emotionen subtil, ohne sich zu sehr in den Vodergrund zu drängen.

Man findet Stellenweise andere Filme wieder (2001 - Space Odyssee, Sunshine, Mission to Mars ect.) aber es stört nicht wirklich und es wirkt auch nicht "geklaut" oder reingekrampft.

Immer wieder fragt man sich: geschehen die Dinge grade wirklich, oder findet es nur in der gebeutelten Gedankenwelt des Protagonisten statt, und selbst am Ende war ich mir nicht so recht sicher.

Mein Fazit:
Wer sich darauf einlassen kann und wer genügend Grips und Intellekt hat, sich auch einmal auf einen Film einzulassen, bei dem man selbst etwas Gedankenleistung erbringen darf, wird hier ein echtes Meisterwerk finden.
Allen Fans des schnellen, seichten, schlichten Popcornkinos kann ich nur raten: Finger weg, da ist dieser Film viel zu hoch.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. März 2013
1864 – Während des amerikanischen Bürgerkriegs wird Captain Lee Briggs von einer zur nächsten ausgelöschten Division versetzt. Er fühlt sich weggeschickt und zurückgelassen, einsam als einziger Überlebender. Wieder soll sein Leben durch ein Befehl verschont bleiben, der ihn östlich des Colorado-Beckens führt, wo ein befremdliches Objekt gewaltigen Ausmaßes gesichtet wurde. Was befindet sich dort? Knapp zwei Jahrhunderte später: Der US-amerikanische Astronaut Lee Miller soll die Sicherheit der Weltraumstation ISS überprüfen, die sich seit zwei Jahrzehnten verlassen in der erdnahen Umlaufbahn befindet. Auch er soll alsbald die leise Hölle der Einsamkeit erleben, als einziger Überlebender der gesamten Menschheit. Was ist das für „eine ziemliche Scheiße“, die laut der akustischen Aufzeichnung auf der Erde passiert ist, kurz bevor weltweit die Lichter erlöschen? Und warum könnten sie Lee Miller auch dann nicht zur Erde zurückholen, selbst, wenn sie es wollten?

Wie im Zeitraffer werden wir Zeuge, wie Lee Miller nach und nach seinen Verstand verliert. Er beginnt Gespräche mit den hinterlassenen Polaroids amerikanischer und russischer Astronautinnen. Hört ihre flüsternden Stimmen. Stellt sich vor, wie er sie ausführt. Spielt mit sich selbst Karten, um sich schließlich als schlechten Verlierer zu schimpfen. Grenzen zwischen Realität und Wirklichkeit drohen in Jahren der Einsamkeit komplett zu zerfallen, bis Lee an Bord der ISS zufällig das Tagebuch des Captain Lee Briggs findet und es mit Spannung liest. Wieso befindet sich das Tagebuch an Bord der ISS? Was befand sich dort draußen, im Colorado-Becken? Verdammt! Der Captain hat das Tagebuch nie zu Ende geschrieben. Und doch soll Lee Miller die Antwort erhalten, als durch sämtliche Fenster der Raumstation gleißendes Licht scheint und der Bordcomputer die Andockprozedur einleitet.
Beziehungen sind wesentlich für unsere Existenz

„Angels & Airwaves – Love“ wirft schnell Fragen auf und erzeugt so auf eine unaufdringlich leise Art, passend von der Musik der gleichnamigen Alternative-Rockband untermalt, eine faszinierende Spannung, ohne dabei ins Langweilige abzudriften, wie etwa „2001: Odyssee im Weltraum“. Keine minutenlange (Bildschirm-)Leere, kein Psychedelic-Trip zum Ende hin, wenngleich starke Parallelen zur Irrfahrt im Weltraum nicht von der Hand zu weisen sind, die meiner Meinung nach aber weit interessanter umgesetzt wurden. Werden die aufgeworfenen Fragen geklärt? Nicht alle und es gesellt sich im Höhepunkt sogar eine Schar weitere dazu. Es entsteht ein mysteriöses Puzzle, dessen fehlenden Teile viel Platz für eigene Interpretationen lässt. Sicher nicht jedermanns Geschmack, wer sich aber darauf einlässt, bekommt ein einzigartiges Sci-Fi-Erlebnis geboten, das sich vor großen Produktionen nicht zu verstecken braucht.

Dass die Produktion um die $500.000 gekostet hat, sieht man dem Film keineswegs an. Die glasklaren Bilder bleiben vor allem durch sehr sinnliche Momentaufnahmen und anmutenden Zeitlupen lange Zeit im Gedächtnis. Satte Farben setzen in der tristen Schwärze des Weltraums Akzente und schaffen insgesamt ein visuelles Kunstwerk, toll! Kaum zu glauben, dass Regisseur William Eubank die ISS im Garten seiner Eltern aufgebaut hat und eigenhändig die Schützengräben für die Szenen im Bürgerkrieg aushob. Mein Respekt für diese Leistung, die zeigt, dass ein verhältnismäßig winziges Budget ein solches Werk auf die Leinwand zaubern kann.

Fazit

Nach 84 Minuten klatschte ich Beifall, während die Worte des Abspanns noch in meinem Gedächtnis nachhallten. Was für ein Finale! Eindringlich wie es nur wenigen Filmen gelingt. Klar, manchem werden die verbliebenen Fragen einen unbefriedigend bitteren Beigeschmack hinterlassen und auch inhaltlich bleibt, angesichts des Verzichts auf Action, der Kniefall vor dem Mainstream aus. Doch mir haben die Mysterien von „Angels & Airwaves – Love“ vollkommen gereicht, um gefesselt zu werden. Und der wirklich interessante Höhepunkt war für mich Anlass genug, mich auch nach dem Abspann mit dem Film zu beschäftigen, um Antworten zu finden. Unterm Strich ein etwas anderer Sci-Fi-Streifen, den ich zu meinen persönlichen Highlights zähle.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Mai 2012
Das Wichtigste zuerst: Dieser Film hat keine Handlung. Am Anfang wird zwar versucht eine Handlung zu simulieren, dies wird aber schnell aufgegeben um einer Aneinanderreihung von beeindruckenden Bildern untermalt mit guter Musik Platz zu machen.

