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5.0 von 5 Sternen Jarrett-Musik in anderem Gewand, 17. November 2013
Keith Jarrett und Skandinavien - das war schon immer eine besondere Geschichte. In Schweden hatte er 1966 mit dem Charles Lloyd Quartet seine ersten Auftritte in Europa, in Norwegen und Dänemark war man gegenüber dem progressiven Jazz, für den Charles Lloyd und Jarrett standen, früh schon sehr aufgeschlossen, in Molde/Norwegen gab Jarrett 1972 sein erstes Solo-Live-Klavierkonzert, in Oslo wurde die erste Solo-Platte von ihm ("Facing You") aufgenommen und sein "Europäisches Quartett" mit dem norwegischen Saxophonisten Jan Garbarek und zwei weiteren Skandinaviern an Bass und Schlagzeug gilt vielen Jarrett-Fans als sein spannendstes Bandprojekt überhaupt.
Kein Wunder also, dass es gerade ein schwedischer Jazz-Gitarrist ist, der sich mit einem Tribut-Album der Musik von Keith Jarrett zuwendet. Ulf Wakenius ist durchaus ein Schwergewicht in der internationalen Jazz-Szene. Er hat in den 1990er Jahren u.a. mit Jack DeJohnette zusammengearbeitet, einem jahrzehntelangen Begleitmusiker Jarretts, sowie mit vielen anderen Größen wie Herbie Hancock, die ihrerseits auch mit Jarrett zusammengewirkt haben. Wenn sich ein Musiker wie Wakenius Jarrett-Kompositionen annimmt, um ihnen mit der Gitarre einen anderen Sound zu verpassen, dann ist das ein Projekt mit Substanz.
Und das Ergebnis kann sich wahrlich hören lassen. Quer durch alle Schaffensphasen und alle Bands des Meisters bedient sich Wakenius, von reinen Klavierkompositionen ("Memories Of Tomorrow" - das Stück "IIc" des "Köln Concert") über Stücke, die Jarrett für sein frühes amerikanisches Trio komponiert hat ("So Tender", "Everything That Lives Laments"), bis hin zu Songs des European Quartet ("Innocence", "The Windup", "My Song") und dem Standards-Trio von Jarrett ("Dancing", "The Cure", "U Dance"). Alle Lieder bestreicht Wakenius mit dem weichen Klang seiner Gitarre und schafft es dabei, sowohl deren jazzigen Charakter zu bewahren und dem Geist des Komponisten gerecht zu werden, als auch, den Stücken seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Unterstützt wird Wakenius dabei von Lars Danielsson am Bass (und einmal am Klavier) sowie von Drummer Morten Lund.
Auch wenn nicht alle Covers in "Notes From The Heart" gleichermaßen überzeugen - "My Song" etwa wirkt seltsam flach im Vergleich zum Original, auch "Mon Coeur Est Rouge" und "Prayer" gelingen nicht ganz - ist die Scheibe insgesamt doch überaus hörenswert. Wie Wakenius etwa die rhythmisch unglaublich anspruchsvollen Synkopen in "The Windup" auf die Gitarre bringt oder das schöne Grundthema von "Everything That Lives Laments" noch ausdrucksstärker klingen lässt, ist überaus beeindruckend.
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