Ich habe den Film auf einem Filmfestival gesehen (FFF wenn ich mich Recht entsinne) und bin es gewohnt auf seltsame Filme mit interessanten Wendungen zu treffen. Deshalb habe ich mich auch darauf konzentriert die Details zu behalten, um am Ende nach der erwarteten Zusammenführung (nicht immer gibt es eine Auflösung) sich einen Reim auf den Film zu machen. Leider gab es das diesmal nicht. Dadurch dass der Film aber normal beginnt, hatte man den Eindruck ein großes Mysterium wird aufgebaut, an der Stelle wo der Versuch von Handlung ausfasert. Deshalb war ich enttäuscht, dass eben ein Zusammenfügen am Ende nicht geschieht.

Ich war enttäuscht, doch dann sah ich im Abspann immer wieder Angels and Airwaves. Ich habe nachgeschaut - ja das ist eine Band. Und so konnte ich mir im Nachhinein Love erklären: als Musikvideo. Ein Musikvideo muss keine kohärente Handlung haben. Ein Musikvideo lebt von Bildern und einzelnen Eindrücken - nicht selten in Zeitlupe. Ein Musikvideo hat natürlich gute Musik - so wie Love.

Leider wurde Love als Sci-Fi-Spielfilm und nicht als Musikvideo beworben. Als Musikvideo ist er sogar recht gut, ich denke da wären 4 Sterne angebracht. Aber wer ein Auto kaufen möchte, und ein Motorrad bekommt, wird sich betrogen fühlen, selbst wenn es ein exzellentes Motorrad ist. Als Spielfilm sollte es eigentlich sogar nur einen Stern geben, da es aber ein wirklich gutes Musikvideo ist, gute Bilder bietet und gute Musik vergebe ich zwei Sterne.

Der Vergleich mit 2001 oder Moon ist hingegen vollkommen unangebracht. Zwar beginnt Moon ähnlich - mit einem isolierten Mann - aber Moon kann eine Handlung aus der Situation entwickeln. Love bleibt bei der Situation stehen und dehnt diese über mehr als 80 Minuten aus. Immerhin wird es angereichert durch Videoaufnahmen, in denen verschiedene Personen die Bedeutung menschlichen Kontakts erklären.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 22. April 2012
Keine Frage - LOVE ist ein Film, welcher polarisieren wird. Vermutlich wird dieser Film viele Zuschauern haben, welche ihn heiss und innig lieben, wie es auch Viele geben wird, die diesen Film komplett ablehnen und / oder schreiend langweilig finden. Eines sollte in jedem Fall klar sein: wer denkt, dass LOVE die Art von SF-Film ist, welcher nur von CGI-Effekten, einer simplen Story und möglichst spektakulärer Action lebt sollte sich diesen Film nie und nimmer ansehen (für diesen Geschmack gibts ja mehr als genug Filme).

Mein Fazit war: mit LOVE wurde ein wunderschöner Film vorgelegt, welcher ein Fest für alle Freunde atmosphärischer Science Fiction wurde!

LOVE ist in der Tat ein SF-Film vom Schlage des (grandiosen) "Moon" oder "Monsters", und fraglos waren Klassiker wie "Silent Running", "The Quiet Earth" und selbstverständlich "2001" (vor allem für die Endsequenzen) eine wichtige Inspiration. Es geht um einen Astronauten, welcher alleine auf der ISS im Erdorbit ausharrt, während der Kontakt zur Erde abreisst und die Welt unter ihm offensichtlich im Krieg untergeht. Einsam driftet er also um den ruhigen Planeten, und mehr und mehr beginnt die Isolation, ihn zu verändern - bis er schließlich an Bord der ISS einen mysteriösen Fund macht...

Offenkundig ist, dass LOVE für ein geradezu mikroskopisches Budget gemacht wurde - und angesichts dessen ist umso mehr beeindruckend, wie gut gerade die Optik des Films gelungen ist (totales Low Budget sieht ganz anders aus). Die Bilder sind sowohl verstörend wie auch wunderschön, und die geringen Mittel zwangen die Darsteller, schlichtweg mehr Charakterspiel zu zeigen, als es beispielsweise bei CGI-Orgien wie der Star Wars Prequel Trilogie überhaupt möglich gewesen wäre. Durch simple Tricks wie seltsame Kamerawinkel und ähnliches schaffte man es sogar ein wenig darüber hinwegzutäuschen, dass die ISS natürlich keine künstliche Schwerkraft hat.

Sicherlich: LOVE lebt von der Story, der aufgebauten Atmosphäre und den Emotionen des Zuschauers - und all dies ist eine sehr individuelle Wahrnehmung, deswegen kann ich es wirklich niemanden verdenken, wenn er mit LOVE rein gar nichts anfangen kann. Den Film muss man schlichtweg auf sich wirken lassen, manchen geht er unter die Haut, anderen vermutlich nur auf den Geist.

Alles in allem ist LOVE für mich ein emotionaler und atmosphärischer Trip, und alle, die mal wieder einen SF-Film sehen möchte, bei dem es nicht nur um die beste CGI und die meisten Explosionen geht, sollten diesem Film mal eine Chance geben.
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